Wer nun den Namen und die Taht eines Poeten haben wil/ an dem erfodern dy Weltweisen dreyerley/ nemlich: die natürliche Zuneigung zur Dichterey/ die Unterweisung/ und die Ubung. Darüm sagt [aq]Cicero pro Archia: Si à summis hominibus eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum Studia & Doctrina, & Praeceptis & arte constare; Poëtam naturâ ipsâ valere & mentis viribus excitari, & quasi divino Spiritu afflari[/aq]. Die Natur aber mag so guht seyn als sie kan/ so muß doch dy Unterweisung durch die Vers- und Reim-Kunst darzu kommen. Denn dise macht den Geist vollkommen/ den die Natur inn dem Poeten gewirket hat/ und wird er nichts tüchtiges ohn die Hülf-Leistung der Kunst am Tage legen. (Q5653): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 31. Januar 2025, 13:51 Uhr

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Deutsch
Wer nun den Namen und die Taht eines Poeten haben wil/ an dem erfodern dy Weltweisen dreyerley/ nemlich: die natürliche Zuneigung zur Dichterey/ die Unterweisung/ und die Ubung. Darüm sagt [aq]Cicero pro Archia: Si à summis hominibus eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum Studia & Doctrina, & Praeceptis & arte constare; Poëtam naturâ ipsâ valere & mentis viribus excitari, & quasi divino Spiritu afflari[/aq]. Die Natur aber mag so guht seyn als sie kan/ so muß doch dy Unterweisung durch die Vers- und Reim-Kunst darzu kommen. Denn dise macht den Geist vollkommen/ den die Natur inn dem Poeten gewirket hat/ und wird er nichts tüchtiges ohn die Hülf-Leistung der Kunst am Tage legen.
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