Alte Version von „Item:Q107“ wiederherstellen

Warnung: Du bist nicht angemeldet. Deine IP-Adresse wird öffentlich sichtbar sein, falls du Bearbeitungen durchführst. Wenn du dich anmeldest oder ein Benutzerkonto erstellst, werden neben anderen Vorteilen deine Bearbeitungen einem Benutzernamen zugeordnet.

Aktuelle Version
Dein Text
Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Zesen, Philipp von (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Philipp von Zesen. Wissen, Sprache, Literatur. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Philipp von Zesen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Zesens Bedeutung für die Entwicklungsgeschichte der Poetik im 17. Jahrhundert. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Philipp von Zesen. Ein Studienbuch in drei Bänden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Ao! Dem Hoch Edlen/ Gestrengen und Vesten Herren/ Herrn Lazarus Kittelman [...] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Ao! Dem Hoch Edlen/ Gestrengen und Vesten Herren/ Herrn Lazarus Kittelman [...] / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [5-6]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Geneugter Leser. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Geneugter Leser. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [7-9]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wohlriechenden abgegangenes Schreiben an den Färtig-Wohlsetzenden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Des Wohlriechenden abgegangenes Schreiben an den Färtig-Wohlsetzenden. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [9-14]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq]Magnifico[/aq] [...] [aq]D. PHILIPPO CAESIO à ZESEN[/aq] [...] [aq]COLORATUS[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: [aq]Magnifico[/aq] [...] [aq]D. PHILIPPO CAESIO à ZESEN[/aq] [...] [aq]COLORATUS[/aq]. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [14]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Was wunderstu dich viel/ Hochedler Herr von Zesen/ [...] Malachias Siebenhaar/ [...] Der Siebenfältige. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Was wunderstu dich viel/ Hochedler Herr von Zesen/ [...] Malachias Siebenhaar/ [...] Der Siebenfältige. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [15]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Großtähtigen und Hoch Edlen Färtig-Wohlsetzenden. [...] Friedrich Kahlenus/ [...] der Weisende. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Großtähtigen und Hoch Edlen Färtig-Wohlsetzenden. [...] Friedrich Kahlenus/ [...] der Weisende. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [16]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche erster tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche erster tag. / Fundstelle
Seite: (1-4) [17-20]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche Von der Hochdeutschen Dichtkunst; und was vor ein unterscheid zwischen Pritschmeister oder Reimenschmid/ Reimer/ Reimdichter/ Dichter/ und Dichtmeister sei. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche Von der Hochdeutschen Dichtkunst; und was vor ein unterscheid zwischen Pritschmeister oder Reimenschmid/ Reimer/ Reimdichter/ Dichter/ und Dichtmeister sei. / Fundstelle
Seite: (4-22) [20-38]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche zweiter tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche zweiter tag. / Fundstelle
Seite: (23-27) [39-43]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ die im verfassen der Gedichte begangen werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ die im verfassen der Gedichte begangen werden. / Fundstelle
Seite: (28-41) [44-57]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche dritter tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche dritter tag. / Fundstelle
Seite: (42-43) [58-59]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte zu beobachten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte zu beobachten. / Fundstelle
Seite: (43-61) [59-77]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche vieder tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche vieder tag. / Fundstelle
Seite: (61-63) [77-79]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonst zu beobachten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonst zu beobachten. / Fundstelle
Seite: (63-81) [79-97]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche fünfter tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche fünfter tag. / Fundstelle
Seite: (81) [97]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Zusammensprache/ von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonst zu beobachten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Zusammensprache/ von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonst zu beobachten. / Fundstelle
Seite: (82-94) [98-110]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche sechster tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche sechster tag. / Fundstelle
Seite: (95) [111]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonsten/ zu beobachten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonsten/ zu beobachten. / Fundstelle
Seite: (96-112) [112-128]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche siebender tag. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Der zweiten Rosenwoche siebender tag. / Fundstelle
Seite: (112-113) [128-129]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonsten/ zu beobachten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Gespräche von etlichen fehlern/ und andern dingen/ die im verfassen und verbessern der Gedichte/ auch sonsten/ zu beobachten. / Fundstelle
Seite: (113-123) [129-139]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Zu des Weltberühmten Herren/ H. Filips von Zesen/ [...] Helikonischen Hechel. [...] [S] [...] V. Ruhl / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Zu des Weltberühmten Herren/ H. Filips von Zesen/ [...] Helikonischen Hechel. [...] [S] [...] V. Ruhl / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [140-141]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Dem Hochfürtreflichen Geist- und Sin-reichen Herren/ Herrn Filip von Zesen uam. [...] Gottfried Heis / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Dem Hochfürtreflichen Geist- und Sin-reichen Herren/ Herrn Filip von Zesen uam. [...] Gottfried Heis / Fundstelle
Seite: (unpag.) [142]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Hoch Edlen Herrn/ H. Filip von Zesen/ [...] [S] [...] H. F. V. [?] H. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: An den Hoch Edlen Herrn/ H. Filip von Zesen/ [...] [S] [...] H. F. V. [?] H. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [143-144]
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Die Drukfehler/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Kapitelüberschriften: Die Drukfehler/ / Fundstelle
Seite: (unpag.) [144]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Liebhold. Meine höchstgeehrte Jungfrau saget wohl recht/ daß die göttliche Dichtkunst die höchste zier eines gelehrten Jünglinges sei. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: Liebhold. Meine höchstgeehrte Jungfrau saget wohl recht/ daß die göttliche Dichtkunst die höchste zier eines gelehrten Jünglinges sei. / Fundstelle
Seite: (5) [21]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [M., J.T.] Dan wil ein Dichtmeister von Geist-und Göttlichen sachen schreiben; so mus er ein Gottsgelehrter sein. Wil oder sol er/ durch seine feder/ etwan die Rechte/ und derselben an-[S]hang / die Stahtsgeschäfte/ nur ein wenig berühren/ wie oft fürfället/ wan eine Rechts- oder Stahtssache sol erörtert werden; so mus ihm des zweifachen Rechtes heiligtuhm samt der Stahtskunde/ wohl bekant sein. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: [M., J.T.] Dan wil ein Dichtmeister von Geist-und Göttlichen sachen schreiben; so mus er ein Gottsgelehrter sein. Wil oder sol er/ durch seine feder/ etwan die Rechte/ und derselben an-[S]hang / die Stahtsgeschäfte/ nur ein wenig berühren/ wie oft fürfället/ wan eine Rechts- oder Stahtssache sol erörtert werden; so mus ihm des zweifachen Rechtes heiligtuhm samt der Stahtskunde/ wohl bekant sein. / Fundstelle
Seite: (5-6) [21-22]
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: M. Ich wil auch ihnen ihre freiheit nicht misgönnen/ viel weniger entwenden: aber wan sie solcher [S] misbrauchen/ und ihre untugenden damit guht machen wollen; so seind sie fürwahr unwürdig/ daß ihnen der Himmel das hohe heilige recht gleichsam ausgeantwortet/ von allen sterblichen/ ja von den Göttern der Erde selbst/ guhtes und böses/ tugend und untugend der nachwelt zu vermelden / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Dichtung/Theologie: M. Ich wil auch ihnen ihre freiheit nicht misgönnen/ viel weniger entwenden: aber wan sie solcher [S] misbrauchen/ und ihre untugenden damit guht machen wollen; so seind sie fürwahr unwürdig/ daß ihnen der Himmel das hohe heilige recht gleichsam ausgeantwortet/ von allen sterblichen/ ja von den Göttern der Erde selbst/ guhtes und böses/ tugend und untugend der nachwelt zu vermelden / Fundstelle
Seite: (15-16) [31-32]
 
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [M., J.T.] An stat Venus oder Vene/ hat mir das wort Fräue/ welche alle beide der Vorsteherin oder Alsgöttin der Lieber und fräuerei nahmen seind/ wiewohl einer so wohl als der andere (a) deutsch ist/ mehr gefallen wollen; weil der nahme Venus/ durch alzu gäule dichtereien und erzehlungen der Heiden von einer übel-berufenen Königin dieses nahmens/ uns Kristen so gar verhast und verdächtig gemacht worden/ daß auch fast keine ehrliche Jungfrau mehr mit ihrer schönheit wil verglichen werden; wie eine zeither bei etlichen ist üblich gewesen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [M., J.T.] An stat Venus oder Vene/ hat mir das wort Fräue/ welche alle beide der Vorsteherin oder Alsgöttin der Lieber und fräuerei nahmen seind/ wiewohl einer so wohl als der andere (a) deutsch ist/ mehr gefallen wollen; weil der nahme Venus/ durch alzu gäule dichtereien und erzehlungen der Heiden von einer übel-berufenen Königin dieses nahmens/ uns Kristen so gar verhast und verdächtig gemacht worden/ daß auch fast keine ehrliche Jungfrau mehr mit ihrer schönheit wil verglichen werden; wie eine zeither bei etlichen ist üblich gewesen. / Fundstelle
Seite: (53) [69]
 
Eigenschaft / Mythenkritik
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [M., J.T.] Hinter ihm stunden drei nakte Jungfrauen oder Mägde mit geflochtenen ärmen/ und abgewendeten angesichtern. Diese reichten einander einen güldnen apfel zu/ und waren fast eben auf die ahrt gebildet/ wie uns sonsten die Heidnischen Dichtmeister die Alsgöttinnen der freundligkeit und hude beschrieben: / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [M., J.T.] Hinter ihm stunden drei nakte Jungfrauen oder Mägde mit geflochtenen ärmen/ und abgewendeten angesichtern. Diese reichten einander einen güldnen apfel zu/ und waren fast eben auf die ahrt gebildet/ wie uns sonsten die Heidnischen Dichtmeister die Alsgöttinnen der freundligkeit und hude beschrieben: / Fundstelle
Seite: (55) [71]
 
Eigenschaft / Mythenkritik
[M., J.T.] Es [S] könte auch heissen frohe/ oder freudenblikke. Das dritte/ weil das abgöttische/ läppische/ und heidnische flikwort/ Kloto/ die Hölhure/ darinnen stehet/ hab' ich gantz geändert. ¶ D. Warüm wil Er dan das dichterische wort Kloto so gar verwerfen? ¶ M. Es ist auch verwerfenswürdig. Dan was haben wir Kristen mit den heidnischen abgöttischen nahmen zu tuhn. Wir können ja ohne sie zierlich und dichterisch genug reden/ und aus dem wesen der dinge/ uns auch eigene dichterische lehrgeschichte/ oder lehrdichtereien/ die kristlicher seind/ als jene/ selbsten erfinden/ ja den kräften der Natur aus unserer muttersprache selbst nahmen zueignen/ also/ daß wir uns mit den ihrigen nicht beschmützen/ oder verdächtig machen dürfen; wie im Hochdeutschen Helikon weitleuftig zu lesen. Aber wan man diese aus unserer kristlichen Dichterei verwerfen wolte/ wie würden alsdan die armen Reimenschmiede zu rechte kommen? die anders keine erfündungen haben können/ wo sie dieselben nicht daher nehmen/ und vom Apollo/ vom Jupiter/ von der Venus/ Juno/ Bellone/ Pallas/ und dergleichen tausend flikkereien und klikkereien treumen und sudeln/ ja solch einen kunterbunten lappenbeltz zusammenschmieren/ der tausendmahl närrischer als Klausens rok. O! der elenden sudler und hudler! Wan sie ihre Gedichte nicht besser zieren können/ als mit solchen ertzbuben/ und ertzhuhren/ wie sie die Heidnischen Dichter selbst beschreiben; so möchten sie ihr dichteln lieber gantz bleiben laßen. Aber das ohr jükt der jungen welt gemeiniglich nur nach fremden dingen; indem es so ungesund ist/ daß sie nicht höhren kan/ [S] wie übel es lautet/ wan ein solches flikwerk aus der Heidenschaft in der Kristen Gedichte mit eingeschoben wird. ¶ D. Aber warüm hat dan Flämming solches getahn/ den Er sonst vor den allerfürtrefflichsten Dichtmeister zu halten pfleget? ¶ M. Hette Er dieses vermieden/ so were seines gleichen nicht/ und würde auch vielleicht seines gleichen nimmermehr kommen. Gleichwohl hat er sich dessen/ wie jung er auch gewesen/ dan er ist im ein und dreissigsten jahre seines alters gestorben/ auf die letzte weit mehr entzogen/ als im anfange; da ihn seine noch unerfahrne jugend verführet. Ja wan er hette leben sollen/ als seine Dichterein durch öffentlichen druk zu lichte gebracht worden; so würden sie ohne zweifel gantz aus andern augen sehen/ und von ihrer härtigkeit/ und den heidnischen redensahrten gnugsam gereiniget und geleutert sein. Ich selbst habe dergleichen redesahrten in meiner jugend zu weilen auch aus der feder schlüpfen laßen/ und eben auch/ wie andere junge leute/ in meine Gedichte manche Venusen/ Bellonen/ Minerven/ Marsen/ Plutonen und dergleichen götzenwerk mit eingeflikt: aber als ich zu gesünderem verstande zu kommen begunte/ da spiehe ich/ mit dem Hocherleuchteten Gerharden/ die kützlichte jugend an/ und änderte meine Gedichte gantz/ warf das heidnische lumpenwerk/ als einen nichts würdigen schaum/ heraus/ und beflis mich kristlicher zu schreiben.
