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| Eigenschaft / Bibliographische Angaben | Eigenschaft / Bibliographische Angaben |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur | Eigenschaft / Sekundärliteratur |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Fundstelle | |
| Seite: (302-303) [312-313] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Fundstelle | |
| Seite: (338-339) [348-349] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Fundstelle | |
| Seite: (340-341) [350-351] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Fundstelle | |
| Seite: (398-399) [408-409] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Fundstelle | |
| Seite: (408-409) [418-419] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Fundstelle | |
| Seite: (477-478) [487-488] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Autoritäten: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Fundstelle | |
| Seite: (589-590) [599-600] | |
| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Autoritäten: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Rang | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Autoritäten: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Autoritäten | |
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| Eigenschaft / Autoritäten: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Autoritäten: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Fundstelle | |
| Seite: (696-697) [706-707] | |
| Eigenschaft / Exempelpolitik | |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Fundstelle | |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik | |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Fundstelle | |
| Seite: (482-483) [492-493] | |
| Eigenschaft / Exempelpolitik | |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Joh. Baptista Manso Marchio Villensis[/aq], welchem [aq]Torquatus Tassus[/aq] sein Gespräch von der Freundschafft zugeschrieben/ den [aq]Johannes Miltonus[/aq] in seinen [aq]Poëmatibus Juvenilibus p. 74[/aq]. mit einem feinen Lateinischen [aq]Carmine[/aq] beehret/ hat des [aq]Torquati Tassi[/aq] Leben weitläufftig beschrieben/ worinnen viel sonderliche dinge sein: Unter andern ist nicht vorbey zu gehen/ welches auch [aq]Thuanus[/aq] in dem 113 Buch seiner [aq]Historia[/aq] erzehlet/ daß in seiner Jugend ihn eine Raserey befallen/ welche hernach zu gewissen Zeiten wiederkommen; dadurch ihm nicht das Gemüth verrücket/ sondern vielmehr so gesaubert worden/ daß er nach solchen Uberfall die herrlichsten/ tieffsinnigsten unvergleichlichsten [aq]Carmina[/aq] geschrieben. Gleich als wann er durch eine Göttliche Regung were gerühret worden. Von dergleichen Exempeln werde ich einmahl mit [S] mehren in meiner [aq]Dissertatione de Enthusiasmo Poëtico[/aq] handeln. / Rang | |
| Normaler Rang
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Joh. Baptista Manso Marchio Villensis[/aq], welchem [aq]Torquatus Tassus[/aq] sein Gespräch von der Freundschafft zugeschrieben/ den [aq]Johannes Miltonus[/aq] in seinen [aq]Poëmatibus Juvenilibus p. 74[/aq]. mit einem feinen Lateinischen [aq]Carmine[/aq] beehret/ hat des [aq]Torquati Tassi[/aq] Leben weitläufftig beschrieben/ worinnen viel sonderliche dinge sein: Unter andern ist nicht vorbey zu gehen/ welches auch [aq]Thuanus[/aq] in dem 113 Buch seiner [aq]Historia[/aq] erzehlet/ daß in seiner Jugend ihn eine Raserey befallen/ welche hernach zu gewissen Zeiten wiederkommen; dadurch ihm nicht das Gemüth verrücket/ sondern vielmehr so gesaubert worden/ daß er nach solchen Uberfall die herrlichsten/ tieffsinnigsten unvergleichlichsten [aq]Carmina[/aq] geschrieben. Gleich als wann er durch eine Göttliche Regung were gerühret worden. Von dergleichen Exempeln werde ich einmahl mit [S] mehren in meiner [aq]Dissertatione de Enthusiasmo Poëtico[/aq] handeln. / Fundstelle | |
| Seite: (200-201) [210-211] | |
