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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Poetische Tafeln oder gründliche Anweisung zur teutschen Verskunst (Nachwort) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Georg Neumark (1621–1681). Leben und Werk. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Neumark, Georg (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Reformpoetik. Kodifizierte Genustheorie des Barock und alternative Normenbildung in poetologischen Paratexten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: Welche Gedicht durchaus nicht wahr scheinen/ darum sie [G: [aq]Palaestra Eloquent. Ligat. lib. I. cap. V[/aq].] auch [aq]Masen[/aq]. in seinem Buch von der Poeterey [aq]per se ficta nennet/ (quorum tota substantia ficta esse cognoscitur, ad differentiam alterius fictionis generis, quod per accidens dicitur, cujus substantia ve-[/aq] [S] [aq]risimilis est; licet re ipsa nunquam posit a fuerit, quod factibili per se rerum naturae evenire potuit[/aq]. Solchen Einwurff haben etliche Gelehrte/ damit des [aq]Virgilii[/aq] Ansehen nicht verkleinert würde/ beantwortet. Was das erste betrifft von dem Baum/ meinen sie/ daß was sonderliches/ den Alten Heydnischen Gottesdienst betreffend/ darunter verborgen sey. / Rang
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Eigenschaft / Mythenkritik: Welche Gedicht durchaus nicht wahr scheinen/ darum sie [G: [aq]Palaestra Eloquent. Ligat. lib. I. cap. V[/aq].] auch [aq]Masen[/aq]. in seinem Buch von der Poeterey [aq]per se ficta nennet/ (quorum tota substantia ficta esse cognoscitur, ad differentiam alterius fictionis generis, quod per accidens dicitur, cujus substantia ve-[/aq] [S] [aq]risimilis est; licet re ipsa nunquam posit a fuerit, quod factibili per se rerum naturae evenire potuit[/aq]. Solchen Einwurff haben etliche Gelehrte/ damit des [aq]Virgilii[/aq] Ansehen nicht verkleinert würde/ beantwortet. Was das erste betrifft von dem Baum/ meinen sie/ daß was sonderliches/ den Alten Heydnischen Gottesdienst betreffend/ darunter verborgen sey. / Fundstelle
Seite: (40-41) [110-111]
 
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. XVII[/aq]. Zum dritten dienen die Personen in mancherley Erfindungen. Diese sind entweder wahre oder erdichtete/ zu welchen alle heydnische Götter und Göttinnen gezogen werden/ davon [aq]Masenius[/aq] in offt angezogenem Ohrte weitläufftig geschrieben. / Rang
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Eigenschaft / Mythenkritik: [aq]§. XVII[/aq]. Zum dritten dienen die Personen in mancherley Erfindungen. Diese sind entweder wahre oder erdichtete/ zu welchen alle heydnische Götter und Göttinnen gezogen werden/ davon [aq]Masenius[/aq] in offt angezogenem Ohrte weitläufftig geschrieben. / Fundstelle
Seite: (58) [158]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nachgehends hat unter der Regierung des Käisers [aq]Valentis[/aq] um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. ein Gothischer Bischoff/ [aq]Gulphilas[/aq] oder [aq]Ulphi[/aq]-[G: [aq]Petr. Crinit. lib. 17. de Honesta disciplin[/aq].] [aq]las[/aq] genant/ seinen Leuten eigene Buchstaben erfunden/ wie die bekanten Verse bey [aq]Lilio Gyraldo dialog. I. de Historiâ Poetarum p. 9. & 10[/aq]. andeuten. ¶ [aq]Primus Hebraeas Moyses exaravit literas[/aq], ¶ [...] ¶ Welcher Meinung auch beystimmet [aq]Socrates Histor. Ecclesiastic. lib. IV. c. XXVII. Jornandes in Geticis, Ricobaldus Ferrariensis in Chronico, cui titulus pomoerium Ecclesiae Ravennatis[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nachgehends hat unter der Regierung des Käisers [aq]Valentis[/aq] um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. ein Gothischer Bischoff/ [aq]Gulphilas[/aq] oder [aq]Ulphi[/aq]-[G: [aq]Petr. Crinit. lib. 17. de Honesta disciplin[/aq].] [aq]las[/aq] genant/ seinen Leuten eigene Buchstaben erfunden/ wie die bekanten Verse bey [aq]Lilio Gyraldo dialog. I. de Historiâ Poetarum p. 9. & 10[/aq]. andeuten. ¶ [aq]Primus Hebraeas Moyses exaravit literas[/aq], ¶ [...] ¶ Welcher Meinung auch beystimmet [aq]Socrates Histor. Ecclesiastic. lib. IV. c. XXVII. Jornandes in Geticis, Ricobaldus Ferrariensis in Chronico, cui titulus pomoerium Ecclesiae Ravennatis[/aq]. / Fundstelle
Seite: (20) [90]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
[aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gantz und gar der vorigen Meinung zu wieder läufft/ und dannenher nicht unbillich dem Unvergleichlichen [aq]Vossio[/aq] und dem [aq]Cornelio Agrippa lib. I. de Vanit. Scientiar. cap. II[/aq]. verdächtig vorkömmt. Denn weil [aq]Gulphilas[/aq], wie allbereit erwehnet/ die Gothische Buchstaben erfunden/ und um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. gelebt hat/ so können sie ja nicht so lange zuvor/ als [aq]Johannes[/aq] und [aq]Olaus[/aq] wollen/ dieselbigen gehabt haben. Es wäre denn/ daß offt ernanter Bischoff nicht so wohl die Gothischen Buchstaben erfunden/ als in üblichen Gebrauch gebracht hätte: Wohin [aq]Theodorus Zwingerus in V. H. Theatr. volum. IV. lib. I. gehet. Vossius[/aq] schreibet in seinem überaus gelehrten [aq]Aristarcho lib. I. cap. IX. pag. m. 38[/aq]. davon/ wie folget: [aq]Plane vereor, ne hoc majori gentis suae amore scripserint, quàm veritatis. Lubens quidem illud dedero, quod Ulphilas Gothicas dicitur literas invenisse, id ex eo profectum videri, quod antequam ille Biblia in Gothicam transtulisset linguam, paucis ex eâ gente literae essent cognitae, ac propterea nec habere illas nationibus crederentur: Attamen istud persuadere mihi non possum, fuisse Gothis suas literas, antequam eas haberent Latini. Siquidem tardè admodum has didicére gentes ad Septentrionem sitae; etiam quae Orienti, unde homines & Scriptura, non paulo viciniores, ac cultioribus populis commerciis magis frequentatae, Sanè Thraces, utcunque apud eas Orphea natum fabulentur, nec dum literas nôrunt Aeliani aetate. &c[/aq].
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gantz und gar der vorigen Meinung zu wieder läufft/ und dannenher nicht unbillich dem Unvergleichlichen [aq]Vossio[/aq] und dem [aq]Cornelio Agrippa lib. I. de Vanit. Scientiar. cap. II[/aq]. verdächtig vorkömmt. Denn weil [aq]Gulphilas[/aq], wie allbereit erwehnet/ die Gothische Buchstaben erfunden/ und um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. gelebt hat/ so können sie ja nicht so lange zuvor/ als [aq]Johannes[/aq] und [aq]Olaus[/aq] wollen/ dieselbigen gehabt haben. Es wäre denn/ daß offt ernanter Bischoff nicht so wohl die Gothischen Buchstaben erfunden/ als in üblichen Gebrauch gebracht hätte: Wohin [aq]Theodorus Zwingerus in V. H. Theatr. volum. IV. lib. I. gehet. Vossius[/aq] schreibet in seinem überaus gelehrten [aq]Aristarcho lib. I. cap. IX. pag. m. 38[/aq]. davon/ wie folget: [aq]Plane vereor, ne hoc majori gentis suae amore scripserint, quàm veritatis. Lubens quidem illud dedero, quod Ulphilas Gothicas dicitur literas invenisse, id ex eo profectum videri, quod antequam ille Biblia in Gothicam transtulisset linguam, paucis ex eâ gente literae essent cognitae, ac propterea nec habere illas nationibus crederentur: Attamen istud persuadere mihi non possum, fuisse Gothis suas literas, antequam eas haberent Latini. Siquidem tardè admodum has didicére gentes ad Septentrionem sitae; etiam quae Orienti, unde homines & Scriptura, non paulo viciniores, ac cultioribus populis commerciis magis frequentatae, Sanè Thraces, utcunque apud eas Orphea natum fabulentur, nec dum literas nôrunt Aeliani aetate. &c[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gantz und gar der vorigen Meinung zu wieder läufft/ und dannenher nicht unbillich dem Unvergleichlichen [aq]Vossio[/aq] und dem [aq]Cornelio Agrippa lib. I. de Vanit. Scientiar. cap. II[/aq]. verdächtig vorkömmt. Denn weil [aq]Gulphilas[/aq], wie allbereit erwehnet/ die Gothische Buchstaben erfunden/ und um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. gelebt hat/ so können sie ja nicht so lange zuvor/ als [aq]Johannes[/aq] und [aq]Olaus[/aq] wollen/ dieselbigen gehabt haben. Es wäre denn/ daß offt ernanter Bischoff nicht so wohl die Gothischen Buchstaben erfunden/ als in üblichen Gebrauch gebracht hätte: Wohin [aq]Theodorus Zwingerus in V. H. Theatr. volum. IV. lib. I. gehet. Vossius[/aq] schreibet in seinem überaus gelehrten [aq]Aristarcho lib. I. cap. IX. pag. m. 38[/aq]. davon/ wie folget: [aq]Plane vereor, ne hoc majori gentis suae amore scripserint, quàm veritatis. Lubens quidem illud dedero, quod Ulphilas Gothicas dicitur literas invenisse, id ex eo profectum videri, quod antequam ille Biblia in Gothicam transtulisset linguam, paucis ex eâ gente literae essent cognitae, ac propterea nec habere illas nationibus crederentur: Attamen istud persuadere mihi non possum, fuisse Gothis suas literas, antequam eas haberent Latini. Siquidem tardè admodum has didicére gentes ad Septentrionem sitae; etiam quae Orienti, unde homines & Scriptura, non paulo viciniores, ac cultioribus populis commerciis magis frequentatae, Sanè Thraces, utcunque apud eas Orphea natum fabulentur, nec dum literas nôrunt Aeliani aetate. &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (21) [91]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleicher Gestalt erzehlet ein Engelländischer Geschichtschreiber [aq]Mattheus Parisius[/aq], daß die deutschen allbereit vor Christi Geburt ihre Geschichte in Reimen aufgezeichnet. Und [S] [aq]Tacitus[/aq], der vor anderthalb tausent Jahren gelebet/ bezeuget/ daß ob wohl weder Mann noch Weib unter ihnen zu seiner Zeit den freyen Künsten obgelegen/ sie dennoch was merckwürdig gewesen in Reime verfasset und ihre Götter mit alten Gesängen gepriesen haben: [aq]Celebrabant Carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae & anualium genus est,) Tuisconem Deum è terrâ editum & filium Mannum Originem Gentis, Conditoresque. Fuisse apud eos & Herculem memorant, primumque omnium virorum fortium, ituri in praelia, canunt[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleicher Gestalt erzehlet ein Engelländischer Geschichtschreiber [aq]Mattheus Parisius[/aq], daß die deutschen allbereit vor Christi Geburt ihre Geschichte in Reimen aufgezeichnet. Und [S] [aq]Tacitus[/aq], der vor anderthalb tausent Jahren gelebet/ bezeuget/ daß ob wohl weder Mann noch Weib unter ihnen zu seiner Zeit den freyen Künsten obgelegen/ sie dennoch was merckwürdig gewesen in Reime verfasset und ihre Götter mit alten Gesängen gepriesen haben: [aq]Celebrabant Carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae & anualium genus est,) Tuisconem Deum è terrâ editum & filium Mannum Originem Gentis, Conditoresque. Fuisse apud eos & Herculem memorant, primumque omnium virorum fortium, ituri in praelia, canunt[/aq]. / Fundstelle
Seite: (21-22) [91-92]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ein solcher Gesang ist von dem Hrn. Unverdrossenem dem Deutschen Palmbaum einverleibet/ wiewohl es nicht unter die gar Alten Deutschen Gedichte zu zehlen. Es handelt von dem Wendischen Könige [aq]Anthyro[/aq], und ist vor wenigen Jahren in einem Kloster/ Dobberau genant/ im Fürstenthum Mechelnburg gelegen/ von etlichen Kaiserlichen Soldaten/ in einem gemaurten Schrancke gefunden worden. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ein solcher Gesang ist von dem Hrn. Unverdrossenem dem Deutschen Palmbaum einverleibet/ wiewohl es nicht unter die gar Alten Deutschen Gedichte zu zehlen. Es handelt von dem Wendischen Könige [aq]Anthyro[/aq], und ist vor wenigen Jahren in einem Kloster/ Dobberau genant/ im Fürstenthum Mechelnburg gelegen/ von etlichen Kaiserlichen Soldaten/ in einem gemaurten Schrancke gefunden worden. / Fundstelle
Seite: (22) [92]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man darf auch nicht meinen/ daß die H. Schrifft vor solchen klugen und gelehrten Fabeln einen Abscheu habe/ sintemahl nach Aussage [aq]Brentii[/aq] am vor angezogenen Ohrt/ darunter gerechnet werden können die Gesichte der [aq]Propheten[/aq], und die Träume [aq]Pharaonis[/aq] und [aq]Nabucadnezaris[/aq], welche traun an ihnen selbst nichts waren/ und doch der Sachen Wahrheit durch des H. Geistes Offenbahrung darthäten. Wie? Wenn wir auch die Parabeln und Gleichnüsse Christi mit darzu rechneten? durch welche er ja auch auf ietzt beschriebene Arth die Wahrheit der Dinge angedeutet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man darf auch nicht meinen/ daß die H. Schrifft vor solchen klugen und gelehrten Fabeln einen Abscheu habe/ sintemahl nach Aussage [aq]Brentii[/aq] am vor angezogenen Ohrt/ darunter gerechnet werden können die Gesichte der [aq]Propheten[/aq], und die Träume [aq]Pharaonis[/aq] und [aq]Nabucadnezaris[/aq], welche traun an ihnen selbst nichts waren/ und doch der Sachen Wahrheit durch des H. Geistes Offenbahrung darthäten. Wie? Wenn wir auch die Parabeln und Gleichnüsse Christi mit darzu rechneten? durch welche er ja auch auf ietzt beschriebene Arth die Wahrheit der Dinge angedeutet. / Fundstelle
Seite: (36) [106]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Nicht alles/ was erdacht wird/ ist eine Lügen/ sondern wenn das erdachte Nichts bedeutet/ alsdenn ist es vor eine Lüge zu halten. Wenn aber ein Gedicht zur gewissen Bedeutung ertichtet wird/ so ist es eine [aq]Figur[/aq] der Wahrheit/ sonst müssten alle Sachen die in figürlichem Verstande/ so wohl von Weisen und heiligen Leuten/ als auch selbst von Christo vorgebracht worden/ in die Ordnung der Lügen gerechnet werden. Weil darinn [G: [aq]lib. II. Quaest. Evangelic. quaest. 51[/aq].] die Warheit nach dem eigentlichen Verstande nicht gefunden wird. Seind Worte des H. Kirchenlehrers [aq]Augustini[/aq], welcher auch fer- [S] ner hinzu thut. [aq]Sicut autem dicta, ita etiam facta finguntur sine mendacio, ad aliquam rem significandum. Unde est etiam illud, ejusdem Domini, quod inficit arbore quaesivit fructuum eo tempore, quo illa poma nondum essent. Non enim dubium est, illam ininquisitionem non fuisse veram; quivis enim hominum sciret, si non divinitate, vel tempore, poma illam arborem non habere. Fictio igitur, quae ad aliquam veritatem refertur, figura est, quae non refertur, mendacium est[/aq].
