Poetischer Wegweiser (Q133): Unterschied zwischen den Versionen

Eigenschaft / Mythenkritik
 
[aq]§. 7[/aq]. ¶ Die Nahmen der Heydnischen Götter und Göttinnen brauchen etliche gar zusehr, und bethen sie gleichsam noch an. Etliche verwerffen sie gar. Beyde aber thun unrecht. Denn man kan sie wohl auf gewisse masse brauchen, wenn man dadurch etliche Geschöpffe, Künste und Wissenschafften abbildet. Aber vor den wahren einigen GOtt selber darff man sie keines weges setzen. Und so man von deren Gedichte [aq]Inventiones[/aq] nehmen will, muß man sie ordentlich vorstellen, deutlich erklären, und was gutes durch die [aq]Application[/aq] daraus herführen. ¶ Also ist es sehr abgeschmackt, wenn man allezeit vor Himmel: [aq]Olympus[/aq], vor Erde: [aq]Tellus[/aq], vor Sonne: [aq]Titan[/aq] oder [aq]Phoebus[/aq], vor Mond; Frau [aq]Luna[/aq] setzet. Hingegen kan man dann und wann vor Schule oder Academie: [aq]Pindus, Helicon[/aq], oder [aq]Parnassus[/aq], vor das [aq]Studir[/aq]en: [aq]Musa[/aq], oder einen Nahmen der Musen setzen.
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. 7[/aq]. ¶ Die Nahmen der Heydnischen Götter und Göttinnen brauchen etliche gar zusehr, und bethen sie gleichsam noch an. Etliche verwerffen sie gar. Beyde aber thun unrecht. Denn man kan sie wohl auf gewisse masse brauchen, wenn man dadurch etliche Geschöpffe, Künste und Wissenschafften abbildet. Aber vor den wahren einigen GOtt selber darff man sie keines weges setzen. Und so man von deren Gedichte [aq]Inventiones[/aq] nehmen will, muß man sie ordentlich vorstellen, deutlich erklären, und was gutes durch die [aq]Application[/aq] daraus herführen. ¶ Also ist es sehr abgeschmackt, wenn man allezeit vor Himmel: [aq]Olympus[/aq], vor Erde: [aq]Tellus[/aq], vor Sonne: [aq]Titan[/aq] oder [aq]Phoebus[/aq], vor Mond; Frau [aq]Luna[/aq] setzet. Hingegen kan man dann und wann vor Schule oder Academie: [aq]Pindus, Helicon[/aq], oder [aq]Parnassus[/aq], vor das [aq]Studir[/aq]en: [aq]Musa[/aq], oder einen Nahmen der Musen setzen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. 7[/aq]. ¶ Die Nahmen der Heydnischen Götter und Göttinnen brauchen etliche gar zusehr, und bethen sie gleichsam noch an. Etliche verwerffen sie gar. Beyde aber thun unrecht. Denn man kan sie wohl auf gewisse masse brauchen, wenn man dadurch etliche Geschöpffe, Künste und Wissenschafften abbildet. Aber vor den wahren einigen GOtt selber darff man sie keines weges setzen. Und so man von deren Gedichte [aq]Inventiones[/aq] nehmen will, muß man sie ordentlich vorstellen, deutlich erklären, und was gutes durch die [aq]Application[/aq] daraus herführen. ¶ Also ist es sehr abgeschmackt, wenn man allezeit vor Himmel: [aq]Olympus[/aq], vor Erde: [aq]Tellus[/aq], vor Sonne: [aq]Titan[/aq] oder [aq]Phoebus[/aq], vor Mond; Frau [aq]Luna[/aq] setzet. Hingegen kan man dann und wann vor Schule oder Academie: [aq]Pindus, Helicon[/aq], oder [aq]Parnassus[/aq], vor das [aq]Studir[/aq]en: [aq]Musa[/aq], oder einen Nahmen der Musen setzen. / Fundstelle
 
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Version vom 23. Dezember 2022, 07:02 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Poetischer Wegweiser
Keine Beschreibung vorhanden

    Aussagen

    0 Fundstellen
    1709
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    Jena
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