| Eigenschaft / Sekundärliteratur |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur: Antike Rhetorik und deutsche Literarische Theorie im 17. Jahrhundert. / Rang |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur: Daniel Georg Morhof / Rang |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur: Geschichte der deutschen Poetik. Bd. 1. Barock und Frühaufklärung. / Rang |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur: Daniels Georg Morhofens Unterricht von der teutschen Sprache und Poesie. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Sekundärliteratur |
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| Eigenschaft / Sekundärliteratur: Morhof, Daniel Georg (Killy) / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Rang |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
| | | [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Fundstelle |
| | | Seite: (310-315) [320-325] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
| | | Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Fundstelle |
| | | Seite: (321-322) [331-332] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Fundstelle |
| | | Seite: (338-339) [348-349] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Fundstelle |
| | | Seite: (340-341) [350-351] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Fundstelle |
| | | Seite: (398-399) [408-409] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Fundstelle |
| | | Seite: (410-411) [420-421] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Fundstelle |
| | | Seite: (498-499) [508-509] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Fundstelle |
| | | Seite: (589-590) [599-600] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Fundstelle |
| | | Seite: (589-600) [609-610] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Unter allen diesen Arten [S] sein des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lateinische [aq]Carmina[/aq], darin so vielerley art Kreutze gebildet werden verwunderns würdig: dann es muß dieser Mann eine unglaubliche Mühe gehabt haben/ deren so gar verschiedene Formen/ in so vielerley art Verse zu verfassen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Unter allen diesen Arten [S] sein des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lateinische [aq]Carmina[/aq], darin so vielerley art Kreutze gebildet werden verwunderns würdig: dann es muß dieser Mann eine unglaubliche Mühe gehabt haben/ deren so gar verschiedene Formen/ in so vielerley art Verse zu verfassen. / Fundstelle |
| | | Seite: (641-642) [651-652] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Fundstelle |
| | | Seite: (686-687) [696-697] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der [aq]Cardinal de Richelieu[/aq] hat es seinem Geistlichen Stande nicht unanständig gehalten/ daß er der Schauspiel halber gewisse Ordnunge gemacht/ und nachdem [S] er sie von den Unsauberkeiten gereiniget/ selbst Anlaß gegeben/ daß solche gespielet/ und vorgestellet worden. Wie er dann die vortreflichsten Geister seiner Zeit durch die gröste Belohnungen dazu auffgemuntert. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der [aq]Cardinal de Richelieu[/aq] hat es seinem Geistlichen Stande nicht unanständig gehalten/ daß er der Schauspiel halber gewisse Ordnunge gemacht/ und nachdem [S] er sie von den Unsauberkeiten gereiniget/ selbst Anlaß gegeben/ daß solche gespielet/ und vorgestellet worden. Wie er dann die vortreflichsten Geister seiner Zeit durch die gröste Belohnungen dazu auffgemuntert. / Fundstelle |
| | | Seite: (732-733) [742-743] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Fundstelle |
