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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Menantes. Ein Dichterleben zwischen Barock und Aufklärung. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Neumeister, Erdmann (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Hunold, Christian Friedrich (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Erdmann Neumeister (1671–1756). Wegbereiter der evangelischen Kirchenkantate. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Erdmann Neumeister 1671–1756. Biografisches Mosaik. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Conduite und Text. Paradigmen eines galanten Literaturmodells im Werk von Christian Friedrich Hunold (Menantes). / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Galanterie. Die Fabrikation einer natürlichen Ethik der höfischen Gesellschaft (1650–1710). / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Die Poetik Erdmann Neumeisters und ihre Beziehung zur barocken und galanten Dichtungslehre. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Christian Friedrich Hunold (Menantes). Sein Leben und seine Werke. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Inspiration: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Inspiration
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Inspiration: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Inspiration: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Bey Gottfried Liebernickel/ im Dom/ 1707. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Bey Gottfried Liebernickel/ im Dom/ 1707. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [9]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Eben daselbst sind unsers Herrn Ober-Hof-Predigers [aq]Cantaten[/aq] in der Schloß-Kirche eingeführet worden/ als an welchem berühmten Hofe unter andern Wissenschafften die edle und vielen grossen Herrn angenehme [aq]Poesie[/aq], durch Ihn den hohen Beyfall der höchsten Personen/ und durchgehends so viel Ruhm als Würckung erworben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Eben daselbst sind unsers Herrn Ober-Hof-Predigers [aq]Cantaten[/aq] in der Schloß-Kirche eingeführet worden/ als an welchem berühmten Hofe unter andern Wissenschafften die edle und vielen grossen Herrn angenehme [aq]Poesie[/aq], durch Ihn den hohen Beyfall der höchsten Personen/ und durchgehends so viel Ruhm als Würckung erworben. / Fundstelle
Seite: (unpag.) [40]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XIX[/aq]. Und hieher gehören nun alle [aq]Pecora Campi[/aq], die Zesen/ Harsdörffern und andere Grillen recht [aq]pietisti[/aq]sch [aq]imiti[/aq]ret. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]XIX[/aq]. Und hieher gehören nun alle [aq]Pecora Campi[/aq], die Zesen/ Harsdörffern und andere Grillen recht [aq]pietisti[/aq]sch [aq]imiti[/aq]ret. / Fundstelle
Seite: (50) [136]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleichfalls wolte ich mich vor keinen Pietisten in der [aq]Poesie[/aq] schelten lassen/ wenn ich das [aq]Capo[/aq] zweymahl/ in der Mitten und am Ende/ setzte. Z. E. ¶ Es ist nichts umsonst gethan. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Gleichfalls wolte ich mich vor keinen Pietisten in der [aq]Poesie[/aq] schelten lassen/ wenn ich das [aq]Capo[/aq] zweymahl/ in der Mitten und am Ende/ setzte. Z. E. ¶ Es ist nichts umsonst gethan. / Fundstelle
Seite: (223) [309]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Fundstelle
Seite: (500) [586]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (554) [640]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist aber [aq]fingi[/aq]ret/ daß Amnon geschrieben/ ehe er die Blut-Schande begangen. ¶ Amnon an Thamar. ¶ DIe Banden der Gedult sind Amnons Brunst zerrissen. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Es ist aber [aq]fingi[/aq]ret/ daß Amnon geschrieben/ ehe er die Blut-Schande begangen. ¶ Amnon an Thamar. ¶ DIe Banden der Gedult sind Amnons Brunst zerrissen. / Fundstelle
Seite: (109) [195]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Thamar an Amnon. ¶ DEr Anblick deine Briefs ist mir vergnügt gewesen/ / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Thamar an Amnon. ¶ DEr Anblick deine Briefs ist mir vergnügt gewesen/ / Fundstelle
