Der Deutsche Poët (Q104): Unterschied zwischen den Versionen

 
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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Kindermann, Balthasar (Killy) / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Komödientheorie. Texte und Kommentare vom Barock bis zur Gegenwart. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (597-613) [638-654]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (613-623) [654-664]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (623-631) [664-672]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (632-660) [673-701]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI[/aq]. Buch Von Noch etlichen Ahrten der Gedichte. Das [aq]I[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VI[/aq]. Buch Von Noch etlichen Ahrten der Gedichte. Das [aq]I[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (660-673) [701-714]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (673-676) [714-717]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (676-680) [717-721]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (680-686) [721-727]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VII[/aq]. Buch Von Den Buchstaben/ Sylben/ Wörtern/ Reimen und Versen. Das [aq]I[/aq]. Kapit. / Rang
 
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Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]VII[/aq]. Buch Von Den Buchstaben/ Sylben/ Wörtern/ Reimen und Versen. Das [aq]I[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (686-698) [727-739]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]II[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (699-712) [740-753]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]III[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (712-735) [753-776]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]IV[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (735-740) [776-781]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V[/aq]. Kapit. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Das [aq]V[/aq]. Kapit. / Fundstelle
 
Seite: (740-744) [781-785]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Poetischer Friedens-Gruß/ [...] Von Christian Hübnern. [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Poetischer Friedens-Gruß/ [...] Von Christian Hübnern. [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-755) [786-796]
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Register / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Register / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [797-806]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: und also eingerichtet/ daß den Liebhaber der Göttlichen Poesie dieser [[aq]Der Deutsche Poët[/aq], J.T.] an statt aller geschriebenen Prosodien und Poetischen Schrifften zur Nohtdurfft dienen kan/ / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: und also eingerichtet/ daß den Liebhaber der Göttlichen Poesie dieser [[aq]Der Deutsche Poët[/aq], J.T.] an statt aller geschriebenen Prosodien und Poetischen Schrifften zur Nohtdurfft dienen kan/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [14]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 6[/aq]. Man sehe sich nur ein wenig in der Welt um/ so wird man befinden/ daß rechtschaffene Poeten die fürnehmsten EhrenAemter besitzen/ so wol in dem geistlichen/ als weltlichem Stande: Welche auch/ mit ihrem höchsten Ruhm/ entweder der Seelen ihrer Zuhörer und PfarrKinder treulich und fleissig wahr nehmen/ oder ihren Fürsten und Herren/ mit Verstand und Raht zu hülffe kommen/ oder gantze Länder und Städte wol re-[S]gieren/ oder dem Krancken und Bettlägerigen/ zu voriger Gesundheit/ nechst Göttlicher Hülffe/ glücklich verhelffen/ oder aber die liebe Jugend gantz fruchtbarlich auf die beine bringen. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 6[/aq]. Man sehe sich nur ein wenig in der Welt um/ so wird man befinden/ daß rechtschaffene Poeten die fürnehmsten EhrenAemter besitzen/ so wol in dem geistlichen/ als weltlichem Stande: Welche auch/ mit ihrem höchsten Ruhm/ entweder der Seelen ihrer Zuhörer und PfarrKinder treulich und fleissig wahr nehmen/ oder ihren Fürsten und Herren/ mit Verstand und Raht zu hülffe kommen/ oder gantze Länder und Städte wol re-[S]gieren/ oder dem Krancken und Bettlägerigen/ zu voriger Gesundheit/ nechst Göttlicher Hülffe/ glücklich verhelffen/ oder aber die liebe Jugend gantz fruchtbarlich auf die beine bringen. / Fundstelle
 
Seite: (18-19) [59-60]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 34[/aq]. Gewißlich ist es zu betrauren/ schreibet der Herr von Harsdorf/ daß die edle Poeterey so verächtlich gehalten wird. Sie ist eine keusche Jungfrau/ wleche alle Unreinigkeit hasset/ und anfangs sonderlich zu dem Gottesdienst gewidmet gewesen/ auch von denen Völckern/ welche sonsten aller andern Wissenschafften und Künste unwissend gewesen. Nun wird sie/ als eine gemeine Metze/ zur Wollust und Uppigkeut gezogen. ¶ [aq]§. 35[/aq]. Doch kan man dieses nicht alsobald von denen sagen/ welche eine oder die andere keusche Liebessachen/ in ihren Schrifften/ mit unter gemenget haben/ weil ihre Liebe in der Warheit nichts anders ist/ als ein eiferiges Gemüht zur Tugend/ Kunst und hohen Wissenschafften/ welches von dem Himmel angereitzet worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 34[/aq]. Gewißlich ist es zu betrauren/ schreibet der Herr von Harsdorf/ daß die edle Poeterey so verächtlich gehalten wird. Sie ist eine keusche Jungfrau/ wleche alle Unreinigkeit hasset/ und anfangs sonderlich zu dem Gottesdienst gewidmet gewesen/ auch von denen Völckern/ welche sonsten aller andern Wissenschafften und Künste unwissend gewesen. Nun wird sie/ als eine gemeine Metze/ zur Wollust und Uppigkeut gezogen. ¶ [aq]§. 35[/aq]. Doch kan man dieses nicht alsobald von denen sagen/ welche eine oder die andere keusche Liebessachen/ in ihren Schrifften/ mit unter gemenget haben/ weil ihre Liebe in der Warheit nichts anders ist/ als ein eiferiges Gemüht zur Tugend/ Kunst und hohen Wissenschafften/ welches von dem Himmel angereitzet worden. / Fundstelle
 
Seite: (30) [71]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
[aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten. / Fundstelle
 
Seite: (48-49) [89-90]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 8[/aq]. Ist demnach die Erfindung der Dinge nichts anders/ als eine sinnreiche Fassung aller Sachen/ die wir uns einbilden können/ der Himmlischen und Irrdischen/ die Leben haben und nicht haben/ welche ein Poet ihm zubeschreiben und herfür zubringen vornimmt/ nach dem Herrn Opitz. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [aq]§. 8[/aq]. Ist demnach die Erfindung der Dinge nichts anders/ als eine sinnreiche Fassung aller Sachen/ die wir uns einbilden können/ der Himmlischen und Irrdischen/ die Leben haben und nicht haben/ welche ein Poet ihm zubeschreiben und herfür zubringen vornimmt/ nach dem Herrn Opitz. / Fundstelle
 
Seite: (50) [91]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Erkläret die Andre Erfindungsart/ so von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ absonderlich aber von den überirrdischen und himmlischen Personen/ kan hergenommen werden. ¶ [aq]§. 1[/aq]. Nach dem wir die Erste Erfindungsahrt beschauet/ schreiten wir zu der Anderen/ welche von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ mus her-[S]genommen werden. Die Erfindung des Dinges oder der Sache bestehet entweder auf Personen/ oder allem dem/ was ausser denen Personen kan gefunden werden/ nach der Lehre des Göttlichen Scaligers im [aq]3[/aq]. B. seiner Poererey/ am [aq]I[/aq]. Kap. Die Personen sind entweder Himmlisch/ oder Irrdisch oder unterirdisch. / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Erkläret die Andre Erfindungsart/ so von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ absonderlich aber von den überirrdischen und himmlischen Personen/ kan hergenommen werden. ¶ [aq]§. 1[/aq]. Nach dem wir die Erste Erfindungsahrt beschauet/ schreiten wir zu der Anderen/ welche von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ mus her-[S]genommen werden. Die Erfindung des Dinges oder der Sache bestehet entweder auf Personen/ oder allem dem/ was ausser denen Personen kan gefunden werden/ nach der Lehre des Göttlichen Scaligers im [aq]3[/aq]. B. seiner Poererey/ am [aq]I[/aq]. Kap. Die Personen sind entweder Himmlisch/ oder Irrdisch oder unterirdisch. / Fundstelle
 
Seite: (65-66) [106-107]
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Rang
 
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Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Fundstelle
 
Seite: (32) [73]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Von oben her entzüntet. / Rang
 
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Eigenschaft / Inspiration: Von oben her entzüntet. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [12]
Eigenschaft / Inspiration
 
[aq]§. 2[/aq]. Der Römische Bürger-Meister [aq]Cicero[/aq], schreibet in der Rede/ die Er dem [aq]Archiae[/aq] zum besten gehalten/ also: [aq]Sic à summis hominibus, eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum studia, & doctrinâ, & praeceptis, & arte constare, Poëtam naturâ ipsâ valere, & mentis viribus excitari, & quasi divino quôdam spiritu afflari[/aq]. Und in dem andern Buche seiner Tusculanischen Fragen gebrauchet Er sich nachgehender Worte/ wann Er spricht: [aq]Mihi verò ne haec quidem notiora & illustriora carere vi divinâ videntur, ut ego aut Poétam grave plerumque carmen, sine caelesti aliquo mentis instinctu, putem fundere, &c[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Dahero auch der lieblichste/ unter den Lateinischen Poeten/ [aq]Ovidius[/aq], singet: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq], ¶ [aq]Impetus hic sacrae semina mentis habet[/aq]. ¶ Gott wohnet selbst in uns/ wann der uns regt und treibet/ ¶ Dann brennt ein Feur in uns/ das unverborgen bleibet. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Welches dann auch der Fürst der Deutschen Poeten/ Herr Opitz/ in seinen unvergleichlichen Getichten/ öffentlich zugestanden/ wann Er unter andern schreibet: [S] ¶ --- Die trefflichen Poeten ¶ Sind vielmehr/ als man meint: Ihr hoher Sinn und Geist ¶ Ist von des Himmels Sitz in Sie herab gereist.
Eigenschaft / Inspiration: [aq]§. 2[/aq]. Der Römische Bürger-Meister [aq]Cicero[/aq], schreibet in der Rede/ die Er dem [aq]Archiae[/aq] zum besten gehalten/ also: [aq]Sic à summis hominibus, eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum studia, & doctrinâ, & praeceptis, & arte constare, Poëtam naturâ ipsâ valere, & mentis viribus excitari, & quasi divino quôdam spiritu afflari[/aq]. Und in dem andern Buche seiner Tusculanischen Fragen gebrauchet Er sich nachgehender Worte/ wann Er spricht: [aq]Mihi verò ne haec quidem notiora & illustriora carere vi divinâ videntur, ut ego aut Poétam grave plerumque carmen, sine caelesti aliquo mentis instinctu, putem fundere, &c[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Dahero auch der lieblichste/ unter den Lateinischen Poeten/ [aq]Ovidius[/aq], singet: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq], ¶ [aq]Impetus hic sacrae semina mentis habet[/aq]. ¶ Gott wohnet selbst in uns/ wann der uns regt und treibet/ ¶ Dann brennt ein Feur in uns/ das unverborgen bleibet. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Welches dann auch der Fürst der Deutschen Poeten/ Herr Opitz/ in seinen unvergleichlichen Getichten/ öffentlich zugestanden/ wann Er unter andern schreibet: [S] ¶ --- Die trefflichen Poeten ¶ Sind vielmehr/ als man meint: Ihr hoher Sinn und Geist ¶ Ist von des Himmels Sitz in Sie herab gereist. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Inspiration: [aq]§. 2[/aq]. Der Römische Bürger-Meister [aq]Cicero[/aq], schreibet in der Rede/ die Er dem [aq]Archiae[/aq] zum besten gehalten/ also: [aq]Sic à summis hominibus, eruditissimisque accepimus, caeterarum rerum studia, & doctrinâ, & praeceptis, & arte constare, Poëtam naturâ ipsâ valere, & mentis viribus excitari, & quasi divino quôdam spiritu afflari[/aq]. Und in dem andern Buche seiner Tusculanischen Fragen gebrauchet Er sich nachgehender Worte/ wann Er spricht: [aq]Mihi verò ne haec quidem notiora & illustriora carere vi divinâ videntur, ut ego aut Poétam grave plerumque carmen, sine caelesti aliquo mentis instinctu, putem fundere, &c[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Dahero auch der lieblichste/ unter den Lateinischen Poeten/ [aq]Ovidius[/aq], singet: ¶ [aq]Est Deus in nobis, agitante calescimus illo[/aq], ¶ [aq]Impetus hic sacrae semina mentis habet[/aq]. ¶ Gott wohnet selbst in uns/ wann der uns regt und treibet/ ¶ Dann brennt ein Feur in uns/ das unverborgen bleibet. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Welches dann auch der Fürst der Deutschen Poeten/ Herr Opitz/ in seinen unvergleichlichen Getichten/ öffentlich zugestanden/ wann Er unter andern schreibet: [S] ¶ --- Die trefflichen Poeten ¶ Sind vielmehr/ als man meint: Ihr hoher Sinn und Geist ¶ Ist von des Himmels Sitz in Sie herab gereist. / Fundstelle
 
Seite: (2-3) [43-44]
Eigenschaft / Inspiration
 
Eigenschaft / Inspiration: Also wird auch die unpolirte/ und ihre Krafft noch im verborgen haltende Natur des Dichters/ durch die Kunstgeübte Hirnschleiffer (ich wolte sagen/ die Lehr-Meister) vermittelst der Kunst und Ubung/ dergestalt bemeistert/ daß der verborgene Geist seine Stralen weit von sich wirft/ und Himmelhoch anzuflammen beginnet. / Rang
 
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Eigenschaft / Inspiration: Also wird auch die unpolirte/ und ihre Krafft noch im verborgen haltende Natur des Dichters/ durch die Kunstgeübte Hirnschleiffer (ich wolte sagen/ die Lehr-Meister) vermittelst der Kunst und Ubung/ dergestalt bemeistert/ daß der verborgene Geist seine Stralen weit von sich wirft/ und Himmelhoch anzuflammen beginnet. / Fundstelle
 
Seite: (6) [47]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: Von den Tirynthiern schreibet der berühmte Herr Eras. Franciscus/ in der Vorrede/ über seine wolaufgebauete Schaubühne/ daß Sie fast bey dem andern Worte gelacht; und solcher Narrentheidung wegen von andern Nationen verachtet worden: Derohalben sie endlich den Delphischen Abgott um Raht gefragt/ wie sie doch dieses Lasters möchten abkommen. Der Abgott antwortete: Wan sie dem Neptun/ ohne lachen/ einen Farren/ an dem Meer-Ufer/ opferten/ würden sie frey davon seyn. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Mythenkritik: Von den Tirynthiern schreibet der berühmte Herr Eras. Franciscus/ in der Vorrede/ über seine wolaufgebauete Schaubühne/ daß Sie fast bey dem andern Worte gelacht; und solcher Narrentheidung wegen von andern Nationen verachtet worden: Derohalben sie endlich den Delphischen Abgott um Raht gefragt/ wie sie doch dieses Lasters möchten abkommen. Der Abgott antwortete: Wan sie dem Neptun/ ohne lachen/ einen Farren/ an dem Meer-Ufer/ opferten/ würden sie frey davon seyn. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [22]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
Eigenschaft / Mythenkritik: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Mythenkritik: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Fundstelle
 
Seite: (6-16) [47-57]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
[aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...]
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...] / Rang
 
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Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...] / Fundstelle
 
Seite: (66-67) [107-108]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. 34. 7[/aq]. Ceres/ die Göttin des Getreides/ eine Tochter des Saturnus/ und der Ops/ wird mit einem Krantze von Aehren gemahlet/ weil sie darvor gehalten wird/ als habe sie das Getreide erfunden/ von welchem Aberglauben [aq]Tertullianus[/aq] schreibet: [aq]Fruges dicuntur (Dij) necessaria vitae invenisse, non instituisse: quod autem invenitur, fuit, & quod fuit, non ejus deputabitur, qui in-[S]venit, sed ejus, qui instituit[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. 34. 7[/aq]. Ceres/ die Göttin des Getreides/ eine Tochter des Saturnus/ und der Ops/ wird mit einem Krantze von Aehren gemahlet/ weil sie darvor gehalten wird/ als habe sie das Getreide erfunden/ von welchem Aberglauben [aq]Tertullianus[/aq] schreibet: [aq]Fruges dicuntur (Dij) necessaria vitae invenisse, non instituisse: quod autem invenitur, fuit, & quod fuit, non ejus deputabitur, qui in-[S]venit, sed ejus, qui instituit[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (95-96) [136-137]
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Und diese [die Furien, J.T.] sind darum von den Heyden erdacht/ daß sie etlicher massen die Tyranney des bösen Gewissen möchten abbilden. Welches dan der Heyde [aq]Cicero[/aq] selbst gar wol verstanden/ wan Er in der Rede/ die Er dem [aq]Roscio Amerino[/aq] zu gut gehalten/ also saget: [aq]Nolite putare, quemadmodum in fabulis saepenumero videtis, eos, qui aliquid impiè scelerateque commiserint, agitari & perterrefieri, furiarum taedis ardentibus, sua quemque fraus, & suus terror maximè vexat, suum quemque scelus agitat amentiaque afficit, suae malae cogitationes conscientiaeque animi terrent. Hae sunt impijs assiduae domesticaeque furiae, quae dies noctesque Parentum poenas â consceleratissimis filijs repetunt[/aq]. Und Natalis Comes, saget im 3. B. seiner Mythologie/ am [aq]10[/aq]. Kapittel: [aq]Omnia flagitia, quorum nobis sumus conscij, vel per invidiam, vel per odium, vel propter spem alicujus commodi committuntur. Idcircò[/aq] [griech.], [aq]ultio, &[/aq] [griech.] [aq]caedes est, quod scelus per iram aut odium natum Tisiphone ulciscatur[/aq]. [griech.] [aq]verò invidere significat, quod Megaera per invidiam commissa peccata puniat. At[/aq] [griechisch] [S] [griechisch] [aq]nunquam cessantem significat; Qnae titillatio est voluptatum, per quas in peccantes Alecto animadvertit[/aq].
Eigenschaft / Mythenkritik: Und diese [die Furien, J.T.] sind darum von den Heyden erdacht/ daß sie etlicher massen die Tyranney des bösen Gewissen möchten abbilden. Welches dan der Heyde [aq]Cicero[/aq] selbst gar wol verstanden/ wan Er in der Rede/ die Er dem [aq]Roscio Amerino[/aq] zu gut gehalten/ also saget: [aq]Nolite putare, quemadmodum in fabulis saepenumero videtis, eos, qui aliquid impiè scelerateque commiserint, agitari & perterrefieri, furiarum taedis ardentibus, sua quemque fraus, & suus terror maximè vexat, suum quemque scelus agitat amentiaque afficit, suae malae cogitationes conscientiaeque animi terrent. Hae sunt impijs assiduae domesticaeque furiae, quae dies noctesque Parentum poenas â consceleratissimis filijs repetunt[/aq]. Und Natalis Comes, saget im 3. B. seiner Mythologie/ am [aq]10[/aq]. Kapittel: [aq]Omnia flagitia, quorum nobis sumus conscij, vel per invidiam, vel per odium, vel propter spem alicujus commodi committuntur. Idcircò[/aq] [griech.], [aq]ultio, &[/aq] [griech.] [aq]caedes est, quod scelus per iram aut odium natum Tisiphone ulciscatur[/aq]. [griech.] [aq]verò invidere significat, quod Megaera per invidiam commissa peccata puniat. At[/aq] [griechisch] [S] [griechisch] [aq]nunquam cessantem significat; Qnae titillatio est voluptatum, per quas in peccantes Alecto animadvertit[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Mythenkritik: Und diese [die Furien, J.T.] sind darum von den Heyden erdacht/ daß sie etlicher massen die Tyranney des bösen Gewissen möchten abbilden. Welches dan der Heyde [aq]Cicero[/aq] selbst gar wol verstanden/ wan Er in der Rede/ die Er dem [aq]Roscio Amerino[/aq] zu gut gehalten/ also saget: [aq]Nolite putare, quemadmodum in fabulis saepenumero videtis, eos, qui aliquid impiè scelerateque commiserint, agitari & perterrefieri, furiarum taedis ardentibus, sua quemque fraus, & suus terror maximè vexat, suum quemque scelus agitat amentiaque afficit, suae malae cogitationes conscientiaeque animi terrent. Hae sunt impijs assiduae domesticaeque furiae, quae dies noctesque Parentum poenas â consceleratissimis filijs repetunt[/aq]. Und Natalis Comes, saget im 3. B. seiner Mythologie/ am [aq]10[/aq]. Kapittel: [aq]Omnia flagitia, quorum nobis sumus conscij, vel per invidiam, vel per odium, vel propter spem alicujus commodi committuntur. Idcircò[/aq] [griech.], [aq]ultio, &[/aq] [griech.] [aq]caedes est, quod scelus per iram aut odium natum Tisiphone ulciscatur[/aq]. [griech.] [aq]verò invidere significat, quod Megaera per invidiam commissa peccata puniat. At[/aq] [griechisch] [S] [griechisch] [aq]nunquam cessantem significat; Qnae titillatio est voluptatum, per quas in peccantes Alecto animadvertit[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (120-121) [161-162]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und hab ich mich offters zum höchsten verwundern müssen/ daß auch an den allerheiligsten Oertern/ da man dem unsterblichem GOtt die Farren der Lippen/ in Geist und in der Wahrheit/ hätte opffern sollen/ der berühmtesten Scribenten nicht ist geschonet worden. ¶ Ob ich nu zwar mich/ unter denen/ welche ihr von Gott geliehenes und anvertrautes Talent der studierenden Jugend zum besten anwenden/ für den allergeringsten erkennen und nennen muß; / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und hab ich mich offters zum höchsten verwundern müssen/ daß auch an den allerheiligsten Oertern/ da man dem unsterblichem GOtt die Farren der Lippen/ in Geist und in der Wahrheit/ hätte opffern sollen/ der berühmtesten Scribenten nicht ist geschonet worden. ¶ Ob ich nu zwar mich/ unter denen/ welche ihr von Gott geliehenes und anvertrautes Talent der studierenden Jugend zum besten anwenden/ für den allergeringsten erkennen und nennen muß; / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [23]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nun könte ich vieleicht der einfältigen Leute/ mit besserem Rechte lachen/ demnach ich befinde/ daß sie entweder eines gar geringen und blöden Verstandes sind/ oder ja ihrer guten und gesunden Vernunfft sich nicht recht zu-[S]bedienen wissen: Allein ich habe billich ein hertzliches Mitleiden mit ihrer Schwachheit/ und wünsche von grund meiner Seelen/ daß sie GOtt erleuchten/ und zu besseren Gedancken bringen wolle / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nun könte ich vieleicht der einfältigen Leute/ mit besserem Rechte lachen/ demnach ich befinde/ daß sie entweder eines gar geringen und blöden Verstandes sind/ oder ja ihrer guten und gesunden Vernunfft sich nicht recht zu-[S]bedienen wissen: Allein ich habe billich ein hertzliches Mitleiden mit ihrer Schwachheit/ und wünsche von grund meiner Seelen/ daß sie GOtt erleuchten/ und zu besseren Gedancken bringen wolle / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [24-25]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Fundstelle
 
Seite: (32) [73]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Denn es ist bekant/ daß sie/ ehe sie weder lesen noch schreiben können/ schon gereimet/ und ihre Gesetze/ Rechte und Religion in kurtze Verse und Gesänge gefasset/ welche/ damit sie in frischem Gedächtnis blieben/ auf Gastereyen und anderen löbl. Zusammenkunfften sind gesungen worden. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Denn es ist bekant/ daß sie/ ehe sie weder lesen noch schreiben können/ schon gereimet/ und ihre Gesetze/ Rechte und Religion in kurtze Verse und Gesänge gefasset/ welche/ damit sie in frischem Gedächtnis blieben/ auf Gastereyen und anderen löbl. Zusammenkunfften sind gesungen worden. / Fundstelle
 
Seite: (33) [74]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 6[/aq]. Und solches geschah durch ihre Priester/ die sie Barden oder Druiden hiessen/ oder Gesang-Meister. Herr Hanneman/ in den Anmerckungen/ in die deutsche Opitzianische Prosodie/ hat dieser Barden Urkunft und Wesen/ aus des grundgelehrten [aq]M. Cyriacs[/aq] Spangenbergers seinem Buche/ von den Meister-Sängern/ vollkömmlich zusammen gezogen/ darinnen dann gedacht wird/ daß um die zeit/ als Abraham gestorben/ bey den Celten Deutschen des Orts/ da itzo Franckreich ist/ der erste Bardus die KunstLieder in gewisse Reime/ Verse und unterschiedene Thöne zufassen/ erfunden habe/ nach welchem Bardo man hernach alle SangMeister die Barden/ das ist/ die werthen [aq]dignos, venerandos, reverendos[/aq], die Würdigen und Herbarden oder Ehrwürdige [aq]honorandos[/aq] genannt. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 6[/aq]. Und solches geschah durch ihre Priester/ die sie Barden oder Druiden hiessen/ oder Gesang-Meister. Herr Hanneman/ in den Anmerckungen/ in die deutsche Opitzianische Prosodie/ hat dieser Barden Urkunft und Wesen/ aus des grundgelehrten [aq]M. Cyriacs[/aq] Spangenbergers seinem Buche/ von den Meister-Sängern/ vollkömmlich zusammen gezogen/ darinnen dann gedacht wird/ daß um die zeit/ als Abraham gestorben/ bey den Celten Deutschen des Orts/ da itzo Franckreich ist/ der erste Bardus die KunstLieder in gewisse Reime/ Verse und unterschiedene Thöne zufassen/ erfunden habe/ nach welchem Bardo man hernach alle SangMeister die Barden/ das ist/ die werthen [aq]dignos, venerandos, reverendos[/aq], die Würdigen und Herbarden oder Ehrwürdige [aq]honorandos[/aq] genannt. / Fundstelle
 
Seite: (42) [83]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 12[/aq]. Daß nun diese alle/ eine von dergleichen grundmässigen Richtigkeit/ in der Poeterey/ solten gehabt haben/ als wol wir/ Gott lob/ itzt haben/ ist weit gefehlet. Denn sie beobachteten allein die Anzahl der Sylben und Reimen; Daß aber eine Sylben lang-die ander kurtzlautend sey/ das galt ihnen gleich viel. Dennoch/ ob schon ihre Gedichte schlecht waren/ und der Gesang dem Choral/ oder der Ebreer Music nicht ungleich zuhören/ so hatten sie doch feine Regeln/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweifelt sagen konten/ was gut oder böse sey. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 12[/aq]. Daß nun diese alle/ eine von dergleichen grundmässigen Richtigkeit/ in der Poeterey/ solten gehabt haben/ als wol wir/ Gott lob/ itzt haben/ ist weit gefehlet. Denn sie beobachteten allein die Anzahl der Sylben und Reimen; Daß aber eine Sylben lang-die ander kurtzlautend sey/ das galt ihnen gleich viel. Dennoch/ ob schon ihre Gedichte schlecht waren/ und der Gesang dem Choral/ oder der Ebreer Music nicht ungleich zuhören/ so hatten sie doch feine Regeln/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweifelt sagen konten/ was gut oder böse sey. / Fundstelle
 
Seite: (45) [86]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Denn die [aq]Critici[/aq] meinen/ [S] daß [aq]Astoreth[/aq] oder [aq]Astaroth[/aq], bey den Syren/ herkomme von dem Hebräischen [hebr.], [aq]divitem esse[/aq]; oder von [hebr.] [aq]gregibus pecudum[/aq], darinnen vorzeiten das höchste Reichthum bestand. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Denn die [aq]Critici[/aq] meinen/ [S] daß [aq]Astoreth[/aq] oder [aq]Astaroth[/aq], bey den Syren/ herkomme von dem Hebräischen [hebr.], [aq]divitem esse[/aq]; oder von [hebr.] [aq]gregibus pecudum[/aq], darinnen vorzeiten das höchste Reichthum bestand. / Fundstelle
 
Seite: (91-92) [132-133]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 46[/aq]. Hieher können auch gezogen werden alle Tugenden/ welche/ als Göttinnen/ von dem Poeten/ auf mancherley weise/ beschrieben/ und eingeführet werden. Ingleichen die Engel/ Außerwehlten/ Sternen/ Winde/ und andere Creaturen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 46[/aq]. Hieher können auch gezogen werden alle Tugenden/ welche/ als Göttinnen/ von dem Poeten/ auf mancherley weise/ beschrieben/ und eingeführet werden. Ingleichen die Engel/ Außerwehlten/ Sternen/ Winde/ und andere Creaturen. / Fundstelle
 
Seite: (102) [143]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 3[/aq]. Die LustFabel nennet oben gedachter Herr Hübner/ ein solches Gedicht/ welches zwar auch ziemlich weitläuftig/ und mit einführung allerhand irrdischer und himlischer Personen/ kan gesetzet werden/ darf aber/ an Pracht und Majestät der Rede/ der vorigen Fabel nicht gleiche gehen/ zumahlen es nur auff gemeine und geringere Leute gerichtet/ auch nur einig dahin ziehlet/ daß es den Leser mit vorstellung seltzamer Dinge/ und poßirlichen Schertzreden belustigen möge. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 3[/aq]. Die LustFabel nennet oben gedachter Herr Hübner/ ein solches Gedicht/ welches zwar auch ziemlich weitläuftig/ und mit einführung allerhand irrdischer und himlischer Personen/ kan gesetzet werden/ darf aber/ an Pracht und Majestät der Rede/ der vorigen Fabel nicht gleiche gehen/ zumahlen es nur auff gemeine und geringere Leute gerichtet/ auch nur einig dahin ziehlet/ daß es den Leser mit vorstellung seltzamer Dinge/ und poßirlichen Schertzreden belustigen möge. / Fundstelle
 
Seite: (139) [180]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 14[/aq]. Endlich so giebet uns auch nicht eine geringe Erfindung an die Hand/ die Anführung der alten Geschichten/ so sich von Anfang der Welt biß auf diese Zeit begeben/ in gleichen alle Sitten/ Gesetze und Gebräuche der Welt/ wie nicht minder die Eigenschafften aller Geschöpffe Gottes u.s.f. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 14[/aq]. Endlich so giebet uns auch nicht eine geringe Erfindung an die Hand/ die Anführung der alten Geschichten/ so sich von Anfang der Welt biß auf diese Zeit begeben/ in gleichen alle Sitten/ Gesetze und Gebräuche der Welt/ wie nicht minder die Eigenschafften aller Geschöpffe Gottes u.s.f. / Fundstelle
 
Seite: (228) [269]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel / Fundstelle
 
Seite: (237-239) [278-280]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Das [aq]IX[/aq]. Gedichte/ sind die Hymni oder Lobgesänge/ darin zwar vornehmlich Gott/ iedoch zuweilen auch andere Sachen/ als die Engel/ die Sternen/ Gerechtigkeit/ Ehestand/ das Gold/ der Wein/ das Bier/ die Druckerey/ u. d. gl. gelobet werden: / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Das [aq]IX[/aq]. Gedichte/ sind die Hymni oder Lobgesänge/ darin zwar vornehmlich Gott/ iedoch zuweilen auch andere Sachen/ als die Engel/ die Sternen/ Gerechtigkeit/ Ehestand/ das Gold/ der Wein/ das Bier/ die Druckerey/ u. d. gl. gelobet werden: / Fundstelle
 
Seite: (282) [323]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft. / Fundstelle
 
Seite: (313-314) [354-355]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 8[/aq]. Wir rühmen auch: ¶ Erstlich des HErren Segen/ womit er Land und Leute reichlich fruchtbar machet. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auff das Land/ darinnen wir sind und schreiben/ und sagen/ wie GOtt sonderlich dasselbe habe reich gemacht an Kindern/ in allen Ständen. [aq]B[/aq]. ¶ Drittens bestätigen wir dieses fürnemlich mit dem Exempel gegenwärtiger Eltern/ welche der Himmel abermahl/ mit einer gesunden Leibesfrucht erfreuet. [aq]C[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 8[/aq]. Wir rühmen auch: ¶ Erstlich des HErren Segen/ womit er Land und Leute reichlich fruchtbar machet. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auff das Land/ darinnen wir sind und schreiben/ und sagen/ wie GOtt sonderlich dasselbe habe reich gemacht an Kindern/ in allen Ständen. [aq]B[/aq]. ¶ Drittens bestätigen wir dieses fürnemlich mit dem Exempel gegenwärtiger Eltern/ welche der Himmel abermahl/ mit einer gesunden Leibesfrucht erfreuet. [aq]C[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (316) [357]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Fundstelle
 
Seite: (320) [361]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 3[/aq]. Dafern wir auf den Nahmnens Tag einer hohen Standes-Person etwas wolten aufsetzen/ solte es sich nicht übel schicken/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens auch um ihre fernere Gunst uns bewerben und GOTT anruffen/ daß Er dieselbe mit seinen Himmlischen Segen erfreuen wolle. [aq]C[/aq]. ¶ Und Endlich/ so wir mercken/ daß dieselbe Person nach was sonderliches Verlangen hat/ daß wir den Höchsten GOtt bitten/ Er wolle ihrer Bitte statt und Gehöre geben. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Ein Exempel hierauf/ finden wir beym Herrn Tscherning/ auf einer hohen Standes-Person NahmensTag/ welcher einfiel den vier- und zwantzigsten Christmonats: ¶ [aq]A O[/aq] Morgenstern des Landes/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 3[/aq]. Dafern wir auf den Nahmnens Tag einer hohen Standes-Person etwas wolten aufsetzen/ solte es sich nicht übel schicken/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens auch um ihre fernere Gunst uns bewerben und GOTT anruffen/ daß Er dieselbe mit seinen Himmlischen Segen erfreuen wolle. [aq]C[/aq]. ¶ Und Endlich/ so wir mercken/ daß dieselbe Person nach was sonderliches Verlangen hat/ daß wir den Höchsten GOtt bitten/ Er wolle ihrer Bitte statt und Gehöre geben. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Ein Exempel hierauf/ finden wir beym Herrn Tscherning/ auf einer hohen Standes-Person NahmensTag/ welcher einfiel den vier- und zwantzigsten Christmonats: ¶ [aq]A O[/aq] Morgenstern des Landes/ / Fundstelle
 
Seite: (226) [367]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/ / Fundstelle
 
Seite: (374-375) [415-416]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 42[/aq]. Es pflegen auch wol die Kinder ihre Eltern anzubinden/ und mit einigem Gedichte zubeehren/ darinnen sie sich [...] ¶ Zum Dritten einen Christlichen Wunsch dazu thun. ¶ [aq]§. 43[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Sieber: ¶ [aq]A[/aq]. Es ist mein Federkiel zwar noch nicht da gewesen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 42[/aq]. Es pflegen auch wol die Kinder ihre Eltern anzubinden/ und mit einigem Gedichte zubeehren/ darinnen sie sich [...] ¶ Zum Dritten einen Christlichen Wunsch dazu thun. ¶ [aq]§. 43[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Sieber: ¶ [aq]A[/aq]. Es ist mein Federkiel zwar noch nicht da gewesen/ / Fundstelle
 
Seite: (377) [418]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 56[/aq]. Wir mahnen sie auch an/ daß sie ¶ Erstlich GOtt sollen dancken um das böse/ welches er diesen Tag von ihnen wendet/ und daß er sie und uns diesen Tag in guter Gesundheit erstreben lässt; [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ermahnen wir sie zur Fröligkeit/ weil sichs gar wol reimet/ Gott dancken/ und sich frölich bey seinen Freunden bezeigen. [aq]B[/aq]. ¶ [aq]§. 57[/aq]. Herr Flemming hat/ nach dieser Art/ an Herrn Hartmann Grahmannen folgender gestalt geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Danck erstlich deinem Gott mit zwiefach frohem Muthe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 56[/aq]. Wir mahnen sie auch an/ daß sie ¶ Erstlich GOtt sollen dancken um das böse/ welches er diesen Tag von ihnen wendet/ und daß er sie und uns diesen Tag in guter Gesundheit erstreben lässt; [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ermahnen wir sie zur Fröligkeit/ weil sichs gar wol reimet/ Gott dancken/ und sich frölich bey seinen Freunden bezeigen. [aq]B[/aq]. ¶ [aq]§. 57[/aq]. Herr Flemming hat/ nach dieser Art/ an Herrn Hartmann Grahmannen folgender gestalt geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Danck erstlich deinem Gott mit zwiefach frohem Muthe/ / Fundstelle
 