| | | Seite: (342-347) [352-357] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: mit welcher Reimsucht damahls alle behafftet waren/ daß man auch in den Lateinischen dieselben gebrauchte/ ja wol gar Lateinische unter die Teutsche mischte/ dessen wir unterschiedliche [aq]Exempla[/aq] in alten Grabschrifften haben/ dergleichen eins in dem Dobberanischen Kloster in Mecklenburg auff einen Peter Wisen zu lesen, dessen anfang also lautet: ¶ Hier Peter Wiese [aq]tumba requiescit in istâ[/aq], / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: mit welcher Reimsucht damahls alle behafftet waren/ daß man auch in den Lateinischen dieselben gebrauchte/ ja wol gar Lateinische unter die Teutsche mischte/ dessen wir unterschiedliche [aq]Exempla[/aq] in alten Grabschrifften haben/ dergleichen eins in dem Dobberanischen Kloster in Mecklenburg auff einen Peter Wisen zu lesen, dessen anfang also lautet: ¶ Hier Peter Wiese [aq]tumba requiescit in istâ[/aq], / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Rang |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Fundstelle |
| | | Seite: (482-483) [492-493] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Des Wortes Beicht Uhr-[S]sprung wird schwerlich einer geben/ welcher nicht weiß/ daß es in dem alten Teutschen Psalter [aq]begiht[/aq], oder [aq]begicht[/aq] geschrieben wird/ und also zusammen gesetzet ist aus der [aq]praepositione inseparabili be[/aq] und dem Wort [aq]giht[/aq] oder [aq]gicht[/aq]. / Rang |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Des Wortes Beicht Uhr-[S]sprung wird schwerlich einer geben/ welcher nicht weiß/ daß es in dem alten Teutschen Psalter [aq]begiht[/aq], oder [aq]begicht[/aq] geschrieben wird/ und also zusammen gesetzet ist aus der [aq]praepositione inseparabili be[/aq] und dem Wort [aq]giht[/aq] oder [aq]gicht[/aq]. / Fundstelle |
| | | Seite: (492-493) [502-503] |
| Eigenschaft / Themen, Gattungen |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es hat [aq]Barthius Advers. lib. 34. cap. 17[/aq]. solchen [aq]Rhythmum latino Germanicum[/aq] von [aq]Anno 1259[/aq]. der in einem Kloster bey Straßburg gefunden/ hervorgesuchet/ der also anfänget: ¶ [aq]Gens sine capite[/aq] mag keinen Rath geschaffen / Rang |
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| Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es hat [aq]Barthius Advers. lib. 34. cap. 17[/aq]. solchen [aq]Rhythmum latino Germanicum[/aq] von [aq]Anno 1259[/aq]. der in einem Kloster bey Straßburg gefunden/ hervorgesuchet/ der also anfänget: ¶ [aq]Gens sine capite[/aq] mag keinen Rath geschaffen / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es findet sich in dieser Chronic ["einer Limpurgischen" (341) [351]] auch ein Gesang einer die man wieder ihren Willen zur Nonnen gemacht. Dasselbe meldet/ daß ums Jahr [aq]1370[/Aq]. auff dem Mayn ein Außsätziger Barfüsser Mönch die besten Lieder und Reihen in der Welt von Gedicht und Melodeyen gemacht/ daß ihm niemand auff Reinestroom/ oder in selbigen Landen woll gleichen möchte: und was er sang das sungen die Leut alle gern/ und alle Meister pfiffen/ und andere Spielleute führten den Gesang und diß Gedicht. / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es findet sich in dieser Chronic ["einer Limpurgischen" (341) [351]] auch ein Gesang einer die man wieder ihren Willen zur Nonnen gemacht. Dasselbe meldet/ daß ums Jahr [aq]1370[/Aq]. auff dem Mayn ein Außsätziger Barfüsser Mönch die besten Lieder und Reihen in der Welt von Gedicht und Melodeyen gemacht/ daß ihm niemand auff Reinestroom/ oder in selbigen Landen woll gleichen möchte: und was er sang das sungen die Leut alle gern/ und alle Meister pfiffen/ und andere Spielleute führten den Gesang und diß Gedicht. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Fundstelle |
| | | Seite: (342-347) [352-357] |
| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Diß Buch [Brants [aq]Narrenschiff[/aq], J.T.] hat [aq]Nicolaus Honiger[/aq] mit Anmerckungen gezieret/ und hat ein Straßburger [aq]Theologus Johan Geiler Këiserberg[/aq] Predigten darüber gehalten wie [aq]Moscherosch[/aq] in der Vorrede des Buchs/ das [aq]Gumpelzhaimer de Exercitiis Academicorum[/aq] geschrieben; / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Diß Buch [Brants [aq]Narrenschiff[/aq], J.T.] hat [aq]Nicolaus Honiger[/aq] mit Anmerckungen gezieret/ und hat ein Straßburger [aq]Theologus Johan Geiler Këiserberg[/aq] Predigten darüber gehalten wie [aq]Moscherosch[/aq] in der Vorrede des Buchs/ das [aq]Gumpelzhaimer de Exercitiis Academicorum[/aq] geschrieben; / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es ist auch [S] im Hebräischen ein Buch [hebrä.] [aq]Mischle Schualim, Fabulae Vulpium[/aq], welches ein [aq]Rabbi Berachias Ben-Natronai[/aq] gemacht/ daß dem [aq]Titul[/aq] nach/ dem Reincken Fuchs gleich zu sein scheinet. [...] Es ist zu Mantua [aq]Anno 1557[/aq]. gedruckt/ und wird von [aq]Plantavicio[/aq] in seiner [aq]Bibliotheca Rabbinicâ num. 425[/aq]. sehr hoch gehalten [...] [aq]Melchior Hânel[/aq] ein [aq]Jesuit[/aq] hat dasselbe nebst der Lateinischen Ubersetzung zu Prag [aq]Ao. 1661[/aq]. [S] in [aq]8vo[/aq]. heraußgegeben. Man hat auch ein altes Teutsches Buch von den losen Füchsen dieser Welt/ welches zu Dreßden [aq]Anno 1585[/aq] gedruckt/ worinnen die Laster aller Stände unter Fabeln/ Bildern und Gesichtern von Füchsen vorgestellet worden: solches ist älter als der Reinicke Fuchs/ wozu dieses [aq]Autoris[/aq] Buch vielleicht anlaß kan gegeben haben. Dann wie im [aq]Titul[/aq] desselben stehet/ und der [aq]Editor[/aq] in der Vorrede gedencket/ ist es in Brabandischer Sprache [aq]Anno 1495[/aq]. außgegangen. Worauß dann zu sehen/ daß es dem Herrn [aq]D. Luthero[/aq] nicht kan zu geschrieben werden/ wie einige wollen. / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Es ist auch [S] im Hebräischen ein Buch [hebrä.] [aq]Mischle Schualim, Fabulae Vulpium[/aq], welches ein [aq]Rabbi Berachias Ben-Natronai[/aq] gemacht/ daß dem [aq]Titul[/aq] nach/ dem Reincken Fuchs gleich zu sein scheinet. [...] Es ist zu Mantua [aq]Anno 1557[/aq]. gedruckt/ und wird von [aq]Plantavicio[/aq] in seiner [aq]Bibliotheca Rabbinicâ num. 425[/aq]. sehr hoch gehalten [...] [aq]Melchior Hânel[/aq] ein [aq]Jesuit[/aq] hat dasselbe nebst der Lateinischen Ubersetzung zu Prag [aq]Ao. 1661[/aq]. [S] in [aq]8vo[/aq]. heraußgegeben. Man hat auch ein altes Teutsches Buch von den losen Füchsen dieser Welt/ welches zu Dreßden [aq]Anno 1585[/aq] gedruckt/ worinnen die Laster aller Stände unter Fabeln/ Bildern und Gesichtern von Füchsen vorgestellet worden: solches ist älter als der Reinicke Fuchs/ wozu dieses [aq]Autoris[/aq] Buch vielleicht anlaß kan gegeben haben. Dann wie im [aq]Titul[/aq] desselben stehet/ und der [aq]Editor[/aq] in der Vorrede gedencket/ ist es in Brabandischer Sprache [aq]Anno 1495[/aq]. außgegangen. Worauß dann zu sehen/ daß es dem Herrn [aq]D. Luthero[/aq] nicht kan zu geschrieben werden/ wie einige wollen. / Fundstelle |
| | | Seite: (370-372) [380-382] |
| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Auß dieser Ursache/ halte ich/ sein des [aq]Jacobi Balde[/aq] eines Bayern [aq]Carmina[/aq], die er seinen Lateinischen [aq]de Vanitate Mundi[/aq] mit eingemischt/ so unförmlich und hart/ ob gleich die Sachen [S] gut sein. / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Auß dieser Ursache/ halte ich/ sein des [aq]Jacobi Balde[/aq] eines Bayern [aq]Carmina[/aq], die er seinen Lateinischen [aq]de Vanitate Mundi[/aq] mit eingemischt/ so unförmlich und hart/ ob gleich die Sachen [S] gut sein. / Fundstelle |
| | | Seite: (434-435) [444-445] |
| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Der in der Teutschen Bibel ungefehr vorfallende [aq]Hexameter[/aq] ist auch von unterschiedlichen anmerckt: Und Isaac schertzet mit seinem Weibe [aq]Rebecca. Burchardus Berlichius[/aq] der ein Buch [aq]de Ju[/aq]-[S][aq]re Novercarum[/aq] geschrieben [aq]Anno 1628[/aq]. hat die [aq]versus Leoninos[/aq] im Teutschen nachahmen wollen/ indem er die Pflicht der Stieffmütter in solche art Verse begrifffen/ welche aus dessen Buch [aq]part. I. art. 5. sect. 8[/aq]. der kurtzweil halber ich hieher setzen will: ¶ Ein fromm Stieffmutter thut die verstorbene Mutter / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Autoritäten: Der in der Teutschen Bibel ungefehr vorfallende [aq]Hexameter[/aq] ist auch von unterschiedlichen anmerckt: Und Isaac schertzet mit seinem Weibe [aq]Rebecca. Burchardus Berlichius[/aq] der ein Buch [aq]de Ju[/aq]-[S][aq]re Novercarum[/aq] geschrieben [aq]Anno 1628[/aq]. hat die [aq]versus Leoninos[/aq] im Teutschen nachahmen wollen/ indem er die Pflicht der Stieffmütter in solche art Verse begrifffen/ welche aus dessen Buch [aq]part. I. art. 5. sect. 8[/aq]. der kurtzweil halber ich hieher setzen will: ¶ Ein fromm Stieffmutter thut die verstorbene Mutter / Fundstelle |
