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Eigenschaft / Bibliographische AngabenEigenschaft / Bibliographische Angaben
Eigenschaft / SekundärliteraturEigenschaft / Sekundärliteratur
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Antike Rhetorik und deutsche Literarische Theorie im 17. Jahrhundert. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Daniel Georg Morhof / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Geschichte der deutschen Poetik. Bd. 1. Barock und Frühaufklärung. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Daniels Georg Morhofens Unterricht von der teutschen Sprache und Poesie. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur
 
Eigenschaft / Sekundärliteratur: Morhof, Daniel Georg (Killy) / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ihr erstes auffkommen/ und gleichsam ihre Jugend ist gewesen um das Jahr Christi [aq]1300[/aq]/ da [aq]Dantes, Petrarcha[/aq] und [aq]Boccacius[/aq] gelebt haben/ als die ersten [aq]Triumvîri[/aq], unter den Italiänischen Poeten. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ihr erstes auffkommen/ und gleichsam ihre Jugend ist gewesen um das Jahr Christi [aq]1300[/aq]/ da [aq]Dantes, Petrarcha[/aq] und [aq]Boccacius[/aq] gelebt haben/ als die ersten [aq]Triumvîri[/aq], unter den Italiänischen Poeten. / Fundstelle
Seite: (185) [195]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Derselbe [aq]Spelmannus[/aq] erwehnet/ in den notis [aq]ad §. 43[/aq]. daß der [aq]AElfredus[/aq] in diesen Gesängen zu machen dem heiligen [aq]Aldhelmo[/aq] der fast in die [aq]200[/aq] Jahr vor ihm gelebet/ nachgefolgt. von welchen [aq]Malmesburiensis lib. 5. de gestis Pontificum[/aq] dieses erzehlet: [...] [aq]Populum eo tempore semibarbarum parum divinis sermonibus intentum cantatis missis do[/aq]-[S][aq]mos cursitare solitum. Ideo sanctum virum super pontem, qui urbem & rura continet abeuntibus se opposuisse obicem quasi artem contandi professum. Eò plus quam semel facto plebis favorem & concursum emeritum, sensimque inter ludicra verbis scripturarum insertis cives ad sanctitatem reduxisse, qui si severe & cum excommunicatione agendum putasset, profectò profecisset nihil[/aq]. Diese sein trefliche Exempel/ wie durch hülffe der Poesi die Leute zur GOttesfurcht und Tugend zu bringen.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Derselbe [aq]Spelmannus[/aq] erwehnet/ in den notis [aq]ad §. 43[/aq]. daß der [aq]AElfredus[/aq] in diesen Gesängen zu machen dem heiligen [aq]Aldhelmo[/aq] der fast in die [aq]200[/aq] Jahr vor ihm gelebet/ nachgefolgt. von welchen [aq]Malmesburiensis lib. 5. de gestis Pontificum[/aq] dieses erzehlet: [...] [aq]Populum eo tempore semibarbarum parum divinis sermonibus intentum cantatis missis do[/aq]-[S][aq]mos cursitare solitum. Ideo sanctum virum super pontem, qui urbem & rura continet abeuntibus se opposuisse obicem quasi artem contandi professum. Eò plus quam semel facto plebis favorem & concursum emeritum, sensimque inter ludicra verbis scripturarum insertis cives ad sanctitatem reduxisse, qui si severe & cum excommunicatione agendum putasset, profectò profecisset nihil[/aq]. Diese sein trefliche Exempel/ wie durch hülffe der Poesi die Leute zur GOttesfurcht und Tugend zu bringen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Derselbe [aq]Spelmannus[/aq] erwehnet/ in den notis [aq]ad §. 43[/aq]. daß der [aq]AElfredus[/aq] in diesen Gesängen zu machen dem heiligen [aq]Aldhelmo[/aq] der fast in die [aq]200[/aq] Jahr vor ihm gelebet/ nachgefolgt. von welchen [aq]Malmesburiensis lib. 5. de gestis Pontificum[/aq] dieses erzehlet: [...] [aq]Populum eo tempore semibarbarum parum divinis sermonibus intentum cantatis missis do[/aq]-[S][aq]mos cursitare solitum. Ideo sanctum virum super pontem, qui urbem & rura continet abeuntibus se opposuisse obicem quasi artem contandi professum. Eò plus quam semel facto plebis favorem & concursum emeritum, sensimque inter ludicra verbis scripturarum insertis cives ad sanctitatem reduxisse, qui si severe & cum excommunicatione agendum putasset, profectò profecisset nihil[/aq]. Diese sein trefliche Exempel/ wie durch hülffe der Poesi die Leute zur GOttesfurcht und Tugend zu bringen. / Fundstelle
Seite: (234-235) [244-245]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der Aelteste Englische Poet wird von dem Ubersetzer des [aq]Rapini[/aq] gesetzet [aq]Geoffry Chaucer[/aq], der im Jahr [aq]1400[/aq] gelebet. Selbiger ist mit unter den [aq]Chymischen[/aq] Poeten/ und findet sich in deß [aq]Ashmols[/aq] seinen [aq]Tractat[/aq] ein Getichte/ dessen Uberschrifft [aq]The Tale of the Chanons Yeoman[/aq]; worinnen er von dieser Kunst handelt. Sein Bildnuß und sein [aq]Epitaphium[/aq] welches in der Kirchen zu Westmünster zu finden/ hat er dabey abmahlen lassen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der Aelteste Englische Poet wird von dem Ubersetzer des [aq]Rapini[/aq] gesetzet [aq]Geoffry Chaucer[/aq], der im Jahr [aq]1400[/aq] gelebet. Selbiger ist mit unter den [aq]Chymischen[/aq] Poeten/ und findet sich in deß [aq]Ashmols[/aq] seinen [aq]Tractat[/aq] ein Getichte/ dessen Uberschrifft [aq]The Tale of the Chanons Yeoman[/aq]; worinnen er von dieser Kunst handelt. Sein Bildnuß und sein [aq]Epitaphium[/aq] welches in der Kirchen zu Westmünster zu finden/ hat er dabey abmahlen lassen. / Fundstelle
Seite: (238) [248]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Sehet hier ein trefliches Zeugniß/ von einem so grossen Mann/ der dieses [aq]John Donne[/aq] seine Poetische Wercke/ die er in seiner Jugend geschrieben/ (denn in seinem Männlichen Alter hat er als [aq]Decanus[/aq] der [aq]S. Paulus[/aq] Kirchen viel geistreicher Predigten hervorgegeben) so hoch gehalten/ daß er sie des Ubersetzens würdig geachtet/ der in seiner Sprache nicht allein/ sondern auch in der Lateinischen so viel herrlicher sinnreicher Verse geschrieben/ die diese selbst übergehen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Sehet hier ein trefliches Zeugniß/ von einem so grossen Mann/ der dieses [aq]John Donne[/aq] seine Poetische Wercke/ die er in seiner Jugend geschrieben/ (denn in seinem Männlichen Alter hat er als [aq]Decanus[/aq] der [aq]S. Paulus[/aq] Kirchen viel geistreicher Predigten hervorgegeben) so hoch gehalten/ daß er sie des Ubersetzens würdig geachtet/ der in seiner Sprache nicht allein/ sondern auch in der Lateinischen so viel herrlicher sinnreicher Verse geschrieben/ die diese selbst übergehen. / Fundstelle
Seite: (245) [255]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]George Herbert[/aq] hat sehr gute Geistliche Oden geschrieben/ auff welchen [aq]Abrah. Cowley[/aq] eine trefliche Lobschrifft gemacht/ und dem der Cantzler [aq]Baco Verulamius[/aq] seine in Verse übersetzte Psalmen Davids zu geschrieben hat/ welche selber von keinen gemeinen Geiste seyn; / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]George Herbert[/aq] hat sehr gute Geistliche Oden geschrieben/ auff welchen [aq]Abrah. Cowley[/aq] eine trefliche Lobschrifft gemacht/ und dem der Cantzler [aq]Baco Verulamius[/aq] seine in Verse übersetzte Psalmen Davids zu geschrieben hat/ welche selber von keinen gemeinen Geiste seyn; / Fundstelle
Seite: (246) [256]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]P. C. Hooft[/aq], Ritter von [aq]S. Michaelis[/aq], Drost von Muyden und [aq]Baljow[/aq] von [aq]Goeiland[/aq] hat nicht allein Trauerspiele/ sondern auch [S] andere Getichte geschrieben/ welche eine hochtrabende arth haben/ viele sonderliche gesuchte und zusammen gesetzte Wörter. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]P. C. Hooft[/aq], Ritter von [aq]S. Michaelis[/aq], Drost von Muyden und [aq]Baljow[/aq] von [aq]Goeiland[/aq] hat nicht allein Trauerspiele/ sondern auch [S] andere Getichte geschrieben/ welche eine hochtrabende arth haben/ viele sonderliche gesuchte und zusammen gesetzte Wörter. / Fundstelle
Seite: (267-268) [277-278]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
In der Teutschen Historie/ die nach der Lateinischen herauß gegeben/ und insonderheit dessen erstem Buch welches er [Johannes Aventinus, J.T] selbst sehr vermehret/ meldet er/ daß er zu Regensburg in S. Haymerans Kloster/ gute alte Lateinische Verse gefunden/ darinnen etlicher alter Könige und Helden Thaten beschrieben worden/ die aus Befehl Kayser [aq]Carol[/aq] des Grossen von den alten Teutschen Tichtern ins Latein gebracht. Aus denselben führet er einige merckwürdige dinge [S] an/ und ist vermuthlich/ daß solche aus den alten Teutschen Liedern zusammen getragen worden. In derselben teutschen Historie meldet er auch/ daß wie der König [aq]Tuisco[/aq] zu anreitzung der Nachkommen die Gutthaten der Frommen mit Liedern zu ehren befohlen/ hätte König [aq]Laber[/aq] geboten/ daß man auch von denen die Ubels thäten/ damit sie sich schämeten und besserten/ Lieder machete/ dieselbige bey Nachte offentlich auff den Gassen für den Häusern sünge/ wenn man das Licht angezündet hatte/ darum man auch solche Gesanglichter genennet.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: In der Teutschen Historie/ die nach der Lateinischen herauß gegeben/ und insonderheit dessen erstem Buch welches er [Johannes Aventinus, J.T] selbst sehr vermehret/ meldet er/ daß er zu Regensburg in S. Haymerans Kloster/ gute alte Lateinische Verse gefunden/ darinnen etlicher alter Könige und Helden Thaten beschrieben worden/ die aus Befehl Kayser [aq]Carol[/aq] des Grossen von den alten Teutschen Tichtern ins Latein gebracht. Aus denselben führet er einige merckwürdige dinge [S] an/ und ist vermuthlich/ daß solche aus den alten Teutschen Liedern zusammen getragen worden. In derselben teutschen Historie meldet er auch/ daß wie der König [aq]Tuisco[/aq] zu anreitzung der Nachkommen die Gutthaten der Frommen mit Liedern zu ehren befohlen/ hätte König [aq]Laber[/aq] geboten/ daß man auch von denen die Ubels thäten/ damit sie sich schämeten und besserten/ Lieder machete/ dieselbige bey Nachte offentlich auff den Gassen für den Häusern sünge/ wenn man das Licht angezündet hatte/ darum man auch solche Gesanglichter genennet. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: In der Teutschen Historie/ die nach der Lateinischen herauß gegeben/ und insonderheit dessen erstem Buch welches er [Johannes Aventinus, J.T] selbst sehr vermehret/ meldet er/ daß er zu Regensburg in S. Haymerans Kloster/ gute alte Lateinische Verse gefunden/ darinnen etlicher alter Könige und Helden Thaten beschrieben worden/ die aus Befehl Kayser [aq]Carol[/aq] des Grossen von den alten Teutschen Tichtern ins Latein gebracht. Aus denselben führet er einige merckwürdige dinge [S] an/ und ist vermuthlich/ daß solche aus den alten Teutschen Liedern zusammen getragen worden. In derselben teutschen Historie meldet er auch/ daß wie der König [aq]Tuisco[/aq] zu anreitzung der Nachkommen die Gutthaten der Frommen mit Liedern zu ehren befohlen/ hätte König [aq]Laber[/aq] geboten/ daß man auch von denen die Ubels thäten/ damit sie sich schämeten und besserten/ Lieder machete/ dieselbige bey Nachte offentlich auff den Gassen für den Häusern sünge/ wenn man das Licht angezündet hatte/ darum man auch solche Gesanglichter genennet. / Fundstelle
Seite: (285) [295]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]P. 67. a[/aq]. imgleichen [aq]P. 69. a[/aq]. gedencket er einiger alten [S] Reime die von dem alten Teutschen Warsager Meister Alber lang vor Christi gebuhrt gemacht/ von welchen noch thörichte Leute albern genant werden. [aq]P. 93. a[/aq]. findet sich dieses: zu Regensburg in des Thumstiffts Buchkammer/ ist gar ein alt Buch auff Pergamen in Lateinischer Sprache woll beschrieben/ von dem alten löblichen herkommen der Bayern/ / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]P. 67. a[/aq]. imgleichen [aq]P. 69. a[/aq]. gedencket er einiger alten [S] Reime die von dem alten Teutschen Warsager Meister Alber lang vor Christi gebuhrt gemacht/ von welchen noch thörichte Leute albern genant werden. [aq]P. 93. a[/aq]. findet sich dieses: zu Regensburg in des Thumstiffts Buchkammer/ ist gar ein alt Buch auff Pergamen in Lateinischer Sprache woll beschrieben/ von dem alten löblichen herkommen der Bayern/ / Fundstelle
Seite: (286-287) [296-297]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Christian Hoffmann von Hoffmanns-Waldau/ da er in der Vorrede seiner Gedichte von diesen alten Gesängen redet/ schreibet er hievon mercklich also: solche Gesänge sein nachmahls je mehr und mehr im Lauff kommen/ und haben viele bey der damahls zimlich harten und rauhen Sprache nicht üble Gedancken geführet/ wie noch in vielen Klöster. [aq]Bibliotheken[/aq]/ als zu [aq]S[/aq]. Gall/ zu Eichstatt/ zu [aq]S. Emeran[/aq] in Regensburg/ und vielen anderen Orten mehr dergleichen auff Pergament zu finden ist. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Christian Hoffmann von Hoffmanns-Waldau/ da er in der Vorrede seiner Gedichte von diesen alten Gesängen redet/ schreibet er hievon mercklich also: solche Gesänge sein nachmahls je mehr und mehr im Lauff kommen/ und haben viele bey der damahls zimlich harten und rauhen Sprache nicht üble Gedancken geführet/ wie noch in vielen Klöster. [aq]Bibliotheken[/aq]/ als zu [aq]S[/aq]. Gall/ zu Eichstatt/ zu [aq]S. Emeran[/aq] in Regensburg/ und vielen anderen Orten mehr dergleichen auff Pergament zu finden ist. / Fundstelle
Seite: (289) [299]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Fundstelle
Seite: (302-303) [312-313]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
[aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Fundstelle
Seite: (310-315) [320-325]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Fundstelle
Seite: (316-320) [326-330]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Fundstelle
Seite: (321-322) [331-332]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Fundstelle
Seite: (338-339) [348-349]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Fundstelle
Seite: (340-341) [350-351]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Fundstelle
Seite: (362) [372]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Fundstelle
Seite: (351) [361]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Fundstelle
Seite: (398-399) [408-409]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Fundstelle
Seite: (410-411) [420-421]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Fundstelle
Seite: (498-499) [508-509]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Fundstelle
Seite: (589-590) [599-600]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Fundstelle
Seite: (589-600) [609-610]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Unter allen diesen Arten [S] sein des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lateinische [aq]Carmina[/aq], darin so vielerley art Kreutze gebildet werden verwunderns würdig: dann es muß dieser Mann eine unglaubliche Mühe gehabt haben/ deren so gar verschiedene Formen/ in so vielerley art Verse zu verfassen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Unter allen diesen Arten [S] sein des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lateinische [aq]Carmina[/aq], darin so vielerley art Kreutze gebildet werden verwunderns würdig: dann es muß dieser Mann eine unglaubliche Mühe gehabt haben/ deren so gar verschiedene Formen/ in so vielerley art Verse zu verfassen. / Fundstelle
Seite: (641-642) [651-652]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Fundstelle
Seite: (686-687) [696-697]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Fundstelle
Seite: (692) [702]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der [aq]Cardinal de Richelieu[/aq] hat es seinem Geistlichen Stande nicht unanständig gehalten/ daß er der Schauspiel halber gewisse Ordnunge gemacht/ und nachdem [S] er sie von den Unsauberkeiten gereiniget/ selbst Anlaß gegeben/ daß solche gespielet/ und vorgestellet worden. Wie er dann die vortreflichsten Geister seiner Zeit durch die gröste Belohnungen dazu auffgemuntert. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der [aq]Cardinal de Richelieu[/aq] hat es seinem Geistlichen Stande nicht unanständig gehalten/ daß er der Schauspiel halber gewisse Ordnunge gemacht/ und nachdem [S] er sie von den Unsauberkeiten gereiniget/ selbst Anlaß gegeben/ daß solche gespielet/ und vorgestellet worden. Wie er dann die vortreflichsten Geister seiner Zeit durch die gröste Belohnungen dazu auffgemuntert. / Fundstelle
Seite: (732-733) [742-743]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet.
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Fundstelle
Seite: (342-347) [352-357]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Fundstelle
Seite: (349) [359]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: mit welcher Reimsucht damahls alle behafftet waren/ daß man auch in den Lateinischen dieselben gebrauchte/ ja wol gar Lateinische unter die Teutsche mischte/ dessen wir unterschiedliche [aq]Exempla[/aq] in alten Grabschrifften haben/ dergleichen eins in dem Dobberanischen Kloster in Mecklenburg auff einen Peter Wisen zu lesen, dessen anfang also lautet: ¶ Hier Peter Wiese [aq]tumba requiescit in istâ[/aq], / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: mit welcher Reimsucht damahls alle behafftet waren/ daß man auch in den Lateinischen dieselben gebrauchte/ ja wol gar Lateinische unter die Teutsche mischte/ dessen wir unterschiedliche [aq]Exempla[/aq] in alten Grabschrifften haben/ dergleichen eins in dem Dobberanischen Kloster in Mecklenburg auff einen Peter Wisen zu lesen, dessen anfang also lautet: ¶ Hier Peter Wiese [aq]tumba requiescit in istâ[/aq], / Fundstelle
Seite: (359) [369]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Fundstelle
Seite: (360) [370]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Fundstelle
Seite: (482-483) [492-493]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Des Wortes Beicht Uhr-[S]sprung wird schwerlich einer geben/ welcher nicht weiß/ daß es in dem alten Teutschen Psalter [aq]begiht[/aq], oder [aq]begicht[/aq] geschrieben wird/ und also zusammen gesetzet ist aus der [aq]praepositione inseparabili be[/aq] und dem Wort [aq]giht[/aq] oder [aq]gicht[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Des Wortes Beicht Uhr-[S]sprung wird schwerlich einer geben/ welcher nicht weiß/ daß es in dem alten Teutschen Psalter [aq]begiht[/aq], oder [aq]begicht[/aq] geschrieben wird/ und also zusammen gesetzet ist aus der [aq]praepositione inseparabili be[/aq] und dem Wort [aq]giht[/aq] oder [aq]gicht[/aq]. / Fundstelle
Seite: (492-493) [502-503]
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen
 
Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es hat [aq]Barthius Advers. lib. 34. cap. 17[/aq]. solchen [aq]Rhythmum latino Germanicum[/aq] von [aq]Anno 1259[/aq]. der in einem Kloster bey Straßburg gefunden/ hervorgesuchet/ der also anfänget: ¶ [aq]Gens sine capite[/aq] mag keinen Rath geschaffen / Rang
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Eigenschaft / Themen, Gattungen: Es hat [aq]Barthius Advers. lib. 34. cap. 17[/aq]. solchen [aq]Rhythmum latino Germanicum[/aq] von [aq]Anno 1259[/aq]. der in einem Kloster bey Straßburg gefunden/ hervorgesuchet/ der also anfänget: ¶ [aq]Gens sine capite[/aq] mag keinen Rath geschaffen / Fundstelle
Seite: (582) [592]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es findet sich in dieser Chronic ["einer Limpurgischen" (341) [351]] auch ein Gesang einer die man wieder ihren Willen zur Nonnen gemacht. Dasselbe meldet/ daß ums Jahr [aq]1370[/Aq]. auff dem Mayn ein Außsätziger Barfüsser Mönch die besten Lieder und Reihen in der Welt von Gedicht und Melodeyen gemacht/ daß ihm niemand auff Reinestroom/ oder in selbigen Landen woll gleichen möchte: und was er sang das sungen die Leut alle gern/ und alle Meister pfiffen/ und andere Spielleute führten den Gesang und diß Gedicht. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es findet sich in dieser Chronic ["einer Limpurgischen" (341) [351]] auch ein Gesang einer die man wieder ihren Willen zur Nonnen gemacht. Dasselbe meldet/ daß ums Jahr [aq]1370[/Aq]. auff dem Mayn ein Außsätziger Barfüsser Mönch die besten Lieder und Reihen in der Welt von Gedicht und Melodeyen gemacht/ daß ihm niemand auff Reinestroom/ oder in selbigen Landen woll gleichen möchte: und was er sang das sungen die Leut alle gern/ und alle Meister pfiffen/ und andere Spielleute führten den Gesang und diß Gedicht. / Fundstelle
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Eigenschaft / Autoritäten
Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet.
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Ich will hie zu ergötzung des Lesers ein Schlacht-Lied/ so ein solcher Meisterge-[S]sänger/ der die Historia des [aq]Henrici Aucupis[/aq] beschrieben und wie eine [aq]Comoedia[/aq] in gewisse [aq]Actus[/aq] eingetheilet/ derselben mit einverleibt: Dann er führet einen Poeten ein/ der für Anfang der Schlacht ein Lied/ nach dem alten Gebrauch der Teutschen absinget/ ist nicht gar alt/ und auß einem gestümleten Buche von meinem hochgeehrten [aq]Collega[/aq] Herr [aq]D[/aq]. Reihern mir mitgetheilet. ¶ VIel Krieg hat sich in dieser Welt/ ¶ [...] [S] [...] ¶ Es ist nichts lächerliches in diesem gantzen ungeschmackten Liede/ als wann er das Kyrieleison unter Pom bidi Pom mischet/ lautet fast eben so/ als wann man Schertz oder Sprichwortsweise sagt: Fein lustig/ daß GOtt erbarm. Es scheinet aber/ daß dieses ein Gebrauch bey den Schlachten gewesen/ daß sie das Wort Kyrieeleison geruffen: Daß die alten Norweger solches gethan/ bezeuget Janß Dolmer in seiner Anmerckung über die Norske Hirdskraa/ (ist ein Buch von der Hoffhaltung) welches in uhralter Dänischer Sprache beschrieben/ er heraußgegeben und erkläret. Denn er führet in [S] der Anmerckung über das [aq]5[/aq]. Cap. auß einer Norwegischen alten [aq]Chronic. p. 483[/aq]. an. Gamle Norbagger hafve icke alleniste brugt desse Ord/ deres Kongers Kroning/ men end ocfaa udi Striid. Erling Skak befalede sit Folck/ udi Striiden mod Grafve Sigurd/ at de skulle paakalde Gud/ siunge Kyrie eleison/ oc flaa paa deres Skiolde. Es haben auch die alten Gothen wenn sie mit den Römern gestritten die Wort Herre dig forbarme ist so viel als Kyrie eleison gebraucht/ und haben die Römer solches von ihnen gelernt/ wie ein Ohrt bey dem [aq]Augustino Epistolâ 178[/aq]. solches anzeigt. [aq]Si enim licet dicere non solum barbaris lingua sua sed etiam Romanis Si hora armen, quod interpretatur: Domine miserere, cur non liceret in conciliis patrum in ipsa terrâ Graecorum, lingua propria homousion confiteri[/aq]. Es ist aber diß [aq]Si hora armen[/aq] auß dem vorigen Herre dig forbarme verfälschet. / Fundstelle
Seite: (342-347) [352-357]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Es wird auch noch heute unter den Kirchengesängen/ das Lied [aq]In dulci jubilo[/aq] gebraucht/ so auff diese art von dem [aq]Petro Dresdensi[/aq] etwa [aq]Anno 1410[/aq]. oder noch wol ehe gemacht. Es meinen etzliche/ daß er vor gehabt die Teutsche Gesänge in der Kirchen auffzubringen/ und were es vom Pabste also vermittelt/ daß ihm diese Vermischung mit dem Lateinischen vergönnet/ oder er hätte es deßhalben gethan/ daß allgemach der Weg zu den Teutschen Liedern gebahnet würde / Fundstelle
Seite: (360) [370]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Diß Buch [Brants [aq]Narrenschiff[/aq], J.T.] hat [aq]Nicolaus Honiger[/aq] mit Anmerckungen gezieret/ und hat ein Straßburger [aq]Theologus Johan Geiler Këiserberg[/aq] Predigten darüber gehalten wie [aq]Moscherosch[/aq] in der Vorrede des Buchs/ das [aq]Gumpelzhaimer de Exercitiis Academicorum[/aq] geschrieben; / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Diß Buch [Brants [aq]Narrenschiff[/aq], J.T.] hat [aq]Nicolaus Honiger[/aq] mit Anmerckungen gezieret/ und hat ein Straßburger [aq]Theologus Johan Geiler Këiserberg[/aq] Predigten darüber gehalten wie [aq]Moscherosch[/aq] in der Vorrede des Buchs/ das [aq]Gumpelzhaimer de Exercitiis Academicorum[/aq] geschrieben; / Fundstelle
Seite: (363) [373]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Es ist auch [S] im Hebräischen ein Buch [hebrä.] [aq]Mischle Schualim, Fabulae Vulpium[/aq], welches ein [aq]Rabbi Berachias Ben-Natronai[/aq] gemacht/ daß dem [aq]Titul[/aq] nach/ dem Reincken Fuchs gleich zu sein scheinet. [...] Es ist zu Mantua [aq]Anno 1557[/aq]. gedruckt/ und wird von [aq]Plantavicio[/aq] in seiner [aq]Bibliotheca Rabbinicâ num. 425[/aq]. sehr hoch gehalten [...] [aq]Melchior Hânel[/aq] ein [aq]Jesuit[/aq] hat dasselbe nebst der Lateinischen Ubersetzung zu Prag [aq]Ao. 1661[/aq]. [S] in [aq]8vo[/aq]. heraußgegeben. Man hat auch ein altes Teutsches Buch von den losen Füchsen dieser Welt/ welches zu Dreßden [aq]Anno 1585[/aq] gedruckt/ worinnen die Laster aller Stände unter Fabeln/ Bildern und Gesichtern von Füchsen vorgestellet worden: solches ist älter als der Reinicke Fuchs/ wozu dieses [aq]Autoris[/aq] Buch vielleicht anlaß kan gegeben haben. Dann wie im [aq]Titul[/aq] desselben stehet/ und der [aq]Editor[/aq] in der Vorrede gedencket/ ist es in Brabandischer Sprache [aq]Anno 1495[/aq]. außgegangen. Worauß dann zu sehen/ daß es dem Herrn [aq]D. Luthero[/aq] nicht kan zu geschrieben werden/ wie einige wollen.
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist auch [S] im Hebräischen ein Buch [hebrä.] [aq]Mischle Schualim, Fabulae Vulpium[/aq], welches ein [aq]Rabbi Berachias Ben-Natronai[/aq] gemacht/ daß dem [aq]Titul[/aq] nach/ dem Reincken Fuchs gleich zu sein scheinet. [...] Es ist zu Mantua [aq]Anno 1557[/aq]. gedruckt/ und wird von [aq]Plantavicio[/aq] in seiner [aq]Bibliotheca Rabbinicâ num. 425[/aq]. sehr hoch gehalten [...] [aq]Melchior Hânel[/aq] ein [aq]Jesuit[/aq] hat dasselbe nebst der Lateinischen Ubersetzung zu Prag [aq]Ao. 1661[/aq]. [S] in [aq]8vo[/aq]. heraußgegeben. Man hat auch ein altes Teutsches Buch von den losen Füchsen dieser Welt/ welches zu Dreßden [aq]Anno 1585[/aq] gedruckt/ worinnen die Laster aller Stände unter Fabeln/ Bildern und Gesichtern von Füchsen vorgestellet worden: solches ist älter als der Reinicke Fuchs/ wozu dieses [aq]Autoris[/aq] Buch vielleicht anlaß kan gegeben haben. Dann wie im [aq]Titul[/aq] desselben stehet/ und der [aq]Editor[/aq] in der Vorrede gedencket/ ist es in Brabandischer Sprache [aq]Anno 1495[/aq]. außgegangen. Worauß dann zu sehen/ daß es dem Herrn [aq]D. Luthero[/aq] nicht kan zu geschrieben werden/ wie einige wollen. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Es ist auch [S] im Hebräischen ein Buch [hebrä.] [aq]Mischle Schualim, Fabulae Vulpium[/aq], welches ein [aq]Rabbi Berachias Ben-Natronai[/aq] gemacht/ daß dem [aq]Titul[/aq] nach/ dem Reincken Fuchs gleich zu sein scheinet. [...] Es ist zu Mantua [aq]Anno 1557[/aq]. gedruckt/ und wird von [aq]Plantavicio[/aq] in seiner [aq]Bibliotheca Rabbinicâ num. 425[/aq]. sehr hoch gehalten [...] [aq]Melchior Hânel[/aq] ein [aq]Jesuit[/aq] hat dasselbe nebst der Lateinischen Ubersetzung zu Prag [aq]Ao. 1661[/aq]. [S] in [aq]8vo[/aq]. heraußgegeben. Man hat auch ein altes Teutsches Buch von den losen Füchsen dieser Welt/ welches zu Dreßden [aq]Anno 1585[/aq] gedruckt/ worinnen die Laster aller Stände unter Fabeln/ Bildern und Gesichtern von Füchsen vorgestellet worden: solches ist älter als der Reinicke Fuchs/ wozu dieses [aq]Autoris[/aq] Buch vielleicht anlaß kan gegeben haben. Dann wie im [aq]Titul[/aq] desselben stehet/ und der [aq]Editor[/aq] in der Vorrede gedencket/ ist es in Brabandischer Sprache [aq]Anno 1495[/aq]. außgegangen. Worauß dann zu sehen/ daß es dem Herrn [aq]D. Luthero[/aq] nicht kan zu geschrieben werden/ wie einige wollen. / Fundstelle
Seite: (370-372) [380-382]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Auß dieser Ursache/ halte ich/ sein des [aq]Jacobi Balde[/aq] eines Bayern [aq]Carmina[/aq], die er seinen Lateinischen [aq]de Vanitate Mundi[/aq] mit eingemischt/ so unförmlich und hart/ ob gleich die Sachen [S] gut sein. / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Auß dieser Ursache/ halte ich/ sein des [aq]Jacobi Balde[/aq] eines Bayern [aq]Carmina[/aq], die er seinen Lateinischen [aq]de Vanitate Mundi[/aq] mit eingemischt/ so unförmlich und hart/ ob gleich die Sachen [S] gut sein. / Fundstelle
Seite: (434-435) [444-445]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der in der Teutschen Bibel ungefehr vorfallende [aq]Hexameter[/aq] ist auch von unterschiedlichen anmerckt: Und Isaac schertzet mit seinem Weibe [aq]Rebecca. Burchardus Berlichius[/aq] der ein Buch [aq]de Ju[/aq]-[S][aq]re Novercarum[/aq] geschrieben [aq]Anno 1628[/aq]. hat die [aq]versus Leoninos[/aq] im Teutschen nachahmen wollen/ indem er die Pflicht der Stieffmütter in solche art Verse begrifffen/ welche aus dessen Buch [aq]part. I. art. 5. sect. 8[/aq]. der kurtzweil halber ich hieher setzen will: ¶ Ein fromm Stieffmutter thut die verstorbene Mutter / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Der in der Teutschen Bibel ungefehr vorfallende [aq]Hexameter[/aq] ist auch von unterschiedlichen anmerckt: Und Isaac schertzet mit seinem Weibe [aq]Rebecca. Burchardus Berlichius[/aq] der ein Buch [aq]de Ju[/aq]-[S][aq]re Novercarum[/aq] geschrieben [aq]Anno 1628[/aq]. hat die [aq]versus Leoninos[/aq] im Teutschen nachahmen wollen/ indem er die Pflicht der Stieffmütter in solche art Verse begrifffen/ welche aus dessen Buch [aq]part. I. art. 5. sect. 8[/aq]. der kurtzweil halber ich hieher setzen will: ¶ Ein fromm Stieffmutter thut die verstorbene Mutter / Fundstelle
Seite: (533-534) [543-544]
 