Seite: (387) [428]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Nach den Geburts und Nahmens Gedichten/ setzen wir nun auch die Hochzeit Gedichte/ oder Braut-Lieder/ welche Braut und Bräutigam zu ehren auf ihr Hochzeit Fest geschrieben werden. Und machen wir billich den Anfang von den Vornehmen und Standes Personen/ bey dero Beylager wir ¶ [...] ¶ Drittens Gott für solches Werck dancken/ [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Hn. Opitz/ auf S. Fürstl. Durchl. Friederichens/ Hertzogen zu Holstein/ und Fräulein Marien Elisabethen/ aus dem Churfürstl. Hause Sachsen/ Beylager/ im 2. B. der Poet. Wälder. ¶ [aq]A[/aq]. Sonne/ derer schönes Licht / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Nach den Geburts und Nahmens Gedichten/ setzen wir nun auch die Hochzeit Gedichte/ oder Braut-Lieder/ welche Braut und Bräutigam zu ehren auf ihr Hochzeit Fest geschrieben werden. Und machen wir billich den Anfang von den Vornehmen und Standes Personen/ bey dero Beylager wir ¶ [...] ¶ Drittens Gott für solches Werck dancken/ [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Hn. Opitz/ auf S. Fürstl. Durchl. Friederichens/ Hertzogen zu Holstein/ und Fräulein Marien Elisabethen/ aus dem Churfürstl. Hause Sachsen/ Beylager/ im 2. B. der Poet. Wälder. ¶ [aq]A[/aq]. Sonne/ derer schönes Licht / Fundstelle
 
Seite: (395) [436]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 19[/aq]. Man nimmt auch die Erfindung von der Natur/ und schreibet [...] ¶ Darnach kommen wir auf unser Land/ [aq](a)[/aq] und folgends auf unsere Stadt [aq](b)[/aq] und rühmen alle die Vortheil/ welche Gott derselben vor Andern gegönnnet/ entweder den Fischfang/ Felder/ Wälder/ u. d. g. oder gelehrte Leute/ [aq](c)[/aq] oder schönes Weibesvolck [aq](d)[/aq] u. d. g. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 19[/aq]. Man nimmt auch die Erfindung von der Natur/ und schreibet [...] ¶ Darnach kommen wir auf unser Land/ [aq](a)[/aq] und folgends auf unsere Stadt [aq](b)[/aq] und rühmen alle die Vortheil/ welche Gott derselben vor Andern gegönnnet/ entweder den Fischfang/ Felder/ Wälder/ u. d. g. oder gelehrte Leute/ [aq](c)[/aq] oder schönes Weibesvolck [aq](d)[/aq] u. d. g. / Fundstelle
 
Seite: (423) [464]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 35[/aq] Schreiben wir an eine Wittwe/ so wundern wir uns/ ¶ [...] ¶ Drittens loben wir/ an unser Braut/ etliche Tugenden einer rechtschaffenen Wittwen/ in derer Ansehen GOtt ihr wiederumb zum Manne geholffen. [aq]C[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]§. 36[/aq]. Ein Exemprl finden wir/ beym Opitz auff Herrn Valentin Sanfftleben/ und Frauen Elisabethen Queisserin Hochzeit Tag. [S] ¶ [aq]A[/aq] So sind dan dieses nun die eysernen Gedancken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 35[/aq] Schreiben wir an eine Wittwe/ so wundern wir uns/ ¶ [...] ¶ Drittens loben wir/ an unser Braut/ etliche Tugenden einer rechtschaffenen Wittwen/ in derer Ansehen GOtt ihr wiederumb zum Manne geholffen. [aq]C[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]§. 36[/aq]. Ein Exemprl finden wir/ beym Opitz auff Herrn Valentin Sanfftleben/ und Frauen Elisabethen Queisserin Hochzeit Tag. [S] ¶ [aq]A[/aq] So sind dan dieses nun die eysernen Gedancken/ / Fundstelle
 
Seite: (448-449) [489-490]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/ / Fundstelle
 
Seite: (457-458) [498-499]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zum Siebenden thun wir einen Wunsch für die hinterlassene Wittwe/ daß sie GOtt wolle trösten u. s. f. Ingleichen für die nachgelassene Erben/ dafern welche verhanden. [aq]G[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zum Siebenden thun wir einen Wunsch für die hinterlassene Wittwe/ daß sie GOtt wolle trösten u. s. f. Ingleichen für die nachgelassene Erben/ dafern welche verhanden. [aq]G[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (463) [504]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Vierdtens halten wir seine Glückseligkeit im Himmel/ und unsere Unglückseligkeit auf Erden gegen einander/ und beklagen unsern Zustand/ den seinigen aber rühmen wir. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel hierauf schreibet Herr Tscherning auf Herrn D. Caspar Cunrads/ berühmten Medici und Poeten Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine Taube kirret/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Vierdtens halten wir seine Glückseligkeit im Himmel/ und unsere Unglückseligkeit auf Erden gegen einander/ und beklagen unsern Zustand/ den seinigen aber rühmen wir. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel hierauf schreibet Herr Tscherning auf Herrn D. Caspar Cunrads/ berühmten Medici und Poeten Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine Taube kirret/ / Fundstelle
 
Seite: (477) [518]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 11[/aq]. Sollen wir an einen Wittwer/ der ein guter Poet ist/ schreiben/ so mahnen wir [S] [...] ¶ Zum vierdten trösten wir den Wittwer/ mit dem Willen GOttes. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ Zum Beschluß der Seligen auch eine Grabschrifft: [aq]I[/aq]. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauff hat der niedliche Dreßnische Poet/ Herr David Schir-[S]mer/ auff das selige Absterben Frauen Annen Margarethen/ gebohrner Voigtin/ Ihrer Churf. und Chur-Printzlicher Durchl. zu Sachsen vornehmen Hoff-Bedienten/ Herrn Christian Brehmen hertzgeliebten Eheweibes/ auffgesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. So stimme nun die Goldne Leyer an/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 11[/aq]. Sollen wir an einen Wittwer/ der ein guter Poet ist/ schreiben/ so mahnen wir [S] [...] ¶ Zum vierdten trösten wir den Wittwer/ mit dem Willen GOttes. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ Zum Beschluß der Seligen auch eine Grabschrifft: [aq]I[/aq]. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauff hat der niedliche Dreßnische Poet/ Herr David Schir-[S]mer/ auff das selige Absterben Frauen Annen Margarethen/ gebohrner Voigtin/ Ihrer Churf. und Chur-Printzlicher Durchl. zu Sachsen vornehmen Hoff-Bedienten/ Herrn Christian Brehmen hertzgeliebten Eheweibes/ auffgesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. So stimme nun die Goldne Leyer an/ / Fundstelle
 
Seite: (480-482) [521-523]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 17[/aq]. Wan Kinder sterben/ schreiben wir an die Eltern folgender gestalt/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens trösten wir sie/ daß ob sie wol zeitlich gestorben/ doch desto eher in Himmel kommen sind. [aq]C[/aq]. ¶ Und endlich auch mit der Hoffnung/ daß GOtt ihnen noch mehr dergleichen Kinder bescheren werde. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 18[/aq]. Auf Herrn Johann Mochingers/ geliebten Söhnleins Ehrenfriedes Begräbnis/ hat Herr Tscherning nachgesetzten Pindarischen Gesang geschrieben: ¶ [aq]I[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wer ihm Hoffnung macht auf Erden / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 17[/aq]. Wan Kinder sterben/ schreiben wir an die Eltern folgender gestalt/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens trösten wir sie/ daß ob sie wol zeitlich gestorben/ doch desto eher in Himmel kommen sind. [aq]C[/aq]. ¶ Und endlich auch mit der Hoffnung/ daß GOtt ihnen noch mehr dergleichen Kinder bescheren werde. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 18[/aq]. Auf Herrn Johann Mochingers/ geliebten Söhnleins Ehrenfriedes Begräbnis/ hat Herr Tscherning nachgesetzten Pindarischen Gesang geschrieben: ¶ [aq]I[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wer ihm Hoffnung macht auf Erden / Fundstelle
 
Seite: (490) [531]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 20[/aq]. Auf Begräbnisse der Jungfrauen können wir [sagen, J.T.] ¶ [...] ¶ Zum Andern/ daß sie nicht gestorben/ sondern ihre Seele bey GOtt lebe. [aq]B[/aq]. [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Opitz auf Jungf. Susannen/ gebohrner Eichhäuserin seligen Hintrit. ¶ [aq]A[/aq]. So viel hier Menschen sterben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 20[/aq]. Auf Begräbnisse der Jungfrauen können wir [sagen, J.T.] ¶ [...] ¶ Zum Andern/ daß sie nicht gestorben/ sondern ihre Seele bey GOtt lebe. [aq]B[/aq]. [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Opitz auf Jungf. Susannen/ gebohrner Eichhäuserin seligen Hintrit. ¶ [aq]A[/aq]. So viel hier Menschen sterben/ / Fundstelle
 
Seite: (494) [535]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 25[/aq]. Wan wir auf den Abschied einer Braut was schreiben/ sagen wir [S] ¶ Vornehmlich/ wie GOTT alle unsere Anschläge so bald zu nichte mache/ und ziehn unser eigen Exempel an/ in dem wir uns vorgenommen/ der Seligen ein HochzeitLied zu schreiben/ nun aber dasselbe in einen Leichen-Gesang verwandelt werde. [aq]A[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 26[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. Hilf GOTT/ wie eitel ist/ was krancke Menschen tichten! / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 25[/aq]. Wan wir auf den Abschied einer Braut was schreiben/ sagen wir [S] ¶ Vornehmlich/ wie GOTT alle unsere Anschläge so bald zu nichte mache/ und ziehn unser eigen Exempel an/ in dem wir uns vorgenommen/ der Seligen ein HochzeitLied zu schreiben/ nun aber dasselbe in einen Leichen-Gesang verwandelt werde. [aq]A[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 26[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. Hilf GOTT/ wie eitel ist/ was krancke Menschen tichten! / Fundstelle
 
Seite: (499-500) [540-541]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Auf das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden. ¶ [aq]§. 27[/aq]. Uber das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden/ schreiben wir [...] ¶ Drittens/ daß es GOttes Gabe sey/ welcher macht hat dieselbe nach seinem Gefallen wiederum von uns abzufodern. [aq]C[/aq]. [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 28[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Herrn Timothei Poli neugebohrnen Töchterleins/ Christinen/ Ihr Absterben gesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. Ists dan wieder schon verlohren? / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Auf das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden. ¶ [aq]§. 27[/aq]. Uber das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden/ schreiben wir [...] ¶ Drittens/ daß es GOttes Gabe sey/ welcher macht hat dieselbe nach seinem Gefallen wiederum von uns abzufodern. [aq]C[/aq]. [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 28[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Herrn Timothei Poli neugebohrnen Töchterleins/ Christinen/ Ihr Absterben gesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. Ists dan wieder schon verlohren? / Fundstelle
 
Seite: (501-502) [542-543]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 29[/aq]. Auf den Hintrit eines Studenten dichten wir also/ daß wir denselben [...] [S] ¶ Drittens/ den Schluß des Höchsten darauff setzen/ welchem nach/ er der Sterbligkeit habe müssen gute Nacht geben. [aq]C[/aq]. Auf welchen dan [...] ¶ Zum fünfften gleichwol einen Trost daraus schöpffen/ in dem wir desto eher zum Himmel kommen. [aq]E[/aq]. [...] ¶ Und endlich ihn selig preisen. [aq]G[/aq]. ¶ [aq]§. 30[/aq]. Herr Flemming/ hat auff Herrn Christoph Schürers/ Studentens Leichbegängnis folgendes gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Preiß der Jugend/ Lob der Stadt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 29[/aq]. Auf den Hintrit eines Studenten dichten wir also/ daß wir denselben [...] [S] ¶ Drittens/ den Schluß des Höchsten darauff setzen/ welchem nach/ er der Sterbligkeit habe müssen gute Nacht geben. [aq]C[/aq]. Auf welchen dan [...] ¶ Zum fünfften gleichwol einen Trost daraus schöpffen/ in dem wir desto eher zum Himmel kommen. [aq]E[/aq]. [...] ¶ Und endlich ihn selig preisen. [aq]G[/aq]. ¶ [aq]§. 30[/aq]. Herr Flemming/ hat auff Herrn Christoph Schürers/ Studentens Leichbegängnis folgendes gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Preiß der Jugend/ Lob der Stadt/ / Fundstelle
 
Seite: (504-505) [545-546]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/ / Fundstelle
 
Seite: (509-510) [550-551]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Fundstelle
 
Seite: (515-516) [556-557]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zum fünfften/ wünschen wir/ daß ihnen beyden Gott wiederum gesund wolle zusammen helffen/ und bitten/ daß sie vor ihre Person/ uns ihre Fürstl. Gegenwart/ auf etliche Zeit/ wolle gönnen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming schon im [aq]1631[/aq]. Jahre auff der Durchläuchtigsten Frauen/ Frauen Marien Eleonoren/ der Schweden/ Gothen und Wenden Königin/ Ihr. Maj. Ankunfft in Leipzig verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Nimphe/ welcher ich zuehren / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zum fünfften/ wünschen wir/ daß ihnen beyden Gott wiederum gesund wolle zusammen helffen/ und bitten/ daß sie vor ihre Person/ uns ihre Fürstl. Gegenwart/ auf etliche Zeit/ wolle gönnen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming schon im [aq]1631[/aq]. Jahre auff der Durchläuchtigsten Frauen/ Frauen Marien Eleonoren/ der Schweden/ Gothen und Wenden Königin/ Ihr. Maj. Ankunfft in Leipzig verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Nimphe/ welcher ich zuehren / Fundstelle
 
Seite: (522) [563]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Darnach melden wir die Person/ welcher solche Ehre erwiesen wird/ und sagen/ daß solches seine Tugenden verdienet haben/ mit welchen ihn der Himmel vollkömmlich ausgezieret. [aq]B[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat/ der vornehme Poet/ Hr. Christian Hübner/ auf des Erleuchten [...] Herren Magnus Gabriels de la Gardie/ Grafen zu Leckoo und Arnsburg/ [...] der Königl. Maj. und Reiche Schweden Raht und Krieges-Raht/ Generalen über die Schwedischen und Finnischen Völcker in Deutschland/ wie auch General Gouverneur über Liefland/ Einzug in Stettin gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Wem erregt sich das Gezitter? / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Darnach melden wir die Person/ welcher solche Ehre erwiesen wird/ und sagen/ daß solches seine Tugenden verdienet haben/ mit welchen ihn der Himmel vollkömmlich ausgezieret. [aq]B[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat/ der vornehme Poet/ Hr. Christian Hübner/ auf des Erleuchten [...] Herren Magnus Gabriels de la Gardie/ Grafen zu Leckoo und Arnsburg/ [...] der Königl. Maj. und Reiche Schweden Raht und Krieges-Raht/ Generalen über die Schwedischen und Finnischen Völcker in Deutschland/ wie auch General Gouverneur über Liefland/ Einzug in Stettin gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Wem erregt sich das Gezitter? / Fundstelle
 
Seite: (525-526) [566-567]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord. / Fundstelle
 
Seite: (549) [590]
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Darnach unsere Zufriedenheit/ nach dem Willen deß Höchsten/ hierüber außdrücken. [aq]B[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Darnach unsere Zufriedenheit/ nach dem Willen deß Höchsten/ hierüber außdrücken. [aq]B[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (574) [615]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben / Fundstelle
 
Seite: (585-586) [626-627]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Fundstelle
 
Seite: (626-627) [667-668]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Fundstelle
 
Seite: (643) [684]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Fundstelle
 
Seite: (647-648) [688-689]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Fundstelle
 
Seite: (656) [697]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 23[/aq]. Ins gemein ist hierbey zumercken/ daß man fast allen Erfindungen könne zur Einfassung Kindlein zuordnen/ welche man zu geistlichen Sachen/ mit Federflügeln/ als Engel; in andern Tugendlehren/ mit Mückenflügeln/ als flüchtige Stunden/ zieret. Sollen aber die Kindlein was böses bedeuten/ so machet man sie ungestalt/ und mit Fledermäußflügeln. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 23[/aq]. Ins gemein ist hierbey zumercken/ daß man fast allen Erfindungen könne zur Einfassung Kindlein zuordnen/ welche man zu geistlichen Sachen/ mit Federflügeln/ als Engel; in andern Tugendlehren/ mit Mückenflügeln/ als flüchtige Stunden/ zieret. Sollen aber die Kindlein was böses bedeuten/ so machet man sie ungestalt/ und mit Fledermäußflügeln. / Fundstelle
 
Seite: (666) [707]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 34[/aq]. Gewißlich ist es zu betrauren/ schreibet der Herr von Harsdorf/ daß die edle Poeterey so verächtlich gehalten wird. Sie ist eine keusche Jungfrau/ wleche alle Unreinigkeit hasset/ und anfangs sonderlich zu dem Gottesdienst gewidmet gewesen/ auch von denen Völckern/ welche sonsten aller andern Wissenschafften und Künste unwissend gewesen. Nun wird sie/ als eine gemeine Metze/ zur Wollust und Uppigkeut gezogen. ¶ [aq]§. 35[/aq]. Doch kan man dieses nicht alsobald von denen sagen/ welche eine oder die andere keusche Liebessachen/ in ihren Schrifften/ mit unter gemenget haben/ weil ihre Liebe in der Warheit nichts anders ist/ als ein eiferiges Gemüht zur Tugend/ Kunst und hohen Wissenschafften/ welches von dem Himmel angereitzet worden. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 34[/aq]. Gewißlich ist es zu betrauren/ schreibet der Herr von Harsdorf/ daß die edle Poeterey so verächtlich gehalten wird. Sie ist eine keusche Jungfrau/ wleche alle Unreinigkeit hasset/ und anfangs sonderlich zu dem Gottesdienst gewidmet gewesen/ auch von denen Völckern/ welche sonsten aller andern Wissenschafften und Künste unwissend gewesen. Nun wird sie/ als eine gemeine Metze/ zur Wollust und Uppigkeut gezogen. ¶ [aq]§. 35[/aq]. Doch kan man dieses nicht alsobald von denen sagen/ welche eine oder die andere keusche Liebessachen/ in ihren Schrifften/ mit unter gemenget haben/ weil ihre Liebe in der Warheit nichts anders ist/ als ein eiferiges Gemüht zur Tugend/ Kunst und hohen Wissenschafften/ welches von dem Himmel angereitzet worden. / Fundstelle
 
Seite: (30) [71]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Fundstelle
 
Seite: (6-16) [47-57]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Fundstelle
 
Seite: (31-32) [72-73]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein. / Fundstelle
 
Seite: (43-44) [84-85]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen wird gerühmet/ daß Er [Frauenlob, J.T.] den ZugThon erfunden/ welchen auch [aq]Anno 1317[/aq]. am [S] [aq]Sanct[/aq] Andreas-Tage/ zu Meintz etliche ehliche Matronen/ aus seiner Herberge/ bis in den Dom/ zu Grabe getragen/ mit vielen Thränen und Weinen/ auch so viel Weins ihm auf sein Grab gegossen/ daß es umb das Grab von lauterem Weine geschwommen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen wird gerühmet/ daß Er [Frauenlob, J.T.] den ZugThon erfunden/ welchen auch [aq]Anno 1317[/aq]. am [S] [aq]Sanct[/aq] Andreas-Tage/ zu Meintz etliche ehliche Matronen/ aus seiner Herberge/ bis in den Dom/ zu Grabe getragen/ mit vielen Thränen und Weinen/ auch so viel Weins ihm auf sein Grab gegossen/ daß es umb das Grab von lauterem Weine geschwommen. / Fundstelle
 
Seite: (44-45) [85-86]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Fundstelle
 
Seite: (55) [96]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zuzeiten müssen sie zweene Cupidines führen/ auf einen Wagen/ und halten wir dafür/ als sey hiermit auf des Göttlichen Platonis seinen Spruch gezielet worden/ in welchen er der Meinung ist/ als wenn zweene Cupidines gefunden würden/ ein irrdischer und ein Himmlischer/ von welchen dieser eine Himmlische/ jener aber eine irdische Liebe in uns entzündete. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zuzeiten müssen sie zweene Cupidines führen/ auf einen Wagen/ und halten wir dafür/ als sey hiermit auf des Göttlichen Platonis seinen Spruch gezielet worden/ in welchen er der Meinung ist/ als wenn zweene Cupidines gefunden würden/ ein irrdischer und ein Himmlischer/ von welchen dieser eine Himmlische/ jener aber eine irdische Liebe in uns entzündete. / Fundstelle
 
Seite: (94) [135]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (244-245) [285-286]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 26[/aq]. Die Humoristen oder Befeuchtenden zu Rom führen/ in ihrem Sinnbilde eine Wolcke/ welche sich von dem Meer in die Lufft erhebt/ und von dar wiederum hernieder tauet/ mit der Beischrifft: [aq]Redit agmine dulci[/aq]: Mit süsser Macht es wieder tropfft. Anzudeuten/ weil durch des Pabsts/ Cardinäl/ und anderer vornehmer Herrn Gegenwart/ Ihre Versamlung gleichsam biß an die Wolcken erhaben worden/ so müsse auch ihre saure und bittere Arbeit/ zu Ihren Anhörern [S] und zugethanen/ gleich dem Thau wiederkehren/ und zu Nutz gelangen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 26[/aq]. Die Humoristen oder Befeuchtenden zu Rom führen/ in ihrem Sinnbilde eine Wolcke/ welche sich von dem Meer in die Lufft erhebt/ und von dar wiederum hernieder tauet/ mit der Beischrifft: [aq]Redit agmine dulci[/aq]: Mit süsser Macht es wieder tropfft. Anzudeuten/ weil durch des Pabsts/ Cardinäl/ und anderer vornehmer Herrn Gegenwart/ Ihre Versamlung gleichsam biß an die Wolcken erhaben worden/ so müsse auch ihre saure und bittere Arbeit/ zu Ihren Anhörern [S] und zugethanen/ gleich dem Thau wiederkehren/ und zu Nutz gelangen. / Fundstelle
 
Seite: (667-668) [708-709]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Fundstelle
 
Seite: (717-718) [758-759]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. Ein solches LobLied ist des [aq]Anthyri[/aq], des Königes der Wenden. Von welchen die hochlöbliche Hertzogen zu Mecklenburg ihren Ursprung genommen und gewonnen/ welches/ nach dem es vor etlichen Jahren in dem Kloster Dobberau/ im Fürstenthum Mecklenburg/ von etlichen Kayserlichen Soldaten/ in einem vermaureten heimlichen Schranck/ wunderbahrer weise gefunden/ von dem hochberühmten Unverdrossenen in seinem Deutschen PalmBaum in Gothischer Schrifft/ wie folget/ versetzet worden: ¶ [aq]I[/aq]. ¶ Dü Tugend hat ken Rast/ sy schlaffet nicht in Betten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. Ein solches LobLied ist des [aq]Anthyri[/aq], des Königes der Wenden. Von welchen die hochlöbliche Hertzogen zu Mecklenburg ihren Ursprung genommen und gewonnen/ welches/ nach dem es vor etlichen Jahren in dem Kloster Dobberau/ im Fürstenthum Mecklenburg/ von etlichen Kayserlichen Soldaten/ in einem vermaureten heimlichen Schranck/ wunderbahrer weise gefunden/ von dem hochberühmten Unverdrossenen in seinem Deutschen PalmBaum in Gothischer Schrifft/ wie folget/ versetzet worden: ¶ [aq]I[/aq]. ¶ Dü Tugend hat ken Rast/ sy schlaffet nicht in Betten/ / Fundstelle
 
Seite: (34) [75]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Fundstelle
 
Seite: (170-171) [211-212]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 43[/aq]. Jener rühmet ein Nonnen-Kloster/ daß es eine sehr gesunde Lufft hätte/ weil in hundert Jahren keine Jungfrau daraus gestorben; Aus welchem wir folgendes Gedicht machen: ¶ Warlich dieses NonnenKloster mag von guter Luft wol sagen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 43[/aq]. Jener rühmet ein Nonnen-Kloster/ daß es eine sehr gesunde Lufft hätte/ weil in hundert Jahren keine Jungfrau daraus gestorben; Aus welchem wir folgendes Gedicht machen: ¶ Warlich dieses NonnenKloster mag von guter Luft wol sagen/ / Fundstelle
 
Seite: (258) [299]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 48[/aq]. Soldaten sind fromme gutthätige Leute/ weil sie so viel arme Häuser stifften: ¶ Es ist ein frommes Volck/ Soldaten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 48[/aq]. Soldaten sind fromme gutthätige Leute/ weil sie so viel arme Häuser stifften: ¶ Es ist ein frommes Volck/ Soldaten/ / Fundstelle
 
Seite: (259) [300]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 14[/aq]. Wan die Sechswöchnerin zur Kirchen gehet/ mit ihrem Kinde/ kan man sein Gedicht solcher gestalt einrichten/ daß man ¶ Anfänglich die Freude der Heiligen Engel beschreibe/ so sie empfinden/ bey darstellung des kleinen Kindes/ in dem Tempel. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach auch die Eltern zur Freude ermahne. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens dero löbliche Ordnung lobe/ welche darinnen verfasset ist/ daß sie den ersten Gang zur Kirchen/ den folgenden zum Tische/ den dritten aber ins Bette thun u. s. w. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 15[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf den Kirchgang der HochEdlen Frauen Marthen von Gerstorf/ Gebohrnen Löbinn/ ausgearbeitet: ¶ [aq]A[/aq]. Die Engel werden ihn itzt eine Freude machen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. 14[/aq]. Wan die Sechswöchnerin zur Kirchen gehet/ mit ihrem Kinde/ kan man sein Gedicht solcher gestalt einrichten/ daß man ¶ Anfänglich die Freude der Heiligen Engel beschreibe/ so sie empfinden/ bey darstellung des kleinen Kindes/ in dem Tempel. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach auch die Eltern zur Freude ermahne. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens dero löbliche Ordnung lobe/ welche darinnen verfasset ist/ daß sie den ersten Gang zur Kirchen/ den folgenden zum Tische/ den dritten aber ins Bette thun u. s. w. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 15[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf den Kirchgang der HochEdlen Frauen Marthen von Gerstorf/ Gebohrnen Löbinn/ ausgearbeitet: ¶ [aq]A[/aq]. Die Engel werden ihn itzt eine Freude machen/ / Fundstelle
 
Seite: (323-324) [364-365]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Insonderheit aber können wir/ nach beschaffenheit der Person/ dieselbe wol andern vorziehen wegen der guten LeibesGesundheit/ welche dan von männiglich für ein hohes Geschenck der Barmhertzigkeit des Himmels zu achten ist/ [aq](a)[/aq] wegen der Schönheit; [aq](b)[/aq] wegen der wolgerahtenen Aufferziehung [aq](c)[/aq] wegen der Ruh [aq](d)[/aq] der sie in ihrem Ehestand zu geniessen hat/ u.s.f. [aq]A[/aq]. ¶ Hernachmals wüschen/ daß sie GOtt bey dergleichen Glückseligkeit ewig erhalten wolle. [aq]B[/aq]. ¶ Und endlich sie zur Fröligkeit und Vertrauen auf GOtt anmahnen u.s.w. [aq]C[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Insonderheit aber können wir/ nach beschaffenheit der Person/ dieselbe wol andern vorziehen wegen der guten LeibesGesundheit/ welche dan von männiglich für ein hohes Geschenck der Barmhertzigkeit des Himmels zu achten ist/ [aq](a)[/aq] wegen der Schönheit; [aq](b)[/aq] wegen der wolgerahtenen Aufferziehung [aq](c)[/aq] wegen der Ruh [aq](d)[/aq] der sie in ihrem Ehestand zu geniessen hat/ u.s.f. [aq]A[/aq]. ¶ Hernachmals wüschen/ daß sie GOtt bey dergleichen Glückseligkeit ewig erhalten wolle. [aq]B[/aq]. ¶ Und endlich sie zur Fröligkeit und Vertrauen auf GOtt anmahnen u.s.w. [aq]C[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (362) [403]
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Hernach kan man die Person/ an die wir schreiben/ zum Exempel aller frommen/ fried- und tugendliebenden Matronen anführen/ und dieselbe/ nach allen ihren guten Eigenschaften/ rühmen/ von der Zucht und Schönheit/ von der Geschickligkeit im Haußhalten/ von der Treu und Freundligkeit u.s.w. [aq]B[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Hernach kan man die Person/ an die wir schreiben/ zum Exempel aller frommen/ fried- und tugendliebenden Matronen anführen/ und dieselbe/ nach allen ihren guten Eigenschaften/ rühmen/ von der Zucht und Schönheit/ von der Geschickligkeit im Haußhalten/ von der Treu und Freundligkeit u.s.w. [aq]B[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (363) [404]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und damit Kurandor ja allen Verdacht und [S] Argwohn/ auch wegen der allerkleinesten Pralerey/ vermeiden möchte: hat Er/ dieser Ursach halben/ nicht einmal eine Unterschrift/ wie gebräuchlich/ ausgebethen; wiewol ihme dergleichen von einem hohen und durch die gantze Christenheit gepriesenen Theologen eigenwillig ist angebothen worden: / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Und damit Kurandor ja allen Verdacht und [S] Argwohn/ auch wegen der allerkleinesten Pralerey/ vermeiden möchte: hat Er/ dieser Ursach halben/ nicht einmal eine Unterschrift/ wie gebräuchlich/ ausgebethen; wiewol ihme dergleichen von einem hohen und durch die gantze Christenheit gepriesenen Theologen eigenwillig ist angebothen worden: / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [27-28]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: so wenig als gläublich ist/ daß der Göttliche [aq]Julius Scaliger[/aq] so viel Lesbien/ [aq]Crispillen, Adamantien, Telesillen, Pasicompsen[/aq], und wie sie alle heissen/ geliebet als gepriesen habe. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: so wenig als gläublich ist/ daß der Göttliche [aq]Julius Scaliger[/aq] so viel Lesbien/ [aq]Crispillen, Adamantien, Telesillen, Pasicompsen[/aq], und wie sie alle heissen/ geliebet als gepriesen habe. / Fundstelle
 
Seite: (31) [72]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Fundstelle
 
Seite: (31-32) [72-73]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zuzeiten müssen sie zweene Cupidines führen/ auf einen Wagen/ und halten wir dafür/ als sey hiermit auf des Göttlichen Platonis seinen Spruch gezielet worden/ in welchen er der Meinung ist/ als wenn zweene Cupidines gefunden würden/ ein irrdischer und ein Himmlischer/ von welchen dieser eine Himmlische/ jener aber eine irdische Liebe in uns entzündete. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Zuzeiten müssen sie zweene Cupidines führen/ auf einen Wagen/ und halten wir dafür/ als sey hiermit auf des Göttlichen Platonis seinen Spruch gezielet worden/ in welchen er der Meinung ist/ als wenn zweene Cupidines gefunden würden/ ein irrdischer und ein Himmlischer/ von welchen dieser eine Himmlische/ jener aber eine irdische Liebe in uns entzündete. / Fundstelle
 
Seite: (94) [135]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Man besehe hiervon/ und von desselben Bedeutung des selig. Hrn. Harsdörffers Gesprächspiel. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Man besehe hiervon/ und von desselben Bedeutung des selig. Hrn. Harsdörffers Gesprächspiel. / Fundstelle
 
Seite: (109) [150]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: saget der selige Herr Opitz/ in seinem [aq]Vesuvius[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: saget der selige Herr Opitz/ in seinem [aq]Vesuvius[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (129) [170]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Denn gleich wie ein Safft/ schreibet ein Gottseliger KirchenVater/ durch ein Glas/ schöner scheinet/ also gefället uns die Warheit/ in einem schönem Gleichniß: Oder/ wie der Sonnen-Stral/ vermittelst eines HohlSpiegels hefftiger brennet/ also durchdringet und beflammet auch die Gleichniß der Menschen Sinn. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Denn gleich wie ein Safft/ schreibet ein Gottseliger KirchenVater/ durch ein Glas/ schöner scheinet/ also gefället uns die Warheit/ in einem schönem Gleichniß: Oder/ wie der Sonnen-Stral/ vermittelst eines HohlSpiegels hefftiger brennet/ also durchdringet und beflammet auch die Gleichniß der Menschen Sinn. / Fundstelle
 
Seite: (230) [271]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: gestalt dan solches von dem Göttlichen [aq]Scaliger[/aq], und anderen theuren Männern ohne diß zur gnüge/ mit deutlichen Worten/ ist dargethan und gewiesen worden. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: gestalt dan solches von dem Göttlichen [aq]Scaliger[/aq], und anderen theuren Männern ohne diß zur gnüge/ mit deutlichen Worten/ ist dargethan und gewiesen worden. / Fundstelle
 
Seite: (243) [284]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (244-245) [285-286]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Als/ wan jener Cardinal von N. einen Stern mahlen lassen/ und darob geschrieben: ¶ [aq]Micat inter omnes[/aq]. ¶ Wer würde hier errathen/ was er dadurch verstanden/ als der/ so gewust/ daß Er Juliam Gonzagam zur Bulschaft gehabt/ und daß der Verß bey dem Venusinischen Poeten ferner lautet: ¶ [aq]Micat inter omnes Julium fidus[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Als/ wan jener Cardinal von N. einen Stern mahlen lassen/ und darob geschrieben: ¶ [aq]Micat inter omnes[/aq]. ¶ Wer würde hier errathen/ was er dadurch verstanden/ als der/ so gewust/ daß Er Juliam Gonzagam zur Bulschaft gehabt/ und daß der Verß bey dem Venusinischen Poeten ferner lautet: ¶ [aq]Micat inter omnes Julium fidus[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (665) [706]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 31[/aq]. Auff die Erheber und Handhaber der hochl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ hat Herr Harßdörffer ein solches Dreyständiges Sinnbild ausgedacht. [...] ¶ Drittens mahlet er einen MeerCompaß/ welcher sich nach dem Mitternacht- oder Leitstern richtet/ mit schliessender Obschrifft: ¶ Dem Himmel wolgefällt. ¶ Die Meinung ist/ daß diese Gesellschaft/ in dem sie von dem Hochfürstl. Hauß Anhalt gestifftet/ viel Fruchtbringende Mitgenossen gleichsam durch eine Anhaltische oder anhaltende Magnet-tugend/ zu sich gezogen/ und mit hindansetzung dero hohen Angelegenheiten sich mit geringeren Teutschliebenden Personen vereinigt und vergesellschafft haben: über welcher sämtlicher Arbeit/ GOtt der Höchste ein sonderbares Gefallen trägt etc. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 31[/aq]. Auff die Erheber und Handhaber der hochl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ hat Herr Harßdörffer ein solches Dreyständiges Sinnbild ausgedacht. [...] ¶ Drittens mahlet er einen MeerCompaß/ welcher sich nach dem Mitternacht- oder Leitstern richtet/ mit schliessender Obschrifft: ¶ Dem Himmel wolgefällt. ¶ Die Meinung ist/ daß diese Gesellschaft/ in dem sie von dem Hochfürstl. Hauß Anhalt gestifftet/ viel Fruchtbringende Mitgenossen gleichsam durch eine Anhaltische oder anhaltende Magnet-tugend/ zu sich gezogen/ und mit hindansetzung dero hohen Angelegenheiten sich mit geringeren Teutschliebenden Personen vereinigt und vergesellschafft haben: über welcher sämtlicher Arbeit/ GOtt der Höchste ein sonderbares Gefallen trägt etc. / Fundstelle
 
Seite: (669) [710]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Gefällt mir demnach wol/ was [aq]Laurentius à Villa, Vincentio lib. 3. de Rat. Stud. Theol. c. 8. p. 429[/aq]. schreibet/ da er die Prediger insonderheit zur reinen Muttersprache fleißig ermahnet: [S] [aq]Quò quis, spricht er/ sermonis patrii est peritior, & in eodem disertior, eò judicatur ad docendum populum magis idoneus. Ac decet omninò Concionatorem aliquid supra vulgus praestare in sermonis patrii munditie ac puritate: & non modo verbis quibusdam elegeantibus ac acquisitis, verùm etiam copiâ earundem locupletatum prodire[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Gefällt mir demnach wol/ was [aq]Laurentius à Villa, Vincentio lib. 3. de Rat. Stud. Theol. c. 8. p. 429[/aq]. schreibet/ da er die Prediger insonderheit zur reinen Muttersprache fleißig ermahnet: [S] [aq]Quò quis, spricht er/ sermonis patrii est peritior, & in eodem disertior, eò judicatur ad docendum populum magis idoneus. Ac decet omninò Concionatorem aliquid supra vulgus praestare in sermonis patrii munditie ac puritate: & non modo verbis quibusdam elegeantibus ac acquisitis, verùm etiam copiâ earundem locupletatum prodire[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (716-717) [757-758]
Eigenschaft / Autoritäten
 