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nicht alles/ was erdacht wird/ ist eine Lügen/ sondern wenn das erdachte Nichts bedeutet/ alsdenn ist es vor eine Lüge zu halten. Wenn aber ein Gedicht zur gewissen Bedeutung ertichtet wird/ so ist es eine [aq]Figur[/aq] der Wahrheit/ sonst müssten alle Sachen die in figürlichem Verstande/ so wohl von Weisen und heiligen Leuten/ als auch selbst von Christo vorgebracht worden/ in die Ordnung der Lügen gerechnet werden. Weil darinn [G: [aq]lib. II. Quaest. Evangelic. quaest. 51[/aq].] die Warheit nach dem eigentlichen Verstande nicht gefunden wird. Seind Worte des H. Kirchenlehrers [aq]Augustini[/aq], welcher auch fer- [S] ner hinzu thut. [aq]Sicut autem dicta, ita etiam facta finguntur sine mendacio, ad aliquam rem significandum. Unde est etiam illud, ejusdem Domini, quod inficit arbore quaesivit fructuum eo tempore, quo illa poma nondum essent. Non enim dubium est, illam ininquisitionem non fuisse veram; quivis enim hominum sciret, si non divinitate, vel tempore, poma illam arborem non habere. Fictio igitur, quae ad aliquam veritatem refertur, figura est, quae non refertur, mendacium est[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Nicht alles/ was erdacht wird/ ist eine Lügen/ sondern wenn das erdachte Nichts bedeutet/ alsdenn ist es vor eine Lüge zu halten. Wenn aber ein Gedicht zur gewissen Bedeutung ertichtet wird/ so ist es eine [aq]Figur[/aq] der Wahrheit/ sonst müssten alle Sachen die in figürlichem Verstande/ so wohl von Weisen und heiligen Leuten/ als auch selbst von Christo vorgebracht worden/ in die Ordnung der Lügen gerechnet werden. Weil darinn [G: [aq]lib. II. Quaest. Evangelic. quaest. 51[/aq].] die Warheit nach dem eigentlichen Verstande nicht gefunden wird. Seind Worte des H. Kirchenlehrers [aq]Augustini[/aq], welcher auch fer- [S] ner hinzu thut. [aq]Sicut autem dicta, ita etiam facta finguntur sine mendacio, ad aliquam rem significandum. Unde est etiam illud, ejusdem Domini, quod inficit arbore quaesivit fructuum eo tempore, quo illa poma nondum essent. Non enim dubium est, illam ininquisitionem non fuisse veram; quivis enim hominum sciret, si non divinitate, vel tempore, poma illam arborem non habere. Fictio igitur, quae ad aliquam veritatem refertur, figura est, quae non refertur, mendacium est[/aq]. / Fundstelle
Seite: (39) [109]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
[aq]§. IV[/aq]. Was von den Fabeln [aq]AEsopi[/aq] zu halten/ meldet der Seel. Vater Lutherus im [aq]5[/aq]. Jehnischen Theil am [aq]247[/aq]. Blat: Nach der H. Schrift/ spricht er/ sind wenig Bücher/ welche so verständig und heilsam von der Tugend und des Menschen Leben lehren/ als die Fabeln [aq]AEsopi[/aq] . Ein unbenannter [aq]Autor[/aq] hat vorgegeben/ als ob [aq]AEsopus Assaph[/aq] des König Davids und Salomonis Capellmeister gewesen; den die Hebreer [aq]Aesop[/aq] genennet/ und habe des Salomonis [aq]3000[/aq]. Sprüche/ so er über der Tafel erzehlet/ von den Fischen/ Vögeln/ Gewürm und dergleichen aufgezeichnet/ und weil etwas davon unter die Heyden kommen/ so hätten sie gedichtet/ es sey einer von ihren [aq]Philosophis[/aq] beym Könige [aq]Croeso[/aq] mit Namen [aq]AEsopus[/aq] gewesen/ welcher diese Fabeln alle erdacht hätte/ und den Phrygiern/ die da- [S] mals noch einfältige Leute/ und in dem ältesten Handwerke der Viehzucht bemüssiget waren/ dardurch unterrichtet. Welche Mei- [G: [aq]D. Schuppius im Fabel Hans. Lib. 5. c. XI[/aq].] nung auch der vortreffliche [aq]Laurenbergius[/aq] aus alten Scribenten erweisen wollen. Andre stehen in den Gedancken/ daß sie [aq]Socrates[/aq] geschrieben.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. IV[/aq]. Was von den Fabeln [aq]AEsopi[/aq] zu halten/ meldet der Seel. Vater Lutherus im [aq]5[/aq]. Jehnischen Theil am [aq]247[/aq]. Blat: Nach der H. Schrift/ spricht er/ sind wenig Bücher/ welche so verständig und heilsam von der Tugend und des Menschen Leben lehren/ als die Fabeln [aq]AEsopi[/aq] . Ein unbenannter [aq]Autor[/aq] hat vorgegeben/ als ob [aq]AEsopus Assaph[/aq] des König Davids und Salomonis Capellmeister gewesen; den die Hebreer [aq]Aesop[/aq] genennet/ und habe des Salomonis [aq]3000[/aq]. Sprüche/ so er über der Tafel erzehlet/ von den Fischen/ Vögeln/ Gewürm und dergleichen aufgezeichnet/ und weil etwas davon unter die Heyden kommen/ so hätten sie gedichtet/ es sey einer von ihren [aq]Philosophis[/aq] beym Könige [aq]Croeso[/aq] mit Namen [aq]AEsopus[/aq] gewesen/ welcher diese Fabeln alle erdacht hätte/ und den Phrygiern/ die da- [S] mals noch einfältige Leute/ und in dem ältesten Handwerke der Viehzucht bemüssiget waren/ dardurch unterrichtet. Welche Mei- [G: [aq]D. Schuppius im Fabel Hans. Lib. 5. c. XI[/aq].] nung auch der vortreffliche [aq]Laurenbergius[/aq] aus alten Scribenten erweisen wollen. Andre stehen in den Gedancken/ daß sie [aq]Socrates[/aq] geschrieben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. IV[/aq]. Was von den Fabeln [aq]AEsopi[/aq] zu halten/ meldet der Seel. Vater Lutherus im [aq]5[/aq]. Jehnischen Theil am [aq]247[/aq]. Blat: Nach der H. Schrift/ spricht er/ sind wenig Bücher/ welche so verständig und heilsam von der Tugend und des Menschen Leben lehren/ als die Fabeln [aq]AEsopi[/aq] . Ein unbenannter [aq]Autor[/aq] hat vorgegeben/ als ob [aq]AEsopus Assaph[/aq] des König Davids und Salomonis Capellmeister gewesen; den die Hebreer [aq]Aesop[/aq] genennet/ und habe des Salomonis [aq]3000[/aq]. Sprüche/ so er über der Tafel erzehlet/ von den Fischen/ Vögeln/ Gewürm und dergleichen aufgezeichnet/ und weil etwas davon unter die Heyden kommen/ so hätten sie gedichtet/ es sey einer von ihren [aq]Philosophis[/aq] beym Könige [aq]Croeso[/aq] mit Namen [aq]AEsopus[/aq] gewesen/ welcher diese Fabeln alle erdacht hätte/ und den Phrygiern/ die da- [S] mals noch einfältige Leute/ und in dem ältesten Handwerke der Viehzucht bemüssiget waren/ dardurch unterrichtet. Welche Mei- [G: [aq]D. Schuppius im Fabel Hans. Lib. 5. c. XI[/aq].] nung auch der vortreffliche [aq]Laurenbergius[/aq] aus alten Scribenten erweisen wollen. Andre stehen in den Gedancken/ daß sie [aq]Socrates[/aq] geschrieben. / Fundstelle
Seite: (60-61) [130-131]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: In der H. Schrift/ damit ich etwas näher trette/ wird des königlichen Propheten Davids süßhallende Harffe sehr hoch gerühmet/ worein er denn/ ausser zweiffel/ einen lieblichen Psalm mag gesungen haben/ dadurch der höllische Geist gehemmet worden. Also daß wir fast nicht vor ein Mährlein halten dörffen/ was von dem [aq]Orpheus[/aq] erzehlet wird/ daß er mit der Thon-Kunst seine [aq]Eurydice[/aq] aus der Hölle zurükk geholet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: In der H. Schrift/ damit ich etwas näher trette/ wird des königlichen Propheten Davids süßhallende Harffe sehr hoch gerühmet/ worein er denn/ ausser zweiffel/ einen lieblichen Psalm mag gesungen haben/ dadurch der höllische Geist gehemmet worden. Also daß wir fast nicht vor ein Mährlein halten dörffen/ was von dem [aq]Orpheus[/aq] erzehlet wird/ daß er mit der Thon-Kunst seine [aq]Eurydice[/aq] aus der Hölle zurükk geholet. / Fundstelle
Seite: (63) [133]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ein solches ist auch Werlet/ für Welt/ welches die alten Deutschen [G: [aq]id[/aq]. [[aq]Tscherning. p. 37. Bedenk[/aq].] [aq]p. 42[/aq].] Poeten/ Walther von der Vogelweid/ und Weihbekke/ der üm das Jahr Christi [aq]1153[/aq]. gelebt/ gebraucht/ und heute noch bey den Niederländern gehöret und gelesen wird. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ein solches ist auch Werlet/ für Welt/ welches die alten Deutschen [G: [aq]id[/aq]. [[aq]Tscherning. p. 37. Bedenk[/aq].] [aq]p. 42[/aq].] Poeten/ Walther von der Vogelweid/ und Weihbekke/ der üm das Jahr Christi [aq]1153[/aq]. gelebt/ gebraucht/ und heute noch bey den Niederländern gehöret und gelesen wird. / Fundstelle
Seite: (273) [343]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Es ist merkwürdig/ daß in allen [aq]72[/aq]. Sprachen (welche/ wie die Gelehrten ins gemein davor halten/ geschrieben werden) das [aq]A[/aq] den Anfang macht/ wovon Frantz [aq]Loredano[/aq] in seinen [aq]Bizzarien fol. 560[/aq]. dreyerley Ursachen giebt. [aq]I[/aq]. Weil das [aq]A[/aq] einer Thüren gleich/ dadurch man zu den andern Buchstaben allen gleichsam eingehen müsse; wiewohl in der Ebraeischen/ Syrischen und Deutschen Sprache das [aq]A[/aq] so wenig einer Thüre gleicht/ was die Figur betrift/ als das [hebr.] einem Hause. [...][S][...] [aq]Petrus Bungus[/aq] setzt noch eine andere Ursache: weil nemlich das [aq]A[/aq] einem [griech.] gleiche/ und GOtt wird das [aq]A[/aq], der Anfang/ und das [aq]O[/aq], das Ende genant. Dadurch die Vollkommenheit zu bedeuten/ wobey aber zu bedenken/ daß das [aq]A[/aq] nur im Lateinischen einem [griech.] gleiche/ und angezogener Spruch nicht durchgehends alle Sprachen antreffe/ sondern sich allein auf die Grichische beziehe. Der Weltbekante [aq]Jesuit, Athanasius Kircherus[/aq] suchet ein Geheimnüß in diesem Buchstaben/ und meint/ daß dadurch das Ab- und Zunehmen des gantzen Weltwesens könne abgebildet werden; [GRAFIK] von Eins in zwey/ von zwey bis drey gehet das Wachsthum/ denn fället es ab von drey [G: [aq]vid. Column. Pamphil. fol. 385[/aq].] biß vier/ von vier in fünf/ und dieses Ab- und Zunehmen wird miteinander zwey und vier gleichständig verbunden.
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist merkwürdig/ daß in allen [aq]72[/aq]. Sprachen (welche/ wie die Gelehrten ins gemein davor halten/ geschrieben werden) das [aq]A[/aq] den Anfang macht/ wovon Frantz [aq]Loredano[/aq] in seinen [aq]Bizzarien fol. 560[/aq]. dreyerley Ursachen giebt. [aq]I[/aq]. Weil das [aq]A[/aq] einer Thüren gleich/ dadurch man zu den andern Buchstaben allen gleichsam eingehen müsse; wiewohl in der Ebraeischen/ Syrischen und Deutschen Sprache das [aq]A[/aq] so wenig einer Thüre gleicht/ was die Figur betrift/ als das [hebr.] einem Hause. [...][S][...] [aq]Petrus Bungus[/aq] setzt noch eine andere Ursache: weil nemlich das [aq]A[/aq] einem [griech.] gleiche/ und GOtt wird das [aq]A[/aq], der Anfang/ und das [aq]O[/aq], das Ende genant. Dadurch die Vollkommenheit zu bedeuten/ wobey aber zu bedenken/ daß das [aq]A[/aq] nur im Lateinischen einem [griech.] gleiche/ und angezogener Spruch nicht durchgehends alle Sprachen antreffe/ sondern sich allein auf die Grichische beziehe. Der Weltbekante [aq]Jesuit, Athanasius Kircherus[/aq] suchet ein Geheimnüß in diesem Buchstaben/ und meint/ daß dadurch das Ab- und Zunehmen des gantzen Weltwesens könne abgebildet werden; [GRAFIK] von Eins in zwey/ von zwey bis drey gehet das Wachsthum/ denn fället es ab von drey [G: [aq]vid. Column. Pamphil. fol. 385[/aq].] biß vier/ von vier in fünf/ und dieses Ab- und Zunehmen wird miteinander zwey und vier gleichständig verbunden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist merkwürdig/ daß in allen [aq]72[/aq]. Sprachen (welche/ wie die Gelehrten ins gemein davor halten/ geschrieben werden) das [aq]A[/aq] den Anfang macht/ wovon Frantz [aq]Loredano[/aq] in seinen [aq]Bizzarien fol. 560[/aq]. dreyerley Ursachen giebt. [aq]I[/aq]. Weil das [aq]A[/aq] einer Thüren gleich/ dadurch man zu den andern Buchstaben allen gleichsam eingehen müsse; wiewohl in der Ebraeischen/ Syrischen und Deutschen Sprache das [aq]A[/aq] so wenig einer Thüre gleicht/ was die Figur betrift/ als das [hebr.] einem Hause. [...][S][...] [aq]Petrus Bungus[/aq] setzt noch eine andere Ursache: weil nemlich das [aq]A[/aq] einem [griech.] gleiche/ und GOtt wird das [aq]A[/aq], der Anfang/ und das [aq]O[/aq], das Ende genant. Dadurch die Vollkommenheit zu bedeuten/ wobey aber zu bedenken/ daß das [aq]A[/aq] nur im Lateinischen einem [griech.] gleiche/ und angezogener Spruch nicht durchgehends alle Sprachen antreffe/ sondern sich allein auf die Grichische beziehe. Der Weltbekante [aq]Jesuit, Athanasius Kircherus[/aq] suchet ein Geheimnüß in diesem Buchstaben/ und meint/ daß dadurch das Ab- und Zunehmen des gantzen Weltwesens könne abgebildet werden; [GRAFIK] von Eins in zwey/ von zwey bis drey gehet das Wachsthum/ denn fället es ab von drey [G: [aq]vid. Column. Pamphil. fol. 385[/aq].] biß vier/ von vier in fünf/ und dieses Ab- und Zunehmen wird miteinander zwey und vier gleichständig verbunden. / Fundstelle
Seite: (269) [340]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen.
