Sie [die Perser] haben über seine [“[aq]Locmanns[/aq]”, J.T.] Fabeln so viel Bemerckungen und Auslegungen gemacht und dieselbe also vermehret/ daß sie/ wie die Araber/ ein grosses Buch darüber gemacht/ wovon man in [S] dem [aq]Vatican[/aq] zu Rom noch heute zu Tage ein Exemplar sehen kan. [...] Die heutigen Türcken machen nichtsweniger Wercks hiervon/ und glauben nebenst Mirkond/ daß er zu Zeiten Davids gelebet habe/ worin sie aber/ so ferne er Esopus sol gewesen seyn/ und wir der Grichischen Zeit-Rechnung glauben müssen/ bey [aq]450[/aq]. Jahr irren/ doch schlagen die Türcken nicht so genau hierauf. Diese Meinung solte sich besser auff [aq]Hesiodum[/aq] schicken/ welcher zu Salomonis Zeiten gelebet hat/ und welchen man billich die Ehre der Erfindung der Fabeln/ welche man Esopo zuschreibet/ nach [aq]Quintiliani[/aq] Meinung/ zuschrieben muß. Man findet keine Poeten/ die sich grössere Freyheit anmassen zu Lügen in den Lebens-Beschreibungen ihrer Heiligen/ was den Ursprung ihrer Gottesdienste und ihrer Historien betrifft/ als die Griechen. (Q6959): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 31. Januar 2025, 13:51 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Sie [die Perser] haben über seine [“[aq]Locmanns[/aq]”, J.T.] Fabeln so viel Bemerckungen und Auslegungen gemacht und dieselbe also vermehret/ daß sie/ wie die Araber/ ein grosses Buch darüber gemacht/ wovon man in [S] dem [aq]Vatican[/aq] zu Rom noch heute zu Tage ein Exemplar sehen kan. [...] Die heutigen Türcken machen nichtsweniger Wercks hiervon/ und glauben nebenst Mirkond/ daß er zu Zeiten Davids gelebet habe/ worin sie aber/ so ferne er Esopus sol gewesen seyn/ und wir der Grichischen Zeit-Rechnung glauben müssen/ bey [aq]450[/aq]. Jahr irren/ doch schlagen die Türcken nicht so genau hierauf. Diese Meinung solte sich besser auff [aq]Hesiodum[/aq] schicken/ welcher zu Salomonis Zeiten gelebet hat/ und welchen man billich die Ehre der Erfindung der Fabeln/ welche man Esopo zuschreibet/ nach [aq]Quintiliani[/aq] Meinung/ zuschrieben muß. Man findet keine Poeten/ die sich grössere Freyheit anmassen zu Lügen in den Lebens-Beschreibungen ihrer Heiligen/ was den Ursprung ihrer Gottesdienste und ihrer Historien betrifft/ als die Griechen.
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