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Fundstelle
 
Seite: (717-718) [758-759]
Eigenschaft / Autoritäten
 
[aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq].
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (719) [760]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Man sehe sich nur ein wenig in der Welt um/ so wird man befinden/ daß rechtschaffene Poeten die fürnehmsten EhrenAemter besitzen/ so wol in dem geistlichen/ als weltlichem Stande: Welche auch/ mit ihrem höchsten Ruhm/ entweder der Seelen ihrer Zuhörer und PfarrKinder treulich und fleissig wahr nehmen/ oder ihren Fürsten und Herren/ mit Verstand und Raht zu hülffe kommen/ oder gantze Länder und Städte wol re-[S]gieren/ oder dem Krancken und Bettlägerigen/ zu voriger Gesundheit/ nechst Göttlicher Hülffe/ glücklich verhelffen/ oder aber die liebe Jugend gantz fruchtbarlich auf die beine bringen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Man sehe sich nur ein wenig in der Welt um/ so wird man befinden/ daß rechtschaffene Poeten die fürnehmsten EhrenAemter besitzen/ so wol in dem geistlichen/ als weltlichem Stande: Welche auch/ mit ihrem höchsten Ruhm/ entweder der Seelen ihrer Zuhörer und PfarrKinder treulich und fleissig wahr nehmen/ oder ihren Fürsten und Herren/ mit Verstand und Raht zu hülffe kommen/ oder gantze Länder und Städte wol re-[S]gieren/ oder dem Krancken und Bettlägerigen/ zu voriger Gesundheit/ nechst Göttlicher Hülffe/ glücklich verhelffen/ oder aber die liebe Jugend gantz fruchtbarlich auf die beine bringen. / Fundstelle
 
Seite: (18-19) [59-60]
Eigenschaft / Autoritäten
 
[aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten. / Fundstelle
 
Seite: (48-49) [89-90]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Erkläret die Andre Erfindungsart/ so von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ absonderlich aber von den überirrdischen und himmlischen Personen/ kan hergenommen werden. ¶ [aq]§. 1[/aq]. Nach dem wir die Erste Erfindungsahrt beschauet/ schreiten wir zu der Anderen/ welche von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ mus her-[S]genommen werden. Die Erfindung des Dinges oder der Sache bestehet entweder auf Personen/ oder allem dem/ was ausser denen Personen kan gefunden werden/ nach der Lehre des Göttlichen Scaligers im [aq]3[/aq]. B. seiner Poererey/ am [aq]I[/aq]. Kap. Die Personen sind entweder Himmlisch/ oder Irrdisch oder unterirdisch. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Erkläret die Andre Erfindungsart/ so von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ absonderlich aber von den überirrdischen und himmlischen Personen/ kan hergenommen werden. ¶ [aq]§. 1[/aq]. Nach dem wir die Erste Erfindungsahrt beschauet/ schreiten wir zu der Anderen/ welche von dem Dinge selbst/ davon man handelt/ mus her-[S]genommen werden. Die Erfindung des Dinges oder der Sache bestehet entweder auf Personen/ oder allem dem/ was ausser denen Personen kan gefunden werden/ nach der Lehre des Göttlichen Scaligers im [aq]3[/aq]. B. seiner Poererey/ am [aq]I[/aq]. Kap. Die Personen sind entweder Himmlisch/ oder Irrdisch oder unterirdisch. / Fundstelle
 
Seite: (65-66) [106-107]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Fundstelle
 
Seite: (6-16) [47-57]
Eigenschaft / Autoritäten
 
[aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...]
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...] / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...] / Fundstelle
 
Seite: (66-67) [107-108]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 34. 7[/aq]. Ceres/ die Göttin des Getreides/ eine Tochter des Saturnus/ und der Ops/ wird mit einem Krantze von Aehren gemahlet/ weil sie darvor gehalten wird/ als habe sie das Getreide erfunden/ von welchem Aberglauben [aq]Tertullianus[/aq] schreibet: [aq]Fruges dicuntur (Dij) necessaria vitae invenisse, non instituisse: quod autem invenitur, fuit, & quod fuit, non ejus deputabitur, qui in-[S]venit, sed ejus, qui instituit[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 34. 7[/aq]. Ceres/ die Göttin des Getreides/ eine Tochter des Saturnus/ und der Ops/ wird mit einem Krantze von Aehren gemahlet/ weil sie darvor gehalten wird/ als habe sie das Getreide erfunden/ von welchem Aberglauben [aq]Tertullianus[/aq] schreibet: [aq]Fruges dicuntur (Dij) necessaria vitae invenisse, non instituisse: quod autem invenitur, fuit, & quod fuit, non ejus deputabitur, qui in-[S]venit, sed ejus, qui instituit[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (95-96) [136-137]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Das [aq]IV[/aq] Kapit. ¶ Darinnen erwiesen wird/ daß Deutschland eine Mutter und Seugamme sey der Göttlichen Poesie/ und wie dasselbige sich bereit für so viel hundert Jahren/ mit dieser herrlichen Wissenschafft/ durch ihre Barden oder Druiden/ so trefflich herfür gethan habe/ wobey dann auch zugleich von den Meister-Sängern etwas gedacht wird. ¶ [aq]§ 1[/aq]. So wenig das gelobte Land seines Davids/ Salomons/ Assaphs/ Calchals/ Dardans/ und Ethans; / Fundstelle
 
Seite: (32) [73]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Fundstelle
 
Seite: (320) [361]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Fundstelle
 
Seite: (515-516) [556-557]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Fundstelle
 
Seite: (626-627) [667-668]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Fundstelle
 
Seite: (643) [684]
Eigenschaft / Autoritäten
 
[aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Fundstelle
 
Seite: (647-648) [688-689]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Fundstelle
 
Seite: (656) [697]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Der Erleuchtete Rist gebrauchet sich gleicher Erfindung/ bey der Hochzeit/ Herrn Johann Konrad Reben und J. Margarethen Schwartzin/ wann Er ¶ [aq](A)[/aq] Anfänglich singet/ wie alle Gaben/ so der Mensch in seinem Leben zugeniessen hat/ Jährlich von der Hand des HErren gesegnet werden. [...] [S] ¶ [aq]§. 19[/aq]. Das Exempel stehet in dem neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]121[/aq]. Blat: ¶ [aq]A[/aq]. Alle Schätz und gute Gaben / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Der Erleuchtete Rist gebrauchet sich gleicher Erfindung/ bey der Hochzeit/ Herrn Johann Konrad Reben und J. Margarethen Schwartzin/ wann Er ¶ [aq](A)[/aq] Anfänglich singet/ wie alle Gaben/ so der Mensch in seinem Leben zugeniessen hat/ Jährlich von der Hand des HErren gesegnet werden. [...] [S] ¶ [aq]§. 19[/aq]. Das Exempel stehet in dem neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]121[/aq]. Blat: ¶ [aq]A[/aq]. Alle Schätz und gute Gaben / Fundstelle
 
Seite: (57-58) [98-99]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Ein artliches Gedicht ist auch das baldfolgende Schertzgedicht Unsers Herrn Risten/ welches Er/ Herrn Kohlblat und J. Hessin zu Ehren gesetzet/ darinnen dan gleichsfals die Erfindung aus des Herrn Bräutigams Nahmen genommen ist. [S] [...] ¶ [aq]C[/aq] Drittens redet Er den Bräutigam an/ und [aq](f)[/aq] rühmet die Braut von ihrem Vater/ von ihrer eigenen Gottesfurcht/ Keuschheit/ u.s.f. [aq](g[/aq] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Zum Exempel: ¶ So heisst es dan gewagt/ nach vieler Zeit bedencken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Ein artliches Gedicht ist auch das baldfolgende Schertzgedicht Unsers Herrn Risten/ welches Er/ Herrn Kohlblat und J. Hessin zu Ehren gesetzet/ darinnen dan gleichsfals die Erfindung aus des Herrn Bräutigams Nahmen genommen ist. [S] [...] ¶ [aq]C[/aq] Drittens redet Er den Bräutigam an/ und [aq](f)[/aq] rühmet die Braut von ihrem Vater/ von ihrer eigenen Gottesfurcht/ Keuschheit/ u.s.f. [aq](g[/aq] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Zum Exempel: ¶ So heisst es dan gewagt/ nach vieler Zeit bedencken/ / Fundstelle
 
Seite: (60-61) [101-102]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 52[/aq]. Fast auf gleichen schlag/ ist die Erfindung des Sonnets/ auf den Abschied von Brandenburg/ zur [aq]Inspection[/aq] nach Saltzwedel/ des vornehmen Theologi/ Herrn M. David Grossen/ Meine hochberühmten Gönners. ¶ Itzt denck ich gleich daran/ was mir in dieser Nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 52[/aq]. Fast auf gleichen schlag/ ist die Erfindung des Sonnets/ auf den Abschied von Brandenburg/ zur [aq]Inspection[/aq] nach Saltzwedel/ des vornehmen Theologi/ Herrn M. David Grossen/ Meine hochberühmten Gönners. ¶ Itzt denck ich gleich daran/ was mir in dieser Nacht / Fundstelle
 
Seite: (107) [148]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Zum Exempel kan uns sonderlich dienen/ das herrliche Gedicht des vortreflichen und geistreichen Poeten Herrn Siebers/ an unsern hocherleuchteten ElbeSchwan/ den tapfren Rist/ in welchen er sein hertzliches Mitleiden/ gegen unsern ruhmwürdigsten Kröhner/ in der damaligen grossen Nordischen Kriegs-verfolgung/ zuerkennen gegeben hat. [...][S][...] ¶ [aq]A[/aq]. Es war ein edler Schwan im schönen CimberLande/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Zum Exempel kan uns sonderlich dienen/ das herrliche Gedicht des vortreflichen und geistreichen Poeten Herrn Siebers/ an unsern hocherleuchteten ElbeSchwan/ den tapfren Rist/ in welchen er sein hertzliches Mitleiden/ gegen unsern ruhmwürdigsten Kröhner/ in der damaligen grossen Nordischen Kriegs-verfolgung/ zuerkennen gegeben hat. [...][S][...] ¶ [aq]A[/aq]. Es war ein edler Schwan im schönen CimberLande/ / Fundstelle
 
Seite: (113-114) [154-155]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Ingleichen an den nunmehr in GOtt verblichenen Herren Sennert/ zu Wittenberg: ¶ Als erst der Höllen-Gott/ Herr Sennert/ Euch verspürte/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Ingleichen an den nunmehr in GOtt verblichenen Herren Sennert/ zu Wittenberg: ¶ Als erst der Höllen-Gott/ Herr Sennert/ Euch verspürte/ / Fundstelle
 
Seite: (148) [189]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Ingleichen auf Herrn Christoph Schlegels/ gekröhnten Poeten und der H. Schrift Licentiaten/ Predigern und [aq]Professoren[/aq] zu St. Elisabeth in Breßlau/ Hochzeit: ¶ Ich weis mich selber zwar/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Ingleichen auf Herrn Christoph Schlegels/ gekröhnten Poeten und der H. Schrift Licentiaten/ Predigern und [aq]Professoren[/aq] zu St. Elisabeth in Breßlau/ Hochzeit: ¶ Ich weis mich selber zwar/ / Fundstelle
 
Seite: (156) [197]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. So hat der selige Herr Tscherning/ auf den Namens-Tag/ Frauen Magdal. Sanffte Lebinn/ gebohrner Lyrinn/ die Erfindung von ihren vornehmsten Tugenden genommen/ wie aus dem nachfolgenden zusehen/ dessen Lehrsätze unten [aq]lib. 4. c. 2. §. 31[/31]. zufinden. ¶ [aq]A[/aq] So viel höher allen Schätzen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. So hat der selige Herr Tscherning/ auf den Namens-Tag/ Frauen Magdal. Sanffte Lebinn/ gebohrner Lyrinn/ die Erfindung von ihren vornehmsten Tugenden genommen/ wie aus dem nachfolgenden zusehen/ dessen Lehrsätze unten [aq]lib. 4. c. 2. §. 31[/31]. zufinden. ¶ [aq]A[/aq] So viel höher allen Schätzen / Fundstelle
 
Seite: (168) [209]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Fundstelle
 
Seite: (170-171) [211-212]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Also redet der Hoch-Edle Herr Rist seinen Parnaß/ als Er denselben im [aq]1652[/aq]. Jahre zum ersten mahl besuchte/ mit sehr liebreichen Worten an/ in folgendem Sonnete: ¶ Glück zu mein Elbestrohm/ Parnassus sey gegrüsset/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Also redet der Hoch-Edle Herr Rist seinen Parnaß/ als Er denselben im [aq]1652[/aq]. Jahre zum ersten mahl besuchte/ mit sehr liebreichen Worten an/ in folgendem Sonnete: ¶ Glück zu mein Elbestrohm/ Parnassus sey gegrüsset/ / Fundstelle
 
Seite: (196) [237]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Unter die Zeit/ werden auch ins gemein allerley Kranckheiten gebracht/ gleich wie der selige Herr Tscherning ein solch Gedicht an Hn. Johann Hermann/ Pfarrern zu Köben/ als derselbe am Fieber zu Bette lag/ geschrieben: ¶ O GOtt/ du grosser Artzt/ der du in deinen Händen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Unter die Zeit/ werden auch ins gemein allerley Kranckheiten gebracht/ gleich wie der selige Herr Tscherning ein solch Gedicht an Hn. Johann Hermann/ Pfarrern zu Köben/ als derselbe am Fieber zu Bette lag/ geschrieben: ¶ O GOtt/ du grosser Artzt/ der du in deinen Händen / Fundstelle
 
Seite: (211) [252]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch die Erfindung von dem Alter/ woraus Herr Tscherning/ an Herrn Zacharias Hermann/ der heil. Schrifft Doctorn/ als derselbe das siebentzigste Jahr angetreten/ folgendes Gedicht verfertiget: ¶ Der alles ist und weiß/ der alles auch kan geben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch die Erfindung von dem Alter/ woraus Herr Tscherning/ an Herrn Zacharias Hermann/ der heil. Schrifft Doctorn/ als derselbe das siebentzigste Jahr angetreten/ folgendes Gedicht verfertiget: ¶ Der alles ist und weiß/ der alles auch kan geben/ / Fundstelle
 
Seite: (227) [268]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 11[/aq]. Unter diesen Titul ziehen wir das niedliche Gedicht über Herrn Johann Ristens/ Predigers zu Wedel/ an der Elbe/ Käys. Hoff-Pfaltzgrafens/ Edelgekröhnten Poetens/ und fürnehmen Mitgenossens der löbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ abermahlige geistliche Arbeit/ an den Alle-Manns-Tadler-Pasquin/ welches Herr Just Sieber seiner Poetisirenden Jugend hat einvereibet: [S] ¶ Was lässt du dich/ Pasquin/ was läst du dich gelüsten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 11[/aq]. Unter diesen Titul ziehen wir das niedliche Gedicht über Herrn Johann Ristens/ Predigers zu Wedel/ an der Elbe/ Käys. Hoff-Pfaltzgrafens/ Edelgekröhnten Poetens/ und fürnehmen Mitgenossens der löbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ abermahlige geistliche Arbeit/ an den Alle-Manns-Tadler-Pasquin/ welches Herr Just Sieber seiner Poetisirenden Jugend hat einvereibet: [S] ¶ Was lässt du dich/ Pasquin/ was läst du dich gelüsten/ / Fundstelle
 
Seite: (245-246) [286-287]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Und itztgedachter Herr Rist hat in seinem Parnaß über das Bildnis des weiland WolEhrwürdigen und hochgelahrten Herrn/ Herrn Johann Balthasar Schuppen/ hocherühmten Theologen und HaubtPredigers der Kirchen zu S. Jacob in Hamburg/ seines gewesenen grossen Freundes das nachgesetzte aufgezeichnet: ¶ Wenn man die Tugend könt als Eure Glieder mahlen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Und itztgedachter Herr Rist hat in seinem Parnaß über das Bildnis des weiland WolEhrwürdigen und hochgelahrten Herrn/ Herrn Johann Balthasar Schuppen/ hocherühmten Theologen und HaubtPredigers der Kirchen zu S. Jacob in Hamburg/ seines gewesenen grossen Freundes das nachgesetzte aufgezeichnet: ¶ Wenn man die Tugend könt als Eure Glieder mahlen/ / Fundstelle
 
Seite: (250) [291]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Unser Herr Rist/ setzet über die Abbildung des WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Daniel Wülffern/ vornehmen Predigers in Nürnberg/ folgendes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Hier ist der Schatten nur gebildet anzusehen ¶ [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein anders: ¶ Hier siehet man zwar die Gestalt ¶ [...] ¶ [aq]§. 22[/aq]. Und noch ein anders eben darauf: ¶ Sehr hier das Ebenbild des Nürenberger Hirten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 20[/aq]. Unser Herr Rist/ setzet über die Abbildung des WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Daniel Wülffern/ vornehmen Predigers in Nürnberg/ folgendes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Hier ist der Schatten nur gebildet anzusehen ¶ [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein anders: ¶ Hier siehet man zwar die Gestalt ¶ [...] ¶ [aq]§. 22[/aq]. Und noch ein anders eben darauf: ¶ Sehr hier das Ebenbild des Nürenberger Hirten/ / Fundstelle
 
Seite: (251) [292]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 27[/aq]. Unser Herr Rist/ hat der seligverstorbenen/ Viel Tugendwerthen Frauen Margarethen Rövers/ gebohrnen Beckmannin/ nachgehende Grabschrifft aufgebauet: [S] ¶ Die lebens würdig war/ die sich mit Tugend zierte/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 27[/aq]. Unser Herr Rist/ hat der seligverstorbenen/ Viel Tugendwerthen Frauen Margarethen Rövers/ gebohrnen Beckmannin/ nachgehende Grabschrifft aufgebauet: [S] ¶ Die lebens würdig war/ die sich mit Tugend zierte/ / Fundstelle
 
Seite: (252-253) [293-294]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 28[/aq]. Und eine andere/ auf das Grab des in Gott selig verstorbenen Herrn Lucas von Eitzen/ des hohen Stiffts zu Hamburg wolverdienten Seniorn und fürnehmen Dohmherrn: ¶ Der redlich/ friedlich/ from/ getreu/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 28[/aq]. Und eine andere/ auf das Grab des in Gott selig verstorbenen Herrn Lucas von Eitzen/ des hohen Stiffts zu Hamburg wolverdienten Seniorn und fürnehmen Dohmherrn: ¶ Der redlich/ friedlich/ from/ getreu/ / Fundstelle
 
Seite: (253) [294]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 36[/aq]. Von der [aq]Comparation[/aq] oder Vergleichung/ hat der Wol-Ehrwürdige und Hochgelahrte Herr SIEBER/ über den [S] trefflichen Kirchenlehrer/ Hn. D. Jacob Wellern von Molßdorff/ Churf. Sächs. Ober-Hoffprediger/ Beichtvatern/ Geistlichen und [aq]Consistorial[/aq]-Raht/ nachgesetztes [aq]Epigramma[/aq] verfertiget: ¶ Was ist doch für ein Geist der Väter wieder kommen? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 36[/aq]. Von der [aq]Comparation[/aq] oder Vergleichung/ hat der Wol-Ehrwürdige und Hochgelahrte Herr SIEBER/ über den [S] trefflichen Kirchenlehrer/ Hn. D. Jacob Wellern von Molßdorff/ Churf. Sächs. Ober-Hoffprediger/ Beichtvatern/ Geistlichen und [aq]Consistorial[/aq]-Raht/ nachgesetztes [aq]Epigramma[/aq] verfertiget: ¶ Was ist doch für ein Geist der Väter wieder kommen? / Fundstelle
 
Seite: (255-256) [296-297]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 39[/aq]. Und Herr Rist/ an den WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Hn. M. Johann Hudeman/ bey der löbl. Stadt Krempe treufleissigen SeelenHirten und HauptPrediger/ hat folgendes aufgesetzet: ¶ Ich weiß es/ daß ich dir/ Mein Bruder/ zugefallen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 39[/aq]. Und Herr Rist/ an den WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Hn. M. Johann Hudeman/ bey der löbl. Stadt Krempe treufleissigen SeelenHirten und HauptPrediger/ hat folgendes aufgesetzet: ¶ Ich weiß es/ daß ich dir/ Mein Bruder/ zugefallen. / Fundstelle
 
Seite: (256) [297]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 7[/aq]. Der Edelgekröhnte Herr Christian Adolph Balduin/ vornehmer Rechtsgelehrter/ und [aq]Syndicus[/aq] zum grossen Hayn/ hat auf Herrn Zacharias Engelhardt/ Churf. Durchl. zu Sachsen wolbestalten Kornschreiber zu Wittenberg seliges Absterben folgende Elegie (darinnen ein löbliches Abbild der alten Deutschen enthalten ist) aufgesetzet: ¶ Groß ist der edle Ruhm der alten deutschen Ahnen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 7[/aq]. Der Edelgekröhnte Herr Christian Adolph Balduin/ vornehmer Rechtsgelehrter/ und [aq]Syndicus[/aq] zum grossen Hayn/ hat auf Herrn Zacharias Engelhardt/ Churf. Durchl. zu Sachsen wolbestalten Kornschreiber zu Wittenberg seliges Absterben folgende Elegie (darinnen ein löbliches Abbild der alten Deutschen enthalten ist) aufgesetzet: ¶ Groß ist der edle Ruhm der alten deutschen Ahnen / Fundstelle
 
Seite: (276) [317]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Ingleichen auff das Hochadeliche Hochzeit Fest/ des hochedlen/ Gestrengen und Vesten/ Herrn Christian von Hartig/ auff Hörnitz/ Rittern von [aq]S. Marco[/aq] [...] mit der Weiland Edlen und Tugendberühmten Jungf. Dorotheen Schedin/ des HochEdlen [...] Herrn Johann Scheden/ auff Ammelgoßwitz [...] [S] [...] meines hochgeschätzten Gönners/ hertzgeliebten Jungfer Tochter/ meiner großgeneigten seligen Fr. Burgermeisterin/ hat unser Herr D. Ziegler folgende Madrigalen gespielet: ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Zu Leitzig sucht man itzt auff allen Strassen / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Ingleichen auff das Hochadeliche Hochzeit Fest/ des hochedlen/ Gestrengen und Vesten/ Herrn Christian von Hartig/ auff Hörnitz/ Rittern von [aq]S. Marco[/aq] [...] mit der Weiland Edlen und Tugendberühmten Jungf. Dorotheen Schedin/ des HochEdlen [...] Herrn Johann Scheden/ auff Ammelgoßwitz [...] [S] [...] meines hochgeschätzten Gönners/ hertzgeliebten Jungfer Tochter/ meiner großgeneigten seligen Fr. Burgermeisterin/ hat unser Herr D. Ziegler folgende Madrigalen gespielet: ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Zu Leitzig sucht man itzt auff allen Strassen / Fundstelle
 
Seite: (289-290) [330-331]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 48[/aq]. Nicht gar lange hat der Sinnreiche Poet/ Herr Johann Sigmund Pirscher ein Nahmens-Gedicht an seinen Herren Vater/ Herrn Sigmund Pirschern/ der Evangelischen Gemeine zu Groß Glogau wolbestalten [aq]Pastori[/aq] und [aq]Inspectori[/aq], geschrieben/ und abgeschicket/ [...] ¶ [aq]§. 49[/aq]. Das Exempel an ihm selbst ist dieses: ¶ [aq]A[/aq]. Ihr Musen gute Nacht/ die Lust/ die ich genossen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 48[/aq]. Nicht gar lange hat der Sinnreiche Poet/ Herr Johann Sigmund Pirscher ein Nahmens-Gedicht an seinen Herren Vater/ Herrn Sigmund Pirschern/ der Evangelischen Gemeine zu Groß Glogau wolbestalten [aq]Pastori[/aq] und [aq]Inspectori[/aq], geschrieben/ und abgeschicket/ [...] ¶ [aq]§. 49[/aq]. Das Exempel an ihm selbst ist dieses: ¶ [aq]A[/aq]. Ihr Musen gute Nacht/ die Lust/ die ich genossen/ / Fundstelle
 
Seite: (380) [421]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Ein Exempel hierauf nehmen wir aus dem Herrn Sieber/ auf Herrn Johann Petrins/ Poetens und Pfarrherrns/ in NiederLausitz/ Hochzeit-Fest: ¶ [aq]A[/aq]. Nemlich dieses fehlte nur / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 18[/aq]. Ein Exempel hierauf nehmen wir aus dem Herrn Sieber/ auf Herrn Johann Petrins/ Poetens und Pfarrherrns/ in NiederLausitz/ Hochzeit-Fest: ¶ [aq]A[/aq]. Nemlich dieses fehlte nur / Fundstelle
 
Seite: (421) [462]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Hn. Andreas Rölichens/ Pfarrern zu Lüben/ Hochzeit aufgesetzet: [S] ¶ Herr Kölich/ werther Freund/ wo wird mein Vorsatz bleiben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Hn. Andreas Rölichens/ Pfarrern zu Lüben/ Hochzeit aufgesetzet: [S] ¶ Herr Kölich/ werther Freund/ wo wird mein Vorsatz bleiben/ / Fundstelle
 
Seite: (427-428) [468-469]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 25[/aq]. Ein Exempel hierauf stehet im Herrn Risten Parnaß/ auf Herrn Johannes Lonicer/ der Rechte gewürdigten und des WohlEhrwürdigen Dom-Kapittels in der löbl. Stadt Hamburg wolbestalten [S] Secretarien/ mit Frauen Marthen/ Hn. Jochim Lobecks/ Bürgers und Handels-Manns in Lübeck nachgelassenen Wittwen/ Hochzeitlichen Ehren-Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Ist dan der erwünschte Tag / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 25[/aq]. Ein Exempel hierauf stehet im Herrn Risten Parnaß/ auf Herrn Johannes Lonicer/ der Rechte gewürdigten und des WohlEhrwürdigen Dom-Kapittels in der löbl. Stadt Hamburg wolbestalten [S] Secretarien/ mit Frauen Marthen/ Hn. Jochim Lobecks/ Bürgers und Handels-Manns in Lübeck nachgelassenen Wittwen/ Hochzeitlichen Ehren-Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Ist dan der erwünschte Tag / Fundstelle
 
Seite: (430-431) [471-472]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: w. wie wir solches klärlich werden sehen aus dem nachgehendem Exempel/ welches der selige Herr Tscherning/ auf Herrn Friedrich Scholtzens/ Pfarrers zu Herren Motschelnitz/ und Jungf. Ursulen/ gebornen Reisselin Hochzeit an die Jungf. Braut: ¶ [aq]A[/aq]. Was seh ich? oder kömt es mit nur also für? / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: w. wie wir solches klärlich werden sehen aus dem nachgehendem Exempel/ welches der selige Herr Tscherning/ auf Herrn Friedrich Scholtzens/ Pfarrers zu Herren Motschelnitz/ und Jungf. Ursulen/ gebornen Reisselin Hochzeit an die Jungf. Braut: ¶ [aq]A[/aq]. Was seh ich? oder kömt es mit nur also für? / Fundstelle
 
Seite: (442) [483]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Tscherning/ auf Herrn David Rhenisches sel. Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Was noch einig hat gefehlet / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Tscherning/ auf Herrn David Rhenisches sel. Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Was noch einig hat gefehlet / Fundstelle
 
Seite: (470) [511]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Auff des theuren Herren Harßdörffers seliges Ableben ist/ nach itzt gesetzter Art/ folgender Pindarischer Trauergesang geschrieben worden: ¶ [aq]1[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wie nun? Apollo! darff der Tod / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 8[/aq]. Auff des theuren Herren Harßdörffers seliges Ableben ist/ nach itzt gesetzter Art/ folgender Pindarischer Trauergesang geschrieben worden: ¶ [aq]1[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wie nun? Apollo! darff der Tod / Fundstelle
 
Seite: (474) [515]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Christoph Zacharias sel. Abschied geschrieben: [S] ¶ Was wil ein Mensch viel klagen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Christoph Zacharias sel. Abschied geschrieben: [S] ¶ Was wil ein Mensch viel klagen / Fundstelle
 
Seite: (488-489) [529-530]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Nach dem der Hochwürdige [...] Herr Otto Freyherr von Schwerin/ Herr zu Altenlandsberg/ Oldenwichshagen und Zachan etc. Der Chur- und Marck Brandenburg Erb-Cammerer/ ThumProbst der Churfürstlichen Bischöfflichen [S] StifftsKirchen zu Brandenburg etc. [...] Mein gnädigster Herr/ zum Thumprobst der Churf. Bischöfflichen Stiffts-Kirchen zu Brandenburg aufgeführet worden/ haben wir seiner Hochw. und Excellentz/ mittelst einer Nacht-Music nachgesetzte Ode/ in Unterthänigkeit/ übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Saldria! Dort sitzt die Sonne / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 5[/aq]. Nach dem der Hochwürdige [...] Herr Otto Freyherr von Schwerin/ Herr zu Altenlandsberg/ Oldenwichshagen und Zachan etc. Der Chur- und Marck Brandenburg Erb-Cammerer/ ThumProbst der Churfürstlichen Bischöfflichen [S] StifftsKirchen zu Brandenburg etc. [...] Mein gnädigster Herr/ zum Thumprobst der Churf. Bischöfflichen Stiffts-Kirchen zu Brandenburg aufgeführet worden/ haben wir seiner Hochw. und Excellentz/ mittelst einer Nacht-Music nachgesetzte Ode/ in Unterthänigkeit/ übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Saldria! Dort sitzt die Sonne / Fundstelle
 
Seite: (551-552) [592-593]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als dem unvergleichlichem Redner und Poeten/ unserm seligen Herrn Buchnern/ mit einhelligen Raht/ und Zustimmung der Hochgelahrten Väter/ das Zepter und Beherrschung über das Chur-Sächs. Wittenbergische Athen/ als einem wolwürdigen Vorgeher/ auff das halbe Jahr/ vertrauet und übergeben ward/ verfertigte [S] der weitberühmte Gubensche Poet/ Herr Johann Francke/ folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Wo dieses würdig war (wie es zwar ist gewesen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als dem unvergleichlichem Redner und Poeten/ unserm seligen Herrn Buchnern/ mit einhelligen Raht/ und Zustimmung der Hochgelahrten Väter/ das Zepter und Beherrschung über das Chur-Sächs. Wittenbergische Athen/ als einem wolwürdigen Vorgeher/ auff das halbe Jahr/ vertrauet und übergeben ward/ verfertigte [S] der weitberühmte Gubensche Poet/ Herr Johann Francke/ folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Wo dieses würdig war (wie es zwar ist gewesen/ / Fundstelle
 
Seite: (592-593) [633-634]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als der WolEhrwürdige [...] Herr Sebastian Gottfried Starcke/ hochverdienter Pastor zum Ertz-Engel in Lüneburg/ und derer darzu gehörigen Kirchen und Schule treufleissiger [aq]Inspector[/aq]/ am [aq]23[/aq]. Tage des HerbstM. des [aq]1651[/aq]. Jahres/ auf der Universität Leipzig/ zum Doctor der heiligen Schrifft gekröhnet worden/ schrieb Mein Ruhmwürdigster Herr Rist nachfolgendes Gedicht/ so zu finden ist/ in seinem Neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]568[/aq]. Blate: ¶ [aq]A[/aq]. Nun/ Teutschland/ schmecket man die rechte Friedens-Früchte/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 2[/aq]. Als der WolEhrwürdige [...] Herr Sebastian Gottfried Starcke/ hochverdienter Pastor zum Ertz-Engel in Lüneburg/ und derer darzu gehörigen Kirchen und Schule treufleissiger [aq]Inspector[/aq]/ am [aq]23[/aq]. Tage des HerbstM. des [aq]1651[/aq]. Jahres/ auf der Universität Leipzig/ zum Doctor der heiligen Schrifft gekröhnet worden/ schrieb Mein Ruhmwürdigster Herr Rist nachfolgendes Gedicht/ so zu finden ist/ in seinem Neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]568[/aq]. Blate: ¶ [aq]A[/aq]. Nun/ Teutschland/ schmecket man die rechte Friedens-Früchte/ / Fundstelle
 
Seite: (598) [639]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Als Herr Michael Jacobi/ von einem Edlen und Hochweisen Raht/ der weitberühmten Stadt Lüneburg/ aus Holstein/ zum [aq]Cantore[/aq]/ Führer und Regierer ihrer wolbestalten Music/ für vielen anderen/ ward beruffen/ erwehlet und angenommen/ hat/ zu sonderbahren Ehren/ gedachten Herrn Jacobi/ unser Herr Rist/ nachfolgendes aufgeschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Hertzgeliebtes Vaterland/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 12[/aq]. Als Herr Michael Jacobi/ von einem Edlen und Hochweisen Raht/ der weitberühmten Stadt Lüneburg/ aus Holstein/ zum [aq]Cantore[/aq]/ Führer und Regierer ihrer wolbestalten Music/ für vielen anderen/ ward beruffen/ erwehlet und angenommen/ hat/ zu sonderbahren Ehren/ gedachten Herrn Jacobi/ unser Herr Rist/ nachfolgendes aufgeschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Hertzgeliebtes Vaterland/ / Fundstelle
 
Seite: (652) [693]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Zum Exempel wollen wir/ in Ermangelung anderen aus unserm Buche der Redlichen/ nachfolgende hieher setzen/ als ¶ über Das Hoch-Freyherrlicheh Wapen Des Hoch-würdigen/ Hoch- und Wohlgebohrnen [...] Herrn/ Otto/ Freyherrn von Schwerin/ Herren zu Alten-Landsberg/ [...] Thumprobstes der Churfl. Bischofflichen Stifftkirchen zu Brandenburg [...] ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Der Deutsche fragt' einmahl/ wodurch der Herr Schwerin/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 3[/aq]. Zum Exempel wollen wir/ in Ermangelung anderen aus unserm Buche der Redlichen/ nachfolgende hieher setzen/ als ¶ über Das Hoch-Freyherrlicheh Wapen Des Hoch-würdigen/ Hoch- und Wohlgebohrnen [...] Herrn/ Otto/ Freyherrn von Schwerin/ Herren zu Alten-Landsberg/ [...] Thumprobstes der Churfl. Bischofflichen Stifftkirchen zu Brandenburg [...] ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Der Deutsche fragt' einmahl/ wodurch der Herr Schwerin/ / Fundstelle
 
Seite: (681) [722]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und [aq]Lutherus Luc. 2[/aq]. Siehe/ dieser wird gesetzt/ zu einem Fall und aufferstehen vieler in Israel. ¶ Opitz im [aq]104[/aq]. Ps. ¶ Den Menschen muß die Erde Krauter geben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Und [aq]Lutherus Luc. 2[/aq]. Siehe/ dieser wird gesetzt/ zu einem Fall und aufferstehen vieler in Israel. ¶ Opitz im [aq]104[/aq]. Ps. ¶ Den Menschen muß die Erde Krauter geben/ / Fundstelle
 
Seite: (715) [756]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Kan demnach Ambrosius Lobwasser/ durchaus nicht entschuldiget werden/ wan Er im [aq]51[/aq]. Ps. gesetzt: ¶ Und lösch sie aus mit deiner GnadenOnden. ¶ Das ist/ Wasser. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. 17[/aq]. Kan demnach Ambrosius Lobwasser/ durchaus nicht entschuldiget werden/ wan Er im [aq]51[/aq]. Ps. gesetzt: ¶ Und lösch sie aus mit deiner GnadenOnden. ¶ Das ist/ Wasser. / Fundstelle
 
