Wittenbergischer Poeten-Steig (Q116): Unterschied zwischen den Versionen

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Eigenschaft / Instanz von
 
Eigenschaft / Instanz von: Werk / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Publikationsjahr
 
1687
Zeitstempel+1687-00-00T00:00:00Z
Zeitzone+00:00
KalenderGregorianisch
Genauigkeit1 Jahr
Vor0
Nach0
Eigenschaft / Publikationsjahr: 1687 / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Publikationsort
 
Nördlingen
Eigenschaft / Publikationsort: Nördlingen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autor
 
Eigenschaft / Autor: Spengler, Johann Friedrich / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / VD 17
 
Eigenschaft / VD 17: https://kxp.k10plus.de/DB=1.28/DB=1.28/CMD?MATCFILTER=N&MATCSET=N&NOSCAN=N&IKT0=&TRM0=&ACT3=*&IKT3=8183&ACT=SRCHA&IKT=1016&SRT=YOP&ADI_BIB=&TRM=Wittenbergischer%20Poeten-Steig&REC=*&TRM3=&COOKIE=U999,K999,D1.28,E881e6bb2-0,I0,B9994++++++,SY,QDEF,A,H12,,73,,76-78,,88-90,NGAST,R213.162.81.176,FN / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Digitalisat
 
Eigenschaft / Digitalisat: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:29-bv013227192-0 / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Bibliographische Angaben
 
Eigenschaft / Bibliographische Angaben: bibl. Angaben / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Melos conspirant singuli in unum. Repertorium bio-bibliographicum zur Geschichte des Pegnesischen Blumenordens in Nürnberg (1644–1744). / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Erklärung des/ im Kupferblate begriffenen/ dreyständigen Sinnbildes. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Erklärung des/ im Kupferblate begriffenen/ dreyständigen Sinnbildes. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [9]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Christian Albrechten [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Christian Albrechten [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [10]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Durchleuchtigster Fürst/ Gnädigster ErbPrinz und Herr! / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Durchleuchtigster Fürst/ Gnädigster ErbPrinz und Herr! / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [11-17]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Nothwendige Vor-Erinnerung an den Teutschgesinnten und gunstreichen Leser. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Nothwendige Vor-Erinnerung an den Teutschgesinnten und gunstreichen Leser. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [18-21]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Die Einnahme des Charicles in den löbl. Blumen-Orden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Die Einnahme des Charicles in den löbl. Blumen-Orden. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [22-23]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Charicles/ der 44te unter den Blumgenossen/ eingenommen im Jahre 1677. von dem Seelig-Edlen FLORIDAN/ Mit Band/ Blume und Spruch im Jahre 1687. bestättiget/ von Myrtillus. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Charicles/ der 44te unter den Blumgenossen/ eingenommen im Jahre 1677. von dem Seelig-Edlen FLORIDAN/ Mit Band/ Blume und Spruch im Jahre 1687. bestättiget/ von Myrtillus. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [24-25]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq]Qui cupis Aoniae juvenis te jungere turbae[/aq], [...] [aq]VIRI CLARISSIMI[/aq], [...] [aq]Florigera ad Pegnesum Societas[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq]Qui cupis Aoniae juvenis te jungere turbae[/aq], [...] [aq]VIRI CLARISSIMI[/aq], [...] [aq]Florigera ad Pegnesum Societas[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [26]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Bericht aus dem Parnasse die Reinigung der Teutschen Sprache betreffend. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Bericht aus dem Parnasse die Reinigung der Teutschen Sprache betreffend. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [27-34]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: SO tritt Herr Spengler an den klugen Dichter-Steig/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: SO tritt Herr Spengler an den klugen Dichter-Steig/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [34]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Den Anfang machet die Untertähnigste Bewillkommung der Durchleuchtigsten Fürstinn und Frauen/ FRAUEN Eleonoren Erdmuht Loysen [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Den Anfang machet die Untertähnigste Bewillkommung der Durchleuchtigsten Fürstinn und Frauen/ FRAUEN Eleonoren Erdmuht Loysen [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [35-37]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Glükkwünschendes Freuden-Lied/ auf den gesund-erlebten Namens-Tag WILHELM/ des Durchleuchtigsten Prinzen und Herrn/ Herrn Wilhelm Friderichs [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Glükkwünschendes Freuden-Lied/ auf den gesund-erlebten Namens-Tag WILHELM/ des Durchleuchtigsten Prinzen und Herrn/ Herrn Wilhelm Friderichs [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Vorbericht / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Vorbericht / Fundstelle
 
Seite: (1-3) [40-42]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Eingang [...] Der I. Gang Gehet auf die Wortzeit ins gemein/ [aq]quantitatem in genere[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Eingang [...] Der I. Gang Gehet auf die Wortzeit ins gemein/ [aq]quantitatem in genere[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (4-8) [43-47]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der II. Gang Gehet auf die kürzere Wortzeit/ [aq]quantitatem brevem[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der II. Gang Gehet auf die kürzere Wortzeit/ [aq]quantitatem brevem[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (8-12) [47-51]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der III. Gang Gehet auf die längere Wortzeit/ [aq]quantitatem longam[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der III. Gang Gehet auf die längere Wortzeit/ [aq]quantitatem longam[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (13-14) [52-53]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der IV. Gang Gehet auf die mittlere Wortzeit/ [aq]quantitatem ancipitem[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der IV. Gang Gehet auf die mittlere Wortzeit/ [aq]quantitatem ancipitem[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (14-17) [53-56]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der V. Gang Gehet auf die Reimmaas/ oder Gebändtritte/ [aq]pedes metricos[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der V. Gang Gehet auf die Reimmaas/ oder Gebändtritte/ [aq]pedes metricos[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (17-20) [56-59]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VI. Gang Gehet auf die Vier aus den vielerley Gebändtritten entspringende Haubtreimgeschlechter/ [aq]genera carminum[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VI. Gang Gehet auf die Vier aus den vielerley Gebändtritten entspringende Haubtreimgeschlechter/ [aq]genera carminum[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (20-32) [59-71]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VII. Gang Gehend auf die Abmessung und den Abschnitt. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VII. Gang Gehend auf die Abmessung und den Abschnitt. / Fundstelle
 
Seite: (33-38) [72-77]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VIII. Gang Gehet auf die Reimung/ [aq]Rythmos[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VIII. Gang Gehet auf die Reimung/ [aq]Rythmos[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (38-49) [77-88]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der IX. Gang Gehet auf die neu-aufgebrachte Reimgebände/ der Reimmaase/ oder den Gebändteritten nach/ [aq]nova Carminum genera ex pedibus[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der IX. Gang Gehet auf die neu-aufgebrachte Reimgebände/ der Reimmaase/ oder den Gebändteritten nach/ [aq]nova Carminum genera ex pedibus[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (49-55) [88-94]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der X. Gang Gehet auf die nohtwendigste und schönste Reimarten/ nach den Säzzen/ Reimen und Einhalt/ [aq]nova Carminum genera ex strophis, rhythmis & contentis[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der X. Gang Gehet auf die nohtwendigste und schönste Reimarten/ nach den Säzzen/ Reimen und Einhalt/ [aq]nova Carminum genera ex strophis, rhythmis & contentis[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (56-111) [95-150]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der XI. Gang Gehet auf den Letterwechsel und die Sinnbilder/ [aq]Anagrammata & Emblemata[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der XI. Gang Gehet auf den Letterwechsel und die Sinnbilder/ [aq]Anagrammata & Emblemata[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (112-136) [151-175]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der XII. und lezzte Gang Des ersten Haubt-Feldes gehet auf die Erfindung. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der XII. und lezzte Gang Des ersten Haubt-Feldes gehet auf die Erfindung. / Fundstelle
 
Seite: (136-152) [175-191]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das andere Haubt-Feld Von des Wittenbergischen Poeten-Steiges Eingange [...] Der I. Gang Gehet auf die Reinlichkeit eines Gedichtes. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das andere Haubt-Feld Von des Wittenbergischen Poeten-Steiges Eingange [...] Der I. Gang Gehet auf die Reinlichkeit eines Gedichtes. / Fundstelle
 
Seite: (153-187) [192-226]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der II. Gang Gehet auf die Deutlichkeit eines Gedichtes. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der II. Gang Gehet auf die Deutlichkeit eines Gedichtes. / Fundstelle
 
Seite: (187-197) [226-236]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der III. Gang Gehet auf die Mannichfaltigkeit der Reden in einem Gedichte. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der III. Gang Gehet auf die Mannichfaltigkeit der Reden in einem Gedichte. / Fundstelle
 
Seite: (197-201) [236-240]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der IV. Gang Gehet auf die Zierlichkeit eines Gedichtes. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der IV. Gang Gehet auf die Zierlichkeit eines Gedichtes. / Fundstelle
 
Seite: (201-216) [240-255]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der V. Gang Gehet auf die Poetische Lebhaftigkeit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der V. Gang Gehet auf die Poetische Lebhaftigkeit. / Fundstelle
 
Seite: (216-226) [255-265]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VI. und lezzte Gang Des andern Haubt-Feldes gehet auf die Kundigkeit Teutscher Poeten und Benuzzung derselben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der VI. und lezzte Gang Des andern Haubt-Feldes gehet auf die Kundigkeit Teutscher Poeten und Benuzzung derselben. / Fundstelle
 
Seite: (226-233) [265-272]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Fortgang Zeiget sich/ in eines Haubt-Feldes IX. Gängen/ mit allerhand Gedichten/ Geist- und Weltlichen Einhalts bepflanzet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Fortgang Zeiget sich/ in eines Haubt-Feldes IX. Gängen/ mit allerhand Gedichten/ Geist- und Weltlichen Einhalts bepflanzet. / Fundstelle
 
Seite: (234-532) [273-571]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Ausgang bestehet in eines Haubt-Feldes III. Gängen/ welche von einer ganzen Gesellschaft bewandlet und behandlet worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Ausgang bestehet in eines Haubt-Feldes III. Gängen/ welche von einer ganzen Gesellschaft bewandlet und behandlet worden. / Fundstelle
 
Seite: (533-637) [572-676]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Fundstelle
 
Seite: (637-640) [676-679]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Erstes Register [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Erstes Register [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [680-702]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Anderes Register. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Anderes Register. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [703-727]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Geneigter Leser! / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Geneigter Leser! / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [728-729]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Die aber aus einem andern Wesen etwas herfürgebracht haben/ haben Sie [griech.] genennet. Ovidius selber hat dafür gehalten/ daß der Poeten Einfälle von einem Göttlichen Getriebe und Einflusse herrühren/ wann Er gesungen: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq]: ¶ Es ist ein Gott in uns / ein Geist/ wenn ¶ der sich reget/ ¶ Brennt unser Geist auch an/ und sich wie ¶ Gott beweget. ¶ Gleichwol ist ein solcher Poetischer Feuer=Geist nicht genugsam zu einem Gedichte / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: Die aber aus einem andern Wesen etwas herfürgebracht haben/ haben Sie [griech.] genennet. Ovidius selber hat dafür gehalten/ daß der Poeten Einfälle von einem Göttlichen Getriebe und Einflusse herrühren/ wann Er gesungen: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq]: ¶ Es ist ein Gott in uns / ein Geist/ wenn ¶ der sich reget/ ¶ Brennt unser Geist auch an/ und sich wie ¶ Gott beweget. ¶ Gleichwol ist ein solcher Poetischer Feuer=Geist nicht genugsam zu einem Gedichte / Fundstelle
 
Seite: (2) [41]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: so soll sich doch ein Poet noch höher schwingen/ die gemeine Red-Art unter sich tretten/ und alles höher/ kühner/ verblümter und frölicher sezzen/ also/ daß seine Worte eine sonderbare Majestät mit sich führen/ und mehr einem Göttlichen Ausspruche oder Orakkel (wie der Seel. Buchner/ aus dem Petronius hiervon redet) als einer Menschen-Stimme gleich scheinen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: so soll sich doch ein Poet noch höher schwingen/ die gemeine Red-Art unter sich tretten/ und alles höher/ kühner/ verblümter und frölicher sezzen/ also/ daß seine Worte eine sonderbare Majestät mit sich führen/ und mehr einem Göttlichen Ausspruche oder Orakkel (wie der Seel. Buchner/ aus dem Petronius hiervon redet) als einer Menschen-Stimme gleich scheinen. / Fundstelle
 
Seite: (203) [242]
Eigenschaft / Sprachgenealogien
 
Eigenschaft / Sprachgenealogien: Denn/ unangesehen ich hoffe/ es solle nichts unverantwortliches darinn enthalten seyn/ so ist es doch/ leider! dahin gekommen/ daß/ mitten im Teutschlande/ von vielen Teutschen nichts geringer geschäzzet wird/ als unsere Teutsche Muttersprache/ die uns doch in der Kirche lehret/ im Regimente dem Ubel wehret/ und in unseren Häuseren uns nehret: ia welche von hohen Häubtern und Potentaten als eine teure Beylage des ganzen Teutsch-[S]landes höchstverständig ermessen wird. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sprachgenealogien: Denn/ unangesehen ich hoffe/ es solle nichts unverantwortliches darinn enthalten seyn/ so ist es doch/ leider! dahin gekommen/ daß/ mitten im Teutschlande/ von vielen Teutschen nichts geringer geschäzzet wird/ als unsere Teutsche Muttersprache/ die uns doch in der Kirche lehret/ im Regimente dem Ubel wehret/ und in unseren Häuseren uns nehret: ia welche von hohen Häubtern und Potentaten als eine teure Beylage des ganzen Teutsch-[S]landes höchstverständig ermessen wird. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [14-15]
Eigenschaft / Sprachgenealogien
 