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [M., J.T.] Es [S] könte auch heissen frohe/ oder freudenblikke. Das dritte/ weil das abgöttische/ läppische/ und heidnische flikwort/ Kloto/ die Hölhure/ darinnen stehet/ hab' ich gantz geändert. ¶ D. Warüm wil Er dan das dichterische wort Kloto so gar verwerfen? ¶ M. Es ist auch verwerfenswürdig. Dan was haben wir Kristen mit den heidnischen abgöttischen nahmen zu tuhn. Wir können ja ohne sie zierlich und dichterisch genug reden/ und aus dem wesen der dinge/ uns auch eigene dichterische lehrgeschichte/ oder lehrdichtereien/ die kristlicher seind/ als jene/ selbsten erfinden/ ja den kräften der Natur aus unserer muttersprache selbst nahmen zueignen/ also/ daß wir uns mit den ihrigen nicht beschmützen/ oder verdächtig machen dürfen; wie im Hochdeutschen Helikon weitleuftig zu lesen. Aber wan man diese aus unserer kristlichen Dichterei verwerfen wolte/ wie würden alsdan die armen Reimenschmiede zu rechte kommen? die anders keine erfündungen haben können/ wo sie dieselben nicht daher nehmen/ und vom Apollo/ vom Jupiter/ von der Venus/ Juno/ Bellone/ Pallas/ und dergleichen tausend flikkereien und klikkereien treumen und sudeln/ ja solch einen kunterbunten lappenbeltz zusammenschmieren/ der tausendmahl närrischer als Klausens rok. O! der elenden sudler und hudler! Wan sie ihre Gedichte nicht besser zieren können/ als mit solchen ertzbuben/ und ertzhuhren/ wie sie die Heidnischen Dichter selbst beschreiben; so möchten sie ihr dichteln lieber gantz bleiben laßen. Aber das ohr jükt der jungen welt gemeiniglich nur nach fremden dingen; indem es so ungesund ist/ daß sie nicht höhren kan/ [S] wie übel es lautet/ wan ein solches flikwerk aus der Heidenschaft in der Kristen Gedichte mit eingeschoben wird. ¶ D. Aber warüm hat dan Flämming solches getahn/ den Er sonst vor den allerfürtrefflichsten Dichtmeister zu halten pfleget? ¶ M. Hette Er dieses vermieden/ so were seines gleichen nicht/ und würde auch vielleicht seines gleichen nimmermehr kommen. Gleichwohl hat er sich dessen/ wie jung er auch gewesen/ dan er ist im ein und dreissigsten jahre seines alters gestorben/ auf die letzte weit mehr entzogen/ als im anfange; da ihn seine noch unerfahrne jugend verführet. Ja wan er hette leben sollen/ als seine Dichterein durch öffentlichen druk zu lichte gebracht worden; so würden sie ohne zweifel gantz aus andern augen sehen/ und von ihrer härtigkeit/ und den heidnischen redensahrten gnugsam gereiniget und geleutert sein. Ich selbst habe dergleichen redesahrten in meiner jugend zu weilen auch aus der feder schlüpfen laßen/ und eben auch/ wie andere junge leute/ in meine Gedichte manche Venusen/ Bellonen/ Minerven/ Marsen/ Plutonen und dergleichen götzenwerk mit eingeflikt: aber als ich zu gesünderem verstande zu kommen begunte/ da spiehe ich/ mit dem Hocherleuchteten Gerharden/ die kützlichte jugend an/ und änderte meine Gedichte gantz/ warf das heidnische lumpenwerk/ als einen nichts würdigen schaum/ heraus/ und beflis mich kristlicher zu schreiben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Mythenkritik: [M., J.T.] Es [S] könte auch heissen frohe/ oder freudenblikke. Das dritte/ weil das abgöttische/ läppische/ und heidnische flikwort/ Kloto/ die Hölhure/ darinnen stehet/ hab' ich gantz geändert. ¶ D. Warüm wil Er dan das dichterische wort Kloto so gar verwerfen? ¶ M. Es ist auch verwerfenswürdig. Dan was haben wir Kristen mit den heidnischen abgöttischen nahmen zu tuhn. Wir können ja ohne sie zierlich und dichterisch genug reden/ und aus dem wesen der dinge/ uns auch eigene dichterische lehrgeschichte/ oder lehrdichtereien/ die kristlicher seind/ als jene/ selbsten erfinden/ ja den kräften der Natur aus unserer muttersprache selbst nahmen zueignen/ also/ daß wir uns mit den ihrigen nicht beschmützen/ oder verdächtig machen dürfen; wie im Hochdeutschen Helikon weitleuftig zu lesen. Aber wan man diese aus unserer kristlichen Dichterei verwerfen wolte/ wie würden alsdan die armen Reimenschmiede zu rechte kommen? die anders keine erfündungen haben können/ wo sie dieselben nicht daher nehmen/ und vom Apollo/ vom Jupiter/ von der Venus/ Juno/ Bellone/ Pallas/ und dergleichen tausend flikkereien und klikkereien treumen und sudeln/ ja solch einen kunterbunten lappenbeltz zusammenschmieren/ der tausendmahl närrischer als Klausens rok. O! der elenden sudler und hudler! Wan sie ihre Gedichte nicht besser zieren können/ als mit solchen ertzbuben/ und ertzhuhren/ wie sie die Heidnischen Dichter selbst beschreiben; so möchten sie ihr dichteln lieber gantz bleiben laßen. Aber das ohr jükt der jungen welt gemeiniglich nur nach fremden dingen; indem es so ungesund ist/ daß sie nicht höhren kan/ [S] wie übel es lautet/ wan ein solches flikwerk aus der Heidenschaft in der Kristen Gedichte mit eingeschoben wird. ¶ D. Aber warüm hat dan Flämming solches getahn/ den Er sonst vor den allerfürtrefflichsten Dichtmeister zu halten pfleget? ¶ M. Hette Er dieses vermieden/ so were seines gleichen nicht/ und würde auch vielleicht seines gleichen nimmermehr kommen. Gleichwohl hat er sich dessen/ wie jung er auch gewesen/ dan er ist im ein und dreissigsten jahre seines alters gestorben/ auf die letzte weit mehr entzogen/ als im anfange; da ihn seine noch unerfahrne jugend verführet. Ja wan er hette leben sollen/ als seine Dichterein durch öffentlichen druk zu lichte gebracht worden; so würden sie ohne zweifel gantz aus andern augen sehen/ und von ihrer härtigkeit/ und den heidnischen redensahrten gnugsam gereiniget und geleutert sein. Ich selbst habe dergleichen redesahrten in meiner jugend zu weilen auch aus der feder schlüpfen laßen/ und eben auch/ wie andere junge leute/ in meine Gedichte manche Venusen/ Bellonen/ Minerven/ Marsen/ Plutonen und dergleichen götzenwerk mit eingeflikt: aber als ich zu gesünderem verstande zu kommen begunte/ da spiehe ich/ mit dem Hocherleuchteten Gerharden/ die kützlichte jugend an/ und änderte meine Gedichte gantz/ warf das heidnische lumpenwerk/ als einen nichts würdigen schaum/ heraus/ und beflis mich kristlicher zu schreiben. / Fundstelle
Seite: (118-120) [134-136]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [ROsemund, J.T.:] Ach! wie glüklich ist die seelige Laure/ indem sie noch vor ihrem tode so einen geschikten Dichtmeister gefunden: welcher ihre hohe himmelstugend/ nicht allein bei ihrem leben ein [S] und zwanzig/ und nach ihrem tode zehen jahr/ geliebet; sondern auch/ üm solcher ihrer vereinbahrten treuen Liebe willen/ dem unvergänglichen buche der ewigkeit einverleibet / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [ROsemund, J.T.:] Ach! wie glüklich ist die seelige Laure/ indem sie noch vor ihrem tode so einen geschikten Dichtmeister gefunden: welcher ihre hohe himmelstugend/ nicht allein bei ihrem leben ein [S] und zwanzig/ und nach ihrem tode zehen jahr/ geliebet; sondern auch/ üm solcher ihrer vereinbahrten treuen Liebe willen/ dem unvergänglichen buche der ewigkeit einverleibet / Fundstelle
Seite: (4-5) [20-21]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Und es bleibet doch ewig darbei/ daß nüchterne gedanken heiliger/ volkommener/ weiser/ und unsträflicher seind/ als trunkene. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Und es bleibet doch ewig darbei/ daß nüchterne gedanken heiliger/ volkommener/ weiser/ und unsträflicher seind/ als trunkene. / Fundstelle
Seite: (15) [31]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Jedoch wolte ich darbei bedungen haben/ daß ein solcher Nahme nur den volkomnesten Meistern der Dichtkunst zugeeignet werde: den andern aber/ die mit ihrem lappen- und lumpen-werke bei allen begräbnüssen/ hochzeiten/ kindertauffen/ gebuhrts- und nahmens-tagen/ mit des Ertzvaters Abrahams groß knechte/ dem hohen adel der Dichtkunst zum höchsten nachteile/ betteln lauffen als auch denen/ derer Reime nach des ersten Egiptischen Königes tantze so anmuhtig klingen/ daß seine gemahlin/ die liebliche Vene/ wan sie noch lebete/ ohren und augen verstopfen würde / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Jedoch wolte ich darbei bedungen haben/ daß ein solcher Nahme nur den volkomnesten Meistern der Dichtkunst zugeeignet werde: den andern aber/ die mit ihrem lappen- und lumpen-werke bei allen begräbnüssen/ hochzeiten/ kindertauffen/ gebuhrts- und nahmens-tagen/ mit des Ertzvaters Abrahams groß knechte/ dem hohen adel der Dichtkunst zum höchsten nachteile/ betteln lauffen als auch denen/ derer Reime nach des ersten Egiptischen Königes tantze so anmuhtig klingen/ daß seine gemahlin/ die liebliche Vene/ wan sie noch lebete/ ohren und augen verstopfen würde / Fundstelle
Seite: (20) [36]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wan sterbliche bei irdischen geschöpfen iedmahls eine götliche weisheit vernommen/ ein Englisches wesen verspühret/ eine himlische gestalt geschauet/ eine überirdische schönheit erblikket/ und solches auch wohl alles zusammen/ und auf eine zeit bei einem Erdenkinde; so ist es doch schweerlich so gewis und so volkommen/ als alhier bei unserer Schönen/ an diesem zehenden Rosentage/ noch niemahls geschehen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Wan sterbliche bei irdischen geschöpfen iedmahls eine götliche weisheit vernommen/ ein Englisches wesen verspühret/ eine himlische gestalt geschauet/ eine überirdische schönheit erblikket/ und solches auch wohl alles zusammen/ und auf eine zeit bei einem Erdenkinde; so ist es doch schweerlich so gewis und so volkommen/ als alhier bei unserer Schönen/ an diesem zehenden Rosentage/ noch niemahls geschehen. / Fundstelle
Seite: (42) [58]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ob es ein mans- oder weibes-bild sei/ konte er nicht erkennen. Das angesicht war überaus schön gebildet/ weis wie der schnee/ mit einer anmuhtigen röhte vermischet: über die achseln/ die halb entblößet/ flog ein sehr schönes goldgefärbtes haar/ dadurch ein so liebliches Englisches wesen herfürblikte. Die kleidung befand sich eben also/ wie sonst die mahlerkunst die tracht der Engel [S] zu bilden pfleget/ lang und weis. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ob es ein mans- oder weibes-bild sei/ konte er nicht erkennen. Das angesicht war überaus schön gebildet/ weis wie der schnee/ mit einer anmuhtigen röhte vermischet: über die achseln/ die halb entblößet/ flog ein sehr schönes goldgefärbtes haar/ dadurch ein so liebliches Englisches wesen herfürblikte. Die kleidung befand sich eben also/ wie sonst die mahlerkunst die tracht der Engel [S] zu bilden pfleget/ lang und weis. / Fundstelle