Seite: (722) [763]
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Wie auch [...] Friederich/ Marggraffen zu Brandenburg ¶ [...] [S] ¶ Marck! du Marck der deutschen Erden / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Wie auch [...] Friederich/ Marggraffen zu Brandenburg ¶ [...] [S] ¶ Marck! du Marck der deutschen Erden / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [16-17]
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Sonnet. ¶ Es muß sich etwas mehr/ als Menschlichs/ an Euch finden/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Sonnet. ¶ Es muß sich etwas mehr/ als Menschlichs/ an Euch finden/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [32]
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: NUn sag ich abermahl/ ¶ [...] ¶ Johann Rist/ Neun und zwanzig-Jähriger Prediger daselbst [in Wedel an der Elbe, J.T.] [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: NUn sag ich abermahl/ ¶ [...] ¶ Johann Rist/ Neun und zwanzig-Jähriger Prediger daselbst [in Wedel an der Elbe, J.T.] [...] / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [33]
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: [aq]PHALEUCUS GRATULATORIUS[/aq]. ¶ [aq]INter assiduos Scholae labores[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]Scribb. Danesdorpî A. D. XXV[/aq]. ¶ [aq]Januar: Anno cIɔIɔc LXIII. à[/aq] ¶ [aq]Tuo[/aq] ¶ [aq]M. Adamo Polzio. P.L.C. Pastore ibid[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: [aq]PHALEUCUS GRATULATORIUS[/aq]. ¶ [aq]INter assiduos Scholae labores[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]Scribb. Danesdorpî A. D. XXV[/aq]. ¶ [aq]Januar: Anno cIɔIɔc LXIII. à[/aq] ¶ [aq]Tuo[/aq] ¶ [aq]M. Adamo Polzio. P.L.C. Pastore ibid[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [34]
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: ES sind zwar ihrer viel die sich durch Bücher schreiben ¶ [...] ¶ Heinrich Pladeck/ [aq]Z. L. SS. Theol. Stud[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: ES sind zwar ihrer viel die sich durch Bücher schreiben ¶ [...] ¶ Heinrich Pladeck/ [aq]Z. L. SS. Theol. Stud[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [41]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Ein solches LobLied ist des [aq]Anthyri[/aq], des Königes der Wenden. Von welchen die hochlöbliche Hertzogen zu Mecklenburg ihren Ursprung genommen und gewonnen/ welches/ nach dem es vor etlichen Jahren in dem Kloster Dobberau/ im Fürstenthum Mecklenburg/ von etlichen Kayserlichen Soldaten/ in einem vermaureten heimlichen Schranck/ wunderbahrer weise gefunden/ von dem hochberühmten Unverdrossenen in seinem Deutschen PalmBaum in Gothischer Schrifft/ wie folget/ versetzet worden: ¶ [aq]I[/aq]. ¶ Dü Tugend hat ken Rast/ sy schlaffet nicht in Betten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Ein solches LobLied ist des [aq]Anthyri[/aq], des Königes der Wenden. Von welchen die hochlöbliche Hertzogen zu Mecklenburg ihren Ursprung genommen und gewonnen/ welches/ nach dem es vor etlichen Jahren in dem Kloster Dobberau/ im Fürstenthum Mecklenburg/ von etlichen Kayserlichen Soldaten/ in einem vermaureten heimlichen Schranck/ wunderbahrer weise gefunden/ von dem hochberühmten Unverdrossenen in seinem Deutschen PalmBaum in Gothischer Schrifft/ wie folget/ versetzet worden: ¶ [aq]I[/aq]. ¶ Dü Tugend hat ken Rast/ sy schlaffet nicht in Betten/ / Fundstelle
 
Seite: (34) [75]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 15[/aq]. Und der selige Herr Tscherning hat in dem Frül. seiner Deuts. Gedichte/ auf Herrn Steinbachs/ und Fr. Margarethen Meltzerin Hochzeit/ seine Erfindung von der Bach/ von den Steinen und von den Perlen/ aus beyder Nahmen/ heraus gezogen; ¶ Werther Freund der Pierinnen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 15[/aq]. Und der selige Herr Tscherning hat in dem Frül. seiner Deuts. Gedichte/ auf Herrn Steinbachs/ und Fr. Margarethen Meltzerin Hochzeit/ seine Erfindung von der Bach/ von den Steinen und von den Perlen/ aus beyder Nahmen/ heraus gezogen; ¶ Werther Freund der Pierinnen/ / Fundstelle
 
Seite: (54) [95]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 18[/aq]. Der Erleuchtete Rist gebrauchet sich gleicher Erfindung/ bey der Hochzeit/ Herrn Johann Konrad Reben und J. Margarethen Schwartzin/ wann Er ¶ [aq](A)[/aq] Anfänglich singet/ wie alle Gaben/ so der Mensch in seinem Leben zugeniessen hat/ Jährlich von der Hand des HErren gesegnet werden. [...] [S] ¶ [aq]§. 19[/aq]. Das Exempel stehet in dem neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]121[/aq]. Blat: ¶ [aq]A[/aq]. Alle Schätz und gute Gaben / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 18[/aq]. Der Erleuchtete Rist gebrauchet sich gleicher Erfindung/ bey der Hochzeit/ Herrn Johann Konrad Reben und J. Margarethen Schwartzin/ wann Er ¶ [aq](A)[/aq] Anfänglich singet/ wie alle Gaben/ so der Mensch in seinem Leben zugeniessen hat/ Jährlich von der Hand des HErren gesegnet werden. [...] [S] ¶ [aq]§. 19[/aq]. Das Exempel stehet in dem neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]121[/aq]. Blat: ¶ [aq]A[/aq]. Alle Schätz und gute Gaben / Fundstelle
 
Seite: (57-58) [98-99]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Ein artliches Gedicht ist auch das baldfolgende Schertzgedicht Unsers Herrn Risten/ welches Er/ Herrn Kohlblat und J. Hessin zu Ehren gesetzet/ darinnen dan gleichsfals die Erfindung aus des Herrn Bräutigams Nahmen genommen ist. [S] [...] ¶ [aq]C[/aq] Drittens redet Er den Bräutigam an/ und [aq](f)[/aq] rühmet die Braut von ihrem Vater/ von ihrer eigenen Gottesfurcht/ Keuschheit/ u.s.f. [aq](g[/aq] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Zum Exempel: ¶ So heisst es dan gewagt/ nach vieler Zeit bedencken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Ein artliches Gedicht ist auch das baldfolgende Schertzgedicht Unsers Herrn Risten/ welches Er/ Herrn Kohlblat und J. Hessin zu Ehren gesetzet/ darinnen dan gleichsfals die Erfindung aus des Herrn Bräutigams Nahmen genommen ist. [S] [...] ¶ [aq]C[/aq] Drittens redet Er den Bräutigam an/ und [aq](f)[/aq] rühmet die Braut von ihrem Vater/ von ihrer eigenen Gottesfurcht/ Keuschheit/ u.s.f. [aq](g[/aq] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Zum Exempel: ¶ So heisst es dan gewagt/ nach vieler Zeit bedencken/ / Fundstelle
 
Seite: (60-61) [101-102]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 23[/aq]. So auch die Grabschrift der Jungfrauschaft/ bey Wolff Heinrich von Kreutzen Hochzeit/ zu Haseldorf. ¶ Hier liegt die Jungfrauschafft in einer langen Nacht/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 23[/aq]. So auch die Grabschrift der Jungfrauschaft/ bey Wolff Heinrich von Kreutzen Hochzeit/ zu Haseldorf. ¶ Hier liegt die Jungfrauschafft in einer langen Nacht/ / Fundstelle
 
Seite: (64) [105]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 52[/aq]. Fast auf gleichen schlag/ ist die Erfindung des Sonnets/ auf den Abschied von Brandenburg/ zur [aq]Inspection[/aq] nach Saltzwedel/ des vornehmen Theologi/ Herrn M. David Grossen/ Meine hochberühmten Gönners. ¶ Itzt denck ich gleich daran/ was mir in dieser Nacht / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 52[/aq]. Fast auf gleichen schlag/ ist die Erfindung des Sonnets/ auf den Abschied von Brandenburg/ zur [aq]Inspection[/aq] nach Saltzwedel/ des vornehmen Theologi/ Herrn M. David Grossen/ Meine hochberühmten Gönners. ¶ Itzt denck ich gleich daran/ was mir in dieser Nacht / Fundstelle
 
Seite: (107) [148]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Zum Exempel kan uns sonderlich dienen/ das herrliche Gedicht des vortreflichen und geistreichen Poeten Herrn Siebers/ an unsern hocherleuchteten ElbeSchwan/ den tapfren Rist/ in welchen er sein hertzliches Mitleiden/ gegen unsern ruhmwürdigsten Kröhner/ in der damaligen grossen Nordischen Kriegs-verfolgung/ zuerkennen gegeben hat. [...][S][...] ¶ [aq]A[/aq]. Es war ein edler Schwan im schönen CimberLande/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Zum Exempel kan uns sonderlich dienen/ das herrliche Gedicht des vortreflichen und geistreichen Poeten Herrn Siebers/ an unsern hocherleuchteten ElbeSchwan/ den tapfren Rist/ in welchen er sein hertzliches Mitleiden/ gegen unsern ruhmwürdigsten Kröhner/ in der damaligen grossen Nordischen Kriegs-verfolgung/ zuerkennen gegeben hat. [...][S][...] ¶ [aq]A[/aq]. Es war ein edler Schwan im schönen CimberLande/ / Fundstelle
 
Seite: (113-114) [154-155]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Herr Flemming redet/ in einem Sonnet/ das Schiff vor Niesen also an: ¶ So sey einmahl gegrüsst/ du durch drey halbe Jahre / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Herr Flemming redet/ in einem Sonnet/ das Schiff vor Niesen also an: ¶ So sey einmahl gegrüsst/ du durch drey halbe Jahre / Fundstelle
 
Seite: (134) [175]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel solcher Fabel lesen wir im [aq]5[/aq]. Buche der Argenis/ in welchem Nicopompus auf das Fürstliche Beylager der Argenis und [aq]Poliarchus[/aq], ein herrliches [aq]Epithalamium[/aq] auffgesetzet/ welches wir Lateinisch hieher zustellen/ kein Bedencken tragen. ¶ [aq]Lapsus ab astrifero festa ad connubia coelo[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel solcher Fabel lesen wir im [aq]5[/aq]. Buche der Argenis/ in welchem Nicopompus auf das Fürstliche Beylager der Argenis und [aq]Poliarchus[/aq], ein herrliches [aq]Epithalamium[/aq] auffgesetzet/ welches wir Lateinisch hieher zustellen/ kein Bedencken tragen. ¶ [aq]Lapsus ab astrifero festa ad connubia coelo[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (137) [178]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Eine solche ist das weitleufftige Hochzeit Gedicht Herrn Flemmings/ welches er die Liefländische SchneeGräfin nennet/ und im [aq]4[/aq]. Buch seiner Poetischen Wälder beschrieben ist: [S] ¶ Es war ein schöner Tag im Himmel/ wie auf Erden/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Eine solche ist das weitleufftige Hochzeit Gedicht Herrn Flemmings/ welches er die Liefländische SchneeGräfin nennet/ und im [aq]4[/aq]. Buch seiner Poetischen Wälder beschrieben ist: [S] ¶ Es war ein schöner Tag im Himmel/ wie auf Erden/ / Fundstelle
 
Seite: (139-140) [180-181]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Ingleichen an den nunmehr in GOtt verblichenen Herren Sennert/ zu Wittenberg: ¶ Als erst der Höllen-Gott/ Herr Sennert/ Euch verspürte/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Ingleichen an den nunmehr in GOtt verblichenen Herren Sennert/ zu Wittenberg: ¶ Als erst der Höllen-Gott/ Herr Sennert/ Euch verspürte/ / Fundstelle
 
Seite: (148) [189]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Ingleichen auf Herrn Christoph Schlegels/ gekröhnten Poeten und der H. Schrift Licentiaten/ Predigern und [aq]Professoren[/aq] zu St. Elisabeth in Breßlau/ Hochzeit: ¶ Ich weis mich selber zwar/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Ingleichen auf Herrn Christoph Schlegels/ gekröhnten Poeten und der H. Schrift Licentiaten/ Predigern und [aq]Professoren[/aq] zu St. Elisabeth in Breßlau/ Hochzeit: ¶ Ich weis mich selber zwar/ / Fundstelle
 
Seite: (156) [197]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ein solches ist auch Hn. Tschernings Ode/ auf der edlen Poetin Jungf. Anna Memorata ihme übersendetes gelehrtes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Was gedenckst du/ Charitinne? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ein solches ist auch Hn. Tschernings Ode/ auf der edlen Poetin Jungf. Anna Memorata ihme übersendetes gelehrtes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Was gedenckst du/ Charitinne? / Fundstelle
 
Seite: (159) [200]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Und in unserm Buche der Redlichen/ ist eine dergleichen [aq]Invention[/aq] enthalten/ auf Hn. Augustin Schaffhirten/ Beyder Rechten wolbeflissenen/ und Jungf. Anna Elisabethen Kühnin von Zittau/ ansehnliches Hochzeitfest/ aus Brandenburg/ überschicket: ¶ Herr/ daß der kühne Gott/ wie ich mit lust vernommen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Und in unserm Buche der Redlichen/ ist eine dergleichen [aq]Invention[/aq] enthalten/ auf Hn. Augustin Schaffhirten/ Beyder Rechten wolbeflissenen/ und Jungf. Anna Elisabethen Kühnin von Zittau/ ansehnliches Hochzeitfest/ aus Brandenburg/ überschicket: ¶ Herr/ daß der kühne Gott/ wie ich mit lust vernommen/ / Fundstelle
 
Seite: (160) [201]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Der Herr von Boberfeld hat an Hn. Zincgräfen ein sehr sauberes Gedicht verfertiget/ und die [aq]Invention[/aq] sonderlich von desselben seltener Geschickligkeit genommen/ welches aus dem ersten Buch der Poetischen Wälder/ wir anhero setzen wollen: [S] ¶ Recht also/ liebster Freund; du lässest dich die Zeiten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Der Herr von Boberfeld hat an Hn. Zincgräfen ein sehr sauberes Gedicht verfertiget/ und die [aq]Invention[/aq] sonderlich von desselben seltener Geschickligkeit genommen/ welches aus dem ersten Buch der Poetischen Wälder/ wir anhero setzen wollen: [S] ¶ Recht also/ liebster Freund; du lässest dich die Zeiten/ / Fundstelle
 
Seite: (165-166) [206-207]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. So hat der selige Herr Tscherning/ auf den Namens-Tag/ Frauen Magdal. Sanffte Lebinn/ gebohrner Lyrinn/ die Erfindung von ihren vornehmsten Tugenden genommen/ wie aus dem nachfolgenden zusehen/ dessen Lehrsätze unten [aq]lib. 4. c. 2. §. 31[/31]. zufinden. ¶ [aq]A[/aq] So viel höher allen Schätzen / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. So hat der selige Herr Tscherning/ auf den Namens-Tag/ Frauen Magdal. Sanffte Lebinn/ gebohrner Lyrinn/ die Erfindung von ihren vornehmsten Tugenden genommen/ wie aus dem nachfolgenden zusehen/ dessen Lehrsätze unten [aq]lib. 4. c. 2. §. 31[/31]. zufinden. ¶ [aq]A[/aq] So viel höher allen Schätzen / Fundstelle
 
Seite: (168) [209]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. An den Durchläuchtigsten/ Hochgebohrnen Fürsten und Herrn/ Herrn Fridrich/ Erben zu Norwegen [...] hat der HochEhrwürdige/ und Hochedle Herr Rist/ eine solche LobRede geschrieben/ daß Er in derselben auch die hohen Fürstlichen Tugenden/ als die Gottesfurcht/ Geschickligkeit in den Himmlischen/ irdischen und unterirrdischen Sachen/ die kluge Regierung/ [S] und der gleichen mehr/ auf das Allerziehrlichste anführet/ in seinem nie zur gnüge gepriesenen Teutschen Parnaß: ¶ [aq]§. 5[/aq]. ¶ Laß/ meine Feder itzt/ all andre Fürsten stehen / Fundstelle
 
Seite: (170-171) [211-212]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Exempel ist dieses/ welches [S] wir aus Herrn Tscherning an Jacob Sebastian Lauremberg hieher setzen: ¶ Kom/ du neues Licht der Jugend/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ein Exempel ist dieses/ welches [S] wir aus Herrn Tscherning an Jacob Sebastian Lauremberg hieher setzen: ¶ Kom/ du neues Licht der Jugend/ / Fundstelle
 
Seite: (177-178) [218-219]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Herr Sieber/ als er auff einer Adelichen Geistlichen Jungfrauen Nahmens-Tag ein Gedicht verfertiget/ hat er die Erfindung genommen/ von dero Gottseligkeit und heiligen Wesen: ¶ Heilge Nimphe/ gönnt sies mir/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Herr Sieber/ als er auff einer Adelichen Geistlichen Jungfrauen Nahmens-Tag ein Gedicht verfertiget/ hat er die Erfindung genommen/ von dero Gottseligkeit und heiligen Wesen: ¶ Heilge Nimphe/ gönnt sies mir/ / Fundstelle
 
Seite: (180) [221]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Der artliche Poet/ Herr Simon Dach/ wan er an seinen Damon schreibet/ nimmt er die Erfindung von der schönen Ergetzligkeit/ die er aus desselben sehr angenehmer Freundschaft und Lustspiel hat: ¶ Damon/ wo hinfort dich Preussen / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Der artliche Poet/ Herr Simon Dach/ wan er an seinen Damon schreibet/ nimmt er die Erfindung von der schönen Ergetzligkeit/ die er aus desselben sehr angenehmer Freundschaft und Lustspiel hat: ¶ Damon/ wo hinfort dich Preussen / Fundstelle
 
Seite: (185) [226]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Als vorerwehnter Herr Justus Sieber/ auf Herrn Christian Nitschens/ Kauffmans zu Budissin/ und Jungfer Dorotheen Schrammin Hochzeit/ etwas ausfertigen wil/ nimmt er die Erfindung von des Bräutgams Handlung/ und ziehet dieselbe allen unsern Thun und Studieren vor/ wie folget: ¶ Wol/ neuer Handels-Mann! / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Als vorerwehnter Herr Justus Sieber/ auf Herrn Christian Nitschens/ Kauffmans zu Budissin/ und Jungfer Dorotheen Schrammin Hochzeit/ etwas ausfertigen wil/ nimmt er die Erfindung von des Bräutgams Handlung/ und ziehet dieselbe allen unsern Thun und Studieren vor/ wie folget: ¶ Wol/ neuer Handels-Mann! / Fundstelle
 
Seite: (187) [228]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Und Herr Opitz/ im 4. seiner Poetisch. Wälder setzet folgendes Exempel: ¶ O Tonau/ sey gegrüsst/ du König aller Flüsse / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Und Herr Opitz/ im 4. seiner Poetisch. Wälder setzet folgendes Exempel: ¶ O Tonau/ sey gegrüsst/ du König aller Flüsse / Fundstelle
 
Seite: (194) [235]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Also redet der Hoch-Edle Herr Rist seinen Parnaß/ als Er denselben im [aq]1652[/aq]. Jahre zum ersten mahl besuchte/ mit sehr liebreichen Worten an/ in folgendem Sonnete: ¶ Glück zu mein Elbestrohm/ Parnassus sey gegrüsset/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Also redet der Hoch-Edle Herr Rist seinen Parnaß/ als Er denselben im [aq]1652[/aq]. Jahre zum ersten mahl besuchte/ mit sehr liebreichen Worten an/ in folgendem Sonnete: ¶ Glück zu mein Elbestrohm/ Parnassus sey gegrüsset/ / Fundstelle
 
Seite: (196) [237]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Zum Exempel sey das nachgesetzte Gedicht/ aus unserm Buche der Redlichen/ ¶ An ¶ Die Burg zu Brandenburg ¶ Wegen ¶ Des [...] ¶ Herrn Benjamin Wincklers von Winckelfels/ [...] [S] [....] ¶ [aq]A[/aq]. Sey stoltz/ du schöne Burg! und rühme dich der Gaben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Zum Exempel sey das nachgesetzte Gedicht/ aus unserm Buche der Redlichen/ ¶ An ¶ Die Burg zu Brandenburg ¶ Wegen ¶ Des [...] ¶ Herrn Benjamin Wincklers von Winckelfels/ [...] [S] [....] ¶ [aq]A[/aq]. Sey stoltz/ du schöne Burg! und rühme dich der Gaben/ / Fundstelle
 
Seite: (198-199) [239-240]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Von der Pest hat Herr Opitz/ an Herrn Johann Wessel/ als derselbe nach aufgehörter langwieriger Pest zum Buntzlau/ eine DancksagungsPredigt gehalten/ folgendes Gedicht geschrieben: ¶ Hilff Gott! hat dan der Krieg nicht Volck genug gefressen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Von der Pest hat Herr Opitz/ an Herrn Johann Wessel/ als derselbe nach aufgehörter langwieriger Pest zum Buntzlau/ eine DancksagungsPredigt gehalten/ folgendes Gedicht geschrieben: ¶ Hilff Gott! hat dan der Krieg nicht Volck genug gefressen / Fundstelle
 
Seite: (204) [245]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Herr Tscherning/ des edlen Opitzen getreuer Schüler/ hat auf das Begräbnis Frauen Dorotheen Flandrinin/ gebohrnen Ebenin die Erfindung zu seinem Gedichte/ von dem Kriege und der Pest/ zugleich genommen: [S] ¶ O Edles Schlesien/ wie stehst du so verheeret / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Herr Tscherning/ des edlen Opitzen getreuer Schüler/ hat auf das Begräbnis Frauen Dorotheen Flandrinin/ gebohrnen Ebenin die Erfindung zu seinem Gedichte/ von dem Kriege und der Pest/ zugleich genommen: [S] ¶ O Edles Schlesien/ wie stehst du so verheeret / Fundstelle
 
Seite: (206-207) [247-248]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Herr Flemming hat eine dergleichen Erfindung/ von der Zeit/ auf eines von Grünenthal Leichbestattung in 3. Buch seiner Poetischen Wälder: ¶ Die Zeit/ in der der Mensch sein Leben pflegt zuführen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Herr Flemming hat eine dergleichen Erfindung/ von der Zeit/ auf eines von Grünenthal Leichbestattung in 3. Buch seiner Poetischen Wälder: ¶ Die Zeit/ in der der Mensch sein Leben pflegt zuführen/ / Fundstelle
 
Seite: (209) [250]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Unter die Zeit/ werden auch ins gemein allerley Kranckheiten gebracht/ gleich wie der selige Herr Tscherning ein solch Gedicht an Hn. Johann Hermann/ Pfarrern zu Köben/ als derselbe am Fieber zu Bette lag/ geschrieben: ¶ O GOtt/ du grosser Artzt/ der du in deinen Händen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Unter die Zeit/ werden auch ins gemein allerley Kranckheiten gebracht/ gleich wie der selige Herr Tscherning ein solch Gedicht an Hn. Johann Hermann/ Pfarrern zu Köben/ als derselbe am Fieber zu Bette lag/ geschrieben: ¶ O GOtt/ du grosser Artzt/ der du in deinen Händen / Fundstelle
 
Seite: (211) [252]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Von den Frieden hat/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner auf den frölichen HochzeitTag des [...] Herrn Johann Wohrtmanns/ Obristen Leutenanten/ [...] eine artliche Erfindung genommen/ welche zur Gnüge aus dem nachgesetzten wird abzunehmen sein: ¶ Legt nun die Waffen hin/ zerbrechet Spieß und Stangen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Von den Frieden hat/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner auf den frölichen HochzeitTag des [...] Herrn Johann Wohrtmanns/ Obristen Leutenanten/ [...] eine artliche Erfindung genommen/ welche zur Gnüge aus dem nachgesetzten wird abzunehmen sein: ¶ Legt nun die Waffen hin/ zerbrechet Spieß und Stangen/ / Fundstelle
 
Seite: (213) [254]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch die Erfindung von dem Alter/ woraus Herr Tscherning/ an Herrn Zacharias Hermann/ der heil. Schrifft Doctorn/ als derselbe das siebentzigste Jahr angetreten/ folgendes Gedicht verfertiget: ¶ Der alles ist und weiß/ der alles auch kan geben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch die Erfindung von dem Alter/ woraus Herr Tscherning/ an Herrn Zacharias Hermann/ der heil. Schrifft Doctorn/ als derselbe das siebentzigste Jahr angetreten/ folgendes Gedicht verfertiget: ¶ Der alles ist und weiß/ der alles auch kan geben/ / Fundstelle
 
Seite: (227) [268]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 15[/aq]. Von einer Historie/ darinnen der Gebrauch der Spartaner bey Heyrathen enthalten ist/ hat Herr Tscherning af Herrn Samuel Heinnitzes Hochzeit/ folgende Erfindung gemacht: ¶ Zu Sparta war es brauch/ wer da sich ehlos hielt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 15[/aq]. Von einer Historie/ darinnen der Gebrauch der Spartaner bey Heyrathen enthalten ist/ hat Herr Tscherning af Herrn Samuel Heinnitzes Hochzeit/ folgende Erfindung gemacht: ¶ Zu Sparta war es brauch/ wer da sich ehlos hielt/ / Fundstelle
 
Seite: (229) [270]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Und Herr Tscherning setzet über deb Abschied so wol Herrn Georg Gerhards/ Fürstl. Mönsterbergischen/ Olßnischen und Bernstädtischen Rahts und Cantzlers; als auch: Hn. Gottfried Baudissen/ Fürstl. Lignitschen Rahts und Cantzlers/ nachfolgendes Sonnet. ¶ Wie Schiffer/ wan sie nicht ain Firmament erblicken / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Und Herr Tscherning setzet über deb Abschied so wol Herrn Georg Gerhards/ Fürstl. Mönsterbergischen/ Olßnischen und Bernstädtischen Rahts und Cantzlers; als auch: Hn. Gottfried Baudissen/ Fürstl. Lignitschen Rahts und Cantzlers/ nachfolgendes Sonnet. ¶ Wie Schiffer/ wan sie nicht ain Firmament erblicken / Fundstelle
 
Seite: (233) [274]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Und bald hernach über die Boßheit der der Menschen. ¶ Ein Fisch/ der ein mahl schon vom Angel ist betrogen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Und bald hernach über die Boßheit der der Menschen. ¶ Ein Fisch/ der ein mahl schon vom Angel ist betrogen/ / Fundstelle
 
Seite: (233) [274]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Herr Johann Franck/ der vortrefliche Gubenische Poet/ hat auch unter dieser Erfindung seine unterthänigste Dancksagung an Seine Churf. Durchl. zu Sachsen/ wegen gnädigster Erlassung des ungleichen Verdachts/ und hierauf erfolgeter Wiederbegnadigung/ wie folget/ abgefasset: ¶ Wan gleich Tau und Segel reißt; wan gleich Mast und Ancker krachen; / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Herr Johann Franck/ der vortrefliche Gubenische Poet/ hat auch unter dieser Erfindung seine unterthänigste Dancksagung an Seine Churf. Durchl. zu Sachsen/ wegen gnädigster Erlassung des ungleichen Verdachts/ und hierauf erfolgeter Wiederbegnadigung/ wie folget/ abgefasset: ¶ Wan gleich Tau und Segel reißt; wan gleich Mast und Ancker krachen; / Fundstelle
 
Seite: (234) [275]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Unter diesen Titul ziehen wir das niedliche Gedicht über Herrn Johann Ristens/ Predigers zu Wedel/ an der Elbe/ Käys. Hoff-Pfaltzgrafens/ Edelgekröhnten Poetens/ und fürnehmen Mitgenossens der löbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ abermahlige geistliche Arbeit/ an den Alle-Manns-Tadler-Pasquin/ welches Herr Just Sieber seiner Poetisirenden Jugend hat einvereibet: [S] ¶ Was lässt du dich/ Pasquin/ was läst du dich gelüsten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Unter diesen Titul ziehen wir das niedliche Gedicht über Herrn Johann Ristens/ Predigers zu Wedel/ an der Elbe/ Käys. Hoff-Pfaltzgrafens/ Edelgekröhnten Poetens/ und fürnehmen Mitgenossens der löbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ abermahlige geistliche Arbeit/ an den Alle-Manns-Tadler-Pasquin/ welches Herr Just Sieber seiner Poetisirenden Jugend hat einvereibet: [S] ¶ Was lässt du dich/ Pasquin/ was läst du dich gelüsten/ / Fundstelle
 
Seite: (245-246) [286-287]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Und itztgedachter Herr Rist hat in seinem Parnaß über das Bildnis des weiland WolEhrwürdigen und hochgelahrten Herrn/ Herrn Johann Balthasar Schuppen/ hocherühmten Theologen und HaubtPredigers der Kirchen zu S. Jacob in Hamburg/ seines gewesenen grossen Freundes das nachgesetzte aufgezeichnet: ¶ Wenn man die Tugend könt als Eure Glieder mahlen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Und itztgedachter Herr Rist hat in seinem Parnaß über das Bildnis des weiland WolEhrwürdigen und hochgelahrten Herrn/ Herrn Johann Balthasar Schuppen/ hocherühmten Theologen und HaubtPredigers der Kirchen zu S. Jacob in Hamburg/ seines gewesenen grossen Freundes das nachgesetzte aufgezeichnet: ¶ Wenn man die Tugend könt als Eure Glieder mahlen/ / Fundstelle
 
Seite: (250) [291]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Unser Herr Rist/ setzet über die Abbildung des WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Daniel Wülffern/ vornehmen Predigers in Nürnberg/ folgendes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Hier ist der Schatten nur gebildet anzusehen ¶ [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein anders: ¶ Hier siehet man zwar die Gestalt ¶ [...] ¶ [aq]§. 22[/aq]. Und noch ein anders eben darauf: ¶ Sehr hier das Ebenbild des Nürenberger Hirten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Unser Herr Rist/ setzet über die Abbildung des WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Daniel Wülffern/ vornehmen Predigers in Nürnberg/ folgendes [aq]Epigramma[/aq]: ¶ Hier ist der Schatten nur gebildet anzusehen ¶ [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein anders: ¶ Hier siehet man zwar die Gestalt ¶ [...] ¶ [aq]§. 22[/aq]. Und noch ein anders eben darauf: ¶ Sehr hier das Ebenbild des Nürenberger Hirten/ / Fundstelle
 
Seite: (251) [292]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 26[/aq]. Ingleichen an Herrn Balthasar Thomassen/ als ihm seine Braut Jungf. Hedwig Vechnerin am Hochzeit Tage begraben ward: ¶ In dem des Vechners Mund/ aus guter Zuversicht/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 26[/aq]. Ingleichen an Herrn Balthasar Thomassen/ als ihm seine Braut Jungf. Hedwig Vechnerin am Hochzeit Tage begraben ward: ¶ In dem des Vechners Mund/ aus guter Zuversicht/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 27[/aq]. Unser Herr Rist/ hat der seligverstorbenen/ Viel Tugendwerthen Frauen Margarethen Rövers/ gebohrnen Beckmannin/ nachgehende Grabschrifft aufgebauet: [S] ¶ Die lebens würdig war/ die sich mit Tugend zierte/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 27[/aq]. Unser Herr Rist/ hat der seligverstorbenen/ Viel Tugendwerthen Frauen Margarethen Rövers/ gebohrnen Beckmannin/ nachgehende Grabschrifft aufgebauet: [S] ¶ Die lebens würdig war/ die sich mit Tugend zierte/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 28[/aq]. Und eine andere/ auf das Grab des in Gott selig verstorbenen Herrn Lucas von Eitzen/ des hohen Stiffts zu Hamburg wolverdienten Seniorn und fürnehmen Dohmherrn: ¶ Der redlich/ friedlich/ from/ getreu/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 28[/aq]. Und eine andere/ auf das Grab des in Gott selig verstorbenen Herrn Lucas von Eitzen/ des hohen Stiffts zu Hamburg wolverdienten Seniorn und fürnehmen Dohmherrn: ¶ Der redlich/ friedlich/ from/ getreu/ / Fundstelle
 
Seite: (253) [294]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 31[/aq]. Noch ein ander Exempel wollen wir [S] von den Unsrigen hin zuthun/ auf das Grab/ der Allerschönsten und Tugendvollkomnesten Jungf. Anna Jacobinen Janckin/ des weiland Wol-Ehrwürdigen und Hochgelahrten Herren [aq]M. S[/aq]. Jancken/ Obersten [aq]Diaconi[/aq] in Zittau/ Kayserlichen Poetens u.s.f. seligen Tochter: ¶ Hier in dieser schwartzen Gruft hat die Charis sich vergraben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 31[/aq]. Noch ein ander Exempel wollen wir [S] von den Unsrigen hin zuthun/ auf das Grab/ der Allerschönsten und Tugendvollkomnesten Jungf. Anna Jacobinen Janckin/ des weiland Wol-Ehrwürdigen und Hochgelahrten Herren [aq]M. S[/aq]. Jancken/ Obersten [aq]Diaconi[/aq] in Zittau/ Kayserlichen Poetens u.s.f. seligen Tochter: ¶ Hier in dieser schwartzen Gruft hat die Charis sich vergraben/ / Fundstelle
 
Seite: (253-254) [294-295]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 32[/aq]. Auf einen Garten hat Herr Opitz nachstehende Uberschrifft gestellet: ¶ GOtt erstlich/ die Natur zum Andern/ und der Fleiß/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 32[/aq]. Auf einen Garten hat Herr Opitz nachstehende Uberschrifft gestellet: ¶ GOtt erstlich/ die Natur zum Andern/ und der Fleiß/ / Fundstelle
 
Seite: (254) [295]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 36[/aq]. Von der [aq]Comparation[/aq] oder Vergleichung/ hat der Wol-Ehrwürdige und Hochgelahrte Herr SIEBER/ über den [S] trefflichen Kirchenlehrer/ Hn. D. Jacob Wellern von Molßdorff/ Churf. Sächs. Ober-Hoffprediger/ Beichtvatern/ Geistlichen und [aq]Consistorial[/aq]-Raht/ nachgesetztes [aq]Epigramma[/aq] verfertiget: ¶ Was ist doch für ein Geist der Väter wieder kommen? / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 36[/aq]. Von der [aq]Comparation[/aq] oder Vergleichung/ hat der Wol-Ehrwürdige und Hochgelahrte Herr SIEBER/ über den [S] trefflichen Kirchenlehrer/ Hn. D. Jacob Wellern von Molßdorff/ Churf. Sächs. Ober-Hoffprediger/ Beichtvatern/ Geistlichen und [aq]Consistorial[/aq]-Raht/ nachgesetztes [aq]Epigramma[/aq] verfertiget: ¶ Was ist doch für ein Geist der Väter wieder kommen? / Fundstelle
 
Seite: (255-256) [296-297]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 39[/aq]. Und Herr Rist/ an den WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Hn. M. Johann Hudeman/ bey der löbl. Stadt Krempe treufleissigen SeelenHirten und HauptPrediger/ hat folgendes aufgesetzet: ¶ Ich weiß es/ daß ich dir/ Mein Bruder/ zugefallen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 39[/aq]. Und Herr Rist/ an den WolEhrwürdigen und Hochgelahrten Hn. M. Johann Hudeman/ bey der löbl. Stadt Krempe treufleissigen SeelenHirten und HauptPrediger/ hat folgendes aufgesetzet: ¶ Ich weiß es/ daß ich dir/ Mein Bruder/ zugefallen. / Fundstelle
 
Seite: (256) [297]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 43[/aq]. Jener rühmet ein Nonnen-Kloster/ daß es eine sehr gesunde Lufft hätte/ weil in hundert Jahren keine Jungfrau daraus gestorben; Aus welchem wir folgendes Gedicht machen: ¶ Warlich dieses NonnenKloster mag von guter Luft wol sagen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 43[/aq]. Jener rühmet ein Nonnen-Kloster/ daß es eine sehr gesunde Lufft hätte/ weil in hundert Jahren keine Jungfrau daraus gestorben; Aus welchem wir folgendes Gedicht machen: ¶ Warlich dieses NonnenKloster mag von guter Luft wol sagen/ / Fundstelle
 
Seite: (258) [299]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 48[/aq]. Soldaten sind fromme gutthätige Leute/ weil sie so viel arme Häuser stifften: ¶ Es ist ein frommes Volck/ Soldaten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 48[/aq]. Soldaten sind fromme gutthätige Leute/ weil sie so viel arme Häuser stifften: ¶ Es ist ein frommes Volck/ Soldaten/ / Fundstelle
 