EJn Teutsches Gedichte wollen wir schreiben lernen. Die rechte unfehlbare Uhrankunft und Wurzel des Wortes Teutsch ist Teut/ mit welchem Namen unsere uhralte Vorfahren ihren GOtt benamet/ wie solches Herr Schottel unter andern aus dem [aq]Tacitus[/aq] beweiset. Wenn nu zu dem Worte Teut die Haubtendung isch gesezzet wird/ kommt heraus Teutisch/ gleichwie vom Worte Herr und der Endung isch entspringet herrisch/ vom Himmel himmelisch/ vom Weib weibisch u. s. f. Das i ist heraus gestossen/ wie in dergleichen Wörtern wol mehr geschicht. Als vor das Wort Närrisch/ spricht man in Sachsen Närrsch. Heisset also das Wort Teutisch oder Teutsch so viel als Göttisch oder Göttlich. Jst indessen nicht zu tadeln/ noch unsern Altvordern zu verübeln/ daß Sie ihren Namen von ihrem GOtte hergenommen. Denn auch wir Christen von unserm HErrn Christo den Namen führen. Soll man aber Teutsch oder Deutsch schreiben? Man findet beydes bey guten [aq]Autoribus[/aq].
Eigenschaft / Sprachgenealogien: EJn Teutsches Gedichte wollen wir schreiben lernen. Die rechte unfehlbare Uhrankunft und Wurzel des Wortes Teutsch ist Teut/ mit welchem Namen unsere uhralte Vorfahren ihren GOtt benamet/ wie solches Herr Schottel unter andern aus dem [aq]Tacitus[/aq] beweiset. Wenn nu zu dem Worte Teut die Haubtendung isch gesezzet wird/ kommt heraus Teutisch/ gleichwie vom Worte Herr und der Endung isch entspringet herrisch/ vom Himmel himmelisch/ vom Weib weibisch u. s. f. Das i ist heraus gestossen/ wie in dergleichen Wörtern wol mehr geschicht. Als vor das Wort Närrisch/ spricht man in Sachsen Närrsch. Heisset also das Wort Teutisch oder Teutsch so viel als Göttisch oder Göttlich. Jst indessen nicht zu tadeln/ noch unsern Altvordern zu verübeln/ daß Sie ihren Namen von ihrem GOtte hergenommen. Denn auch wir Christen von unserm HErrn Christo den Namen führen. Soll man aber Teutsch oder Deutsch schreiben? Man findet beydes bey guten [aq]Autoribus[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sprachgenealogien: EJn Teutsches Gedichte wollen wir schreiben lernen. Die rechte unfehlbare Uhrankunft und Wurzel des Wortes Teutsch ist Teut/ mit welchem Namen unsere uhralte Vorfahren ihren GOtt benamet/ wie solches Herr Schottel unter andern aus dem [aq]Tacitus[/aq] beweiset. Wenn nu zu dem Worte Teut die Haubtendung isch gesezzet wird/ kommt heraus Teutisch/ gleichwie vom Worte Herr und der Endung isch entspringet herrisch/ vom Himmel himmelisch/ vom Weib weibisch u. s. f. Das i ist heraus gestossen/ wie in dergleichen Wörtern wol mehr geschicht. Als vor das Wort Närrisch/ spricht man in Sachsen Närrsch. Heisset also das Wort Teutisch oder Teutsch so viel als Göttisch oder Göttlich. Jst indessen nicht zu tadeln/ noch unsern Altvordern zu verübeln/ daß Sie ihren Namen von ihrem GOtte hergenommen. Denn auch wir Christen von unserm HErrn Christo den Namen führen. Soll man aber Teutsch oder Deutsch schreiben? Man findet beydes bey guten [aq]Autoribus[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (1) [40]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Blum: Engeltrank/ [aq]Alisma[/aq]. Spruch: Im Glauben gekostet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Blum: Engeltrank/ [aq]Alisma[/aq]. Spruch: Im Glauben gekostet. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [24]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: auf den Anzugs-tag den II. des Mäymonats dieses 1687sten Heil-Jahres / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: auf den Anzugs-tag den II. des Mäymonats dieses 1687sten Heil-Jahres / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [35]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Meiner gnädigsten Fürstinn und Frauen/ den 28. Mäymon. dieses 1687. Christen-Jahres. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Meiner gnädigsten Fürstinn und Frauen/ den 28. Mäymon. dieses 1687. Christen-Jahres. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [38]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wer ganze neue machen/ und damit/ als ein Jesus-Liebhaber hervortretten will/ der kan die Dorn-Krone und Gelsel-Seule und andern Passion-Zeug darzu erkiesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wer ganze neue machen/ und damit/ als ein Jesus-Liebhaber hervortretten will/ der kan die Dorn-Krone und Gelsel-Seule und andern Passion-Zeug darzu erkiesen. / Fundstelle
 
Seite: (107) [146]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und fehlet es einem an Bildern und Gemählden/ der nehme das H. Bibel-Buch/ darinn wird Er viele Sinnbilder finden/ die [S] er nur mit einem Deutspruche zu versehen. Als über den Regenbogen kan er schreiben: [aq]temperat iras[/aq], Er legt den Grimm. Uber den Kasten des Noah: [aq]extra nulla salus[/aq], Sonst ist kein Heil. Durch welches lezztere die wahre Gottes-Kirche überaus schön gesinnbildet wird/ als auser welcher keine Seeligkeit zu hoffen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und fehlet es einem an Bildern und Gemählden/ der nehme das H. Bibel-Buch/ darinn wird Er viele Sinnbilder finden/ die [S] er nur mit einem Deutspruche zu versehen. Als über den Regenbogen kan er schreiben: [aq]temperat iras[/aq], Er legt den Grimm. Uber den Kasten des Noah: [aq]extra nulla salus[/aq], Sonst ist kein Heil. Durch welches lezztere die wahre Gottes-Kirche überaus schön gesinnbildet wird/ als auser welcher keine Seeligkeit zu hoffen. / Fundstelle
 
Seite: (122-123) [161-162]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: 18. Von der Obschrift/ als dem zweyten Haubtstükke eines Sinnbildes/ ist zu merken/ daß sie entweder in der ersten oder dritten Person müsse eingerichtet werden. Es wäre denn etwa Sache/ daß das Gemähl den Leser anredete. Sonst mag solche entweder aus der H. Schrift/ oder aus einem bekannten Redner/ oder berühmten Poeten/ entlehnet / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: 18. Von der Obschrift/ als dem zweyten Haubtstükke eines Sinnbildes/ ist zu merken/ daß sie entweder in der ersten oder dritten Person müsse eingerichtet werden. Es wäre denn etwa Sache/ daß das Gemähl den Leser anredete. Sonst mag solche entweder aus der H. Schrift/ oder aus einem bekannten Redner/ oder berühmten Poeten/ entlehnet / Fundstelle
 
Seite: (127) [166]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: z. b. Mancher machet etwas zu einer [aq]Disputation[/aq], worinn weder von der [aq]Materia[/aq] gehandelt/ noch des [aq]Autoris[/aq] Name gemeldet wird/ also/ daß sich ein solches Gebände zu einer Theologischen/ Juristischen/ Medicinischen/ Philosophischen und Philologischen Streit-Rede eignen lässet. Dafür man sich fleissig zu hüten. Wer von der Erfindung ausführlicher will belehret seyn/ der hat in des Seel. Erwachsenen Anweisung zu lesen vom 162. Blate an bis auf das 293ste. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: z. b. Mancher machet etwas zu einer [aq]Disputation[/aq], worinn weder von der [aq]Materia[/aq] gehandelt/ noch des [aq]Autoris[/aq] Name gemeldet wird/ also/ daß sich ein solches Gebände zu einer Theologischen/ Juristischen/ Medicinischen/ Philosophischen und Philologischen Streit-Rede eignen lässet. Dafür man sich fleissig zu hüten. Wer von der Erfindung ausführlicher will belehret seyn/ der hat in des Seel. Erwachsenen Anweisung zu lesen vom 162. Blate an bis auf das 293ste. / Fundstelle
 
Seite: (149) [188]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Sonderlich sind zu behalten die Wörter/ so in der Kirche Gottes eingeführet und männiglich bekannt/ ohne Aergerniß derselben nit können abgeschaffet werden/ als da sind: Testament/ Sacrament/ Prophet/ Apostel/ Epistel/ Evangelium/ Catechismus/ absolviren/ und dergleichen. Das Wort Sanct mag auch mitgehen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Sonderlich sind zu behalten die Wörter/ so in der Kirche Gottes eingeführet und männiglich bekannt/ ohne Aergerniß derselben nit können abgeschaffet werden/ als da sind: Testament/ Sacrament/ Prophet/ Apostel/ Epistel/ Evangelium/ Catechismus/ absolviren/ und dergleichen. Das Wort Sanct mag auch mitgehen. / Fundstelle
 
Seite: (155) [194]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ubrigens ist allerdings dahin zu trachten/ daß von allen Dingen rein und höflich geredet werde/ nach der züchtig-redenden H. Schrift/ und dem löbl. Beiyspiele des züchtigen und höflichen Poeten Virgilius/ welcher daher [aq]Parthenias[/aq] oder der Jungferliche genennet worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ubrigens ist allerdings dahin zu trachten/ daß von allen Dingen rein und höflich geredet werde/ nach der züchtig-redenden H. Schrift/ und dem löbl. Beiyspiele des züchtigen und höflichen Poeten Virgilius/ welcher daher [aq]Parthenias[/aq] oder der Jungferliche genennet worden. / Fundstelle
 
Seite: (157) [196]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: 8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: 8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget. / Fundstelle
 
Seite: (205-206) [244-245]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Fundstelle
 
Seite: (221-223) [260-262]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wer im Predig-Amte anfangs lang prediget und solches eine Zeit treibet/ der kann endlich nicht kurz predigen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wer im Predig-Amte anfangs lang prediget und solches eine Zeit treibet/ der kann endlich nicht kurz predigen. / Fundstelle
 
Seite: (232) [271]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zur Ehre des Himmels / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zur Ehre des Himmels / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [8]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und als dieser fromme Fürst dieses Zeitliche gesegenet/ hat die damalige Hochfürstl. Hochlöbl. Vormundschaftliche Regierung mit ungemeiner Gnade mich angesehen/ und mit dem Kostgelde auf die Universität versehen. Darauf/ als E. HochFürstl. Durchl. hochgepriesener Herr Vatter/ der bey Hohen und Niederen höchstangenehme Markgraf Herr Johann Friderich/ Christlöblichsten Ange-[S]gedenkens/ die Regiments-Sorge übernommen/ hat dessen Durchleuchtigkeit mir das Stipendium/ dann die verledigte Diaconat-Stelle/ und endlich die Ober-Caplanen hier in Krailsheim Gnädigst angedeyhen lassen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und als dieser fromme Fürst dieses Zeitliche gesegenet/ hat die damalige Hochfürstl. Hochlöbl. Vormundschaftliche Regierung mit ungemeiner Gnade mich angesehen/ und mit dem Kostgelde auf die Universität versehen. Darauf/ als E. HochFürstl. Durchl. hochgepriesener Herr Vatter/ der bey Hohen und Niederen höchstangenehme Markgraf Herr Johann Friderich/ Christlöblichsten Ange-[S]gedenkens/ die Regiments-Sorge übernommen/ hat dessen Durchleuchtigkeit mir das Stipendium/ dann die verledigte Diaconat-Stelle/ und endlich die Ober-Caplanen hier in Krailsheim Gnädigst angedeyhen lassen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [12-13]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/
Eigenschaft / Themen, Gattungen: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [22-23]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Fundstelle
 
Seite: (124) [163]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleiches Versehen ist zu sehen in einer Obschrift der Nacht/ welche Michael Angelo zu Florenz in einer Kirche von Marmol gebildet/ und dieses Begriffes ist; ¶ Hier schläfft und ruht die sanfte Nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleiches Versehen ist zu sehen in einer Obschrift der Nacht/ welche Michael Angelo zu Florenz in einer Kirche von Marmol gebildet/ und dieses Begriffes ist; ¶ Hier schläfft und ruht die sanfte Nacht / Fundstelle
 
Seite: (44) [83]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Auf solche Weise hab ich der Lucretia Keuschen Selbstmord vorgestellet: ¶ Sazz. ¶ Je schöner eine Vestung steht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Auf solche Weise hab ich der Lucretia Keuschen Selbstmord vorgestellet: ¶ Sazz. ¶ Je schöner eine Vestung steht/ / Fundstelle
 
Seite: (62) [101]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: 11. Der Erwachsene hat ein Exempel/ darinn Er auf den Sazz einen richtigen Gegensazz füget/ und endlich einen Ausspruch machet/ wenn Er im Sazze das himmlische Freuden-Leben beschreibet und hoch hebet/ im Gegensazze dieses irdische Elend-Leben dargegen sezzet und endlich durch den Nachsazz den Entscheidspruch gleichsam ergehen lässet: ¶ Sazz. ¶ Glükk der Seelen/ Wunsch der Zeiten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: 11. Der Erwachsene hat ein Exempel/ darinn Er auf den Sazz einen richtigen Gegensazz füget/ und endlich einen Ausspruch machet/ wenn Er im Sazze das himmlische Freuden-Leben beschreibet und hoch hebet/ im Gegensazze dieses irdische Elend-Leben dargegen sezzet und endlich durch den Nachsazz den Entscheidspruch gleichsam ergehen lässet: ¶ Sazz. ¶ Glükk der Seelen/ Wunsch der Zeiten/ / Fundstelle
 
Seite: (64) [103]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Die erste ist/ weil/ nächst Gotte/ dem Hochfürstl. Hause Brandenburg-Onolzbach ich das meiste meiner zeit-[S]lichen Wolfahrt zu danken. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Die erste ist/ weil/ nächst Gotte/ dem Hochfürstl. Hause Brandenburg-Onolzbach ich das meiste meiner zeit-[S]lichen Wolfahrt zu danken. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [11-12]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und als dieser fromme Fürst dieses Zeitliche gesegenet/ hat die damalige Hochfürstl. Hochlöbl. Vormundschaftliche Regierung mit ungemeiner Gnade mich angesehen/ und mit dem Kostgelde auf die Universität versehen. Darauf/ als E. HochFürstl. Durchl. hochgepriesener Herr Vatter/ der bey Hohen und Niederen höchstangenehme Markgraf Herr Johann Friderich/ Christlöblichsten Ange-[S]gedenkens/ die Regiments-Sorge übernommen/ hat dessen Durchleuchtigkeit mir das Stipendium/ dann die verledigte Diaconat-Stelle/ und endlich die Ober-Caplanen hier in Krailsheim Gnädigst angedeyhen lassen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Und als dieser fromme Fürst dieses Zeitliche gesegenet/ hat die damalige Hochfürstl. Hochlöbl. Vormundschaftliche Regierung mit ungemeiner Gnade mich angesehen/ und mit dem Kostgelde auf die Universität versehen. Darauf/ als E. HochFürstl. Durchl. hochgepriesener Herr Vatter/ der bey Hohen und Niederen höchstangenehme Markgraf Herr Johann Friderich/ Christlöblichsten Ange-[S]gedenkens/ die Regiments-Sorge übernommen/ hat dessen Durchleuchtigkeit mir das Stipendium/ dann die verledigte Diaconat-Stelle/ und endlich die Ober-Caplanen hier in Krailsheim Gnädigst angedeyhen lassen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [12-13]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Werde nicht unterlassen/ für Deroselben und des ganzen HochFürstl. Hauses Wachstuhm und hohes Wolwesen/ wie bisher/ also auch noch fürter/ andächtig zu beten/ wie ich denn/ nach tiefester Entfehlung/ zu sterben begehre / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Werde nicht unterlassen/ für Deroselben und des ganzen HochFürstl. Hauses Wachstuhm und hohes Wolwesen/ wie bisher/ also auch noch fürter/ andächtig zu beten/ wie ich denn/ nach tiefester Entfehlung/ zu sterben begehre / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [17]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der gute GOtt/ dessen Ehre durch diesen Poeten-Steig gesuchet wird/ gebe/ daß er denen /die es nicht bässer wissen/ Nuzzen schaffe/ und halte noch ferner über uns Teutschen/ wie wir auf ihn hoffen/ Amen! / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Der gute GOtt/ dessen Ehre durch diesen Poeten-Steig gesuchet wird/ gebe/ daß er denen /die es nicht bässer wissen/ Nuzzen schaffe/ und halte noch ferner über uns Teutschen/ wie wir auf ihn hoffen/ Amen! / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [21]
Eigenschaft / Autoritäten
 
MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/
Eigenschaft / Autoritäten: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [22-23]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Wie nu dieses möge bewerkstelliget werden/ soll diese unsere Arbeit/ welche der Himmel segnen wolle! / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Wie nu dieses möge bewerkstelliget werden/ soll diese unsere Arbeit/ welche der Himmel segnen wolle! / Fundstelle
 
Seite: (3) [42]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zum Exempel kan aus dem Poetischen Trichter des unter den Seeligen Spielenden / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Zum Exempel kan aus dem Poetischen Trichter des unter den Seeligen Spielenden / Fundstelle
 
Seite: (21) [60]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: so schreibet zwar der Seel. Buchner in seiner Anleitung zur Deutschen Poeterey / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: so schreibet zwar der Seel. Buchner in seiner Anleitung zur Deutschen Poeterey / Fundstelle
 
Seite: (22) [61]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: als wenn der Seel. Herr von Birken im 373. Bl. des Nider-Sächs. Lorbeerhayns / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: als wenn der Seel. Herr von Birken im 373. Bl. des Nider-Sächs. Lorbeerhayns / Fundstelle
 
Seite: (37) [76]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: sagt der Seel. Hr. Harsdörfer / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: sagt der Seel. Hr. Harsdörfer / Fundstelle
 
Seite: (39) [78]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: aus dem Seel. Opizzen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: aus dem Seel. Opizzen / Fundstelle
 
Seite: (57) [96]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: als aus dem gelehrten Mureto der Seel. Erwachsene von den Gebändligen oder [aq]Epigrammatibus[/aq] erfodert. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: als aus dem gelehrten Mureto der Seel. Erwachsene von den Gebändligen oder [aq]Epigrammatibus[/aq] erfodert. / Fundstelle
 
Seite: (67) [106]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: so haben wir dem Seel. Herrn von Birken eine feine Art abgesehen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: so haben wir dem Seel. Herrn von Birken eine feine Art abgesehen / Fundstelle
 
Seite: (76) [115]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: der Seel. Erwachsene / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: der Seel. Erwachsene / Fundstelle
 
Seite: (86) [125]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: den Seel. Spielenden / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: den Seel. Spielenden / Fundstelle
 
Seite: (86) [125]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: der Seel. Herr Sigmund von Birken / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: der Seel. Herr Sigmund von Birken / Fundstelle
 
Seite: (106) [145]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Fundstelle
 
Seite: (124) [163]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der Slesier reimet u und o/ wie Herr Opizz Seel./ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Der Slesier reimet u und o/ wie Herr Opizz Seel./ / Fundstelle
 
Seite: (163) [202]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ja es will der Seel. H. Harsdörffer das c niemals wie das k ausgesprochen haben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Ja es will der Seel. H. Harsdörffer das c niemals wie das k ausgesprochen haben/ / Fundstelle
 
Seite: (165) [204]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Augustinus/ [...] Tertullianus / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Augustinus/ [...] Tertullianus / Fundstelle
 
Seite: (184) [223]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 4. Nächst und nach diesen haben sich vor andern hervor getahn der Bresslauische Atlas/ Teutsche Mecenas und Horatius in einer Person/ Herr Christian von Hofmannswaldau/ welcher vor vier Jahren in dem HErrn seelig gestorben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 4. Nächst und nach diesen haben sich vor andern hervor getahn der Bresslauische Atlas/ Teutsche Mecenas und Horatius in einer Person/ Herr Christian von Hofmannswaldau/ welcher vor vier Jahren in dem HErrn seelig gestorben/ / Fundstelle
 
Seite: (229) [268]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 5. Der Anfang zum lesen kann gemachet werden bey dem Seel. Opizzen/ welcher in der Fruchtbringenden Gesellschaft beygenamet ist der Gekrönte. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 5. Der Anfang zum lesen kann gemachet werden bey dem Seel. Opizzen/ welcher in der Fruchtbringenden Gesellschaft beygenamet ist der Gekrönte. / Fundstelle
 
Seite: (230) [269]
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Eigenschaft / Autoritäten: GOtt allein die Ehre! / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: GOtt allein die Ehre! / Fundstelle
 
Seite: (233) [272]
Eigenschaft / Autoritäten
 
4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten.
Eigenschaft / Autoritäten: 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten. / Fundstelle
 
Seite: (189-197) [228-236]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und fehlet es einem an Bildern und Gemählden/ der nehme das H. Bibel-Buch/ darinn wird Er viele Sinnbilder finden/ die [S] er nur mit einem Deutspruche zu versehen. Als über den Regenbogen kan er schreiben: [aq]temperat iras[/aq], Er legt den Grimm. Uber den Kasten des Noah: [aq]extra nulla salus[/aq], Sonst ist kein Heil. Durch welches lezztere die wahre Gottes-Kirche überaus schön gesinnbildet wird/ als auser welcher keine Seeligkeit zu hoffen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Und fehlet es einem an Bildern und Gemählden/ der nehme das H. Bibel-Buch/ darinn wird Er viele Sinnbilder finden/ die [S] er nur mit einem Deutspruche zu versehen. Als über den Regenbogen kan er schreiben: [aq]temperat iras[/aq], Er legt den Grimm. Uber den Kasten des Noah: [aq]extra nulla salus[/aq], Sonst ist kein Heil. Durch welches lezztere die wahre Gottes-Kirche überaus schön gesinnbildet wird/ als auser welcher keine Seeligkeit zu hoffen. / Fundstelle
 
Seite: (122-123) [161-162]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: z. b. Mancher machet etwas zu einer [aq]Disputation[/aq], worinn weder von der [aq]Materia[/aq] gehandelt/ noch des [aq]Autoris[/aq] Name gemeldet wird/ also/ daß sich ein solches Gebände zu einer Theologischen/ Juristischen/ Medicinischen/ Philosophischen und Philologischen Streit-Rede eignen lässet. Dafür man sich fleissig zu hüten. Wer von der Erfindung ausführlicher will belehret seyn/ der hat in des Seel. Erwachsenen Anweisung zu lesen vom 162. Blate an bis auf das 293ste. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: z. b. Mancher machet etwas zu einer [aq]Disputation[/aq], worinn weder von der [aq]Materia[/aq] gehandelt/ noch des [aq]Autoris[/aq] Name gemeldet wird/ also/ daß sich ein solches Gebände zu einer Theologischen/ Juristischen/ Medicinischen/ Philosophischen und Philologischen Streit-Rede eignen lässet. Dafür man sich fleissig zu hüten. Wer von der Erfindung ausführlicher will belehret seyn/ der hat in des Seel. Erwachsenen Anweisung zu lesen vom 162. Blate an bis auf das 293ste. / Fundstelle
 
Seite: (149) [188]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
Eigenschaft / Autoritäten: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Fundstelle
 
Seite: (221-223) [260-262]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Allein ich halte dafür/ der Seel. Mann [Buchner, J. T.] rede von den zweysilbigen Gebändzeilen/ wenn aus ihnen allein ein Gedichte bestehen sollte/ nicht aber wenn sie andern längeren nur untermenget sind/ wie im folgenden Sazze: ¶ O Fürstenkind aus David Stamm' / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Allein ich halte dafür/ der Seel. Mann [Buchner, J. T.] rede von den zweysilbigen Gebändzeilen/ wenn aus ihnen allein ein Gedichte bestehen sollte/ nicht aber wenn sie andern längeren nur untermenget sind/ wie im folgenden Sazze: ¶ O Fürstenkind aus David Stamm' / Fundstelle
 
Seite: (22) [61]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 15. Es reimet auch der Seel. Opizz i und ö/ als Sinnen-können/ in dem 57. und 58. Verse seines Lobgesanges über den freudenreichen Geburtstag unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi; und nimmt: kömmt/ auf den Anfang des 1621. Jahrs/ fast gegen das Ende; und drey Seiten zurükke/ en und öw/ Scheuen und Löwen: welches zwar in unsern Ohren etwas hart klinget/ nach seiner Mundart aber wol angehet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: 15. Es reimet auch der Seel. Opizz i und ö/ als Sinnen-können/ in dem 57. und 58. Verse seines Lobgesanges über den freudenreichen Geburtstag unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi; und nimmt: kömmt/ auf den Anfang des 1621. Jahrs/ fast gegen das Ende; und drey Seiten zurükke/ en und öw/ Scheuen und Löwen: welches zwar in unsern Ohren etwas hart klinget/ nach seiner Mundart aber wol angehet. / Fundstelle
 
Seite: (46) [85]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Und weil der Seel. Herr von Birken/ in seiner vielberegten Anweisung im 96. Bl. der Hoch-wolgebornen Freyinn von Greifenberg/ der Hochfürtrefflichen Teutschen Uranie/ in dieser Redgebänd-Art ein grosses zumisset/ als mag folgendes Exempel langkurzer Art/ ein Zeuge seyn ihres unvergleichlichen Geistes: ¶ Göttliche Wunder=Regierung. ¶ Wer kan deinen Sinn ersinnen/ unersinnter Gottheit-Schluß / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Und weil der Seel. Herr von Birken/ in seiner vielberegten Anweisung im 96. Bl. der Hoch-wolgebornen Freyinn von Greifenberg/ der Hochfürtrefflichen Teutschen Uranie/ in dieser Redgebänd-Art ein grosses zumisset/ als mag folgendes Exempel langkurzer Art/ ein Zeuge seyn ihres unvergleichlichen Geistes: ¶ Göttliche Wunder=Regierung. ¶ Wer kan deinen Sinn ersinnen/ unersinnter Gottheit-Schluß / Fundstelle
 
Seite: (60) [99]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 8. Ein Sonnet/ Anapästischer Art/ habe ich/ unter eines andern Namen/ auf die Magisters-Ehre meines liebwehrten Freundes und damaligen Stuben-Gesellens in Wittenberg/ Tit. Herrn [aq]M[/aq]. Georg Oswalds/ iezt Hochf. Brandenb. Onolzb. wolverdienten Pfarrers zu Mark Breit/ im [S] Christen=Jahre 1673. gefertiget/ worinn der Candidat also redend eingeführet wird: ¶ Bellona! was zeigst du vor grimmige Wut? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 8. Ein Sonnet/ Anapästischer Art/ habe ich/ unter eines andern Namen/ auf die Magisters-Ehre meines liebwehrten Freundes und damaligen Stuben-Gesellens in Wittenberg/ Tit. Herrn [aq]M[/aq]. Georg Oswalds/ iezt Hochf. Brandenb. Onolzb. wolverdienten Pfarrers zu Mark Breit/ im [S] Christen=Jahre 1673. gefertiget/ worinn der Candidat also redend eingeführet wird: ¶ Bellona! was zeigst du vor grimmige Wut? / Fundstelle
 
Seite: (61-62) [100-101]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut!
Eigenschaft / Autoritäten: Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut! / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut! / Fundstelle
 
Seite: (86-87) [125-126]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also hat der nunmehr unter den Seeligen Spielende in des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte 485. und 486. Bl. in ein Jrrgedichte gebracht die Worte/ welche Daniel in der Löwengrube vermutlich geführet. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Also hat der nunmehr unter den Seeligen Spielende in des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte 485. und 486. Bl. in ein Jrrgedichte gebracht die Worte/ welche Daniel in der Löwengrube vermutlich geführet. / Fundstelle
 
Seite: (105) [144]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Jch will aus unterschiedlichen von mir gemachten/ die an seinem Orte sollen mit-getheilet werden/ folgende kurze hieher sezen/ die meinem Seel. Herrn Schwehervatter/ Wolffgang Bauern/ Hochfürstl. Brandenb. treuverdient-gewesenen Landschaft-Secretario in Onolzbach/ unter der Wittib/ Kinder und meinem Namen/ ich der Leich-Predigt andrukken lassen: [S] ¶ So weiß der Weise Vatter im Himmel uns unverständige und erdelende Kinder zu seinem vorhin guten Willen zu bequemen und mürbe zu machen! ¶ Mir/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Jch will aus unterschiedlichen von mir gemachten/ die an seinem Orte sollen mit-getheilet werden/ folgende kurze hieher sezen/ die meinem Seel. Herrn Schwehervatter/ Wolffgang Bauern/ Hochfürstl. Brandenb. treuverdient-gewesenen Landschaft-Secretario in Onolzbach/ unter der Wittib/ Kinder und meinem Namen/ ich der Leich-Predigt andrukken lassen: [S] ¶ So weiß der Weise Vatter im Himmel uns unverständige und erdelende Kinder zu seinem vorhin guten Willen zu bequemen und mürbe zu machen! ¶ Mir/ / Fundstelle
 
Seite: (109-110) [148-149]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 3. Wer ein Exempel verlanget mit einem Gemählde/ der kan das nehmen/ welches der Spielende auf die Krankheit Herrn Sauberts folgenden Schlages gemachet: ¶ Johann Saubert ¶ Jonas Abentruh. ¶ Das darzu gehörige Gemähl ist zu ersehen und besehen in der 186. Blatseite vierdten Theils der [S] Gesprächspiele. Die Erklärung bestehet in nachkommenden ¶ Klingreimen: ¶ Als Jonas kam zu Land/ durch Gottes Wundertaht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 3. Wer ein Exempel verlanget mit einem Gemählde/ der kan das nehmen/ welches der Spielende auf die Krankheit Herrn Sauberts folgenden Schlages gemachet: ¶ Johann Saubert ¶ Jonas Abentruh. ¶ Das darzu gehörige Gemähl ist zu ersehen und besehen in der 186. Blatseite vierdten Theils der [S] Gesprächspiele. Die Erklärung bestehet in nachkommenden ¶ Klingreimen: ¶ Als Jonas kam zu Land/ durch Gottes Wundertaht/ / Fundstelle
 