Seite: (113) [199]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Auf gleichen Schlag waren andere Briefe verfertiget/ welche sie einander nach vollbrachter That geschrieben/ und da die Liebe in Haß verwandelt war. Item einen der Thamar an Absolom/ darinnen sie es ihm klaget/ und einen von Absolom an sie/ darinnen er sie tröstet. Doch sie sind mir gestohlen worden. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Auf gleichen Schlag waren andere Briefe verfertiget/ welche sie einander nach vollbrachter That geschrieben/ und da die Liebe in Haß verwandelt war. Item einen der Thamar an Absolom/ darinnen sie es ihm klaget/ und einen von Absolom an sie/ darinnen er sie tröstet. Doch sie sind mir gestohlen worden. / Fundstelle
Seite: (116) [202]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Zu Herrn [aq]D[/aq]. Riemers/ [aq]Superint[/aq]. in Hildesheim/ ehedessen [aq]Profess[/aq]. in Weissenfels/ Gemählde. ¶ DU Held in Israel/ du theurer Gottes-Mann/ / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Zu Herrn [aq]D[/aq]. Riemers/ [aq]Superint[/aq]. in Hildesheim/ ehedessen [aq]Profess[/aq]. in Weissenfels/ Gemählde. ¶ DU Held in Israel/ du theurer Gottes-Mann/ / Fundstelle
Seite: (248) [334]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Matth. XI, 28[/aq]. ¶ Kommet her zu mir alle/ die ihr mühseelig und beladen seyd/ ich will euch erquicken. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ UNd warum kömmt mein arm Gebet vor dich. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Matth. XI, 28[/aq]. ¶ Kommet her zu mir alle/ die ihr mühseelig und beladen seyd/ ich will euch erquicken. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ UNd warum kömmt mein arm Gebet vor dich. / Fundstelle
Seite: (276) [362]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Ps. LXXIII, 12. XLIX, 7. Job. XXXI, 24. Ps. XL, 18. Thren. III, 14[/aq]. ¶ Siehe/ die Gottlosen sind glückseelig in der Welt/ und werden reich. Sie verlassen sich auf ihr Guth/ und trotzen auf ihren grossen Reichthum. Sie stellen das Gold zu ihrer Zuversicht/ und sagen zu dem Gold-Klumpen: Mein Trost! Ich bin arm und elend/ der HErr aber sorget vor mich. Der HErr ist mein Theil/ spricht meine Seele/ drum will ich auf ihn hoffen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. GUt und Geld / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Ps. LXXIII, 12. XLIX, 7. Job. XXXI, 24. Ps. XL, 18. Thren. III, 14[/aq]. ¶ Siehe/ die Gottlosen sind glückseelig in der Welt/ und werden reich. Sie verlassen sich auf ihr Guth/ und trotzen auf ihren grossen Reichthum. Sie stellen das Gold zu ihrer Zuversicht/ und sagen zu dem Gold-Klumpen: Mein Trost! Ich bin arm und elend/ der HErr aber sorget vor mich. Der HErr ist mein Theil/ spricht meine Seele/ drum will ich auf ihn hoffen. [S] ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ [aq]1[/aq]. GUt und Geld / Fundstelle
Seite: (278-279) [364-365]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Prov. XI, 28. Ps. IX, 10, 11[/aq]. ¶ Wer sich auf Reichtum verläst/ der wird untergehen/ aber die Gerechten werden grünen/ wie ein Blat. Und der HErr ist des Armen Schutz/ ein Schutz in der Noht. Drum hoffen auf dich/ die deinen Nahmen kennen. Denn du verlässest nicht/ die dich/ HErr/ suchen. ¶ Eine Braut-Messe. ¶ [aq]Sir. XXVI, 1[/aq]. ¶ Wohl dem/ der ein tugendsam Weib hat. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ KEine Kostbarkeit von Schätzen / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Prov. XI, 28. Ps. IX, 10, 11[/aq]. ¶ Wer sich auf Reichtum verläst/ der wird untergehen/ aber die Gerechten werden grünen/ wie ein Blat. Und der HErr ist des Armen Schutz/ ein Schutz in der Noht. Drum hoffen auf dich/ die deinen Nahmen kennen. Denn du verlässest nicht/ die dich/ HErr/ suchen. ¶ Eine Braut-Messe. ¶ [aq]Sir. XXVI, 1[/aq]. ¶ Wohl dem/ der ein tugendsam Weib hat. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ KEine Kostbarkeit von Schätzen / Fundstelle