Seite: (259) [300]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Der Edelgekröhnte Herr Christian Adolph Balduin/ vornehmer Rechtsgelehrter/ und [aq]Syndicus[/aq] zum grossen Hayn/ hat auf Herrn Zacharias Engelhardt/ Churf. Durchl. zu Sachsen wolbestalten Kornschreiber zu Wittenberg seliges Absterben folgende Elegie (darinnen ein löbliches Abbild der alten Deutschen enthalten ist) aufgesetzet: ¶ Groß ist der edle Ruhm der alten deutschen Ahnen / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Der Edelgekröhnte Herr Christian Adolph Balduin/ vornehmer Rechtsgelehrter/ und [aq]Syndicus[/aq] zum grossen Hayn/ hat auf Herrn Zacharias Engelhardt/ Churf. Durchl. zu Sachsen wolbestalten Kornschreiber zu Wittenberg seliges Absterben folgende Elegie (darinnen ein löbliches Abbild der alten Deutschen enthalten ist) aufgesetzet: ¶ Groß ist der edle Ruhm der alten deutschen Ahnen / Fundstelle
 
Seite: (276) [317]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Wir wollen etliche Exempel anführen/ und fürnehmlich aus denen/ welche der offt erwehnte Herr Caspar Ziegler/ seinem Unterricht von Madrigalen angebunden/ und unter andern das Fünfte/ an den Durchläuchtigsten Churfürsten zu Sachsen/ und Burggrafen zu Magdeburg/ bey dem Fürstl. Altenburgischen Beylager: ¶ Glück zu/ glück zu/ du edler Stamm aus Sachsen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Wir wollen etliche Exempel anführen/ und fürnehmlich aus denen/ welche der offt erwehnte Herr Caspar Ziegler/ seinem Unterricht von Madrigalen angebunden/ und unter andern das Fünfte/ an den Durchläuchtigsten Churfürsten zu Sachsen/ und Burggrafen zu Magdeburg/ bey dem Fürstl. Altenburgischen Beylager: ¶ Glück zu/ glück zu/ du edler Stamm aus Sachsen/ / Fundstelle
 
Seite: (289) [330]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ingleichen auff das Hochadeliche Hochzeit Fest/ des hochedlen/ Gestrengen und Vesten/ Herrn Christian von Hartig/ auff Hörnitz/ Rittern von [aq]S. Marco[/aq] [...] mit der Weiland Edlen und Tugendberühmten Jungf. Dorotheen Schedin/ des HochEdlen [...] Herrn Johann Scheden/ auff Ammelgoßwitz [...] [S] [...] meines hochgeschätzten Gönners/ hertzgeliebten Jungfer Tochter/ meiner großgeneigten seligen Fr. Burgermeisterin/ hat unser Herr D. Ziegler folgende Madrigalen gespielet: ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Zu Leitzig sucht man itzt auff allen Strassen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ingleichen auff das Hochadeliche Hochzeit Fest/ des hochedlen/ Gestrengen und Vesten/ Herrn Christian von Hartig/ auff Hörnitz/ Rittern von [aq]S. Marco[/aq] [...] mit der Weiland Edlen und Tugendberühmten Jungf. Dorotheen Schedin/ des HochEdlen [...] Herrn Johann Scheden/ auff Ammelgoßwitz [...] [S] [...] meines hochgeschätzten Gönners/ hertzgeliebten Jungfer Tochter/ meiner großgeneigten seligen Fr. Burgermeisterin/ hat unser Herr D. Ziegler folgende Madrigalen gespielet: ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Zu Leitzig sucht man itzt auff allen Strassen / Fundstelle
 
Seite: (289-290) [330-331]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Noch ein anders von seiner Heyraht: ¶ Ich wünsche mir ein Weib/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Noch ein anders von seiner Heyraht: ¶ Ich wünsche mir ein Weib/ / Fundstelle
 
Seite: (291) [332]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 13[/aq]. Und hieher haben wir auch die zwey dutzent Madrigalien/ so wir dem WohlEhrenvesten und Wohlgelahrten Herren Gottfried Pauli von Zittau/ als derselbe/ mit Jungf. Anna Margarethen Ulrichin/ daselbst/ im [aq]1662[/aq]sten Jahre/ sein Hochzeit Fest beging/ verfertiget/ wollen setzen. ¶ Das Erste Dutzent ¶ Von Madrigalen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 13[/aq]. Und hieher haben wir auch die zwey dutzent Madrigalien/ so wir dem WohlEhrenvesten und Wohlgelahrten Herren Gottfried Pauli von Zittau/ als derselbe/ mit Jungf. Anna Margarethen Ulrichin/ daselbst/ im [aq]1662[/aq]sten Jahre/ sein Hochzeit Fest beging/ verfertiget/ wollen setzen. ¶ Das Erste Dutzent ¶ Von Madrigalen. / Fundstelle
 
Seite: (292) [333]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das Ander Dutzent ¶ Von ¶ Madrigalen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Das Ander Dutzent ¶ Von ¶ Madrigalen. / Fundstelle
 
Seite: (297) [338]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Zur folge kan hieher gezogen werden das trefliche Gedicht Hn. Opitzen/ aus dem [aq]4[/aq]. Buche/ der Wälder/ dessen gantzer Inhalt eine lautere Weissagung ist der Parcen: ¶ [aq]A[/aq]. Brich an/ du schöner Tag/ und kom/ du edles Kind/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Zur folge kan hieher gezogen werden das trefliche Gedicht Hn. Opitzen/ aus dem [aq]4[/aq]. Buche/ der Wälder/ dessen gantzer Inhalt eine lautere Weissagung ist der Parcen: ¶ [aq]A[/aq]. Brich an/ du schöner Tag/ und kom/ du edles Kind/ / Fundstelle
 
Seite: (305) [346]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Ein Exempel hierzu finden wir/ beym Hn. Opitz/ auf Hn. David Möllern Töchterleins Geburt: ¶ [aq]A[/aq] Herr Möller/ gieng im Schertze / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Ein Exempel hierzu finden wir/ beym Hn. Opitz/ auf Hn. David Möllern Töchterleins Geburt: ¶ [aq]A[/aq] Herr Möller/ gieng im Schertze / Fundstelle
 
Seite: (312) [353]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Herr Sieber hat auff Herrn Johann Friederichs von Brettien auff Güdlitz u. s. w. Oberlaußnitzischen wolverdienten Landsbestalten u. s. f. Eilfften Erbens Tauff-Fest/ folgendes Gedicht/ geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Der HErr ist reich / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Herr Sieber hat auff Herrn Johann Friederichs von Brettien auff Güdlitz u. s. w. Oberlaußnitzischen wolverdienten Landsbestalten u. s. f. Eilfften Erbens Tauff-Fest/ folgendes Gedicht/ geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Der HErr ist reich / Fundstelle
 
Seite: (317) [358]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Noch ein anders/ an einen Adeli-[S]che Frau/ so zum ersten eine fröliche Kindermutter worden: ¶ Itzt wird Fidelgen wol die Stelle müssen räumen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Noch ein anders/ an einen Adeli-[S]che Frau/ so zum ersten eine fröliche Kindermutter worden: ¶ Itzt wird Fidelgen wol die Stelle müssen räumen/ / Fundstelle
 
Seite: (321-322) [362-363]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch der Erste Willkommen an ein Adeliches Gersdorffisches Töchterchen zur Rauxa/ Herrn Justus Siebers: ¶ Sey willkommen liebstes Kind! / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 13[/aq]. Hieher gehöret auch der Erste Willkommen an ein Adeliches Gersdorffisches Töchterchen zur Rauxa/ Herrn Justus Siebers: ¶ Sey willkommen liebstes Kind! / Fundstelle
 
Seite: (322) [363]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 14[/aq]. Wan die Sechswöchnerin zur Kirchen gehet/ mit ihrem Kinde/ kan man sein Gedicht solcher gestalt einrichten/ daß man ¶ Anfänglich die Freude der Heiligen Engel beschreibe/ so sie empfinden/ bey darstellung des kleinen Kindes/ in dem Tempel. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach auch die Eltern zur Freude ermahne. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens dero löbliche Ordnung lobe/ welche darinnen verfasset ist/ daß sie den ersten Gang zur Kirchen/ den folgenden zum Tische/ den dritten aber ins Bette thun u. s. w. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 15[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf den Kirchgang der HochEdlen Frauen Marthen von Gerstorf/ Gebohrnen Löbinn/ ausgearbeitet: ¶ [aq]A[/aq]. Die Engel werden ihn itzt eine Freude machen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 14[/aq]. Wan die Sechswöchnerin zur Kirchen gehet/ mit ihrem Kinde/ kan man sein Gedicht solcher gestalt einrichten/ daß man ¶ Anfänglich die Freude der Heiligen Engel beschreibe/ so sie empfinden/ bey darstellung des kleinen Kindes/ in dem Tempel. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach auch die Eltern zur Freude ermahne. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens dero löbliche Ordnung lobe/ welche darinnen verfasset ist/ daß sie den ersten Gang zur Kirchen/ den folgenden zum Tische/ den dritten aber ins Bette thun u. s. w. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 15[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf den Kirchgang der HochEdlen Frauen Marthen von Gerstorf/ Gebohrnen Löbinn/ ausgearbeitet: ¶ [aq]A[/aq]. Die Engel werden ihn itzt eine Freude machen/ / Fundstelle
 
Seite: (323-324) [364-365]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 5[/aq]. Oder sonst auf einen vornehmen Beamten/ Officierer oder Edelman/ kan man die Erfindung nehmen daher/ daß/ dafern man einen vornehmen Soldaten wil etwas zu Ehren auf seinen NamensTag schreiben/ man [S] ¶ Erstlich die Ordnung GOttes anführe/ und sage/ wie GOtt einen bald zur Kunst und Geschickligkeit/ bald zum Kriege/ bald zur Handlung/ bald zur Jägerey/ bald zu was anders gewiedmet habe; [aq]A[/aq]. ¶ Hernach die [aq]application[/aq] mache/ auf die gegenwertige Person/ und erzehle/ wie GOtt sie vor andern zu diesem Stande habe gesetzet/ und also seine/ in solchem Stande verübte Thaten/ auff das prächtigste heraus suche/ [aq]B[/aq] und ¶ Drittens/ dafern ein solcher dem Kriege bereit abgedancket/ kan man sagen/ wie wol er sich itzund befinde/ und seine Gottesfurcht oder andere Christliche Tugenden rühmen; [aq]C[/aq]. ¶ Auch endlich gedencken/ daß solches die Ursache gewesen/ worum man an seinem Namens-Tage nicht geschwiegen/ [aq]D[/aq]. ¶ Und alßdann mit einem gutem Wunsche schliessen. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 6[/aq]. Zum Exempel setzen wir das Gedicht/ welches Herr Sieber/ auff Herrn Melchior Planitzens/ Haubtmanns/ NamensTag verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. GOtt als unser General/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Oder sonst auf einen vornehmen Beamten/ Officierer oder Edelman/ kan man die Erfindung nehmen daher/ daß/ dafern man einen vornehmen Soldaten wil etwas zu Ehren auf seinen NamensTag schreiben/ man [S] ¶ Erstlich die Ordnung GOttes anführe/ und sage/ wie GOtt einen bald zur Kunst und Geschickligkeit/ bald zum Kriege/ bald zur Handlung/ bald zur Jägerey/ bald zu was anders gewiedmet habe; [aq]A[/aq]. ¶ Hernach die [aq]application[/aq] mache/ auf die gegenwertige Person/ und erzehle/ wie GOtt sie vor andern zu diesem Stande habe gesetzet/ und also seine/ in solchem Stande verübte Thaten/ auff das prächtigste heraus suche/ [aq]B[/aq] und ¶ Drittens/ dafern ein solcher dem Kriege bereit abgedancket/ kan man sagen/ wie wol er sich itzund befinde/ und seine Gottesfurcht oder andere Christliche Tugenden rühmen; [aq]C[/aq]. ¶ Auch endlich gedencken/ daß solches die Ursache gewesen/ worum man an seinem Namens-Tage nicht geschwiegen/ [aq]D[/aq]. ¶ Und alßdann mit einem gutem Wunsche schliessen. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 6[/aq]. Zum Exempel setzen wir das Gedicht/ welches Herr Sieber/ auff Herrn Melchior Planitzens/ Haubtmanns/ NamensTag verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. GOtt als unser General/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Oder sonst auf einen vornehmen Beamten/ Officierer oder Edelman/ kan man die Erfindung nehmen daher/ daß/ dafern man einen vornehmen Soldaten wil etwas zu Ehren auf seinen NamensTag schreiben/ man [S] ¶ Erstlich die Ordnung GOttes anführe/ und sage/ wie GOtt einen bald zur Kunst und Geschickligkeit/ bald zum Kriege/ bald zur Handlung/ bald zur Jägerey/ bald zu was anders gewiedmet habe; [aq]A[/aq]. ¶ Hernach die [aq]application[/aq] mache/ auf die gegenwertige Person/ und erzehle/ wie GOtt sie vor andern zu diesem Stande habe gesetzet/ und also seine/ in solchem Stande verübte Thaten/ auff das prächtigste heraus suche/ [aq]B[/aq] und ¶ Drittens/ dafern ein solcher dem Kriege bereit abgedancket/ kan man sagen/ wie wol er sich itzund befinde/ und seine Gottesfurcht oder andere Christliche Tugenden rühmen; [aq]C[/aq]. ¶ Auch endlich gedencken/ daß solches die Ursache gewesen/ worum man an seinem Namens-Tage nicht geschwiegen/ [aq]D[/aq]. ¶ Und alßdann mit einem gutem Wunsche schliessen. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 6[/aq]. Zum Exempel setzen wir das Gedicht/ welches Herr Sieber/ auff Herrn Melchior Planitzens/ Haubtmanns/ NamensTag verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. GOtt als unser General/ / Fundstelle
 
Seite: (328-329) [369-370]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel ist das nach gesetzte auff des Edlen Herrn Johan Friedrich von Brettien/ Ober-Lausenitzischen Landbestalltens Namens-Tag/ aus des Herren Siebers Poetisirenden Jugend. ¶ [aq]A[/aq]. Itzt kömmet Phebus wieder/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel ist das nach gesetzte auff des Edlen Herrn Johan Friedrich von Brettien/ Ober-Lausenitzischen Landbestalltens Namens-Tag/ aus des Herren Siebers Poetisirenden Jugend. ¶ [aq]A[/aq]. Itzt kömmet Phebus wieder/ / Fundstelle
 
Seite: (333) [374]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum Exempel kan Uns das nachfolgende Gedicht behülfflich sein; darinnen mehr gedachter Herr Sieber/ Herr Johann Christoph von Bischoffwerder/ auf Grebe und Trebiß/ auf seinen Nahmens Tag ein fein Gedächtniß machet: ¶ [aq]A[/aq]. Wer die Poeten weiß in ihrem Wehrt zu halten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum Exempel kan Uns das nachfolgende Gedicht behülfflich sein; darinnen mehr gedachter Herr Sieber/ Herr Johann Christoph von Bischoffwerder/ auf Grebe und Trebiß/ auf seinen Nahmens Tag ein fein Gedächtniß machet: ¶ [aq]A[/aq]. Wer die Poeten weiß in ihrem Wehrt zu halten/ / Fundstelle
 
Seite: (335) [376]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel finden wir in Herrn Tschernings Frülinge/ auf Herrn Mattheus Altern/ Kayserl. RentMeisters in Ober und NiederSchlesien/ seinen NahmensTag: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine FeuersGlut nicht kan verborgen liegen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel finden wir in Herrn Tschernings Frülinge/ auf Herrn Mattheus Altern/ Kayserl. RentMeisters in Ober und NiederSchlesien/ seinen NahmensTag: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine FeuersGlut nicht kan verborgen liegen/ / Fundstelle
 
Seite: (346) [387]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 18[/aq]. Zum Exempel diene uns das Gedicht Herrn Tschernings auff Herrn [aq]M. Eliae Majoris, P. L. C. Rectoris[/aq] des [aq]Gymnasii[/aq] zu [aq]S[/aq]. Elisabeth in Breßlau/ und der andern Schulen [aq]Inspectoris[/aq], seinen Namens Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Major sol ich aussen bleiben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 18[/aq]. Zum Exempel diene uns das Gedicht Herrn Tschernings auff Herrn [aq]M. Eliae Majoris, P. L. C. Rectoris[/aq] des [aq]Gymnasii[/aq] zu [aq]S[/aq]. Elisabeth in Breßlau/ und der andern Schulen [aq]Inspectoris[/aq], seinen Namens Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Major sol ich aussen bleiben/ / Fundstelle
 
Seite: (348) [389]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Auf den NamensTag Herrn Mattheus Apelles von Löuenstern/ auff Langenhoff/ Käys. und Fürstl. Münsterberg. Raths/ hat Herr Tscherning nachfolgendes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Freylich ist wol unser Leben / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Auf den NamensTag Herrn Mattheus Apelles von Löuenstern/ auff Langenhoff/ Käys. und Fürstl. Münsterberg. Raths/ hat Herr Tscherning nachfolgendes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Freylich ist wol unser Leben / Fundstelle
 
Seite: (351) [392]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel sey das Nachfolgende aus dem Tscherning: ¶ Selig hast du dich zu schätzen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel sey das Nachfolgende aus dem Tscherning: ¶ Selig hast du dich zu schätzen / Fundstelle
 
Seite: (353) [394]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 24[/aq]. Ein Exempel ist das Nachgehende aus dem Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. O Liecht der Jugend/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 24[/aq]. Ein Exempel ist das Nachgehende aus dem Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. O Liecht der Jugend/ / Fundstelle
 
Seite: (354) [395]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Von den Zierligkeiten der Jungfrauen ist auch das Nachfolgende: [S] ¶ GOtt verleiht dir hohe Gaben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Von den Zierligkeiten der Jungfrauen ist auch das Nachfolgende: [S] ¶ GOtt verleiht dir hohe Gaben/ / Fundstelle
 
Seite: (356-357) [397-398]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 27[/aq]. Zum Exempel aus dem Flemming: ¶ Der May der kömmt gegangen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 27[/aq]. Zum Exempel aus dem Flemming: ¶ Der May der kömmt gegangen/ / Fundstelle
 
Seite: (358) [399]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Insonderheit aber können wir/ nach beschaffenheit der Person/ dieselbe wol andern vorziehen wegen der guten LeibesGesundheit/ welche dan von männiglich für ein hohes Geschenck der Barmhertzigkeit des Himmels zu achten ist/ [aq](a)[/aq] wegen der Schönheit; [aq](b)[/aq] wegen der wolgerahtenen Aufferziehung [aq](c)[/aq] wegen der Ruh [aq](d)[/aq] der sie in ihrem Ehestand zu geniessen hat/ u.s.f. [aq]A[/aq]. ¶ Hernachmals wüschen/ daß sie GOtt bey dergleichen Glückseligkeit ewig erhalten wolle. [aq]B[/aq]. ¶ Und endlich sie zur Fröligkeit und Vertrauen auf GOtt anmahnen u.s.w. [aq]C[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Insonderheit aber können wir/ nach beschaffenheit der Person/ dieselbe wol andern vorziehen wegen der guten LeibesGesundheit/ welche dan von männiglich für ein hohes Geschenck der Barmhertzigkeit des Himmels zu achten ist/ [aq](a)[/aq] wegen der Schönheit; [aq](b)[/aq] wegen der wolgerahtenen Aufferziehung [aq](c)[/aq] wegen der Ruh [aq](d)[/aq] der sie in ihrem Ehestand zu geniessen hat/ u.s.f. [aq]A[/aq]. ¶ Hernachmals wüschen/ daß sie GOtt bey dergleichen Glückseligkeit ewig erhalten wolle. [aq]B[/aq]. ¶ Und endlich sie zur Fröligkeit und Vertrauen auf GOtt anmahnen u.s.w. [aq]C[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (362) [403]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hernach kan man die Person/ an die wir schreiben/ zum Exempel aller frommen/ fried- und tugendliebenden Matronen anführen/ und dieselbe/ nach allen ihren guten Eigenschaften/ rühmen/ von der Zucht und Schönheit/ von der Geschickligkeit im Haußhalten/ von der Treu und Freundligkeit u.s.w. [aq]B[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hernach kan man die Person/ an die wir schreiben/ zum Exempel aller frommen/ fried- und tugendliebenden Matronen anführen/ und dieselbe/ nach allen ihren guten Eigenschaften/ rühmen/ von der Zucht und Schönheit/ von der Geschickligkeit im Haußhalten/ von der Treu und Freundligkeit u.s.w. [aq]B[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (363) [404]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 34[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning/ auff Frauen Barbaren Apellissin/ geborne von Tarnau und Kühschmaltz ihren Nahmens Tag: ¶ [aq]A[/aq]. Ich bin zwar unbeweibet/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 34[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning/ auff Frauen Barbaren Apellissin/ geborne von Tarnau und Kühschmaltz ihren Nahmens Tag: ¶ [aq]A[/aq]. Ich bin zwar unbeweibet/ / Fundstelle
 
Seite: (363) [404]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vierdtens können wir dieser wegen den Mann selig preisen. [aq]D[/aq]. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vierdtens können wir dieser wegen den Mann selig preisen. [aq]D[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (366) [407]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 36[/aq]. Ein Exempel finden wir beym Herrn Sieber/ in seiner Poetiesirenden Jugend/ auff der Hochedelbornen/ Hochtugendreichen Frauen Marien Elisabethen von Bischoffwerder/ gebornen Görßdörffinnen ihren Namens Tag: ¶ [aq]A[/aq]. Gönn es meiner Tichterey/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 36[/aq]. Ein Exempel finden wir beym Herrn Sieber/ in seiner Poetiesirenden Jugend/ auff der Hochedelbornen/ Hochtugendreichen Frauen Marien Elisabethen von Bischoffwerder/ gebornen Görßdörffinnen ihren Namens Tag: ¶ [aq]A[/aq]. Gönn es meiner Tichterey/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. Der Hochedlen und Hochtugendreichen Frauen Sibyllen Elisabethen von Brettin/ gebohrner Harmsdorffinnen/ ihren Nahmens-Tag/ schreibet Herr Sieber folgende Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Könnt ihr was/ O Pierinnen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. Der Hochedlen und Hochtugendreichen Frauen Sibyllen Elisabethen von Brettin/ gebohrner Harmsdorffinnen/ ihren Nahmens-Tag/ schreibet Herr Sieber folgende Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Könnt ihr was/ O Pierinnen/ / Fundstelle
 
Seite: (369) [410]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 39[/aq]. Wir wollen aus itztgedachten Poeten auch noch dieses herbey setzen/ welches er geschrieben/ an die Hochedelgebohrne/ Hochtugendhaffte Frau Anna Sabina von Bolbritz/ Gebohrne Haugwitzin/ als dieselbe ihren Nahmens-Tag feyerte. [S] ¶ Hertz/ der Adelichen Frauen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 39[/aq]. Wir wollen aus itztgedachten Poeten auch noch dieses herbey setzen/ welches er geschrieben/ an die Hochedelgebohrne/ Hochtugendhaffte Frau Anna Sabina von Bolbritz/ Gebohrne Haugwitzin/ als dieselbe ihren Nahmens-Tag feyerte. [S] ¶ Hertz/ der Adelichen Frauen/ / Fundstelle
 
Seite: (371-372) [412-413]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 45[/aq]. Zum Exempel: ¶ [aq]A[/aq]. Der Eltern Leben ist zugleich der Kinder Leben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 45[/aq]. Zum Exempel: ¶ [aq]A[/aq]. Der Eltern Leben ist zugleich der Kinder Leben/ / Fundstelle
 
Seite: (378) [419]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 46[/aq]. Noch ein anders: ¶ Ich/ itzt die kleineste aus der gedritten Schaar/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 46[/aq]. Noch ein anders: ¶ Ich/ itzt die kleineste aus der gedritten Schaar/ / Fundstelle
 
Seite: (378) [419]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 47[/aq]. Und Herr Flemming hat/ im Nahmen sechs Schwestern/ auf ihres Vatern GeburtsTag/ folgendes geschrieben: ¶ Mag auch ein schöner Tag gefunden werden können/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 47[/aq]. Und Herr Flemming hat/ im Nahmen sechs Schwestern/ auf ihres Vatern GeburtsTag/ folgendes geschrieben: ¶ Mag auch ein schöner Tag gefunden werden können/ / Fundstelle
 
Seite: (379) [420]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 48[/aq]. Nicht gar lange hat der Sinnreiche Poet/ Herr Johann Sigmund Pirscher ein Nahmens-Gedicht an seinen Herren Vater/ Herrn Sigmund Pirschern/ der Evangelischen Gemeine zu Groß Glogau wolbestalten [aq]Pastori[/aq] und [aq]Inspectori[/aq], geschrieben/ und abgeschicket/ [...] ¶ [aq]§. 49[/aq]. Das Exempel an ihm selbst ist dieses: ¶ [aq]A[/aq]. Ihr Musen gute Nacht/ die Lust/ die ich genossen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 48[/aq]. Nicht gar lange hat der Sinnreiche Poet/ Herr Johann Sigmund Pirscher ein Nahmens-Gedicht an seinen Herren Vater/ Herrn Sigmund Pirschern/ der Evangelischen Gemeine zu Groß Glogau wolbestalten [aq]Pastori[/aq] und [aq]Inspectori[/aq], geschrieben/ und abgeschicket/ [...] ¶ [aq]§. 49[/aq]. Das Exempel an ihm selbst ist dieses: ¶ [aq]A[/aq]. Ihr Musen gute Nacht/ die Lust/ die ich genossen/ / Fundstelle
 
Seite: (380) [421]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 51[/aq]. Zum Exempel: ¶ [aq]A[/aq]. Werd ich Euch auch wieder grüssen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 51[/aq]. Zum Exempel: ¶ [aq]A[/aq]. Werd ich Euch auch wieder grüssen / Fundstelle
 
Seite: (382) [423]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 53[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Flemming: ¶ Kom/ brich an/ du liebstes Liecht/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 53[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Flemming: ¶ Kom/ brich an/ du liebstes Liecht/ / Fundstelle
 
Seite: (385) [426]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 58[/aq]. Noch ein anders: ¶ Vors erste GOtt gedanckt für alle seine Güten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 58[/aq]. Noch ein anders: ¶ Vors erste GOtt gedanckt für alle seine Güten/ / Fundstelle
 
Seite: (387) [428]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 60[/aq]. Auf Herrn Martin Stubritzens/ Juristens und Poetens/ Nahmens Tag schreibet Herr Sieber/ nach dieser art/ folgende Ode: ¶ Stubritz/ Sohn der Pierinnen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 60[/aq]. Auf Herrn Martin Stubritzens/ Juristens und Poetens/ Nahmens Tag schreibet Herr Sieber/ nach dieser art/ folgende Ode: ¶ Stubritz/ Sohn der Pierinnen/ / Fundstelle
 
Seite: (388) [429]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 62[/aq]. Und Herr Flemming/ auf Herrn Johann Albrecht von Mandelsloh/ Fürstl. Hollsteinisch. Gesandten StallMeisters seinen Tag/ hat dergleichen Ode geschrieben: ¶ Morgen gehn wir an die Reise/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 62[/aq]. Und Herr Flemming/ auf Herrn Johann Albrecht von Mandelsloh/ Fürstl. Hollsteinisch. Gesandten StallMeisters seinen Tag/ hat dergleichen Ode geschrieben: ¶ Morgen gehn wir an die Reise/ / Fundstelle
 
Seite: (391) [432]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 64[/aq]. Und noch ein anders/ auff Herr Leon Bernullers/ Fürstl. Holst. Gesandten Hofe-Junckern Nahmens Tag: ¶ Was sol man anders thun an einem lieben Tage/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 64[/aq]. Und noch ein anders/ auff Herr Leon Bernullers/ Fürstl. Holst. Gesandten Hofe-Junckern Nahmens Tag: ¶ Was sol man anders thun an einem lieben Tage/ / Fundstelle
 
Seite: (393) [434]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf ein hochangestalltes Freyherrl. Beylager zu Spremberg/ in OberLausitz/ in seiner Poetis. Jugend/ gesetzet; ¶ Venus. ¶ [aq]A[/aq]. Ich Königin aller verliebten Gemüther/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ auf ein hochangestalltes Freyherrl. Beylager zu Spremberg/ in OberLausitz/ in seiner Poetis. Jugend/ gesetzet; ¶ Venus. ¶ [aq]A[/aq]. Ich Königin aller verliebten Gemüther/ / Fundstelle
 
Seite: (402) [443]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel dieser Ahrt hat Unser Herr Sieber auf das vornehme Hochzeit-Fest des HochEdelgebohrnen [....] Herrn Christian von Hartig/ auf Hörnitz/ Rittern/ des heiligen Marcus-Ordens zu Venedig/ und älteren BurgerMeisters der Hochlöbl. Stadt Zittau/ in OberLausitz/ so in Dresden gehalten ward/ geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Rinne du Cristallner Bach / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel dieser Ahrt hat Unser Herr Sieber auf das vornehme Hochzeit-Fest des HochEdelgebohrnen [....] Herrn Christian von Hartig/ auf Hörnitz/ Rittern/ des heiligen Marcus-Ordens zu Venedig/ und älteren BurgerMeisters der Hochlöbl. Stadt Zittau/ in OberLausitz/ so in Dresden gehalten ward/ geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Rinne du Cristallner Bach / Fundstelle
 
Seite: (406) [447]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Opitz/ auf Herrn Doctor Johann Gleissels Hochzeit im 2. Buch der Poetis. Wäld. ¶ [aq]A[/aq]. Und Ihr/ Herr Bräutigam/ vermeinet frey zu bleiben / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Opitz/ auf Herrn Doctor Johann Gleissels Hochzeit im 2. Buch der Poetis. Wäld. ¶ [aq]A[/aq]. Und Ihr/ Herr Bräutigam/ vermeinet frey zu bleiben / Fundstelle
 
Seite: (410) [451]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 18[/aq]. Ein Exempel hierauf nehmen wir aus dem Herrn Sieber/ auf Herrn Johann Petrins/ Poetens und Pfarrherrns/ in NiederLausitz/ Hochzeit-Fest: ¶ [aq]A[/aq]. Nemlich dieses fehlte nur / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 18[/aq]. Ein Exempel hierauf nehmen wir aus dem Herrn Sieber/ auf Herrn Johann Petrins/ Poetens und Pfarrherrns/ in NiederLausitz/ Hochzeit-Fest: ¶ [aq]A[/aq]. Nemlich dieses fehlte nur / Fundstelle
 
Seite: (421) [462]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Herrn Tscherning/ auf Herrn Johann Tilgners/ und Jungf. Anna Tscherningin Hochzeit: ¶ [aq]A[/aq]. Beschaut diß weite Haus der Welt/ von allen Ecken/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Herrn Tscherning/ auf Herrn Johann Tilgners/ und Jungf. Anna Tscherningin Hochzeit: ¶ [aq]A[/aq]. Beschaut diß weite Haus der Welt/ von allen Ecken/ / Fundstelle
 
Seite: (424) [465]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Hn. Andreas Rölichens/ Pfarrern zu Lüben/ Hochzeit aufgesetzet: [S] ¶ Herr Kölich/ werther Freund/ wo wird mein Vorsatz bleiben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 22[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Hn. Andreas Rölichens/ Pfarrern zu Lüben/ Hochzeit aufgesetzet: [S] ¶ Herr Kölich/ werther Freund/ wo wird mein Vorsatz bleiben/ / Fundstelle
 
Seite: (427-428) [468-469]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 23[/aq]. Wir führen auch ein die Einsetzung und Glückseligkeit des Ehestandes/ und setzen alsbald den Glückwunsch darauf/ wie beym Herrn Tscherning abermahl hierauf ein Exempel gesetzet wird/ auf eines Fürstlichen Dieners Hochzeit: [S] ¶ Ob ich freylich noch zur zeit / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 23[/aq]. Wir führen auch ein die Einsetzung und Glückseligkeit des Ehestandes/ und setzen alsbald den Glückwunsch darauf/ wie beym Herrn Tscherning abermahl hierauf ein Exempel gesetzet wird/ auf eines Fürstlichen Dieners Hochzeit: [S] ¶ Ob ich freylich noch zur zeit / Fundstelle
 
Seite: (428-429) [469-470]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Ein Exempel hierauf stehet im Herrn Risten Parnaß/ auf Herrn Johannes Lonicer/ der Rechte gewürdigten und des WohlEhrwürdigen Dom-Kapittels in der löbl. Stadt Hamburg wolbestalten [S] Secretarien/ mit Frauen Marthen/ Hn. Jochim Lobecks/ Bürgers und Handels-Manns in Lübeck nachgelassenen Wittwen/ Hochzeitlichen Ehren-Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Ist dan der erwünschte Tag / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Ein Exempel hierauf stehet im Herrn Risten Parnaß/ auf Herrn Johannes Lonicer/ der Rechte gewürdigten und des WohlEhrwürdigen Dom-Kapittels in der löbl. Stadt Hamburg wolbestalten [S] Secretarien/ mit Frauen Marthen/ Hn. Jochim Lobecks/ Bürgers und Handels-Manns in Lübeck nachgelassenen Wittwen/ Hochzeitlichen Ehren-Tag. ¶ [aq]A[/aq]. Ist dan der erwünschte Tag / Fundstelle
 
Seite: (430-431) [471-472]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: w. wie wir solches klärlich werden sehen aus dem nachgehendem Exempel/ welches der selige Herr Tscherning/ auf Herrn Friedrich Scholtzens/ Pfarrers zu Herren Motschelnitz/ und Jungf. Ursulen/ gebornen Reisselin Hochzeit an die Jungf. Braut: ¶ [aq]A[/aq]. Was seh ich? oder kömt es mit nur also für? / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: w. wie wir solches klärlich werden sehen aus dem nachgehendem Exempel/ welches der selige Herr Tscherning/ auf Herrn Friedrich Scholtzens/ Pfarrers zu Herren Motschelnitz/ und Jungf. Ursulen/ gebornen Reisselin Hochzeit an die Jungf. Braut: ¶ [aq]A[/aq]. Was seh ich? oder kömt es mit nur also für? / Fundstelle
 
Seite: (442) [483]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 34[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Tscherning auff deß WolEdlen und Vesten Herrn Johann Christian Schmeissens von EhrenPreißberg/ Sr. Churf. Durchl. zu Brandenb. bestalten Rahts/ und der WolEdlen/ Ehrentugendreichen Jungf. Dorotheen Rosenhanin/ den [aq]14[/aq]. Jan. [aq]1658[/aq]sten Jahres/ in Budißin angestelten hochzeitlichen Ehren-Tag geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Ja freylich würde dir / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 34[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Tscherning auff deß WolEdlen und Vesten Herrn Johann Christian Schmeissens von EhrenPreißberg/ Sr. Churf. Durchl. zu Brandenb. bestalten Rahts/ und der WolEdlen/ Ehrentugendreichen Jungf. Dorotheen Rosenhanin/ den [aq]14[/aq]. Jan. [aq]1658[/aq]sten Jahres/ in Budißin angestelten hochzeitlichen Ehren-Tag geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Ja freylich würde dir / Fundstelle
 
Seite: (445) [486]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. Herr Flemming hat ein Exempel hierauf geschrieben in seinen Oden/ auf eine Hochzeit in Leipzig. ¶ [aq]A[/aq] Ich weiß fast nicht/ was ich dichten/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. Herr Flemming hat ein Exempel hierauf geschrieben in seinen Oden/ auf eine Hochzeit in Leipzig. ¶ [aq]A[/aq] Ich weiß fast nicht/ was ich dichten/ / Fundstelle
 
Seite: (452) [493]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 40[/aq]. Auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Hn. Julii Ernesti Schrödters/ [aq]J.U.L[/aq]. mit Jungf. Annen Elisabethen Stillin/ ist folgende Elegie/ nach den itztangeführten Regeln/ gesungen worden: ¶ [aq]A[/aq]. O wandelbahres Glück/ wie spielest du dein Spiel/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 40[/aq]. Auf das Hochzeitliche Ehren-Fest Hn. Julii Ernesti Schrödters/ [aq]J.U.L[/aq]. mit Jungf. Annen Elisabethen Stillin/ ist folgende Elegie/ nach den itztangeführten Regeln/ gesungen worden: ¶ [aq]A[/aq]. O wandelbahres Glück/ wie spielest du dein Spiel/ / Fundstelle
 