Seite: (61-62) [77-78]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dis hohe fest/ ist auch zu hoch gesprochen von menschlichen fest- oder gebuhrts-tagen/ und kömt den Götlichen allein zu. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dis hohe fest/ ist auch zu hoch gesprochen von menschlichen fest- oder gebuhrts-tagen/ und kömt den Götlichen allein zu. / Fundstelle
Seite: (68) [84]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: vom zwitschern und gleissen: bergpech/ d.i. kamfer damit/ nach Gottes befehle/ des Noe kasten/ und Moses papiernes schilfkästlein verpicht gewesen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: vom zwitschern und gleissen: bergpech/ d.i. kamfer damit/ nach Gottes befehle/ des Noe kasten/ und Moses papiernes schilfkästlein verpicht gewesen / Fundstelle
Seite: (72) [88]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Deuwille [(a) = d.i. [aq]Sibylla[/aq], vom alten Griechischen [griech.], d.i. [griech.], und [griech.]: welches so viel als unser Deuwille (daraus das hartklingende t/ des wohllautes wegen/ weggeworfen) d.i. Gottes wille/ heisset.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Deuwille [(a) = d.i. [aq]Sibylla[/aq], vom alten Griechischen [griech.], d.i. [griech.], und [griech.]: welches so viel als unser Deuwille (daraus das hartklingende t/ des wohllautes wegen/ weggeworfen) d.i. Gottes wille/ heisset.] / Fundstelle
Seite: (80) [96]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Die Bluhtpfennige/ dafür Judas unsern Heiland verrahten/ nennet der Heilverkündiger in der grundsprache auch [griech.]; die wohl arg genug gewesen. Der seelige Luhter giebt es nach dem buchstablichem verstande Silberlinge / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Die Bluhtpfennige/ dafür Judas unsern Heiland verrahten/ nennet der Heilverkündiger in der grundsprache auch [griech.]; die wohl arg genug gewesen. Der seelige Luhter giebt es nach dem buchstablichem verstande Silberlinge / Fundstelle
Seite: (86) [102]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] NAch volendeten diesen reden/ gelangten sie ans land/ und besuchten/ mit noch andern fremden/ die schon des vorigen abendes daselbsten angelanget/ das GOtteshaus. Von hier/ so bald sie ihren Gottesdienst verrichtet/ begab sich die gantze geselschaft in das nähstgelegene würtshaus / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] NAch volendeten diesen reden/ gelangten sie ans land/ und besuchten/ mit noch andern fremden/ die schon des vorigen abendes daselbsten angelanget/ das GOtteshaus. Von hier/ so bald sie ihren Gottesdienst verrichtet/ begab sich die gantze geselschaft in das nähstgelegene würtshaus / Fundstelle
Seite: (122) [138]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Dan wil ein Dichtmeister von Geist-und Göttlichen sachen schreiben; so mus er ein Gottsgelehrter sein. Wil oder sol er/ durch seine feder/ etwan die Rechte/ und derselben an-[S]hang / die Stahtsgeschäfte/ nur ein wenig berühren/ wie oft fürfället/ wan eine Rechts- oder Stahtssache sol erörtert werden; so mus ihm des zweifachen Rechtes heiligtuhm samt der Stahtskunde/ wohl bekant sein. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Dan wil ein Dichtmeister von Geist-und Göttlichen sachen schreiben; so mus er ein Gottsgelehrter sein. Wil oder sol er/ durch seine feder/ etwan die Rechte/ und derselben an-[S]hang / die Stahtsgeschäfte/ nur ein wenig berühren/ wie oft fürfället/ wan eine Rechts- oder Stahtssache sol erörtert werden; so mus ihm des zweifachen Rechtes heiligtuhm samt der Stahtskunde/ wohl bekant sein. / Fundstelle
Seite: (5-6) [21-22]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: M. Es ist eben dieselbe Stadt an der Elbe/ die noch itzund Magdeburg heisset: da üm die zeit der gebuhrt unsers Heilandes der Röhmische Feldherr Drusus Nero/ und nicht sein sohn/ Drusus der Deutsche/ (a) wie etliche wollen/ das Bild und Heiligtuhm der Vene oder Feine gestiftet; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: M. Es ist eben dieselbe Stadt an der Elbe/ die noch itzund Magdeburg heisset: da üm die zeit der gebuhrt unsers Heilandes der Röhmische Feldherr Drusus Nero/ und nicht sein sohn/ Drusus der Deutsche/ (a) wie etliche wollen/ das Bild und Heiligtuhm der Vene oder Feine gestiftet; / Fundstelle
Seite: (54) [70]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Nun ist ja S. oder J. Durchl. lange so ein hohes wort nicht/ als Hoheit: welches das allerhöchste in unserer gantzen sprache/ und keinem andern/ als dem allerhöchsten GOTTE/ der sich so hoch gesetzet hat/ und schauet auf das niedrige im Himmel und auf erden/ und dan seinen Stathaltern hienieden/ als den höchsten irdischen Göttern/ den Weltherren/ Keisern/ Ertzkönigen/ Großkönigen/ Großherren/ Großfürsten/ Königen/ udg. zukomt. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [M., J.T.] Nun ist ja S. oder J. Durchl. lange so ein hohes wort nicht/ als Hoheit: welches das allerhöchste in unserer gantzen sprache/ und keinem andern/ als dem allerhöchsten GOTTE/ der sich so hoch gesetzet hat/ und schauet auf das niedrige im Himmel und auf erden/ und dan seinen Stathaltern hienieden/ als den höchsten irdischen Göttern/ den Weltherren/ Keisern/ Ertzkönigen/ Großkönigen/ Großherren/ Großfürsten/ Königen/ udg. zukomt. / Fundstelle
Seite: (49) [65]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: D. Mein Herr geruhe günstig und im besten zu vermerken/ daß ich wider seine kluge gedanken den Niederländern das wort rede/ und bejahen darf/ daß sie recht getahn/ wan sie ihren Fürsten S. Hoheit genennet; weil er das höchste Heupt bei Ihnen/ sein eigner Herr ist/ und keinen andern/ als GOTT im Himmel/ über sich erkennet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: D. Mein Herr geruhe günstig und im besten zu vermerken/ daß ich wider seine kluge gedanken den Niederländern das wort rede/ und bejahen darf/ daß sie recht getahn/ wan sie ihren Fürsten S. Hoheit genennet; weil er das höchste Heupt bei Ihnen/ sein eigner Herr ist/ und keinen andern/ als GOTT im Himmel/ über sich erkennet. / Fundstelle
Seite: (49) [65]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Itzund war eben die sonne aufgegangen/ als sich Mahrhold aus seiner nachtruhe erhub/ diesem des HERrn ruhetage sein recht zu tuhn/ und dem Höchsten der Götter/ durch etliche andachten/ seine gebühr zu erweisen/ ehe sein Deutschlieb ihn abforderte: welcher mit ihm hinüber ins Wasserland/ zur kirche/ zu fahren versprochen. Und so hatte er kaum ein stündlein mit lesen verschlossen/ als sich sein Hertzensfreund schon einstellete. Weil es aber in etwas zu früh war/ auch die wasserbeume noch nicht eröfnet/ ergetzten sie sich beiderseits noch eine guhteweile mit lesen der h. Schrift; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Itzund war eben die sonne aufgegangen/ als sich Mahrhold aus seiner nachtruhe erhub/ diesem des HERrn ruhetage sein recht zu tuhn/ und dem Höchsten der Götter/ durch etliche andachten/ seine gebühr zu erweisen/ ehe sein Deutschlieb ihn abforderte: welcher mit ihm hinüber ins Wasserland/ zur kirche/ zu fahren versprochen. Und so hatte er kaum ein stündlein mit lesen verschlossen/ als sich sein Hertzensfreund schon einstellete. Weil es aber in etwas zu früh war/ auch die wasserbeume noch nicht eröfnet/ ergetzten sie sich beiderseits noch eine guhteweile mit lesen der h. Schrift; / Fundstelle
Seite: (112) [128]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Ich versichere Ihn/ daß Er tausend guhte redliche Leute bei uns finden wird/ die zweier oder dreier Neidhämmel boßheit/ die sich wider seinen hertzlich guhtgemeinten fleis rüsten und brüsten/ in die hölle verdammen. Einer Seiner boßhaftigsten Verleumder/ denen Er doch nichts anders getahn/ als daß Er/ durch Seine himlische Tugend und Göttliche gaben/ in erhöbung unserer Heldensprache aus ihrem schlamme/ das natterngift ihrer lästerzungen erreget/ mus itzund vor seine boßheit/ an Seiner un-[S]schuld bewiesen/ mehr als genug büßen/ nam. Er kan wohl errahten/ wen ich meine. Nun er stehet schon vor Gottes Gerichte/ und mein Herr hat sich seinet wegen nichts mehr zu bekümmern. Besser ist es/ daß er hier zeitlich/ als dort ewig leidet: welches fürwahr eine sonderliche gnade Gottes ist/ die ihn zur buße lokket. [Der Wohlriechende, J.T.]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich versichere Ihn/ daß Er tausend guhte redliche Leute bei uns finden wird/ die zweier oder dreier Neidhämmel boßheit/ die sich wider seinen hertzlich guhtgemeinten fleis rüsten und brüsten/ in die hölle verdammen. Einer Seiner boßhaftigsten Verleumder/ denen Er doch nichts anders getahn/ als daß Er/ durch Seine himlische Tugend und Göttliche gaben/ in erhöbung unserer Heldensprache aus ihrem schlamme/ das natterngift ihrer lästerzungen erreget/ mus itzund vor seine boßheit/ an Seiner un-[S]schuld bewiesen/ mehr als genug büßen/ nam. Er kan wohl errahten/ wen ich meine. Nun er stehet schon vor Gottes Gerichte/ und mein Herr hat sich seinet wegen nichts mehr zu bekümmern. Besser ist es/ daß er hier zeitlich/ als dort ewig leidet: welches fürwahr eine sonderliche gnade Gottes ist/ die ihn zur buße lokket. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich versichere Ihn/ daß Er tausend guhte redliche Leute bei uns finden wird/ die zweier oder dreier Neidhämmel boßheit/ die sich wider seinen hertzlich guhtgemeinten fleis rüsten und brüsten/ in die hölle verdammen. Einer Seiner boßhaftigsten Verleumder/ denen Er doch nichts anders getahn/ als daß Er/ durch Seine himlische Tugend und Göttliche gaben/ in erhöbung unserer Heldensprache aus ihrem schlamme/ das natterngift ihrer lästerzungen erreget/ mus itzund vor seine boßheit/ an Seiner un-[S]schuld bewiesen/ mehr als genug büßen/ nam. Er kan wohl errahten/ wen ich meine. Nun er stehet schon vor Gottes Gerichte/ und mein Herr hat sich seinet wegen nichts mehr zu bekümmern. Besser ist es/ daß er hier zeitlich/ als dort ewig leidet: welches fürwahr eine sonderliche gnade Gottes ist/ die ihn zur buße lokket. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [10-11]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es were sünde/ wan man könte/ und es unterliesse/ ja die gaben des Götlichen lichtes also unter den scheffel stekte. Was vor einen lieben dank mein Herr bei den frommen Sprachliebenden/ durch ausfärtigung seiner Verschmäheten doch wieder Erhöheten Majestäht/ verdienet/ ja was vor ein unsterbliches lob Er hierdurch erlanget/ kan ich nicht gnugsam aussprechen. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es were sünde/ wan man könte/ und es unterliesse/ ja die gaben des Götlichen lichtes also unter den scheffel stekte. Was vor einen lieben dank mein Herr bei den frommen Sprachliebenden/ durch ausfärtigung seiner Verschmäheten doch wieder Erhöheten Majestäht/ verdienet/ ja was vor ein unsterbliches lob Er hierdurch erlanget/ kan ich nicht gnugsam aussprechen. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [11]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ach! es ist eine solche schwacheit/ die/ sonderlich itzund/ in vieler/ auch wohl großer Männer hertzen herschet; welche noch darzu Andächtige und Gottsfürchtige heissen wollen. Man weis doch wohl/ daß Er nach dem seeligen Opitz der erste ist/ der von der Deutschen Dichtkunst etwas tüchtiges heraus gegeben. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ach! es ist eine solche schwacheit/ die/ sonderlich itzund/ in vieler/ auch wohl großer Männer hertzen herschet; welche noch darzu Andächtige und Gottsfürchtige heissen wollen. Man weis doch wohl/ daß Er nach dem seeligen Opitz der erste ist/ der von der Deutschen Dichtkunst etwas tüchtiges heraus gegeben. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [12]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Aber darüm darf Er sich nicht ärgern/ daß nach der zeit/ da Er sich/ in seinem reiffen alter/ in der Deutschen Sprache/ durch unvergleichlichen scharfsinnigen verstand/ und unaussprechlichen fleis immer höher und höher geschwungen/ der Neid die wahrheit verkehret/ und man gerufen/ Kreutzige/ kreutzige Ihn/ er ist ein verführer des Volks. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Aber darüm darf Er sich nicht ärgern/ daß nach der zeit/ da Er sich/ in seinem reiffen alter/ in der Deutschen Sprache/ durch unvergleichlichen scharfsinnigen verstand/ und unaussprechlichen fleis immer höher und höher geschwungen/ der Neid die wahrheit verkehret/ und man gerufen/ Kreutzige/ kreutzige Ihn/ er ist ein verführer des Volks. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [13]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Mein Herr fahre nur fort in seiner höchst-rühmlichen Tugend: darinnen Er schon so hoch gestiegen/ daß man itzund mehr als wahr zu sein befindet/ was jener Hohe Priester Kaifas/ der das Hochdeutsche Gedicht vor seine Sprachübung gemacht/ in der letzten zeile desselben von Ihm gleichsam geweissaget. Und so ist Saul noch unter den Profeten/ und saget zu weilen wahr/ wan er nicht wil. Hiermit befehle ich Denselben der Göttlichen beschirmung/ [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Mein Herr fahre nur fort in seiner höchst-rühmlichen Tugend: darinnen Er schon so hoch gestiegen/ daß man itzund mehr als wahr zu sein befindet/ was jener Hohe Priester Kaifas/ der das Hochdeutsche Gedicht vor seine Sprachübung gemacht/ in der letzten zeile desselben von Ihm gleichsam geweissaget. Und so ist Saul noch unter den Profeten/ und saget zu weilen wahr/ wan er nicht wil. Hiermit befehle ich Denselben der Göttlichen beschirmung/ [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [14]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden. / Fundstelle
Seite: (90-94) [106-110]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Der heilige Paulus [(a) 1. Timot. 5. 24.] schreibet auch an seinen lehrling Timo-[S]teus; daß er nicht allezeit wasser/ sondern bisweilen ein wenig Weins/ üm seines magens willen/ und weil er oft krank sei/ genüßen solte. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Der heilige Paulus [(a) 1. Timot. 5. 24.] schreibet auch an seinen lehrling Timo-[S]teus; daß er nicht allezeit wasser/ sondern bisweilen ein wenig Weins/ üm seines magens willen/ und weil er oft krank sei/ genüßen solte. / Fundstelle
Seite: (12-13) [28-29]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] was der Himmelsflammende Flämming am 220 bl. senier Gedichte schreibet: da er unter andern also spricht: ¶ Die träflichen Poeten/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] was der Himmelsflammende Flämming am 220 bl. senier Gedichte schreibet: da er unter andern also spricht: ¶ Die träflichen Poeten/ / Fundstelle
Seite: (16) [32]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] der [S] himmelsflammende Meisner am 222. bl. seiner Gedichte / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] der [S] himmelsflammende Meisner am 222. bl. seiner Gedichte / Fundstelle
Seite: (21-22) [37-38]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: D. Mein Herr geruhe günstig und im besten zu vermerken/ daß ich wider seine kluge gedanken den Niederländern das wort rede/ und bejahen darf/ daß sie recht getahn/ wan sie ihren Fürsten S. Hoheit genennet; weil er das höchste Heupt bei Ihnen/ sein eigner Herr ist/ und keinen andern/ als GOTT im Himmel/ über sich erkennet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: D. Mein Herr geruhe günstig und im besten zu vermerken/ daß ich wider seine kluge gedanken den Niederländern das wort rede/ und bejahen darf/ daß sie recht getahn/ wan sie ihren Fürsten S. Hoheit genennet; weil er das höchste Heupt bei Ihnen/ sein eigner Herr ist/ und keinen andern/ als GOTT im Himmel/ über sich erkennet. / Fundstelle
Seite: (49) [65]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: M. Ach! meine Herren/ es ist mir gantz keine mühe: und wolte GOTT/ daß ich sie nur recht vergnügen möchte. Doch ich wil so viel tuhn als mir der himmel gönnet: mehr werden sie auch von mir nicht begehren können. Und so sei dan der anfang: Laßt jenen frohen stunden ihr seeliges gelük/ usf. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: M. Ach! meine Herren/ es ist mir gantz keine mühe: und wolte GOTT/ daß ich sie nur recht vergnügen möchte. Doch ich wil so viel tuhn als mir der himmel gönnet: mehr werden sie auch von mir nicht begehren können. Und so sei dan der anfang: Laßt jenen frohen stunden ihr seeliges gelük/ usf. / Fundstelle
Seite: (63) [79]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Opitz/ welcher in seinen Gedichten etwas flüssiger und färtiger als Flämnming/ wiewohl dieses geist durchdringender/ und dichterischer/ ja gleichsam himmelsflammender ist / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Opitz/ welcher in seinen Gedichten etwas flüssiger und färtiger als Flämnming/ wiewohl dieses geist durchdringender/ und dichterischer/ ja gleichsam himmelsflammender ist / Fundstelle
Seite: (66) [82]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: GOTT befohlen! / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: GOTT befohlen! / Fundstelle
Seite: (unpag.) [144]
 
Eigenschaft / Autoritäten
[M., J.T.] Es [S] könte auch heissen frohe/ oder freudenblikke. Das dritte/ weil das abgöttische/ läppische/ und heidnische flikwort/ Kloto/ die Hölhure/ darinnen stehet/ hab' ich gantz geändert. ¶ D. Warüm wil Er dan das dichterische wort Kloto so gar verwerfen? ¶ M. Es ist auch verwerfenswürdig. Dan was haben wir Kristen mit den heidnischen abgöttischen nahmen zu tuhn. Wir können ja ohne sie zierlich und dichterisch genug reden/ und aus dem wesen der dinge/ uns auch eigene dichterische lehrgeschichte/ oder lehrdichtereien/ die kristlicher seind/ als jene/ selbsten erfinden/ ja den kräften der Natur aus unserer muttersprache selbst nahmen zueignen/ also/ daß wir uns mit den ihrigen nicht beschmützen/ oder verdächtig machen dürfen; wie im Hochdeutschen Helikon weitleuftig zu lesen. Aber wan man diese aus unserer kristlichen Dichterei verwerfen wolte/ wie würden alsdan die armen Reimenschmiede zu rechte kommen? die anders keine erfündungen haben können/ wo sie dieselben nicht daher nehmen/ und vom Apollo/ vom Jupiter/ von der Venus/ Juno/ Bellone/ Pallas/ und dergleichen tausend flikkereien und klikkereien treumen und sudeln/ ja solch einen kunterbunten lappenbeltz zusammenschmieren/ der tausendmahl närrischer als Klausens rok. O! der elenden sudler und hudler! Wan sie ihre Gedichte nicht besser zieren können/ als mit solchen ertzbuben/ und ertzhuhren/ wie sie die Heidnischen Dichter selbst beschreiben; so möchten sie ihr dichteln lieber gantz bleiben laßen. Aber das ohr jükt der jungen welt gemeiniglich nur nach fremden dingen; indem es so ungesund ist/ daß sie nicht höhren kan/ [S] wie übel es lautet/ wan ein solches flikwerk aus der Heidenschaft in der Kristen Gedichte mit eingeschoben wird. ¶ D. Aber warüm hat dan Flämming solches getahn/ den Er sonst vor den allerfürtrefflichsten Dichtmeister zu halten pfleget? ¶ M. Hette Er dieses vermieden/ so were seines gleichen nicht/ und würde auch vielleicht seines gleichen nimmermehr kommen. Gleichwohl hat er sich dessen/ wie jung er auch gewesen/ dan er ist im ein und dreissigsten jahre seines alters gestorben/ auf die letzte weit mehr entzogen/ als im anfange; da ihn seine noch unerfahrne jugend verführet. Ja wan er hette leben sollen/ als seine Dichterein durch öffentlichen druk zu lichte gebracht worden; so würden sie ohne zweifel gantz aus andern augen sehen/ und von ihrer härtigkeit/ und den heidnischen redensahrten gnugsam gereiniget und geleutert sein. Ich selbst habe dergleichen redesahrten in meiner jugend zu weilen auch aus der feder schlüpfen laßen/ und eben auch/ wie andere junge leute/ in meine Gedichte manche Venusen/ Bellonen/ Minerven/ Marsen/ Plutonen und dergleichen götzenwerk mit eingeflikt: aber als ich zu gesünderem verstande zu kommen begunte/ da spiehe ich/ mit dem Hocherleuchteten Gerharden/ die kützlichte jugend an/ und änderte meine Gedichte gantz/ warf das heidnische lumpenwerk/ als einen nichts würdigen schaum/ heraus/ und beflis mich kristlicher zu schreiben.
