Wittenbergischer Poeten-Steig (Q116): Unterschied zwischen den Versionen

 
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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Eigenschaft / P82 (Gelöschte Eigenschaft)
 
Eigenschaft / P82 (Gelöschte Eigenschaft): 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Die Eigenschaft P82 wurde nicht gefunden. Der zu verwendende Datentyp konnte nicht bestimmt werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / P82 (Gelöschte Eigenschaft): 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und Die Eigenschaft P82 wurde nicht gefunden. Der zu verwendende Datentyp konnte nicht bestimmt werden. / Fundstelle
Seite: (189-197) [228-236]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Zwischen diese beyde/ den Opizz nämlich und Tscherning ist billich/ als der dritte Mann/ zu ordnen [aq]D. Paulus[/aq] Flemming [...]. Seine Geist- und Weltliche [aq]Poëmata[/aq] sind zu Lübekk und Jena in 8° gedrukket hervorgekommen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Zwischen diese beyde/ den Opizz nämlich und Tscherning ist billich/ als der dritte Mann/ zu ordnen [aq]D. Paulus[/aq] Flemming [...]. Seine Geist- und Weltliche [aq]Poëmata[/aq] sind zu Lübekk und Jena in 8° gedrukket hervorgekommen. / Fundstelle
Seite: (231) [270]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und als dieser fromme Fürst dieses Zeitliche gesegenet/ hat die damalige Hochfürstl. Hochlöbl. Vormundschaftliche Regierung mit ungemeiner Gnade mich angesehen/ und mit dem Kostgelde auf die Universität versehen. Darauf/ als E. HochFürstl. Durchl. hochgepriesener Herr Vatter/ der bey Hohen und Niederen höchstangenehme Markgraf Herr Johann Friderich/ Christlöblichsten Ange-[S]gedenkens/ die Regiments-Sorge übernommen/ hat dessen Durchleuchtigkeit mir das Stipendium/ dann die verledigte Diaconat-Stelle/ und endlich die Ober-Caplanen hier in Krailsheim Gnädigst angedeyhen lassen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und als dieser fromme Fürst dieses Zeitliche gesegenet/ hat die damalige Hochfürstl. Hochlöbl. Vormundschaftliche Regierung mit ungemeiner Gnade mich angesehen/ und mit dem Kostgelde auf die Universität versehen. Darauf/ als E. HochFürstl. Durchl. hochgepriesener Herr Vatter/ der bey Hohen und Niederen höchstangenehme Markgraf Herr Johann Friderich/ Christlöblichsten Ange-[S]gedenkens/ die Regiments-Sorge übernommen/ hat dessen Durchleuchtigkeit mir das Stipendium/ dann die verledigte Diaconat-Stelle/ und endlich die Ober-Caplanen hier in Krailsheim Gnädigst angedeyhen lassen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [12-13]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/
Eigenschaft / Themen, Gattungen: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [22-23]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Fundstelle
 
Seite: (124) [163]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleiches Versehen ist zu sehen in einer Obschrift der Nacht/ welche Michael Angelo zu Florenz in einer Kirche von Marmol gebildet/ und dieses Begriffes ist; ¶ Hier schläfft und ruht die sanfte Nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleiches Versehen ist zu sehen in einer Obschrift der Nacht/ welche Michael Angelo zu Florenz in einer Kirche von Marmol gebildet/ und dieses Begriffes ist; ¶ Hier schläfft und ruht die sanfte Nacht / Fundstelle
 
Seite: (44) [83]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Auf solche Weise hab ich der Lucretia Keuschen Selbstmord vorgestellet: ¶ Sazz. ¶ Je schöner eine Vestung steht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Auf solche Weise hab ich der Lucretia Keuschen Selbstmord vorgestellet: ¶ Sazz. ¶ Je schöner eine Vestung steht/ / Fundstelle
 