Seite: (455) [496]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Die Vollführung solcher Ahrt wird uns herrlich vorgestellet/ von unserm Herrn Rist/ an dem Exempel des Weiland Durchläuchtigen [...][S][...] Herren Ludowigen/ Fürsten zu Anhalt/ [...] als derselbe diese Welt seliglich gesegnet/ welches wir wegen seiner beweglichen Ahrt und Majestät billich hieher zu setzen befuget werden. ¶ [aq]A[/aq]. Betrübter Früling/ der du freudig pflegst zu lachen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Die Vollführung solcher Ahrt wird uns herrlich vorgestellet/ von unserm Herrn Rist/ an dem Exempel des Weiland Durchläuchtigen [...][S][...] Herren Ludowigen/ Fürsten zu Anhalt/ [...] als derselbe diese Welt seliglich gesegnet/ welches wir wegen seiner beweglichen Ahrt und Majestät billich hieher zu setzen befuget werden. ¶ [aq]A[/aq]. Betrübter Früling/ der du freudig pflegst zu lachen/ / Fundstelle
 
Seite: (463-464) [504-505]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Tscherning/ auf Herrn David Rhenisches sel. Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Was noch einig hat gefehlet / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Tscherning/ auf Herrn David Rhenisches sel. Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Was noch einig hat gefehlet / Fundstelle
 
Seite: (470) [511]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Auff des theuren Herren Harßdörffers seliges Ableben ist/ nach itzt gesetzter Art/ folgender Pindarischer Trauergesang geschrieben worden: ¶ [aq]1[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wie nun? Apollo! darff der Tod / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Auff des theuren Herren Harßdörffers seliges Ableben ist/ nach itzt gesetzter Art/ folgender Pindarischer Trauergesang geschrieben worden: ¶ [aq]1[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wie nun? Apollo! darff der Tod / Fundstelle
 
Seite: (474) [515]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 14[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Friedrich Fölckels/ von Tscheschenau/ Secretarien des Rahts zu Breßlau Hintrit: ¶ [aq]A[/aq]. Ja freylich fällt ein Mensch gar leicht in Aberglauben / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 14[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Friedrich Fölckels/ von Tscheschenau/ Secretarien des Rahts zu Breßlau Hintrit: ¶ [aq]A[/aq]. Ja freylich fällt ein Mensch gar leicht in Aberglauben / Fundstelle
 
Seite: (487) [528]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Christoph Zacharias sel. Abschied geschrieben: [S] ¶ Was wil ein Mensch viel klagen / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning auf Herrn Christoph Zacharias sel. Abschied geschrieben: [S] ¶ Was wil ein Mensch viel klagen / Fundstelle
 
Seite: (488-489) [529-530]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 19[/aq]. Ein ander Exempel fast auf gleichen schlag finden wir beym Flemming im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld. ¶ Wer jung stirbt/ der stirbt wol/ wen Gott zu lieben pflegt/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 19[/aq]. Ein ander Exempel fast auf gleichen schlag finden wir beym Flemming im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld. ¶ Wer jung stirbt/ der stirbt wol/ wen Gott zu lieben pflegt/ / Fundstelle
 
Seite: (493) [534]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 24[/aq]. Noch ein anders: ¶ Was sol man ferner thun? Sie ist numehr vorbey/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 24[/aq]. Noch ein anders: ¶ Was sol man ferner thun? Sie ist numehr vorbey/ / Fundstelle
 
Seite: (498) [539]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 34[/aq]. Dafern wir auff einen/ der für der Faust/ oder sonst entleibet würde/ etwas solten aufsetzen/ könten wir wol sagen. [...] [S] ¶ Und Endlich versprechen wir ihm/ ein unsterbliches Lobopffer/ und wünschen/ daß Gott seiner Seelen möchte gnädig seyn. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 35[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ über Herrn Johann Adolph von Nostitz jämmerliche Entleibung/ am [aq]3[/aq]. Junij/ des [aq]1654[/aq]sten Jahres zu Haugsdorff in Ober-Laußnitz. ¶ [aq]A[/aq]. Dir war ich schon bereit ein HochzeitLied zu spielen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 34[/aq]. Dafern wir auff einen/ der für der Faust/ oder sonst entleibet würde/ etwas solten aufsetzen/ könten wir wol sagen. [...] [S] ¶ Und Endlich versprechen wir ihm/ ein unsterbliches Lobopffer/ und wünschen/ daß Gott seiner Seelen möchte gnädig seyn. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 35[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Sieber/ über Herrn Johann Adolph von Nostitz jämmerliche Entleibung/ am [aq]3[/aq]. Junij/ des [aq]1654[/aq]sten Jahres zu Haugsdorff in Ober-Laußnitz. ¶ [aq]A[/aq]. Dir war ich schon bereit ein HochzeitLied zu spielen/ / Fundstelle
 
Seite: (512-513) [553-554]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 37[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Isaac Merziers/ Kammerdieners Entleibung/ im 4. Buch seiner Sonnett. ¶ [aq]A[/aq]. Ach! daß du dasmahl doch vor Schlafe bist erwacht! / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 37[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Isaac Merziers/ Kammerdieners Entleibung/ im 4. Buch seiner Sonnett. ¶ [aq]A[/aq]. Ach! daß du dasmahl doch vor Schlafe bist erwacht! / Fundstelle
 
Seite: (514) [555]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Auf die glückliche Wiederkunfft/ des HochEdelgebohrnen [...] Herrn Johann-Christoffs von Bischoffwerder/ auf Grebe und Trebiß/ als derselbe/ im Nahmen der Herrn Landstände/ in Ober-Lausitz/ eine vornehme Gesandtschafft auf sich gehabt/ spielte obengedachter Herr Justus Sieber nachfolgende Trochaische Ode: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Glantz des Adels/ Licht des Landes/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Auf die glückliche Wiederkunfft/ des HochEdelgebohrnen [...] Herrn Johann-Christoffs von Bischoffwerder/ auf Grebe und Trebiß/ als derselbe/ im Nahmen der Herrn Landstände/ in Ober-Lausitz/ eine vornehme Gesandtschafft auf sich gehabt/ spielte obengedachter Herr Justus Sieber nachfolgende Trochaische Ode: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Glantz des Adels/ Licht des Landes/ / Fundstelle
 
Seite: (543-544) [584-585]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Nach dem der Hochwürdige [...] Herr Otto Freyherr von Schwerin/ Herr zu Altenlandsberg/ Oldenwichshagen und Zachan etc. Der Chur- und Marck Brandenburg Erb-Cammerer/ ThumProbst der Churfürstlichen Bischöfflichen [S] StifftsKirchen zu Brandenburg etc. [...] Mein gnädigster Herr/ zum Thumprobst der Churf. Bischöfflichen Stiffts-Kirchen zu Brandenburg aufgeführet worden/ haben wir seiner Hochw. und Excellentz/ mittelst einer Nacht-Music nachgesetzte Ode/ in Unterthänigkeit/ übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Saldria! Dort sitzt die Sonne / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Nach dem der Hochwürdige [...] Herr Otto Freyherr von Schwerin/ Herr zu Altenlandsberg/ Oldenwichshagen und Zachan etc. Der Chur- und Marck Brandenburg Erb-Cammerer/ ThumProbst der Churfürstlichen Bischöfflichen [S] StifftsKirchen zu Brandenburg etc. [...] Mein gnädigster Herr/ zum Thumprobst der Churf. Bischöfflichen Stiffts-Kirchen zu Brandenburg aufgeführet worden/ haben wir seiner Hochw. und Excellentz/ mittelst einer Nacht-Music nachgesetzte Ode/ in Unterthänigkeit/ übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Saldria! Dort sitzt die Sonne / Fundstelle
 
Seite: (551-552) [592-593]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Als Herr Christoph Cervin nach Holland verreisete/ schrieb Herr Tscherning nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Schaue/ wie die Felder lachen/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Als Herr Christoph Cervin nach Holland verreisete/ schrieb Herr Tscherning nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Schaue/ wie die Felder lachen/ / Fundstelle
 
Seite: (568) [609]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Herr Flemming/ als Herr Georg Wilhelm Pöhmer von ihm aus Moskau/ nach Deutschland verreisete/ hat folgendes auffgesetzet: ¶ Biß hieher war dein Ziel. Nun zeuchst du/ süsser Freund/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Herr Flemming/ als Herr Georg Wilhelm Pöhmer von ihm aus Moskau/ nach Deutschland verreisete/ hat folgendes auffgesetzet: ¶ Biß hieher war dein Ziel. Nun zeuchst du/ süsser Freund/ / Fundstelle
 
Seite: (574) [615]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Als der Hoch-Wol-gebohrne Herr/ Herr Curt Reinicken/ Freyherr von Kallenberg/ [...] von Römisch. Käy. Mayt. in den Freyherrn-Stand allergnädigst erhoben worden/ spielte Sr. Freiherrl. Gnaden/ Herr Sieber nachgesetztes: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Ein überirrdscher Geist/ ein' angeflammte Seele / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Als der Hoch-Wol-gebohrne Herr/ Herr Curt Reinicken/ Freyherr von Kallenberg/ [...] von Römisch. Käy. Mayt. in den Freyherrn-Stand allergnädigst erhoben worden/ spielte Sr. Freiherrl. Gnaden/ Herr Sieber nachgesetztes: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Ein überirrdscher Geist/ ein' angeflammte Seele / Fundstelle
 
Seite: (582-583) [623-624]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als dem unvergleichlichem Redner und Poeten/ unserm seligen Herrn Buchnern/ mit einhelligen Raht/ und Zustimmung der Hochgelahrten Väter/ das Zepter und Beherrschung über das Chur-Sächs. Wittenbergische Athen/ als einem wolwürdigen Vorgeher/ auff das halbe Jahr/ vertrauet und übergeben ward/ verfertigte [S] der weitberühmte Gubensche Poet/ Herr Johann Francke/ folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Wo dieses würdig war (wie es zwar ist gewesen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als dem unvergleichlichem Redner und Poeten/ unserm seligen Herrn Buchnern/ mit einhelligen Raht/ und Zustimmung der Hochgelahrten Väter/ das Zepter und Beherrschung über das Chur-Sächs. Wittenbergische Athen/ als einem wolwürdigen Vorgeher/ auff das halbe Jahr/ vertrauet und übergeben ward/ verfertigte [S] der weitberühmte Gubensche Poet/ Herr Johann Francke/ folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Wo dieses würdig war (wie es zwar ist gewesen/ / Fundstelle
 
Seite: (592-593) [633-634]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als der WolEhrwürdige [...] Herr Sebastian Gottfried Starcke/ hochverdienter Pastor zum Ertz-Engel in Lüneburg/ und derer darzu gehörigen Kirchen und Schule treufleissiger [aq]Inspector[/aq]/ am [aq]23[/aq]. Tage des HerbstM. des [aq]1651[/aq]. Jahres/ auf der Universität Leipzig/ zum Doctor der heiligen Schrifft gekröhnet worden/ schrieb Mein Ruhmwürdigster Herr Rist nachfolgendes Gedicht/ so zu finden ist/ in seinem Neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]568[/aq]. Blate: ¶ [aq]A[/aq]. Nun/ Teutschland/ schmecket man die rechte Friedens-Früchte/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als der WolEhrwürdige [...] Herr Sebastian Gottfried Starcke/ hochverdienter Pastor zum Ertz-Engel in Lüneburg/ und derer darzu gehörigen Kirchen und Schule treufleissiger [aq]Inspector[/aq]/ am [aq]23[/aq]. Tage des HerbstM. des [aq]1651[/aq]. Jahres/ auf der Universität Leipzig/ zum Doctor der heiligen Schrifft gekröhnet worden/ schrieb Mein Ruhmwürdigster Herr Rist nachfolgendes Gedicht/ so zu finden ist/ in seinem Neuen Deutschen Parnaß/ am [aq]568[/aq]. Blate: ¶ [aq]A[/aq]. Nun/ Teutschland/ schmecket man die rechte Friedens-Früchte/ / Fundstelle
 
Seite: (598) [639]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Als Herr Johann Fabricius von Dantzig/ zu Rostock/ Magister worden/ schrieb ihm/ Herr Tscherning diese Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Lege nun die Waffen nieder / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Als Herr Johann Fabricius von Dantzig/ zu Rostock/ Magister worden/ schrieb ihm/ Herr Tscherning diese Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Lege nun die Waffen nieder / Fundstelle
 
Seite: (602) [643]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Oder/ wir nehmen unsere Erfindung von dem Müssiggang/ und sagen [...] ¶ Darnach melden wir/ daß/ gleich wie solches nur der irrdischen und wollüstigen Seelen Freude und Ergetzligkeiten sey; also bemühe sich dagegen/ ein Himmlisches und Tugend-begieriges Gemüthe/ allzeit/ höher zuschwingen/ und nach Ruhm und Ehre zustreben. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr Johann Daniel Horst/ zu Rostock Magister worden/ hat Herr Tscherning folgende Ode gespielet: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Zwar selig ist das kluge Thier/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 7[/aq]. Oder/ wir nehmen unsere Erfindung von dem Müssiggang/ und sagen [...] ¶ Darnach melden wir/ daß/ gleich wie solches nur der irrdischen und wollüstigen Seelen Freude und Ergetzligkeiten sey; also bemühe sich dagegen/ ein Himmlisches und Tugend-begieriges Gemüthe/ allzeit/ höher zuschwingen/ und nach Ruhm und Ehre zustreben. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr Johann Daniel Horst/ zu Rostock Magister worden/ hat Herr Tscherning folgende Ode gespielet: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Zwar selig ist das kluge Thier/ / Fundstelle
 
Seite: (607-608) [648-649]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Uber Herrn Marcus Willhelms Alards/ von Krempe/ aus Hollstein/ wolverdienten Magister-Krantz/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Jambische Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Alardus/ mein Getreuer/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Uber Herrn Marcus Willhelms Alards/ von Krempe/ aus Hollstein/ wolverdienten Magister-Krantz/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Jambische Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Alardus/ mein Getreuer/ / Fundstelle
 
Seite: (612) [653]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Auf Hn. Martin Nessels Poetischen Lorbeer-Krantz/ schrieb Herr Tscherning folgende Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Jugend/ die nicht wil versauren/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Auf Hn. Martin Nessels Poetischen Lorbeer-Krantz/ schrieb Herr Tscherning folgende Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Jugend/ die nicht wil versauren/ / Fundstelle
 
Seite: (614) [655]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als Herr Andreas Bernhard Lehman/ der Medicin berühmter Doctor/ zu Budissin/ in OberLausitz/ Drittens/ die Bürger-Meisterliche Regierung antrat/ schrieb Herr Sieber folgende Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Wehrter Atlas/ wache wieder / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als Herr Andreas Bernhard Lehman/ der Medicin berühmter Doctor/ zu Budissin/ in OberLausitz/ Drittens/ die Bürger-Meisterliche Regierung antrat/ schrieb Herr Sieber folgende Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Wehrter Atlas/ wache wieder / Fundstelle
 
Seite: (624) [665]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Also ward der Hochbenahmte Herr Job Wilhelm Fincelius bey Antretung seiner Bürgermeisterlichen Regierung in Wittenberg von Herrn [aq]M[/aq]. Johann Peißkern/ glückwünschend begrüsset: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Er nehm an/ Grosser Freund/ was seine hohe Gaben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Also ward der Hochbenahmte Herr Job Wilhelm Fincelius bey Antretung seiner Bürgermeisterlichen Regierung in Wittenberg von Herrn [aq]M[/aq]. Johann Peißkern/ glückwünschend begrüsset: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Er nehm an/ Grosser Freund/ was seine hohe Gaben/ / Fundstelle
 
Seite: (628-629) [669-670]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als Herr Christoph Köler Bibliothekarius zu Breßlau worden/ schrieb Hr. Tscherning demselben zu Ehren nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Freyer Künste Lentz verblühet/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Als Herr Christoph Köler Bibliothekarius zu Breßlau worden/ schrieb Hr. Tscherning demselben zu Ehren nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Freyer Künste Lentz verblühet/ / Fundstelle
 
Seite: (632) [673]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Als Herr Andr. Jahn/ [aq]J. U. L[/aq]. und der Stadt Guben gewesener [aq]Syndic[/aq]. zum Ober-Amts-Cantzler im Marggrafthum Niederlausenitz/ verordnet worden/ schrieb Herr Francke an ihm/ folgende Ode/ so zufinden ist/ in dem Zusatz seiner Susannen: ¶ [aq]A[/aq]. Wer mit Ruhm wil Krohnen tragen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Als Herr Andr. Jahn/ [aq]J. U. L[/aq]. und der Stadt Guben gewesener [aq]Syndic[/aq]. zum Ober-Amts-Cantzler im Marggrafthum Niederlausenitz/ verordnet worden/ schrieb Herr Francke an ihm/ folgende Ode/ so zufinden ist/ in dem Zusatz seiner Susannen: ¶ [aq]A[/aq]. Wer mit Ruhm wil Krohnen tragen/ / Fundstelle
 
Seite: (637) [678]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. An Hn. D. Johann George Weidnern/ Churf. Brandenb. Raht/ und [aq]Synd[/aq]. der NeuMärckischen Städte schrieb Herr Francke folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Du andrer Ulpian/ du Scevol unsrer Zeiten/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. An Hn. D. Johann George Weidnern/ Churf. Brandenb. Raht/ und [aq]Synd[/aq]. der NeuMärckischen Städte schrieb Herr Francke folgendes Gedichte: ¶ [aq]A[/aq]. Du andrer Ulpian/ du Scevol unsrer Zeiten/ / Fundstelle
 
Seite: (641) [682]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Als Herr Michael Jacobi/ von einem Edlen und Hochweisen Raht/ der weitberühmten Stadt Lüneburg/ aus Holstein/ zum [aq]Cantore[/aq]/ Führer und Regierer ihrer wolbestalten Music/ für vielen anderen/ ward beruffen/ erwehlet und angenommen/ hat/ zu sonderbahren Ehren/ gedachten Herrn Jacobi/ unser Herr Rist/ nachfolgendes aufgeschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Hertzgeliebtes Vaterland/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Als Herr Michael Jacobi/ von einem Edlen und Hochweisen Raht/ der weitberühmten Stadt Lüneburg/ aus Holstein/ zum [aq]Cantore[/aq]/ Führer und Regierer ihrer wolbestalten Music/ für vielen anderen/ ward beruffen/ erwehlet und angenommen/ hat/ zu sonderbahren Ehren/ gedachten Herrn Jacobi/ unser Herr Rist/ nachfolgendes aufgeschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Hertzgeliebtes Vaterland/ / Fundstelle
 
Seite: (652) [693]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nechst Gott gesiegt. [aq]6[/aq]. Der güldene Fried in einem Siegswagen/ auf welchen der Adler forne sitzet/ der Mars ziehet den Wagen/ mit angefesselten Händen: Der Haan und Löu gehet beiseits ob dem Siegswagen des Friedens/ könte der Nahmen Jehovah geschrieben werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nechst Gott gesiegt. [aq]6[/aq]. Der güldene Fried in einem Siegswagen/ auf welchen der Adler forne sitzet/ der Mars ziehet den Wagen/ mit angefesselten Händen: Der Haan und Löu gehet beiseits ob dem Siegswagen des Friedens/ könte der Nahmen Jehovah geschrieben werden. / Fundstelle
 
Seite: (672) [713]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Mein geliebter Herr LandesMan/ M. Christian Elliger/ hat/ von dem Guckguck/ auf seiner Schwester Hochzeit/ folgendes getichtet: ¶ Im Winter bin ich nackt/ im Sommer trag ich Kleider/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Mein geliebter Herr LandesMan/ M. Christian Elliger/ hat/ von dem Guckguck/ auf seiner Schwester Hochzeit/ folgendes getichtet: ¶ Im Winter bin ich nackt/ im Sommer trag ich Kleider/ / Fundstelle
 
Seite: (675) [716]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Zum Exempel wollen wir/ in Ermangelung anderen aus unserm Buche der Redlichen/ nachfolgende hieher setzen/ als ¶ über Das Hoch-Freyherrlicheh Wapen Des Hoch-würdigen/ Hoch- und Wohlgebohrnen [...] Herrn/ Otto/ Freyherrn von Schwerin/ Herren zu Alten-Landsberg/ [...] Thumprobstes der Churfl. Bischofflichen Stifftkirchen zu Brandenburg [...] ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Der Deutsche fragt' einmahl/ wodurch der Herr Schwerin/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Zum Exempel wollen wir/ in Ermangelung anderen aus unserm Buche der Redlichen/ nachfolgende hieher setzen/ als ¶ über Das Hoch-Freyherrlicheh Wapen Des Hoch-würdigen/ Hoch- und Wohlgebohrnen [...] Herrn/ Otto/ Freyherrn von Schwerin/ Herren zu Alten-Landsberg/ [...] Thumprobstes der Churfl. Bischofflichen Stifftkirchen zu Brandenburg [...] ¶ [aq]1[/aq]. ¶ Der Deutsche fragt' einmahl/ wodurch der Herr Schwerin/ / Fundstelle
 
Seite: (681) [722]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Uber das zierliche und fürtreffliche Geschlechts-Wapen/ des Edlen/ Vesten und WohlManhafften [...] Herren Benjamin Wincklers von Winckelfels/ der Thumprobstey zu Brandenburg z. z. wolbestalten Verwaltes etc. etc. Meines höchstgeehrten Herren Gevatters/ Bewehrten Brüderlichen Freundes/ hab ich nachgesetzte Elegie gedichtet: ¶ Elegie! ¶ Die Liebe/ die zu dir ich biß daher getragen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 5[/aq]. Uber das zierliche und fürtreffliche Geschlechts-Wapen/ des Edlen/ Vesten und WohlManhafften [...] Herren Benjamin Wincklers von Winckelfels/ der Thumprobstey zu Brandenburg z. z. wolbestalten Verwaltes etc. etc. Meines höchstgeehrten Herren Gevatters/ Bewehrten Brüderlichen Freundes/ hab ich nachgesetzte Elegie gedichtet: ¶ Elegie! ¶ Die Liebe/ die zu dir ich biß daher getragen/ / Fundstelle
 
Seite: (684) [725]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Herr Opitz braucht in den Psalmen den Namen Aaron/ bald Dreysilbig/ Aaron; bald zweysilbig Aron/ nach belieben. ¶ Im [aq]150[/aq]. Ps. Und Aron den erwehlten Man ¶ Im [aq]106[/aq]. Ps. Sie fassten Mosen/ ihren Pfleger/ ¶ [...] ¶ Im [aq]115[/aq]. Ps. O Arons Haus ergreif du diesen Schild. ¶ [aq]ibid[/aq]. Wird Arons Stamm durch seiner Güte Schein ¶ [...] ¶ Im [aq]118[/aq]. Ps. Des Arons gantzes Haus besteht. ¶ Im [aq]135[/aq]. Ps. Rühme du in Heiligkeit ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Man kan auch das A. in der mitten aussenlassen/ jedoch nur in den eigenen Nahmen/ welche eine gelinde und fügliche Zusammenziehung leiden/ als im Pharao/ Abraham/ Isaac/ Aaron u. s. w. als beym Herren Opitz/ im hohen Liede: ¶ Wie für andern Wagen Pferden / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Herr Opitz braucht in den Psalmen den Namen Aaron/ bald Dreysilbig/ Aaron; bald zweysilbig Aron/ nach belieben. ¶ Im [aq]150[/aq]. Ps. Und Aron den erwehlten Man ¶ Im [aq]106[/aq]. Ps. Sie fassten Mosen/ ihren Pfleger/ ¶ [...] ¶ Im [aq]115[/aq]. Ps. O Arons Haus ergreif du diesen Schild. ¶ [aq]ibid[/aq]. Wird Arons Stamm durch seiner Güte Schein ¶ [...] ¶ Im [aq]118[/aq]. Ps. Des Arons gantzes Haus besteht. ¶ Im [aq]135[/aq]. Ps. Rühme du in Heiligkeit ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Man kan auch das A. in der mitten aussenlassen/ jedoch nur in den eigenen Nahmen/ welche eine gelinde und fügliche Zusammenziehung leiden/ als im Pharao/ Abraham/ Isaac/ Aaron u. s. w. als beym Herren Opitz/ im hohen Liede: ¶ Wie für andern Wagen Pferden / Fundstelle
 
Seite: (688-689) [729-730]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und im [aq]104[/aq]. Psalm [Opitz', J.T.]: ¶ Wan Er die Erde nur ergrimmet an wil blicken/ ¶ [...] ¶ Ingleichen in der Judiht: ¶ ---Dieß Trotzen wil ich rächen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und im [aq]104[/aq]. Psalm [Opitz', J.T.]: ¶ Wan Er die Erde nur ergrimmet an wil blicken/ ¶ [...] ¶ Ingleichen in der Judiht: ¶ ---Dieß Trotzen wil ich rächen/ / Fundstelle
 
Seite: (690) [731]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gewapnte/ gesegnte f. gewapnete/ gesegnete / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Gewapnte/ gesegnte f. gewapnete/ gesegnete / Fundstelle
 
Seite: (691) [732]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Besser und recht saget Er [Opitz, J.T.]/ im [aq]68[/aq]. Psalm: ¶ Der durch das schöne Feld [...] ¶ Und eben in selbigem Psalme: ¶ Spielt herrlich auff/ macht dem die Bahn/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Besser und recht saget Er [Opitz, J.T.]/ im [aq]68[/aq]. Psalm: ¶ Der durch das schöne Feld [...] ¶ Und eben in selbigem Psalme: ¶ Spielt herrlich auff/ macht dem die Bahn/ / Fundstelle
 
Seite: (692) [733]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat zwar gedachter Herr [Opitz, J.T.]/ in seinen ersten Gedichten/ diese Regel zuweilen überschritten/ solches aber/ nach der Zeit/ gantz und gar vermieden/ als/ wan Er spricht: ¶ --- War Gott mit ihm vertragen / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat zwar gedachter Herr [Opitz, J.T.]/ in seinen ersten Gedichten/ diese Regel zuweilen überschritten/ solches aber/ nach der Zeit/ gantz und gar vermieden/ als/ wan Er spricht: ¶ --- War Gott mit ihm vertragen / Fundstelle
 
Seite: (693) [734]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wan Herr Opitz saget/ im [aq]94[/aq]. Psalme: ¶ -- O schönes Ding ¶ [...] ¶ Im [aq]144[/aq]. Ps. ¶ -- Die Töchter müssen seyn / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Als wan Herr Opitz saget/ im [aq]94[/aq]. Psalme: ¶ -- O schönes Ding ¶ [...] ¶ Im [aq]144[/aq]. Ps. ¶ -- Die Töchter müssen seyn / Fundstelle
 
Seite: (694) [735]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als: Bürger/ Bürgere/ Himmel/ Himmele/ Engel/ Engele. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: als: Bürger/ Bürgere/ Himmel/ Himmele/ Engel/ Engele. / Fundstelle
 
Seite: (694) [735]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Besser klingt es/ wan Er [Opitz, J.T.] im [aq]6[/aq]. Ps. spricht: ¶ Vergib/ vergib mir armen/ ¶ [...] ¶ Als wann Er gesetzt hette: ¶ Erzeig du doch erbarmen/ [...] ¶ So auch im [aq]51[/aq]. Psalme: ¶ Erbarme Gott/ erbarme meiner dich/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Besser klingt es/ wan Er [Opitz, J.T.] im [aq]6[/aq]. Ps. spricht: ¶ Vergib/ vergib mir armen/ ¶ [...] ¶ Als wann Er gesetzt hette: ¶ Erzeig du doch erbarmen/ [...] ¶ So auch im [aq]51[/aq]. Psalme: ¶ Erbarme Gott/ erbarme meiner dich/ / Fundstelle
 
Seite: (696) [737]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 27[/aq]. Das (i.) wird nur in der Mitten aussen gelassen/ in der Sylbe ig und ich/ als f. heili-[S]ge/ ewige/ Bräutigam/ sag ich/ heilge/ ewge/ Bräutgam/ wie dan ein Exempel dessen beym Herrn Opitz zu finden ist/ im [aq]I[/aq]. B. P. W. an ihre K. Majestät: ¶ Wan dir dein greises Haar hernach bekränzt sol stehen/ ¶ [...] ¶ Und im Buche [aq]de verâ Rel[/aq]. ¶ Wie der Egyptsche Tag mit Nacht ward übersponnen. ¶ [...] ¶ Im [aq]51[/aq]. Psalme: ¶ Nim deinen Geist/ den heilgen Geist doch nicht von mir hinweg. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 27[/aq]. Das (i.) wird nur in der Mitten aussen gelassen/ in der Sylbe ig und ich/ als f. heili-[S]ge/ ewige/ Bräutigam/ sag ich/ heilge/ ewge/ Bräutgam/ wie dan ein Exempel dessen beym Herrn Opitz zu finden ist/ im [aq]I[/aq]. B. P. W. an ihre K. Majestät: ¶ Wan dir dein greises Haar hernach bekränzt sol stehen/ ¶ [...] ¶ Und im Buche [aq]de verâ Rel[/aq]. ¶ Wie der Egyptsche Tag mit Nacht ward übersponnen. ¶ [...] ¶ Im [aq]51[/aq]. Psalme: ¶ Nim deinen Geist/ den heilgen Geist doch nicht von mir hinweg. / Fundstelle
 
Seite: (697) [738]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als Herr Opitz in H. Liede: ¶ Er ist der mein'/ Er ists mein Hertz und Sinn/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: als Herr Opitz in H. Liede: ¶ Er ist der mein'/ Er ists mein Hertz und Sinn/ / Fundstelle
 
Seite: (698) [739]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Schaum steh auf Gottes Wort/ See lege deine Wellen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Schaum steh auf Gottes Wort/ See lege deine Wellen. / Fundstelle
 
Seite: (700) [741]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey dem Herren Opitz finden sich allein nur diese beyde/ wan er diese Wörter Wölffinn und Göttinn/ im Lobgesange CHRisti/ als [aq]Jambos[/aq] setzet/ es doch warhafftige [aq]Trochaei[/aq] sind. Denn also spricht er: [S] ¶ Noch Romulus Wölffinn/ ¶ [...] ¶ Es entschuldiget aber denselben/ daß Er diesen Lobgesang aus dem Holländischen des [aq]Heinsii[/aq] übergesezt/ da dan ein Poet etwas mehr Freyheit hat. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey dem Herren Opitz finden sich allein nur diese beyde/ wan er diese Wörter Wölffinn und Göttinn/ im Lobgesange CHRisti/ als [aq]Jambos[/aq] setzet/ es doch warhafftige [aq]Trochaei[/aq] sind. Denn also spricht er: [S] ¶ Noch Romulus Wölffinn/ ¶ [...] ¶ Es entschuldiget aber denselben/ daß Er diesen Lobgesang aus dem Holländischen des [aq]Heinsii[/aq] übergesezt/ da dan ein Poet etwas mehr Freyheit hat. / Fundstelle
 
Seite: (701-702) [742-743]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Opitz selber saget: ¶ Der himlische Gesandt. ¶ [...] ¶ Diß himlische Geschenck. ¶ Und Flemming im 3. B. der P. W. auff dem [aq]132[/aq]. Bl. welches aber/ nach dem Herr Tscherning/ gantz und gar nicht zu entschuldigen: ¶ Diß ist der letzte Hauch/ in dem die fromme Seele/ ¶ [...] ¶ [aq]Omninò fit vis[/aq], schreibet Herr Buchner an Hn. Tscherning/ [aq]si dicam[/aq]: der himmlische Gesandt/ diß himmlische Geschenck. [aq]Sed non in caeteris[/aq]: ¶ [...] ¶ Die Christliche Sibyll / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Opitz selber saget: ¶ Der himlische Gesandt. ¶ [...] ¶ Diß himlische Geschenck. ¶ Und Flemming im 3. B. der P. W. auff dem [aq]132[/aq]. Bl. welches aber/ nach dem Herr Tscherning/ gantz und gar nicht zu entschuldigen: ¶ Diß ist der letzte Hauch/ in dem die fromme Seele/ ¶ [...] ¶ [aq]Omninò fit vis[/aq], schreibet Herr Buchner an Hn. Tscherning/ [aq]si dicam[/aq]: der himmlische Gesandt/ diß himmlische Geschenck. [aq]Sed non in caeteris[/aq]: ¶ [...] ¶ Die Christliche Sibyll / Fundstelle
 
Seite: (703) [744]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und in [Opitz', J.T.] Klagliedern Jeremias: ¶ Manch junges Weibesbild. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und in [Opitz', J.T.] Klagliedern Jeremias: ¶ Manch junges Weibesbild. / Fundstelle
 
Seite: (704) [745]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]9[/aq]. Daß man/ in der mitten eines Wortes für ck/ nicht kk schreibe. Herr Buchner hat deßwegen/ an Herren Tscherning folgendes geschrieben: [aq]Veteres vix geminabant Literas: itaque crassiore sono dicebant[/aq], G[aq]õ[/aq]t/gl[aq]ũ[/aq]k/ [aq]quod in agrestium lingua adhuc hodieque durat. Postea, qui elegantioribus auribus utebantur, mutarunt, dixeruntque[/aq] G[aq]ó[/aq]tt/ Gl[aq]ú[/aq]ck. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]9[/aq]. Daß man/ in der mitten eines Wortes für ck/ nicht kk schreibe. Herr Buchner hat deßwegen/ an Herren Tscherning folgendes geschrieben: [aq]Veteres vix geminabant Literas: itaque crassiore sono dicebant[/aq], G[aq]õ[/aq]t/gl[aq]ũ[/aq]k/ [aq]quod in agrestium lingua adhuc hodieque durat. Postea, qui elegantioribus auribus utebantur, mutarunt, dixeruntque[/aq] G[aq]ó[/aq]tt/ Gl[aq]ú[/aq]ck. / Fundstelle
 
Seite: (708) [749]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das Stifft/ [aq]dioecesis[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Das Stifft/ [aq]dioecesis[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (712) [753]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Herr Opitz/ im [aq]68[/aq]. Psalme: ¶ Rott' aus der Farren Hauffen/ ¶ [...] ¶ Und wiederum: ¶ Egypten wird dir senden / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Herr Opitz/ im [aq]68[/aq]. Psalme: ¶ Rott' aus der Farren Hauffen/ ¶ [...] ¶ Und wiederum: ¶ Egypten wird dir senden / Fundstelle
 
Seite: (714) [755]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und [aq]Lutherus Luc. 2[/aq]. Siehe/ dieser wird gesetzt/ zu einem Fall und aufferstehen vieler in Israel. ¶ Opitz im [aq]104[/aq]. Ps. ¶ Den Menschen muß die Erde Krauter geben/ / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und [aq]Lutherus Luc. 2[/aq]. Siehe/ dieser wird gesetzt/ zu einem Fall und aufferstehen vieler in Israel. ¶ Opitz im [aq]104[/aq]. Ps. ¶ Den Menschen muß die Erde Krauter geben/ / Fundstelle
 
Seite: (715) [756]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Kan demnach Ambrosius Lobwasser/ durchaus nicht entschuldiget werden/ wan Er im [aq]51[/aq]. Ps. gesetzt: ¶ Und lösch sie aus mit deiner GnadenOnden. ¶ Das ist/ Wasser. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Kan demnach Ambrosius Lobwasser/ durchaus nicht entschuldiget werden/ wan Er im [aq]51[/aq]. Ps. gesetzt: ¶ Und lösch sie aus mit deiner GnadenOnden. ¶ Das ist/ Wasser. / Fundstelle
 
Seite: (722) [763]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Regiement/ Firmament/ Natur/ Triumph/ Reverentz/ Cörper/ Engel/ Printz/ u. s. w. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Regiement/ Firmament/ Natur/ Triumph/ Reverentz/ Cörper/ Engel/ Printz/ u. s. w. / Fundstelle
 
Seite: (722) [763]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Also setzt Opitz/ in seinem Jona/ recht den [aq]Accusativum[/aq], und nicht den Nominativum Jonas/ wan Er also schreibet: ¶ Indessen kömmt von dem/ der Thier und Menschen zwinget/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Also setzt Opitz/ in seinem Jona/ recht den [aq]Accusativum[/aq], und nicht den Nominativum Jonas/ wan Er also schreibet: ¶ Indessen kömmt von dem/ der Thier und Menschen zwinget/ / Fundstelle
 