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Es [S] könte auch heissen frohe/ oder freudenblikke. Das dritte/ weil das abgöttische/ läppische/ und heidnische flikwort/ Kloto/ die Hölhure/ darinnen stehet/ hab' ich gantz geändert. ¶ D. Warüm wil Er dan das dichterische wort Kloto so gar verwerfen? ¶ M. Es ist auch verwerfenswürdig. Dan was haben wir Kristen mit den heidnischen abgöttischen nahmen zu tuhn. Wir können ja ohne sie zierlich und dichterisch genug reden/ und aus dem wesen der dinge/ uns auch eigene dichterische lehrgeschichte/ oder lehrdichtereien/ die kristlicher seind/ als jene/ selbsten erfinden/ ja den kräften der Natur aus unserer muttersprache selbst nahmen zueignen/ also/ daß wir uns mit den ihrigen nicht beschmützen/ oder verdächtig machen dürfen; wie im Hochdeutschen Helikon weitleuftig zu lesen. Aber wan man diese aus unserer kristlichen Dichterei verwerfen wolte/ wie würden alsdan die armen Reimenschmiede zu rechte kommen? die anders keine erfündungen haben können/ wo sie dieselben nicht daher nehmen/ und vom Apollo/ vom Jupiter/ von der Venus/ Juno/ Bellone/ Pallas/ und dergleichen tausend flikkereien und klikkereien treumen und sudeln/ ja solch einen kunterbunten lappenbeltz zusammenschmieren/ der tausendmahl närrischer als Klausens rok. O! der elenden sudler und hudler! Wan sie ihre Gedichte nicht besser zieren können/ als mit solchen ertzbuben/ und ertzhuhren/ wie sie die Heidnischen Dichter selbst beschreiben; so möchten sie ihr dichteln lieber gantz bleiben laßen. Aber das ohr jükt der jungen welt gemeiniglich nur nach fremden dingen; indem es so ungesund ist/ daß sie nicht höhren kan/ [S] wie übel es lautet/ wan ein solches flikwerk aus der Heidenschaft in der Kristen Gedichte mit eingeschoben wird. ¶ D. Aber warüm hat dan Flämming solches getahn/ den Er sonst vor den allerfürtrefflichsten Dichtmeister zu halten pfleget? ¶ M. Hette Er dieses vermieden/ so were seines gleichen nicht/ und würde auch vielleicht seines gleichen nimmermehr kommen. Gleichwohl hat er sich dessen/ wie jung er auch gewesen/ dan er ist im ein und dreissigsten jahre seines alters gestorben/ auf die letzte weit mehr entzogen/ als im anfange; da ihn seine noch unerfahrne jugend verführet. Ja wan er hette leben sollen/ als seine Dichterein durch öffentlichen druk zu lichte gebracht worden; so würden sie ohne zweifel gantz aus andern augen sehen/ und von ihrer härtigkeit/ und den heidnischen redensahrten gnugsam gereiniget und geleutert sein. Ich selbst habe dergleichen redesahrten in meiner jugend zu weilen auch aus der feder schlüpfen laßen/ und eben auch/ wie andere junge leute/ in meine Gedichte manche Venusen/ Bellonen/ Minerven/ Marsen/ Plutonen und dergleichen götzenwerk mit eingeflikt: aber als ich zu gesünderem verstande zu kommen begunte/ da spiehe ich/ mit dem Hocherleuchteten Gerharden/ die kützlichte jugend an/ und änderte meine Gedichte gantz/ warf das heidnische lumpenwerk/ als einen nichts würdigen schaum/ heraus/ und beflis mich kristlicher zu schreiben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Es [S] könte auch heissen frohe/ oder freudenblikke. Das dritte/ weil das abgöttische/ läppische/ und heidnische flikwort/ Kloto/ die Hölhure/ darinnen stehet/ hab' ich gantz geändert. ¶ D. Warüm wil Er dan das dichterische wort Kloto so gar verwerfen? ¶ M. Es ist auch verwerfenswürdig. Dan was haben wir Kristen mit den heidnischen abgöttischen nahmen zu tuhn. Wir können ja ohne sie zierlich und dichterisch genug reden/ und aus dem wesen der dinge/ uns auch eigene dichterische lehrgeschichte/ oder lehrdichtereien/ die kristlicher seind/ als jene/ selbsten erfinden/ ja den kräften der Natur aus unserer muttersprache selbst nahmen zueignen/ also/ daß wir uns mit den ihrigen nicht beschmützen/ oder verdächtig machen dürfen; wie im Hochdeutschen Helikon weitleuftig zu lesen. Aber wan man diese aus unserer kristlichen Dichterei verwerfen wolte/ wie würden alsdan die armen Reimenschmiede zu rechte kommen? die anders keine erfündungen haben können/ wo sie dieselben nicht daher nehmen/ und vom Apollo/ vom Jupiter/ von der Venus/ Juno/ Bellone/ Pallas/ und dergleichen tausend flikkereien und klikkereien treumen und sudeln/ ja solch einen kunterbunten lappenbeltz zusammenschmieren/ der tausendmahl närrischer als Klausens rok. O! der elenden sudler und hudler! Wan sie ihre Gedichte nicht besser zieren können/ als mit solchen ertzbuben/ und ertzhuhren/ wie sie die Heidnischen Dichter selbst beschreiben; so möchten sie ihr dichteln lieber gantz bleiben laßen. Aber das ohr jükt der jungen welt gemeiniglich nur nach fremden dingen; indem es so ungesund ist/ daß sie nicht höhren kan/ [S] wie übel es lautet/ wan ein solches flikwerk aus der Heidenschaft in der Kristen Gedichte mit eingeschoben wird. ¶ D. Aber warüm hat dan Flämming solches getahn/ den Er sonst vor den allerfürtrefflichsten Dichtmeister zu halten pfleget? ¶ M. Hette Er dieses vermieden/ so were seines gleichen nicht/ und würde auch vielleicht seines gleichen nimmermehr kommen. Gleichwohl hat er sich dessen/ wie jung er auch gewesen/ dan er ist im ein und dreissigsten jahre seines alters gestorben/ auf die letzte weit mehr entzogen/ als im anfange; da ihn seine noch unerfahrne jugend verführet. Ja wan er hette leben sollen/ als seine Dichterein durch öffentlichen druk zu lichte gebracht worden; so würden sie ohne zweifel gantz aus andern augen sehen/ und von ihrer härtigkeit/ und den heidnischen redensahrten gnugsam gereiniget und geleutert sein. Ich selbst habe dergleichen redesahrten in meiner jugend zu weilen auch aus der feder schlüpfen laßen/ und eben auch/ wie andere junge leute/ in meine Gedichte manche Venusen/ Bellonen/ Minerven/ Marsen/ Plutonen und dergleichen götzenwerk mit eingeflikt: aber als ich zu gesünderem verstande zu kommen begunte/ da spiehe ich/ mit dem Hocherleuchteten Gerharden/ die kützlichte jugend an/ und änderte meine Gedichte gantz/ warf das heidnische lumpenwerk/ als einen nichts würdigen schaum/ heraus/ und beflis mich kristlicher zu schreiben. / Fundstelle
Seite: (118-120) [134-136]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Jedoch wolte ich darbei bedungen haben/ daß ein solcher Nahme nur den volkomnesten Meistern der Dichtkunst zugeeignet werde: den andern aber/ die mit ihrem lappen- und lumpen-werke bei allen begräbnüssen/ hochzeiten/ kindertauffen/ gebuhrts- und nahmens-tagen/ mit des Ertzvaters Abrahams groß knechte/ dem hohen adel der Dichtkunst zum höchsten nachteile/ betteln lauffen als auch denen/ derer Reime nach des ersten Egiptischen Königes tantze so anmuhtig klingen/ daß seine gemahlin/ die liebliche Vene/ wan sie noch lebete/ ohren und augen verstopfen würde / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Jedoch wolte ich darbei bedungen haben/ daß ein solcher Nahme nur den volkomnesten Meistern der Dichtkunst zugeeignet werde: den andern aber/ die mit ihrem lappen- und lumpen-werke bei allen begräbnüssen/ hochzeiten/ kindertauffen/ gebuhrts- und nahmens-tagen/ mit des Ertzvaters Abrahams groß knechte/ dem hohen adel der Dichtkunst zum höchsten nachteile/ betteln lauffen als auch denen/ derer Reime nach des ersten Egiptischen Königes tantze so anmuhtig klingen/ daß seine gemahlin/ die liebliche Vene/ wan sie noch lebete/ ohren und augen verstopfen würde / Fundstelle
Seite: (20) [36]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und also ward diese lustige geselschaft getrennet: die sich gegen den künftigen morgen schon freuete; da man der götlichen Rosemund zu ehren etliche dichterische Lobreden solte vernehmen laßen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und also ward diese lustige geselschaft getrennet: die sich gegen den künftigen morgen schon freuete; da man der götlichen Rosemund zu ehren etliche dichterische Lobreden solte vernehmen laßen. / Fundstelle
Seite: (22) [38]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: vom zwitschern und gleissen: bergpech/ d.i. kamfer damit/ nach Gottes befehle/ des Noe kasten/ und Moses papiernes schilfkästlein verpicht gewesen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: vom zwitschern und gleissen: bergpech/ d.i. kamfer damit/ nach Gottes befehle/ des Noe kasten/ und Moses papiernes schilfkästlein verpicht gewesen / Fundstelle
Seite: (72) [88]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Die Bluhtpfennige/ dafür Judas unsern Heiland verrahten/ nennet der Heilverkündiger in der grundsprache auch [griech.]; die wohl arg genug gewesen. Der seelige Luhter giebt es nach dem buchstablichem verstande Silberlinge / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Die Bluhtpfennige/ dafür Judas unsern Heiland verrahten/ nennet der Heilverkündiger in der grundsprache auch [griech.]; die wohl arg genug gewesen. Der seelige Luhter giebt es nach dem buchstablichem verstande Silberlinge / Fundstelle
Seite: (86) [102]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ach! es ist eine solche schwacheit/ die/ sonderlich itzund/ in vieler/ auch wohl großer Männer hertzen herschet; welche noch darzu Andächtige und Gottsfürchtige heissen wollen. Man weis doch wohl/ daß Er nach dem seeligen Opitz der erste ist/ der von der Deutschen Dichtkunst etwas tüchtiges heraus gegeben. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ach! es ist eine solche schwacheit/ die/ sonderlich itzund/ in vieler/ auch wohl großer Männer hertzen herschet; welche noch darzu Andächtige und Gottsfürchtige heissen wollen. Man weis doch wohl/ daß Er nach dem seeligen Opitz der erste ist/ der von der Deutschen Dichtkunst etwas tüchtiges heraus gegeben. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [12]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: unsers seel. H. Opitzens Prosodie [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: unsers seel. H. Opitzens Prosodie [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [12]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Mein Herr fahre nur fort in seiner höchst-rühmlichen Tugend: darinnen Er schon so hoch gestiegen/ daß man itzund mehr als wahr zu sein befindet/ was jener Hohe Priester Kaifas/ der das Hochdeutsche Gedicht vor seine Sprachübung gemacht/ in der letzten zeile desselben von Ihm gleichsam geweissaget. Und so ist Saul noch unter den Profeten/ und saget zu weilen wahr/ wan er nicht wil. Hiermit befehle ich Denselben der Göttlichen beschirmung/ [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Mein Herr fahre nur fort in seiner höchst-rühmlichen Tugend: darinnen Er schon so hoch gestiegen/ daß man itzund mehr als wahr zu sein befindet/ was jener Hohe Priester Kaifas/ der das Hochdeutsche Gedicht vor seine Sprachübung gemacht/ in der letzten zeile desselben von Ihm gleichsam geweissaget. Und so ist Saul noch unter den Profeten/ und saget zu weilen wahr/ wan er nicht wil. Hiermit befehle ich Denselben der Göttlichen beschirmung/ [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [14]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] mit Reimen betlen lauffen/ ¶ [...] wie der Himmelsflammende Flämming an den Herzog von Holstein/ am 219 bl. seiner Dichtereien/ weiter hiervon schreibet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] mit Reimen betlen lauffen/ ¶ [...] wie der Himmelsflammende Flämming an den Herzog von Holstein/ am 219 bl. seiner Dichtereien/ weiter hiervon schreibet. / Fundstelle
Seite: (14) [30]
 
Eigenschaft / Autoritäten
D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden.