Seite: (62) [101]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: 11. Der Erwachsene hat ein Exempel/ darinn Er auf den Sazz einen richtigen Gegensazz füget/ und endlich einen Ausspruch machet/ wenn Er im Sazze das himmlische Freuden-Leben beschreibet und hoch hebet/ im Gegensazze dieses irdische Elend-Leben dargegen sezzet und endlich durch den Nachsazz den Entscheidspruch gleichsam ergehen lässet: ¶ Sazz. ¶ Glükk der Seelen/ Wunsch der Zeiten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: 11. Der Erwachsene hat ein Exempel/ darinn Er auf den Sazz einen richtigen Gegensazz füget/ und endlich einen Ausspruch machet/ wenn Er im Sazze das himmlische Freuden-Leben beschreibet und hoch hebet/ im Gegensazze dieses irdische Elend-Leben dargegen sezzet und endlich durch den Nachsazz den Entscheidspruch gleichsam ergehen lässet: ¶ Sazz. ¶ Glükk der Seelen/ Wunsch der Zeiten/ / Fundstelle
 
Seite: (64) [103]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
Eigenschaft / Autoritäten: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Fundstelle
 
Seite: (221-223) [260-262]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Allein ich halte dafür/ der Seel. Mann [Buchner, J. T.] rede von den zweysilbigen Gebändzeilen/ wenn aus ihnen allein ein Gedichte bestehen sollte/ nicht aber wenn sie andern längeren nur untermenget sind/ wie im folgenden Sazze: ¶ O Fürstenkind aus David Stamm' / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Allein ich halte dafür/ der Seel. Mann [Buchner, J. T.] rede von den zweysilbigen Gebändzeilen/ wenn aus ihnen allein ein Gedichte bestehen sollte/ nicht aber wenn sie andern längeren nur untermenget sind/ wie im folgenden Sazze: ¶ O Fürstenkind aus David Stamm' / Fundstelle
 
Seite: (22) [61]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 15. Es reimet auch der Seel. Opizz i und ö/ als Sinnen-können/ in dem 57. und 58. Verse seines Lobgesanges über den freudenreichen Geburtstag unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi; und nimmt: kömmt/ auf den Anfang des 1621. Jahrs/ fast gegen das Ende; und drey Seiten zurükke/ en und öw/ Scheuen und Löwen: welches zwar in unsern Ohren etwas hart klinget/ nach seiner Mundart aber wol angehet. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 15. Es reimet auch der Seel. Opizz i und ö/ als Sinnen-können/ in dem 57. und 58. Verse seines Lobgesanges über den freudenreichen Geburtstag unsers HErrn und Heylandes JEsu Christi; und nimmt: kömmt/ auf den Anfang des 1621. Jahrs/ fast gegen das Ende; und drey Seiten zurükke/ en und öw/ Scheuen und Löwen: welches zwar in unsern Ohren etwas hart klinget/ nach seiner Mundart aber wol angehet. / Fundstelle
 
Seite: (46) [85]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Und weil der Seel. Herr von Birken/ in seiner vielberegten Anweisung im 96. Bl. der Hoch-wolgebornen Freyinn von Greifenberg/ der Hochfürtrefflichen Teutschen Uranie/ in dieser Redgebänd-Art ein grosses zumisset/ als mag folgendes Exempel langkurzer Art/ ein Zeuge seyn ihres unvergleichlichen Geistes: ¶ Göttliche Wunder=Regierung. ¶ Wer kan deinen Sinn ersinnen/ unersinnter Gottheit-Schluß / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 6. Und weil der Seel. Herr von Birken/ in seiner vielberegten Anweisung im 96. Bl. der Hoch-wolgebornen Freyinn von Greifenberg/ der Hochfürtrefflichen Teutschen Uranie/ in dieser Redgebänd-Art ein grosses zumisset/ als mag folgendes Exempel langkurzer Art/ ein Zeuge seyn ihres unvergleichlichen Geistes: ¶ Göttliche Wunder=Regierung. ¶ Wer kan deinen Sinn ersinnen/ unersinnter Gottheit-Schluß / Fundstelle
 