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen. / Fundstelle
Seite: (276) [346]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sachen enthalten/ wo nicht der Inhalt des Getichtes nohtwendig solche erfodert: Denn sonst wird es dem Leser oder Zuhörer einen Ekkel machen/ da doch iederzeit sein Zwekk dahin gerichtet seyn soll/ daß seine Erfindung beliebt werde. Von den Lacedaemoniern meldet [aq]Valer. Max. lib. VI. cap. IV[/aq]. daß sie des [aq]Archilochi[/aq] Schriften aus ihrer Stadt weggeschaft haben/ weil etliche schandbare Sachen darinnen enthalten gewesen: welche sie ihren Kindern nicht haben wollen vortragen lassen/ auf daß derselben zarte Gemüther und Sitten dadurch nicht bemakelt würden. Wie vielmehr will denn einem Christlichen Poeten geziemen/ vor so schädlichen Sachen einen Abscheu zu haben/ der künftig einmahl/ wie Christus bey [aq]Matthaeo[/aq] am [aq]XII, 36[/aq]. lehret/ von einem ieden unnützen Worte Rechenschaft geben soll. [aq]Augustinus[/aq] schreibt im ersten Buch seiner Bekäntnüß im [aq]XVI. cap[/aq]. von den heydnischen Poeten also: [aq]Non omninò per hanc turpitudinem verba ista commodiùs discuntur; sed per haec verba turpitudo ista confidentiùs perpetratur. Non accuso verba quasi vasa electa atque pretiosa; sed vinum erroris, quod in eis nobis propinatur ab erbriis doctoribus. Conf. Lactant. Firmian. lib. V. Divin. Institut[/aq].
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sachen enthalten/ wo nicht der Inhalt des Getichtes nohtwendig solche erfodert: Denn sonst wird es dem Leser oder Zuhörer einen Ekkel machen/ da doch iederzeit sein Zwekk dahin gerichtet seyn soll/ daß seine Erfindung beliebt werde. Von den Lacedaemoniern meldet [aq]Valer. Max. lib. VI. cap. IV[/aq]. daß sie des [aq]Archilochi[/aq] Schriften aus ihrer Stadt weggeschaft haben/ weil etliche schandbare Sachen darinnen enthalten gewesen: welche sie ihren Kindern nicht haben wollen vortragen lassen/ auf daß derselben zarte Gemüther und Sitten dadurch nicht bemakelt würden. Wie vielmehr will denn einem Christlichen Poeten geziemen/ vor so schädlichen Sachen einen Abscheu zu haben/ der künftig einmahl/ wie Christus bey [aq]Matthaeo[/aq] am [aq]XII, 36[/aq]. lehret/ von einem ieden unnützen Worte Rechenschaft geben soll. [aq]Augustinus[/aq] schreibt im ersten Buch seiner Bekäntnüß im [aq]XVI. cap[/aq]. von den heydnischen Poeten also: [aq]Non omninò per hanc turpitudinem verba ista commodiùs discuntur; sed per haec verba turpitudo ista confidentiùs perpetratur. Non accuso verba quasi vasa electa atque pretiosa; sed vinum erroris, quod in eis nobis propinatur ab erbriis doctoribus. Conf. Lactant. Firmian. lib. V. Divin. Institut[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sachen enthalten/ wo nicht der Inhalt des Getichtes nohtwendig solche erfodert: Denn sonst wird es dem Leser oder Zuhörer einen Ekkel machen/ da doch iederzeit sein Zwekk dahin gerichtet seyn soll/ daß seine Erfindung beliebt werde. Von den Lacedaemoniern meldet [aq]Valer. Max. lib. VI. cap. IV[/aq]. daß sie des [aq]Archilochi[/aq] Schriften aus ihrer Stadt weggeschaft haben/ weil etliche schandbare Sachen darinnen enthalten gewesen: welche sie ihren Kindern nicht haben wollen vortragen lassen/ auf daß derselben zarte Gemüther und Sitten dadurch nicht bemakelt würden. Wie vielmehr will denn einem Christlichen Poeten geziemen/ vor so schädlichen Sachen einen Abscheu zu haben/ der künftig einmahl/ wie Christus bey [aq]Matthaeo[/aq] am [aq]XII, 36[/aq]. lehret/ von einem ieden unnützen Worte Rechenschaft geben soll. [aq]Augustinus[/aq] schreibt im ersten Buch seiner Bekäntnüß im [aq]XVI. cap[/aq]. von den heydnischen Poeten also: [aq]Non omninò per hanc turpitudinem verba ista commodiùs discuntur; sed per haec verba turpitudo ista confidentiùs perpetratur. Non accuso verba quasi vasa electa atque pretiosa; sed vinum erroris, quod in eis nobis propinatur ab erbriis doctoribus. Conf. Lactant. Firmian. lib. V. Divin. Institut[/aq]. / Fundstelle
Seite: (286) [356]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Gesprächsweise hat mein wehrtester Herr Domburg/ sein schönes Werk den Selbststreit/ geschrieben/ da des Potiphars Weib/ die Sephyra/ erstliche eine Rede hält/ dadurch sie den Joseph zu verführen willens ist/ nachmals beantwortet Joseph ihr Anbringen. Also ist auch die Ode auf Hn. Albins/ wohlbekanten Poetens/ etc. und Hn. Joh. Jacob Löwens von Eysenach F. S. Capellmeisters geistliche Sionitin und Sulamitin/ als ein Gespräch von mir ersonnen. ¶ Gespräch/ ¶ Daß die Sulamitin oder glaubige Seele/ mit ihrer Schwester Sionitin/ oder der Christlichen Kirchen/ vor ihrem Heylande hält. ¶ Sulam. ¶ [aq]I[/aq]. Schwester/ Sionitin/ komme/ / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Gesprächsweise hat mein wehrtester Herr Domburg/ sein schönes Werk den Selbststreit/ geschrieben/ da des Potiphars Weib/ die Sephyra/ erstliche eine Rede hält/ dadurch sie den Joseph zu verführen willens ist/ nachmals beantwortet Joseph ihr Anbringen. Also ist auch die Ode auf Hn. Albins/ wohlbekanten Poetens/ etc. und Hn. Joh. Jacob Löwens von Eysenach F. S. Capellmeisters geistliche Sionitin und Sulamitin/ als ein Gespräch von mir ersonnen. ¶ Gespräch/ ¶ Daß die Sulamitin oder glaubige Seele/ mit ihrer Schwester Sionitin/ oder der Christlichen Kirchen/ vor ihrem Heylande hält. ¶ Sulam. ¶ [aq]I[/aq]. Schwester/ Sionitin/ komme/ / Fundstelle
Seite: (91) [161]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Die Lerche redet mit dem Papagey: ¶ [G: In Dilherrn Welt- Feld- und Gartenbetrachtungen [aq]1[/aq]. Bl.] Freyer Sinn und freyer Muht / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Die Lerche redet mit dem Papagey: ¶ [G: In Dilherrn Welt- Feld- und Gartenbetrachtungen [aq]1[/aq]. Bl.] Freyer Sinn und freyer Muht / Fundstelle
Seite: (96) [166]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zum Exempel sey aus dem überaus geistreichen Liede meines an Vaters stat geehrten Hn. Risten: ¶ [aq](α)[/aq] GOtt/ der du selber bist das Licht/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zum Exempel sey aus dem überaus geistreichen Liede meines an Vaters stat geehrten Hn. Risten: ¶ [aq](α)[/aq] GOtt/ der du selber bist das Licht/ / Fundstelle
Seite: (109) [179]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Auf meines höchstgeliebten Hn. Risten Passions-Andachten/ darinn allezeit die Helffte desselben einen richtigen Reim giebt. ¶ Pindarisch Kling-geticht. ¶ Satz. ¶ Ihr [aq]Phoenix[/aq] unser Zeit/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Auf meines höchstgeliebten Hn. Risten Passions-Andachten/ darinn allezeit die Helffte desselben einen richtigen Reim giebt. ¶ Pindarisch Kling-geticht. ¶ Satz. ¶ Ihr [aq]Phoenix[/aq] unser Zeit/ / Fundstelle
Seite: (143) [213]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]I[/aq]. ¶ Auf die unschätzbare und Hochheilige ¶ Seelengespräche ¶ des ¶ Weltbekanten Hn. Risten/ ¶ Pindarische Ode. ¶ Satz. ¶ Itzo da die Majenblüht alle Felder basamiret/ / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]I[/aq]. ¶ Auf die unschätzbare und Hochheilige ¶ Seelengespräche ¶ des ¶ Weltbekanten Hn. Risten/ ¶ Pindarische Ode. ¶ Satz. ¶ Itzo da die Majenblüht alle Felder basamiret/ / Fundstelle
Seite: (221) [291]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[aq]II[/aq]. ¶ Als ¶ Herrn Jacob Klinkebeilen ¶ von Grünewald/ ¶ [aq]Com. Pal. Caes[/aq]. sein erstes Söhnlein gebohren wurde/ schriebe ich nachfolgendes nach Spanischer Reimahrt/ die Hr. Harsdorff in dem [aq]12[/aq]. Andachtsgemähld des [aq]6[/aq]. Theils der Gesprächspiel am [aq]49[/aq]. Blat anweiset. ¶ Satz. ¶ JEtzt bemahlt der Garben-Krantz ([aq]a[/aq] [[...][S][...][S] Bey den Heyden sind den Göttern und Göttinnen absonderliche Kräntze oder Kronen zugeeignet. Unter andern ward [aq]Ceres[/aq] (welche die Egypter unter dem Nahmen [aq]Isis[/aq] ehreten/ und vermeinten/ daß sie die Ähren erstlich erfunden hätte) mit einem Ähren Krantz geziert/ welcher Krantz nachmahls an die Thüren der Tempel gehangen worden [...]. Von diesem Gebrauch ist ausser Zweiffel bey den Christen aufkommen/ daß noch heute zu Tage von allerhand Getreide Ähren-Kräntze geflochten/ und dem Hausvater übergeben werden/ der sie zum Gedächtnüß in die Höhe zu hängen pflegt. Also wird in Frankreich zur Erndtezeit Johannis des Teufers Bild mit einem Ähren-Krantz ümgeben/ wie [aq]Carolus Annibal Fabronus ad Leg. Nullus omninò Cod. Theodosian. de Pagan. sacrificiis & templis[/aq] anmerket. Sieh auch Hr. Dilherrns Christl. Welt- Feld- und Garten-betrachtung [aq]cap. 2[/aq].])