Seite: (116-117) [155-156]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Es mag auch wol ein einziger Buchstab eine Erfindung abgeben/ wie wir uns einer solchen bedienet auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Tit. Herrn Johann Jacob Bekkens/ damals Hochfürstl. Brandenb. Onolzb. wolverordneten Pfarrers zu Berolzheim/ izt zu Königshofen: ¶ Das B das will Jhm wol/ wirds zu dem Ekk gesellet/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 6. Es mag auch wol ein einziger Buchstab eine Erfindung abgeben/ wie wir uns einer solchen bedienet auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Tit. Herrn Johann Jacob Bekkens/ damals Hochfürstl. Brandenb. Onolzb. wolverordneten Pfarrers zu Berolzheim/ izt zu Königshofen: ¶ Das B das will Jhm wol/ wirds zu dem Ekk gesellet/ / Fundstelle
 
Seite: (141) [180]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 10. So kann auch lezlich zur Erfindung eine durchgehende Gleichniß dienen/ nämlich eine solche/ in welcher die Erfindung eines ganzen Gedichtes bestehet. Dergleichen wir uns/ bey Christlöbl. Beerdigung Tit. Herrn Johann Georg Merzens/ von Unterschüpf aus Franken/ der H. Schrift eiferigst-ergebenen/ so den 14. Brach- oder Rosen-Monats des 1675sten Christen-Jahrs geschehen/ im Namen der damals in Wittenberg studirenden Franken/ bedienet/ und dieses Trauer-Gedichte/ worinnen zwischen den Blumen und Menschen/ in der Hinfällig- wie auch Mannigfaltigkeit/ eine durchgehende Gleichheit gezeiget worden/ betitelt ¶ Die im Elyser-Felde ¶ blühende ¶ Merzen-Blume. ¶ Die Ausführung ware folgende: [S] ¶ Diß Welt-Gebäu gleicht einem Blumen-Garten. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: 10. So kann auch lezlich zur Erfindung eine durchgehende Gleichniß dienen/ nämlich eine solche/ in welcher die Erfindung eines ganzen Gedichtes bestehet. Dergleichen wir uns/ bey Christlöbl. Beerdigung Tit. Herrn Johann Georg Merzens/ von Unterschüpf aus Franken/ der H. Schrift eiferigst-ergebenen/ so den 14. Brach- oder Rosen-Monats des 1675sten Christen-Jahrs geschehen/ im Namen der damals in Wittenberg studirenden Franken/ bedienet/ und dieses Trauer-Gedichte/ worinnen zwischen den Blumen und Menschen/ in der Hinfällig- wie auch Mannigfaltigkeit/ eine durchgehende Gleichheit gezeiget worden/ betitelt ¶ Die im Elyser-Felde ¶ blühende ¶ Merzen-Blume. ¶ Die Ausführung ware folgende: [S] ¶ Diß Welt-Gebäu gleicht einem Blumen-Garten. / Fundstelle
 
Seite: (144-145) [183-184]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Schlecht/ die Worte Salomons: es ist alles ganz eitel/ also: ¶ Es ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ Beweglich/ wenns durch die Ausschreyung verändert wird: ¶ Wie ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ [...][S] ¶ Oder durch eine Frage: ¶ Geh/ sag mir/ was hier nicht der Eitelkeit verpfändet und unterworfen sey? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Schlecht/ die Worte Salomons: es ist alles ganz eitel/ also: ¶ Es ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ Beweglich/ wenns durch die Ausschreyung verändert wird: ¶ Wie ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ [...][S] ¶ Oder durch eine Frage: ¶ Geh/ sag mir/ was hier nicht der Eitelkeit verpfändet und unterworfen sey? / Fundstelle
 
Seite: (197-198) [236-237]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also kann der König David genennet werden der braune/ liebbare/ tapfere/ grossglaubige/ süssspielende/ flüchtige/ herrschende/ kriegende/ siegende David. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Also kann der König David genennet werden der braune/ liebbare/ tapfere/ grossglaubige/ süssspielende/ flüchtige/ herrschende/ kriegende/ siegende David. / Fundstelle
 
Seite: (213) [252]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also geben Adam/ [S] Abraham/ Floridan/ Florinda/ Marggraf/ Ober-Hofmarschalk/ Ober-Amtmann/ GrossCanzler/ Grossvatter/ Stadtvogt/ Obervogt/ Andacht/ Altar/ hochachtbar/ sonderbar/ Alabaster/ StadtPfarrer/ StadtCaplan etc. etc. einen hohen und starken Klang; hingegen einen gelinden und weichen: ewig/ seelig/ erbitten/ belieben/ beleben/ geschwind/ Geschwindkeit/ gelind/ Gelindikeit etc. etc. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Also geben Adam/ [S] Abraham/ Floridan/ Florinda/ Marggraf/ Ober-Hofmarschalk/ Ober-Amtmann/ GrossCanzler/ Grossvatter/ Stadtvogt/ Obervogt/ Andacht/ Altar/ hochachtbar/ sonderbar/ Alabaster/ StadtPfarrer/ StadtCaplan etc. etc. einen hohen und starken Klang; hingegen einen gelinden und weichen: ewig/ seelig/ erbitten/ belieben/ beleben/ geschwind/ Geschwindkeit/ gelind/ Gelindikeit etc. etc. / Fundstelle
 
Seite: (219-220) [258-259]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Fundstelle
 
Seite: (637) [676]
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: M. Martin Limburger/ K. G. P. Pfarrer in Krafftshof/ d. Z. der löbl. Blumen-Gesellschafft Fürsteher. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: M. Martin Limburger/ K. G. P. Pfarrer in Krafftshof/ d. Z. der löbl. Blumen-Gesellschafft Fürsteher. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [23]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Uberreichung. ¶ OBschon ein Pisga zeigt das ferne Canaan: ¶ [...][S][...] ¶ Krafftshof/ den 20. Apr. A. 1687. Aus Ehr-Schuld übersendet von Myrtillus. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Uberreichung. ¶ OBschon ein Pisga zeigt das ferne Canaan: ¶ [...][S][...] ¶ Krafftshof/ den 20. Apr. A. 1687. Aus Ehr-Schuld übersendet von Myrtillus. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [24-25]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bericht aus dem Parnasse die Reinigung der Teutschen Sprache betreffend. ¶ ALektor war bereit die Wache zu bestehen/ ¶ [...][S][...] [aq]ORIBASIUS[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bericht aus dem Parnasse die Reinigung der Teutschen Sprache betreffend. ¶ ALektor war bereit die Wache zu bestehen/ ¶ [...][S][...] [aq]ORIBASIUS[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [27-34]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wie soll ich heute mich bezeigen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wie soll ich heute mich bezeigen/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [36]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: SEyd willkommen/ liebe Stunden! / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: SEyd willkommen/ liebe Stunden! / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [38]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als der Himmel/ die Erde/ Mann/ Pferd/ Feld/ Sieg/ u.s.w. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: als der Himmel/ die Erde/ Mann/ Pferd/ Feld/ Sieg/ u.s.w. / Fundstelle
 
Seite: (5) [44]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn ich sage: der gütige/ gnädige/ milde Himmel/ ist der Wortklang ein gelinder; spreche ich aber: der erzürnte/ ergrimmte/ grausame/ harte Himmel/ so kommet ein scharfer Wortklang heraus. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn ich sage: der gütige/ gnädige/ milde Himmel/ ist der Wortklang ein gelinder; spreche ich aber: der erzürnte/ ergrimmte/ grausame/ harte Himmel/ so kommet ein scharfer Wortklang heraus. / Fundstelle
 
Seite: (5) [44]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Hieher schikket sich nicht unfüglich das CXII. Lehrgedichte des Spielenden/ aus dem II. Theile seines Jothams/ in der 112. Blatseite/ als in welcher vor den Tag geleget wird das herrliche [S] Vermögen unserer Teutschen Sprache/ der Natur auf das deutlichste nachzusprechen/ und alles das/ was einen Laut von sich giebet/ ganz eigentlich auszudrükken. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Hieher schikket sich nicht unfüglich das CXII. Lehrgedichte des Spielenden/ aus dem II. Theile seines Jothams/ in der 112. Blatseite/ als in welcher vor den Tag geleget wird das herrliche [S] Vermögen unserer Teutschen Sprache/ der Natur auf das deutlichste nachzusprechen/ und alles das/ was einen Laut von sich giebet/ ganz eigentlich auszudrükken. / Fundstelle
 
Seite: (5-6) [44-45]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als: Gottlos/ Sprichwort/ Weltsinn/ Sanftmut. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als: Gottlos/ Sprichwort/ Weltsinn/ Sanftmut. / Fundstelle
 
Seite: (10) [49]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als Gottlose/ Sprüchwörter/ Weltsinnig/ sanftmütig/ Geldmittel/ Blutrichter / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als Gottlose/ Sprüchwörter/ Weltsinnig/ sanftmütig/ Geldmittel/ Blutrichter / Fundstelle
 
Seite: (11) [50]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: andächtig/ Göttin/ himmlisch / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: andächtig/ Göttin/ himmlisch / Fundstelle
 
Seite: (11) [50]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: aus dem mehr-gelobten Schottel/ in der 885. Blatseite dienen: ¶ Tugend/ Fried/ Gerechtigkeit die werden endlich wieder kommen doch/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: aus dem mehr-gelobten Schottel/ in der 885. Blatseite dienen: ¶ Tugend/ Fried/ Gerechtigkeit die werden endlich wieder kommen doch/ / Fundstelle
 
Seite: (22) [61]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Allein ich halte dafür/ der Seel. Mann [Buchner, J. T.] rede von den zweysilbigen Gebändzeilen/ wenn aus ihnen allein ein Gedichte bestehen sollte/ nicht aber wenn sie andern längeren nur untermenget sind/ wie im folgenden Sazze: ¶ O Fürstenkind aus David Stamm' / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Allein ich halte dafür/ der Seel. Mann [Buchner, J. T.] rede von den zweysilbigen Gebändzeilen/ wenn aus ihnen allein ein Gedichte bestehen sollte/ nicht aber wenn sie andern längeren nur untermenget sind/ wie im folgenden Sazze: ¶ O Fürstenkind aus David Stamm' / Fundstelle
 
Seite: (22) [61]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: aus dem Suchenden hierzu entlehnet worden: ¶ Es wird ja endlich in der Welt der güldne Friede wieder kommen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: aus dem Suchenden hierzu entlehnet worden: ¶ Es wird ja endlich in der Welt der güldne Friede wieder kommen/ / Fundstelle
 
Seite: (24) [63]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Schaut es/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Schaut es/ / Fundstelle
 
Seite: (26) [65]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach schauet doch: / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach schauet doch: / Fundstelle
 
Seite: (30) [69]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Drum ich dein Lob und Ehr / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Drum ich dein Lob und Ehr / Fundstelle
 
Seite: (36) [75]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: GOtt rufft aus von dem Himmelsthron: / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: GOtt rufft aus von dem Himmelsthron: / Fundstelle
 
Seite: (37) [76]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das war ein guter Tausch nach so viel Sorg und Plagen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Das war ein guter Tausch nach so viel Sorg und Plagen/ / Fundstelle
 
Seite: (38) [77]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nichts ist auf der ganzen Welt das ich könnte lieben. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nichts ist auf der ganzen Welt das ich könnte lieben. / Fundstelle
 
Seite: (38) [77]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und weil Er [Birken, J.T.] zwey Red-Gebände in dieser Art anführet/ wollen wir/ um ihrer Seltenheit willen/ das andere/ welches ein Trauung-Wunsch ist/ hieher getragen haben: ¶ Himmlischer Wille der müsse sie ehlichen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und weil Er [Birken, J.T.] zwey Red-Gebände in dieser Art anführet/ wollen wir/ um ihrer Seltenheit willen/ das andere/ welches ein Trauung-Wunsch ist/ hieher getragen haben: ¶ Himmlischer Wille der müsse sie ehlichen/ / Fundstelle
 
Seite: (40) [79]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zeitlichkeit-Ewigkeit / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Zeitlichkeit-Ewigkeit / Fundstelle
 
Seite: (43) [82]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gleiches Versehen ist zu sehen in einer Obschrift der Nacht/ welche Michael Angelo zu Florenz in einer Kirche von Marmol gebildet/ und dieses Begriffes ist; ¶ Hier schläfft und ruht die sanfte Nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Gleiches Versehen ist zu sehen in einer Obschrift der Nacht/ welche Michael Angelo zu Florenz in einer Kirche von Marmol gebildet/ und dieses Begriffes ist; ¶ Hier schläfft und ruht die sanfte Nacht / Fundstelle
 
Seite: (44) [83]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hölle-Stelle / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Hölle-Stelle / Fundstelle
 
Seite: (45) [84]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 15. Es reimet auch der Seel. Opizz i und ö/ als Sinnen-können/ in dem 57. und 58. Verse seines Lobgesanges über den freudenreichen Geburtstag unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi; und nimmt: kömmt/ auf den Anfang des 1621. Jahrs/ fast gegen das Ende; und drey Seiten zurükke/ en und öw/ Scheuen und Löwen: welches zwar in unsern Ohren etwas hart klinget/ nach seiner Mundart aber wol angehet. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 15. Es reimet auch der Seel. Opizz i und ö/ als Sinnen-können/ in dem 57. und 58. Verse seines Lobgesanges über den freudenreichen Geburtstag unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi; und nimmt: kömmt/ auf den Anfang des 1621. Jahrs/ fast gegen das Ende; und drey Seiten zurükke/ en und öw/ Scheuen und Löwen: welches zwar in unsern Ohren etwas hart klinget/ nach seiner Mundart aber wol angehet. / Fundstelle
 
Seite: (46) [85]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Mich kan zwar sonst in seinem Schilder-Kleid/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Mich kan zwar sonst in seinem Schilder-Kleid/ / Fundstelle
 
Seite: (47) [86]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Beyspiel/ daß sie in eine Zeile gebracht sind/ gibt erstgelobte Pegnesis in der 504. Blatseite: ¶ Glaube es nicht/ es sind Gedanken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Beyspiel/ daß sie in eine Zeile gebracht sind/ gibt erstgelobte Pegnesis in der 504. Blatseite: ¶ Glaube es nicht/ es sind Gedanken/ / Fundstelle
 
Seite: (48) [87]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gnädiger Vater sende viel Güte/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Gnädiger Vater sende viel Güte/ / Fundstelle
 
Seite: (50) [89]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach mein lieber GOtt/ ach mein JEsulein! / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ach mein lieber GOtt/ ach mein JEsulein! / Fundstelle
 
Seite: (51) [90]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gütiger Vater voll Genaden / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Gütiger Vater voll Genaden / Fundstelle
 