| | | Seite: (533-534) [543-544] |
| Eigenschaft / Autoritäten |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Rang |
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| Eigenschaft / Autoritäten: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Fundstelle |
| | | Seite: (404-405) [414-415] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Fundstelle |
| | | Seite: (302-303) [312-313] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
| | | [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Fundstelle |
| | | Seite: (310-315) [320-325] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Hottingerus[/aq] erwehnet am vorigem Ohrte einer andern die er vor sehr alt hält/ auß welcher ihm einzige [aq]fragmenta[/aq] zu handen kommen/ deren eins wir hieher setzen wollen aus der Historia von Joseph. ¶ Do der hunger sere/ ie mere und aber meere. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Hottingerus[/aq] erwehnet am vorigem Ohrte einer andern die er vor sehr alt hält/ auß welcher ihm einzige [aq]fragmenta[/aq] zu handen kommen/ deren eins wir hieher setzen wollen aus der Historia von Joseph. ¶ Do der hunger sere/ ie mere und aber meere. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
| | | Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Fundstelle |
| | | Seite: (316-320) [326-330] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
| | | |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Fundstelle |
| | | Seite: (321-322) [331-332] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: auch des [aq]St. Annonis[/aq], eines Cölnischen Ertz Bischoffen/ Teutsche Verse/ vor etwa [aq]600[/aq]. Jahren geschrieben/ die Herr Opitz noch kurtz vor seinem Tode mit Anmerckungen heraußgegeben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: auch des [aq]St. Annonis[/aq], eines Cölnischen Ertz Bischoffen/ Teutsche Verse/ vor etwa [aq]600[/aq]. Jahren geschrieben/ die Herr Opitz noch kurtz vor seinem Tode mit Anmerckungen heraußgegeben. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesem [aq]Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern kan ein mehres bey dem Herrn [aq]Thomasio[/aq] in einer absonderlichen [aq]Dissertation de Petro Dresdensi[/aq] gelesen werden. [aq]Matthias Flacius[/aq] gedencket in seinem [aq]Catalogo Test. Veritatis lib. 19[/aq]. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesem [aq]Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern kan ein mehres bey dem Herrn [aq]Thomasio[/aq] in einer absonderlichen [aq]Dissertation de Petro Dresdensi[/aq] gelesen werden. [aq]Matthias Flacius[/aq] gedencket in seinem [aq]Catalogo Test. Veritatis lib. 19[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß wir in Teutschland ältere gehabt haben/ ist droben er-[S]wiesen/ und schrieb um [aq]Ludovico II[/aq]. Zeit der [aq]Ottfridus[/aq] seine Evangelia. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß wir in Teutschland ältere gehabt haben/ ist droben er-[S]wiesen/ und schrieb um [aq]Ludovico II[/aq]. Zeit der [aq]Ottfridus[/aq] seine Evangelia. / Fundstelle |
| | | Seite: (402-403) [412-413] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Fundstelle |
| | | Seite: (408-409) [418-419] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Fundstelle |
