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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Q426 (Gelöschtes Datenobjekt)
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: §. 2. Wie nun die Reimen in der Hebreischen Sprache anzutreffen (welches Buxdorff [aq]Gramm. p. 629[/aq]. aus dem Psalter beweiset;) wie sie auch anzutreffen in der Lateinischen/ (da [S] man nicht allein in der Mitte des Wortes den Reim/ als [aq]bella puella decoræ more pa læstræ[/aq] beobachtet/ wie [aq]P. Caroli. Aim. Gell, c. 19. p. m. 499[/aq]. schreibt/ sondern auch am Ende/ wie [aq]Bernhardus und Cremcovius[/aq] gethan: Also auch [aq]Lucanus: Majores in luce moras tu sola furentem, inde virum poteras atqve hinc retinere[/aq] parentem. Wie hiervon zusehen seyn [aq]Massenius l. 2. Pal. E. Poët.c. 29. und Jac. Balde in Philomela[/aq], und gedachter [aq]Ph. Caroli d. I[/aq]. ;) Also sind sie in der teutschen Sprache am allerbekantesten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: §. 2. Wie nun die Reimen in der Hebreischen Sprache anzutreffen (welches Buxdorff [aq]Gramm. p. 629[/aq]. aus dem Psalter beweiset;) wie sie auch anzutreffen in der Lateinischen/ (da [S] man nicht allein in der Mitte des Wortes den Reim/ als [aq]bella puella decoræ more pa læstræ[/aq] beobachtet/ wie [aq]P. Caroli. Aim. Gell, c. 19. p. m. 499[/aq]. schreibt/ sondern auch am Ende/ wie [aq]Bernhardus und Cremcovius[/aq] gethan: Also auch [aq]Lucanus: Majores in luce moras tu sola furentem, inde virum poteras atqve hinc retinere[/aq] parentem. Wie hiervon zusehen seyn [aq]Massenius l. 2. Pal. E. Poët.c. 29. und Jac. Balde in Philomela[/aq], und gedachter [aq]Ph. Caroli d. I[/aq]. ;) Also sind sie in der teutschen Sprache am allerbekantesten. / Fundstelle
Seite: (27-28) [42-43]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: IV. Man muß nicht Lust tragen an garstigen unflätigen Possen/ und ärgerlichen Liedern/ denn sonst triffts ein/ was [aq]Hieronymus[/aq] beym [aq]Grutero[/aq] in Face artium lib. Syll. 5. c. 7. p. 120. spricht/ [aq]Poetarum Versus esse pabulum Dæmonum[/aq], und mus darnach heissen/ was [aq]Paulinus Epist[/aq]. 7. gesagt: [aq]Negant Camænis, nec patent Apollini dicata Christo pectora[/aq]. Nicht alle Gedichte sind zu lesen verboten/ sagt [aq]Gregorius lib. 9. Regist. Ep. 49[/aq]. sondern nur diejenige/ [aq]quae libidinis fomenta excitant[/aq], denn man opfert dem Teufel nicht nur allein/ wenn man ihm Weirauch anzündet/ sondern wenn man auch Lust hat an garstigen und lust-reizenden Rede-Arten und Liedern. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: IV. Man muß nicht Lust tragen an garstigen unflätigen Possen/ und ärgerlichen Liedern/ denn sonst triffts ein/ was [aq]Hieronymus[/aq] beym [aq]Grutero[/aq] in Face artium lib. Syll. 5. c. 7. p. 120. spricht/ [aq]Poetarum Versus esse pabulum Dæmonum[/aq], und mus darnach heissen/ was [aq]Paulinus Epist[/aq]. 7. gesagt: [aq]Negant Camænis, nec patent Apollini dicata Christo pectora[/aq]. Nicht alle Gedichte sind zu lesen verboten/ sagt [aq]Gregorius lib. 9. Regist. Ep. 49[/aq]. sondern nur diejenige/ [aq]quae libidinis fomenta excitant[/aq], denn man opfert dem Teufel nicht nur allein/ wenn man ihm Weirauch anzündet/ sondern wenn man auch Lust hat an garstigen und lust-reizenden Rede-Arten und Liedern. / Fundstelle
Seite: (7) [22]
 
Eigenschaft / Autoritäten
§. 2. Nun müssen wir Christen zwar gestehen/ daß [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unhöfliches Wort zu reden vergönnt/ in Erwegung daß darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einführen. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift ließ solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gewürzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel könte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. ¶ §. 3 Also wann ich solt und müste Sachen einführen/ derer man sich zu schämen hat/ macht ichs wie Opiz ¶ Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ ¶ Da wo man auf die Wand den blossen Rükken kehrt. ¶ Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] ¶ -- [aq]Unde prodire solent[/aq] ¶ [aq]Qvæ de Sabaeis nil spirant messibus auræ[/aq]. ¶ [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebräern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. ¶ §. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben kömt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. ¶ §. 5. Derowegen mag niemand meinen/ daß die unhöffliche Lieder/ so hin und her bey den Liedermännern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gemüht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn.