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]II[/aq]. ¶ Als ¶ Herrn Jacob Klinkebeilen ¶ von Grünewald/ ¶ [aq]Com. Pal. Caes[/aq]. sein erstes Söhnlein gebohren wurde/ schriebe ich nachfolgendes nach Spanischer Reimahrt/ die Hr. Harsdorff in dem [aq]12[/aq]. Andachtsgemähld des [aq]6[/aq]. Theils der Gesprächspiel am [aq]49[/aq]. Blat anweiset. ¶ Satz. ¶ JEtzt bemahlt der Garben-Krantz ([aq]a[/aq] [[...][S][...][S] Bey den Heyden sind den Göttern und Göttinnen absonderliche Kräntze oder Kronen zugeeignet. Unter andern ward [aq]Ceres[/aq] (welche die Egypter unter dem Nahmen [aq]Isis[/aq] ehreten/ und vermeinten/ daß sie die Ähren erstlich erfunden hätte) mit einem Ähren Krantz geziert/ welcher Krantz nachmahls an die Thüren der Tempel gehangen worden [...]. Von diesem Gebrauch ist ausser Zweiffel bey den Christen aufkommen/ daß noch heute zu Tage von allerhand Getreide Ähren-Kräntze geflochten/ und dem Hausvater übergeben werden/ der sie zum Gedächtnüß in die Höhe zu hängen pflegt. Also wird in Frankreich zur Erndtezeit Johannis des Teufers Bild mit einem Ähren-Krantz ümgeben/ wie [aq]Carolus Annibal Fabronus ad Leg. Nullus omninò Cod. Theodosian. de Pagan. sacrificiis & templis[/aq] anmerket. Sieh auch Hr. Dilherrns Christl. Welt- Feld- und Garten-betrachtung [aq]cap. 2[/aq].]) / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]II[/aq]. ¶ Als ¶ Herrn Jacob Klinkebeilen ¶ von Grünewald/ ¶ [aq]Com. Pal. Caes[/aq]. sein erstes Söhnlein gebohren wurde/ schriebe ich nachfolgendes nach Spanischer Reimahrt/ die Hr. Harsdorff in dem [aq]12[/aq]. Andachtsgemähld des [aq]6[/aq]. Theils der Gesprächspiel am [aq]49[/aq]. Blat anweiset. ¶ Satz. ¶ JEtzt bemahlt der Garben-Krantz ([aq]a[/aq] [[...][S][...][S] Bey den Heyden sind den Göttern und Göttinnen absonderliche Kräntze oder Kronen zugeeignet. Unter andern ward [aq]Ceres[/aq] (welche die Egypter unter dem Nahmen [aq]Isis[/aq] ehreten/ und vermeinten/ daß sie die Ähren erstlich erfunden hätte) mit einem Ähren Krantz geziert/ welcher Krantz nachmahls an die Thüren der Tempel gehangen worden [...]. Von diesem Gebrauch ist ausser Zweiffel bey den Christen aufkommen/ daß noch heute zu Tage von allerhand Getreide Ähren-Kräntze geflochten/ und dem Hausvater übergeben werden/ der sie zum Gedächtnüß in die Höhe zu hängen pflegt. Also wird in Frankreich zur Erndtezeit Johannis des Teufers Bild mit einem Ähren-Krantz ümgeben/ wie [aq]Carolus Annibal Fabronus ad Leg. Nullus omninò Cod. Theodosian. de Pagan. sacrificiis & templis[/aq] anmerket. Sieh auch Hr. Dilherrns Christl. Welt- Feld- und Garten-betrachtung [aq]cap. 2[/aq].]) / Fundstelle
Seite: (222-224) [292-294]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zum Beyspiel füg ich diese aus einem [aq]Jambo Binario Hypercatalectico[/aq] bestehende Ode an Hn. Johann Georg [aq]Albinum[/aq], vornehmen Poeten und treufleissigen Seelsorger zu S. Othmar in Naumburg/ als er [aq]Anno 1663[/aq]. seinen Nahmenstag begieng. [S] ¶ [aq]I[/aq]. ¶ AUf/ tichtet Lieder/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zum Beyspiel füg ich diese aus einem [aq]Jambo Binario Hypercatalectico[/aq] bestehende Ode an Hn. Johann Georg [aq]Albinum[/aq], vornehmen Poeten und treufleissigen Seelsorger zu S. Othmar in Naumburg/ als er [aq]Anno 1663[/aq]. seinen Nahmenstag begieng. [S] ¶ [aq]I[/aq]. ¶ AUf/ tichtet Lieder/ / Fundstelle
Seite: (238-239) [308-309]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Über den Spruch: Schauet die Blumen/ etc. Matth. [aq]6[/aq]. ¶ [G: H. Neumark. [aq]3[/aq]. Abtheil. [aq]p. 8[/aq].] Kommt ihr Bekümmerten/ ihr Sorgenvolle Sinnen/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Über den Spruch: Schauet die Blumen/ etc. Matth. [aq]6[/aq]. ¶ [G: H. Neumark. [aq]3[/aq]. Abtheil. [aq]p. 8[/aq].] Kommt ihr Bekümmerten/ ihr Sorgenvolle Sinnen/ / Fundstelle
Seite: (244) [314]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Als wenn ich sagen wolte: Die Zuchte/ der Morgensterne/ der Mensche/ das Kinde/ geleiche/ in das Reiche/ Christenlich/ ein Bilde/ von Jahre/ noch junge/ der Winde/ die Krafte/ der Heilig Geist/ Höllengwalte/ Gwin und Gwerb/ Gsel/ Bschwerd u. so f. wie fast in allen Getichten Johann Wilhelm Simlers vorkommt; vor die Zucht/ der Morgenstern/ der Mensch/ das Kind/ gleich/ in das Reich/ Christlich/ ein Bild/ von Jahren/ noch jung/ der Wind/ die Kraft/ der Heilige Geist/ [S] Höllengewalt/ Gewinn und Gewerb/ Gesell/ Beschwerd. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Als wenn ich sagen wolte: Die Zuchte/ der Morgensterne/ der Mensche/ das Kinde/ geleiche/ in das Reiche/ Christenlich/ ein Bilde/ von Jahre/ noch junge/ der Winde/ die Krafte/ der Heilig Geist/ Höllengwalte/ Gwin und Gwerb/ Gsel/ Bschwerd u. so f. wie fast in allen Getichten Johann Wilhelm Simlers vorkommt; vor die Zucht/ der Morgenstern/ der Mensch/ das Kind/ gleich/ in das Reich/ Christlich/ ein Bild/ von Jahren/ noch jung/ der Wind/ die Kraft/ der Heilige Geist/ [S] Höllengewalt/ Gewinn und Gewerb/ Gesell/ Beschwerd. / Fundstelle
Seite: (274-275) [344-345]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: So redet man auch in ungebundener Rede: Hr. [aq]Lutherus[/aq] im [aq]XCII[/aq]. Psalm [aq]v. I[/aq]. Das ist ein köstlich Ding dem HErren danken. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: So redet man auch in ungebundener Rede: Hr. [aq]Lutherus[/aq] im [aq]XCII[/aq]. Psalm [aq]v. I[/aq]. Das ist ein köstlich Ding dem HErren danken. / Fundstelle
Seite: (290) [360]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also hat der Christliche Poet [aq]Pru[/aq]-[S][aq]dentius[/aq] in dem Wort [aq]idolum[/aq] (ein Götz oder Abgott) die mittelst gesetzt/ da doch ein [griech.], oder grosses [aq]O[/aq] im Grichischen stehet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Also hat der Christliche Poet [aq]Pru[/aq]-[S][aq]dentius[/aq] in dem Wort [aq]idolum[/aq] (ein Götz oder Abgott) die mittelst gesetzt/ da doch ein [griech.], oder grosses [aq]O[/aq] im Grichischen stehet. / Fundstelle
Seite: (296-297) [366-367]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Imgleichen die Wälschen die stets das ph mit dem [aq]f[/aq] schreiben/ als [aq]Filippo, Profeta, Filemone, Filosofa[/aq], und bisweilen auch die Spanier. [aq]Bellin. p. 61[/aq]. in der [aq]6[/aq]. Abtheil. Also solte man auch schreiben Kristen und Kristus (wie allbereit vor [aq]800[/aq]. Jahren der Mönch Ottfrid geschrieben. Wie auch Walter von der Vogelweid/ den [aq]Opitius[/aq] in seiner [aq]Prosodi[/aq] anführet) Kristof/ Kuhrfürst/ welches von dem alten NiederSächsischen kühren/ [aq]eligere[/aq], herkommen soll/ u. a. m. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Imgleichen die Wälschen die stets das ph mit dem [aq]f[/aq] schreiben/ als [aq]Filippo, Profeta, Filemone, Filosofa[/aq], und bisweilen auch die Spanier. [aq]Bellin. p. 61[/aq]. in der [aq]6[/aq]. Abtheil. Also solte man auch schreiben Kristen und Kristus (wie allbereit vor [aq]800[/aq]. Jahren der Mönch Ottfrid geschrieben. Wie auch Walter von der Vogelweid/ den [aq]Opitius[/aq] in seiner [aq]Prosodi[/aq] anführet) Kristof/ Kuhrfürst/ welches von dem alten NiederSächsischen kühren/ [aq]eligere[/aq], herkommen soll/ u. a. m. / Fundstelle
Seite: (331) [401]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]§. IV[/aq]. Sonst ist bekannt/ daß bey den Hebraeern die Reime in drey Hauffen abgesondert werden. Denn [aq]I[/aq]. haben sie die einsylbige Reimung/ wie wir Deutschen die männlichen Reime/ als: Welt/ [G: [aq]Buxtorff. Thes. Gramm. Ebr. Tractat. de Prosodia metrica p.m. 636[/aq].] Geld/ Stand/ Land/ Gunst/ Dunst. Solche nennen sie [hebr.] [aq]carmen transiens, (tolerabile, quod transire & ferri possit, etsi parum elegantiae, habeat & auctores raros.) II[/aq]. Die zweysilbige Reimung/ als: Leben/ streben/ kennen/ brennen. [hebr.] [aq]Carmen conveniens, (aptum, dignum, estque omnium usitatissimum) III[/aq]. Die dreysylbige Reimung/ als: Stehenden/ gehenden/ Wichtigkeit/ Nichtigkeit. [hebr.] [aq]Carmen laudabile (etsi ob paucitatem talium vocum non ita frequens sit, aut si usurpatur, brevius est.)[/aq] Welche Ahrt bey uns Deutschen nicht löblich oder angenehm scheinet/ ob man gleich solche Worte/ die sich [S] dazu schikken/ hervor suchen könte/ ohne daß bisweilen dergleichen dreyreimige Verse/ in Liedern/ mit angebracht werden möchten.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. IV[/aq]. Sonst ist bekannt/ daß bey den Hebraeern die Reime in drey Hauffen abgesondert werden. Denn [aq]I[/aq]. haben sie die einsylbige Reimung/ wie wir Deutschen die männlichen Reime/ als: Welt/ [G: [aq]Buxtorff. Thes. Gramm. Ebr. Tractat. de Prosodia metrica p.m. 636[/aq].] Geld/ Stand/ Land/ Gunst/ Dunst. Solche nennen sie [hebr.] [aq]carmen transiens, (tolerabile, quod transire & ferri possit, etsi parum elegantiae, habeat & auctores raros.) II[/aq]. Die zweysilbige Reimung/ als: Leben/ streben/ kennen/ brennen. [hebr.] [aq]Carmen conveniens, (aptum, dignum, estque omnium usitatissimum) III[/aq]. Die dreysylbige Reimung/ als: Stehenden/ gehenden/ Wichtigkeit/ Nichtigkeit. [hebr.] [aq]Carmen laudabile (etsi ob paucitatem talium vocum non ita frequens sit, aut si usurpatur, brevius est.)[/aq] Welche Ahrt bey uns Deutschen nicht löblich oder angenehm scheinet/ ob man gleich solche Worte/ die sich [S] dazu schikken/ hervor suchen könte/ ohne daß bisweilen dergleichen dreyreimige Verse/ in Liedern/ mit angebracht werden möchten. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. IV[/aq]. Sonst ist bekannt/ daß bey den Hebraeern die Reime in drey Hauffen abgesondert werden. Denn [aq]I[/aq]. haben sie die einsylbige Reimung/ wie wir Deutschen die männlichen Reime/ als: Welt/ [G: [aq]Buxtorff. Thes. Gramm. Ebr. Tractat. de Prosodia metrica p.m. 636[/aq].] Geld/ Stand/ Land/ Gunst/ Dunst. Solche nennen sie [hebr.] [aq]carmen transiens, (tolerabile, quod transire & ferri possit, etsi parum elegantiae, habeat & auctores raros.) II[/aq]. Die zweysilbige Reimung/ als: Leben/ streben/ kennen/ brennen. [hebr.] [aq]Carmen conveniens, (aptum, dignum, estque omnium usitatissimum) III[/aq]. Die dreysylbige Reimung/ als: Stehenden/ gehenden/ Wichtigkeit/ Nichtigkeit. [hebr.] [aq]Carmen laudabile (etsi ob paucitatem talium vocum non ita frequens sit, aut si usurpatur, brevius est.)[/aq] Welche Ahrt bey uns Deutschen nicht löblich oder angenehm scheinet/ ob man gleich solche Worte/ die sich [S] dazu schikken/ hervor suchen könte/ ohne daß bisweilen dergleichen dreyreimige Verse/ in Liedern/ mit angebracht werden möchten. / Fundstelle
Seite: (126-127) [196-197]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Diese Nennung haben die Reime darum erlanget/ weil den Männern eine starke und durchdringende Rede zukommt; den Weibern aber eine gelinde und subtiele anstehet. Nicht aber/ wie etliche gemeinet/ weil die Weiber eine Riebe mehr hätten/ als die Männer: [S] Denn daß solches falsch und irrig sey/ erweisen die wohlerfahrnen [aq]Medici[/aq] und [aq]Anatomici[/aq]. Die gemeine Meinung ist/ der erste Mensch Adam hab eine Riebe weniger als sein Weib die Eva gehabt/ weil sie aus derselben von GOtt erbauet. Aber sie wird nicht von allen zugegeben und bejahet/ und dannenher ist auch nicht eben gewiß/ daß die Männer allezeit und durchgehends eine Riebe weniger haben/ sondern es trifft sich der Überschuß derselben unterweilen so wol bey dem männlichen als weiblichen Geschlecht/ nach dem die Wunderkünstlerin die Natur spielet. ([aq]Costae numero plures sunt, ut faciliùs moveatur thorax: utplurimùm utrinque sunt duodecim tam in viris, quàm in foeminis. Rarò tredecim, rarius undecim utrinque, saepiùs verò unicasuperest. Verisimile ergo est, in Adami uno latere fuisse tredecim costas, aut in uno duodecim costas, in altero undecim, schreibt der vornehme Dänische Medicus D. Caspar Bartholinus Instit. Anatomic. lib. 4. de offibus[/aq], dem andere/ darunter auch ist der hochberühmte [aq]D. Eichstadius Colleg. Anatomic. quaest. 10[/aq]. widersprochen.)
