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wd:Q3086 rdfs:label "D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird."@de ;
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