Seite: (60) [99]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 8. Ein Sonnet/ Anapästischer Art/ habe ich/ unter eines andern Namen/ auf die Magisters-Ehre meines liebwehrten Freundes und damaligen Stuben-Gesellens in Wittenberg/ Tit. Herrn [aq]M[/aq]. Georg Oswalds/ iezt Hochf. Brandenb. Onolzb. wolverdienten Pfarrers zu Mark Breit/ im [S] Christen=Jahre 1673. gefertiget/ worinn der Candidat also redend eingeführet wird: ¶ Bellona! was zeigst du vor grimmige Wut? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 8. Ein Sonnet/ Anapästischer Art/ habe ich/ unter eines andern Namen/ auf die Magisters-Ehre meines liebwehrten Freundes und damaligen Stuben-Gesellens in Wittenberg/ Tit. Herrn [aq]M[/aq]. Georg Oswalds/ iezt Hochf. Brandenb. Onolzb. wolverdienten Pfarrers zu Mark Breit/ im [S] Christen=Jahre 1673. gefertiget/ worinn der Candidat also redend eingeführet wird: ¶ Bellona! was zeigst du vor grimmige Wut? / Fundstelle
 
Seite: (61-62) [100-101]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut!
Eigenschaft / Autoritäten: Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut! / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Daher ich kein Bedenken genommen/ erst dort mich dieser verantwortlichen [S] Freyheit zu bedienen/ als auf den vor unsern Augen allzufrühen/ doch hochseeligen Todes-Hintritt Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Johann Friderichs/ Marggrafens zu Brandenburg/ zu Magdeburg/ in Preussen/ Stettin/ Pommern/ der Cassuben und Wenden/ auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzogens/ Burggrafens zu Nürnberg/ Fürstens zu Halberstadt/ Minden und Cammen/ Grafens zu Hohenzollern N. N. Unsers Gnädigsten/ leider! gewesenen Landes-Fürsten und Herrn/ ich folgendes Klagelied gesezzet/ welches auch hier in Crailsheim/ bey der Hochfürstl. Leichbegängniß/ nach der beweglichen Sangweise/ in des von Zesen Dichterischen Rosen- und Liljen-Tahles 32. und 33. Blättern gesungen worden: ¶ 1. ¶ O Jhr Tannen heulet laut! / Fundstelle
 
Seite: (86-87) [125-126]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also hat der nunmehr unter den Seeligen Spielende in des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte 485. und 486. Bl. in ein Jrrgedichte gebracht die Worte/ welche Daniel in der Löwengrube vermutlich geführet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Also hat der nunmehr unter den Seeligen Spielende in des grossen Schauplazzes jämmerlicher Mordgeschichte 485. und 486. Bl. in ein Jrrgedichte gebracht die Worte/ welche Daniel in der Löwengrube vermutlich geführet. / Fundstelle
 
Seite: (105) [144]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Jch will aus unterschiedlichen von mir gemachten/ die an seinem Orte sollen mit-getheilet werden/ folgende kurze hieher sezen/ die meinem Seel. Herrn Schwehervatter/ Wolffgang Bauern/ Hochfürstl. Brandenb. treuverdient-gewesenen Landschaft-Secretario in Onolzbach/ unter der Wittib/ Kinder und meinem Namen/ ich der Leich-Predigt andrukken lassen: [S] ¶ So weiß der Weise Vatter im Himmel uns unverständige und erdelende Kinder zu seinem vorhin guten Willen zu bequemen und mürbe zu machen! ¶ Mir/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Jch will aus unterschiedlichen von mir gemachten/ die an seinem Orte sollen mit-getheilet werden/ folgende kurze hieher sezen/ die meinem Seel. Herrn Schwehervatter/ Wolffgang Bauern/ Hochfürstl. Brandenb. treuverdient-gewesenen Landschaft-Secretario in Onolzbach/ unter der Wittib/ Kinder und meinem Namen/ ich der Leich-Predigt andrukken lassen: [S] ¶ So weiß der Weise Vatter im Himmel uns unverständige und erdelende Kinder zu seinem vorhin guten Willen zu bequemen und mürbe zu machen! ¶ Mir/ / Fundstelle
 