Eigenschaft / Autoritäten
Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq],
 
Eigenschaft / Autoritäten: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Rang
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Eigenschaft / Autoritäten: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Fundstelle
Seite: (404-405) [414-415]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wurden auff des [aq]Cardinal Richelieu[/aq] angeben einige Zusammenkünffte gehalten/ darin von allen dieses Werck [Cid, J.T.] gar genau geurtheilet ward / welche Urtheile hervor gegeben/ und ist das jenige was sie getadelt/ wieder von [aq]Corneille[/aq] verthediget worden. Der Herr [aq]de Scudery[/aq] hiedurch auffgemuntert hat eine [aq]Tragoedie[/aq] erfunden/ dessen [aq]titul l'Amour Tyrannique[/aq], welches dem [aq]Cardinal[/aq] gleichfals ein grosses Vergnügen gegeben. Es hat der [aq]Corneille[/aq] einen Bruder gehabt/ der ihm hierin nichts nachgegeben: Er aber hat endlich diese weltliche Sachen fahren lassen und sich auff den [aq]Kempis de Imitatione Christi[/aq] in Frantzösische Verse zu übersetzen begeben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wurden auff des [aq]Cardinal Richelieu[/aq] angeben einige Zusammenkünffte gehalten/ darin von allen dieses Werck [Cid, J.T.] gar genau geurtheilet ward / welche Urtheile hervor gegeben/ und ist das jenige was sie getadelt/ wieder von [aq]Corneille[/aq] verthediget worden. Der Herr [aq]de Scudery[/aq] hiedurch auffgemuntert hat eine [aq]Tragoedie[/aq] erfunden/ dessen [aq]titul l'Amour Tyrannique[/aq], welches dem [aq]Cardinal[/aq] gleichfals ein grosses Vergnügen gegeben. Es hat der [aq]Corneille[/aq] einen Bruder gehabt/ der ihm hierin nichts nachgegeben: Er aber hat endlich diese weltliche Sachen fahren lassen und sich auff den [aq]Kempis de Imitatione Christi[/aq] in Frantzösische Verse zu übersetzen begeben. / Fundstelle
Seite: (173) [183]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Sorell[/aq] gedencket noch des [aq]Pere le Moine le Saint Louys, le S. Paul de M. Godeau, le Moyse sauvé de M. de S. Aymant, le Clouis de M. Desmarests, le David de M. de Lesfargue[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Sorell[/aq] gedencket noch des [aq]Pere le Moine le Saint Louys, le S. Paul de M. Godeau, le Moyse sauvé de M. de S. Aymant, le Clouis de M. Desmarests, le David de M. de Lesfargue[/aq]. / Fundstelle
Seite: (176) [186]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Castravilla[/aq] hatte zwey Bücher wieder den [aq]Dantem[/aq] geschrieben/ welche [aq]Jacobus Mazonius[/aq] widerleget/ erweisend daß des Dantes ([aq]divini hominis[/aq], wie er sagt) [aq]Comoedia[/aq] unbillig getadelt werde. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Castravilla[/aq] hatte zwey Bücher wieder den [aq]Dantem[/aq] geschrieben/ welche [aq]Jacobus Mazonius[/aq] widerleget/ erweisend daß des Dantes ([aq]divini hominis[/aq], wie er sagt) [aq]Comoedia[/aq] unbillig getadelt werde. / Fundstelle
Seite: (186) [196]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Selbiger [Claudius Verdierus, J.T.] hat auch [aq]Petrarcham[/aq] beschuldigen wollen/ als hätte er die erfindung seiner [aq]Triumphorum[/aq] auß einem alten [aq]Poëten[/aq] genommen/ dessen [aq]Lactantius lib. I. Instit. divin[/aq]. gedencket. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Selbiger [Claudius Verdierus, J.T.] hat auch [aq]Petrarcham[/aq] beschuldigen wollen/ als hätte er die erfindung seiner [aq]Triumphorum[/aq] auß einem alten [aq]Poëten[/aq] genommen/ dessen [aq]Lactantius lib. I. Instit. divin[/aq]. gedencket. / Fundstelle
Seite: (191) [201]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Es wird von dem [aq]Nicolao Antonio[/aq] auch [aq]Gar[/aq]-[S][aq]sias Laso de la Vega[/aq] des Königs [aq]Ferdinandi[/aq] Raht und [aq]Legatus[/aq] an den Pabst gelobet/ welcher auß den Lateinischen und Italiänischen [aq]Carminibus[/aq], die er fleissig gelesen/ die beste ahrt zu poetisiren angenommen/ auch einige Form der Italiänischen Reimgebände der Spanischen Sprache einverleibet. Dessen Wercke sein mit des vornehmen [aq]Philologi Francisci Sancti[/aq] Anmerckungen zu [aq]Salmantica[/aq] im [aq]1574[/aq]ten Jahr heraußgegeben/ welcher nachgewiesen/ wo der [aq]Autor[/aq] die alten Poeten in seinem Wercke gefolget/ und ihnen die Zierlichkeiten abgeliehen. In Geistlichen Sachen lobt er den [aq]Alphonsum de Ledesma[/aq] welcher in kurtzen Spanischen Versen und [aq]Epigrammatibus[/aq] dieselbe vorgestellet/ und den Zunahmen des [aq]Divini[/aq] bey ihnen erworben. [...] [S] [...] Seine Schrifften sein: [aq]Conceptos Espirituales, Epigramas y Geroglyficos al Vida de Christo & c[/aq].
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wird von dem [aq]Nicolao Antonio[/aq] auch [aq]Gar[/aq]-[S][aq]sias Laso de la Vega[/aq] des Königs [aq]Ferdinandi[/aq] Raht und [aq]Legatus[/aq] an den Pabst gelobet/ welcher auß den Lateinischen und Italiänischen [aq]Carminibus[/aq], die er fleissig gelesen/ die beste ahrt zu poetisiren angenommen/ auch einige Form der Italiänischen Reimgebände der Spanischen Sprache einverleibet. Dessen Wercke sein mit des vornehmen [aq]Philologi Francisci Sancti[/aq] Anmerckungen zu [aq]Salmantica[/aq] im [aq]1574[/aq]ten Jahr heraußgegeben/ welcher nachgewiesen/ wo der [aq]Autor[/aq] die alten Poeten in seinem Wercke gefolget/ und ihnen die Zierlichkeiten abgeliehen. In Geistlichen Sachen lobt er den [aq]Alphonsum de Ledesma[/aq] welcher in kurtzen Spanischen Versen und [aq]Epigrammatibus[/aq] dieselbe vorgestellet/ und den Zunahmen des [aq]Divini[/aq] bey ihnen erworben. [...] [S] [...] Seine Schrifften sein: [aq]Conceptos Espirituales, Epigramas y Geroglyficos al Vida de Christo & c[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wird von dem [aq]Nicolao Antonio[/aq] auch [aq]Gar[/aq]-[S][aq]sias Laso de la Vega[/aq] des Königs [aq]Ferdinandi[/aq] Raht und [aq]Legatus[/aq] an den Pabst gelobet/ welcher auß den Lateinischen und Italiänischen [aq]Carminibus[/aq], die er fleissig gelesen/ die beste ahrt zu poetisiren angenommen/ auch einige Form der Italiänischen Reimgebände der Spanischen Sprache einverleibet. Dessen Wercke sein mit des vornehmen [aq]Philologi Francisci Sancti[/aq] Anmerckungen zu [aq]Salmantica[/aq] im [aq]1574[/aq]ten Jahr heraußgegeben/ welcher nachgewiesen/ wo der [aq]Autor[/aq] die alten Poeten in seinem Wercke gefolget/ und ihnen die Zierlichkeiten abgeliehen. In Geistlichen Sachen lobt er den [aq]Alphonsum de Ledesma[/aq] welcher in kurtzen Spanischen Versen und [aq]Epigrammatibus[/aq] dieselbe vorgestellet/ und den Zunahmen des [aq]Divini[/aq] bey ihnen erworben. [...] [S] [...] Seine Schrifften sein: [aq]Conceptos Espirituales, Epigramas y Geroglyficos al Vida de Christo & c[/aq]. / Fundstelle
Seite: (220-222) [230-232]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Derselbe [aq]Spelmannus[/aq] erwehnet/ in den notis [aq]ad §. 43[/aq]. daß der [aq]AElfredus[/aq] in diesen Gesängen zu machen dem heiligen [aq]Aldhelmo[/aq] der fast in die [aq]200[/aq] Jahr vor ihm gelebet/ nachgefolgt. von welchen [aq]Malmesburiensis lib. 5. de gestis Pontificum[/aq] dieses erzehlet: [...] [aq]Populum eo tempore semibarbarum parum divinis sermonibus intentum cantatis missis do[/aq]-[S][aq]mos cursitare solitum. Ideo sanctum virum super pontem, qui urbem & rura continet abeuntibus se opposuisse obicem quasi artem contandi professum. Eò plus quam semel facto plebis favorem & concursum emeritum, sensimque inter ludicra verbis scripturarum insertis cives ad sanctitatem reduxisse, qui si severe & cum excommunicatione agendum putasset, profectò profecisset nihil[/aq]. Diese sein trefliche Exempel/ wie durch hülffe der Poesi die Leute zur GOttesfurcht und Tugend zu bringen.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Derselbe [aq]Spelmannus[/aq] erwehnet/ in den notis [aq]ad §. 43[/aq]. daß der [aq]AElfredus[/aq] in diesen Gesängen zu machen dem heiligen [aq]Aldhelmo[/aq] der fast in die [aq]200[/aq] Jahr vor ihm gelebet/ nachgefolgt. von welchen [aq]Malmesburiensis lib. 5. de gestis Pontificum[/aq] dieses erzehlet: [...] [aq]Populum eo tempore semibarbarum parum divinis sermonibus intentum cantatis missis do[/aq]-[S][aq]mos cursitare solitum. Ideo sanctum virum super pontem, qui urbem & rura continet abeuntibus se opposuisse obicem quasi artem contandi professum. Eò plus quam semel facto plebis favorem & concursum emeritum, sensimque inter ludicra verbis scripturarum insertis cives ad sanctitatem reduxisse, qui si severe & cum excommunicatione agendum putasset, profectò profecisset nihil[/aq]. Diese sein trefliche Exempel/ wie durch hülffe der Poesi die Leute zur GOttesfurcht und Tugend zu bringen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Derselbe [aq]Spelmannus[/aq] erwehnet/ in den notis [aq]ad §. 43[/aq]. daß der [aq]AElfredus[/aq] in diesen Gesängen zu machen dem heiligen [aq]Aldhelmo[/aq] der fast in die [aq]200[/aq] Jahr vor ihm gelebet/ nachgefolgt. von welchen [aq]Malmesburiensis lib. 5. de gestis Pontificum[/aq] dieses erzehlet: [...] [aq]Populum eo tempore semibarbarum parum divinis sermonibus intentum cantatis missis do[/aq]-[S][aq]mos cursitare solitum. Ideo sanctum virum super pontem, qui urbem & rura continet abeuntibus se opposuisse obicem quasi artem contandi professum. Eò plus quam semel facto plebis favorem & concursum emeritum, sensimque inter ludicra verbis scripturarum insertis cives ad sanctitatem reduxisse, qui si severe & cum excommunicatione agendum putasset, profectò profecisset nihil[/aq]. Diese sein trefliche Exempel/ wie durch hülffe der Poesi die Leute zur GOttesfurcht und Tugend zu bringen. / Fundstelle
Seite: (234-235) [244-245]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]George Herbert[/aq] hat sehr gute Geistliche Oden geschrieben/ auff welchen [aq]Abrah. Cowley[/aq] eine trefliche Lobschrifft gemacht/ und dem der Cantzler [aq]Baco Verulamius[/aq] seine in Verse übersetzte Psalmen Davids zu geschrieben hat/ welche selber von keinen gemeinen Geiste seyn; / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]George Herbert[/aq] hat sehr gute Geistliche Oden geschrieben/ auff welchen [aq]Abrah. Cowley[/aq] eine trefliche Lobschrifft gemacht/ und dem der Cantzler [aq]Baco Verulamius[/aq] seine in Verse übersetzte Psalmen Davids zu geschrieben hat/ welche selber von keinen gemeinen Geiste seyn; / Fundstelle
Seite: (246) [256]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wäre des [aq]Verdiers[/aq] Urthel nicht groß zu achten; aber der gelehrte [aq]Cardinal Perronius[/aq] ist selbst in der Meinung/ denn in den [aq]Excerptis[/aq], die die [aq]fratres Puteani[/aq] von ihm auffgezeichnet/ seyn diese Worte außdrücklich zu finden [aq]p. 284[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es wäre des [aq]Verdiers[/aq] Urthel nicht groß zu achten; aber der gelehrte [aq]Cardinal Perronius[/aq] ist selbst in der Meinung/ denn in den [aq]Excerptis[/aq], die die [aq]fratres Puteani[/aq] von ihm auffgezeichnet/ seyn diese Worte außdrücklich zu finden [aq]p. 284[/aq]. / Fundstelle
Seite: (274) [284]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Was nun die Uhralte Zeit anlanget/ so haben wir deren keine Nachricht als welche wir [aq]beym Tacito[/aq] finden. Desselben Worte lauten also: [aq]Celebrant carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae & annalium genus est (Tui[/aq]-[S][aq]stonem Deum terrâ editum, & filium Mannum, originem gentis conditoresque[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Was nun die Uhralte Zeit anlanget/ so haben wir deren keine Nachricht als welche wir [aq]beym Tacito[/aq] finden. Desselben Worte lauten also: [aq]Celebrant carminibus antiquis (quod unum apud illos memoriae & annalium genus est (Tui[/aq]-[S][aq]stonem Deum terrâ editum, & filium Mannum, originem gentis conditoresque[/aq]. / Fundstelle
Seite: (278-279) [288-289]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: ["Herr [aq]Rudbeck[/aq] aus des [aq]Taubmanni[/aq] Vorrede in [aq]Culicem Virgilianum[/aq]" (291) [301], J.T.] Setzet so fort darauff: [aq]Verum enim vero nostra ipsorum sponte largiemur eis poëma multo antiquius seculorum nempe octo ex Ottfridi Evangeliis[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: ["Herr [aq]Rudbeck[/aq] aus des [aq]Taubmanni[/aq] Vorrede in [aq]Culicem Virgilianum[/aq]" (291) [301], J.T.] Setzet so fort darauff: [aq]Verum enim vero nostra ipsorum sponte largiemur eis poëma multo antiquius seculorum nempe octo ex Ottfridi Evangeliis[/aq]. / Fundstelle
Seite: (291) [301]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Fundstelle
Seite: (302-303) [312-313]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Fundstelle
Seite: (310) [320]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
[aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bemühet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Gedächtniß einverleiben könte. Diß erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in Sächsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugniß anführet: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam poëticè transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die älteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur daß vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob hätte er das Neue Testament in Teutsch übersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch daß Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen heraußgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] heraußgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung deß was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich daß [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielfältigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich daß sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige Sächsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum â Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographiâ, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant â praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis â losua & caeteris Israëlitis data sic canit[/aq] ¶ Swel man den Ban GOtts breche ¶ [...] ¶ [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] ¶ Welcher Mann den GOttes Ban bräch ¶ [...] ¶ Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel jünger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ daß sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen über die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] führet er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ daß ich also im Zweiffel stehen muß/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey. / Fundstelle
Seite: (310-315) [320-325]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Hottingerus[/aq] erwehnet am vorigem Ohrte einer andern die er vor sehr alt hält/ auß welcher ihm einzige [aq]fragmenta[/aq] zu handen kommen/ deren eins wir hieher setzen wollen aus der Historia von Joseph. ¶ Do der hunger sere/ ie mere und aber meere. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Hottingerus[/aq] erwehnet am vorigem Ohrte einer andern die er vor sehr alt hält/ auß welcher ihm einzige [aq]fragmenta[/aq] zu handen kommen/ deren eins wir hieher setzen wollen aus der Historia von Joseph. ¶ Do der hunger sere/ ie mere und aber meere. / Fundstelle
Seite: (315) [325]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu des [aq]Lotharii I[/aq]. Zeiten hat gelebet [aq]Ottfriedus[/aq] ein Munch des Klosters Weissenburg/ hat aber unter [aq]Ludovici II[/aq]. Zeit erstlich die Evangelia in alten Teutschen Versen heraußgegeben/ und dem [aq]Luithberto[/aq] Meintzischen Ertzbischoff zu geschrieben. Er war des [aq]Rabani Mauri[/aq] Lehrjünger. Ist also vielleicht ein Fehler der flüchtigen Feder/ daß der Herr Hoffmann in der Vorrede seiner Getichte ihn unter die Zeit des [aq]Lotharii[/aq] und Friedrichs setzt/ wodurch niemand anders als [aq]Lotharius II[/aq]. und [aq]Fridericus Barbarossa[/aq] könte verstanden werden. Aber er hat vielleicht an stat Fridrichs den Nahmen Ludewig schreiben wollen. [aq]Beatus Rhenanus[/aq] hat zu erst diß Buch gefunden. [S] wie er selbst in seinen [aq]rebus Germanicis[/aq] erzehlet. Hernach hat es [aq]Matthias Flacius Illyricus[/aq] zu Basel heraußgegeben unter dieser Uberschrifft [aq]Ottfridi Evangelium, liber veterum Germanorum Grammaticae, poëseos, theologiae praeclarum monumentum[/aq]. Mit dieser [aq]Edition[/aq] ist der Herr [aq]Lambecius lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5[/aq]. nicht zu frieden/ weil er sie vor gantz unvollkommen hält/ und sehr viel Fehler darin angemercket. Er hat eine dreyfache Vorrede: die eine lautet an [aq]Salomon[/aq] einen Bischoff zu Costnitz: die andere an König Ludewig beide in Teutschen Versen/ deren erste Buchstaben wenn sie zusammen gelesen werden einen absonderlichen Verstand machen: welche [aq]Carmina[/aq] bey den Griechen [griech.] genant worden: die dritte an den Ertzbischoff zu Meintz [aq]Luitbert[/aq] in Lateinischer Sprache. Worinnen er zu verstehen gibt/ daß er auff Bitte seiner Brüder und der Kayserin [aq]Judithae[/aq], der vor andern Weltlichen und unflätigen Gedichten geeckelt [S] die Mühe auff sich genommen/ und ein Theil der Evangelien in Teutsche Verse übersetzet. Woraus denn erhält/ daß doch vorhin einige Lieder und Getichte in Liebessachen müssen gewesen sein. Die Verse sind des Maasses und der rauhen Sprache wegen sehr unlieblich/ über welche er sehr klaget in der Vorrede seiner Evangelien. Die wenigen Verse die der Herr Hoffmann in seiner Vorrede aus ihm anführet und in Verse übersetzet zeigen daß dennoch unter diesem so grobem Kittel der Sprache ein guter Geist verborgen gewesen. Er hat noch andere dinge in Teutscher Sprache geschrieben/ als Predigten über die Evangelia/ [aq]Paraphrases[/aq] in [aq]Canticum Esaiae, Ezechiae, Hannae, Moisis, Zachariae, Mariae[/aq] über das Vater Unser/ über des [aq]Athanasii Symbolum[/aq], über die Psalmen Davids/ und noch drey grosse Bucher über dieselbe. [aq]Lambecius[/aq] hat [aq]l. 2. c. 5. p. 46[/aq]. als zur Probe den ersten Psalm angeführet/ hält es vor ein sonderliches sel-[S]tenes Gedenckmahl der alten Sprache/ wünschend deß es dermahleins ans Licht gebracht würde: [aq]Trithemius[/aq] in seinem Buch [aq]de Scriptorib[/aq][?] [aq]Ecclesiasticis[/aq] nennet diesen [aq]Ottfridam, Virum in divinis scripturis eruditissimum, & in secularibus Virum egregiè doctum, Philosophum, Rhetorem, Poêtam insignum ingenio excellenti & disertum eloquio[/aq]. Zu [aq]Henrici[/aq] des [aq]III[/aq]. und [aq]IV[/aq]. Zeiten lebte [aq]Willeramus[/aq], ein gelehrter Abt zu Merßburg/ welcher über das Hohelied Salomonis eine Lateinische [aq]Paraphrasin metro rythmicam[/aq] geschrieben/ und auch eine Teutsche in ungebundener Rede. Selber gehöret woll nicht unter die Teutsche Poeten/ aber er ist werth/ daß wir ihn hier berühren. Es ist ein schönes Denckmahl der alten Sprache/ und kan man einen sonderlichen Verstand darin mercken. Die Lateinische Verse sind auch nicht so gar zu verachten/ nur daß sie mit der damahls üblichen Reimerey auch angefüllet sein. Der [aq]Paulus Merula[/aq] hat diesen [aq]Autorem[/aq] zu erst her-[S]ausgegeben mit seinen Anmerckungen. / Fundstelle
Seite: (316-320) [326-330]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Das eintzige Exempel des [aq]Ottfridi[/aq], welches er ["Der Herr [aq]de Casaneuve[/aq] in seinem Buch [aq]de l'Origine des Jeuxfleureaux[/aq]" (321) [331], J.T.] anführet/ widerlegt ihn/ welcher Reime geschrieben/ ehe noch von einigen Frantzosen etwas vorgewiesen worden. Es ist bekant/ daß die [aq]Provinciales Potae[/aq] etwa vor fünffhundert Jahren erstlich angefangen. Man kan keine Aeltere bringen/ und hat der erste den [aq]Claude Fauchet[/aq] setzet/ im Jahr [aq]1155[/aq] geschrieben/ welches eben in die Regierung des [aq]Friderici Barbarossae[/aq] fällt/ da die Teutsche Poesey in vollem schwange war/ und nach ihrer Art/ ja so gut und besser als der [aq]Provençalen[/aq] ihre außgeübt. [aq]Ottfridus[/aq] aber hat lange zuvor seine Verse geschrieben/ [S] und ist er nicht der erste gewesen/ der Reymen geschrieben/ wie [aq]de Casaneuve[/aq] meint: denn [aq]Ottfridus[/aq] gedenckt selbst in seiner Vorrede der Liebeslieder/ die damahls im schwange gerwesen/ ob gleich die Sprache grob und ungeschickt/ darüber [aq]Ottfridus[/aq] klagt. Denn es folget nicht: [aq]Ottfridus[/aq] klagt über die Mühe/ die er der rauen Sprache halber gehabt/ darum ist er der erste gewesen/ der die Reime gemacht. [aq]Carolus M[/aq]. hat die [aq]Grammatic[/aq] zu seiner Zeit erstlich zu schreiben angefangen/ und waren doch vor ihm von [aq]Taciti[/aq] Zeiten her und drüber Lieder gewesen/ die er in ein Buch versamlen lassen. Wir haben droben erwiesen/ daß auf [aq]Ludovici I[/aq]. Befehl eine [aq]Paraphrasis[/aq] des Alten und Neuen Testaments in alten Sächschen Versen verfertiget/ die noch älter als des [aq]Ottfridi[/aq] seine. Ist also falsch/ daß diese des [aq]Ottfridi[/aq] ersten Reime gewesen. / Fundstelle
Seite: (321-322) [331-332]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Fundstelle
Seite: (327) [337]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: auch des [aq]St. Annonis[/aq], eines Cölnischen Ertz Bischoffen/ Teutsche Verse/ vor etwa [aq]600[/aq]. Jahren geschrieben/ die Herr Opitz noch kurtz vor seinem Tode mit Anmerckungen heraußgegeben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: auch des [aq]St. Annonis[/aq], eines Cölnischen Ertz Bischoffen/ Teutsche Verse/ vor etwa [aq]600[/aq]. Jahren geschrieben/ die Herr Opitz noch kurtz vor seinem Tode mit Anmerckungen heraußgegeben. / Fundstelle
Seite: (333) [343]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Fundstelle
Seite: (351) [361]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesem [aq]Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern kan ein mehres bey dem Herrn [aq]Thomasio[/aq] in einer absonderlichen [aq]Dissertation de Petro Dresdensi[/aq] gelesen werden. [aq]Matthias Flacius[/aq] gedencket in seinem [aq]Catalogo Test. Veritatis lib. 19[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Von diesem [aq]Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern kan ein mehres bey dem Herrn [aq]Thomasio[/aq] in einer absonderlichen [aq]Dissertation de Petro Dresdensi[/aq] gelesen werden. [aq]Matthias Flacius[/aq] gedencket in seinem [aq]Catalogo Test. Veritatis lib. 19[/aq]. / Fundstelle
Seite: (361) [371]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Zu derselben Zeit des Hugo von Trimbergs lebte Freydanck/ der von jenem offt angeführet wird/ hat ein Buch in teutschen Reimen geschrieben/ so er die Laien Bibel nennet/ darinnen er die fürnehmste Historien altes und neues Testaments in teutsche Verse verfaßt/ und allerhand feine Lehren mit untermischt. Er hat auch einen Außzug der siebenden Zahl aus der Bibel und den Chronicken hervorgegeben/ dessen doch Leonhard Wurffbain in seinem Buch [aq]de Septenario[/aq] keine Erwehnung gethan. Sie sein zu Franckfurth [aq]Anno 1569[/aq]. gedruckt. / Fundstelle
Seite: (362) [372]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß wir in Teutschland ältere gehabt haben/ ist droben er-[S]wiesen/ und schrieb um [aq]Ludovico II[/aq]. Zeit der [aq]Ottfridus[/aq] seine Evangelia. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß wir in Teutschland ältere gehabt haben/ ist droben er-[S]wiesen/ und schrieb um [aq]Ludovico II[/aq]. Zeit der [aq]Ottfridus[/aq] seine Evangelia. / Fundstelle
Seite: (402-403) [412-413]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Fundstelle
Seite: (408-409) [418-419]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Fundstelle
Seite: (409) [419]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann die geistliche Lieder und Psalmen/ die bey ihnen in Verse gesetzt/ und das Finni-[S]sche [aq]Chronicon[/aq] in Finnischen Reimen/ so zu [aq]Abo 1658[/aq]. heraußgegangen/ sein wie ich vermeine/ uach art der Schwedischen eingerichtet. [aq]Petrus[/aq] Bäng [aq]Professor Theologiae[/aq] auff der Finländischen [aq]Academia[/aq] zu [aq]Abo[/aq] hat in seiner [aq]Historiâ Ecclesiasticâ Sueo-Gothorum lib. 6. cap. 6[/aq]. auß des [aq]Agricolae[/aq], eines Wiburgischen Bischoffs Poetischen Vorrede über die Psalmen Davids/ einige Finnische Verse angeführet/ worinnen die Nahmen der alten Finnischen Götter erzehlet werden/ diese sein aber nach art der Teutschen gemacht. / Fundstelle
Seite: (410-411) [420-421]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Fundstelle
Seite: (432) [442]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hingegen sein gelehrte Leute die in Lateinischer Sprache die grösten Poeten sein/ und in Teutscher gantz [S] außarten/ nach des [aq]Ennii[/aq] art/ [aq]ingenio maximi, arte rudes[/aq], wie [aq]Jacob Balde[/aq] in seinen Teutschen [aq]Carminibus de vanitate Mundi[/aq] und [aq]Zacharias Lundius[/aq] in seinen Teutschen [aq]Poëmatibus[/aq], die doch beyde schöne Lateinische [aq]Carmina[/aq] geschrieben. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Hingegen sein gelehrte Leute die in Lateinischer Sprache die grösten Poeten sein/ und in Teutscher gantz [S] außarten/ nach des [aq]Ennii[/aq] art/ [aq]ingenio maximi, arte rudes[/aq], wie [aq]Jacob Balde[/aq] in seinen Teutschen [aq]Carminibus de vanitate Mundi[/aq] und [aq]Zacharias Lundius[/aq] in seinen Teutschen [aq]Poëmatibus[/aq], die doch beyde schöne Lateinische [aq]Carmina[/aq] geschrieben. / Fundstelle
Seite: (437-438) [447-448]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der [aq]Wallefridus Strabo de Vitâ Galli cap. 6[/aq]. nennet [aq]linguam Alemannicam barbaricam locutionem[/aq]. Derselbe hat [aq]de reb. Ecclesiast. c. 7[/aq]. diese Worte. [aq]Dicam secundum nostram barbariem, quae est Theodisca[/aq]. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der [aq]Wallefridus Strabo de Vitâ Galli cap. 6[/aq]. nennet [aq]linguam Alemannicam barbaricam locutionem[/aq]. Derselbe hat [aq]de reb. Ecclesiast. c. 7[/aq]. diese Worte. [aq]Dicam secundum nostram barbariem, quae est Theodisca[/aq]. / Fundstelle
Seite: (449) [459]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Diese des [aq]Caroli M. Grammâtica[/aq] ist wie [aq]Gesnerus[/aq] in seiner [aq]Bibliothecâ[/aq] erwehnet noch zu seiner Zeit verhanden gewesen. Sie ist aber dennoch nicht zur Vollkommenheit gebracht: denn es klaget nachgehends der [aq]Ottfridus[/aq] in der Vorrede seiner Evangelien sehr über die härtigkeit und unfreundlichkeit der Sprache. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Diese des [aq]Caroli M. Grammâtica[/aq] ist wie [aq]Gesnerus[/aq] in seiner [aq]Bibliothecâ[/aq] erwehnet noch zu seiner Zeit verhanden gewesen. Sie ist aber dennoch nicht zur Vollkommenheit gebracht: denn es klaget nachgehends der [aq]Ottfridus[/aq] in der Vorrede seiner Evangelien sehr über die härtigkeit und unfreundlichkeit der Sprache. / Fundstelle