Seite: (52) [91]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Und weil der Seel. Herr von Birken/ in seiner vielberegten Anweisung im 96. Bl. der Hoch-wolgebornen Freyinn von Greifenberg/ der Hochfürtrefflichen Teutschen Uranie/ in dieser Redgebänd-Art ein grosses zumisset/ als mag folgendes Exempel langkurzer Art/ ein Zeuge seyn ihres unvergleichlichen Geistes: ¶ Göttliche Wunder=Regierung. ¶ Wer kan deinen Sinn ersinnen/ unersinnter Gottheit-Schluß / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Und weil der Seel. Herr von Birken/ in seiner vielberegten Anweisung im 96. Bl. der Hoch-wolgebornen Freyinn von Greifenberg/ der Hochfürtrefflichen Teutschen Uranie/ in dieser Redgebänd-Art ein grosses zumisset/ als mag folgendes Exempel langkurzer Art/ ein Zeuge seyn ihres unvergleichlichen Geistes: ¶ Göttliche Wunder=Regierung. ¶ Wer kan deinen Sinn ersinnen/ unersinnter Gottheit-Schluß / Fundstelle
 
Seite: (60) [99]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 8. Ein Sonnet/ Anapästischer Art/ habe ich/ unter eines andern Namen/ auf die Magisters-Ehre meines liebwehrten Freundes und damaligen Stuben-Gesellens in Wittenberg/ Tit. Herrn [aq]M[/aq]. Georg Oswalds/ iezt Hochf. Brandenb. Onolzb. wolverdienten Pfarrers zu Mark Breit/ im [S] Christen=Jahre 1673. gefertiget/ worinn der Candidat also redend eingeführet wird: ¶ Bellona! was zeigst du vor grimmige Wut? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 8. Ein Sonnet/ Anapästischer Art/ habe ich/ unter eines andern Namen/ auf die Magisters-Ehre meines liebwehrten Freundes und damaligen Stuben-Gesellens in Wittenberg/ Tit. Herrn [aq]M[/aq]. Georg Oswalds/ iezt Hochf. Brandenb. Onolzb. wolverdienten Pfarrers zu Mark Breit/ im [S] Christen=Jahre 1673. gefertiget/ worinn der Candidat also redend eingeführet wird: ¶ Bellona! was zeigst du vor grimmige Wut? / Fundstelle
 
Seite: (61-62) [100-101]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf solche Weise hab ich der Lucretia Keuschen Selbstmord vorgestellet: ¶ Sazz. ¶ Je schöner eine Vestung steht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf solche Weise hab ich der Lucretia Keuschen Selbstmord vorgestellet: ¶ Sazz. ¶ Je schöner eine Vestung steht/ / Fundstelle
 
Seite: (62) [101]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 11. Der Erwachsene hat ein Exempel/ darinn Er auf den Sazz einen richtigen Gegensazz füget/ und endlich einen Ausspruch machet/ wenn Er im Sazze das himmlische Freuden-Leben beschreibet und hoch hebet/ im Gegensazze dieses irdische Elend-Leben dargegen sezzet und endlich durch den Nachsazz den Entscheidspruch gleichsam ergehen lässet: ¶ Sazz. ¶ Glükk der Seelen/ Wunsch der Zeiten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 11. Der Erwachsene hat ein Exempel/ darinn Er auf den Sazz einen richtigen Gegensazz füget/ und endlich einen Ausspruch machet/ wenn Er im Sazze das himmlische Freuden-Leben beschreibet und hoch hebet/ im Gegensazze dieses irdische Elend-Leben dargegen sezzet und endlich durch den Nachsazz den Entscheidspruch gleichsam ergehen lässet: ¶ Sazz. ¶ Glükk der Seelen/ Wunsch der Zeiten/ / Fundstelle
 
Seite: (64) [103]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: oder/ es wäre ein schlechte Kunst darum/ da doch der erste Meister derselben/ der hochgelehrte Herr Caspar Ziegler in seinem nüzzlichen Tractätlein von den Madrigalen schreibet: Er wolle lieber etliche Strophen lange Verse machen/ als ein Madrigal. Wir wollen Jhm ein paar Exempel abborgen. Das eine sey das Mängzeilgebände/ so Er an den Durchläuchtigsten Kuhr-Fürsten zu Sachsen bey dem Fürstl. Altenburgischen Beylager gestellet: ¶ Glück zu/ Glück zu/ du edler Stamm aus Sachsen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: oder/ es wäre ein schlechte Kunst darum/ da doch der erste Meister derselben/ der hochgelehrte Herr Caspar Ziegler in seinem nüzzlichen Tractätlein von den Madrigalen schreibet: Er wolle lieber etliche Strophen lange Verse machen/ als ein Madrigal. Wir wollen Jhm ein paar Exempel abborgen. Das eine sey das Mängzeilgebände/ so Er an den Durchläuchtigsten Kuhr-Fürsten zu Sachsen bey dem Fürstl. Altenburgischen Beylager gestellet: ¶ Glück zu/ Glück zu/ du edler Stamm aus Sachsen/ / Fundstelle
 
Seite: (68) [107]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das andere ist von seiner [des sächsischen Kurfürsten, J.T.] Heyrath: ¶ Ich wünsche mir ein Weib/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das andere ist von seiner [des sächsischen Kurfürsten, J.T.] Heyrath: ¶ Ich wünsche mir ein Weib/ / Fundstelle
 
Seite: (69) [108]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und im folgenden 9. Blate hat Er [Kleodor, J.T.] vom vorigen Zustande/ und nach den Worten: [aq]Olim non erat sic[/aq], diesen Madrigal verfertiget: ¶ Wie gehet es doch heut? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und im folgenden 9. Blate hat Er [Kleodor, J.T.] vom vorigen Zustande/ und nach den Worten: [aq]Olim non erat sic[/aq], diesen Madrigal verfertiget: ¶ Wie gehet es doch heut? / Fundstelle
 
Seite: (70) [109]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 18. Den tödtlichen Hintritt des weiland Hoch-Edlen und Gestrengen Herrn/ Lorenz Eyseleins/ Hochfürstl. Brandenb. Hochverordneten Geheimen- und Hof-Rahts/ auch Lehen-Probsts im Hochlöbl. Hause Onolzbach/ meines hochmögenden Patrons/ habe ich mit folgendem Madrigal beklaget: ¶ Die Kerze brennt / wirft angenehme Stralen; / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 18. Den tödtlichen Hintritt des weiland Hoch-Edlen und Gestrengen Herrn/ Lorenz Eyseleins/ Hochfürstl. Brandenb. Hochverordneten Geheimen- und Hof-Rahts/ auch Lehen-Probsts im Hochlöbl. Hause Onolzbach/ meines hochmögenden Patrons/ habe ich mit folgendem Madrigal beklaget: ¶ Die Kerze brennt / wirft angenehme Stralen; / Fundstelle
 
Seite: (70) [109]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das eitle hinvergeht/ wer sicher hie will leben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Das eitle hinvergeht/ wer sicher hie will leben/ / Fundstelle
 
Seite: (72) [111]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Du A und O/ du Anfang und das Ende! ¶ [...][S] Jst zu finden in des Erwachsenen Anweisung zur Teutschen Poesy/ am 143. Bl. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Du A und O/ du Anfang und das Ende! ¶ [...][S] Jst zu finden in des Erwachsenen Anweisung zur Teutschen Poesy/ am 143. Bl. / Fundstelle
 
Seite: (73-74) [112-113]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 27. Der Erwachsene in den 21. und 22. Bl. seiner vielgelobten Anweisung hat in dieser Art nachkommendes: [S] ¶ Hie steh ich ganz voll Threnen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 27. Der Erwachsene in den 21. und 22. Bl. seiner vielgelobten Anweisung hat in dieser Art nachkommendes: [S] ¶ Hie steh ich ganz voll Threnen/ / Fundstelle
 
Seite: (79-80) [118-119]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 31. Ein reines Echo ist aus der erst-angezogenen Pegnesis 402. 403. 404. Blättern nachkommendes: ¶ Echo! höre meine Klage; / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 31. Ein reines Echo ist aus der erst-angezogenen Pegnesis 402. 403. 404. Blättern nachkommendes: ¶ Echo! höre meine Klage; / Fundstelle
 
Seite: (83) [122]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut!
Eigenschaft / Exempelpolitik: Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut! / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut! / Fundstelle
 
Seite: (86-87) [125-126]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 35. Ein Fraggebände/ darinn der Gegenhall in der Mitte und am Ende der Zeilen sich hören lässet/ gibt das Lied des Erwachsenen in den 139. und 140. Blättern seiner viel-beregten Anweisung/ betitelt ¶ Lob des Unglükks. ¶ Daß Ungemach mach Ach und bittres grämen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: 35. Ein Fraggebände/ darinn der Gegenhall in der Mitte und am Ende der Zeilen sich hören lässet/ gibt das Lied des Erwachsenen in den 139. und 140. Blättern seiner viel-beregten Anweisung/ betitelt ¶ Lob des Unglükks. ¶ Daß Ungemach mach Ach und bittres grämen / Fundstelle
 
Seite: (94) [133]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vornlauff/ ¶ darinn die Anfangs-Buchstaben/ von oben herunter gelesen/ den Namen [aq]IESUS[/aq] andeuten. ¶ In der Welt einer ist allein/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vornlauff/ ¶ darinn die Anfangs-Buchstaben/ von oben herunter gelesen/ den Namen [aq]IESUS[/aq] andeuten. ¶ In der Welt einer ist allein/ / Fundstelle
 
Seite: (99) [138]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vornlauff/ ¶ so/ von unten auf zusammgelesen/ das Wort [aq]CHRISTUS[/aq] vorstellet. ¶ So ich leben soll/ will ich stets mich üben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vornlauff/ ¶ so/ von unten auf zusammgelesen/ das Wort [aq]CHRISTUS[/aq] vorstellet. ¶ So ich leben soll/ will ich stets mich üben/ / Fundstelle
 
Seite: (99) [138]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vornlauff/ ¶ darinn die Anfangs-Buchstaben/ nur in iedem Sazze zusammgelesen/ den Namen [aq]FLORIDAN[/aq] ausdrukken/ aus den 124. 125. Bl. der Anweisung des Erwachsenen. ¶ Feige Seelen die sind feige: / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vornlauff/ ¶ darinn die Anfangs-Buchstaben/ nur in iedem Sazze zusammgelesen/ den Namen [aq]FLORIDAN[/aq] ausdrukken/ aus den 124. 125. Bl. der Anweisung des Erwachsenen. ¶ Feige Seelen die sind feige: / Fundstelle
 
Seite: (99) [138]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Welcher sind wenig? / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Welcher sind wenig? / Fundstelle
 
Seite: (101) [140]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 40. Eine noch ganz neue und etwas ungemeine Art ist abzumerken aus dem folgenden Malzeit Dankliede/ befindlich in den 125. und 126. Blättern der Anweisung des Erwachsenen: ¶ Nun danket alle GOtt in dieser Stunde/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: 40. Eine noch ganz neue und etwas ungemeine Art ist abzumerken aus dem folgenden Malzeit Dankliede/ befindlich in den 125. und 126. Blättern der Anweisung des Erwachsenen: ¶ Nun danket alle GOtt in dieser Stunde/ / Fundstelle
 
Seite: (102) [141]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also hat der nunmehr unter den Seeligen Spielende in des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte 485. und 486. Bl. in ein Jrrgedichte gebracht die Worte/ welche Daniel in der Löwengrube vermutlich geführet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also hat der nunmehr unter den Seeligen Spielende in des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte 485. und 486. Bl. in ein Jrrgedichte gebracht die Worte/ welche Daniel in der Löwengrube vermutlich geführet. / Fundstelle
 
Seite: (105) [144]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 43. Meldung ist auch zu tuhn von den Bildgebänden oder Bilder-Reimen/ welche entstehen/ wann die Reimzeilen also geordnet werden/ daß sie die Gestalt dieses oder jenen Dinges/ als: eines Pocals/ Herzens/ gedoppelten Herzens/ Eyes/ Kreuzes/ Flügels/ Altars/ einer Seule/ einer Flamm-Seule/ und dergleichen Formen abbilden. Wir wollen nur etliche Exempel der allerneuesten anführen/ doch auch ein paar von alten und bekannten folgen lassen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 43. Meldung ist auch zu tuhn von den Bildgebänden oder Bilder-Reimen/ welche entstehen/ wann die Reimzeilen also geordnet werden/ daß sie die Gestalt dieses oder jenen Dinges/ als: eines Pocals/ Herzens/ gedoppelten Herzens/ Eyes/ Kreuzes/ Flügels/ Altars/ einer Seule/ einer Flamm-Seule/ und dergleichen Formen abbilden. Wir wollen nur etliche Exempel der allerneuesten anführen/ doch auch ein paar von alten und bekannten folgen lassen. / Fundstelle
 
Seite: (105) [144]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 48. In Gestalt eines Pocals oder Bechers. ¶ Nehmet ¶ [...] NiderS. Lorbeerh. in den 23 und 35. Bl. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 48. In Gestalt eines Pocals oder Bechers. ¶ Nehmet ¶ [...] NiderS. Lorbeerh. in den 23 und 35. Bl. / Fundstelle
 
Seite: (108) [147]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Jch will aus unterschiedlichen von mir gemachten/ die an seinem Orte sollen mit-getheilet werden/ folgende kurze hieher sezen/ die meinem Seel. Herrn Schwehervatter/ Wolffgang Bauern/ Hochfürstl. Brandenb. treuverdient-gewesenen Landschaft-Secretario in Onolzbach/ unter der Wittib/ Kinder und meinem Namen/ ich der Leich-Predigt andrukken lassen: [S] ¶ So weiß der Weise Vatter im Himmel uns unverständige und erdelende Kinder zu seinem vorhin guten Willen zu bequemen und mürbe zu machen! ¶ Mir/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Jch will aus unterschiedlichen von mir gemachten/ die an seinem Orte sollen mit-getheilet werden/ folgende kurze hieher sezen/ die meinem Seel. Herrn Schwehervatter/ Wolffgang Bauern/ Hochfürstl. Brandenb. treuverdient-gewesenen Landschaft-Secretario in Onolzbach/ unter der Wittib/ Kinder und meinem Namen/ ich der Leich-Predigt andrukken lassen: [S] ¶ So weiß der Weise Vatter im Himmel uns unverständige und erdelende Kinder zu seinem vorhin guten Willen zu bequemen und mürbe zu machen! ¶ Mir/ / Fundstelle
 