 
Eigenschaft / Autoritäten: §. 2. Nun müssen wir Christen zwar gestehen/ daß [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unhöfliches Wort zu reden vergönnt/ in Erwegung daß darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einführen. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift ließ solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gewürzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel könte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. ¶ §. 3 Also wann ich solt und müste Sachen einführen/ derer man sich zu schämen hat/ macht ichs wie Opiz ¶ Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ ¶ Da wo man auf die Wand den blossen Rükken kehrt. ¶ Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] ¶ -- [aq]Unde prodire solent[/aq] ¶ [aq]Qvæ de Sabaeis nil spirant messibus auræ[/aq]. ¶ [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebräern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. ¶ §. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben kömt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. ¶ §. 5. Derowegen mag niemand meinen/ daß die unhöffliche Lieder/ so hin und her bey den Liedermännern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gemüht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: §. 2. Nun müssen wir Christen zwar gestehen/ daß [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unhöfliches Wort zu reden vergönnt/ in Erwegung daß darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einführen. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift ließ solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gewürzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel könte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. ¶ §. 3 Also wann ich solt und müste Sachen einführen/ derer man sich zu schämen hat/ macht ichs wie Opiz ¶ Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ ¶ Da wo man auf die Wand den blossen Rükken kehrt. ¶ Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] ¶ -- [aq]Unde prodire solent[/aq] ¶ [aq]Qvæ de Sabaeis nil spirant messibus auræ[/aq]. ¶ [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebräern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. ¶ §. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben kömt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. ¶ §. 5. Derowegen mag niemand meinen/ daß die unhöffliche Lieder/ so hin und her bey den Liedermännern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gemüht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn. / Fundstelle
Seite: (26-27) [41-42]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: §. 2. Wie nun die Reimen in der Hebreischen Sprache anzutreffen (welches Buxdorff [aq]Gramm. p. 629[/aq]. aus dem Psalter beweiset;) wie sie auch anzutreffen in der Lateinischen/ (da [S] man nicht allein in der Mitte des Wortes den Reim/ als [aq]bella puella decoræ more pa læstræ[/aq] beobachtet/ wie [aq]P. Caroli. Aim. Gell, c. 19. p. m. 499[/aq]. schreibt/ sondern auch am Ende/ wie [aq]Bernhardus und Cremcovius[/aq] gethan: Also auch [aq]Lucanus: Majores in luce moras tu sola furentem, inde virum poteras atqve hinc retinere[/aq] parentem. Wie hiervon zusehen seyn [aq]Massenius l. 2. Pal. E. Poët.c. 29. und Jac. Balde in Philomela[/aq], und gedachter [aq]Ph. Caroli d. I[/aq]. ;) Also sind sie in der teutschen Sprache am allerbekantesten. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: §. 2. Wie nun die Reimen in der Hebreischen Sprache anzutreffen (welches Buxdorff [aq]Gramm. p. 629[/aq]. aus dem Psalter beweiset;) wie sie auch anzutreffen in der Lateinischen/ (da [S] man nicht allein in der Mitte des Wortes den Reim/ als [aq]bella puella decoræ more pa læstræ[/aq] beobachtet/ wie [aq]P. Caroli. Aim. Gell, c. 19. p. m. 499[/aq]. schreibt/ sondern auch am Ende/ wie [aq]Bernhardus und Cremcovius[/aq] gethan: Also auch [aq]Lucanus: Majores in luce moras tu sola furentem, inde virum poteras atqve hinc retinere[/aq] parentem. Wie hiervon zusehen seyn [aq]Massenius l. 2. Pal. E. Poët.c. 29. und Jac. Balde in Philomela[/aq], und gedachter [aq]Ph. Caroli d. I[/aq]. ;) Also sind sie in der teutschen Sprache am allerbekantesten. / Fundstelle