Seite: (454) [464]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Fundstelle
Seite: (464) [474]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Fundstelle
Seite: (477-478) [487-488]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Man hat einige alte [aq]Glossaria[/aq], so billig in hohem werthe zu halten sein/ weil in diesen der ietzigen Sprache Stammwörter zum theil stecken; Da ist des [aq]Rabani Mauri Glossarium Latino-Theodiscum, in tota Biblia Veteris & Novi Testamenti[/aq], so noch nimmmer hervorgegeben. Dieses Buch hat [aq]Lambecius[/aq] auff seine Tyrolischen Reise irgend in einem Schloß unter alten Büchern gefunden/ [S] und der Keyserlichen Wienischen Bibliotheck einverleibet/ hat auch versprochen in seinem [aq]Syntagmate rerum Germanicarum[/aq] es hervorzugeben/ welche Hoffnung nun verloschen. Er setzet den Anfang dieses [aq]Glossarii lib. 2. com. de Biblioth. Vindob. c. 5. p. 416[/aq]. welcher also lautet [aq]Pikinnant Samenunga Uuorto fona dero nivum anti deru altun Euu. Inchoant congregationes verborum ex novo & vetere testamento[/aq]. Dieses ist warlich eine schöne [aq]antiquität[/aq]; dann es ist etwa [aq]Anno Chr. 847[/aq]. geschrieben. / Fundstelle
Seite: (498-499) [508-509]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplicem Poesin cum Deo aperienda, multa millia carminum genera docenda, Epitheta plusquam 100000 Poëtica virtute inventorum novorumm artis Alphabetorum eruenda: verbo: in paucis quibusdam methodus demonstranda tantae perfectitudinis, ut Teutonica lingua cum aliis non de copiâ solum, sed de ipso principatu elaborationis possit contendere facillime[/aq]. In seiner Epistel [aq]de mirabilibus quibusdam inventis[/aq], gedencket er auch dieser Erfindung/ und gibt zu verstehen/ daß solches in einer [aq]Rotâ Naturae[/aq] bestehe. Worauß zu sehen/ daß es dem [aq]Artificio Lulliano[/aq] gleich sein müsse.
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplicem Poesin cum Deo aperienda, multa millia carminum genera docenda, Epitheta plusquam 100000 Poëtica virtute inventorum novorumm artis Alphabetorum eruenda: verbo: in paucis quibusdam methodus demonstranda tantae perfectitudinis, ut Teutonica lingua cum aliis non de copiâ solum, sed de ipso principatu elaborationis possit contendere facillime[/aq]. In seiner Epistel [aq]de mirabilibus quibusdam inventis[/aq], gedencket er auch dieser Erfindung/ und gibt zu verstehen/ daß solches in einer [aq]Rotâ Naturae[/aq] bestehe. Worauß zu sehen/ daß es dem [aq]Artificio Lulliano[/aq] gleich sein müsse. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Quiri[/aq]-[S][aq]nus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis[/aq] ein Buch verheissen/ dessen [aq]Titul[/aq] sehr weit hinauß siehet: [aq]Ars magna Poëtica, Versificatoria, Rhythmica in quâ porta ad Germanicam triplicem Poesin cum Deo aperienda, multa millia carminum genera docenda, Epitheta plusquam 100000 Poëtica virtute inventorum novorumm artis Alphabetorum eruenda: verbo: in paucis quibusdam methodus demonstranda tantae perfectitudinis, ut Teutonica lingua cum aliis non de copiâ solum, sed de ipso principatu elaborationis possit contendere facillime[/aq]. In seiner Epistel [aq]de mirabilibus quibusdam inventis[/aq], gedencket er auch dieser Erfindung/ und gibt zu verstehen/ daß solches in einer [aq]Rotâ Naturae[/aq] bestehe. Worauß zu sehen/ daß es dem [aq]Artificio Lulliano[/aq] gleich sein müsse. / Fundstelle
Seite: (439-540) [549-550]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Fundstelle
Seite: (560) [570]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Masenius[/aq] ein Lateinisches Saufflied in seiner [aq]Comoedia, Bacchi Schola eversa[/aq], und einer Petermann des Risten Himmlische Lieder in Lateinische Reimen gebracht. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: So hat auch [aq]Masenius[/aq] ein Lateinisches Saufflied in seiner [aq]Comoedia, Bacchi Schola eversa[/aq], und einer Petermann des Risten Himmlische Lieder in Lateinische Reimen gebracht. / Fundstelle
Seite: (582) [592]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die so genandte [aq]Versus Leonini[/aq] haben sonst in der Lateinischen Sprache zeitig den Anfang genommen/ und erweiset [aq]Naudaeus Addition. à l'Histoire de Louys XI. p. 146[/aq], daß schon [aq]Anno Chr. 480[/aq], man dergleichen art Verse gehabt. [S] Nachgehends sind dieselben so in den Gebrauch gekommen/ daß man keine andere als diese beliebet/ insonderheit in dem zwölfften [aq]seculo[/aq]. Worunter des [aq]Bernhardi Morlanensis[/Aq], die er [aq]de contemptu mundi[/aq] geschrieben/ die allerartigsten sein. / Fundstelle
Seite: (589-600) [609-610]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Fundstelle
Seite: (630) [640]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es will zwar der [aq]Cardinal Perron[/aq] behaupten/ daß die Frantzösische Sprache sich besser zu einen [aq]Epico Carmine[/aq] schicke/ als die Italiänische/ aus Uhrsachen/ daß bey den Italiänern lauter Weibliche Reime sein. [...] Er tadelt auch an seinen Landsleuten/ daß sie nicht die Gedult haben ein weitläuffti-[S]ges Werck außzuarbeiten/ das eines Menschen Leben erfodere. Er selbst/ spricht er/ hätte in seiner Jugend ihm vorgenommen ein [aq]Poema epicum[/aq] von der Kinder Israel Außzug aus Aegypten unter dem [aq]titul la Mosaide[/aq] zu schreiben. / Fundstelle
Seite: (686-687) [696-697]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Fundstelle
Seite: (690) [700]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Fundstelle
Seite: (692) [702]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Fundstelle
Seite: (696-697) [706-707]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Masenius[/aq] hat einen kurtzen Außzug aus ihm [Cesare Ripa, J.T.] und andern gemacht in seinem [aq]Speculo imaginum veritatis occultae[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Masenius[/aq] hat einen kurtzen Außzug aus ihm [Cesare Ripa, J.T.] und andern gemacht in seinem [aq]Speculo imaginum veritatis occultae[/aq]. / Fundstelle
Seite: (652) [662]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist einem Ballette nicht unähnlich die artige Vorstellung/ die [S] dem Kaiser [aq]Carolo V[/aq]. geschehen (davon [aq]Masenius[/aq] in seinem [aq]Speculo Imaginum l. 6. c. 3. §. 2[/aq]. gedencket/ darinnen dem Kayser alles was in Religions-Sachen theils von ihm theils von andern vorgenommen und versehen gewesen/ vorgehalten. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es ist einem Ballette nicht unähnlich die artige Vorstellung/ die [S] dem Kaiser [aq]Carolo V[/aq]. geschehen (davon [aq]Masenius[/aq] in seinem [aq]Speculo Imaginum l. 6. c. 3. §. 2[/aq]. gedencket/ darinnen dem Kayser alles was in Religions-Sachen theils von ihm theils von andern vorgenommen und versehen gewesen/ vorgehalten. / Fundstelle
Seite: (743-744) [753-754]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Insondheit muß hier die Außbildkunst woll verstanden werden/ weil das meiste schier darin bestehet/ dazu dann die [aq]Iconologia[/aq] des [aq]Caesaris Ripae, Masenii Speculum imaginum veritatis occultae[/aq] gute Anleitung geben kan. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Insondheit muß hier die Außbildkunst woll verstanden werden/ weil das meiste schier darin bestehet/ dazu dann die [aq]Iconologia[/aq] des [aq]Caesaris Ripae, Masenii Speculum imaginum veritatis occultae[/aq] gute Anleitung geben kan. / Fundstelle
Seite: (741) [751]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat mein sehr wehrter Freund Hr. von Horn/ bey seiner neulichen Zurückkunft aus Muscow/ [S] mir [aq]Simeonis Polocensis[/aq], eines Rußischen München Predigten vorgezeiget/ und erkläret/ die in Warheit den sinnreichsten [aq]Meditationibus[/aq] der Italiäner und Engelländer/ nicht allein nicht nachgeben/ sondern fast zuvor thun. Derselbe hat auch die Rußische Poesie erstlich angefangen/ und zur Vollkommenheit gebracht/ wie er dann die Psalme Davids in allerhand bey uns üblichen arten der Reimgebände übersetzet/ deren treflichkeit er nicht gnug rühmen können. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat mein sehr wehrter Freund Hr. von Horn/ bey seiner neulichen Zurückkunft aus Muscow/ [S] mir [aq]Simeonis Polocensis[/aq], eines Rußischen München Predigten vorgezeiget/ und erkläret/ die in Warheit den sinnreichsten [aq]Meditationibus[/aq] der Italiäner und Engelländer/ nicht allein nicht nachgeben/ sondern fast zuvor thun. Derselbe hat auch die Rußische Poesie erstlich angefangen/ und zur Vollkommenheit gebracht/ wie er dann die Psalme Davids in allerhand bey uns üblichen arten der Reimgebände übersetzet/ deren treflichkeit er nicht gnug rühmen können. / Fundstelle
Seite: (755-756) [765-766]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Endlich hat Lehman in seinem [aq]Florilegio Politico[/aq] unter gewisse [aq]tituln[/aq], alle Sprichwörter und scharffsinnige Reden zusammen gesucht/ welches der [aq]Schuppius[/aq] so hoch hält/ daß ers nach der Bibel setzet. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Endlich hat Lehman in seinem [aq]Florilegio Politico[/aq] unter gewisse [aq]tituln[/aq], alle Sprichwörter und scharffsinnige Reden zusammen gesucht/ welches der [aq]Schuppius[/aq] so hoch hält/ daß ers nach der Bibel setzet. / Fundstelle
Seite: (759) [769]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat auch [aq]Quirinus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis artem magnam s. Harmoniam adagiorum omnium populorum[/aq] verheissen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Es hat auch [aq]Quirinus[/aq] Kuhlman in seinem [aq]Prodromo Quinquennii mirabilis artem magnam s. Harmoniam adagiorum omnium populorum[/aq] verheissen. / Fundstelle
Seite: (760) [770]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Erfindung derselben können von eben denselben [aq]fontibus[/aq] der [aq]Epigrammatum[/aq] genommen werden/ wovon [aq]Masenius[/aq] in [aq]Speculo Imaginum veritatis occultae[/aq] mit mehrem handelt. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Erfindung derselben können von eben denselben [aq]fontibus[/aq] der [aq]Epigrammatum[/aq] genommen werden/ wovon [aq]Masenius[/aq] in [aq]Speculo Imaginum veritatis occultae[/aq] mit mehrem handelt. / Fundstelle
Seite: (774) [784]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey dem [aq]Masenio[/aq] sein etzliche artige [aq]Exempla Symbolorum[/aq], als da er aus dem Wapen des [aq]Fabii Chisii[/aq] einen Adler nimt/ worauß er [aq]50. Symbola[/aq] macht/ und auß der [aq]Pamphiliorum[/aq] Wapen/ eine Taube und Oelbaum/ von welchen er gleichfalls [aq]50. Symbola[/aq] erfunden. Der [aq]Index Masenii[/aq], darin er alle Ordnungen der Dinge durchgeht/ uud von jeden kürtzlich die Eygenschafft setzt/ am Rande aber den [aq]sensum moralem[/aq], nützt treflich zu den Erfindungen. / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey dem [aq]Masenio[/aq] sein etzliche artige [aq]Exempla Symbolorum[/aq], als da er aus dem Wapen des [aq]Fabii Chisii[/aq] einen Adler nimt/ worauß er [aq]50. Symbola[/aq] macht/ und auß der [aq]Pamphiliorum[/aq] Wapen/ eine Taube und Oelbaum/ von welchen er gleichfalls [aq]50. Symbola[/aq] erfunden. Der [aq]Index Masenii[/aq], darin er alle Ordnungen der Dinge durchgeht/ uud von jeden kürtzlich die Eygenschafft setzt/ am Rande aber den [aq]sensum moralem[/aq], nützt treflich zu den Erfindungen. / Fundstelle
Seite: (775) [785]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Englischen hat [aq]Franciscus Quarles[/aq] Geistliche [aq]Emblemata[/aq] geschrieben/ wie auch [aq]Epigrammata[/aq], die er [aq]divine fancies[/aq], nennet. Aber die [aq]Emblemata[/aq] sein mehrentheils aus des [aq]Hermani Hugonis piis desideriis[/aq] genommen/ [S] da er doch derselben mit keinem Worte gedencket. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Im Englischen hat [aq]Franciscus Quarles[/aq] Geistliche [aq]Emblemata[/aq] geschrieben/ wie auch [aq]Epigrammata[/aq], die er [aq]divine fancies[/aq], nennet. Aber die [aq]Emblemata[/aq] sein mehrentheils aus des [aq]Hermani Hugonis piis desideriis[/aq] genommen/ [S] da er doch derselben mit keinem Worte gedencket. / Fundstelle
Seite: (777-778) [787-788]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Rätzel gehören auch zu den Sinnbildern/ welche gleichfalls ihre [aq]fontes inventionum[/aq] in den vorigen [aq]locis[/aq] haben und bestehen theils in Bildern/ theils in Schrifften. Von jenen handelt [aq]Masenius[/aq] weitläufftig in [aq]Speculo Imaginum[/aq]. / Rang
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Die Rätzel gehören auch zu den Sinnbildern/ welche gleichfalls ihre [aq]fontes inventionum[/aq] in den vorigen [aq]locis[/aq] haben und bestehen theils in Bildern/ theils in Schrifften. Von jenen handelt [aq]Masenius[/aq] weitläufftig in [aq]Speculo Imaginum[/aq]. / Fundstelle
Seite: (778) [788]
 