Seite: (109-110) [148-149]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf Tit. Herrn D. Höltichs/ gewesenen [aq]Syndici[/aq] in Grossen Salza Absterben habe/ unter eines Patrons Namen/ ich folgendes aufgesezzet: [S] ¶ Hoeltich durch einen Letterwechsel: ¶ Hohe Licht/ ¶ belicht/ ¶ ich holte. ¶ Madrigal. ¶ Erlischt so bald das hohe Licht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf Tit. Herrn D. Höltichs/ gewesenen [aq]Syndici[/aq] in Grossen Salza Absterben habe/ unter eines Patrons Namen/ ich folgendes aufgesezzet: [S] ¶ Hoeltich durch einen Letterwechsel: ¶ Hohe Licht/ ¶ belicht/ ¶ ich holte. ¶ Madrigal. ¶ Erlischt so bald das hohe Licht/ / Fundstelle
 
Seite: (115-116) [154-155]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 3. Wer ein Exempel verlanget mit einem Gemählde/ der kan das nehmen/ welches der Spielende auf die Krankheit Herrn Sauberts folgenden Schlages gemachet: ¶ Johann Saubert ¶ Jonas Abentruh. ¶ Das darzu gehörige Gemähl ist zu ersehen und besehen in der 186. Blatseite vierdten Theils der [S] Gesprächspiele. Die Erklärung bestehet in nachkommenden ¶ Klingreimen: ¶ Als Jonas kam zu Land/ durch Gottes Wundertaht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 3. Wer ein Exempel verlanget mit einem Gemählde/ der kan das nehmen/ welches der Spielende auf die Krankheit Herrn Sauberts folgenden Schlages gemachet: ¶ Johann Saubert ¶ Jonas Abentruh. ¶ Das darzu gehörige Gemähl ist zu ersehen und besehen in der 186. Blatseite vierdten Theils der [S] Gesprächspiele. Die Erklärung bestehet in nachkommenden ¶ Klingreimen: ¶ Als Jonas kam zu Land/ durch Gottes Wundertaht/ / Fundstelle
 
Seite: (116-117) [155-156]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn ich den Namen Jesus theile/ so bekomme ich daraus ie süß; den Namen Jonas/ Jo-naß/ er war jo naß. Also wenn ich das Wort Gesprachspiel umsezze/ so kommet heraus Sprachspiegel. Und dieser Titel kommet den Gesprächspielen des Edlen Spielenden ganz wol zu/ weil die Teutsche Sprache trefflich dadurch ist ausgeübet worden. Aus Tugend entstehet Gut-End/ dann den Frommen muß endlich alles Frommen und zu einem guten End ausschlagen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn ich den Namen Jesus theile/ so bekomme ich daraus ie süß; den Namen Jonas/ Jo-naß/ er war jo naß. Also wenn ich das Wort Gesprachspiel umsezze/ so kommet heraus Sprachspiegel. Und dieser Titel kommet den Gesprächspielen des Edlen Spielenden ganz wol zu/ weil die Teutsche Sprache trefflich dadurch ist ausgeübet worden. Aus Tugend entstehet Gut-End/ dann den Frommen muß endlich alles Frommen und zu einem guten End ausschlagen. / Fundstelle
 
Seite: (119) [158]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Meines wissens hat auf diese Wortgrifflein sich Niemand mehr beflissen/ als eben der Spielende/ wie dessen Zeuge ist sein Simson/ den Er seinen geistlichen und weltlichen Lehrgedichten/ Nathan und Jotham angehänget. ¶ Nur ein paar Exempel daher zu hohlen/ so hat Er mit dem Worte Kleid also gespielet: ¶ Das Kleid: Klei: leid: eid. ¶ Mich hat der höchste Gott erfunden/ und gegeben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Meines wissens hat auf diese Wortgrifflein sich Niemand mehr beflissen/ als eben der Spielende/ wie dessen Zeuge ist sein Simson/ den Er seinen geistlichen und weltlichen Lehrgedichten/ Nathan und Jotham angehänget. ¶ Nur ein paar Exempel daher zu hohlen/ so hat Er mit dem Worte Kleid also gespielet: ¶ Das Kleid: Klei: leid: eid. ¶ Mich hat der höchste Gott erfunden/ und gegeben/ / Fundstelle
 
Seite: (120) [159]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: z. b. Durch die Schlange kan die Klugheit/ die giftige Verleumdung/ und/ wann sie den Schwanz in dem Munde hat/ die Ewigkeit abgebildet werden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: z. b. Durch die Schlange kan die Klugheit/ die giftige Verleumdung/ und/ wann sie den Schwanz in dem Munde hat/ die Ewigkeit abgebildet werden. / Fundstelle
 
Seite: (122) [161]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Jns gemein (ist eine Anmerkung des Spielenden in der neuen Zugabe des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte) können fast allen Erfindungen/ zur Einfassung/ Kindlein beygeordnet werden/ welche man zu geistlichen Sachen mit Feder-Flügeln/ als Engel/ in andern Tugendlehren mit Mukken-Flügeln/ als flüchtige Stunden zieret; / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Jns gemein (ist eine Anmerkung des Spielenden in der neuen Zugabe des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte) können fast allen Erfindungen/ zur Einfassung/ Kindlein beygeordnet werden/ welche man zu geistlichen Sachen mit Feder-Flügeln/ als Engel/ in andern Tugendlehren mit Mukken-Flügeln/ als flüchtige Stunden zieret; / Fundstelle
 
Seite: (122) [161]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Aus dem Feuer hat auch jener sein Sinnbild gehohlet/ welches er auf die unveränderliche Beständigkeit eines Christlöbl. Fürsten gemacht/ als Jhm seine Fürstl. Haubtstadt in die Aschen geleget wurde/ und Er sich darüber/ aus Großmütigkeit nicht betrübte; wenn er einen Diamant in den Flammen gemahlet/ mit der Beyschrift: Unveränderlich. [aq]Semper idem[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Aus dem Feuer hat auch jener sein Sinnbild gehohlet/ welches er auf die unveränderliche Beständigkeit eines Christlöbl. Fürsten gemacht/ als Jhm seine Fürstl. Haubtstadt in die Aschen geleget wurde/ und Er sich darüber/ aus Großmütigkeit nicht betrübte; wenn er einen Diamant in den Flammen gemahlet/ mit der Beyschrift: Unveränderlich. [aq]Semper idem[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (123) [162]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Winde können gutes und böses andeuten. Gutes/ als gutes und sanftes Glükk/ grosser Herren Gnade/ Seegen und Fruchtbarkeit. Böses/ als feindliche Waffen/ schnelle Landsverderbungen/ grosser Herren Ungnade und Zorn. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Winde können gutes und böses andeuten. Gutes/ als gutes und sanftes Glükk/ grosser Herren Gnade/ Seegen und Fruchtbarkeit. Böses/ als feindliche Waffen/ schnelle Landsverderbungen/ grosser Herren Ungnade und Zorn. / Fundstelle
 
Seite: (124) [163]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Darüber stehet geschrieben: ¶ nächst Gott gesiegt. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Darüber stehet geschrieben: ¶ nächst Gott gesiegt. / Fundstelle
 
Seite: (135) [174]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wir wollen das ganze Scherz-Gedichte/ wie es damals/ unter eines hochwehrten Freundes Namen/ aus der Feder geflossen/ hieher sezzen: [S] ¶ Ich weiß nicht/ wie ich mich aniezo soll bezeigen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wir wollen das ganze Scherz-Gedichte/ wie es damals/ unter eines hochwehrten Freundes Namen/ aus der Feder geflossen/ hieher sezzen: [S] ¶ Ich weiß nicht/ wie ich mich aniezo soll bezeigen/ / Fundstelle
 
Seite: (138-139) [177-178]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Es mag auch wol ein einziger Buchstab eine Erfindung abgeben/ wie wir uns einer solchen bedienet auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Tit. Herrn Johann Jacob Bekkens/ damals Hochfürstl. Brandenb. Onolzb. wolverordneten Pfarrers zu Berolzheim/ izt zu Königshofen: ¶ Das B das will Jhm wol/ wirds zu dem Ekk gesellet/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Es mag auch wol ein einziger Buchstab eine Erfindung abgeben/ wie wir uns einer solchen bedienet auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Tit. Herrn Johann Jacob Bekkens/ damals Hochfürstl. Brandenb. Onolzb. wolverordneten Pfarrers zu Berolzheim/ izt zu Königshofen: ¶ Das B das will Jhm wol/ wirds zu dem Ekk gesellet/ / Fundstelle
 
Seite: (141) [180]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also wenn wir auf das Absterben eines Studenten etwas verfertigen wollten könnte uns dieser Umstand die Erfindung geben/ daß nämlich unsere Gedanken viel anders beschaffen wären/ als Gottes Gedanken. Unserer Meinung nach/ hätte ein solcher nu der Welt erst dienen sollen und können/ und unser HErr Gott hätte ihn doch/ in der bästen Blüte/ welche die herrlichste Früchte versprochen/ nach seinem unerforschlichen Rahte/ weggenommen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Also wenn wir auf das Absterben eines Studenten etwas verfertigen wollten könnte uns dieser Umstand die Erfindung geben/ daß nämlich unsere Gedanken viel anders beschaffen wären/ als Gottes Gedanken. Unserer Meinung nach/ hätte ein solcher nu der Welt erst dienen sollen und können/ und unser HErr Gott hätte ihn doch/ in der bästen Blüte/ welche die herrlichste Früchte versprochen/ nach seinem unerforschlichen Rahte/ weggenommen. / Fundstelle
 
Seite: (143) [182]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Könnte endlich mit einem Troste geschlossen werden/ daß es nicht verlohren/ sondern im Himmel wol aufgehoben wäre. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Könnte endlich mit einem Troste geschlossen werden/ daß es nicht verlohren/ sondern im Himmel wol aufgehoben wäre. / Fundstelle
 
Seite: (144) [183]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 10. So kann auch lezlich zur Erfindung eine durchgehende Gleichniß dienen/ nämlich eine solche/ in welcher die Erfindung eines ganzen Gedichtes bestehet. Dergleichen wir uns/ bey Christlöbl. Beerdigung Tit. Herrn Johann Georg Merzens/ von Unterschüpf aus Franken/ der H. Schrift eiferigst-ergebenen/ so den 14. Brach- oder Rosen-Monats des 1675sten Christen-Jahrs geschehen/ im Namen der damals in Wittenberg studirenden Franken/ bedienet/ und dieses Trauer-Gedichte/ worinnen zwischen den Blumen und Menschen/ in der Hinfällig- wie auch Mannigfaltigkeit/ eine durchgehende Gleichheit gezeiget worden/ betitelt ¶ Die im Elyser-Felde ¶ blühende ¶ Merzen-Blume. ¶ Die Ausführung ware folgende: [S] ¶ Diß Welt-Gebäu gleicht einem Blumen-Garten. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 10. So kann auch lezlich zur Erfindung eine durchgehende Gleichniß dienen/ nämlich eine solche/ in welcher die Erfindung eines ganzen Gedichtes bestehet. Dergleichen wir uns/ bey Christlöbl. Beerdigung Tit. Herrn Johann Georg Merzens/ von Unterschüpf aus Franken/ der H. Schrift eiferigst-ergebenen/ so den 14. Brach- oder Rosen-Monats des 1675sten Christen-Jahrs geschehen/ im Namen der damals in Wittenberg studirenden Franken/ bedienet/ und dieses Trauer-Gedichte/ worinnen zwischen den Blumen und Menschen/ in der Hinfällig- wie auch Mannigfaltigkeit/ eine durchgehende Gleichheit gezeiget worden/ betitelt ¶ Die im Elyser-Felde ¶ blühende ¶ Merzen-Blume. ¶ Die Ausführung ware folgende: [S] ¶ Diß Welt-Gebäu gleicht einem Blumen-Garten. / Fundstelle
 
Seite: (144-145) [183-184]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Betrachtet / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Betrachtet / Fundstelle
 
Seite: (150) [189]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: z.B. sezzet Lobwasser/ im andern Psalme/ die einzele Zahl vor die mehrere/ König für Könige/ in diesen Zeilen: ¶ Darum ihr König/ Fürsten/ und ihr Herren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: z.B. sezzet Lobwasser/ im andern Psalme/ die einzele Zahl vor die mehrere/ König für Könige/ in diesen Zeilen: ¶ Darum ihr König/ Fürsten/ und ihr Herren/ / Fundstelle
 
Seite: (154) [192]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Falsch ist gleicher Gestalt/ wenn wir in dem bekannten Advents-Liede singen: ¶ Und blüht ein Frucht Weibes Fleisch/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Falsch ist gleicher Gestalt/ wenn wir in dem bekannten Advents-Liede singen: ¶ Und blüht ein Frucht Weibes Fleisch/ / Fundstelle
 
Seite: (154) [193]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also schreibet man nicht recht umb/ darumb/ warumb/ Christentuhmb/ Bräutigamb / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Also schreibet man nicht recht umb/ darumb/ warumb/ Christentuhmb/ Bräutigamb / Fundstelle
 
Seite: (158) [197]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als: lieblichs/ freundlichs/ Christlichs/ sterblichs etc. etc. für liebliches/ freundliches/ Christliches/ sterbliches etc. etc. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als: lieblichs/ freundlichs/ Christlichs/ sterblichs etc. etc. für liebliches/ freundliches/ Christliches/ sterbliches etc. etc. / Fundstelle
 
Seite: (168) [207]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: heiligster/ heiligste/ heiligstes/ für heiligester/ heiligeste/ heiligestes u.s.w. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: heiligster/ heiligste/ heiligstes/ für heiligester/ heiligeste/ heiligestes u.s.w. / Fundstelle
 
Seite: (168) [207]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: gesegnt für gesegnet / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: gesegnt für gesegnet / Fundstelle
 
Seite: (169) [208]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Doch zu Ausdrükkung einer harten Sache darf/ ja soll man auch harte Worte gebrauchen/ als wenn der Gekrönte in den Klagliedern Jerem. das Wort zermalmt/ welches er leichtlich mit einem andern gelinder-lautenden hätte verwechseln können/ zum zweyten male gebrauchet/ als: ¶ Der HErr hat gantz zermalmt und zornig aufgerieben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Doch zu Ausdrükkung einer harten Sache darf/ ja soll man auch harte Worte gebrauchen/ als wenn der Gekrönte in den Klagliedern Jerem. das Wort zermalmt/ welches er leichtlich mit einem andern gelinder-lautenden hätte verwechseln können/ zum zweyten male gebrauchet/ als: ¶ Der HErr hat gantz zermalmt und zornig aufgerieben/ / Fundstelle
 
Seite: (170) [209]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich hoffe HErr auf dich. Und: ¶ Ich hoff' HErr stets auf dich: / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich hoffe HErr auf dich. Und: ¶ Ich hoff' HErr stets auf dich: / Fundstelle
 