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Diese Nennung haben die Reime darum erlanget/ weil den Männern eine starke und durchdringende Rede zukommt; den Weibern aber eine gelinde und subtiele anstehet. Nicht aber/ wie etliche gemeinet/ weil die Weiber eine Riebe mehr hätten/ als die Männer: [S] Denn daß solches falsch und irrig sey/ erweisen die wohlerfahrnen [aq]Medici[/aq] und [aq]Anatomici[/aq]. Die gemeine Meinung ist/ der erste Mensch Adam hab eine Riebe weniger als sein Weib die Eva gehabt/ weil sie aus derselben von GOtt erbauet. Aber sie wird nicht von allen zugegeben und bejahet/ und dannenher ist auch nicht eben gewiß/ daß die Männer allezeit und durchgehends eine Riebe weniger haben/ sondern es trifft sich der Überschuß derselben unterweilen so wol bey dem männlichen als weiblichen Geschlecht/ nach dem die Wunderkünstlerin die Natur spielet. ([aq]Costae numero plures sunt, ut faciliùs moveatur thorax: utplurimùm utrinque sunt duodecim tam in viris, quàm in foeminis. Rarò tredecim, rarius undecim utrinque, saepiùs verò unicasuperest. Verisimile ergo est, in Adami uno latere fuisse tredecim costas, aut in uno duodecim costas, in altero undecim, schreibt der vornehme Dänische Medicus D. Caspar Bartholinus Instit. Anatomic. lib. 4. de offibus[/aq], dem andere/ darunter auch ist der hochberühmte [aq]D. Eichstadius Colleg. Anatomic. quaest. 10[/aq]. widersprochen.) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Diese Nennung haben die Reime darum erlanget/ weil den Männern eine starke und durchdringende Rede zukommt; den Weibern aber eine gelinde und subtiele anstehet. Nicht aber/ wie etliche gemeinet/ weil die Weiber eine Riebe mehr hätten/ als die Männer: [S] Denn daß solches falsch und irrig sey/ erweisen die wohlerfahrnen [aq]Medici[/aq] und [aq]Anatomici[/aq]. Die gemeine Meinung ist/ der erste Mensch Adam hab eine Riebe weniger als sein Weib die Eva gehabt/ weil sie aus derselben von GOtt erbauet. Aber sie wird nicht von allen zugegeben und bejahet/ und dannenher ist auch nicht eben gewiß/ daß die Männer allezeit und durchgehends eine Riebe weniger haben/ sondern es trifft sich der Überschuß derselben unterweilen so wol bey dem männlichen als weiblichen Geschlecht/ nach dem die Wunderkünstlerin die Natur spielet. ([aq]Costae numero plures sunt, ut faciliùs moveatur thorax: utplurimùm utrinque sunt duodecim tam in viris, quàm in foeminis. Rarò tredecim, rarius undecim utrinque, saepiùs verò unicasuperest. Verisimile ergo est, in Adami uno latere fuisse tredecim costas, aut in uno duodecim costas, in altero undecim, schreibt der vornehme Dänische Medicus D. Caspar Bartholinus Instit. Anatomic. lib. 4. de offibus[/aq], dem andere/ darunter auch ist der hochberühmte [aq]D. Eichstadius Colleg. Anatomic. quaest. 10[/aq]. widersprochen.) / Fundstelle
Seite: (144-145) [214-215]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen. / Fundstelle
Seite: (276) [346]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sachen enthalten/ wo nicht der Inhalt des Getichtes nohtwendig solche erfodert: Denn sonst wird es dem Leser oder Zuhörer einen Ekkel machen/ da doch iederzeit sein Zwekk dahin gerichtet seyn soll/ daß seine Erfindung beliebt werde. Von den Lacedaemoniern meldet [aq]Valer. Max. lib. VI. cap. IV[/aq]. daß sie des [aq]Archilochi[/aq] Schriften aus ihrer Stadt weggeschaft haben/ weil etliche schandbare Sachen darinnen enthalten gewesen: welche sie ihren Kindern nicht haben wollen vortragen lassen/ auf daß derselben zarte Gemüther und Sitten dadurch nicht bemakelt würden. Wie vielmehr will denn einem Christlichen Poeten geziemen/ vor so schädlichen Sachen einen Abscheu zu haben/ der künftig einmahl/ wie Christus bey [aq]Matthaeo[/aq] am [aq]XII, 36[/aq]. lehret/ von einem ieden unnützen Worte Rechenschaft geben soll. [aq]Augustinus[/aq] schreibt im ersten Buch seiner Bekäntnüß im [aq]XVI. cap[/aq]. von den heydnischen Poeten also: [aq]Non omninò per hanc turpitudinem verba ista commodiùs discuntur; sed per haec verba turpitudo ista confidentiùs perpetratur. Non accuso verba quasi vasa electa atque pretiosa; sed vinum erroris, quod in eis nobis propinatur ab erbriis doctoribus. Conf. Lactant. Firmian. lib. V. Divin. Institut[/aq].
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sachen enthalten/ wo nicht der Inhalt des Getichtes nohtwendig solche erfodert: Denn sonst wird es dem Leser oder Zuhörer einen Ekkel machen/ da doch iederzeit sein Zwekk dahin gerichtet seyn soll/ daß seine Erfindung beliebt werde. Von den Lacedaemoniern meldet [aq]Valer. Max. lib. VI. cap. IV[/aq]. daß sie des [aq]Archilochi[/aq] Schriften aus ihrer Stadt weggeschaft haben/ weil etliche schandbare Sachen darinnen enthalten gewesen: welche sie ihren Kindern nicht haben wollen vortragen lassen/ auf daß derselben zarte Gemüther und Sitten dadurch nicht bemakelt würden. Wie vielmehr will denn einem Christlichen Poeten geziemen/ vor so schädlichen Sachen einen Abscheu zu haben/ der künftig einmahl/ wie Christus bey [aq]Matthaeo[/aq] am [aq]XII, 36[/aq]. lehret/ von einem ieden unnützen Worte Rechenschaft geben soll. [aq]Augustinus[/aq] schreibt im ersten Buch seiner Bekäntnüß im [aq]XVI. cap[/aq]. von den heydnischen Poeten also: [aq]Non omninò per hanc turpitudinem verba ista commodiùs discuntur; sed per haec verba turpitudo ista confidentiùs perpetratur. Non accuso verba quasi vasa electa atque pretiosa; sed vinum erroris, quod in eis nobis propinatur ab erbriis doctoribus. Conf. Lactant. Firmian. lib. V. Divin. Institut[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. XX[/aq]. Zum Beschluß dieser Tafel/ damit ich nun wieder auf die Stükke/ so in einer Rede zu betrachten sind/ komme/ soll sie ([aq]i[/aq]) erbar und höflich seyn: Es soll sich auch der Poet höchstes Fleisses von Beschreibung abscheulicher Sachen enthalten/ wo nicht der Inhalt des Getichtes nohtwendig solche erfodert: Denn sonst wird es dem Leser oder Zuhörer einen Ekkel machen/ da doch iederzeit sein Zwekk dahin gerichtet seyn soll/ daß seine Erfindung beliebt werde. Von den Lacedaemoniern meldet [aq]Valer. Max. lib. VI. cap. IV[/aq]. daß sie des [aq]Archilochi[/aq] Schriften aus ihrer Stadt weggeschaft haben/ weil etliche schandbare Sachen darinnen enthalten gewesen: welche sie ihren Kindern nicht haben wollen vortragen lassen/ auf daß derselben zarte Gemüther und Sitten dadurch nicht bemakelt würden. Wie vielmehr will denn einem Christlichen Poeten geziemen/ vor so schädlichen Sachen einen Abscheu zu haben/ der künftig einmahl/ wie Christus bey [aq]Matthaeo[/aq] am [aq]XII, 36[/aq]. lehret/ von einem ieden unnützen Worte Rechenschaft geben soll. [aq]Augustinus[/aq] schreibt im ersten Buch seiner Bekäntnüß im [aq]XVI. cap[/aq]. von den heydnischen Poeten also: [aq]Non omninò per hanc turpitudinem verba ista commodiùs discuntur; sed per haec verba turpitudo ista confidentiùs perpetratur. Non accuso verba quasi vasa electa atque pretiosa; sed vinum erroris, quod in eis nobis propinatur ab erbriis doctoribus. Conf. Lactant. Firmian. lib. V. Divin. Institut[/aq]. / Fundstelle
Seite: (286) [356]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hie wird [aq]1[/aq]. auf das zu Jehna ausgegangene Tractätlein [von Martin Kempe, J.T.] [aq]De statu Armeniae Ecclesiastico & Politico tam pristino quàm hodierno[/Aq] [...] gesehen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Hie wird [aq]1[/aq]. auf das zu Jehna ausgegangene Tractätlein [von Martin Kempe, J.T.] [aq]De statu Armeniae Ecclesiastico & Politico tam pristino quàm hodierno[/Aq] [...] gesehen. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [36]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Amphion[/aq], der nebst seinem Bruder [aq]Zetho[/aq], zu des Atheniensischen Königs [aq]Cadmi[/aq] Zeiten/ den Griechen die Music gelehret/ wie [aq]Eusebius lib. 10. de praeparat. Evang[/aq]. davor hält, wird noch heute verwundert. Wo bleibet der Göttliche [aq]Homerus[/aq], der als ein unergründetes Meer der Wohlredenheit/ der [aq]Poesie[/aq] allen Pracht und Schmuck ertheilet hat? / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Amphion[/aq], der nebst seinem Bruder [aq]Zetho[/aq], zu des Atheniensischen Königs [aq]Cadmi[/aq] Zeiten/ den Griechen die Music gelehret/ wie [aq]Eusebius lib. 10. de praeparat. Evang[/aq]. davor hält, wird noch heute verwundert. Wo bleibet der Göttliche [aq]Homerus[/aq], der als ein unergründetes Meer der Wohlredenheit/ der [aq]Poesie[/aq] allen Pracht und Schmuck ertheilet hat? / Fundstelle
Seite: (10) [80]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]Jacob Spigel. in Gunteri Ligurinum[/aq], leget die Zeit/ in der die Poeterey bey den Römern den Anfang genommen/ auf des [aq]Numae Pompilii[/aq] Regiment. [aq]Serò à Romanis fuit facultas Poetices recepta, annos post urbem conditam CCCC. Regnante Numa Pompilio Saliorum Carmina facta sunt, inculta atque incondita, proptereaque parum posteris intellecta. Paulò post Cantica quaedam & devotionum Sacra vulgata sunt, laudesque Deorum versibus absolutae, quibus more suo Deos comprecari consueverunt, aut expiare urbem insigni aliquo prodigio. Primus omnium Poeticam illustrare coepit Livius[/aq] [S] [G: [aq]Augustin. lib. 2. de. C. D. cap. 9. p. m. 168[/aq].] [aq]Andronicus, quam paulò post auxerunt praecipueque instruxerunt[/aq] [ZEICHEN]. [aq]Ennius, M. Plautus, Naevius, Pacuvius, Actius & Lucilius &c[/aq].
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Jacob Spigel. in Gunteri Ligurinum[/aq], leget die Zeit/ in der die Poeterey bey den Römern den Anfang genommen/ auf des [aq]Numae Pompilii[/aq] Regiment. [aq]Serò à Romanis fuit facultas Poetices recepta, annos post urbem conditam CCCC. Regnante Numa Pompilio Saliorum Carmina facta sunt, inculta atque incondita, proptereaque parum posteris intellecta. Paulò post Cantica quaedam & devotionum Sacra vulgata sunt, laudesque Deorum versibus absolutae, quibus more suo Deos comprecari consueverunt, aut expiare urbem insigni aliquo prodigio. Primus omnium Poeticam illustrare coepit Livius[/aq] [S] [G: [aq]Augustin. lib. 2. de. C. D. cap. 9. p. m. 168[/aq].] [aq]Andronicus, quam paulò post auxerunt praecipueque instruxerunt[/aq] [ZEICHEN]. [aq]Ennius, M. Plautus, Naevius, Pacuvius, Actius & Lucilius &c[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Jacob Spigel. in Gunteri Ligurinum[/aq], leget die Zeit/ in der die Poeterey bey den Römern den Anfang genommen/ auf des [aq]Numae Pompilii[/aq] Regiment. [aq]Serò à Romanis fuit facultas Poetices recepta, annos post urbem conditam CCCC. Regnante Numa Pompilio Saliorum Carmina facta sunt, inculta atque incondita, proptereaque parum posteris intellecta. Paulò post Cantica quaedam & devotionum Sacra vulgata sunt, laudesque Deorum versibus absolutae, quibus more suo Deos comprecari consueverunt, aut expiare urbem insigni aliquo prodigio. Primus omnium Poeticam illustrare coepit Livius[/aq] [S] [G: [aq]Augustin. lib. 2. de. C. D. cap. 9. p. m. 168[/aq].] [aq]Andronicus, quam paulò post auxerunt praecipueque instruxerunt[/aq] [ZEICHEN]. [aq]Ennius, M. Plautus, Naevius, Pacuvius, Actius & Lucilius &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (11-12) [81-82]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hierauf hat auch Syrach [aq]XXXII. 7. 8. 9[/aq]. sein Absehen gehabt/ als er geschrieben: Wie ein Rubin in feinem Golde leuchtet/ also zieret ein Gesang das Mahl/ wie ein Smaragd in schönem Golde stehet/ also zieren die Lieder beym guten Weine. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hierauf hat auch Syrach [aq]XXXII. 7. 8. 9[/aq]. sein Absehen gehabt/ als er geschrieben: Wie ein Rubin in feinem Golde leuchtet/ also zieret ein Gesang das Mahl/ wie ein Smaragd in schönem Golde stehet/ also zieren die Lieder beym guten Weine. / Fundstelle
Seite: (14) [84]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die dreyerley Arthen der Gedichte bey den Gastereyen/ [...] beschreibet [S] [aq]Clemens Alexandrin. lib. 2[/aq]. [...] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die dreyerley Arthen der Gedichte bey den Gastereyen/ [...] beschreibet [S] [aq]Clemens Alexandrin. lib. 2[/aq]. [...] / Fundstelle
Seite: (15-16) [85-86]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nachgehends hat unter der Regierung des Käisers [aq]Valentis[/aq] um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. ein Gothischer Bischoff/ [aq]Gulphilas[/aq] oder [aq]Ulphi[/aq]-[G: [aq]Petr. Crinit. lib. 17. de Honesta disciplin[/aq].] [aq]las[/aq] genant/ seinen Leuten eigene Buchstaben erfunden/ wie die bekanten Verse bey [aq]Lilio Gyraldo dialog. I. de Historiâ Poetarum p. 9. & 10[/aq]. andeuten. ¶ [aq]Primus Hebraeas Moyses exaravit literas[/aq], ¶ [...] ¶ Welcher Meinung auch beystimmet [aq]Socrates Histor. Ecclesiastic. lib. IV. c. XXVII. Jornandes in Geticis, Ricobaldus Ferrariensis in Chronico, cui titulus pomoerium Ecclesiae Ravennatis[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nachgehends hat unter der Regierung des Käisers [aq]Valentis[/aq] um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. ein Gothischer Bischoff/ [aq]Gulphilas[/aq] oder [aq]Ulphi[/aq]-[G: [aq]Petr. Crinit. lib. 17. de Honesta disciplin[/aq].] [aq]las[/aq] genant/ seinen Leuten eigene Buchstaben erfunden/ wie die bekanten Verse bey [aq]Lilio Gyraldo dialog. I. de Historiâ Poetarum p. 9. & 10[/aq]. andeuten. ¶ [aq]Primus Hebraeas Moyses exaravit literas[/aq], ¶ [...] ¶ Welcher Meinung auch beystimmet [aq]Socrates Histor. Ecclesiastic. lib. IV. c. XXVII. Jornandes in Geticis, Ricobaldus Ferrariensis in Chronico, cui titulus pomoerium Ecclesiae Ravennatis[/aq]. / Fundstelle
Seite: (20) [90]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gantz und gar der vorigen Meinung zu wieder läufft/ und dannenher nicht unbillich dem Unvergleichlichen [aq]Vossio[/aq] und dem [aq]Cornelio Agrippa lib. I. de Vanit. Scientiar. cap. II[/aq]. verdächtig vorkömmt. Denn weil [aq]Gulphilas[/aq], wie allbereit erwehnet/ die Gothische Buchstaben erfunden/ und um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. gelebt hat/ so können sie ja nicht so lange zuvor/ als [aq]Johannes[/aq] und [aq]Olaus[/aq] wollen/ dieselbigen gehabt haben. Es wäre denn/ daß offt ernanter Bischoff nicht so wohl die Gothischen Buchstaben erfunden/ als in üblichen Gebrauch gebracht hätte: Wohin [aq]Theodorus Zwingerus in V. H. Theatr. volum. IV. lib. I. gehet. Vossius[/aq] schreibet in seinem überaus gelehrten [aq]Aristarcho lib. I. cap. IX. pag. m. 38[/aq]. davon/ wie folget: [aq]Plane vereor, ne hoc majori gentis suae amore scripserint, quàm veritatis. Lubens quidem illud dedero, quod Ulphilas Gothicas dicitur literas invenisse, id ex eo profectum videri, quod antequam ille Biblia in Gothicam transtulisset linguam, paucis ex eâ gente literae essent cognitae, ac propterea nec habere illas nationibus crederentur: Attamen istud persuadere mihi non possum, fuisse Gothis suas literas, antequam eas haberent Latini. Siquidem tardè admodum has didicére gentes ad Septentrionem sitae; etiam quae Orienti, unde homines & Scriptura, non paulo viciniores, ac cultioribus populis commerciis magis frequentatae, Sanè Thraces, utcunque apud eas Orphea natum fabulentur, nec dum literas nôrunt Aeliani aetate. &c[/aq].