Eigenschaft / Exempelpolitik
Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq],
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Rang
Normaler Rang
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Bey den Ißländern hat man ein sonderlich Buch die [aq]Edda[/aq] gehabt/ welches war die [aq]Mythologia Poetica[/aq] der alten Nordischen Völcker/ oder vielmehr ihre [aq]Theologia, Physica[/aq] und [aq]Ethica[/aq]. Es sind zweyerley [aq]Eddae[/aq] gewesen/ die eine als die älteste/ ist in alte unverständliche Verse verfasset von Sämund Sigfuson/ der mit dem Zunahmen Froda/ daß ist/ der Weise genant worden/ und [aq]An. 1077[/aq]. zu Odde in Ißland Prediger gewesen. Die neue [aq]Edda[/aq] hat gemacht Snorrre Sturläson/ ein Vornehmer kluger Mann/ und Ober-Richter über Ißland im Jahr [aq]1222[/aq]. und auß der ältern des Sämunden zusammen gezogen/ welche [aq]Petrus Resenius[/aq] mit sehr nützlichen Anmerckungen/ und einer weitläufftigen Vorrede heraußgegeben/ darinnen er mit mehren von diesen beyden [aq]ddis[/aq] handelt. In der Königlichen Schwe-[S]dischen [aq]Bibliothec[/aq] soll noch eine andere und besser verhanden sein/ wie Herr [aq]Rudbeck[/aq] meldet. Dieser Snorre Sturleson hat die alte [aq]Eddam[/aq] etwas verändert/ und auff ihre Poeterey gerichtet. Wie nun die [aq]Edda[/aq] ihre [aq]Mythologia[/aq], so ist die [aq]Scalda[/aq] ihre [aq]Metrica[/aq] und [aq]Prosodia[/aq] gewesen. [aq]Arngrimus[/aq] sagt von dieser also: [aq]Scalda est liber de arte Poëticâ Islandorum, qui est quasi praxis Eddae ut Edda inventionem, Scalda usum vel artem adiuvet[/aq], / Fundstelle
Seite: (404-405) [414-415]
 