Seite: (171) [210]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wie denn/ seiner [Opitz', J.T.] Psalmen zu geschweigen/ nur in seiner Antigone diese zwey Exempel zu finden: ¶ Ach zeige es nur an/ du wirst nur mehr geplaget. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wie denn/ seiner [Opitz', J.T.] Psalmen zu geschweigen/ nur in seiner Antigone diese zwey Exempel zu finden: ¶ Ach zeige es nur an/ du wirst nur mehr geplaget. / Fundstelle
 
Seite: (172) [211]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Er rühmet deine Ahnen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Er rühmet deine Ahnen. / Fundstelle
 
Seite: (172) [211]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Er rühmet dein Ahnen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Er rühmet dein Ahnen. / Fundstelle
 
Seite: (172) [211]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: im 27. Blate [von Birkens 'Hirtengedichten', J.T.]: ¶ -- die mir hieher gefolget nach / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: im 27. Blate [von Birkens 'Hirtengedichten', J.T.]: ¶ -- die mir hieher gefolget nach / Fundstelle
 
Seite: (174) [213]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: im 298. Blate [von Birkens 'Hirtengedichten', J.T.]: ¶ Himmel! laß den Jugend-Lenzen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: im 298. Blate [von Birkens 'Hirtengedichten', J.T.]: ¶ Himmel! laß den Jugend-Lenzen/ / Fundstelle
 
Seite: (174) [213]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So hätten wir von dem vornehmen Buchstaben e ausführliche Nachricht/ welcher wir noch dieses einzige anknüpfen/ daß das Nennwort Herr/ von dem Himmels-HErrn gebrauchet/ mit einem grossen E (HErr) von einem irdischen aber mit einem kleinen e (Herr) geschrieben werde. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: So hätten wir von dem vornehmen Buchstaben e ausführliche Nachricht/ welcher wir noch dieses einzige anknüpfen/ daß das Nennwort Herr/ von dem Himmels-HErrn gebrauchet/ mit einem grossen E (HErr) von einem irdischen aber mit einem kleinen e (Herr) geschrieben werde. / Fundstelle
 
Seite: (178) [217]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also schriebe man unrecht: Muth/ Noth/ thaten/ rhaten oder rathen/ Christenthum etc. für: Muht/ Noht/ Tahten/ rahten/ Christentuhm etc. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also schriebe man unrecht: Muth/ Noth/ thaten/ rhaten oder rathen/ Christenthum etc. für: Muht/ Noht/ Tahten/ rahten/ Christentuhm etc. / Fundstelle
 
Seite: (178) [217]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ausgelassen in der Sylbe ig/ und isch/ als wenn man saget: heilge/ ewge/ hiesge/ einge/ Bräutgam etc. für heilige/ ewige/ hiesige/ einige/ Bräutigam etc. Macedonsche/ Egyptsche/ höllsche etc. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ausgelassen in der Sylbe ig/ und isch/ als wenn man saget: heilge/ ewge/ hiesge/ einge/ Bräutgam etc. für heilige/ ewige/ hiesige/ einige/ Bräutigam etc. Macedonsche/ Egyptsche/ höllsche etc. / Fundstelle
 
Seite: (179) [218]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 21. An die auf ein m ausgehende Wörter wird/ aus übler Gewonheit/ nicht selten ein b geflikket/ und geschrieben: umb/ warumb/ frommb/ nimmb/ Fürstentuhmb/ Bräutigamb/ welches wie oben schon gedacht/ abzustellen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: 21. An die auf ein m ausgehende Wörter wird/ aus übler Gewonheit/ nicht selten ein b geflikket/ und geschrieben: umb/ warumb/ frommb/ nimmb/ Fürstentuhmb/ Bräutigamb/ welches wie oben schon gedacht/ abzustellen. / Fundstelle
 
Seite: (180) [219]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also ist zu schreiben Haus/ nicht Hauʃ/ schönes nicht schöneʃ/ Christliches nicht Christlicheʃ u. s. m. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also ist zu schreiben Haus/ nicht Hauʃ/ schönes nicht schöneʃ/ Christliches nicht Christlicheʃ u. s. m. / Fundstelle
 
Seite: (181) [220]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Beyspiele gibt uns der Gekrönte im 3. Klagliede Jerem. ¶ -- Ich bin ein Spott und Hassen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Beyspiele gibt uns der Gekrönte im 3. Klagliede Jerem. ¶ -- Ich bin ein Spott und Hassen/ / Fundstelle
 
Seite: (185) [224]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und in den Klagl. Jerem. ums Ende des andern: ¶ Manch junges Weibesbild etc. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und in den Klagl. Jerem. ums Ende des andern: ¶ Manch junges Weibesbild etc. / Fundstelle
 
Seite: (185) [224]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Schlecht/ die Worte Salomons: es ist alles ganz eitel/ also: ¶ Es ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ Beweglich/ wenns durch die Ausschreyung verändert wird: ¶ Wie ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ [...][S] ¶ Oder durch eine Frage: ¶ Geh/ sag mir/ was hier nicht der Eitelkeit verpfändet und unterworfen sey? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Schlecht/ die Worte Salomons: es ist alles ganz eitel/ also: ¶ Es ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ Beweglich/ wenns durch die Ausschreyung verändert wird: ¶ Wie ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ [...][S] ¶ Oder durch eine Frage: ¶ Geh/ sag mir/ was hier nicht der Eitelkeit verpfändet und unterworfen sey? / Fundstelle
 
Seite: (197-198) [236-237]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wird auf das Verlezzen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wird auf das Verlezzen / Fundstelle
 
Seite: (199) [238]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Lamm-fromm/ für [...] so fromm/ als ein Lamm / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Lamm-fromm/ für [...] so fromm/ als ein Lamm / Fundstelle
 
Seite: (204) [243]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn ich eine Pastete einen Berg von Brode/ oder einen Gerngroß einen Goliath in Duodezz nenne. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn ich eine Pastete einen Berg von Brode/ oder einen Gerngroß einen Goliath in Duodezz nenne. / Fundstelle
 
Seite: (206) [245]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: In der 79. Blatseite seiner Anweisung hat er auch seine Exempel von einer Gebändrede: ¶ Dein Tod gab uns das Leben: / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: In der 79. Blatseite seiner Anweisung hat er auch seine Exempel von einer Gebändrede: ¶ Dein Tod gab uns das Leben: / Fundstelle
 
Seite: (207) [246]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn gesaget wird: der Hirt von Bethlehem/ der Mann nach Gottes Herzen/ der Jesse-Sohn und Jesus-Vatter/ der Schleuder-Sieger/ und der David darunter verstanden wird. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wenn gesaget wird: der Hirt von Bethlehem/ der Mann nach Gottes Herzen/ der Jesse-Sohn und Jesus-Vatter/ der Schleuder-Sieger/ und der David darunter verstanden wird. / Fundstelle
 
Seite: (208) [247]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als/ wenn in des Poet. Trichters [S] dritten Stunde/ im 49. Bl. in der Nachtigallen Gesange/ unter andern/ also gesungen wird: ¶ Dir/ dir/ dir/ dir/ Höchster Hort/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Als/ wenn in des Poet. Trichters [S] dritten Stunde/ im 49. Bl. in der Nachtigallen Gesange/ unter andern/ also gesungen wird: ¶ Dir/ dir/ dir/ dir/ Höchster Hort/ / Fundstelle
 
Seite: (208-209) [247-248]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also kann der König David genennet werden der braune/ liebbare/ tapfere/ grossglaubige/ süssspielende/ flüchtige/ herrschende/ kriegende/ siegende David. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Also kann der König David genennet werden der braune/ liebbare/ tapfere/ grossglaubige/ süssspielende/ flüchtige/ herrschende/ kriegende/ siegende David. / Fundstelle
 
Seite: (213) [252]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: In der so genannten Truzz-Nachtigall ist nichts gemeiners/ als dieses/ wiewol wider diesen ganzen Gange sehr oft darinnen gefehlet ist/ und viel Zeitungsingerisch herauskommet. Zu Beglaubung dessen kann nur das einzige Lied von der Sommerzeit allda aufgesuchet und durchgelesen werden/ dessen Anfang ist: Izzt wikkelt sich der Himmel auf etc. etc. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: In der so genannten Truzz-Nachtigall ist nichts gemeiners/ als dieses/ wiewol wider diesen ganzen Gange sehr oft darinnen gefehlet ist/ und viel Zeitungsingerisch herauskommet. Zu Beglaubung dessen kann nur das einzige Lied von der Sommerzeit allda aufgesuchet und durchgelesen werden/ dessen Anfang ist: Izzt wikkelt sich der Himmel auf etc. etc. / Fundstelle
 
Seite: (215) [254]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also geben Adam/ [S] Abraham/ Floridan/ Florinda/ Marggraf/ Ober-Hofmarschalk/ Ober-Amtmann/ GrossCanzler/ Grossvatter/ Stadtvogt/ Obervogt/ Andacht/ Altar/ hochachtbar/ sonderbar/ Alabaster/ StadtPfarrer/ StadtCaplan etc. etc. einen hohen und starken Klang; hingegen einen gelinden und weichen: ewig/ seelig/ erbitten/ belieben/ beleben/ geschwind/ Geschwindkeit/ gelind/ Gelindikeit etc. etc. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Also geben Adam/ [S] Abraham/ Floridan/ Florinda/ Marggraf/ Ober-Hofmarschalk/ Ober-Amtmann/ GrossCanzler/ Grossvatter/ Stadtvogt/ Obervogt/ Andacht/ Altar/ hochachtbar/ sonderbar/ Alabaster/ StadtPfarrer/ StadtCaplan etc. etc. einen hohen und starken Klang; hingegen einen gelinden und weichen: ewig/ seelig/ erbitten/ belieben/ beleben/ geschwind/ Geschwindkeit/ gelind/ Gelindikeit etc. etc. / Fundstelle
 
Seite: (219-220) [258-259]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten.
Eigenschaft / Exempelpolitik: 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten. / Fundstelle
 
Seite: (189-197) [228-236]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
Eigenschaft / Exempelpolitik: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Fundstelle
 
Seite: (221-223) [260-262]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/
Eigenschaft / Exempelpolitik: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [22-23]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Fundstelle
 
Seite: (124) [163]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Zwischen diese beyde/ den Opizz nämlich und Tscherning ist billich/ als der dritte Mann/ zu ordnen [aq]D. Paulus[/aq] Flemming [...]. Seine Geist- und Weltliche [aq]Poëmata[/aq] sind zu Lübekk und Jena in 8° gedrukket hervorgekommen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Zwischen diese beyde/ den Opizz nämlich und Tscherning ist billich/ als der dritte Mann/ zu ordnen [aq]D. Paulus[/aq] Flemming [...]. Seine Geist- und Weltliche [aq]Poëmata[/aq] sind zu Lübekk und Jena in 8° gedrukket hervorgekommen. / Fundstelle
 
Seite: (231) [270]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sonderlich sind zu behalten die Wörter/ so in der Kirche Gottes eingeführet und männiglich bekannt/ ohne Aergerniß derselben nit können abgeschaffet werden/ als da sind: Testament/ Sacrament/ Prophet/ Apostel/ Epistel/ Evangelium/ Catechismus/ absolviren/ und dergleichen. Das Wort Sanct mag auch mitgehen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Sonderlich sind zu behalten die Wörter/ so in der Kirche Gottes eingeführet und männiglich bekannt/ ohne Aergerniß derselben nit können abgeschaffet werden/ als da sind: Testament/ Sacrament/ Prophet/ Apostel/ Epistel/ Evangelium/ Catechismus/ absolviren/ und dergleichen. Das Wort Sanct mag auch mitgehen. / Fundstelle
 
Seite: (155) [194]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget.
Eigenschaft / Exempelpolitik: 8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget. / Fundstelle
 
Seite: (205-206) [244-245]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Falsch ist gleicher Gestalt/ wenn wir in dem bekannten Advents-Liede singen: ¶ Und blüht ein Frucht Weibes Fleisch/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Falsch ist gleicher Gestalt/ wenn wir in dem bekannten Advents-Liede singen: ¶ Und blüht ein Frucht Weibes Fleisch/ / Fundstelle
 
Seite: (154) [192]
Eigenschaft / Textanhänge
 
Eigenschaft / Textanhänge: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Fortgang Zeiget sich/ in eines Haubt-Feldes IX. Gängen/ mit allerhand Gedichten/ Geist- und Weltlichen Einhalts bepflanzet. / Rang
 
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Eigenschaft / Textanhänge: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Fortgang Zeiget sich/ in eines Haubt-Feldes IX. Gängen/ mit allerhand Gedichten/ Geist- und Weltlichen Einhalts bepflanzet. / Fundstelle
 
Seite: (234) [273]
Eigenschaft / Textanhänge
 
Eigenschaft / Textanhänge: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Ausgang bestehet in eines Haubt-Feldes III. Gängen/ welche von einer ganzen Gesellschaft bewandlet und behandlet worden. / Rang
 
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Eigenschaft / Textanhänge: Des Wittenbergischen Poeten-Steiges Ausgang bestehet in eines Haubt-Feldes III. Gängen/ welche von einer ganzen Gesellschaft bewandlet und behandlet worden. / Fundstelle
 
Seite: (533) [572]
Eigenschaft / Textanhänge
 
Eigenschaft / Textanhänge: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Rang
 
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Eigenschaft / Textanhänge: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Fundstelle
 
Seite: (637) [676]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Nachdem ich dadurch bekannt worden/ habe ich hernach/ auf Ersuchen/ bey allerhand Fällen/ mit Gedichten gedienet/ und vieler Mund und Feder seyn müssen/ wie der Fort- und Aufgang besaget/ und bezeuget/ daß ich das [S] wenigste unter meinem Namen gemachet/ was geistlichen Einhalts ist/ ausgenommen/ darzu mich mein Christentuhm verbunden. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Nachdem ich dadurch bekannt worden/ habe ich hernach/ auf Ersuchen/ bey allerhand Fällen/ mit Gedichten gedienet/ und vieler Mund und Feder seyn müssen/ wie der Fort- und Aufgang besaget/ und bezeuget/ daß ich das [S] wenigste unter meinem Namen gemachet/ was geistlichen Einhalts ist/ ausgenommen/ darzu mich mein Christentuhm verbunden. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [18-19]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Was geistlichen Innhalts ist/ dem hat man allezeit/ wie billich/ den Vortritt gelassen. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Was geistlichen Innhalts ist/ dem hat man allezeit/ wie billich/ den Vortritt gelassen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [21]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Der Gekrönte in seinem B. von der Deutschen Poeterey/ im V. Capitel beschreibet solche also: Die Erfindung der Dinge ist nichts anders als eine sinnreiche Fassung aller Sachen/ die wir uns einbilden können/ der himmelischen und irdischen/ die Leben haben/ und nicht haben/ welche ein Poete ihm zu beschreiben und herfür zu bringen vornimmet. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Der Gekrönte in seinem B. von der Deutschen Poeterey/ im V. Capitel beschreibet solche also: Die Erfindung der Dinge ist nichts anders als eine sinnreiche Fassung aller Sachen/ die wir uns einbilden können/ der himmelischen und irdischen/ die Leben haben/ und nicht haben/ welche ein Poete ihm zu beschreiben und herfür zu bringen vornimmet. / Fundstelle
 