 
Eigenschaft / Autoritäten: D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden. / Fundstelle
Seite: (90-94) [106-110]
 
Eigenschaft / Autoritäten
D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird.
 
Eigenschaft / Autoritäten: D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird. / Fundstelle
Seite: (109-110) [125-126]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Daß der seelige Flämming/ welches mir hierbei eben einfället/ diese zwei bände/ ¶ Verzeiht mirs/ bin ichs währt/ GOtt/ Vater/ Liebste/ [?] Freunde: ¶ [...] ¶ in seine Grabschrift mir eingemischet/ da sie doch zimlich hart lauten/ und dahin zu deuten/ als wan er auch zugleich GOtte guhte nacht geben/ und neben dem himmel hin fahren wolte / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Daß der seelige Flämming/ welches mir hierbei eben einfället/ diese zwei bände/ ¶ Verzeiht mirs/ bin ichs währt/ GOtt/ Vater/ Liebste/ [?] Freunde: ¶ [...] ¶ in seine Grabschrift mir eingemischet/ da sie doch zimlich hart lauten/ und dahin zu deuten/ als wan er auch zugleich GOtte guhte nacht geben/ und neben dem himmel hin fahren wolte / Fundstelle
Seite: (114) [130]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Von diesem Senfe/ damit ichs hier beileuftig erinnere/ sagt unser Heiland bei dem Heilverkündiger Mattesen also: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorne/ das ein mensch nahm/ uns säete es auf seinen akker: welches das kleineste ist unter allen saamen; wan es aber erwächset/ so ist es das grösseste unter dem kohl (staudenkreutern) und wird ein baum/ daß die vogel unter dem himmel kommen/ und wohnen unter seinen zweigen. Unser Senf aber/ der bei uns wächset/ ist bei weitem so groß und fruchtbar nicht (wie mein Herr wohl weis) als der Morgenländische/ von dem unser Seeligmacher alhier redet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: [M., J.T.] Von diesem Senfe/ damit ichs hier beileuftig erinnere/ sagt unser Heiland bei dem Heilverkündiger Mattesen also: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorne/ das ein mensch nahm/ uns säete es auf seinen akker: welches das kleineste ist unter allen saamen; wan es aber erwächset/ so ist es das grösseste unter dem kohl (staudenkreutern) und wird ein baum/ daß die vogel unter dem himmel kommen/ und wohnen unter seinen zweigen. Unser Senf aber/ der bei uns wächset/ ist bei weitem so groß und fruchtbar nicht (wie mein Herr wohl weis) als der Morgenländische/ von dem unser Seeligmacher alhier redet. / Fundstelle
Seite: (117) [133]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
Ich versichere Ihn/ daß Er tausend guhte redliche Leute bei uns finden wird/ die zweier oder dreier Neidhämmel boßheit/ die sich wider seinen hertzlich guhtgemeinten fleis rüsten und brüsten/ in die hölle verdammen. Einer Seiner boßhaftigsten Verleumder/ denen Er doch nichts anders getahn/ als daß Er/ durch Seine himlische Tugend und Göttliche gaben/ in erhöbung unserer Heldensprache aus ihrem schlamme/ das natterngift ihrer lästerzungen erreget/ mus itzund vor seine boßheit/ an Seiner un-[S]schuld bewiesen/ mehr als genug büßen/ nam. Er kan wohl errahten/ wen ich meine. Nun er stehet schon vor Gottes Gerichte/ und mein Herr hat sich seinet wegen nichts mehr zu bekümmern. Besser ist es/ daß er hier zeitlich/ als dort ewig leidet: welches fürwahr eine sonderliche gnade Gottes ist/ die ihn zur buße lokket. [Der Wohlriechende, J.T.]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Ich versichere Ihn/ daß Er tausend guhte redliche Leute bei uns finden wird/ die zweier oder dreier Neidhämmel boßheit/ die sich wider seinen hertzlich guhtgemeinten fleis rüsten und brüsten/ in die hölle verdammen. Einer Seiner boßhaftigsten Verleumder/ denen Er doch nichts anders getahn/ als daß Er/ durch Seine himlische Tugend und Göttliche gaben/ in erhöbung unserer Heldensprache aus ihrem schlamme/ das natterngift ihrer lästerzungen erreget/ mus itzund vor seine boßheit/ an Seiner un-[S]schuld bewiesen/ mehr als genug büßen/ nam. Er kan wohl errahten/ wen ich meine. Nun er stehet schon vor Gottes Gerichte/ und mein Herr hat sich seinet wegen nichts mehr zu bekümmern. Besser ist es/ daß er hier zeitlich/ als dort ewig leidet: welches fürwahr eine sonderliche gnade Gottes ist/ die ihn zur buße lokket. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Ich versichere Ihn/ daß Er tausend guhte redliche Leute bei uns finden wird/ die zweier oder dreier Neidhämmel boßheit/ die sich wider seinen hertzlich guhtgemeinten fleis rüsten und brüsten/ in die hölle verdammen. Einer Seiner boßhaftigsten Verleumder/ denen Er doch nichts anders getahn/ als daß Er/ durch Seine himlische Tugend und Göttliche gaben/ in erhöbung unserer Heldensprache aus ihrem schlamme/ das natterngift ihrer lästerzungen erreget/ mus itzund vor seine boßheit/ an Seiner un-[S]schuld bewiesen/ mehr als genug büßen/ nam. Er kan wohl errahten/ wen ich meine. Nun er stehet schon vor Gottes Gerichte/ und mein Herr hat sich seinet wegen nichts mehr zu bekümmern. Besser ist es/ daß er hier zeitlich/ als dort ewig leidet: welches fürwahr eine sonderliche gnade Gottes ist/ die ihn zur buße lokket. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [10-11]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Es were sünde/ wan man könte/ und es unterliesse/ ja die gaben des Götlichen lichtes also unter den scheffel stekte. Was vor einen lieben dank mein Herr bei den frommen Sprachliebenden/ durch ausfärtigung seiner Verschmäheten doch wieder Erhöheten Majestäht/ verdienet/ ja was vor ein unsterbliches lob Er hierdurch erlanget/ kan ich nicht gnugsam aussprechen. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Es were sünde/ wan man könte/ und es unterliesse/ ja die gaben des Götlichen lichtes also unter den scheffel stekte. Was vor einen lieben dank mein Herr bei den frommen Sprachliebenden/ durch ausfärtigung seiner Verschmäheten doch wieder Erhöheten Majestäht/ verdienet/ ja was vor ein unsterbliches lob Er hierdurch erlanget/ kan ich nicht gnugsam aussprechen. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [11]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Ach! es ist eine solche schwacheit/ die/ sonderlich itzund/ in vieler/ auch wohl großer Männer hertzen herschet; welche noch darzu Andächtige und Gottsfürchtige heissen wollen. Man weis doch wohl/ daß Er nach dem seeligen Opitz der erste ist/ der von der Deutschen Dichtkunst etwas tüchtiges heraus gegeben. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Ach! es ist eine solche schwacheit/ die/ sonderlich itzund/ in vieler/ auch wohl großer Männer hertzen herschet; welche noch darzu Andächtige und Gottsfürchtige heissen wollen. Man weis doch wohl/ daß Er nach dem seeligen Opitz der erste ist/ der von der Deutschen Dichtkunst etwas tüchtiges heraus gegeben. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [12]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: unsers seel. H. Opitzens Prosodie [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: unsers seel. H. Opitzens Prosodie [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [12]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Aber darüm darf Er sich nicht ärgern/ daß nach der zeit/ da Er sich/ in seinem reiffen alter/ in der Deutschen Sprache/ durch unvergleichlichen scharfsinnigen verstand/ und unaussprechlichen fleis immer höher und höher geschwungen/ der Neid die wahrheit verkehret/ und man gerufen/ Kreutzige/ kreutzige Ihn/ er ist ein verführer des Volks. [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Aber darüm darf Er sich nicht ärgern/ daß nach der zeit/ da Er sich/ in seinem reiffen alter/ in der Deutschen Sprache/ durch unvergleichlichen scharfsinnigen verstand/ und unaussprechlichen fleis immer höher und höher geschwungen/ der Neid die wahrheit verkehret/ und man gerufen/ Kreutzige/ kreutzige Ihn/ er ist ein verführer des Volks. [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [13]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Mein Herr fahre nur fort in seiner höchst-rühmlichen Tugend: darinnen Er schon so hoch gestiegen/ daß man itzund mehr als wahr zu sein befindet/ was jener Hohe Priester Kaifas/ der das Hochdeutsche Gedicht vor seine Sprachübung gemacht/ in der letzten zeile desselben von Ihm gleichsam geweissaget. Und so ist Saul noch unter den Profeten/ und saget zu weilen wahr/ wan er nicht wil. Hiermit befehle ich Denselben der Göttlichen beschirmung/ [Der Wohlriechende, J.T.] / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Mein Herr fahre nur fort in seiner höchst-rühmlichen Tugend: darinnen Er schon so hoch gestiegen/ daß man itzund mehr als wahr zu sein befindet/ was jener Hohe Priester Kaifas/ der das Hochdeutsche Gedicht vor seine Sprachübung gemacht/ in der letzten zeile desselben von Ihm gleichsam geweissaget. Und so ist Saul noch unter den Profeten/ und saget zu weilen wahr/ wan er nicht wil. Hiermit befehle ich Denselben der Göttlichen beschirmung/ [Der Wohlriechende, J.T.] / Fundstelle
Seite: (unpag.) [14]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Was wunderstu dich viel/ Hochedler Herr von Zesen/ [...] Malachias Siebenhaar/ [...] Der Siebenfältige. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Was wunderstu dich viel/ Hochedler Herr von Zesen/ [...] Malachias Siebenhaar/ [...] Der Siebenfältige. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [15]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: An den Großtähtigen und Hoch Edlen Färtig-Wohlsetzenden. [...] Friederich Kahlenus / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: An den Großtähtigen und Hoch Edlen Färtig-Wohlsetzenden. [...] Friederich Kahlenus / Fundstelle
Seite: (unpag.) [16]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Zu des Weltberühmten Herren/ H. Filips von Zesen/ [...] Helikonischen Hechel. ¶ Und wan auch noch so weit die neid-beflamten Drachen/ ¶ [...] [S] [...] dem Erleuchten und hochsinreichen Herren/ H. von Zesen schrieb dieses/ austreu-dank- und dienstschuldigstem gemühte/ V. Ruhl/ unter den Deutschgesinten der Ruhige. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Zu des Weltberühmten Herren/ H. Filips von Zesen/ [...] Helikonischen Hechel. ¶ Und wan auch noch so weit die neid-beflamten Drachen/ ¶ [...] [S] [...] dem Erleuchten und hochsinreichen Herren/ H. von Zesen schrieb dieses/ austreu-dank- und dienstschuldigstem gemühte/ V. Ruhl/ unter den Deutschgesinten der Ruhige. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [140-141]