| | | Seite: (410-411) [420-421] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Hingegen sein gelehrte Leute die in Lateinischer Sprache die grösten Poeten sein/ und in Teutscher gantz [S] außarten/ nach des [aq]Ennii[/aq] art/ [aq]ingenio maximi, arte rudes[/aq], wie [aq]Jacob Balde[/aq] in seinen Teutschen [aq]Carminibus de vanitate Mundi[/aq] und [aq]Zacharias Lundius[/aq] in seinen Teutschen [aq]Poëmatibus[/aq], die doch beyde schöne Lateinische [aq]Carmina[/aq] geschrieben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Hingegen sein gelehrte Leute die in Lateinischer Sprache die grösten Poeten sein/ und in Teutscher gantz [S] außarten/ nach des [aq]Ennii[/aq] art/ [aq]ingenio maximi, arte rudes[/aq], wie [aq]Jacob Balde[/aq] in seinen Teutschen [aq]Carminibus de vanitate Mundi[/aq] und [aq]Zacharias Lundius[/aq] in seinen Teutschen [aq]Poëmatibus[/aq], die doch beyde schöne Lateinische [aq]Carmina[/aq] geschrieben. / Fundstelle |
| | | Seite: (437-438) [447-448] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Der [aq]Wallefridus Strabo de Vitâ Galli cap. 6[/aq]. nennet [aq]linguam Alemannicam barbaricam locutionem[/aq]. Derselbe hat [aq]de reb. Ecclesiast. c. 7[/aq]. diese Worte. [aq]Dicam secundum nostram barbariem, quae est Theodisca[/aq]. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Der [aq]Wallefridus Strabo de Vitâ Galli cap. 6[/aq]. nennet [aq]linguam Alemannicam barbaricam locutionem[/aq]. Derselbe hat [aq]de reb. Ecclesiast. c. 7[/aq]. diese Worte. [aq]Dicam secundum nostram barbariem, quae est Theodisca[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Diese des [aq]Caroli M. Grammâtica[/aq] ist wie [aq]Gesnerus[/aq] in seiner [aq]Bibliothecâ[/aq] erwehnet noch zu seiner Zeit verhanden gewesen. Sie ist aber dennoch nicht zur Vollkommenheit gebracht: denn es klaget nachgehends der [aq]Ottfridus[/aq] in der Vorrede seiner Evangelien sehr über die härtigkeit und unfreundlichkeit der Sprache. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Diese des [aq]Caroli M. Grammâtica[/aq] ist wie [aq]Gesnerus[/aq] in seiner [aq]Bibliothecâ[/aq] erwehnet noch zu seiner Zeit verhanden gewesen. Sie ist aber dennoch nicht zur Vollkommenheit gebracht: denn es klaget nachgehends der [aq]Ottfridus[/aq] in der Vorrede seiner Evangelien sehr über die härtigkeit und unfreundlichkeit der Sprache. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Fundstelle |
| | | Seite: (477-478) [487-488] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Fundstelle |
| | | Seite: (498-499) [508-509] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplicem Poesin cum Deo aperienda, multa millia carminum genera docenda, Epitheta plusquam 100000 Poëtica virtute inventorum novorumm artis Alphabetorum eruenda: verbo: in paucis quibusdam methodus demonstranda tantae perfectitudinis, ut Teutonica lingua cum aliis non de copiâ solum, sed de ipso principatu elaborationis possit contendere facillime[/aq]. In seiner Epistel [aq]de mirabilibus quibusdam inventis[/aq], gedencket er auch dieser Erfindung/ und gibt zu verstehen/ daß solches in einer [aq]Rotâ Naturae[/aq] bestehe. Worauß zu sehen/ daß es dem [aq]Artificio Lulliano[/aq] gleich sein müsse. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplicem Poesin cum Deo aperienda, multa millia carminum genera docenda, Epitheta plusquam 100000 Poëtica virtute inventorum novorumm artis Alphabetorum eruenda: verbo: in paucis quibusdam methodus demonstranda tantae perfectitudinis, ut Teutonica lingua cum aliis non de copiâ solum, sed de ipso principatu elaborationis possit contendere facillime[/aq]. In seiner Epistel [aq]de mirabilibus quibusdam inventis[/aq], gedencket er auch dieser Erfindung/ und gibt zu verstehen/ daß solches in einer [aq]Rotâ Naturae[/aq] bestehe. Worauß zu sehen/ daß es dem [aq]Artificio Lulliano[/aq] gleich sein müsse. / Fundstelle |