Seite: (279) [365]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Tob. VII, 15[/aq]. ¶ Der GOtt Abraham/ der GOtt Isaac/ und der GOtt Jacob/ sey mit euch/ und helffe euch zusammen/ und gebe seinen Seegen reichlich über euch. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GEbet seelig/ edles Paar! / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Tob. VII, 15[/aq]. ¶ Der GOtt Abraham/ der GOtt Isaac/ und der GOtt Jacob/ sey mit euch/ und helffe euch zusammen/ und gebe seinen Seegen reichlich über euch. ¶ [aq]Aria[/aq]. ¶ GEbet seelig/ edles Paar! / Fundstelle
Seite: (281) [367]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Als da ist Joseph in drey [aq]Operen[/aq] zu Dreßden; [aq]Ulysses[/aq] in zweyen zu Wolfenbüttel/ [aq]praesenti[/aq]ret worden. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Als da ist Joseph in drey [aq]Operen[/aq] zu Dreßden; [aq]Ulysses[/aq] in zweyen zu Wolfenbüttel/ [aq]praesenti[/aq]ret worden. / Fundstelle
Seite: (400) [486]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]CCXCI[/aq]. Es ist mir allemahl lächerlich vorkommen/ wenn man die Historie von Joseph oder vom verlohrnen Sohn gespielet; und den Personen Teutsche/ Lateinische odrr Christliche Nahmen zugeleget hat. Das gehöret mit unter die [aq]absurda Comica[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]CCXCI[/aq]. Es ist mir allemahl lächerlich vorkommen/ wenn man die Historie von Joseph oder vom verlohrnen Sohn gespielet; und den Personen Teutsche/ Lateinische odrr Christliche Nahmen zugeleget hat. Das gehöret mit unter die [aq]absurda Comica[/aq]. / Fundstelle
Seite: (402) [488]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Exemplum[/aq], Salomonis/ Simsons etc. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Exemplum[/aq], Salomonis/ Simsons etc. / Fundstelle
Seite: (533) [619]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Eva/ die Mutter alles Frauenzimmers/ bedeckte ihre Schande mit Feigen-Blättern. Doch ihre Töchter hingegen sind gar aus der Art geschlagen/ die entblössen lieber alles/ was die Schamhafftigkeit will bedeckt haben. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Eva/ die Mutter alles Frauenzimmers/ bedeckte ihre Schande mit Feigen-Blättern. Doch ihre Töchter hingegen sind gar aus der Art geschlagen/ die entblössen lieber alles/ was die Schamhafftigkeit will bedeckt haben. / Fundstelle
Seite: (553) [639]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLVIII[/aq]. Wir wollen aber eben nicht eine neue [aq]Division[/aq] des [aq]Styli[/aq], und eine [aq]Distinction[/aq] zwischen dem [aq]Stylo Ecclesiastico[/aq] und [aq]Politico[/aq] machen/ weil doch jener mit diesem eine grosse Verwandschafft hat/ ohne nur/ daß er sich mit seinen [aq]Realien[/aq] auf die heilige Schrifft und Glaubens-Lehre gründet/ und in Worten/ und [aq]Phrasibus[/aq] seine Richtschnur gemeiniglich nach unserer Teutschen Bibel nimmet. [S] ¶ [aq]XLIX[/aq]. Und dannenhero muß man sich in geistl. Liedern vor allen Dingen an Biblis. Worte und [aq]Phrases[/aq] binden und halten/ wo es sich thun läst/ und dergleichen zur vorhabenden Materie vorhanden sind. Man redet doch lieber mit dem heiligen Geiste/ als aus Menschlicher Weißheit und eigner [aq]Speculation[/aq]. So dann wird es auch an Kern und Nachdruck nicht fehlen. ¶ [aq]L[/aq]. Hiernächst schreibe man so deutlich und geistlich-einfältig/ als man immer kan/ und setze sich Lutherum/ Bartholomäum Ringwalden/ Johann Francken/ Simon Dachen/ Johann Herrmannen/ Paul Gerharden/ und andere geistreiche Männer/ zur [aq]Imitation[/aq] vor/ nehmlich [aq]qua dictionem & realia[/aq], nicht aber/ zu mahl bey den Alten/ [aq]qua constructionem & Rhytmos[/aq], welche hier eben so rein/ wie in andern Gedichten seyn müssen. ¶ [aq]LI[/aq]. Man machet sonst einen grossen Staat von Johann Risten. Allein mein [aq]Judicium[/aq], ohne jemanden zum [aq]Praejudiz[/aq] von ihm zugeben/ so finde ich in dem zehenden Gesange kaum ein bisgen Safft und Krafft/ welches ein andächtiges Hertze recht vergnügen könne. Wie konte es aber auch anders kommen? Indem er den Buchführern alle Lieder/ und derer gantze Lasten voll/ ums Geld ausfertigte. Gleichwol waren sie in grosser [aq]Estime[/aq], das macht/ er hatte einen Mantel um/ welcher [aq]Opinio[/aq] heisset. / Fundstelle