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Balzac[/aq] in seiner Lateinischen Briefe einem an den [aq]Silhon p. m. 196[/aq]. gibt ihm den grösten Lobspruch: [...] [aq]Docuit quid esset purè & cum religione scribere[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Balzac[/aq] in seiner Lateinischen Briefe einem an den [aq]Silhon p. m. 196[/aq]. gibt ihm den grösten Lobspruch: [...] [aq]Docuit quid esset purè & cum religione scribere[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (170) [180]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ihr erstes auffkommen/ und gleichsam ihre Jugend ist gewesen um das Jahr Christi [aq]1300[/aq]/ da [aq]Dantes, Petrarcha[/aq] und [aq]Boccacius[/aq] gelebt haben/ als die ersten [aq]Triumvîri[/aq], unter den Italiänischen Poeten. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Ihr erstes auffkommen/ und gleichsam ihre Jugend ist gewesen um das Jahr Christi [aq]1300[/aq]/ da [aq]Dantes, Petrarcha[/aq] und [aq]Boccacius[/aq] gelebt haben/ als die ersten [aq]Triumvîri[/aq], unter den Italiänischen Poeten. / Fundstelle
 
Seite: (185) [195]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der Aelteste Englische Poet wird von dem Ubersetzer des [aq]Rapini[/aq] gesetzet [aq]Geoffry Chaucer[/aq], der im Jahr [aq]1400[/aq] gelebet. Selbiger ist mit unter den [aq]Chymischen[/aq] Poeten/ und findet sich in deß [aq]Ashmols[/aq] seinen [aq]Tractat[/aq] ein Getichte/ dessen Uberschrifft [aq]The Tale of the Chanons Yeoman[/aq]; worinnen er von dieser Kunst handelt. Sein Bildnuß und sein [aq]Epitaphium[/aq] welches in der Kirchen zu Westmünster zu finden/ hat er dabey abmahlen lassen. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Der Aelteste Englische Poet wird von dem Ubersetzer des [aq]Rapini[/aq] gesetzet [aq]Geoffry Chaucer[/aq], der im Jahr [aq]1400[/aq] gelebet. Selbiger ist mit unter den [aq]Chymischen[/aq] Poeten/ und findet sich in deß [aq]Ashmols[/aq] seinen [aq]Tractat[/aq] ein Getichte/ dessen Uberschrifft [aq]The Tale of the Chanons Yeoman[/aq]; worinnen er von dieser Kunst handelt. Sein Bildnuß und sein [aq]Epitaphium[/aq] welches in der Kirchen zu Westmünster zu finden/ hat er dabey abmahlen lassen. / Fundstelle
 