Seite: (109-110) [148-149]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 3. Wer ein Exempel verlanget mit einem Gemählde/ der kan das nehmen/ welches der Spielende auf die Krankheit Herrn Sauberts folgenden Schlages gemachet: ¶ Johann Saubert ¶ Jonas Abentruh. ¶ Das darzu gehörige Gemähl ist zu ersehen und besehen in der 186. Blatseite vierdten Theils der [S] Gesprächspiele. Die Erklärung bestehet in nachkommenden ¶ Klingreimen: ¶ Als Jonas kam zu Land/ durch Gottes Wundertaht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 3. Wer ein Exempel verlanget mit einem Gemählde/ der kan das nehmen/ welches der Spielende auf die Krankheit Herrn Sauberts folgenden Schlages gemachet: ¶ Johann Saubert ¶ Jonas Abentruh. ¶ Das darzu gehörige Gemähl ist zu ersehen und besehen in der 186. Blatseite vierdten Theils der [S] Gesprächspiele. Die Erklärung bestehet in nachkommenden ¶ Klingreimen: ¶ Als Jonas kam zu Land/ durch Gottes Wundertaht/ / Fundstelle
 
Seite: (116-117) [155-156]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 6. Es mag auch wol ein einziger Buchstab eine Erfindung abgeben/ wie wir uns einer solchen bedienet auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Tit. Herrn Johann Jacob Bekkens/ damals Hochfürstl. Brandenb. Onolzb. wolverordneten Pfarrers zu Berolzheim/ izt zu Königshofen: ¶ Das B das will Jhm wol/ wirds zu dem Ekk gesellet/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: 6. Es mag auch wol ein einziger Buchstab eine Erfindung abgeben/ wie wir uns einer solchen bedienet auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Tit. Herrn Johann Jacob Bekkens/ damals Hochfürstl. Brandenb. Onolzb. wolverordneten Pfarrers zu Berolzheim/ izt zu Königshofen: ¶ Das B das will Jhm wol/ wirds zu dem Ekk gesellet/ / Fundstelle
 
Seite: (141) [180]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: 10. So kann auch lezlich zur Erfindung eine durchgehende Gleichniß dienen/ nämlich eine solche/ in welcher die Erfindung eines ganzen Gedichtes bestehet. Dergleichen wir uns/ bey Christlöbl. Beerdigung Tit. Herrn Johann Georg Merzens/ von Unterschüpf aus Franken/ der H. Schrift eiferigst-ergebenen/ so den 14. Brach- oder Rosen-Monats des 1675sten Christen-Jahrs geschehen/ im Namen der damals in Wittenberg studirenden Franken/ bedienet/ und dieses Trauer-Gedichte/ worinnen zwischen den Blumen und Menschen/ in der Hinfällig- wie auch Mannigfaltigkeit/ eine durchgehende Gleichheit gezeiget worden/ betitelt ¶ Die im Elyser-Felde ¶ blühende ¶ Merzen-Blume. ¶ Die Ausführung ware folgende: [S] ¶ Diß Welt-Gebäu gleicht einem Blumen-Garten. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: 10. So kann auch lezlich zur Erfindung eine durchgehende Gleichniß dienen/ nämlich eine solche/ in welcher die Erfindung eines ganzen Gedichtes bestehet. Dergleichen wir uns/ bey Christlöbl. Beerdigung Tit. Herrn Johann Georg Merzens/ von Unterschüpf aus Franken/ der H. Schrift eiferigst-ergebenen/ so den 14. Brach- oder Rosen-Monats des 1675sten Christen-Jahrs geschehen/ im Namen der damals in Wittenberg studirenden Franken/ bedienet/ und dieses Trauer-Gedichte/ worinnen zwischen den Blumen und Menschen/ in der Hinfällig- wie auch Mannigfaltigkeit/ eine durchgehende Gleichheit gezeiget worden/ betitelt ¶ Die im Elyser-Felde ¶ blühende ¶ Merzen-Blume. ¶ Die Ausführung ware folgende: [S] ¶ Diß Welt-Gebäu gleicht einem Blumen-Garten. / Fundstelle
 