Seite: (475-476) [561-562]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Fundstelle
Seite: (500) [586]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]XLI. Locus Testimoniorum[/aq] schliesset den [aq]Troup[/aq], und beziehet sich entweder auff ein [aq]Dictum Biblicum[/aq], oder [aq]Hypothesin[/aq] und [aq]Principium[/aq], so schon insgemein von der klugen Welt [aq]recipi[/aq]ret ist/ oder schön [aq]Apophthegma[/aq], und [aq]Sententiam[/aq] eines weisen Mannes/ oder [aq]Emblema[/aq], oder [aq]Medaille[/aq], oder Gewohnheit/ oder [aq]Symbolum[/aq], und was dergleichen [aq]Curioesitae[/aq]ten mehr sind. Z. E. Sirach spricht: Gewöhne dich nicht zur Sängerin/ daß sie dich nicht fahe mit ihren Reitzen. Einer mahlete eine Sirene/ und schrieb darzu: [aq]Incantat dum cantat, &c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (554) [640]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sein [Hofmannswaldaus, J.T.] sterbender [aq]Socrates[/aq] redet mit beweglicher [aq]morali[/aq]scher Klugheit/ und seine geistlichen und andere Lieder von der Zufriedenheit und Ausschmückung des Gemühts/ führen so schöne Sitten-Lehre in sich/ daß/ welches eines jeden Poeten [aq]Propos[/aq] seyn soll/ in dem Herrn von Hofmanns-Waldau die Weißheit mit [S] der Anmuht sich vermählet/ und wir so edle Eltern an den hinterlassenen Poetischen Kindern erkennen können. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Sein [Hofmannswaldaus, J.T.] sterbender [aq]Socrates[/aq] redet mit beweglicher [aq]morali[/aq]scher Klugheit/ und seine geistlichen und andere Lieder von der Zufriedenheit und Ausschmückung des Gemühts/ führen so schöne Sitten-Lehre in sich/ daß/ welches eines jeden Poeten [aq]Propos[/aq] seyn soll/ in dem Herrn von Hofmanns-Waldau die Weißheit mit [S] der Anmuht sich vermählet/ und wir so edle Eltern an den hinterlassenen Poetischen Kindern erkennen können. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [26-27]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht;
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun müsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kräuter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran ärgern. ¶ Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich hören läst; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht rühmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingeführt/ zu hören bitten/ so werden Seufftzer/ Thränen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto schöner/ weil sie der Schrifft-gemäß/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so natürlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede stünde? O nein/ man siehet die Züge und die Gänge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ daß er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. ¶ Nach diesem Muster habe mich bemühet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine übrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der Würdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu andächtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man weiß/ daß es der berühmte und in Kirchen-Stücken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Krüger am Hochfürstlichen Weissenfelßischen Hofe gemacht; / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [38-39]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der hochgelehrte Hr. [aq]Doctor[/aq] und [aq]Professor[/aq] Mencke/ in Leipzig/ führet mit einer zierlichen und in der [aq]Poesie[/aq] geschickten Feder in dem [aq]Gratulations Carmine[/aq] auff den Herrn Ober-Hof-Prediger Neumeister/ oder in der Frage: Ob ein Poete wohl [aq]Superintendens[/aq] seyn könne? unter andern an: daß [aq]Marcus Antonius Flaminius[/aq] einer [S] von den Frömsten und Gelehrtsten gewesen/ von dem [aq]Monsieur Bayle[/aq] saget: [aq]Sa pieté n'empecha pas, qu'il ne fit un tres grand nombre de Vers amoureux, & tres-amoureux, quoi qu'il fût Ecclesiastique. Conf. Menage Anti-Baillet T. I, p. 337[/aq]. Ob er gleich im geistlichen Stande/ und dabey