Seite: (27-28) [42-43]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: IV. Man muß nicht Lust tragen an garstigen unflätigen Possen/ und ärgerlichen Liedern/ denn sonst triffts ein/ was [aq]Hieronymus[/aq] beym [aq]Grutero[/aq] in Face artium lib. Syll. 5. c. 7. p. 120. spricht/ [aq]Poetarum Versus esse pabulum Dæmonum[/aq], und mus darnach heissen/ was [aq]Paulinus Epist[/aq]. 7. gesagt: [aq]Negant Camænis, nec patent Apollini dicata Christo pectora[/aq]. Nicht alle Gedichte sind zu lesen verboten/ sagt [aq]Gregorius lib. 9. Regist. Ep. 49[/aq]. sondern nur diejenige/ [aq]quae libidinis fomenta excitant[/aq], denn man opfert dem Teufel nicht nur allein/ wenn man ihm Weirauch anzündet/ sondern wenn man auch Lust hat an garstigen und lust-reizenden Rede-Arten und Liedern. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: IV. Man muß nicht Lust tragen an garstigen unflätigen Possen/ und ärgerlichen Liedern/ denn sonst triffts ein/ was [aq]Hieronymus[/aq] beym [aq]Grutero[/aq] in Face artium lib. Syll. 5. c. 7. p. 120. spricht/ [aq]Poetarum Versus esse pabulum Dæmonum[/aq], und mus darnach heissen/ was [aq]Paulinus Epist[/aq]. 7. gesagt: [aq]Negant Camænis, nec patent Apollini dicata Christo pectora[/aq]. Nicht alle Gedichte sind zu lesen verboten/ sagt [aq]Gregorius lib. 9. Regist. Ep. 49[/aq]. sondern nur diejenige/ [aq]quae libidinis fomenta excitant[/aq], denn man opfert dem Teufel nicht nur allein/ wenn man ihm Weirauch anzündet/ sondern wenn man auch Lust hat an garstigen und lust-reizenden Rede-Arten und Liedern. / Fundstelle
Seite: (7) [22]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
§. 2. Nun müssen wir Christen zwar gestehen/ daß [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unhöfliches Wort zu reden vergönnt/ in Erwegung daß darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einführen. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift ließ solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gewürzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel könte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. ¶ §. 3 Also wann ich solt und müste Sachen einführen/ derer man sich zu schämen hat/ macht ichs wie Opiz ¶ Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ ¶ Da wo man auf die Wand den blossen Rükken kehrt. ¶ Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] ¶ -- [aq]Unde prodire solent[/aq] ¶ [aq]Qvæ de Sabaeis nil spirant messibus auræ[/aq]. ¶ [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebräern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. ¶ §. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben kömt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. ¶ §. 5. Derowegen mag niemand meinen/ daß die unhöffliche Lieder/ so hin und her bey den Liedermännern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gemüht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: §. 2. Nun müssen wir Christen zwar gestehen/ daß [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unhöfliches Wort zu reden vergönnt/ in Erwegung daß darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einführen. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift ließ solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gewürzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel könte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. ¶ §. 3 Also wann ich solt und müste Sachen einführen/ derer man sich zu schämen hat/ macht ichs wie Opiz ¶ Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ ¶ Da wo man auf die Wand den blossen Rükken kehrt. ¶ Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] ¶ -- [aq]Unde prodire solent[/aq] ¶ [aq]Qvæ de Sabaeis nil spirant messibus auræ[/aq]. ¶ [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebräern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. ¶ §. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben kömt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. ¶ §. 