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gantz und gar der vorigen Meinung zu wieder läufft/ und dannenher nicht unbillich dem Unvergleichlichen [aq]Vossio[/aq] und dem [aq]Cornelio Agrippa lib. I. de Vanit. Scientiar. cap. II[/aq]. verdächtig vorkömmt. Denn weil [aq]Gulphilas[/aq], wie allbereit erwehnet/ die Gothische Buchstaben erfunden/ und um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. gelebt hat/ so können sie ja nicht so lange zuvor/ als [aq]Johannes[/aq] und [aq]Olaus[/aq] wollen/ dieselbigen gehabt haben. Es wäre denn/ daß offt ernanter Bischoff nicht so wohl die Gothischen Buchstaben erfunden/ als in üblichen Gebrauch gebracht hätte: Wohin [aq]Theodorus Zwingerus in V. H. Theatr. volum. IV. lib. I. gehet. Vossius[/aq] schreibet in seinem überaus gelehrten [aq]Aristarcho lib. I. cap. IX. pag. m. 38[/aq]. davon/ wie folget: [aq]Plane vereor, ne hoc majori gentis suae amore scripserint, quàm veritatis. Lubens quidem illud dedero, quod Ulphilas Gothicas dicitur literas invenisse, id ex eo profectum videri, quod antequam ille Biblia in Gothicam transtulisset linguam, paucis ex eâ gente literae essent cognitae, ac propterea nec habere illas nationibus crederentur: Attamen istud persuadere mihi non possum, fuisse Gothis suas literas, antequam eas haberent Latini. Siquidem tardè admodum has didicére gentes ad Septentrionem sitae; etiam quae Orienti, unde homines & Scriptura, non paulo viciniores, ac cultioribus populis commerciis magis frequentatae, Sanè Thraces, utcunque apud eas Orphea natum fabulentur, nec dum literas nôrunt Aeliani aetate. &c[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Johannes Magnus[/aq] will [aq]libro I. Historiae Suecicae cap. 7[/aq]. behaupten/ daß die Gothen eher als die Lateiner/ und also fast tausend und zwey hundert Jahr vor Christi Gebuhrt/ ihre Buchstaben gehabt. Welches/ wenn man es recht bedenckt/ gantz und gar der vorigen Meinung zu wieder läufft/ und dannenher nicht unbillich dem Unvergleichlichen [aq]Vossio[/aq] und dem [aq]Cornelio Agrippa lib. I. de Vanit. Scientiar. cap. II[/aq]. verdächtig vorkömmt. Denn weil [aq]Gulphilas[/aq], wie allbereit erwehnet/ die Gothische Buchstaben erfunden/ und um das Jahr Christi [aq]364[/aq]. gelebt hat/ so können sie ja nicht so lange zuvor/ als [aq]Johannes[/aq] und [aq]Olaus[/aq] wollen/ dieselbigen gehabt haben. Es wäre denn/ daß offt ernanter Bischoff nicht so wohl die Gothischen Buchstaben erfunden/ als in üblichen Gebrauch gebracht hätte: Wohin [aq]Theodorus Zwingerus in V. H. Theatr. volum. IV. lib. I. gehet. Vossius[/aq] schreibet in seinem überaus gelehrten [aq]Aristarcho lib. I. cap. IX. pag. m. 38[/aq]. davon/ wie folget: [aq]Plane vereor, ne hoc majori gentis suae amore scripserint, quàm veritatis. Lubens quidem illud dedero, quod Ulphilas Gothicas dicitur literas invenisse, id ex eo profectum videri, quod antequam ille Biblia in Gothicam transtulisset linguam, paucis ex eâ gente literae essent cognitae, ac propterea nec habere illas nationibus crederentur: Attamen istud persuadere mihi non possum, fuisse Gothis suas literas, antequam eas haberent Latini. Siquidem tardè admodum has didicére gentes ad Septentrionem sitae; etiam quae Orienti, unde homines & Scriptura, non paulo viciniores, ac cultioribus populis commerciis magis frequentatae, Sanè Thraces, utcunque apud eas Orphea natum fabulentur, nec dum literas nôrunt Aeliani aetate. &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (21) [91]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gleicher Gestalt erzehlet ein Engelländischer Geschichtschreiber [aq]Mattheus Parisius[/aq], daß die deutschen allbereit vor Christi Geburt ihre Geschichte in Reimen aufgezeichnet. Und [S] [aq]Tacitus[/aq], der vor anderthalb tausent Jahren gelebet/ bezeuget/ daß ob wohl weder Mann noch Weib unter ihnen zu seiner Zeit den freyen Künsten obgelegen/ sie dennoch was merckwürdig gewesen in Reime verfasset und ihre Götter mit alten Gesängen gepriesen haben: [aq]Celebrabant Carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae & anualium genus est,) Tuisconem Deum è terrâ editum & filium Mannum Originem Gentis, Conditoresque. Fuisse apud eos & Herculem memorant, primumque omnium virorum fortium, ituri in praelia, canunt[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Gleicher Gestalt erzehlet ein Engelländischer Geschichtschreiber [aq]Mattheus Parisius[/aq], daß die deutschen allbereit vor Christi Geburt ihre Geschichte in Reimen aufgezeichnet. Und [S] [aq]Tacitus[/aq], der vor anderthalb tausent Jahren gelebet/ bezeuget/ daß ob wohl weder Mann noch Weib unter ihnen zu seiner Zeit den freyen Künsten obgelegen/ sie dennoch was merckwürdig gewesen in Reime verfasset und ihre Götter mit alten Gesängen gepriesen haben: [aq]Celebrabant Carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae & anualium genus est,) Tuisconem Deum è terrâ editum & filium Mannum Originem Gentis, Conditoresque. Fuisse apud eos & Herculem memorant, primumque omnium virorum fortium, ituri in praelia, canunt[/aq]. / Fundstelle
Seite: (21-22) [91-92]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq](Duo antiquissimi Philosophi constituerunt, ad quae referrent reliqua, Deum & Poetam; alterius munus existimabant; quotidie agere, alterius: quotidie imitari: scribit Nobiliss. Dn. a Birken in monument. August. §. 33.)[/aq] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq](Duo antiquissimi Philosophi constituerunt, ad quae referrent reliqua, Deum & Poetam; alterius munus existimabant; quotidie agere, alterius: quotidie imitari: scribit Nobiliss. Dn. a Birken in monument. August. §. 33.)[/aq] / Fundstelle
Seite: (32) [102]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Boccatius[/aq] erwehnet in [aq]Genealogia Deorum[/aq], daß [aq]Jacobus Sanseverinus[/aq] Graff zu Fricario pflag zu erzehlen/ welcher Gestalt [aq]Robertus[/aq] Königs [aq]Caroli[/aq] Sohn/ der hernach König zu Jerusalem und Sicilien worden/ eines trägen und ungeschickten Kopfes/ als er auf eine Zeit die [aq]Fabeln Aesopi[/aq] hörete rühmen/ eine Lust dazu bekommen/ und sie zu lesen angefangen/ dadurch er dermassen aufgemuntert wor-[S]den/ daß er auch zur höchsten Wissenschafft in der [aq]Philosophia[/aq] gelanget. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Boccatius[/aq] erwehnet in [aq]Genealogia Deorum[/aq], daß [aq]Jacobus Sanseverinus[/aq] Graff zu Fricario pflag zu erzehlen/ welcher Gestalt [aq]Robertus[/aq] Königs [aq]Caroli[/aq] Sohn/ der hernach König zu Jerusalem und Sicilien worden/ eines trägen und ungeschickten Kopfes/ als er auf eine Zeit die [aq]Fabeln Aesopi[/aq] hörete rühmen/ eine Lust dazu bekommen/ und sie zu lesen angefangen/ dadurch er dermassen aufgemuntert wor-[S]den/ daß er auch zur höchsten Wissenschafft in der [aq]Philosophia[/aq] gelanget. / Fundstelle
Seite: (34-35) [104-105]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und [aq]Harsdorff[/aq]. in der Vorrede des Nathans und Jothams Berichten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und [aq]Harsdorff[/aq]. in der Vorrede des Nathans und Jothams Berichten. / Fundstelle
Seite: (35) [105]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Man darf auch nicht meinen/ daß die H. Schrifft vor solchen klugen und gelehrten Fabeln einen Abscheu habe/ sintemahl nach Aussage [aq]Brentii[/aq] am vor angezogenen Ohrt/ darunter gerechnet werden können die Gesichte der [aq]Propheten[/aq], und die Träume [aq]Pharaonis[/aq] und [aq]Nabucadnezaris[/aq], welche traun an ihnen selbst nichts waren/ und doch der Sachen Wahrheit durch des H. Geistes Offenbahrung darthäten. Wie? Wenn wir auch die Parabeln und Gleichnüsse Christi mit darzu rechneten? durch welche er ja auch auf ietzt beschriebene Arth die Wahrheit der Dinge angedeutet. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Man darf auch nicht meinen/ daß die H. Schrifft vor solchen klugen und gelehrten Fabeln einen Abscheu habe/ sintemahl nach Aussage [aq]Brentii[/aq] am vor angezogenen Ohrt/ darunter gerechnet werden können die Gesichte der [aq]Propheten[/aq], und die Träume [aq]Pharaonis[/aq] und [aq]Nabucadnezaris[/aq], welche traun an ihnen selbst nichts waren/ und doch der Sachen Wahrheit durch des H. Geistes Offenbahrung darthäten. Wie? Wenn wir auch die Parabeln und Gleichnüsse Christi mit darzu rechneten? durch welche er ja auch auf ietzt beschriebene Arth die Wahrheit der Dinge angedeutet. / Fundstelle
Seite: (36) [106]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Lactant. de Fals. Religion. p. 29. cap. XI[/aq].] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Lactant. de Fals. Religion. p. 29. cap. XI[/aq].] / Fundstelle
Seite: (37) [107]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Welches jener Bischoff wohl beobachtet/ sagend: [G: [aq]Abulens. lib. 5. de Paradiso cap. 103[/aq].] Wenn das gemeine Volck spricht: Man höre die Verdamten Seelen in dem brennenden Berg [aq]Aetna[/aq] wehklagen/ soll man darauf antworten; daß das Volck mehr als die Poeten ertichtet/ weil sie etwas mit gutem Vorbedacht erdencken/ das Volck aber nicht begreifft und verstehet was es saget. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Welches jener Bischoff wohl beobachtet/ sagend: [G: [aq]Abulens. lib. 5. de Paradiso cap. 103[/aq].] Wenn das gemeine Volck spricht: Man höre die Verdamten Seelen in dem brennenden Berg [aq]Aetna[/aq] wehklagen/ soll man darauf antworten; daß das Volck mehr als die Poeten ertichtet/ weil sie etwas mit gutem Vorbedacht erdencken/ das Volck aber nicht begreifft und verstehet was es saget. / Fundstelle
Seite: (38) [108]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Nicht alles/ was erdacht wird/ ist eine Lügen/ sondern wenn das erdachte Nichts bedeutet/ alsdenn ist es vor eine Lüge zu halten. Wenn aber ein Gedicht zur gewissen Bedeutung ertichtet wird/ so ist es eine [aq]Figur[/aq] der Wahrheit/ sonst müssten alle Sachen die in figürlichem Verstande/ so wohl von Weisen und heiligen Leuten/ als auch selbst von Christo vorgebracht worden/ in die Ordnung der Lügen gerechnet werden. Weil darinn [G: [aq]lib. II. Quaest. Evangelic. quaest. 51[/aq].] die Warheit nach dem eigentlichen Verstande nicht gefunden wird. Seind Worte des H. Kirchenlehrers [aq]Augustini[/aq], welcher auch fer- [S] ner hinzu thut. [aq]Sicut autem dicta, ita etiam facta finguntur sine mendacio, ad aliquam rem significandum. Unde est etiam illud, ejusdem Domini, quod inficit arbore quaesivit fructuum eo tempore, quo illa poma nondum essent. Non enim dubium est, illam ininquisitionem non fuisse veram; quivis enim hominum sciret, si non divinitate, vel tempore, poma illam arborem non habere. Fictio igitur, quae ad aliquam veritatem refertur, figura est, quae non refertur, mendacium est[/aq].
