[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. (Q2529): Unterschied zwischen den Versionen

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(‎Bezeichnung für [de] geändert: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und…)
Bezeichnung / deBezeichnung / de
§. 10. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr Lutherus jenen Ort Matth. 18. cap. im 27. v. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. Item Joh. am 20. cap. im 20. v. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] Lutherus eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.

Version vom 14. Juni 2022, 07:05 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
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