Seite: (725) [766]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Flemming/ im [aq]3[/aq]. Buch der Sonnetten/ Bl. [aq]658[/aq]. ¶ Sonst seid ihr gantz gleich eins/ gleich fromm/ gleich keusch/ gleich rein. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Flemming/ im [aq]3[/aq]. Buch der Sonnetten/ Bl. [aq]658[/aq]. ¶ Sonst seid ihr gantz gleich eins/ gleich fromm/ gleich keusch/ gleich rein. / Fundstelle
 
Seite: (729) [770]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Man wolte dan hiermit etwas sonderliches außdrucken/ als Opitz mit dem Worte dir den Gesang der Lerchen/ in seiner Ruhe des Gemühts/ am [aq]395[/aq]. Verß. ¶ Die Lerche schreyt auch: Dir/ dir lieber GOtt allein / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Man wolte dan hiermit etwas sonderliches außdrucken/ als Opitz mit dem Worte dir den Gesang der Lerchen/ in seiner Ruhe des Gemühts/ am [aq]395[/aq]. Verß. ¶ Die Lerche schreyt auch: Dir/ dir lieber GOtt allein / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Auch im [aq]27[/aq]. Psalm. ¶ Er birget mich/ wan schwerer Zeiten Lauff ¶ [...] ¶ Und im [aq]7[/aq]. Psalm: [S] ¶ Du streckest mich in Pein / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Auch im [aq]27[/aq]. Psalm. ¶ Er birget mich/ wan schwerer Zeiten Lauff ¶ [...] ¶ Und im [aq]7[/aq]. Psalm: [S] ¶ Du streckest mich in Pein / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ingl. [Opitz, J.T.] Wird dir durch keinen Freund für gutes recht gethan/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ingl. [Opitz, J.T.] Wird dir durch keinen Freund für gutes recht gethan/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]4[/aq]. Ingleichen [aq]in Imperfecto Conjunctivi[/aq], als Opitz im [aq]68[/aq]. Ps. ¶ Da du ihm hertzlich stündest bey/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]4[/aq]. Ingleichen [aq]in Imperfecto Conjunctivi[/aq], als Opitz im [aq]68[/aq]. Ps. ¶ Da du ihm hertzlich stündest bey/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich wil das Werck mit Gott nun fahen an/ f. anfahen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist gewiß/ daß GOtt längst habe deinen Lauf/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist ein schöner Spot/ das Leben geben auf/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: wie Opitz: ¶ Der Herr hat mein Gebet genommen auf und an/ / Rang
 
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Seite: (734) [775]
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als/ wan Opitz saget/ im 38. Psalm: ¶ Herr/ was ich dir vor wil tragen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wir sollen jederzeit dem nechsten Dienst bezeigen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Beym Herrn Opitz findet man folgendes [aq]in de Ver. Christ. Rel[/aq]. ¶ Wem ferner Blumen auch zulesen wil belieben / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Beym Herrn Opitz findet man folgendes [aq]in de Ver. Christ. Rel[/aq]. ¶ Wem ferner Blumen auch zulesen wil belieben / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als: ¶ Höchster GOtt/ komm mir zu Hülffe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als/ wan H. Opitz/ in dem Getichte/ an den Hn. Burggraven von Dohna schreibt: ¶ --Er hat sich hingemacht / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als/ wan H. Opitz/ in dem Getichte/ an den Hn. Burggraven von Dohna schreibt: ¶ --Er hat sich hingemacht / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als: ¶ Die Sünde macht/ daß der Mensch alsobald muß sterben. ¶ Opitz spricht zwar/ im [aq]5[/aq]. Buche/ von der wahren Christl. Rel. ¶ Doch der Stein/ welcher von Baumeister wird verworffen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als: ¶ Die Sünde macht/ daß der Mensch alsobald muß sterben. ¶ Opitz spricht zwar/ im [aq]5[/aq]. Buche/ von der wahren Christl. Rel. ¶ Doch der Stein/ welcher von Baumeister wird verworffen/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und Flemming/ im [aq]3[/aq]. Buche der Wälder: ¶ (Sie) schaut den dreyeinen Gott/ nimmt gantz den Himmel ein/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und Flemming/ im [aq]3[/aq]. Buche der Wälder: ¶ (Sie) schaut den dreyeinen Gott/ nimmt gantz den Himmel ein/ / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten. / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben. / Fundstelle
 
Seite: (6-16) [47-57]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...]
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Unter denen Himmlischen ist ¶ [aq]1[/aq]. Saturnus/ ein Gott der goldenen Zeiten/ [...] Daher haben auch nun die [aq]Saturnalia[/aq] ihren Ursprung bekommen/ von welchen [aq]Becanus[/aq] schreibet/ daß der Patriarch Noah die ersten gehalten habe/ den ersten Tag des zehenden Monats/ da Er den Kasten eröffnet/ und das Liecht wieder angeschauet/ daher zum Angedächtniß solcher Freude/ alle seine Nachkommen/ zu selber Zeit/ Gastereyen anzustellen/ und einander mit Lichteren zubeschencken/ hergebracht: und [S] sey ob solcher Ursach das Lichtmeß-Fest bey den Christen/ die Saturnalia bey den Heyden im gebrauch gekommen. ¶ [aq]§. 3. 2[/aq]. Jupiter/ der Gott des Donners und des Blitzes/ [...]; und folgbahr auch das [aq]Dictam[/aq], davon [aq]Tertull. de poenit. c. XI. Aristot. d. mirab[/aq]. schreiben [...] / Fundstelle
 
Seite: (66-67) [107-108]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Und diese [die Furien, J.T.] sind darum von den Heyden erdacht/ daß sie etlicher massen die Tyranney des bösen Gewissen möchten abbilden. Welches dan der Heyde [aq]Cicero[/aq] selbst gar wol verstanden/ wan Er in der Rede/ die Er dem [aq]Roscio Amerino[/aq] zu gut gehalten/ also saget: [aq]Nolite putare, quemadmodum in fabulis saepenumero videtis, eos, qui aliquid impiè scelerateque commiserint, agitari & perterrefieri, furiarum taedis ardentibus, sua quemque fraus, & suus terror maximè vexat, suum quemque scelus agitat amentiaque afficit, suae malae cogitationes conscientiaeque animi terrent. Hae sunt impijs assiduae domesticaeque furiae, quae dies noctesque Parentum poenas â consceleratissimis filijs repetunt[/aq]. Und Natalis Comes, saget im 3. B. seiner Mythologie/ am [aq]10[/aq]. Kapittel: [aq]Omnia flagitia, quorum nobis sumus conscij, vel per invidiam, vel per odium, vel propter spem alicujus commodi committuntur. Idcircò[/aq] [griech.], [aq]ultio, &[/aq] [griech.] [aq]caedes est, quod scelus per iram aut odium natum Tisiphone ulciscatur[/aq]. [griech.] [aq]verò invidere significat, quod Megaera per invidiam commissa peccata puniat. At[/aq] [griechisch] [S] [griechisch] [aq]nunquam cessantem significat; Qnae titillatio est voluptatum, per quas in peccantes Alecto animadvertit[/aq].
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und diese [die Furien, J.T.] sind darum von den Heyden erdacht/ daß sie etlicher massen die Tyranney des bösen Gewissen möchten abbilden. Welches dan der Heyde [aq]Cicero[/aq] selbst gar wol verstanden/ wan Er in der Rede/ die Er dem [aq]Roscio Amerino[/aq] zu gut gehalten/ also saget: [aq]Nolite putare, quemadmodum in fabulis saepenumero videtis, eos, qui aliquid impiè scelerateque commiserint, agitari & perterrefieri, furiarum taedis ardentibus, sua quemque fraus, & suus terror maximè vexat, suum quemque scelus agitat amentiaque afficit, suae malae cogitationes conscientiaeque animi terrent. Hae sunt impijs assiduae domesticaeque furiae, quae dies noctesque Parentum poenas â consceleratissimis filijs repetunt[/aq]. Und Natalis Comes, saget im 3. B. seiner Mythologie/ am [aq]10[/aq]. Kapittel: [aq]Omnia flagitia, quorum nobis sumus conscij, vel per invidiam, vel per odium, vel propter spem alicujus commodi committuntur. Idcircò[/aq] [griech.], [aq]ultio, &[/aq] [griech.] [aq]caedes est, quod scelus per iram aut odium natum Tisiphone ulciscatur[/aq]. [griech.] [aq]verò invidere significat, quod Megaera per invidiam commissa peccata puniat. At[/aq] [griechisch] [S] [griechisch] [aq]nunquam cessantem significat; Qnae titillatio est voluptatum, per quas in peccantes Alecto animadvertit[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und diese [die Furien, J.T.] sind darum von den Heyden erdacht/ daß sie etlicher massen die Tyranney des bösen Gewissen möchten abbilden. Welches dan der Heyde [aq]Cicero[/aq] selbst gar wol verstanden/ wan Er in der Rede/ die Er dem [aq]Roscio Amerino[/aq] zu gut gehalten/ also saget: [aq]Nolite putare, quemadmodum in fabulis saepenumero videtis, eos, qui aliquid impiè scelerateque commiserint, agitari & perterrefieri, furiarum taedis ardentibus, sua quemque fraus, & suus terror maximè vexat, suum quemque scelus agitat amentiaque afficit, suae malae cogitationes conscientiaeque animi terrent. Hae sunt impijs assiduae domesticaeque furiae, quae dies noctesque Parentum poenas â consceleratissimis filijs repetunt[/aq]. Und Natalis Comes, saget im 3. B. seiner Mythologie/ am [aq]10[/aq]. Kapittel: [aq]Omnia flagitia, quorum nobis sumus conscij, vel per invidiam, vel per odium, vel propter spem alicujus commodi committuntur. Idcircò[/aq] [griech.], [aq]ultio, &[/aq] [griech.] [aq]caedes est, quod scelus per iram aut odium natum Tisiphone ulciscatur[/aq]. [griech.] [aq]verò invidere significat, quod Megaera per invidiam commissa peccata puniat. At[/aq] [griechisch] [S] [griechisch] [aq]nunquam cessantem significat; Qnae titillatio est voluptatum, per quas in peccantes Alecto animadvertit[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (120-121) [161-162]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Die [aq]I[/aq]. Ahrt ist ein Heroisch oder Helden-Gedicht/ welches gemeiniglich sehr weitläufftig/ und von hohen Wesen/ als von vortrefflichen Heldenthaten/ langwierigen Kriegen/ auch wol von natürlichen/ Himmlischen/ Politischen/ und andern Sachen/ so zu einen Tugendhafften Leben gehören/ zu reden pfleget. Es wird aber in denselben stracks der Inhalt gesetzt/ [aq](A)[/aq] hernachmals Gott um Beystand angeruffen/ [S] [aq](B)[/aq] und drittens die Zuschreibung und Ursache/ warum man eben dieses Werck vor sich genommen/ angefüget. [aq](C)[/aq] ¶ [aq]§. 3[/aq]. Ein Exempel dessen stehet in Herrn Opitzen [aq]Vesuvio[/aq]: ¶ [aq]A[/aq]. Natur/ von derer Kraft/ Lufft/ Welt und Himmel sind/ ¶ [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Und in seinem Vielguet an Hn. Heinrich Wentzeln/ Hertzogen zu Münsterberg u.s.f. hat er sich eben dergleichen Ahrt gebrauchet: ¶ [aq]A[/aq]. In dessen daß mein Sinn der Welt gemeines Ziel / Fundstelle
 
Seite: (237-239) [278-280]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 6[/aq]. Oder wir ermuntern ¶ Anfänglich den Himmel und desselben Bürger/ daß sie das junge Kund in ihre Gemeinschafft annehmen/ [aq](a)[/aq] ihm die Bahn zur heil. Taufe bereiten [aq](b)[/aq] und den Weh weisen sollen. [aq]A[/aq]. ¶ Danach reden wir das neugebohrne Kind selbst an/ und preisen seinen seligen Zustand/ bey der Wiedergeburt. [aq]B[/aq]. [S] ¶ Drittens weissagen wir demselben alles guts/ und sagen/ wie es seinen Eltern (die wir dan nach ihrem Verdienst heraus streichen können/ [aq](c)[/aq] an Tugend/ Frömmigkeit und Zucht/ nachschlachten werde. [aq]C[/aq]. ¶ Endlich ermahnen wir die Eltern zur Freude/ und beschliessen mit einem kurtzen Wunsch [aq](d)[/aq] daß sie GOtt/ mit dergleichen Frucht noch weiter segnen und ergetzen. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 7[/aq]. Als Herr Heinrich Adam von der Osten/ S. Churf. Durchl. zu Brandenb. über dero Armee hochbestalter General Quartier-Meister/ uf Karstorf/ am 2. Julius/ des [aq]1660[/aq]sten HeilJahrs/ in Brandenburg sein erstes Söhnchen tauffen ließ/ haben wir folgendes gedichtet/ und überschicket: ¶ [aq]A[/aq]. Der Himmel freue sich/ und seine Bürgerschafft. / Fundstelle
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Wir können auch also bald ¶ [...] ¶ Drittens den Eltern hierzu Gottes Segen wünschen. [aq]C[/aq]. ¶ [aq]§. 11[/aq]. Nur gedachter Poet/ Herr Sieber/ hat an Herrn Siegmund Gottfried Peißkern/ [aq]S. S. Theol. D[/aq]. und wolverdeinten [aq]Superintendenten[/aq] zu Bischoffswerda/ als seine geliebte Hauß-Ehre eines Söhnchens genesen war/ nachgesetztes geschrieben: ¶ [aq]A[/aq] Ich freue mich mit dir/ du hochgelehrter Lehrer/ / Fundstelle
 
Seite: (320) [361]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Dafern wir auf den Nahmnens Tag einer hohen Standes-Person etwas wolten aufsetzen/ solte es sich nicht übel schicken/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens auch um ihre fernere Gunst uns bewerben und GOTT anruffen/ daß Er dieselbe mit seinen Himmlischen Segen erfreuen wolle. [aq]C[/aq]. ¶ Und Endlich/ so wir mercken/ daß dieselbe Person nach was sonderliches Verlangen hat/ daß wir den Höchsten GOtt bitten/ Er wolle ihrer Bitte statt und Gehöre geben. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Ein Exempel hierauf/ finden wir beym Herrn Tscherning/ auf einer hohen Standes-Person NahmensTag/ welcher einfiel den vier- und zwantzigsten Christmonats: ¶ [aq]A O[/aq] Morgenstern des Landes/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Dafern wir auf den Nahmnens Tag einer hohen Standes-Person etwas wolten aufsetzen/ solte es sich nicht übel schicken/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens auch um ihre fernere Gunst uns bewerben und GOTT anruffen/ daß Er dieselbe mit seinen Himmlischen Segen erfreuen wolle. [aq]C[/aq]. ¶ Und Endlich/ so wir mercken/ daß dieselbe Person nach was sonderliches Verlangen hat/ daß wir den Höchsten GOtt bitten/ Er wolle ihrer Bitte statt und Gehöre geben. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Ein Exempel hierauf/ finden wir beym Herrn Tscherning/ auf einer hohen Standes-Person NahmensTag/ welcher einfiel den vier- und zwantzigsten Christmonats: ¶ [aq]A O[/aq] Morgenstern des Landes/ / Fundstelle
 
Seite: (226) [367]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 40[/aq]. Es kömmt auch wol/ das eben diese Person/ welcher wir zu ehren was schreiben wollen/ um dieselbe Zeit einiges Bekümmernis im Hertzen hat/ und sehr betrübt ist. Derowegen müssen wir unser [aq]Pöema[/aq] darnach anstellen/ und sagen/ ¶ Erstlich/ wie doch GOTT gemeiniglich gute und böse Zeit zusammen füge/ doch aber auch auf den Regen uns die Sonne wieder scheinen lasse. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach machen wir die [aq]Application[/aq], und trösten die Person in ihrem betrübten Zustande/ mit der Allmächtigen Hülffe GOttes/ nach welcher Er/ in einem Augenblicke/ all unser Anliegen wenden kan; Ingleichen mit ihren wolgerathenen Kindern/ so sie derselben welche hat/ [aq]B[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 41[/aq]. Ein Exempel stellet uns Herr Sieber für/ in seiner Poetis. Jug. da Er an eine Adeliche Frau/ wie an derselben Nahmens Tage Ihr liebstes Söhnchen kranck lag/ also schreibet: ¶ [aq]A[/aq] TugendBild/ Ihr Tag erscheint/ / Fundstelle
 
Seite: (374-375) [415-416]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 42[/aq]. Es pflegen auch wol die Kinder ihre Eltern anzubinden/ und mit einigem Gedichte zubeehren/ darinnen sie sich [...] ¶ Zum Dritten einen Christlichen Wunsch dazu thun. ¶ [aq]§. 43[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Sieber: ¶ [aq]A[/aq]. Es ist mein Federkiel zwar noch nicht da gewesen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 42[/aq]. Es pflegen auch wol die Kinder ihre Eltern anzubinden/ und mit einigem Gedichte zubeehren/ darinnen sie sich [...] ¶ Zum Dritten einen Christlichen Wunsch dazu thun. ¶ [aq]§. 43[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Sieber: ¶ [aq]A[/aq]. Es ist mein Federkiel zwar noch nicht da gewesen/ / Fundstelle
 
Seite: (377) [418]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 56[/aq]. Wir mahnen sie auch an/ daß sie ¶ Erstlich GOtt sollen dancken um das böse/ welches er diesen Tag von ihnen wendet/ und daß er sie und uns diesen Tag in guter Gesundheit erstreben lässt; [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ermahnen wir sie zur Fröligkeit/ weil sichs gar wol reimet/ Gott dancken/ und sich frölich bey seinen Freunden bezeigen. [aq]B[/aq]. ¶ [aq]§. 57[/aq]. Herr Flemming hat/ nach dieser Art/ an Herrn Hartmann Grahmannen folgender gestalt geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Danck erstlich deinem Gott mit zwiefach frohem Muthe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 56[/aq]. Wir mahnen sie auch an/ daß sie ¶ Erstlich GOtt sollen dancken um das böse/ welches er diesen Tag von ihnen wendet/ und daß er sie und uns diesen Tag in guter Gesundheit erstreben lässt; [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ermahnen wir sie zur Fröligkeit/ weil sichs gar wol reimet/ Gott dancken/ und sich frölich bey seinen Freunden bezeigen. [aq]B[/aq]. ¶ [aq]§. 57[/aq]. Herr Flemming hat/ nach dieser Art/ an Herrn Hartmann Grahmannen folgender gestalt geschrieben: ¶ [aq]A[/aq]. Danck erstlich deinem Gott mit zwiefach frohem Muthe/ / Fundstelle
 
Seite: (387) [428]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Nach den Geburts und Nahmens Gedichten/ setzen wir nun auch die Hochzeit Gedichte/ oder Braut-Lieder/ welche Braut und Bräutigam zu ehren auf ihr Hochzeit Fest geschrieben werden. Und machen wir billich den Anfang von den Vornehmen und Standes Personen/ bey dero Beylager wir ¶ [...] ¶ Drittens Gott für solches Werck dancken/ [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Hn. Opitz/ auf S. Fürstl. Durchl. Friederichens/ Hertzogen zu Holstein/ und Fräulein Marien Elisabethen/ aus dem Churfürstl. Hause Sachsen/ Beylager/ im 2. B. der Poet. Wälder. ¶ [aq]A[/aq]. Sonne/ derer schönes Licht / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Nach den Geburts und Nahmens Gedichten/ setzen wir nun auch die Hochzeit Gedichte/ oder Braut-Lieder/ welche Braut und Bräutigam zu ehren auf ihr Hochzeit Fest geschrieben werden. Und machen wir billich den Anfang von den Vornehmen und Standes Personen/ bey dero Beylager wir ¶ [...] ¶ Drittens Gott für solches Werck dancken/ [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf finden wir beym Hn. Opitz/ auf S. Fürstl. Durchl. Friederichens/ Hertzogen zu Holstein/ und Fräulein Marien Elisabethen/ aus dem Churfürstl. Hause Sachsen/ Beylager/ im 2. B. der Poet. Wälder. ¶ [aq]A[/aq]. Sonne/ derer schönes Licht / Fundstelle
 
Seite: (395) [436]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 35[/aq] Schreiben wir an eine Wittwe/ so wundern wir uns/ ¶ [...] ¶ Drittens loben wir/ an unser Braut/ etliche Tugenden einer rechtschaffenen Wittwen/ in derer Ansehen GOtt ihr wiederumb zum Manne geholffen. [aq]C[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]§. 36[/aq]. Ein Exemprl finden wir/ beym Opitz auff Herrn Valentin Sanfftleben/ und Frauen Elisabethen Queisserin Hochzeit Tag. [S] ¶ [aq]A[/aq] So sind dan dieses nun die eysernen Gedancken/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 35[/aq] Schreiben wir an eine Wittwe/ so wundern wir uns/ ¶ [...] ¶ Drittens loben wir/ an unser Braut/ etliche Tugenden einer rechtschaffenen Wittwen/ in derer Ansehen GOtt ihr wiederumb zum Manne geholffen. [aq]C[/aq] ¶ [...] ¶ [aq]§. 36[/aq]. Ein Exemprl finden wir/ beym Opitz auff Herrn Valentin Sanfftleben/ und Frauen Elisabethen Queisserin Hochzeit Tag. [S] ¶ [aq]A[/aq] So sind dan dieses nun die eysernen Gedancken/ / Fundstelle
 
Seite: (448-449) [489-490]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Demnach wir in diesem Kapitel von den Liedern/ so den Verstorbenen zu ehren geschrieben werden/ handeln/ wenden wir erstlich Unsern Fleiß auf hohe Standes-Personen/ und führen bey derselben Hintrit ¶ [...] ¶ Vierdtens/ sagen wir/ daß GOtt die Seele des Verstorbenen zu denen Helden versetzet/ welche durch einen seligen Todt dieser Welt vorlängst gute Nacht gegeben/ und erzehlen hierauf [S] etliche derselben/ und wie sie sämtlich vor des Verstorbenen Ankunfft auffgestanden und sich gebücket. [aq]D[/aq]. ¶ Zum Fünfften/ gedencken wir auch/ daß die Seele des Verstorbenen nun im Himmel wohne/ und auf das Thun der Sterblichen herab sehe/ und wie sie wünsche/ daß GOtt seinem Nachfolger in der Regierung das Leben wolle gönnen/ welches Er Ihme zu früh entnommen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf setzet Herr Opitz im [aq]3[/aq]. Buch seiner Poetisch. Wäld./ über den Abschied ihrer Hochfürstl. Durchl. Ertzhertzogen Carlens von Oesterreich/ welches Er Ihrer Kays. Majestät dazumahl übergeben: ¶ [aq]A[/aq]. Allhier in diese Grufft liegt Carolus gesencket/ / Fundstelle
 
Seite: (457-458) [498-499]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Vierdtens halten wir seine Glückseligkeit im Himmel/ und unsere Unglückseligkeit auf Erden gegen einander/ und beklagen unsern Zustand/ den seinigen aber rühmen wir. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel hierauf schreibet Herr Tscherning auf Herrn D. Caspar Cunrads/ berühmten Medici und Poeten Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine Taube kirret/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Vierdtens halten wir seine Glückseligkeit im Himmel/ und unsere Unglückseligkeit auf Erden gegen einander/ und beklagen unsern Zustand/ den seinigen aber rühmen wir. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Ein Exempel hierauf schreibet Herr Tscherning auf Herrn D. Caspar Cunrads/ berühmten Medici und Poeten Absterben: ¶ [aq]A[/aq]. Wie eine Taube kirret/ / Fundstelle
 
Seite: (477) [518]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Sollen wir an einen Wittwer/ der ein guter Poet ist/ schreiben/ so mahnen wir [S] [...] ¶ Zum vierdten trösten wir den Wittwer/ mit dem Willen GOttes. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ Zum Beschluß der Seligen auch eine Grabschrifft: [aq]I[/aq]. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauff hat der niedliche Dreßnische Poet/ Herr David Schir-[S]mer/ auff das selige Absterben Frauen Annen Margarethen/ gebohrner Voigtin/ Ihrer Churf. und Chur-Printzlicher Durchl. zu Sachsen vornehmen Hoff-Bedienten/ Herrn Christian Brehmen hertzgeliebten Eheweibes/ auffgesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. So stimme nun die Goldne Leyer an/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 11[/aq]. Sollen wir an einen Wittwer/ der ein guter Poet ist/ schreiben/ so mahnen wir [S] [...] ¶ Zum vierdten trösten wir den Wittwer/ mit dem Willen GOttes. [aq]D[/aq]. ¶ [...] ¶ Zum Beschluß der Seligen auch eine Grabschrifft: [aq]I[/aq]. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ein Exempel hierauff hat der niedliche Dreßnische Poet/ Herr David Schir-[S]mer/ auff das selige Absterben Frauen Annen Margarethen/ gebohrner Voigtin/ Ihrer Churf. und Chur-Printzlicher Durchl. zu Sachsen vornehmen Hoff-Bedienten/ Herrn Christian Brehmen hertzgeliebten Eheweibes/ auffgesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. So stimme nun die Goldne Leyer an/ / Fundstelle
 
Seite: (480-482) [521-523]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Wan Kinder sterben/ schreiben wir an die Eltern folgender gestalt/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens trösten wir sie/ daß ob sie wol zeitlich gestorben/ doch desto eher in Himmel kommen sind. [aq]C[/aq]. ¶ Und endlich auch mit der Hoffnung/ daß GOtt ihnen noch mehr dergleichen Kinder bescheren werde. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 18[/aq]. Auf Herrn Johann Mochingers/ geliebten Söhnleins Ehrenfriedes Begräbnis/ hat Herr Tscherning nachgesetzten Pindarischen Gesang geschrieben: ¶ [aq]I[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wer ihm Hoffnung macht auf Erden / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 17[/aq]. Wan Kinder sterben/ schreiben wir an die Eltern folgender gestalt/ daß wir ¶ [...] ¶ Drittens trösten wir sie/ daß ob sie wol zeitlich gestorben/ doch desto eher in Himmel kommen sind. [aq]C[/aq]. ¶ Und endlich auch mit der Hoffnung/ daß GOtt ihnen noch mehr dergleichen Kinder bescheren werde. [aq]D[/aq]. ¶ [aq]§. 18[/aq]. Auf Herrn Johann Mochingers/ geliebten Söhnleins Ehrenfriedes Begräbnis/ hat Herr Tscherning nachgesetzten Pindarischen Gesang geschrieben: ¶ [aq]I[/aq]. Satz. ¶ [aq]A[/aq]. Wer ihm Hoffnung macht auf Erden / Fundstelle
 
Seite: (490) [531]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Auf Begräbnisse der Jungfrauen können wir [sagen, J.T.] ¶ [...] ¶ Zum Andern/ daß sie nicht gestorben/ sondern ihre Seele bey GOtt lebe. [aq]B[/aq]. [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Opitz auf Jungf. Susannen/ gebohrner Eichhäuserin seligen Hintrit. ¶ [aq]A[/aq]. So viel hier Menschen sterben/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 20[/aq]. Auf Begräbnisse der Jungfrauen können wir [sagen, J.T.] ¶ [...] ¶ Zum Andern/ daß sie nicht gestorben/ sondern ihre Seele bey GOtt lebe. [aq]B[/aq]. [...] ¶ [aq]§. 21[/aq]. Ein Exempel stehet beym Herrn Opitz auf Jungf. Susannen/ gebohrner Eichhäuserin seligen Hintrit. ¶ [aq]A[/aq]. So viel hier Menschen sterben/ / Fundstelle
 
Seite: (494) [535]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Wan wir auf den Abschied einer Braut was schreiben/ sagen wir [S] ¶ Vornehmlich/ wie GOTT alle unsere Anschläge so bald zu nichte mache/ und ziehn unser eigen Exempel an/ in dem wir uns vorgenommen/ der Seligen ein HochzeitLied zu schreiben/ nun aber dasselbe in einen Leichen-Gesang verwandelt werde. [aq]A[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 26[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. Hilf GOTT/ wie eitel ist/ was krancke Menschen tichten! / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 25[/aq]. Wan wir auf den Abschied einer Braut was schreiben/ sagen wir [S] ¶ Vornehmlich/ wie GOTT alle unsere Anschläge so bald zu nichte mache/ und ziehn unser eigen Exempel an/ in dem wir uns vorgenommen/ der Seligen ein HochzeitLied zu schreiben/ nun aber dasselbe in einen Leichen-Gesang verwandelt werde. [aq]A[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 26[/aq]. Ein Exempel hat Herr Tscherning: ¶ [aq]A[/aq]. Hilf GOTT/ wie eitel ist/ was krancke Menschen tichten! / Fundstelle
 
Seite: (499-500) [540-541]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden. ¶ [aq]§. 27[/aq]. Uber das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden/ schreiben wir [...] ¶ Drittens/ daß es GOttes Gabe sey/ welcher macht hat dieselbe nach seinem Gefallen wiederum von uns abzufodern. [aq]C[/aq]. [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 28[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Herrn Timothei Poli neugebohrnen Töchterleins/ Christinen/ Ihr Absterben gesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. Ists dan wieder schon verlohren? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Auf das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden. ¶ [aq]§. 27[/aq]. Uber das Absterben eines Kindes/ das nur jung worden/ schreiben wir [...] ¶ Drittens/ daß es GOttes Gabe sey/ welcher macht hat dieselbe nach seinem Gefallen wiederum von uns abzufodern. [aq]C[/aq]. [...] [S] [...] ¶ [aq]§. 28[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming/ auf Herrn Timothei Poli neugebohrnen Töchterleins/ Christinen/ Ihr Absterben gesetzet: ¶ [aq]A[/aq]. Ists dan wieder schon verlohren? / Fundstelle
 
Seite: (501-502) [542-543]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 29[/aq]. Auf den Hintrit eines Studenten dichten wir also/ daß wir denselben [...] [S] ¶ Drittens/ den Schluß des Höchsten darauff setzen/ welchem nach/ er der Sterbligkeit habe müssen gute Nacht geben. [aq]C[/aq]. Auf welchen dan [...] ¶ Zum fünfften gleichwol einen Trost daraus schöpffen/ in dem wir desto eher zum Himmel kommen. [aq]E[/aq]. [...] ¶ Und endlich ihn selig preisen. [aq]G[/aq]. ¶ [aq]§. 30[/aq]. Herr Flemming/ hat auff Herrn Christoph Schürers/ Studentens Leichbegängnis folgendes gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Preiß der Jugend/ Lob der Stadt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 29[/aq]. Auf den Hintrit eines Studenten dichten wir also/ daß wir denselben [...] [S] ¶ Drittens/ den Schluß des Höchsten darauff setzen/ welchem nach/ er der Sterbligkeit habe müssen gute Nacht geben. [aq]C[/aq]. Auf welchen dan [...] ¶ Zum fünfften gleichwol einen Trost daraus schöpffen/ in dem wir desto eher zum Himmel kommen. [aq]E[/aq]. [...] ¶ Und endlich ihn selig preisen. [aq]G[/aq]. ¶ [aq]§. 30[/aq]. Herr Flemming/ hat auff Herrn Christoph Schürers/ Studentens Leichbegängnis folgendes gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Preiß der Jugend/ Lob der Stadt/ / Fundstelle
 
Seite: (504-505) [545-546]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 32[/aq]. Oder wir billichen das weinen der Eltern anfänglich. [aq]A[/aq]. [...] ¶ Zum fünfften trösten wir die Betrübten/ [aq](a)[/aq] mit GOttes unerforschlicher Weißheit/ und alle dem [aq](b)[/aq] welchen er der Welt entgangen; Ingleichen [aq](c)[/aq] weil er bey so vielen herrlichen Leuten ruhet/ und in seine solche Schule durch den Tod versetzet worden/ [aq](d)[/aq] in welcher GOtt selbst die außerwehlten unerforschliche Dinge lehret. [aq]E[/aq]. [S] ¶ Und endlich reden wir den Verstorbenen selbst an/ daß er seiner Fröligkeit solle geniessen/ und wir/ nach GOttes Wolgefallen/ zu ihn kommen wollen. [aq]F[/aq]. ¶ [aq]§. 33[/aq]. Ein Exempel ist Herrn Opitzen/ auff Herrn David Rhenisches von Breßlau/ welcher zu Straßburg auf der [aq]Universitet[/aq] gestorben/ sein Grabelied: ¶ [aq]A[/aq] Die Thränen voller Angst/ die Seuffzer mannigfalt/ / Fundstelle
 
Seite: (509-510) [550-551]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 1[/aq]. Bey der Kröhnung eines vornehmen Potentaten/ ermahnet man [...] ¶ Drittens ermahnet man die Räthe des Reichs/ die Priester/ Bürger u. s. f. zur Danckbarkeit. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 2[/aq]. Ein Exempel hierauf hat Herr Rist/ seinem deutschen Parnaß einverleibet/ als dem Durchläuchtigsten/ Großmächtigsten Fürsten und Herren/ Herren Friede-[S]rich/ dieses Nahmens dem Dritten zu Dennemarck/ Norwegen/ der Gothen und Wenden Könige/ [...]. In deroselben Haubt- und ResidentsStadt Kopenhagen die Königliche Krohn ward aufgesetzet/ welches geschehen am [aq]23[/aq]. des HerbstMonats/ im [aq]1648[/aq]. Jahre. ¶ [aq]A[/aq]. Laß/ altes Dennemarck/ laß itzt mit tausend Freuden / Fundstelle
 
Seite: (515-516) [556-557]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum fünfften/ wünschen wir/ daß ihnen beyden Gott wiederum gesund wolle zusammen helffen/ und bitten/ daß sie vor ihre Person/ uns ihre Fürstl. Gegenwart/ auf etliche Zeit/ wolle gönnen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming schon im [aq]1631[/aq]. Jahre auff der Durchläuchtigsten Frauen/ Frauen Marien Eleonoren/ der Schweden/ Gothen und Wenden Königin/ Ihr. Maj. Ankunfft in Leipzig verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Nimphe/ welcher ich zuehren / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Zum fünfften/ wünschen wir/ daß ihnen beyden Gott wiederum gesund wolle zusammen helffen/ und bitten/ daß sie vor ihre Person/ uns ihre Fürstl. Gegenwart/ auf etliche Zeit/ wolle gönnen. [aq]E[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 6[/aq]. Ein Exempel hat Herr Flemming schon im [aq]1631[/aq]. Jahre auff der Durchläuchtigsten Frauen/ Frauen Marien Eleonoren/ der Schweden/ Gothen und Wenden Königin/ Ihr. Maj. Ankunfft in Leipzig verfertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Nimphe/ welcher ich zuehren / Fundstelle
 
Seite: (522) [563]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Darnach melden wir die Person/ welcher solche Ehre erwiesen wird/ und sagen/ daß solches seine Tugenden verdienet haben/ mit welchen ihn der Himmel vollkömmlich ausgezieret. [aq]B[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat/ der vornehme Poet/ Hr. Christian Hübner/ auf des Erleuchten [...] Herren Magnus Gabriels de la Gardie/ Grafen zu Leckoo und Arnsburg/ [...] der Königl. Maj. und Reiche Schweden Raht und Krieges-Raht/ Generalen über die Schwedischen und Finnischen Völcker in Deutschland/ wie auch General Gouverneur über Liefland/ Einzug in Stettin gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Wem erregt sich das Gezitter? / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Darnach melden wir die Person/ welcher solche Ehre erwiesen wird/ und sagen/ daß solches seine Tugenden verdienet haben/ mit welchen ihn der Himmel vollkömmlich ausgezieret. [aq]B[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Ein Exempel hierauf hat/ der vornehme Poet/ Hr. Christian Hübner/ auf des Erleuchten [...] Herren Magnus Gabriels de la Gardie/ Grafen zu Leckoo und Arnsburg/ [...] der Königl. Maj. und Reiche Schweden Raht und Krieges-Raht/ Generalen über die Schwedischen und Finnischen Völcker in Deutschland/ wie auch General Gouverneur über Liefland/ Einzug in Stettin gedichtet: ¶ [aq]A[/aq]. Wem erregt sich das Gezitter? / Fundstelle
 