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Nicht alles/ was erdacht wird/ ist eine Lügen/ sondern wenn das erdachte Nichts bedeutet/ alsdenn ist es vor eine Lüge zu halten. Wenn aber ein Gedicht zur gewissen Bedeutung ertichtet wird/ so ist es eine [aq]Figur[/aq] der Wahrheit/ sonst müssten alle Sachen die in figürlichem Verstande/ so wohl von Weisen und heiligen Leuten/ als auch selbst von Christo vorgebracht worden/ in die Ordnung der Lügen gerechnet werden. Weil darinn [G: [aq]lib. II. Quaest. Evangelic. quaest. 51[/aq].] die Warheit nach dem eigentlichen Verstande nicht gefunden wird. Seind Worte des H. Kirchenlehrers [aq]Augustini[/aq], welcher auch fer- [S] ner hinzu thut. [aq]Sicut autem dicta, ita etiam facta finguntur sine mendacio, ad aliquam rem significandum. Unde est etiam illud, ejusdem Domini, quod inficit arbore quaesivit fructuum eo tempore, quo illa poma nondum essent. Non enim dubium est, illam ininquisitionem non fuisse veram; quivis enim hominum sciret, si non divinitate, vel tempore, poma illam arborem non habere. Fictio igitur, quae ad aliquam veritatem refertur, figura est, quae non refertur, mendacium est[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Nicht alles/ was erdacht wird/ ist eine Lügen/ sondern wenn das erdachte Nichts bedeutet/ alsdenn ist es vor eine Lüge zu halten. Wenn aber ein Gedicht zur gewissen Bedeutung ertichtet wird/ so ist es eine [aq]Figur[/aq] der Wahrheit/ sonst müssten alle Sachen die in figürlichem Verstande/ so wohl von Weisen und heiligen Leuten/ als auch selbst von Christo vorgebracht worden/ in die Ordnung der Lügen gerechnet werden. Weil darinn [G: [aq]lib. II. Quaest. Evangelic. quaest. 51[/aq].] die Warheit nach dem eigentlichen Verstande nicht gefunden wird. Seind Worte des H. Kirchenlehrers [aq]Augustini[/aq], welcher auch fer- [S] ner hinzu thut. [aq]Sicut autem dicta, ita etiam facta finguntur sine mendacio, ad aliquam rem significandum. Unde est etiam illud, ejusdem Domini, quod inficit arbore quaesivit fructuum eo tempore, quo illa poma nondum essent. Non enim dubium est, illam ininquisitionem non fuisse veram; quivis enim hominum sciret, si non divinitate, vel tempore, poma illam arborem non habere. Fictio igitur, quae ad aliquam veritatem refertur, figura est, quae non refertur, mendacium est[/aq]. / Fundstelle
Seite: (39) [109]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Vid. Augustin. libr. XVIII. de Civ. Dei Cap. XII[/aq].] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Vid. Augustin. libr. XVIII. de Civ. Dei Cap. XII[/aq].] / Fundstelle
Seite: (39) [109]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Conf. Augustin. lib. II. de C. D. T. I. cap I. p. m. 168[/aq].] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Conf. Augustin. lib. II. de C. D. T. I. cap I. p. m. 168[/aq].] / Fundstelle
Seite: (56) [126]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Wie [aq]Nicolaus Trigautius de Christian. Expedition. apud Sinas. lib. I. cap. 5. pag. 32[/aq]. zeuget / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Wie [aq]Nicolaus Trigautius de Christian. Expedition. apud Sinas. lib. I. cap. 5. pag. 32[/aq]. zeuget / Fundstelle
Seite: (59) [129]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]§. IV[/aq]. Was von den Fabeln [aq]AEsopi[/aq] zu halten/ meldet der Seel. Vater Lutherus im [aq]5[/aq]. Jehnischen Theil am [aq]247[/aq]. Blat: Nach der H. Schrift/ spricht er/ sind wenig Bücher/ welche so verständig und heilsam von der Tugend und des Menschen Leben lehren/ als die Fabeln [aq]AEsopi[/aq] . Ein unbenannter [aq]Autor[/aq] hat vorgegeben/ als ob [aq]AEsopus Assaph[/aq] des König Davids und Salomonis Capellmeister gewesen; den die Hebreer [aq]Aesop[/aq] genennet/ und habe des Salomonis [aq]3000[/aq]. Sprüche/ so er über der Tafel erzehlet/ von den Fischen/ Vögeln/ Gewürm und dergleichen aufgezeichnet/ und weil etwas davon unter die Heyden kommen/ so hätten sie gedichtet/ es sey einer von ihren [aq]Philosophis[/aq] beym Könige [aq]Croeso[/aq] mit Namen [aq]AEsopus[/aq] gewesen/ welcher diese Fabeln alle erdacht hätte/ und den Phrygiern/ die da- [S] mals noch einfältige Leute/ und in dem ältesten Handwerke der Viehzucht bemüssiget waren/ dardurch unterrichtet. Welche Mei- [G: [aq]D. Schuppius im Fabel Hans. Lib. 5. c. XI[/aq].] nung auch der vortreffliche [aq]Laurenbergius[/aq] aus alten Scribenten erweisen wollen. Andre stehen in den Gedancken/ daß sie [aq]Socrates[/aq] geschrieben.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. IV[/aq]. Was von den Fabeln [aq]AEsopi[/aq] zu halten/ meldet der Seel. Vater Lutherus im [aq]5[/aq]. Jehnischen Theil am [aq]247[/aq]. Blat: Nach der H. Schrift/ spricht er/ sind wenig Bücher/ welche so verständig und heilsam von der Tugend und des Menschen Leben lehren/ als die Fabeln [aq]AEsopi[/aq] . Ein unbenannter [aq]Autor[/aq] hat vorgegeben/ als ob [aq]AEsopus Assaph[/aq] des König Davids und Salomonis Capellmeister gewesen; den die Hebreer [aq]Aesop[/aq] genennet/ und habe des Salomonis [aq]3000[/aq]. Sprüche/ so er über der Tafel erzehlet/ von den Fischen/ Vögeln/ Gewürm und dergleichen aufgezeichnet/ und weil etwas davon unter die Heyden kommen/ so hätten sie gedichtet/ es sey einer von ihren [aq]Philosophis[/aq] beym Könige [aq]Croeso[/aq] mit Namen [aq]AEsopus[/aq] gewesen/ welcher diese Fabeln alle erdacht hätte/ und den Phrygiern/ die da- [S] mals noch einfältige Leute/ und in dem ältesten Handwerke der Viehzucht bemüssiget waren/ dardurch unterrichtet. Welche Mei- [G: [aq]D. Schuppius im Fabel Hans. Lib. 5. c. XI[/aq].] nung auch der vortreffliche [aq]Laurenbergius[/aq] aus alten Scribenten erweisen wollen. Andre stehen in den Gedancken/ daß sie [aq]Socrates[/aq] geschrieben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. IV[/aq]. Was von den Fabeln [aq]AEsopi[/aq] zu halten/ meldet der Seel. Vater Lutherus im [aq]5[/aq]. Jehnischen Theil am [aq]247[/aq]. Blat: Nach der H. Schrift/ spricht er/ sind wenig Bücher/ welche so verständig und heilsam von der Tugend und des Menschen Leben lehren/ als die Fabeln [aq]AEsopi[/aq] . Ein unbenannter [aq]Autor[/aq] hat vorgegeben/ als ob [aq]AEsopus Assaph[/aq] des König Davids und Salomonis Capellmeister gewesen; den die Hebreer [aq]Aesop[/aq] genennet/ und habe des Salomonis [aq]3000[/aq]. Sprüche/ so er über der Tafel erzehlet/ von den Fischen/ Vögeln/ Gewürm und dergleichen aufgezeichnet/ und weil etwas davon unter die Heyden kommen/ so hätten sie gedichtet/ es sey einer von ihren [aq]Philosophis[/aq] beym Könige [aq]Croeso[/aq] mit Namen [aq]AEsopus[/aq] gewesen/ welcher diese Fabeln alle erdacht hätte/ und den Phrygiern/ die da- [S] mals noch einfältige Leute/ und in dem ältesten Handwerke der Viehzucht bemüssiget waren/ dardurch unterrichtet. Welche Mei- [G: [aq]D. Schuppius im Fabel Hans. Lib. 5. c. XI[/aq].] nung auch der vortreffliche [aq]Laurenbergius[/aq] aus alten Scribenten erweisen wollen. Andre stehen in den Gedancken/ daß sie [aq]Socrates[/aq] geschrieben. / Fundstelle
Seite: (60-61) [130-131]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: In der H. Schrift/ damit ich etwas näher trette/ wird des königlichen Propheten Davids süßhallende Harffe sehr hoch gerühmet/ worein er denn/ ausser zweiffel/ einen lieblichen Psalm mag gesungen haben/ dadurch der höllische Geist gehemmet worden. Also daß wir fast nicht vor ein Mährlein halten dörffen/ was von dem [aq]Orpheus[/aq] erzehlet wird/ daß er mit der Thon-Kunst seine [aq]Eurydice[/aq] aus der Hölle zurükk geholet. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: In der H. Schrift/ damit ich etwas näher trette/ wird des königlichen Propheten Davids süßhallende Harffe sehr hoch gerühmet/ worein er denn/ ausser zweiffel/ einen lieblichen Psalm mag gesungen haben/ dadurch der höllische Geist gehemmet worden. Also daß wir fast nicht vor ein Mährlein halten dörffen/ was von dem [aq]Orpheus[/aq] erzehlet wird/ daß er mit der Thon-Kunst seine [aq]Eurydice[/aq] aus der Hölle zurükk geholet. / Fundstelle
Seite: (63) [133]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sieh den [aq]3[/aq]. Theil des Poet. Trichters am [aq]58[/aq]. Blat/ wie auch die Vorrede zu Hn. Dilherrns täglichen Geleitsmann. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Sieh den [aq]3[/aq]. Theil des Poet. Trichters am [aq]58[/aq]. Blat/ wie auch die Vorrede zu Hn. Dilherrns täglichen Geleitsmann. / Fundstelle
Seite: (103) [173]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So gebrauchet er belobte Frantzösische Poet [aq]Bartas[/aq] in der andern Woche im Beruff das Wort [aq]Charge[/aq] zweymahl/ da er von den Pferden der Kriegsleute saget [...] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: So gebrauchet er belobte Frantzösische Poet [aq]Bartas[/aq] in der andern Woche im Beruff das Wort [aq]Charge[/aq] zweymahl/ da er von den Pferden der Kriegsleute saget [...] / Fundstelle
Seite: (142) [212]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hr. Caldenbach hat eine lobwürdige Arbeit gethan/ in dem er fast alle seine Grabgetichte/ nach Anleitung der Sprüche des Alten und Neuen Testaments/ künstlich ausgearbeitet/ welche zusammen in [aq]12[/aq]. zu Elbing [aq]Anno 1648[/aq]. gedrukkt worden. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Hr. Caldenbach hat eine lobwürdige Arbeit gethan/ in dem er fast alle seine Grabgetichte/ nach Anleitung der Sprüche des Alten und Neuen Testaments/ künstlich ausgearbeitet/ welche zusammen in [aq]12[/aq]. zu Elbing [aq]Anno 1648[/aq]. gedrukkt worden. / Fundstelle
Seite: (154) [224]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Nicolaus Trigautius ex Matthaei Ricii Commentariis de Christianor. expeditione apud Sinas lib. I. cap. 4. p. 22[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Nicolaus Trigautius ex Matthaei Ricii Commentariis de Christianor. expeditione apud Sinas lib. I. cap. 4. p. 22[/aq]. / Fundstelle
Seite: (159) [229]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Natal. Com[/aq]. [S] [aq]Mythol. lib. 5. c. 5[/aq].] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [G: [aq]Natal. Com[/aq]. [S] [aq]Mythol. lib. 5. c. 5[/aq].] / Fundstelle
Seite: (217-218) [287-288]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. V. (b)[/aq] In den Verkleinerungswörtern/ die gleichfalls an gehörigen Ohrten/ wenn man verkleinern/ liebkosen/ und schertzen will/ wohl stehen können/ ist die rechte Hauptendung lein/ als: Äugelein/ Bächlein/ Hütlein/ Blümelein/ Weiblein/ Mägdelein u. a. m. die man in Lutheri Schriften häufig findet/ und auch von guten Poeten gebraucht seynd. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. V. (b)[/aq] In den Verkleinerungswörtern/ die gleichfalls an gehörigen Ohrten/ wenn man verkleinern/ liebkosen/ und schertzen will/ wohl stehen können/ ist die rechte Hauptendung lein/ als: Äugelein/ Bächlein/ Hütlein/ Blümelein/ Weiblein/ Mägdelein u. a. m. die man in Lutheri Schriften häufig findet/ und auch von guten Poeten gebraucht seynd. / Fundstelle
Seite: (272) [342]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. VIII[/aq]. Überdieß liegt sehr viel daran/ daß man [aq](d)[/aq] recht Hochdeutsche und [aq](e)[/aq] reine Worte in seinen Reden führe/ welche man nirgends besser und zierlicher/ als an vornehmen Höfen und Kantzeleyen findet. In Ermangelung aber der Gelegenheit/ daß man an solchen Ohrten sich nicht aufhalten kan/ werden die Reichs Abschiede/ samt den Cammer-Gerichts-Policey- und andern Ordnungen/ wie auch des Seel. Hn. Lutheri herrliche Schriften/ die auch von Ausländischen hochgeachtet und beliebet sind/ dem Lehrbegierigen gute Anleitung zu Erlernung der reinen Deutschen Sprache ertheilen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. VIII[/aq]. Überdieß liegt sehr viel daran/ daß man [aq](d)[/aq] recht Hochdeutsche und [aq](e)[/aq] reine Worte in seinen Reden führe/ welche man nirgends besser und zierlicher/ als an vornehmen Höfen und Kantzeleyen findet. In Ermangelung aber der Gelegenheit/ daß man an solchen Ohrten sich nicht aufhalten kan/ werden die Reichs Abschiede/ samt den Cammer-Gerichts-Policey- und andern Ordnungen/ wie auch des Seel. Hn. Lutheri herrliche Schriften/ die auch von Ausländischen hochgeachtet und beliebet sind/ dem Lehrbegierigen gute Anleitung zu Erlernung der reinen Deutschen Sprache ertheilen. / Fundstelle
Seite: (274) [344]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [[Opitz, J.T.] G: [aq]in Prolegomen. ad Rhythmum de S. Aunone[/aq].] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [[Opitz, J.T.] G: [aq]in Prolegomen. ad Rhythmum de S. Aunone[/aq].] / Fundstelle
Seite: (277) [347]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und wenn es üm und üm kommt/ bleibet es bey dem/ was [aq]Ambrosius adversùs gentes[/aq] sagt: [aq]Si[/aq] [G: in Tscher- [S] nings bedenken [aq]p. 13[/aq].] [S] [aq]verum spectes, nullus sermo naturâ est integer, vitiosus similiter nullus[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und wenn es üm und üm kommt/ bleibet es bey dem/ was [aq]Ambrosius adversùs gentes[/aq] sagt: [aq]Si[/aq] [G: in Tscher- [S] nings bedenken [aq]p. 13[/aq].] [S] [aq]verum spectes, nullus sermo naturâ est integer, vitiosus similiter nullus[/aq]. / Fundstelle
Seite: (277-278) [347-348]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist. / Fundstelle
Seite: (298) [368]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]§. VI[/aq]. Wenn aber aus obberührten Ursachen ein Wortstreit nicht zu entscheiden/ so schreitet man zu der [aq]Autori[/aq]tät/ und siehet/ wie vor dem berühmte und erfahrne Leute dieses oder jenes geschrieben haben. Hierinn will es uns Deutschen fast am allermeisten gebrechen/ als die wir nicht sonderlich viel alte Scribenten aufweisen können. Gemeiniglich werden des Hn. [aq]Lutheri[/aq] Schriften in diesem Falle gelobt und angezogen. Aber hierüber wollen wir den sinnreichen Hn. Harsdorffen reden hören: [aq]Cicero[/aq], spricht er/ [aq]Specim. Philolog. German. Disquisit. 10. p. 211. B. Lutherus & Eloquentiae Germanicae parens; non Varro, Grammaticus vel Criticus: ipsius studiis vernacula nostra coepit ex tenebris enitescere; sed non omnibus numeris grammaticis, quem scopum sibi nunquam proposuerat, absoluta venit. Addo Typographorum incuriam, quae veluti per traducem ad nostra usque tempora propagata est, ut rectè ab Heinsio Maecenates ignorantiae dicantur, plurimùm ab Autographis defecisse[/aq].