Seite: (144-145) [183-184]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Schlecht/ die Worte Salomons: es ist alles ganz eitel/ also: ¶ Es ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ Beweglich/ wenns durch die Ausschreyung verändert wird: ¶ Wie ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ [...][S] ¶ Oder durch eine Frage: ¶ Geh/ sag mir/ was hier nicht der Eitelkeit verpfändet und unterworfen sey? / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Schlecht/ die Worte Salomons: es ist alles ganz eitel/ also: ¶ Es ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ Beweglich/ wenns durch die Ausschreyung verändert wird: ¶ Wie ist der Eitelkeit doch alles hier verpfändet. ¶ [...][S] ¶ Oder durch eine Frage: ¶ Geh/ sag mir/ was hier nicht der Eitelkeit verpfändet und unterworfen sey? / Fundstelle
 
Seite: (197-198) [236-237]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also kann der König David genennet werden der braune/ liebbare/ tapfere/ grossglaubige/ süssspielende/ flüchtige/ herrschende/ kriegende/ siegende David. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Also kann der König David genennet werden der braune/ liebbare/ tapfere/ grossglaubige/ süssspielende/ flüchtige/ herrschende/ kriegende/ siegende David. / Fundstelle
 
Seite: (213) [252]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also geben Adam/ [S] Abraham/ Floridan/ Florinda/ Marggraf/ Ober-Hofmarschalk/ Ober-Amtmann/ GrossCanzler/ Grossvatter/ Stadtvogt/ Obervogt/ Andacht/ Altar/ hochachtbar/ sonderbar/ Alabaster/ StadtPfarrer/ StadtCaplan etc. etc. einen hohen und starken Klang; hingegen einen gelinden und weichen: ewig/ seelig/ erbitten/ belieben/ beleben/ geschwind/ Geschwindkeit/ gelind/ Gelindikeit etc. etc. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Also geben Adam/ [S] Abraham/ Floridan/ Florinda/ Marggraf/ Ober-Hofmarschalk/ Ober-Amtmann/ GrossCanzler/ Grossvatter/ Stadtvogt/ Obervogt/ Andacht/ Altar/ hochachtbar/ sonderbar/ Alabaster/ StadtPfarrer/ StadtCaplan etc. etc. einen hohen und starken Klang; hingegen einen gelinden und weichen: ewig/ seelig/ erbitten/ belieben/ beleben/ geschwind/ Geschwindkeit/ gelind/ Gelindikeit etc. etc. / Fundstelle
 
Seite: (219-220) [258-259]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Folgen/ als eine Zugabe/ drey geistliche Lieder/ aus so vielen Andachten Müllerischer Erquikkstunden gezogen [...] / Fundstelle
 
Seite: (637) [676]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
Eigenschaft / Exempelpolitik: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen. / Fundstelle
 
Seite: (221-223) [260-262]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/
Eigenschaft / Exempelpolitik: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: MIt diesem Namen begrüsset meine Feder Jhro WolEhrwürden das erstemal/ den der Seelig-Edle Floridan allbereit vor 10. Jahren unserer Gesellschaffts Rolle eingezeichnet hat. Weil ihm aber seine geschwinde Himmel-Anwanderung nicht zugelassen den Stand und Zustand des Benameten zu entdecken/ hat inzwischen bey uns Verlangen und Zweifel gewaltet/ des jenigen Kentnus zuerlangen/ der doch allbereit Unser ware; und solches so lang: bis die kräfftige Empfehlung des Edelsten Lentilius unsere Augen öffnete/ und die Begierde sättigte. Weil wir nun die Gedanken des verhimmelten Floridans wegen Zueignung der Blume nicht zu errahten wusten/ wurde mir einige zu benennen von meinen Groswehrtesten Mitgenossen aufgetragen; derer Neigung mit eigener Freude zu vergnügen/ wehlte ich aus dem Blumen-Reiche Engeltrank ([aq]Alisma Diosco[/aq]-[S][aq]rid: & Matthioli, Chrysanthemon latifol: Dodonaei, Doronicum 4 Clusij, Doronicum folijs Plantaginis Hofmanni &c[/aq].) Deren Bildnüs eine kluge Nadel/ die mit dem Mahler-Pinsel wettstreitet/ dem beyliegenden Ordens-Band eingesticket hat. Meine einfältige Gedanken hierüber wird die Beylage weisen. So gebrauche demnach der Preiswürdigste Charicles dieses weiße Band nach seiner Weise: ¶ Den Himmel zu ehren/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [22-23]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und ist zu Verstehen der Spruch Davids / daß Gott den jungen Raben auch ihre Nahrung gebe/ Ps. CXLVII. 9. Es haben nämlich die Naturkündiger als ein sonderbares Stükk der Göttlichen Vorsorge angemerket. Die Raben sollen ihre noch unbefederte Jungen/ weil sie ihre schwarze Farbe nicht haben/ verlassen/ die Verlassene aber soll der barmherzige Gott wunderbarer Weise erhalten/ entweder von dem Morgentaue/ oder von Würmlein/ die im Neste wachsen/ oder von Mukken/ die um die Nester herum fliegen/ bis sie befedert/ von den Eltern erkennet/ ernehret und auferzogen werden. / Fundstelle
 