Seite: (525-526) [566-567]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 2[/aq]. Bey Empfahungen fürnehmer Leute können wir wol die Erfindung von der Zeit hernehmen/ und/ da es zur Herbstzeitz geschehe/ reden wir [...][S][...] ¶ Endlich Ihm/ Glück und Segen/ von GOtt dem Höchsten. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 3[/aq]. Als der HochEdle/ Veste und Hochgelahrte Herr/ Augustin Strauch/ weitberühmter [aq]ICtus, Comes Palatinus Caesareus[/aq]/ Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Hochansehnlicher Geheimbter Raht/ [...] [aq]Senior[/aq], des Churf. Sächs. Hofgerichts/ Schöppenstuls und geistlichen [aq]Consistorii[/aq] daselbst [...]/ nach dem Frankfurtischen Käyserlichen Wahltage/ den [aq]8. Octobr[/aq]. des [aq]1658[/aq]. Jahres/ in Wittenberg/ einkam/ ward derselbige/ von denen daselbst studierenden Dreßdnern/ mittelst einer Nachtmusic/ mit nachgesetzten empfangen: ¶ [aq]A[/aq]. Blase nur du rauher Nord. / Fundstelle
 
Seite: (549) [590]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 4[/aq]. Oder wir nehmen die Erfindung von der Tugend/ und derselben Belohnung/ und sagen [...] ¶ Darnach preisen wir der Ehre ihr Lob/ und schreiben/ wie nicht allein rechtschaffene Gemühter nach derselben streben/ sondern daß auch Gott selbst begierig sey/ von uns geehret zu werden. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Und vierdtens bekräfftigen wir/ daß/ ob schon die Welt zuweilen unsere Arbeit nicht belohnet/ dennoch GOtt und der Keiser die treuen Dienste nicht unbelohnet lassen. [aq]D[/aq]. [...][S][...] ¶ [aq]§. 5[/aq]. Als dem Hoch- und Wolgebohrnen Herrn/ Herrn Gottlieb Grafen und Herrn von Windischgrätz [...] Die Hochansehnliche ReichsHof RahtStelle/ zugleich auch/ unter dem Namen des Kühnen/ die Mitgliedschafft der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ und kurtz hernach die Gräfliche Standshoheit auffgetragen worden/ hat der edle Herr von Bircken nachfolgende Ode abgesungen: ¶ [aq]A[/aq]. Die Tugend muß doch Tugend bleiben / Fundstelle
 
Seite: (585-586) [626-627]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 3[/aq]. Oder/ wir reden bald ¶ Anfänglich den neuen regierenden Bürger-Meister an/ daß Er das ihme auffgetragene Amt willig annehmen/ und die Gaben/ so ihme GOtt gegeben/ hierbey anlegen wolle. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach sagen wir/ wie alles/ so wol im Himmel als auch auff Erden/ an guter Regierung sich ergetze/ und/ ausser GOtt/ derselben nicht entrahten könne. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 4[/aq]. Als der selige Herr [aq]AEgidius[/aq] Siegler/ in Wittenberg/ das BürgerMeister-Amt antrat/ wurde ihm nachgesetztes zu ehren verfertiget: [S] ¶ [aq]A[/aq]. Nehmt an/ Geehrter Herr/ die auffgetragne Würde/ / Fundstelle
 
Seite: (626-627) [667-668]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Fünfftes folget das Glück zu/ welches verbunden ist/ theils [aq](a)[/aq] mit der Schwere des Amts/ theils [aq](b)[/aq] auch mit dem Göttlichen Beystande und Segen. u. s. w. [aq]E[/aq]. ¶ [aq]§. 8[/aq]. Als Herr M. Martin Lehman/ von Guben zum [aq]Archidiaco[/aq]nat/ in sein Vaterland beruffen worden/ hat mehrgerühmter Herr Francke folgendes ausgefertiget: ¶ [aq]A[/aq]. Daß ungesparter Fleiß dennoch den Thron der Ehren / Fundstelle
 
Seite: (643) [684]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 9[/aq]. Solte aber iemand von einem Orte zu dem andern/ aus einem Lande in das ander/ oder nur aus einer Stadt in die ander befördert werden/ so sagen wir ¶ Anfänglich/ wie unser Leben recht eine Pilgerfahrt sey/ und wir/ auf des Himmels Geboht/ von einem Ort zu dem andern wallen müssen. [aq]A[/aq]. ¶ Darnach ziehen wir solches auf den Neubeamteten/ und bestetigen GOttes Weise/ mit desselben Exempel. [aq]B[/aq]. ¶ [...] ¶ Vierdtens wünschen wir/ wie auch mit noch andern lieben Freunden/ denselben länger/ an unserm Ort/ zubehalten; trösten uns aber hierauf mit der wunderbahren Regierung Gottes. [aq]D[/aq]. ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 10[/aq]. Als Herr M. Johann Rotlöben/ dero Königl. Majestät zu Dennemarck/ Norwegen bestalter Hoffprediger/ und der Graffschafft Pinneberg wolverordneter Probst/ von höchstgedachter Ihrer Königl. Majestät/ nach Hadersleben zur Probstey daselbst allergnädigst ward beruffen/ und numehr seine Reise daselbst hin anstellete/ schrieb Unser Ruhmwürdigster Herr Rist/ nachgesetzte Glückwünschung/ so zu finden auf dem [aq]179[/aq]. Blate/ seines Deutschen Parnassus: ¶ [aq]A[/aq]. Nun werdet ihr samt mir/ Hochwehrter Probst/ bekennen/ / Fundstelle
 
Seite: (647-648) [688-689]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Drittens mahnen wir ihn an/ der Regierung GOTTes zu folgen/ und seine Reise anzugehn. [aq]C[/aq]. ¶ [...] ¶ [aq]§. 14[/aq]. Als der Hochwürdige/ Fürtreffliche und Hochgelahrte Herr Sebastian Gottfried Starck/ der Heil. Schrifft berühmter Doctor sich von dem Ertz-Englischen Lüneburgischen Pastorat/ die Freybergische Superintendentur anzutreten/ auf die Reise begab/ schrieb Herr Sieber nachgesetzte Ode: ¶ [aq]A[/aq]. Delia/ die edle Nimphe/ / Fundstelle
 
Seite: (656) [697]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wan nu diese/ [ich rede aber nicht von meiner Person/ als welche sich in diesem Fall auch den allergeringsten Ruhm nicht zuschreibet, Anm.i.O.] bey herausgebung ihrer schönen/ so Theologischen als Philosophischen Schrifften/ ihre Contrafey oder Bildniß ihren Büchern an die Stirne setzen lassen/ hoffe ich ja nicht/ daß sie deßwegen also fort einer und der ander für hoffärtig und einbildisch außschreien werde/ / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wan nu diese/ [ich rede aber nicht von meiner Person/ als welche sich in diesem Fall auch den allergeringsten Ruhm nicht zuschreibet, Anm.i.O.] bey herausgebung ihrer schönen/ so Theologischen als Philosophischen Schrifften/ ihre Contrafey oder Bildniß ihren Büchern an die Stirne setzen lassen/ hoffe ich ja nicht/ daß sie deßwegen also fort einer und der ander für hoffärtig und einbildisch außschreien werde/ / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [27]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 38[/aq]. So iemand hievon weitern Nachricht begehret/ der ersehe sich nur in dem Nothwendigen Vorbericht/ zu dem andern Theil/ des Musicalischen Seelen-Paradieses/ Meines Väterlichen Gönners/ des unsterblichen Ristii/ mit dessen Worten ich dieses Kapit. wil beschliessen/ wann Er/ an gedachtem Orte/ saget: Wann alle die Bücher ärgerlich/ und des lesens unwürdig solten geschätzet werden/ in welchen von lieben/ küssen und hertzen etwas gedacht wird: So müste man offt die allerChristlichste Bücher/ ja die heilige Schrifft selber nicht [S] lesen/ zumahlen in derselben so viel mahlen/ nicht allein des liebens/ küssens/ umfangens/ sondern auch so gar des Beischlaffens wird erwehnet/ und zwar mit so klaren Worten/ daß man es fast nicht deutlicher könte geben. / Fundstelle
 
Seite: (31-32) [72-73]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 16[/aq]. Ingleichen/ als itzund gedachter Herr Tscherning an Herrn Baumann geschrieben/ saget Er/ daß derselbe recht den Nahmen führe von Bauen/ denn er baue [aq](a)[/aq] sich schon bey seinem Leben einen Sitz im Himmel/ und verlache die Eitelkeit der Welt. Er baue [aq](b)[/aq] nicht auf Geld und Gut/ sondern auf CHristum [aq](c)[/aq] Nicht auf Menschen Tand/ sondern auf die heilige Schrifft selbst. [aq](d)[/aq] Nicht auf die betrieglichen Menschen/ sondern auf den treuen GOTT. [aq](e)[/aq] Er baue sich durch seine Druckerkunst/ Gunst bey Leuten/ und einen unsterblichen Nahmen bey den Poeten: Und endlich [aq](f)[/aq] weil es eben zur Zeit des Frülings war/ da die Vögel ihre Nester bauten/ ermahnet ihn der Poet Er solle auch sein Ehbet wieder aufbauen u. s. f. ¶ [aq]§. 17[/aq]. Wir wollen das Gedicht selbst hieher schreiben: ¶ So viel ich etwa kan / Fundstelle
 
Seite: (55) [96]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Der grundgütige GOtt erhalte unsere weitbe-[S]ruffene Vater-Stadt/ bey solcher ruhmwürdigen Glückseligkeit; Die Väter aber derselben/ für so sorgfältiges fortpflantzen/ der Göttlichen Studien/ bey ewigen Friede/ Ruhe und Segen/ daß auch wir sagen können: Von Machir sind Regenten kommen/ und von Sebulon sind Regierer worden/ durch die Schreibfeder/ aus dem Buch der Richter am [aq]5. 15[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (244-245) [285-286]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 31[/aq]. Auff die Erheber und Handhaber der hochl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ hat Herr Harßdörffer ein solches Dreyständiges Sinnbild ausgedacht. [...] ¶ Drittens mahlet er einen MeerCompaß/ welcher sich nach dem Mitternacht- oder Leitstern richtet/ mit schliessender Obschrifft: ¶ Dem Himmel wolgefällt. ¶ Die Meinung ist/ daß diese Gesellschaft/ in dem sie von dem Hochfürstl. Hauß Anhalt gestifftet/ viel Fruchtbringende Mitgenossen gleichsam durch eine Anhaltische oder anhaltende Magnet-tugend/ zu sich gezogen/ und mit hindansetzung dero hohen Angelegenheiten sich mit geringeren Teutschliebenden Personen vereinigt und vergesellschafft haben: über welcher sämtlicher Arbeit/ GOtt der Höchste ein sonderbares Gefallen trägt etc. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 31[/aq]. Auff die Erheber und Handhaber der hochl. Fruchtbringenden Gesellschafft/ hat Herr Harßdörffer ein solches Dreyständiges Sinnbild ausgedacht. [...] ¶ Drittens mahlet er einen MeerCompaß/ welcher sich nach dem Mitternacht- oder Leitstern richtet/ mit schliessender Obschrifft: ¶ Dem Himmel wolgefällt. ¶ Die Meinung ist/ daß diese Gesellschaft/ in dem sie von dem Hochfürstl. Hauß Anhalt gestifftet/ viel Fruchtbringende Mitgenossen gleichsam durch eine Anhaltische oder anhaltende Magnet-tugend/ zu sich gezogen/ und mit hindansetzung dero hohen Angelegenheiten sich mit geringeren Teutschliebenden Personen vereinigt und vergesellschafft haben: über welcher sämtlicher Arbeit/ GOtt der Höchste ein sonderbares Gefallen trägt etc. / Fundstelle
 
Seite: (669) [710]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Gefällt mir demnach wol/ was [aq]Laurentius à Villa, Vincentio lib. 3. de Rat. Stud. Theol. c. 8. p. 429[/aq]. schreibet/ da er die Prediger insonderheit zur reinen Muttersprache fleißig ermahnet: [S] [aq]Quò quis, spricht er/ sermonis patrii est peritior, & in eodem disertior, eò judicatur ad docendum populum magis idoneus. Ac decet omninò Concionatorem aliquid supra vulgus praestare in sermonis patrii munditie ac puritate: & non modo verbis quibusdam elegeantibus ac acquisitis, verùm etiam copiâ earundem locupletatum prodire[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 8[/aq]. Gefällt mir demnach wol/ was [aq]Laurentius à Villa, Vincentio lib. 3. de Rat. Stud. Theol. c. 8. p. 429[/aq]. schreibet/ da er die Prediger insonderheit zur reinen Muttersprache fleißig ermahnet: [S] [aq]Quò quis, spricht er/ sermonis patrii est peritior, & in eodem disertior, eò judicatur ad docendum populum magis idoneus. Ac decet omninò Concionatorem aliquid supra vulgus praestare in sermonis patrii munditie ac puritate: & non modo verbis quibusdam elegeantibus ac acquisitis, verùm etiam copiâ earundem locupletatum prodire[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (716-717) [757-758]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 10[/aq]. Also ist es unrecht/ wie Herr Tscherning schreibet/ wan man in des Herren Gebete spricht: Verlaß uns unsere Schuld. Denn man saget nicht recht/ einem die Schuld verlassen/ sondern erlassen. Man muß allhier auf den rechtmässigen Gebrauch/ und des Wortes Eigenschaft sehen. Wir wissen ja/ wie der seel. Herr [aq]Lutherus[/aq] jenen Ort [aq]Matth. 18. cap[/aq]. im [aq]27. v[/aq]. verdolmetschet: Da jammert den Herren desselben Knechts/ und ließ ihn loß/ und die Schuld erließ Er ihm auch. [aq]Item Joh[/aq]. am [aq]20. cap[/aq]. im [aq]20. v[/aq]. Welchen ihr die Sünde erlasset/ denen sind sie erlassen. Nun ist ja der theure Wundermann [S] [aq]Lutherus[/aq] eben der jenige/ der sich zuföderst um die Reinligkeit und Ausbreitung unsrer Muttersprache/ vor dieser Zeit/ treflich verdienet/ daß Er auch deßwegen/ bey den Außländern selbst/ hochgerühmet worden. Wie dan der fürnehme Frantzösische Poet/ der Herr von Bartas/ in seinem Babylon/ die Zier und Reinligkeit unsrer Sprache/ auf ihn und Peucern/ mit ihrem unsterblichen Lobe/ gegründet hat. Herr Buchner/ in seiner Anleitung zur deutschen Poeterey. / Fundstelle
 
Seite: (717-718) [758-759]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq].
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. 12[/aq]. Rügen heisst so viel bey den alten Deutschen/ als/ [aq]agere, accusare, damnare, unico verbo, judicare[/aq]. Dannenher kan man H. [aq]Lutheri[/aq] Dolmetschung verstehen/ [aq]Matth[/aq]. am [aq]i. cap[/aq]. im [aq]19. v[/aq]. in dem Er das Wörtlein [griech.] gegeben hat/ rügen. Joseph aber ihr ([aq]Mariae[/aq]) Man war fromm/ und wolte sie nicht rügen/ das ist/ Er wolte sie nicht verklagen/ oder zuschanden machen/ vor den Leuten/ als er wol macht hatte/ nach dem Gesetze. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Noch viel weniger ist es zugelassen/ mit allerhand unehrlichen und schandbaren Worten um sich zuwerffen/ auch nur mit denen/ die von anderen übel können gedeutet/ und mit Unwillen können gelesen werden. [aq]Faeditates[/aq], spricht [aq]Scaliger, nemo bonus nominare debet, nedum ut literis mandet. Obscoena enim quantumuis bellè dicantur, quid sunt, nisi mella venenum tegentia? ut vocat Lactantius lib. 5. div. Instit. Si, ut Christus docet Matth. 12, 36. de otioso etiam verbo reddenda est ratio: quantò magis de obscoeno, ac moribus noxio, imò gentiles quoque, ejusmodi Scriptores spurcos damnârunt vid. Val. Max. l. 6. c. 4[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Textanhänge: Poetischer Friedens-Gruß/ [...] von Christian Hübnern. / Rang
 
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Seite: (unpag.) [786]

Aktuelle Version vom 18. Januar 2025, 15:13 Uhr

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Sprache Bezeichnung Beschreibung Auch bekannt als
Deutsch
Der Deutsche Poët
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    Aussagen

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    1664
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    Wittenberg
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    (unpag.-unpag.) [17-21]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [22-31]
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    (6-16) [47-57]
    Eine Fundstelle
    (16-32) [57-73]
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    (32-47) [73-88]
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    (65-107) [106-148]
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    (108-128) [149-169]
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    (129-135) [170-176]
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    (136-151) [177-192]
    Eine Fundstelle
    (151-164) [192-205]
    Eine Fundstelle
    (165-193) [206-234]
    Eine Fundstelle
    (194-203) [235-244]
    Eine Fundstelle
    (204-230) [245-271]
    Eine Fundstelle
    (230-236) [271-277]
    Eine Fundstelle
    (260-277) [301-318]
    Eine Fundstelle
    (278-282) [319-323]
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    (282-286) [323-327]
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    (286-303) [327-344]
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    (325-394) [366-435]
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    (395-457) [436-498]
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    (457-515) [498-556]
    Eine Fundstelle
    (515-539) [556-580]
    Eine Fundstelle
    (540-545) [581-586]
    Eine Fundstelle
    (545-548) [586-589]
    Eine Fundstelle
    (548-563) [589-604]
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    (563-580) [604-621]
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    (592-597) [633-638]
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    (597-613) [638-654]
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    (613-623) [654-664]
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    (632-660) [673-701]
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    Eine Fundstelle
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    (699-712) [740-753]
    Eine Fundstelle
    (712-735) [753-776]
    Eine Fundstelle
    (735-740) [776-781]
    Eine Fundstelle
    (740-744) [781-785]
    Eine Fundstelle
    (unpag.-unpag.) [797-806]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]
    Eine Fundstelle
    (unpag.) [12]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    [aq]§. 8[/aq]. Diese/ sagt obgemeldter Herr Spangenberg/ haben auch ihr besonder Stifft und Hayn gehabt/ an der IlmenAu/ nicht weit von der Elbe/ so nach ihnen Bardwich geheissen/ des Orts/ da vor zeiten den gantzen Strich die Longobarder bewohnet/ und itzt das Lüneburger Land ist/ da sich allezeit im Heidenthum solche Barden enthalten/ biß auf die Zeit des grossen KönigsCarols zu Francken/ welcher alle die SachsenLande etliche Jahr lang bekrieget/ und letzlich bezwungen/ und zum Christl. Glauben gebracht hat. Nach derselben zeit haben sich die zum Christlichen Glauben bekehrte Barden auch befliessen Christliche Lieder/ von den Zehen Geboten Gottes und dem Glauben/ deßgleichen von den Sacramenten/ auch etliche andächtige Gebeth zu GOtt/ in Reime/ und unter ihre gewöhnliche Thöne zu bringen/ und dem gemeinen Volcke vorzusingen/ welches ihm König Carol/ so hernach Anno [aq]801[/aq]. ist Römischer Kayser worden/ hat so wol gefallen lassen/ daß Er auch selbst/ nach solcher Art/ Geistliche und andere Lieder gedichtet/ und wenn Er etwa gereiset/ im Felde/ mit Lust/ gesungen. Welche auch hernachmahls von dem Kayser Otto stattliche [aq]Privilegia[/aq] bekommen/ nebest einem goldenen Krantz/ d'auf ordentlich ausgeschriebenen Singschulen/ demjenigen/ welcher für andern das beste that/ eine zeitlang mit Ehren zutragen [S] gegeben ward; aber doch für und für bey der Gesellschaft bleiben/ und insonderheit zu Meintz/ in guter Verwahrung/ muste behalten werden/ wie dann dieser erste Krantz noch daselbst sol verhanden sein.
    Eine Fundstelle
    (43-44) [84-85]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
    (6-16) [47-57]
    Eine Fundstelle
    (297) [338]
    Eine Fundstelle
    (712) [753]
    [aq]§. 3[/aq]. Was nun das Wort/ Dicht/ belanget/ so sagen wir/ daß dasselbe vornemlich zweyerley Bedeutung habe: Erstlich wird dadurch verstanden/ alles das jenige/ was fest/ hart und dik ineinander gefüget ist/ wie dorten befohlen wird/ daß man die Mayen von den dichten Bäumen nehmen sol/ zu dem Laubhüttenfest/ im [aq]3[/aq]. Mos. am [aq]23/40[/aq]. Hernach wird dicht gebraucht/ für oft/ als wann man sagt; Dichternannte/ dichterwehnte/ dichtbesagte Nahmen: Drittens wird auch durch das Wort Dicht/ Gedicht/ und dichten verstanden das Nachsinnen/ Ausdencken/ Untersuchen; daher lesen wir/ daß der Menschen Dichten und Trachten böß sey/ von Jugend auf/ [aq]1[/aq]. Mos. [aq]7./5[/aq]. und das Fleisch und Blut Arges dichtet/ Sirach [aq]17/30[/aq] von solchen Laster-Dichten unserer verderbten Natur/ ist dieses Orts die Frage nicht. Sondern wir verstehen es/ wie [S] dort der Königliche Poet/ dessen Parnassus die Burg Sion gewesen/ wann Er sagt: Mein Hertz dichtet ein feines Lied/ Psal. [aq]45./2[/aq]. Besiehe hiervon obenberührten Herren Harsdörffer/ welcher dieses Wort auch [aq]Metaphoricè[/aq] oder vernennungsweise verstehet/ als wann man sagt/ daß in dem Gedicht alles fest und dicht ineinander gefüget/ und durch die Reimen gleichsam mit Riemen verbunden sein sol. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Es ist aber dichten/ nicht/ aus einem Nichts/ etwas machen/ welches allein GOtt zustehet/ sondern/ aus einem geringen oder ungestalten Dinge/ etwas herrlich/ ansehnlich/ geist- und lobreich ausarbeiten.
    Eine Fundstelle
    (48-49) [89-90]
    Das [aq]II[/aq]. Kapit. ¶ Darinnen die beyde Fragen erörtert werden/ ob man die heidnischen Poeten/ in Schulen/ gebrauchen/ und der falschen erdichteten Götter-Nahmen/ in unsern Gedichten und Liedern sich bedienen dürffe? [S] ¶ [aq]§. 1[/aq]. Wann wir aber die Liebhaber der Göttlichen Poesie zu beharrlicher ausübung ihres geistigen Gehirns/ aufzumuntern gedencken/ so ist dieß nicht unsere Meinung/ als wenn solches allein und fürnehmlich durch Hülffe der Heidnischen Scribenten geschehen müsse. Zu dergleichen wil ich der studierenden Jugend/ welche wir allhier allein gemeinet seyn/ zur himmlischen Poeterey/ nechst Göttlicher Hülffe/ anzuführen/ keines weges rathen. ¶ [aq]§. 2[/aq]. Denn wer ist wol/ unter den Christlichen Theologen und Philosophen/ welcher nicht gestehen müsse/ daß die jenigen Lehrer gar übel thun/ welche die Zarte Jugend/ in ihren Schulen/ auf die Klugheit und Kunst der Heidnischen Scribenten führen/ und mehr noch wol zuweilen/ als auf die heilige Bibel selbst? ¶ [aq]§. 3[/aq]. Sagt mit doch/ lieber! was es sey/ das wir in Schulen lehren und lernen sollen? Ohne allen zweiffel die Tugend und Weißheit/ welcher wir aber nicht so sehr aus den Fabeln der Heiden/ als aus dem von Gott selbst geoffenbahrtem Worte/ können und müssen schöpffen. ¶ [aq]§. 4[/aq]. Wir fragen Euch/ die ihr in Schulen sitzet/ was doch die rechte Weißheit sey? Daß wir/ nemlich/ dich/ O GOtt/ und den du gesand hast/ JEsum CHristum/ recht erkennen/ und in solcher seiner Erkenntniß/ Ihn/ von grund un-[S]srer Seelen/ lieben und ehren. Daß aber dieses hohe Erkänntnis solte aus den Büchern der verdammten Heiden können erlernet werden/ das wird niemand/ im fall Er nur weis/ wie weit sich solches Erkenntnis erstrecke/ leichtlich erweisen. ¶ [aq]§. 5[/aq]. Denn wie solte doch von denen der warhafftige GOtt mögen erkennet werden/ die sich so vieler Götter berühmt/ so manches von ihnen getichtet/ und in beteurung einer oder der andern wichtigen Sache/ ihnen so vielfältige gantz erlogene Nahmen zugeschrieben? Es ist unmüglich/ und nicht wol zugläuben/ daß ein blinder Führer sich und den/ welchen er führet/ vor einer Grube/ ohne gewissen hineinfall/ sicher kan fürüber führen. ¶ [aq]§. 6[aq]. Ich mag für diesesmahl nichts gedencken/ von dem hohen Geheimnis der heiligen DreyEinigkeit/ von welchem die Heiden nicht das geringste verstehen und reden können. Denn Gott hat alle Heiden ihre eigene Wege wandeln/ und sie/ nach dem Er von ihnen gnugsam verachtet/ in ihrem verstockten Sinne wandeln lassen. Nun ist es ja Fleisch und Blut nicht möglich/ daß es dergleichen hohes und unerforschliches Geheimnis einigem Menschen offenbahren solte; sondern der Vater muß es thun/ der im Himmel wohnet. [S] ¶ [aq]§. 7[/aq]. Dahero trauen wir/ weder dem Homerus/ noch dem Hesiodus/ noch dem Pindarus/ und andern heidnischen Poeten/ zu/ daß sie/ von dem einigen und wahren GOTT/ was warhafftiges hätten reden und schreiben sollen. Und sind eben diese Leute auf eine solche Thorheit gerahten/ daß sie auch dasjenige von ihren stummen Götzen getichtet und gegläubet/ welches wir uns/ nur nachzusagen/ schämen müssen. Sie haben sich solche höfliche Götter eingebildet/ welche/ so es Menschen weren/ gewiß in keiner erbahren Stadt würden geduldet werden. Wie dann daher [aq]Palingenius[/aq] im [aq]I[/aq]. Buch/ welches Er den Widder nennet/ geschrieben hat: ¶ [/aq]In coelo est meretrix, in caelo est turpis adulter.[/aq] ¶ [...][S] ¶ [aq]§. 8[/aq]. Und das heisst recht den von Natur verterbten Menschen noch mehr verterben/ und Feuer zum Feuer tragen/ dafern wir dergleichen ärgerliche Schrifften/ der noch zarten Jugend/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam in die Hände geben. Wir sagen/ ohne unterscheid und gantz unbedachtsam. Denn sonst haben die heidnische Schrifften auch ihren sonderbahren Nutz/ bey den erwachsenen/ welcher doch so groß nicht sein kan/ bey den unerwachsenen. ¶ [aq]§. 9[/aq]. Es lesen ihrer viel/ saget H. D. Mengering [aq]in Scrut. Consc[/aq]. in der [aq]103[/aq]. GewissensFrage/ die doch gut Evangelisch sein wollen/ den Knaben in der Schulen ehe und mehr [aq]Ovidium de arte amandi[/aq], dann den lieben Catechismum des heil. Vaters Lutheri. Ja die gantze Woche haben die alte heidnische Hurenjäger und Schandlappen/ [aq]Ovidius, Terentius, Virgilius &c[/aq]. stat und raum in den meisten Schulen; Christus aber auf seinem Esel/ mit dem heil. Catechismo und Gottseliger Kinderzucht/ muß kaum auf den Sonnabend eine Stunde haben. Nun hat es wol seine Maaß/ daß die Kinder die Lateinische Sprache/ auß den Scribenten lernen/ wann man auch Christum zu rechter zeit mit zuliese/ und nicht gar lateinisch würde. Es rühmen auch solche viel-[S]mehr von ihren Knaben/ daß sie viel guter Sententz und Verse aus den heidnischen Poeten können/ dann daß sie sich solten vernehmen lassen/ sie hätten ihre Knaben dazu gehalten/ daß sie viel feiner Trostsprüche/ aus den Sontags- und FestEvangelien/ oder sonst aus Göttlicher heiliger Schrifft gelernet hätten/ wie/ Gott lob! dennoch in etlichen Herrschafften und wenig Städten geschehen ist/ und noch geschicht: Dancken nu auch Gott desfals/ wegen dieses Orts. Des Pfaffenwercks/ meinen sie/ hätten sie schande/ und jenes lassen sie sich düncken/ haben sie grosse Ehre. Denn es diene [aq]ad Eloquentiam[/aq]. Aber sie werden/ an jenem Tage sehen/ daß ihre Zeit und Arbeit übel angelegt/ so sie allein an die [aq]Eloquentiam[/aq]/ in heidnischen Büchern/ gewendet/ mit verlassung des heiligen Catechismi und Vermahnung zur Gottseligkeit. ¶ [aq]§. 10[/aq]. Das HochEhrwürdige [aq]Ministerium[/aq] zu Hamburg schreibet hiervon also: Wir haltens dafür/ wenn man zu des Hn. Lutheri Zeiten/ des [aq]Frischlini[/aq] und [aq]Schonaei Comoedien[/aq] und [aq]Tragoedien[/aq] hätte gehabt/ Er diese viel eher/ als den [aq]Plautum[/aq] und [aq]Terentium[/aq] der Jugend würde [aq]recommendiret[/aq] haben/ biß dieselbe [aq]confirmatius Judicium[/aq] hätte/ und solche heidnische Autores selbst lesen/ und das [aq]pretiosum â vili[/aq] discerniren könte. [S] Und ob gleich ein Unterscheid zwischen einem und andern ist/ und dem [aq]Plauto, Terentio, Ciceroni, Demostheni, Virgilio[/aq] und anderen/ die so allerzierlichst geredet und geschrieben haben/ die neuen [aq]Comici, Oratores[/aq] und Poeten/ vielleicht nicht gleich thun; so ist doch keiner zu verwerffen/ insonderheit sol bey uns Christen die Jugend also [aq]informiret[/aq] werden/ daß sie nicht allein in guten Künsten und Sprachen/ sondern für allen dingen/ in wahrer Gottseeligkeit/ [aq]proficire[/aq] und zunehme/ und solte ja einerley fehlen/ ists viel besser etwas zuentbehren/ in den grossen freyen Künsten und hohen Sprachen/ als an der wahren Gottseligkeit. Denn mit herrlicher Geschickligkeit/ und vieler Gottseligkeit/ kan man den Himmel erben/ und dieser Welt auch nutzbar dienen: Aber mit Epicurischer WeltWeißheit und hohen Sprachen/ ohne Gottseligkeit/ ist weder GOtt noch Menschen recht gedienet. Und für solche hochgelahrte Atheisten ist der Himmel verschlossen. ¶ [aq]§. II[/aq]. Hiermit stimmet auch überein/ der Hocherleuchte Rist/ Mein Ruhmwürdigster Kröhner/ wann Er in seinem Nothwendigen Vorbericht/ bey dem neuen Teutschen Parnaß/ ein solches Urtheil von sich giebet: Wir dürffen/ spricht Er/ uns in aufsetzung vielerhand Getichten/ der heidni-[S]schen Lügen/ und ihrer verfluchten Abgötzen schändlicher Laster und Untugenden/ so wenig bedienen/ so wenig wir von nöthen haben/ daß wir aus Deutschland in die Indien schiffen/ und daselbst/ zu erhaltung des Lebens/ ihre Wurtzeln Aypi und Maniot genannt/ oder auch ihr Korn/ welches sie Abati/ andere aber Mais nennen/ in diese Länder bringen/ dieweil wir/ GOTT lob/ aus Weitzen und Rocken viel besser Brod/ als aus den dürren Indianischen Wurtzeln und gar zu dichten Korn oder Mais können machen. Und daß ich nur dessen ein eintziges Exempel gebe: Warum muß man der lieben Jugend/ in den Schulen eben des Terentien Schauspiele oder Comoedien so gar fleissig fürlesen? ist dann solches gantz nicht zu endern? Antwort. Unsere Herren Schulfüchse (etliche meine ich/ aber nicht alle) sind der gäntzlichen Meinung/ daß dieses herrliche Buch ja so fleissig/ ja auch wol fleissiger/ als der Catechismus oder die Evangelien und Episteln/ in die Jugend müsse geblauet/ und ihnen viel besser/ als die heilige Schrifft/ bekant gemacht werden. Fragestu aber/ warum? Eben darum/ das nicht allein dieses Buch in der Lateinischen Sprache eine gute Redensart führet/ sondern auch/ dieweil wol zwantzig schöne Sprüche oder [aq]senten[/aq]tien (welche sie die Schulfüchse [aq]Gemmulas[/aq] [aq]Te[/aq]-[S][aq]rentianas[/aq], oder Terentianische Perlen nennen) in denselben zu finden. Ist aber das nicht eine überaus grosse Blindheit/ daß man um etlicher gar wenig guter Zeiten willen/ welche doch gegen wolausgearbeiteten Christlichen Schriften/ nur wie Koht sind zu schätzen/ ein gantzes Buch/ mit heidnischen Narrenpossen angefüllet/ den Knaben in die Köpffe bringet/ und sie zugleich dadurch unterweiset/ wie sie mit der zeit gute [aq]Pamphili[/aq] werden/ mit den schönen [aq]Glycerien[/aq] Kundschaft machen/ ja wol gar von dem Plautinischen Jupiter erlernen sollen/ mit was Behendigkeit man dem [aq]Amphitruo[/aq] Hörner könne auf setzen. Pfuy der grossen Schande/ daß man Christen Kinder/ mit heidnischen Greueln/ wil klug machen: Ich frage aber ein anders: Warum werden doch des überausgelehrten und fürtrefflichen Erasmens von Rotterdam/ unschätzbahre Bücher und Schriften/ an stat dieser Heidnischen/ nicht in die Schulen geführet? Wil man fürwenden: Es finde sich in den Büchern des Erasmen keine so gute Redens- oder Schreibensart/ als bey den Terentien/ Plauten/ uud anderen dieses schlages: So antwortete ich abermahl: daß der jenige/ der dieses darf fürgeben/ gantz und gar kein Latein verstehet. Es hat ja der Erasmus rein/ deutlich und zierlich geschrieben/ wie mir dessen [S] alle rechtschaffene gelahrte Leute werden Zeugnis geben. Will man sagen: Man könne in des Erasmi Büchern solche schöne sententien oder Sprüche nicht haben/ als bey denen heidnischen Schauspielschreibern/ so antworte ich abermahl: daß/ wer solches gläubet/ derselbe verstehe weder gute/ noch böse Sprüche: Ich wil klärlich darthun und beweisen/ daß auf vier Blätern/ in des Erasmens [aq]Milite Christiano[/aq], oder Christlichen Ritter/ (anderer seiner herrlichen Schrifften zugeschweigen) mehr nützliches und der Jugend zuwissen dienliches/ als in allen Schauspielen des Terentien zufinden/ noch machet man sich dieser wegen kein Gewissen/ wann man die liebe Jugend/ mit sondern Fleisse und Ernst/ verhindert/ daß sie mit den Sprachen ja nicht zugleich den Grund ihres Christentums erlernen/ und so wol zur Gottseligkeit/ als Sprachübung werde gehalten. ¶ Bißhieher mein Ewiggeliebter Herr Ristius. ¶ [aq]§. 12[/aq]. Ob es nu gleich höchstscheltbahr und gantz unverantwortlich ist/ den Kunstverstand der lieben Jugend/ mit den ärgerlichen Schrifften/ der heidnischen Scribenten/ anzufüllen; so folget doch hieraus noch lange nicht/ das Christliche Poeten nicht solten befüget seyn/ in ihren Gedichten/ der Heidni-[S]schen Götter Nahmen bisweilen zugebrauchen. ¶ [aq]§. 13[/aq]. Die Liebe/ saget an einem Orte Herr Harsdörffer/ der Neid/ die Furcht/ die Gewissensplage/ sind so mächtig in den Menschen/ das die Heiden solche für Götter und Beherscher der Menschen Hertzen gehalten. Wir Christen lassen sie für Götzen gelten/ nennen ihren Nahmen/ und gebrauchen ihrer Gestalt/ um sie abscheulich und verhasst zu machen: Weil ihre Vorstellung sich mit der Eigenschafft der Laster/ und Laster straffen/ artig vergleichet: So ist mir wol erläubet/ von dem Avernischen Reiche/ von den Elyserfeldern zusagen/ aber ich muß sie nicht beschreiben/ wie sie die Heiden beschrieben haben.
    Eine Fundstelle
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