| | | Seite: (439-540) [549-550] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Masenius[/aq] ein Lateinisches Saufflied in seiner [aq]Comoedia, Bacchi Schola eversa[/aq], und einer Petermann des Risten Himmlische Lieder in Lateinische Reimen gebracht. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Masenius[/aq] ein Lateinisches Saufflied in seiner [aq]Comoedia, Bacchi Schola eversa[/aq], und einer Petermann des Risten Himmlische Lieder in Lateinische Reimen gebracht. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Fundstelle |
| | | Seite: (589-600) [609-610] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Fundstelle |
| | | Seite: (686-687) [696-697] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Rang |
| | | Normaler Rang |
| Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Fundstelle |
| | | Seite: (696-697) [706-707] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Masenius[/aq] hat einen kurtzen Außzug aus ihm [Cesare Ripa, J.T.] und andern gemacht in seinem [aq]Speculo imaginum veritatis occultae[/aq]. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Masenius[/aq] hat einen kurtzen Außzug aus ihm [Cesare Ripa, J.T.] und andern gemacht in seinem [aq]Speculo imaginum veritatis occultae[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist einem Ballette nicht unähnlich die artige Vorstellung/ die [S] dem Kaiser [aq]Carolo V[/aq]. geschehen (davon [aq]Masenius[/aq] in seinem [aq]Speculo Imaginum l. 6. c. 3. §. 2[/aq]. gedencket/ darinnen dem Kayser alles was in Religions-Sachen theils von ihm theils von andern vorgenommen und versehen gewesen/ vorgehalten. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist einem Ballette nicht unähnlich die artige Vorstellung/ die [S] dem Kaiser [aq]Carolo V[/aq]. geschehen (davon [aq]Masenius[/aq] in seinem [aq]Speculo Imaginum l. 6. c. 3. §. 2[/aq]. gedencket/ darinnen dem Kayser alles was in Religions-Sachen theils von ihm theils von andern vorgenommen und versehen gewesen/ vorgehalten. / Fundstelle |
| | | Seite: (743-744) [753-754] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Insondheit muß hier die Außbildkunst woll verstanden werden/ weil das meiste schier darin bestehet/ dazu dann die [aq]Iconologia[/aq] des [aq]Caesaris Ripae, Masenii Speculum imaginum veritatis occultae[/aq] gute Anleitung geben kan. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Insondheit muß hier die Außbildkunst woll verstanden werden/ weil das meiste schier darin bestehet/ dazu dann die [aq]Iconologia[/aq] des [aq]Caesaris Ripae, Masenii Speculum imaginum veritatis occultae[/aq] gute Anleitung geben kan. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat mein sehr wehrter Freund Hr. von Horn/ bey seiner neulichen Zurückkunft aus Muscow/ [S] mir [aq]Simeonis Polocensis[/aq], eines Rußischen München Predigten vorgezeiget/ und erkläret/ die in Warheit den sinnreichsten [aq]Meditationibus[/aq] der Italiäner und Engelländer/ nicht allein nicht nachgeben/ sondern fast zuvor thun. Derselbe hat auch die Rußische Poesie erstlich angefangen/ und zur Vollkommenheit gebracht/ wie er dann die Psalme Davids in allerhand bey uns üblichen arten der Reimgebände übersetzet/ deren treflichkeit er nicht gnug rühmen können. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat mein sehr wehrter Freund Hr. von Horn/ bey seiner neulichen Zurückkunft aus Muscow/ [S] mir [aq]Simeonis Polocensis[/aq], eines Rußischen München Predigten vorgezeiget/ und erkläret/ die in Warheit den sinnreichsten [aq]Meditationibus[/aq] der Italiäner und Engelländer/ nicht allein nicht nachgeben/ sondern fast zuvor thun. Derselbe hat auch die Rußische Poesie erstlich angefangen/ und zur Vollkommenheit gebracht/ wie er dann die Psalme Davids in allerhand bey uns üblichen arten der Reimgebände übersetzet/ deren treflichkeit er nicht gnug rühmen können. / Fundstelle |