5. Derowegen mag niemand meinen/ daß die unhöffliche Lieder/ so hin und her bey den Liedermännern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gemüht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: §. 2. Nun müssen wir Christen zwar gestehen/ daß [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unhöfliches Wort zu reden vergönnt/ in Erwegung daß darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einführen. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift ließ solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gewürzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel könte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. ¶ §. 3 Also wann ich solt und müste Sachen einführen/ derer man sich zu schämen hat/ macht ichs wie Opiz ¶ Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ ¶ Da wo man auf die Wand den blossen Rükken kehrt. ¶ Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] ¶ -- [aq]Unde prodire solent[/aq] ¶ [aq]Qvæ de Sabaeis nil spirant messibus auræ[/aq]. ¶ [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebräern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. ¶ §. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben kömt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. ¶ §. 5. Derowegen mag niemand meinen/ daß die unhöffliche Lieder/ so hin und her bey den Liedermännern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gemüht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn. / Fundstelle
Seite: (26-27) [41-42]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bisweilen auch von einem Anagrammate oder Letterwechsel/ [aq]cui magnam efficacitatem inesse ridiculè putant Cabbalistae[/aq]. Capnio. l. 1. (wie dieser Wechsel leicht zu machen/ und daß darbey ein völliger [aq]Sésus[/aq] heraus kommen müsse/ berichtet Harsdorf. im Trichter.) [...] Andere machen ein Gedicht vermittels der Trigonischen oder dreyekk Zahl-art. Durch welche Zahlen/ nach Rabbinischer [aq]Cabbalae[/aq]-Art/ der Name dessen/ welchem man ein Gedicht aufsezt/ in andere Wörter verändert wird/ die eben sol-[S]che Zahl Summa machen/ als das [aq]nomen convertendum[/aq] hatte. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bisweilen auch von einem Anagrammate oder Letterwechsel/ [aq]cui magnam efficacitatem inesse ridiculè putant Cabbalistae[/aq]. Capnio. l. 1. (wie dieser Wechsel leicht zu machen/ und daß darbey ein völliger [aq]Sésus[/aq] heraus kommen müsse/ berichtet Harsdorf. im Trichter.) [...] Andere machen ein Gedicht vermittels der Trigonischen oder dreyekk Zahl-art. Durch welche Zahlen/ nach Rabbinischer [aq]Cabbalae[/aq]-Art/ der Name dessen/ welchem man ein Gedicht aufsezt/ in andere Wörter verändert wird/ die eben sol-[S]che Zahl Summa machen/ als das [aq]nomen convertendum[/aq] hatte. / Fundstelle
Seite: (40-41) [55-56]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Oder wie Bischoff [aq]Freculphus[/aq] in dem Gedicht vor seinem [aq]Chronico[/aq], daß er an seinen Lehrmeister [aq]Elisacharum[/aq] schreibet/ sagt; ¶ Hæc cecini breviter memorans, venerande Sacerdos / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Oder wie Bischoff [aq]Freculphus[/aq] in dem Gedicht vor seinem [aq]Chronico[/aq], daß er an seinen Lehrmeister [aq]Elisacharum[/aq] schreibet/ sagt; ¶ Hæc cecini breviter memorans, venerande Sacerdos / Fundstelle
Seite: (5) [20]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: und wie der Seel. [aq]Lutherus[/aq] im 51. Psalm/ das Wort Entsündigen/ braucht/ und bey den Teutschen Sprach-Schreibern dadurch Lob verdienet hat. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: und wie der Seel. [aq]Lutherus[/aq] im 51. Psalm/ das Wort Entsündigen/ braucht/ und bey den Teutschen Sprach-Schreibern dadurch Lob verdienet hat. / Fundstelle
Seite: (20) [35]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]DEO SOLI[/aq]. ¶ cujus ¶ [aq]POEMA SUMUS[/aq] ¶ Eph. 2. v. 10. ¶ [aq]GLORIA[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]DEO SOLI[/aq]. ¶ cujus ¶ [aq]POEMA SUMUS[/aq] ¶ Eph. 2. v. 10. ¶ [aq]GLORIA[/aq]. / Fundstelle
Seite: (42) [57]
 

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