Seite: (136) [175]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: 3. Wenn die Erfindung da ist/ so hat man eine hierzu sich wol schikkende Redgebänd=Art aus zu wehlen / wol an zu fangen/ zierlich fort zu gehen/ (wie denn die Poetische Rede dem Tanzen/ und die Gemeine dem Gehen verglichen wird) schöne Lehren von Gotte und der Tugend mit einzusprengen/ in frölichen Fällen auf Belustigung/ in traurigen auf Ernst/ des Verstorbenen Lob und Bedauerung/ ingleichen auf den Trost für die Hinterbliebene/ und in allem auf die Ehre Gottes zu sehen/ Heydnische Red=Arten zu vermeiden/ von hohen Sachen hoch/ von niedrigen niedrig zu reden/ viel mit wenigen zu begreiffen/ und nachdenklich zu beschliessen. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: 3. Wenn die Erfindung da ist/ so hat man eine hierzu sich wol schikkende Redgebänd=Art aus zu wehlen / wol an zu fangen/ zierlich fort zu gehen/ (wie denn die Poetische Rede dem Tanzen/ und die Gemeine dem Gehen verglichen wird) schöne Lehren von Gotte und der Tugend mit einzusprengen/ in frölichen Fällen auf Belustigung/ in traurigen auf Ernst/ des Verstorbenen Lob und Bedauerung/ ingleichen auf den Trost für die Hinterbliebene/ und in allem auf die Ehre Gottes zu sehen/ Heydnische Red=Arten zu vermeiden/ von hohen Sachen hoch/ von niedrigen niedrig zu reden/ viel mit wenigen zu begreiffen/ und nachdenklich zu beschliessen. / Fundstelle
 
Seite: (137) [176]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten.
Eigenschaft / Mythenkritik: 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Misbrauch mtieinander aufzuheben/ wenn er fast zu Ende desselben also schreibet: Ist schon ein guhter Teil lustiger Hochzeit- und anderer dergleichen frölicher Gedichte in diesem Buche enthalten/ so wird man doch weder von Venus/ noch Cupido/ weder von Hymen noch Adonis/ weder von Leda noch Jupiter/ und wie die saubere Burß alle mehr heisset/ etwas darin zu lesen finden/ diese Künste lasse ich den elenden und närrischen Reimmacheren/ die keine andere/ noch bässere Erfindungen aus Ihrem dummen Gehirn/ an den Tag wissen zu geben. Und ein wenig hernach fähret er also fort: Wir dürffen uns in Auffsetzung vielerhand Gedichten der heidnischen Lügen und Ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden so weinig bedienen/ so weinig wir von nöhten haben/ daß wir auß Teutschland in Indien schiffen/ und daselbst zur Erhaltung [S] des Lebens/ Ihre Wurtzlen/ Aypi und Maniol [?] genant/ oder auch Ihr Korn/ welches Sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ Gottlob/ aus Weitzen und Rokken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzlen und gahr zu dichten Korn oder Maitz können machen. ¶ 5. Der Erwachsene/ in seiner Anweisung im 63. und folgenden Blättern/ ist auch stark darwider/ und zihet/ für die verneinende Meinung/ den Spruch an aus dem andern B. M. am XXIII. 13. Anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken/ und aus eurem Munde sollen sie nicht gehöret werden. Welchen er fast etwas zu weit ausspannet/ in dem das Randglösslein darüber dieses Lautes ist: Ihr sollt von keinen Heiligen predigen/ als von Göttern/ die euch helfen/ noch dafür danken/ sondern Gott allein. Denn Gedencken heisset/ hie so viel als predigen/ rühmen/ dancken/ Gottesdienst pflegen/ [aq]ut, hoc facite in mei commemorationem[/aq]. Daraus schliessen wir/ daß nicht eben die blosse Erwehnung anderer Götter/ welche in H. Schrift selber Erzehlungs- und Warnungs-weise geschihet/ sondern derselben Göttliche Verehrung/ verbotten sey. Lassen uns unterdessen nicht übel gefallen die von ihm angeführte Worte eines Gotteslehrers: Es ist zu zweiflen/ ob Gott deme beiwohne/ der an höllischen Götzen gefallen hat? und ob der an den Himmel recht gedenke/ der öfter die Venus/ als die Gottes [S] Mutter Maria/ den Cupido/ als das HimmelKind Immanuel/ den [aq]Phoebum[/aq], als den H. Geist/ den Berg Parnaß/ als den Oelberg/ die Elysische Felder/ als das Paradeis/ und Fabeln/ als das himmlische Wort der Warheit/ in dem Mund seiner Feder führet? Denn diesem haben wir in dem 3. Absazze dieses Ganges bereit vorgebauet/ mit der Erfoderung/ daß man hierinn sparsam und behutsam fahren solle. ¶ 6. Etwas milder ist dißfalls der Spielende/ welcher in dem Fünften Th. S. Gesprächsp. im 36. 37. und 38. Blättern/ auch diese Frag erörtert: Ob die Christen/ in ihren Gedichten/ der Heidnischen Gözzen Namen gebrauchen sollen? zu Beantwortung dieser Frage/ saget er/ ist erstlich zu wissen/ daß der Poet die Personen nicht erdichtet/ welche er/ zu Vorstellung wahrer Geschichte/ auf den Schauplazz führet/ sondern er ist schuldig/ selbe auszubilden/ nach ihrer Ankunft/ Religion/ Gemütsneigungen/ Begierden/ Tuhn und Lassen. Diesen Personen leget er seine Worte in den Mund; iedoch dergestalt/ daß sie/ so viel möglich/ ihren Gedanken/ Worten und Sitten gemäß und anständig kommen/ und verstellet sich gleichsam in die ienige/ welche er vorstellet. Zu solchem Ende holet und entlehnet der Poet aus allen Religionen/ was ihm von nöhten ist. Er führet aber der Helden Redarten nicht in der Kirche Gottes/ sondern auf dem [S] Schauplazze/ nicht ihren Gözzen zu Ehren/ sondern zur Verachtung/ nicht die Wahrheit in der Christen Herzen zu verfinstern/ sondern die abscheuliche Laster und grosse Blindheit der heidnischen Greuel ihren Augen und Ohren vorzuweisen. Solcher gestalt haben die Christliche Poeten sich iederzeit der Götter Namen bedienet/ aber iedesmals was anders darunter verstanden/ wie auch die Väter der ersten Kirchen/ und die H. Schrift selbst. Sollte nun hierbey einige Abgötterey zu befahren gewesen seyn/ würde dergleichen nicht gefunden werden. Wer weiß nicht/ daß Neptun das Meer/ Mars den Krieg/ Apollo die Poeterey/ Pallas die Wissenschaft/ Musa die Kunst/ Venus die Wollust/ Ceres die Erden/ Bacchus den Wein/ Vulcan das Feur/ Jupiter den Regen/ Juno die Luft/ bedeutet? Die Liebe/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissens-plage sind so mächtig in den Menschen/ daß die Heiden solche für Götter und Beherrscher der Menschen Herzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Gözzen gelten/ nennen ihren Namen und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschaft der Laster/ und Lasterstrafen artig gleichet: So ist mir wol erlaubt/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyser-Felder zu sagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. Das wäre des Spielenden Erörterung. ¶ 7. Unsere Meinung über diese Frage zu eröffenen/ halten wir dafür/ man könne zu Zeiten der Heydnischen Fabel und Gözzennamen sich noch bedienen/ und zwar mit diesen Bedingungen: [S] ¶ (1) Wenn ich mit einem Zusazze zu verstehen gebe/ was ich von solchen Namen halte/ als wenn ich sage/ der Weingözz Bacchus/ so höret man schon/ daß ich ihn nicht vor einen Gott halte/ wie die Heyden getahn haben/ weil ich ihn einen Gözzen heisse. ¶ (2) Wenn ich dergleichen Namen und Fabeln remotivè oder Verwerfungs-Weise anführe/ wie ich einst in einem Klag- und Trost-Liede von den Parzen solcher gestalt geredet/ und aus nachkommendem Sazze erhellet: ¶ Der Himmel weiß/ und zwar am allerbästen/ ¶ [...] ¶ Also hat Herr Sieber/ in seiner Poetisirenden Jugend/ am I. Blate/ sein geistl. Gedichte: Der Bethlehemitische Wunder-Stall/ mit folgenden Versen angefangen: ¶ Hier/ wo der Lebens-Fürst in einer Krippen lieget/ ¶ [...][S] ¶ (3) Wenn ich solche Fabeln auf einen andern Zweg richte/ als wohin die Heyden gezielet haben. Wenn ich z.b. durch die Elisäische Felder den Himmel/ und durch das Avernische Reich die Hölle verstehe. Hieher gehöret auch/ was der Seel. Herr von Birken in einem Ehren-Glükkwunsche an Den Hoch- und Wohlgebohrnen Grafen und Herrn/ Herrn Franz Albrechten/ Grafen von Harrach etc. etc. folgendes Schlages gesezzet/ und in dem 351. und folgenden Blättern des Ostländ. Lorbeerh. befindlich ist: ¶ Nein! es ist ie kein Gedicht/ alles was die Dichter schreiben. ¶ [...][S] ¶ Wie er ferner auf die Röm. Keyserl. Majestät/ die Herren ReichsRähte/ und insonderheit auf den Grafen von Harrach die Zueignung mache/ kann am besagten Orte nachgesuchet werden. Also wird hoffentlich ohne alle Gefahr seyn/ wenn man durch den Parnaß oder Pindus eine iede Universität/ durch den [aq]Phoebum[/aq] den [aq]Rectorem Magnificum[/aq] oder [aq]Decanum[/aq], durch den Musen-brunn die [aq]Collegia[/aq], durch das Trinken aus demselben den Kunst-Fleiß u.f.m. verstehen will. ¶ 8. Das sey gesaget von der Erlaubniß. Doch ist die Christliche Jugend dahin zu bedeuten/ es sey am sichersten/ man überlasse den Heyden ihren Heydnischen Gözzentand/ und halte sich zu der H. Schrift/ welche eine reiche Schazzkammer ist/ woraus sie haben kann/ was sie verlanget. Und ist ein falscher Wahn darbey/ wenn man in den Gedanken stehet/ es falle alle Zier der Gedichte hinweg/ wenn die Heydnische Fabeln und Gözzen-Namen davon bleiben müssen. Denn hat doch der Teuffel/ als Gottes Affe/ sein Gaukel-Werk alles/ aus dem H. Göttl. Schriftbuche/ abgesehen/ und Ovidius die Geschicht von der Welt Erschaffung fast ganz aus dem ersten B. Mose genommen. Will man aber Historien haben/ und seine Gedichte damit auszieren/ was ist schöner/ als die Welt-erschaffung/ nach dem Wahrheitsgrunde/ beschrieben? kühner/ als der Babylonische Thurnbau? himmlischer/ als die Erscheinung Gottes/ dem Abraham geschehen? tröstlicher/ als die Erhaltung des Loths/ des Josephs/ des Kinds Mose? beweglicher/ als das Opfer Isaac? anmuhtiger/ als der Traum und Schäferstand [S] Jacobs? denkwürdiger/ als dessen Ringen mit dem Sohne Gottes? kläglicher/ als der leidige Sündenfall? schrekklicher/ als die Sündflut/ der Feur- und Schwefel-Regen/ welcher über die ganze Sodomer-Gegend ergangen/ die zehen Egyptische Plagen/ die Verschlingung der aufrührischen Rotte Korah/ Dathan und Abiram? wundernswürdiger/ als die reiche Zuführung der Wachteln/ das Man oder Himmelbrod/ das Gehen durch das rohte Meer und den Jordan/ das Grünen/ Blühen und Mandeln-tragen des Stekkens Aarons/ das Stehen der Sonne zu Josua Zeiten? Was annehmlicher/ als die Traum-Auslegung und Erhöhung Josephs/ die Eroberung des gelobten Landes? u.s.f. Wollen wir Berge haben? so erhöhen sich die Berge Sion/ Hermon/ Carmel/ Thabor und Libanon. Wollen wir einen Föbus haben? da ist Jesus Christus/ der rechte Föbus und die Sonne der Gerechtigkeit/ welcher den höllischen Python erwürget. Wollen wir eine Venus und einen Cupido haben? da stehet die keusche Gottesgebärerinn Maria/ mit ihrem allerschönesten Jesulein. Wollen wir Poeten haben? da sind berühmet David / Salomon/ Assaph/ Ethan der Esrahiter/ Heman/ Chalchal und Darda. Poetinnen? da sind die Vorsingerinn Mirjam/ Aarons Schwester und die Prophetinn Debora. Wollen wir Tyrannen und Risen haben? da tretten hervor der gewaltige Jäger Nimrod/ der drängende Pharao/ Ahiman/ Sesai/ Thalmai/ Goliath und andere. Wollen wir einen Kunstbrunn haben? da schleichet der stillgehende Brunn Siloha/ an den Wurzeln des [S] Berges Sion. Bedörfen wir etwan einen Herkules? der Simson stellt ihn. Sonst tapfere Helden? Gideon/ Jephthah/ Jasabeam/ Eleasar/ Abisai/ Benaja und andere Helden Davids bieten sich an. Kurz: es ist nichts zu ersinnen/ damit uns das H. Schriftbuch/ auf bedörfenden Fall/ nicht an die Hand gehen könnte. Daß mir demnach die jenige kein Genügen tuhn/ welche/ da sie wol Mandeln auffezzen könnten und sollten/ nur Eicheln fürtragen. Ich will sagen/ sich mit heydnischen Fabeln schleppen/ da sie es/ aus der Bibel/ und sonst/ weit bässer haben könnten. / Rang
 
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Aktuelle Version vom 27. Januar 2025, 10:57 Uhr

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    Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
    Eine Fundstelle
    (221-223) [260-262]
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    (unpag.) [8]
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    Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
    Eine Fundstelle
    (221-223) [260-262]
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    Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
    Eine Fundstelle
    (221-223) [260-262]