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Dem Hochfürtreflichen Geist- und Sin-reichen Herren/ Herrn Filip von Zesen/ uam. ¶ So färtigt Er nun aus zu seiner Freunde nutzen/ ¶ [...] ¶ Gottfried Heis/ zu benahmt der Hitzige. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Widmungen, Adressaten: Dem Hochfürtreflichen Geist- und Sin-reichen Herren/ Herrn Filip von Zesen/ uam. ¶ So färtigt Er nun aus zu seiner Freunde nutzen/ ¶ [...] ¶ Gottfried Heis/ zu benahmt der Hitzige. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [142]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] mit Reimen betlen lauffen/ ¶ [...] wie der Himmelsflammende Flämming an den Herzog von Holstein/ am 219 bl. seiner Dichtereien/ weiter hiervon schreibet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] mit Reimen betlen lauffen/ ¶ [...] wie der Himmelsflammende Flämming an den Herzog von Holstein/ am 219 bl. seiner Dichtereien/ weiter hiervon schreibet. / Fundstelle
Seite: (14) [30]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Mahrhold hies sie sehr freundlich und mit großen freuden wilkommen; und so bald sie ihm ihrer Lobgedichte verfassung überreichet/ ließ er sie/ in gegenwart/ seiner zwee Getreuen herlesen; welche dan also lautete: ¶ Dichtreich. ¶ Itz zeigt ein göldner blik mit rosengold bezogen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Mahrhold hies sie sehr freundlich und mit großen freuden wilkommen; und so bald sie ihm ihrer Lobgedichte verfassung überreichet/ ließ er sie/ in gegenwart/ seiner zwee Getreuen herlesen; welche dan also lautete: ¶ Dichtreich. ¶ Itz zeigt ein göldner blik mit rosengold bezogen / Fundstelle
Seite: (23) [39]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Das letzte reimband/ welches auf himmelsheld ausgehet/ reimet sich mit seinem reimgatten/ der sich auf welt endiget/ gar nicht / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Das letzte reimband/ welches auf himmelsheld ausgehet/ reimet sich mit seinem reimgatten/ der sich auf welt endiget/ gar nicht / Fundstelle
Seite: (41) [57]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Zudem schikket sich das wörtlein glüklich hierher so wohl nicht/ als seelig. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Zudem schikket sich das wörtlein glüklich hierher so wohl nicht/ als seelig. / Fundstelle
Seite: (44) [60]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: D. Bei diesem fehler im worte des verlangen/ den mein Herr eben verbessert/ erinnere ich mich itzund/ daß ich in einem liede gelesen: hilf mir/ du Schutzherr Israel ach! hilf/ hilf meiner seel'. Nuhn habe ich mich allezeit daran gestoßen/ und es für eine sünde wider das erste geboht gehalten/ daß man solcher gestalt redete/ indem alhier Israel/ als ein schutzherr/ angebehtet würde. Ja ich meinte nicht anders/ als daß es ein Päbstler gemacht. Aber nun sehe ich aus seiner erinnerung/ daß es du Schutzherr Israels heissen sol: darunter ich dan den wahren GOTT verstehe/ nähmlich den GOTT Israels oder Jakobs. ¶ M. Freilich ist es nicht wohl getahn/ daß etliche zuweilen/ des reimes wegen/ das end-s von derglei-[S]chen wörtern weglaßen/ und also den gantzen sin der rede verändern/ verkehren und verwürren: gleich wie man alhier im worte Israels getahn/ nur darum/ daß es sich mit seel' reimen könte. Auch kan ich demselben nicht gleich geben/ der nach Lateinischem gebrauche/ fürgiebet/ man möchte die fremden eigenen nahmen in unserer sprache/ durch ihre beugendungen und fälle/ den eingebohrnen Deutschen wörtern nach/ beugen/ oder nicht/ es sei alles eins. Ja wan in obangezogenem liede dem worte Israel das geschlechtswort des vorgesetzt were/ daß man daraus die fälle sehen/ und den eigendlichen sin vernehmen könte/ damit es hiesse/ du schutzherr des Israel; so möchte es zwar/ als eine pritschmeisterische freiheit/ hingehen. Aber der rechtmäßige gebrauch wil auch dieses in denen fremden wörtern/ die nicht schon auf ein s ausgehen/ gantz nicht billigen; sondern man mus dannoch das s darzu setzen/ ob gleich das geschlechtswörtlein des voran stehet/ und sagen: du Schutzherr des Israels/ des Jakobs/ des Abrahams/ des Davids; oder du Schutzherr Israels/ Jakobs/ Abrahams/ Davids/ usf. ohne das geschlechtswörtlein des. Ein anders ist es/ wie wir nur itzund gesagt/ wan dergleichen undeutsche eigene nahmen schon auf ein s ausgehen/ als Demostenes/ Pindarus/ Jesaias/ Enos usf. Als/ dan sagt man nicht unrecht: der GOtt des Jesaias/ des Enos/ die rede des Demostenes/ das lied des Pindarus. Aber wan man auch bei diesen das geschlechtswort des allezeit weglaßen wolte; so würde es zuweilen ohne verwürrung und verdunkelung des sinnes nicht geschehen: es sei dan/ daß man solche nah-[S]men auf unsere ahrt/ wo es sich schikken kan/ beugen wolle/ und sagen: der Gott Jeremisens/ oder Jesaisens Gott/ Pinders lied/ usf. Die rede Demostenesens kan ich nicht sagen/ weil das wort zu lang wird: auch nicht/ die rede Demostenes: aber wohl Demostenes rede/ wan der eigene nahme voran stehet. Dan also kan iederman wohl vernehmen/ was ich sagen wil. Hierbei mus ich noch eins erinnern. Einsmahls kahm mir ein Lied vom Leiden unsers Heilandes zu handen/ darinnen sein künstler unsern Heiland also anredete: Du starker zwinger Belial/ erhöre meiner stimme schal: das reimete sich zwar/ aber was es dem sinne vor eine verdunkelung gebracht/ habe ich wohl erfahren. Dan ich fragte straks sechs ümstehende/ die doch sonst ziemliches verstandes waren: wer alhier durch die worte/ du zwinger Belial/ angeredet würde? Diese gaben alle zur antwort: der Teufel; dan also werde er ja in den h. Schrift genennet. Das war erschröklich zu hören/ daß die leser den Teufel verstunden/ wie dan auch die worte/ dem buchstaben nach/ keinen andern verstand hatten; da doch der Reimenschmid (dan anders konte es nicht sein) unsern HERRN und Heiland/ den Widersacher und Bezwinger des Teufels/ wolte verstanden haben. So bald ich sie aber ferner fragte: wen sie dan durch diese worte/ der überwinder Belials (die ich mit fleis also veränderte) verstünden? gaben sie zur antwort: den Heiland der welt/ der ein überwinder des Belias oder des Teufels sei. Daraus sage ich/ was vor erschröklicher irtuhm aus dem falschen und unbedachtsamen schreiben und reden entsprüßet. Dan einfältiger leute verstand [S] gehet gemeiniglich dem buchstaben nach: ist nun der buchstab falsch/ so ist ihr verstand auch falsch. ¶ D. Der verfasser solches Gesanges mus ohne zweifel auf die worte des bekanten Harfenliedes/ die Bäche Belial/ usf. gesehen haben: da Belial eben also gesetzt ist. ¶ M. Es ist zwar eben also gesetzt: aber gleichwohl verdunkelt es alhier den verstand und sin nicht so gar/ wie in denen reden/ da ein selbständiges wort/ welches ein amt oder verrichtung eines menschen bedeutet/ darbei stehet/ als in den obangezogenen reimen. Zudem möchten wohl zehen darüm streiten/ ob es der hocherleuchte Luhter also gesetzet: dan in einem der ersten drükke seiner übersetzung habe ich die Bäche Belials deutlich gedrükt gefunden. Und wan er es schon also gesetzt hette/ so ist er doch auch ein mensch/ als andere/ und daher zugleich mit ihnen der menschlichen gebrechligkeit unterworfen. Ja darüm sage ich/ daß ein Bücherschreiber sich wol zu hühten habe/ daß er durch dergleichen dunkele und zerstümmelte sinne (die zwar er recht verstehet und fasset/ aber andere unrecht/ und nach dem bloßen buchstaben) die einfältigen/ die mehr der wörter bloße zeichen/ als der sache/ davon die worte reden/ eigendlichen sin und verstand/ ansehen/ oder so weit nicht nachdenken können oder wollen/ ja nicht in den greulichsten irtuhm führe/ und sich also/ als einen verursacher/ desselben mitteilhaftig mache. ¶ L. Wan nun hinter dem worte Belial ein s in der gebuhrtsendung mus angefüget werden/ sol es alsdan nicht nach ahrt der Ebreer/ weil es ein Ebrei-[S]sches wort ist/ lang gezogen/ oder das lange s gebraucht werden. / Fundstelle
Seite: (90-94) [106-110]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] In der folge wird die Andacht/ die reiffe genennet: welches auch gantz uneigendlich gesagt ist; wie auch das reimwort schleichet. Darüm haben wir das halbe [S] reimband also verändert: der heilgen Andacht winket. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] In der folge wird die Andacht/ die reiffe genennet: welches auch gantz uneigendlich gesagt ist; wie auch das reimwort schleichet. Darüm haben wir das halbe [S] reimband also verändert: der heilgen Andacht winket. / Fundstelle
Seite: (99-100) [115-116]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[M., J.T.] Die köstliche goldbluhm. Dieses halbe band klinget zu hart: es kan aber heissen: die teure güldenbluhm; welche mit dem Glauben/ dessen bild sie ist/ verglichen wird. Des Glaubens einher steiget. Das ist über die maße übel/ ja gantz läppisch geredet/ und über die maße übel gereimet: dan alhier macht das reimwort steiget/ mit dem worte schleichet zu ende des übervorigen reimbandes/ mit dem sich hiesiges reimgatten sol/ einen [aq](b)[/aq] gantz falschen pritschmeisterischen reim: und dar-[S]üm mus das gantze reimband also heissen; die teure güldenbluhm des wahren Glaubens blinket: nämlich weil wir droben seinen reimgatten/ vor schleichet/ mit wincket/ schon geschlossen. Weiter haben wir vor Wohlgelaßenheit/ Gantzgelaßenheit gesetzt; weil dieses viel durchdringender klinget. Dan ein gantzgelaßener Mensch ergiebet sich seinem Schöpfer/ seiner Lebenssonne/ freilich gantz zu eigen/ und schauet gantz allein auf Ihn/ wie die Sonnenrose allein nach der Sonne schauet/ und derselben mit ihrem angesichte den gantzen tag durch nachgehet/ indem sie sich dahin drehet und wendet/ wohin die Sonne gehet.