Seite: (124) [163]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Zwischen diese beyde/ den Opizz nämlich und Tscherning ist billich/ als der dritte Mann/ zu ordnen [aq]D. Paulus[/aq] Flemming [...]. Seine Geist- und Weltliche [aq]Poëmata[/aq] sind zu Lübekk und Jena in 8° gedrukket hervorgekommen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 6. Zwischen diese beyde/ den Opizz nämlich und Tscherning ist billich/ als der dritte Mann/ zu ordnen [aq]D. Paulus[/aq] Flemming [...]. Seine Geist- und Weltliche [aq]Poëmata[/aq] sind zu Lübekk und Jena in 8° gedrukket hervorgekommen. / Fundstelle
 
Seite: (231) [270]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sonderlich sind zu behalten die Wörter/ so in der Kirche Gottes eingeführet und männiglich bekannt/ ohne Aergerniß derselben nit können abgeschaffet werden/ als da sind: Testament/ Sacrament/ Prophet/ Apostel/ Epistel/ Evangelium/ Catechismus/ absolviren/ und dergleichen. Das Wort Sanct mag auch mitgehen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Sonderlich sind zu behalten die Wörter/ so in der Kirche Gottes eingeführet und männiglich bekannt/ ohne Aergerniß derselben nit können abgeschaffet werden/ als da sind: Testament/ Sacrament/ Prophet/ Apostel/ Epistel/ Evangelium/ Catechismus/ absolviren/ und dergleichen. Das Wort Sanct mag auch mitgehen. / Fundstelle
 
Seite: (155) [194]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget.
Eigenschaft / Exempelpolitik: 8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: 8. Die beweisende Gleichnisse/ welcher der Exempel Eigenschaft zu haben scheinen/ und zugleich eine Meinung beweisen/ und eine andere widerlegen/ sind der Zierde eines Gedichtes auch mit einzurechnen. Als/ wenn ich beweisende Gleichnisse für die Auferstehung von den Todten anführen will/ so kann ich sagen: das erstorbene und verweste Saamkörnlein grünet in der frölichen Frühlings-Zeit wiederum herrlich herfür. Warum nicht auch unsere Leiber in der frölichen Auferstehung von den Todten? der Seidenwurm spinnet sich ein und stirbet/ und wird dennoch hernach wiederum zur Raupe/ und denn zum Seidenwurme. Warum sollte denn der Mensch/ nach der er sich in seine Arbeit gleichsam eingesponnen/ oder ausgesponnen/ nach seinem Tode/ nicht wieder lebendig werden können? die Bergleute wissen das Gold und Silber meisterlich von der Erde zu scheiden; und der Allmächtige Gott sollte den Staub und die Asche der menschlichen Cörper nicht von anderer Erde zu sondern wissen? Dadurch wird für die Auferstehung der Todten zugleich aus der Natur ein Beweis geführet/ und [S] der Epicurer und Sadduceer Gegen-Meinung widerleget. / Fundstelle
 
Seite: (205-206) [244-245]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: 4. Hier gibts Gelegenheit zu reden/ ob/ und wie fern wir/ als Christen/ die Heydnische Gözzen-Namen und Fabeln/ in unseren Gedichten/ gebrauchen dörfen? Der Rüstige/ in dem nohtwendigen Vorberichte seines Teutschen Parnasses/ scheinet den Gebrauch und / Rang
 