| | | Seite: (755-756) [765-766] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Endlich hat Lehman in seinem [aq]Florilegio Politico[/aq] unter gewisse [aq]tituln[/aq], alle Sprichwörter und scharffsinnige Reden zusammen gesucht/ welches der [aq]Schuppius[/aq] so hoch hält/ daß ers nach der Bibel setzet. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Endlich hat Lehman in seinem [aq]Florilegio Politico[/aq] unter gewisse [aq]tituln[/aq], alle Sprichwörter und scharffsinnige Reden zusammen gesucht/ welches der [aq]Schuppius[/aq] so hoch hält/ daß ers nach der Bibel setzet. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat auch [aq]Quirinus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis artem magnam s. Harmoniam adagiorum omnium populorum[/aq] verheissen. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat auch [aq]Quirinus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis artem magnam s. Harmoniam adagiorum omnium populorum[/aq] verheissen. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Erfindung derselben können von eben denselben [aq]fontibus[/aq] der [aq]Epigrammatum[/aq] genommen werden/ wovon [aq]Masenius[/aq] in [aq]Speculo Imaginum veritatis occultae[/aq] mit mehrem handelt. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Erfindung derselben können von eben denselben [aq]fontibus[/aq] der [aq]Epigrammatum[/aq] genommen werden/ wovon [aq]Masenius[/aq] in [aq]Speculo Imaginum veritatis occultae[/aq] mit mehrem handelt. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey dem [aq]Masenio[/aq] sein etzliche artige [aq]Exempla Symbolorum[/aq], als da er aus dem Wapen des [aq]Fabii Chisii[/aq] einen Adler nimt/ worauß er [aq]50. Symbola[/aq] macht/ und auß der [aq]Pamphiliorum[/aq] Wapen/ eine Taube und Oelbaum/ von welchen er gleichfalls [aq]50. Symbola[/aq] erfunden. Der [aq]Index Masenii[/aq], darin er alle Ordnungen der Dinge durchgeht/ uud von jeden kürtzlich die Eygenschafft setzt/ am Rande aber den [aq]sensum moralem[/aq], nützt treflich zu den Erfindungen. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey dem [aq]Masenio[/aq] sein etzliche artige [aq]Exempla Symbolorum[/aq], als da er aus dem Wapen des [aq]Fabii Chisii[/aq] einen Adler nimt/ worauß er [aq]50. Symbola[/aq] macht/ und auß der [aq]Pamphiliorum[/aq] Wapen/ eine Taube und Oelbaum/ von welchen er gleichfalls [aq]50. Symbola[/aq] erfunden. Der [aq]Index Masenii[/aq], darin er alle Ordnungen der Dinge durchgeht/ uud von jeden kürtzlich die Eygenschafft setzt/ am Rande aber den [aq]sensum moralem[/aq], nützt treflich zu den Erfindungen. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Englischen hat [aq]Franciscus Quarles[/aq] Geistliche [aq]Emblemata[/aq] geschrieben/ wie auch [aq]Epigrammata[/aq], die er [aq]divine fancies[/aq], nennet. Aber die [aq]Emblemata[/aq] sein mehrentheils aus des [aq]Hermani Hugonis piis desideriis[/aq] genommen/ [S] da er doch derselben mit keinem Worte gedencket. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Englischen hat [aq]Franciscus Quarles[/aq] Geistliche [aq]Emblemata[/aq] geschrieben/ wie auch [aq]Epigrammata[/aq], die er [aq]divine fancies[/aq], nennet. Aber die [aq]Emblemata[/aq] sein mehrentheils aus des [aq]Hermani Hugonis piis desideriis[/aq] genommen/ [S] da er doch derselben mit keinem Worte gedencket. / Fundstelle |
| | | Seite: (777-778) [787-788] |
| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Rätzel gehören auch zu den Sinnbildern/ welche gleichfalls ihre [aq]fontes inventionum[/aq] in den vorigen [aq]locis[/aq] haben und bestehen theils in Bildern/ theils in Schrifften. Von jenen handelt [aq]Masenius[/aq] weitläufftig in [aq]Speculo Imaginum[/aq]. / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Rätzel gehören auch zu den Sinnbildern/ welche gleichfalls ihre [aq]fontes inventionum[/aq] in den vorigen [aq]locis[/aq] haben und bestehen theils in Bildern/ theils in Schrifften. Von jenen handelt [aq]Masenius[/aq] weitläufftig in [aq]Speculo Imaginum[/aq]. / Fundstelle |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Rang |
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| Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Fundstelle |
| | | Seite: (404-405) [414-415] |