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. VI[/aq]. Wenn aber aus obberührten Ursachen ein Wortstreit nicht zu entscheiden/ so schreitet man zu der [aq]Autori[/aq]tät/ und siehet/ wie vor dem berühmte und erfahrne Leute dieses oder jenes geschrieben haben. Hierinn will es uns Deutschen fast am allermeisten gebrechen/ als die wir nicht sonderlich viel alte Scribenten aufweisen können. Gemeiniglich werden des Hn. [aq]Lutheri[/aq] Schriften in diesem Falle gelobt und angezogen. Aber hierüber wollen wir den sinnreichen Hn. Harsdorffen reden hören: [aq]Cicero[/aq], spricht er/ [aq]Specim. Philolog. German. Disquisit. 10. p. 211. B. Lutherus & Eloquentiae Germanicae parens; non Varro, Grammaticus vel Criticus: ipsius studiis vernacula nostra coepit ex tenebris enitescere; sed non omnibus numeris grammaticis, quem scopum sibi nunquam proposuerat, absoluta venit. Addo Typographorum incuriam, quae veluti per traducem ad nostra usque tempora propagata est, ut rectè ab Heinsio Maecenates ignorantiae dicantur, plurimùm ab Autographis defecisse[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. VI[/aq]. Wenn aber aus obberührten Ursachen ein Wortstreit nicht zu entscheiden/ so schreitet man zu der [aq]Autori[/aq]tät/ und siehet/ wie vor dem berühmte und erfahrne Leute dieses oder jenes geschrieben haben. Hierinn will es uns Deutschen fast am allermeisten gebrechen/ als die wir nicht sonderlich viel alte Scribenten aufweisen können. Gemeiniglich werden des Hn. [aq]Lutheri[/aq] Schriften in diesem Falle gelobt und angezogen. Aber hierüber wollen wir den sinnreichen Hn. Harsdorffen reden hören: [aq]Cicero[/aq], spricht er/ [aq]Specim. Philolog. German. Disquisit. 10. p. 211. B. Lutherus & Eloquentiae Germanicae parens; non Varro, Grammaticus vel Criticus: ipsius studiis vernacula nostra coepit ex tenebris enitescere; sed non omnibus numeris grammaticis, quem scopum sibi nunquam proposuerat, absoluta venit. Addo Typographorum incuriam, quae veluti per traducem ad nostra usque tempora propagata est, ut rectè ab Heinsio Maecenates ignorantiae dicantur, plurimùm ab Autographis defecisse[/aq]. / Fundstelle
Seite: (329) [399]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. X[/aq]. Etliche gebrauchen im Anfang einer Sylben/ wenn das Wort von Natur Lateinisch ist/ und in der Grundsprach ein [aq]C[/aq] hat/ das k/ als Körper/ kasteyen/ Kreatur/ u. a. m. nach Ahrt der Grichen/ die für das Lateiner [aq]C[/aq] in denen Worten/ die sie von ihnen nehmen/ das k setzen/ wie in [griech.], [aq]Speculator. Marc. VI. v. 27[/aq]. [griech.], [aq]Centurio. Marc. XV. v. 39[/aq]. [griech.], [aq]custodia. Matth. XXVII. v. 16[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]§. X[/aq]. Etliche gebrauchen im Anfang einer Sylben/ wenn das Wort von Natur Lateinisch ist/ und in der Grundsprach ein [aq]C[/aq] hat/ das k/ als Körper/ kasteyen/ Kreatur/ u. a. m. nach Ahrt der Grichen/ die für das Lateiner [aq]C[/aq] in denen Worten/ die sie von ihnen nehmen/ das k setzen/ wie in [griech.], [aq]Speculator. Marc. VI. v. 27[/aq]. [griech.], [aq]Centurio. Marc. XV. v. 39[/aq]. [griech.], [aq]custodia. Matth. XXVII. v. 16[/aq]. / Fundstelle
Seite: (332) [402]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich weiß gar wohl/ daß Hr. Buchner an Hn. Tscherningen gar schlecht von dem kk geurtheilet/ und die Worte Gott und Glükk/ welche die Alten Gôt und Glük geschrieben/ an_ [G: [aq]NB. de C absolutè[/aq].] führet/ auch zu letzt also schreibet: [aq]Qui[/aq] [hebr.] [aq]K geminant, exempla producant. Ego in vetustis uostrae gentis Scriptoribus nihil hactenus observavi hujusmodi[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich weiß gar wohl/ daß Hr. Buchner an Hn. Tscherningen gar schlecht von dem kk geurtheilet/ und die Worte Gott und Glükk/ welche die Alten Gôt und Glük geschrieben/ an_ [G: [aq]NB. de C absolutè[/aq].] führet/ auch zu letzt also schreibet: [aq]Qui[/aq] [hebr.] [aq]K geminant, exempla producant. Ego in vetustis uostrae gentis Scriptoribus nihil hactenus observavi hujusmodi[/aq]. / Fundstelle
Seite: (332) [402]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Joh. Claj[/aq]. in der Vorrede über seine Geistliche Höll- und Himmelfahrt. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Joh. Claj[/aq]. in der Vorrede über seine Geistliche Höll- und Himmelfahrt. / Fundstelle
Seite: (333) [403]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: als zer- [S] stükken/ [aq]Psal. 2. schikken/ Ps. 5. & 26. erschrokken/ Ps. 6. 9. & 18. lokken/ Ps. 13 Zukker/ Ps. 19. drukken/ Ps. 22. zukken/ Ps. 31. &c[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: als zer- [S] stükken/ [aq]Psal. 2. schikken/ Ps. 5. & 26. erschrokken/ Ps. 6. 9. & 18. lokken/ Ps. 13 Zukker/ Ps. 19. drukken/ Ps. 22. zukken/ Ps. 31. &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (333-334) [403-404]
 
Eigenschaft / Inspiration
Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist.
 
Eigenschaft / Inspiration: Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist. / Rang
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Eigenschaft / Inspiration: Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist. / Fundstelle
Seite: (298) [368]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
[aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen.
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen. / Rang
 
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]§. XI[/aq]. Die fremden Wörter/ so allbereit bey den Deutschen das Bürgerrecht erlanget/ und sicher können gebraucht werden/ sind entweder die Kunstwörter/ so nicht füglich können gedeutscht werden. In welchem Stükke der nie genug gepriesene Harsdorff und [aq]Schottelius[/aq] in ihren Schrifften ein grosses Kunststükk erwiesen haben. ([aq]Ut in republica tolerantur cives necessarii, quibus ejectis, vel seditio, vel aliud malum metuendum esset; ita peregrini feruntur termini[/aq]: sunt verba [aq]D. Dannhaueri, in Disput. de mal. Soph. sect. I. art. W[/aq].) Oder sie sind schon allen wohl bekant/ daß der Bauer so wohl als der Gelehrte weiß/ was dadurch angedeutet wird. Als: Cavallier/ Printz/ [G: [aq]vid. Cluver. Antiq. German. lib. I. c. 3[/aq].] Capitain/ Firmament/ Music/ Monarch/ Apostel/ Prophet/ Evangelium/ Catechismus/ Absolution/ Testament/ Prophet/ Sacrament/ Tempel/ Calender/ Religion/ Exempel/ und andere dergleichen. / Fundstelle
 
Seite: (276) [346]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Hie wird [aq]1[/aq]. auf das zu Jehna ausgegangene Tractätlein [von Martin Kempe, J.T.] [aq]De statu Armeniae Ecclesiastico & Politico tam pristino quàm hodierno[/Aq] [...] gesehen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Hie wird [aq]1[/aq]. auf das zu Jehna ausgegangene Tractätlein [von Martin Kempe, J.T.] [aq]De statu Armeniae Ecclesiastico & Politico tam pristino quàm hodierno[/Aq] [...] gesehen. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [36]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq](Duo antiquissimi Philosophi constituerunt, ad quae referrent reliqua, Deum & Poetam; alterius munus existimabant; quotidie agere, alterius: quotidie imitari: scribit Nobiliss. Dn. a Birken in monument. August. §. 33.)[/aq] / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq](Duo antiquissimi Philosophi constituerunt, ad quae referrent reliqua, Deum & Poetam; alterius munus existimabant; quotidie agere, alterius: quotidie imitari: scribit Nobiliss. Dn. a Birken in monument. August. §. 33.)[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (32) [102]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und [aq]Harsdorff[/aq]. in der Vorrede des Nathans und Jothams Berichten. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Und [aq]Harsdorff[/aq]. in der Vorrede des Nathans und Jothams Berichten. / Fundstelle
 
Seite: (35) [105]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: So gebrauchet er belobte Frantzösische Poet [aq]Bartas[/aq] in der andern Woche im Beruff das Wort [aq]Charge[/aq] zweymahl/ da er von den Pferden der Kriegsleute saget [...] / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: So gebrauchet er belobte Frantzösische Poet [aq]Bartas[/aq] in der andern Woche im Beruff das Wort [aq]Charge[/aq] zweymahl/ da er von den Pferden der Kriegsleute saget [...] / Fundstelle
 
Seite: (142) [212]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Hr. Caldenbach hat eine lobwürdige Arbeit gethan/ in dem er fast alle seine Grabgetichte/ nach Anleitung der Sprüche des Alten und Neuen Testaments/ künstlich ausgearbeitet/ welche zusammen in [aq]12[/aq]. zu Elbing [aq]Anno 1648[/aq]. gedrukkt worden. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Hr. Caldenbach hat eine lobwürdige Arbeit gethan/ in dem er fast alle seine Grabgetichte/ nach Anleitung der Sprüche des Alten und Neuen Testaments/ künstlich ausgearbeitet/ welche zusammen in [aq]12[/aq]. zu Elbing [aq]Anno 1648[/aq]. gedrukkt worden. / Fundstelle
 
Seite: (154) [224]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ein solches ist auch Werlet/ für Welt/ welches die alten Deutschen [G: [aq]id[/aq]. [[aq]Tscherning. p. 37. Bedenk[/aq].] [aq]p. 42[/aq].] Poeten/ Walther von der Vogelweid/ und Weihbekke/ der üm das Jahr Christi [aq]1153[/aq]. gelebt/ gebraucht/ und heute noch bey den Niederländern gehöret und gelesen wird. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Ein solches ist auch Werlet/ für Welt/ welches die alten Deutschen [G: [aq]id[/aq]. [[aq]Tscherning. p. 37. Bedenk[/aq].] [aq]p. 42[/aq].] Poeten/ Walther von der Vogelweid/ und Weihbekke/ der üm das Jahr Christi [aq]1153[/aq]. gelebt/ gebraucht/ und heute noch bey den Niederländern gehöret und gelesen wird. / Fundstelle
 
Seite: (273) [343]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist.
Eigenschaft / Autoritäten: Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Hiemit stimmet gar wohl überein/ was der hochgelehrte [aq]Buchnerus[/aq] im [aq]5. cap[/aq]. seines Wegweisers beybringet: [...] Dennoch ist es bey der Rede noch allezeit so beschaffen/ daß sie neben dem Volke hergehe/ und als von menschlicher Zunge fürbracht wäre; da hingegen der Poet weit ausstreicht/ sich als ein Adler in die Höhe schwingt/ die gemeine Ahrt zu reden weit hinter ihm lässt/ alles kühn/ bunter/ und frölicher setzt; alles was er fürbringt/ neu/ ungewohnt/ gleichsam als mit einer Majestät vermischet/ und mehr einem Göttlichen Ausspruch und Orakel/ als einer Menschenstimm gleich scheinet/ etc. Siehe auch Hn. Harsdorffs Trichter in der [aq]I[/aq]. Stunde [aq]§. V[/aq]. ¶ [aq]§. II[/aq]. Gleicher gestalt hat der grosse [aq]Plato[/aq] nicht ohne Ursach [aq]in jone[/aq] geschrieben: [hebr.] [aq]i. e. Poëtae à mellifluis fontibus, ex Musarum hortis, ac viridariis carmina decerpunt, quae nobis offerunt[/aq]. Die Poeten holen ihre Getichte von den honigfliessenden Brunnen aus den Lustgärten der Musen. Angesehen/ ihre Rede mit einer lieblichen Zierlichkeit beseelet ist. / Fundstelle
 
Seite: (298) [368]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: im [aq]2[/aq]. B. seiner Göttlichen [aq]Eneis[/aq] bemerket er des Meers Toben durch das oft wiederholete r. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: im [aq]2[/aq]. B. seiner Göttlichen [aq]Eneis[/aq] bemerket er des Meers Toben durch das oft wiederholete r. / Fundstelle
 
Seite: (311) [381]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ich weiß gar wohl/ daß Hr. Buchner an Hn. Tscherningen gar schlecht von dem kk geurtheilet/ und die Worte Gott und Glükk/ welche die Alten Gôt und Glük geschrieben/ an_ [G: [aq]NB. de C absolutè[/aq].] führet/ auch zu letzt also schreibet: [aq]Qui[/aq] [hebr.] [aq]K geminant, exempla producant. Ego in vetustis uostrae gentis Scriptoribus nihil hactenus observavi hujusmodi[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Ich weiß gar wohl/ daß Hr. Buchner an Hn. Tscherningen gar schlecht von dem kk geurtheilet/ und die Worte Gott und Glükk/ welche die Alten Gôt und Glük geschrieben/ an_ [G: [aq]NB. de C absolutè[/aq].] führet/ auch zu letzt also schreibet: [aq]Qui[/aq] [hebr.] [aq]K geminant, exempla producant. Ego in vetustis uostrae gentis Scriptoribus nihil hactenus observavi hujusmodi[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (332) [402]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Joh. Claj[/aq]. in der Vorrede über seine Geistliche Höll- und Himmelfahrt. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Joh. Claj[/aq]. in der Vorrede über seine Geistliche Höll- und Himmelfahrt. / Fundstelle
 
Seite: (333) [403]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: als zer- [S] stükken/ [aq]Psal. 2. schikken/ Ps. 5. & 26. erschrokken/ Ps. 6. 9. & 18. lokken/ Ps. 13 Zukker/ Ps. 19. drukken/ Ps. 22. zukken/ Ps. 31. &c[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: als zer- [S] stükken/ [aq]Psal. 2. schikken/ Ps. 5. & 26. erschrokken/ Ps. 6. 9. & 18. lokken/ Ps. 13 Zukker/ Ps. 19. drukken/ Ps. 22. zukken/ Ps. 31. &c[/aq]. / Fundstelle
 
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