Normaler Rang

Aktuelle Version vom 27. Januar 2025, 10:57 Uhr

Keine Beschreibung vorhanden
Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Wittenbergischer Poeten-Steig
Keine Beschreibung vorhanden

    Aussagen

    0 Fundstellen
    1687
    0 Fundstellen
    Nördlingen
    0 Fundstellen
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [11-17]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [22-23]
    Eine Fundstelle
    (1-3) [40-42]
    Eine Fundstelle
    (216-226) [255-265]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [680-702]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [703-727]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [728-729]
    Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
    Eine Fundstelle
    (221-223) [260-262]
    Eine Fundstelle
    (unpag.) [8]
    Eine Fundstelle
    (39) [78]
    Eine Fundstelle
    (57) [96]
    Eine Fundstelle
    (86) [125]
    Eine Fundstelle
    (86) [125]
    Eine Fundstelle
    (106) [145]
    Eine Fundstelle
    (184) [223]
    Eine Fundstelle
    (233) [272]
    Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
    Eine Fundstelle
    (221-223) [260-262]
    Eine Fundstelle
    (unpag.) [36]
    Eine Fundstelle
    (unpag.) [38]
    Eine Fundstelle
    (11) [50]
    Eine Fundstelle
    (26) [65]
    Eine Fundstelle
    (30) [69]
    Eine Fundstelle
    (36) [75]
    Eine Fundstelle
    (37) [76]
    Eine Fundstelle
    (43) [82]
    Eine Fundstelle
    (45) [84]
    Eine Fundstelle
    (50) [89]
    Eine Fundstelle
    (52) [91]
    Eine Fundstelle
    (101) [140]
    Eine Fundstelle
    (150) [189]
    Eine Fundstelle
    (169) [208]
    Eine Fundstelle
    (172) [211]
    Eine Fundstelle
    (172) [211]
    Eine Fundstelle
    (199) [238]
    Oder welches fast eben so viel ist/ wenn die zwey Figuren [aq]Hypotyposis[/aq] und [aq]Prosopopoeia[/aq] gebrauchet werden. Welches denn auch auser dem Gebände/ ja gar in einer Predigt zulässig ist/ weil wir die H. Schrift da zur Vorgängerinn haben. Als wenn wir den zur [S] Rache und Straffe bereitfertigen GOtt gleichsam vor Augen sehen wollen/ so schreibet uns solchen der VII. Psalm/ 12--14. GOtt ist ein rechter Richter/ und ein Gott/ der täglich dräuet. Will man sich nicht bekehren/ so hat er sein Schwert gewetzt/ und seinen Bogen gespannet/ und zielet/ und hat darauf gelegt tödtliche Geschosse/ seine Pfeile hat er zugericht zu verderben. Wollen wir die Gestalt der Verhungernden und Verschmachtenden mit lebendigen Farben abgemahlet haben/ so finden wir solche in den Klagliedern Jerem. im IV. Cap. 8. Ihre Gestalt ist so tunckel für Schwärtze/ daß man sie auf den Gassen nicht kennet/ ihre Haut hänget an den Beinen/ und sind so dürre/ als ein Scheit. Wer die allzuspäte Reue und das Jammerliedlein der Verdammten in der Hölle sich für Augen und Ohren stellen will/ der lese die erste Helfte des V. Cap. aus dem Buche der Weisheit. Im LXXXV. Psalm/ 11. wird der Güte und Treue/ der Gerechtigkeit und dem Frieden ein menschliches Tuhn zugeleget/ wenn gebetten wird/ daß Güte und Treue einander begegnen/ Gerechtigkeit und Friede sich küssen. In der Epistel an die Röm. am IX. [S] 20. lässet der auserwehlte Rüstzeug einen Topf reden/ mit den Fragworten: Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machest du mich also? Also mag ich wol sagen: Die Sünde ist ein stolzes und unbändiges Thier/ deme man einen starken Zaum auf die Nase und ein hartes Gebiß ins Maul legen muß/ wenn wir nicht zu Sandreutern werden wollen.
    Eine Fundstelle
    (221-223) [260-262]