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Die köstliche goldbluhm. Dieses halbe band klinget zu hart: es kan aber heissen: die teure güldenbluhm; welche mit dem Glauben/ dessen bild sie ist/ verglichen wird. Des Glaubens einher steiget. Das ist über die maße übel/ ja gantz läppisch geredet/ und über die maße übel gereimet: dan alhier macht das reimwort steiget/ mit dem worte schleichet zu ende des übervorigen reimbandes/ mit dem sich hiesiges reimgatten sol/ einen [aq](b)[/aq] gantz falschen pritschmeisterischen reim: und dar-[S]üm mus das gantze reimband also heissen; die teure güldenbluhm des wahren Glaubens blinket: nämlich weil wir droben seinen reimgatten/ vor schleichet/ mit wincket/ schon geschlossen. Weiter haben wir vor Wohlgelaßenheit/ Gantzgelaßenheit gesetzt; weil dieses viel durchdringender klinget. Dan ein gantzgelaßener Mensch ergiebet sich seinem Schöpfer/ seiner Lebenssonne/ freilich gantz zu eigen/ und schauet gantz allein auf Ihn/ wie die Sonnenrose allein nach der Sonne schauet/ und derselben mit ihrem angesichte den gantzen tag durch nachgehet/ indem sie sich dahin drehet und wendet/ wohin die Sonne gehet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Die köstliche goldbluhm. Dieses halbe band klinget zu hart: es kan aber heissen: die teure güldenbluhm; welche mit dem Glauben/ dessen bild sie ist/ verglichen wird. Des Glaubens einher steiget. Das ist über die maße übel/ ja gantz läppisch geredet/ und über die maße übel gereimet: dan alhier macht das reimwort steiget/ mit dem worte schleichet zu ende des übervorigen reimbandes/ mit dem sich hiesiges reimgatten sol/ einen [aq](b)[/aq] gantz falschen pritschmeisterischen reim: und dar-[S]üm mus das gantze reimband also heissen; die teure güldenbluhm des wahren Glaubens blinket: nämlich weil wir droben seinen reimgatten/ vor schleichet/ mit wincket/ schon geschlossen. Weiter haben wir vor Wohlgelaßenheit/ Gantzgelaßenheit gesetzt; weil dieses viel durchdringender klinget. Dan ein gantzgelaßener Mensch ergiebet sich seinem Schöpfer/ seiner Lebenssonne/ freilich gantz zu eigen/ und schauet gantz allein auf Ihn/ wie die Sonnenrose allein nach der Sonne schauet/ und derselben mit ihrem angesichte den gantzen tag durch nachgehet/ indem sie sich dahin drehet und wendet/ wohin die Sonne gehet. / Fundstelle
Seite: (100-101) [116-117]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Dis were also Bardewins satz: nun folget Drudelieb wieder; welcher alhier unsere Schöne schlau nennet/ da er von ihrer himmelstugend redet/ aber etwas uneigendlich. Dan schlau sein schikt sich zur himmelstugend oder Gottseeligkeit so wohl nicht/ als zur weltseeligkeit: weil schlau nicht viel anders gesagt ist/ als arg/ arglistig/ verschlagen/ weltklug; nicht aber eigendlich weislich heisset. Wir haben from an dessen stelle gesetzet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Dis were also Bardewins satz: nun folget Drudelieb wieder; welcher alhier unsere Schöne schlau nennet/ da er von ihrer himmelstugend redet/ aber etwas uneigendlich. Dan schlau sein schikt sich zur himmelstugend oder Gottseeligkeit so wohl nicht/ als zur weltseeligkeit: weil schlau nicht viel anders gesagt ist/ als arg/ arglistig/ verschlagen/ weltklug; nicht aber eigendlich weislich heisset. Wir haben from an dessen stelle gesetzet. / Fundstelle
Seite: (102) [118]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] als in der Dattelahrt; weder die Engel/ noch menschen / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] als in der Dattelahrt; weder die Engel/ noch menschen / Fundstelle
Seite: (103) [119]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Für wakren ruhm/ habe ich heilgen gesetzt / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Für wakren ruhm/ habe ich heilgen gesetzt / Fundstelle
Seite: (104) [120]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Daher hette ich auch dieses reimband leichtlich also verändern können: pflantzt ihren heilgen ruhm/ nach seinen würden/ fort. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Daher hette ich auch dieses reimband leichtlich also verändern können: pflantzt ihren heilgen ruhm/ nach seinen würden/ fort. / Fundstelle
Seite: (105) [121]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Adam Reisner hat der Keiserlichen Hoheit keinen eingrif getahn/ wan er in der auftragsrede [S] vor seiner Beschreibung Jerusalems also redet / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Adam Reisner hat der Keiserlichen Hoheit keinen eingrif getahn/ wan er in der auftragsrede [S] vor seiner Beschreibung Jerusalems also redet / Fundstelle
Seite: (107-108) [123-124]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: D. Ich erinnere mich itzund bei den vorigen reden meines Herrn Liebholds/ da er sagte/ man solte König unser/ vor unser König schreiben/ des Herrn Luhters; der das [aq]Pater noster[/aq], nach dem buchstaben der Lateinischen redensahrt/ Vater unser verteutschet. Nun sagte mir noch neulich ein Kantzlei-[S]schreiber/ Er hette hierinnen/ auf guht Hofmännisch/ höflich und ehrerbietig handeln wollen/ indem er GOTTE dem Vater die ehre gegeben/ und Ihn vor/ uns aber nach gesetzt. ¶ M. Der guhte Luhter hat alhier wohl am wenigsten an die heutige weltseelige höfligkeit gedacht: sondern er hat auf das Griechische [griech.] ein auge gehabt/ und solches dem buchstaben der grundsprache nach/ verdeutschen wollen/ gleichsam als solte es heissen/ o Vater unserer/ oder/ o Vater unserer aller/ Dan unser ist alhier nicht die nenendung der mehrern zahl; wie der ungeschikte gemeine man/ obenaus und nirgendan/ urteilet: sondern es ist die gebuhrtsendung der mehrern zahl/ aus unserer gemacht; da der wohllaut gemeiniglich das mittelste e/ ja wohl gar das r zugleich mit/ und also das gantze wortglied er/ weg zu werfen pfleget. Zudem wird es alhier nicht als ein beiständiges/ sondern als ein selbständiges gebrauchet. Doch bin ich nicht in abrede/ daß es besser were/ weil es volkommener ist/ wan man sagte/ Vater unserer/ oder unsrer; sonderlich weil unserer alhier ein selbständiges wort sein sol/ oder vielmehr desselben stelle verwalten/ ja zum überflusse als ein wort in der gebuhrtsendung der mehrernzahl seinem zugefügten/ das in der nenendung stehet/ nachgesetzt wird. / Fundstelle
Seite: (109-110) [125-126]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Daß der seelige Flämming/ welches mir hierbei eben einfället/ diese zwei bände/ ¶ Verzeiht mirs/ bin ichs währt/ GOtt/ Vater/ Liebste/ [?] Freunde: ¶ [...] ¶ in seine Grabschrift mir eingemischet/ da sie doch zimlich hart lauten/ und dahin zu deuten/ als wan er auch zugleich GOtte guhte nacht geben/ und neben dem himmel hin fahren wolte / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Daß der seelige Flämming/ welches mir hierbei eben einfället/ diese zwei bände/ ¶ Verzeiht mirs/ bin ichs währt/ GOtt/ Vater/ Liebste/ [?] Freunde: ¶ [...] ¶ in seine Grabschrift mir eingemischet/ da sie doch zimlich hart lauten/ und dahin zu deuten/ als wan er auch zugleich GOtte guhte nacht geben/ und neben dem himmel hin fahren wolte / Fundstelle
Seite: (114) [130]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Von diesem Senfe/ damit ichs hier beileuftig erinnere/ sagt unser Heiland bei dem Heilverkündiger Mattesen also: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorne/ das ein mensch nahm/ uns säete es auf seinen akker: welches das kleineste ist unter allen saamen; wan es aber erwächset/ so ist es das grösseste unter dem kohl (staudenkreutern) und wird ein baum/ daß die vogel unter dem himmel kommen/ und wohnen unter seinen zweigen. Unser Senf aber/ der bei uns wächset/ ist bei weitem so groß und fruchtbar nicht (wie mein Herr wohl weis) als der Morgenländische/ von dem unser Seeligmacher alhier redet. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Von diesem Senfe/ damit ichs hier beileuftig erinnere/ sagt unser Heiland bei dem Heilverkündiger Mattesen also: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorne/ das ein mensch nahm/ uns säete es auf seinen akker: welches das kleineste ist unter allen saamen; wan es aber erwächset/ so ist es das grösseste unter dem kohl (staudenkreutern) und wird ein baum/ daß die vogel unter dem himmel kommen/ und wohnen unter seinen zweigen. Unser Senf aber/ der bei uns wächset/ ist bei weitem so groß und fruchtbar nicht (wie mein Herr wohl weis) als der Morgenländische/ von dem unser Seeligmacher alhier redet. / Fundstelle
Seite: (117) [133]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Nun fängt Drudelieb an den schlus zu machen: ¶ Himmel/ schikke solche blikke/ / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Nun fängt Drudelieb an den schlus zu machen: ¶ Himmel/ schikke solche blikke/ / Fundstelle
Seite: (118) [134]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Himmel! schikke liebe blikke; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Himmel! schikke liebe blikke; / Fundstelle
Seite: (122) [138]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Der heilige Paulus [(a) 1. Timot. 5. 24.] schreibet auch an seinen lehrling Timo-[S]teus; daß er nicht allezeit wasser/ sondern bisweilen ein wenig Weins/ üm seines magens willen/ und weil er oft krank sei/ genüßen solte. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Der heilige Paulus [(a) 1. Timot. 5. 24.] schreibet auch an seinen lehrling Timo-[S]teus; daß er nicht allezeit wasser/ sondern bisweilen ein wenig Weins/ üm seines magens willen/ und weil er oft krank sei/ genüßen solte. / Fundstelle
Seite: (12-13) [28-29]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Itzund war eben die sonne aufgegangen/ als sich Mahrhold aus seiner nachtruhe erhub/ diesem des HERrn ruhetage sein recht zu tuhn/ und dem Höchsten der Götter/ durch etliche andachten/ seine gebühr zu erweisen/ ehe sein Deutschlieb ihn abforderte: welcher mit ihm hinüber ins Wasserland/ zur kirche/ zu fahren versprochen. Und so hatte er kaum ein stündlein mit lesen verschlossen/ als sich sein Hertzensfreund schon einstellete. Weil es aber in etwas zu früh war/ auch die wasserbeume noch nicht eröfnet/ ergetzten sie sich beiderseits noch eine guhteweile mit lesen der h. Schrift; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Itzund war eben die sonne aufgegangen/ als sich Mahrhold aus seiner nachtruhe erhub/ diesem des HERrn ruhetage sein recht zu tuhn/ und dem Höchsten der Götter/ durch etliche andachten/ seine gebühr zu erweisen/ ehe sein Deutschlieb ihn abforderte: welcher mit ihm hinüber ins Wasserland/ zur kirche/ zu fahren versprochen. Und so hatte er kaum ein stündlein mit lesen verschlossen/ als sich sein Hertzensfreund schon einstellete. Weil es aber in etwas zu früh war/ auch die wasserbeume noch nicht eröfnet/ ergetzten sie sich beiderseits noch eine guhteweile mit lesen der h. Schrift; / Fundstelle
Seite: (112) [128]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Opitz hat in seiner Judit dergleichen bände auch allezeit weiblich durchgeschnitten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [M., J.T.] Opitz hat in seiner Judit dergleichen bände auch allezeit weiblich durchgeschnitten. / Fundstelle
Seite: (116) [132]
 

Abbrechen