von besonderer Frömmigkeit war/ so verhinderte dieses dennoch nicht/ daß er eine grosse Menge verliebter/ und zwar sehr verliebter Verse machte. Und [aq]Mademoiselle de Scudery[/aq], welche den [aq]Affect[/aq] der Liebe in ihren Gedichten und Romanen vortrefflich ausgedruckt/ soll gleichwohl selbst davon frey geblieben seyn. ¶ An welchen und vielen andern angeführten Poeten wohlgedachter Herr [aq]Professor[/aq] Mencke nicht die Liebe/ sondern nur den Mißbrauch dieser edlen [aq]Passion[/aq] in der [aq]Poesie[/aq] getadelt; Und darinnen bin ich so wohl mit ihm eins/ als mit mir selber uneins bin/ in meinen ersten und vor [aq]5[/aq]. Jahren heraus gegebenen Gedichten/ einige schlüpffrige Gedancken durch die Feder fliessen zu lassen. Sie sollen [aq]Virtualiter[/aq] darinnen ausgelöscht seyn; und wiederhol ich hier zum Beschluß: [S] Daß keine vergnügtere und dabey edlere Beschäfftigung ist/ als seine [aq]Poesie[/aq] dem Himmel/ sich selber/ oder seiner Gemühts-Zufriedenheit/ und hohen/ wie auch andern tugendhafften oder Tugend bedürfftigen Personen zu Gefallen und Ruhm verfertigen. ¶ Was den Himmel und die Zufriedenheit anbelangt/ so hat/ wie der Herr [aq]Doctor[/aq] Mencke in gedachten gelehrt-geschickten [aq]Carmine[/aq] anführet/ [aq]Gregorius Nazianzenus[/aq], welcher den Poetischen Geist/ den Geist Gottes genannt/ sein Ertz-Bischoffthum zu [aq]Constantinopel[/aq] im [aq]55[/aq]sten Jahres seines Alters aufgegeben/ üm die [aq]Poesie[/aq] besser abzuwarten. / Fundstelle
Seite: (unpag.-unpag.) [80-82]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Und wenn man kein ander [aq]Fundament[/aq] hat/ so redet und schreibet man auff die Arth/ wie [aq]D[/aq]. Luther die heilige Bibel übersetzet. / Fundstelle
 
Seite: (500) [586]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Bey Gottfried Liebernickel/ im Dom/ 1707. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Bey Gottfried Liebernickel/ im Dom/ 1707. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.) [9]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Sein [Hofmannswaldaus, J.T.] sterbender [aq]Socrates[/aq] redet mit beweglicher [aq]morali[/aq]scher Klugheit/ und seine geistlichen und andere Lieder von der Zufriedenheit und Ausschmückung des Gemühts/ führen so schöne Sitten-Lehre in sich/ daß/ welches eines jeden Poeten [aq]Propos[/aq] seyn soll/ in dem Herrn von Hofmanns-Waldau die Weißheit mit [S] der Anmuht sich vermählet/ und wir so edle Eltern an den hinterlassenen Poetischen Kindern erkennen können. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Sein [Hofmannswaldaus, J.T.] sterbender [aq]Socrates[/aq] redet mit beweglicher [aq]morali[/aq]scher Klugheit/ und seine geistlichen und andere Lieder von der Zufriedenheit und Ausschmückung des Gemühts/ führen so schöne Sitten-Lehre in sich/ daß/ welches eines jeden Poeten [aq]Propos[/aq] seyn soll/ in dem Herrn von Hofmanns-Waldau die Weißheit mit [S] der Anmuht sich vermählet/ und wir so edle Eltern an den hinterlassenen Poetischen Kindern erkennen können. / Fundstelle
 
Seite: (unpag.-unpag.) [26-27]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XIX[/aq]. Und hieher gehören nun alle [aq]Pecora Campi[/aq], die Zesen/ Harsdörffern und andere Grillen recht [aq]pietisti[/aq]sch [aq]imiti[/aq]ret. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]XIX[/aq]. Und hieher gehören nun alle [aq]Pecora Campi[/aq], die Zesen/ Harsdörffern und andere Grillen recht [aq]pietisti[/aq]sch [aq]imiti[/aq]ret. / Fundstelle
 
Seite: (50) [136]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Eva/ die Mutter alles Frauenzimmers/ bedeckte ihre Schande mit Feigen-Blättern. Doch ihre Töchter hingegen sind gar aus der Art geschlagen/ die entblössen lieber alles/ was die Schamhafftigkeit will bedeckt haben. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Eva/ die Mutter alles Frauenzimmers/ bedeckte ihre Schande mit Feigen-Blättern. Doch ihre Töchter hingegen sind gar aus der Art geschlagen/ die entblössen lieber alles/ was die Schamhafftigkeit will bedeckt haben. / Fundstelle
 
Seite: (553) [639]

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