Poetischer Wegweiser (Q133): Unterschied zwischen den Versionen

Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Man muss sich auch hüten, daß man durch allzu grosses Trauren GOttes allein weisen Schluß nicht tadelt, und einen alten Greiß von achzig Jahren, welchen niemand bejammert, welcher auch gerne sterben wollen, nicht allzu sehr beweine. Thun also diejenigen recht thöricht, welche den Tod, da er doch GOttes Ordnung, so grausam durchziehen, und ihn gleichsam zum Schelme und Diebe machen. Ist die Wunde nicht groß, so braucht man nicht viel Pflaster, hat man aber Trost vonnöthen, so giebet so wohl die Heil. Schrifft als die gesunde Vernunfft sattsamen an die Hand. Endlich wünschet man dem Verstorbenen Glück zu der ewigen Seligkeit, welche man gegen diesem Leben herrlich heraus streicht, wobey man sich aber aller Heydnischen Fabeln und [aq]Terminorum[/aq] zu enthalten. Denn was hat eine Christen-Seele mit denen [aq]Elisi[/aq]schen Feldern, mit denen [aq]Parc[/aq]en, mit dem [aq]Cerbero[/aq], [S] und mit denen Höllischen Flüssen zuthun, welche sich an Christi Verdienst und Wunden eintzig halten soll.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man muss sich auch hüten, daß man durch allzu grosses Trauren GOttes allein weisen Schluß nicht tadelt, und einen alten Greiß von achzig Jahren, welchen niemand bejammert, welcher auch gerne sterben wollen, nicht allzu sehr beweine. Thun also diejenigen recht thöricht, welche den Tod, da er doch GOttes Ordnung, so grausam durchziehen, und ihn gleichsam zum Schelme und Diebe machen. Ist die Wunde nicht groß, so braucht man nicht viel Pflaster, hat man aber Trost vonnöthen, so giebet so wohl die Heil. Schrifft als die gesunde Vernunfft sattsamen an die Hand. Endlich wünschet man dem Verstorbenen Glück zu der ewigen Seligkeit, welche man gegen diesem Leben herrlich heraus streicht, wobey man sich aber aller Heydnischen Fabeln und [aq]Terminorum[/aq] zu enthalten. Denn was hat eine Christen-Seele mit denen [aq]Elisi[/aq]schen Feldern, mit denen [aq]Parc[/aq]en, mit dem [aq]Cerbero[/aq], [S] und mit denen Höllischen Flüssen zuthun, welche sich an Christi Verdienst und Wunden eintzig halten soll. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man muss sich auch hüten, daß man durch allzu grosses Trauren GOttes allein weisen Schluß nicht tadelt, und einen alten Greiß von achzig Jahren, welchen niemand bejammert, welcher auch gerne sterben wollen, nicht allzu sehr beweine. Thun also diejenigen recht thöricht, welche den Tod, da er doch GOttes Ordnung, so grausam durchziehen, und ihn gleichsam zum Schelme und Diebe machen. Ist die Wunde nicht groß, so braucht man nicht viel Pflaster, hat man aber Trost vonnöthen, so giebet so wohl die Heil. Schrifft als die gesunde Vernunfft sattsamen an die Hand. Endlich wünschet man dem Verstorbenen Glück zu der ewigen Seligkeit, welche man gegen diesem Leben herrlich heraus streicht, wobey man sich aber aller Heydnischen Fabeln und [aq]Terminorum[/aq] zu enthalten. Denn was hat eine Christen-Seele mit denen [aq]Elisi[/aq]schen Feldern, mit denen [aq]Parc[/aq]en, mit dem [aq]Cerbero[/aq], [S] und mit denen Höllischen Flüssen zuthun, welche sich an Christi Verdienst und Wunden eintzig halten soll. / Fundstelle
 
Seite: (77-78) [101-102]

Version vom 23. Dezember 2022, 08:20 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Poetischer Wegweiser
Keine Beschreibung vorhanden

    Aussagen

    0 Fundstellen
    1709
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    Jena
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