Seite: (238) [248]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]P. C. Hooft[/aq], Ritter von [aq]S. Michaelis[/aq], Drost von Muyden und [aq]Baljow[/aq] von [aq]Goeiland[/aq] hat nicht allein Trauerspiele/ sondern auch [S] andere Getichte geschrieben/ welche eine hochtrabende arth haben/ viele sonderliche gesuchte und zusammen gesetzte Wörter. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]P. C. Hooft[/aq], Ritter von [aq]S. Michaelis[/aq], Drost von Muyden und [aq]Baljow[/aq] von [aq]Goeiland[/aq] hat nicht allein Trauerspiele/ sondern auch [S] andere Getichte geschrieben/ welche eine hochtrabende arth haben/ viele sonderliche gesuchte und zusammen gesetzte Wörter. / Fundstelle
 
Seite: (267-268) [277-278]
Eigenschaft / Autoritäten
 
In der Teutschen Historie/ die nach der Lateinischen herauß gegeben/ und insonderheit dessen erstem Buch welches er [Johannes Aventinus, J.T] selbst sehr vermehret/ meldet er/ daß er zu Regensburg in S. Haymerans Kloster/ gute alte Lateinische Verse gefunden/ darinnen etlicher alter Könige und Helden Thaten beschrieben worden/ die aus Befehl Kayser [aq]Carol[/aq] des Grossen von den alten Teutschen Tichtern ins Latein gebracht. Aus denselben führet er einige merckwürdige dinge [S] an/ und ist vermuthlich/ daß solche aus den alten Teutschen Liedern zusammen getragen worden. In derselben teutschen Historie meldet er auch/ daß wie der König [aq]Tuisco[/aq] zu anreitzung der Nachkommen die Gutthaten der Frommen mit Liedern zu ehren befohlen/ hätte König [aq]Laber[/aq] geboten/ daß man auch von denen die Ubels thäten/ damit sie sich schämeten und besserten/ Lieder machete/ dieselbige bey Nachte offentlich auff den Gassen für den Häusern sünge/ wenn man das Licht angezündet hatte/ darum man auch solche Gesanglichter genennet.
Eigenschaft / Autoritäten: In der Teutschen Historie/ die nach der Lateinischen herauß gegeben/ und insonderheit dessen erstem Buch welches er [Johannes Aventinus, J.T] selbst sehr vermehret/ meldet er/ daß er zu Regensburg in S. Haymerans Kloster/ gute alte Lateinische Verse gefunden/ darinnen etlicher alter Könige und Helden Thaten beschrieben worden/ die aus Befehl Kayser [aq]Carol[/aq] des Grossen von den alten Teutschen Tichtern ins Latein gebracht. Aus denselben führet er einige merckwürdige dinge [S] an/ und ist vermuthlich/ daß solche aus den alten Teutschen Liedern zusammen getragen worden. In derselben teutschen Historie meldet er auch/ daß wie der König [aq]Tuisco[/aq] zu anreitzung der Nachkommen die Gutthaten der Frommen mit Liedern zu ehren befohlen/ hätte König [aq]Laber[/aq] geboten/ daß man auch von denen die Ubels thäten/ damit sie sich schämeten und besserten/ Lieder machete/ dieselbige bey Nachte offentlich auff den Gassen für den Häusern sünge/ wenn man das Licht angezündet hatte/ darum man auch solche Gesanglichter genennet. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: In der Teutschen Historie/ die nach der Lateinischen herauß gegeben/ und insonderheit dessen erstem Buch welches er [Johannes Aventinus, J.T] selbst sehr vermehret/ meldet er/ daß er zu Regensburg in S. Haymerans Kloster/ gute alte Lateinische Verse gefunden/ darinnen etlicher alter Könige und Helden Thaten beschrieben worden/ die aus Befehl Kayser [aq]Carol[/aq] des Grossen von den alten Teutschen Tichtern ins Latein gebracht. Aus denselben führet er einige merckwürdige dinge [S] an/ und ist vermuthlich/ daß solche aus den alten Teutschen Liedern zusammen getragen worden. In derselben teutschen Historie meldet er auch/ daß wie der König [aq]Tuisco[/aq] zu anreitzung der Nachkommen die Gutthaten der Frommen mit Liedern zu ehren befohlen/ hätte König [aq]Laber[/aq] geboten/ daß man auch von denen die Ubels thäten/ damit sie sich schämeten und besserten/ Lieder machete/ dieselbige bey Nachte offentlich auff den Gassen für den Häusern sünge/ wenn man das Licht angezündet hatte/ darum man auch solche Gesanglichter genennet. / Fundstelle
 
Seite: (285) [295]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]P. 67. a[/aq]. imgleichen [aq]P. 69. a[/aq]. gedencket er einiger alten [S] Reime die von dem alten Teutschen Warsager Meister Alber lang vor Christi gebuhrt gemacht/ von welchen noch thörichte Leute albern genant werden. [aq]P. 93. a[/aq]. findet sich dieses: zu Regensburg in des Thumstiffts Buchkammer/ ist gar ein alt Buch auff Pergamen in Lateinischer Sprache woll beschrieben/ von dem alten löblichen herkommen der Bayern/ / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]P. 67. a[/aq]. imgleichen [aq]P. 69. a[/aq]. gedencket er einiger alten [S] Reime die von dem alten Teutschen Warsager Meister Alber lang vor Christi gebuhrt gemacht/ von welchen noch thörichte Leute albern genant werden. [aq]P. 93. a[/aq]. findet sich dieses: zu Regensburg in des Thumstiffts Buchkammer/ ist gar ein alt Buch auff Pergamen in Lateinischer Sprache woll beschrieben/ von dem alten löblichen herkommen der Bayern/ / Fundstelle
 
Seite: (286-287) [296-297]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Christian Hoffmann von Hoffmanns-Waldau/ da er in der Vorrede seiner Gedichte von diesen alten Gesängen redet/ schreibet er hievon mercklich also: solche Gesänge sein nachmahls je mehr und mehr im Lauff kommen/ und haben viele bey der damahls zimlich harten und rauhen Sprache nicht üble Gedancken geführet/ wie noch in vielen Klöster. [aq]Bibliotheken[/aq]/ als zu [aq]S[/aq]. Gall/ zu Eichstatt/ zu [aq]S. Emeran[/aq] in Regensburg/ und vielen anderen Orten mehr dergleichen auff Pergament zu finden ist. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Christian Hoffmann von Hoffmanns-Waldau/ da er in der Vorrede seiner Gedichte von diesen alten Gesängen redet/ schreibet er hievon mercklich also: solche Gesänge sein nachmahls je mehr und mehr im Lauff kommen/ und haben viele bey der damahls zimlich harten und rauhen Sprache nicht üble Gedancken geführet/ wie noch in vielen Klöster. [aq]Bibliotheken[/aq]/ als zu [aq]S[/aq]. Gall/ zu Eichstatt/ zu [aq]S. Emeran[/aq] in Regensburg/ und vielen anderen Orten mehr dergleichen auff Pergament zu finden ist. / Fundstelle
 
Seite: (289) [299]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Von diesen vermeinet [aq]Bernegger quaest. 6. in Taciti Germaniam[/aq] sein die so genante Meistergesänge und Meistersänger hergekommen/ welche Geistliche und Weltliche Historien in Reimen gebracht/ und dieselbe in Zusammenkünfften offentlich gesungen/ den [aq]Trithenium[/aq] vor sich anführend/ der in [S] seiner [aq]Historia Francorum[/aq] solcher Meinung zu sein scheinet. [aq]Mos erat[/aq] (saget er) [aq]majoribus nostris Francis & Germanis, ut Heroum facta, vel dicta memoratu digna per Sacerdotes templorum patriis commendarentur carminibus, in quibus discendis memorandis & decantandis juvenum excitarentur ingenia quae consuetudo multis duravit annis, nec hodie defecit[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (302-303) [312-313]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Es ist noch ein altes Teutsches Werck verhanden dessen [aq]Goldastus[/aq] offt gedencket/ und [aq]Lambecius[/aq] Erwehnung thut in [aq]lib. 2. comment. de Biblioth. Vindobonensi[/aq] von den Thaten des [aq]Caroli M[/aq]. und des Rulands/ dessen Verfertiger sich [aq]Striker[/aq] nennet/ und ist diß drüber geschrieben: [aq]diz Puech ist von Chunich Karl und von Ruland gemacht, wie sie diu heidenschafft uberchomen[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (310) [320]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Es bezeuget [aq]Boppo[/aq], der zu der Zeit gelebet/ daß er 2. Bücher geschrieben an seinen Sohn Fridebrand: eines/ darin er handelt von der Unterweisung in Göttlichen dingen; / Fundstelle
 
Seite: (327) [337]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Es wundert mich aber daß in dem Turnier-Buch dieser Meistersänger so gar mit keinem eitzigen Worte gedacht wird. Harstörffer der uns die beste Nachricht geben kan/ weil er an solchem Ohrte gelebet/ da sie ihre meiste [aq]Exercitia[/aq] gehabt/ beschreibt im [aq]IV[/aq]. Theile der Gespräch Spiele im [aq]151[/aq]. Sp. §. [aq]8[/aq]. der Meistersänger ihr Wesen etwas außführlicher als [S] sonst iemand anders/ aus welchem wir die Worte anher setzen wollen: [...] Ob nun ihre Gedichte schlecht sind/ und das Gesang der Choral oder der Ebreer Musick nicht ungleich zu hören/ so haben sie doch feine Regul/ und ihre Wissenschafft in solcher Verfassung/ daß sie ungezweiffelt sagen können/ was gut oder böß ist. / Fundstelle
 
Seite: (338-339) [348-349]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [Harsdörffer, IV. Teil der [aq]Gesprächsspiele[/aq], J.T.:] Ist also darauß zu schliessen daß die Urheber dieser Kunst das Reimwesen woll verstanden/ und die Teutsche Sprache bereit vor sechshundert und mehr Jahren darin geübet worden: nemlich zu Kayser Otto des [S] Grossen und des Pabsts [aq]Leonis[/aq] des [aq]VII[/aq]. Zeiten/ welche die vier gekrönte Töne/ wie es die Meister noch anheut zu Tagesingen/ selbst angehört/ und mit gewissen Freyheiten begabt haben/ weil es zu selbiger Zeit etzliche für eine Ketzerey außgeschrieen hatten. Ist also vermuthlich/ daß die Uhralten Heidnischen Helden Gesänge mit Einführung des Christenthums von Keyser Carl den Grossen ab/ und hingegen diese in den Kirchen eingeführt / Fundstelle
 
Seite: (340-341) [350-351]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Ich muß hie auch eines nicht gar viel bekanten Hugo von Trimberg gedencken/ welcher vor etwa [aq]380[/aq]. Jahren gelebet/ und ein weitläufftig Buch in Reimen geschrieben/ so er den Renner nennet: worin die Mißbräuche die damahls in allen Ständen gewesen vorgestellet/ viel Mängel der Geistlichen endeckt/ und alle zur Tugend und Wollstand angewiesen werden. Solch Buch ist von [aq]Cyriaaco Jacob[/aq] zum Bock/ Buchdrucker [aq]Anno 1549[/aq]. unter den Titul der Renner heraußgegeben. / Fundstelle
 
Seite: (351) [361]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Der Herr Scheffer/ der die Alterthüme der Schweden sorgfältig gnug durchgesuchet/ und alles was ihm müglich gewesen herbeygebracht/ hat in seiner [aq]Suecia literata[/aq], da er de [aq]Scriptoribus Svecis[/aq] handelt/ und insonderheit so merck-[S]würdige dinge hätte beybringen sollen/ nur von [aq]Anno[/aq] Christi [aq]MCL[/aq]. den Anfang gemacht. / Fundstelle
 
Seite: (398-399) [408-409]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Man hat auch [aq]Alexandri M. Historiam[/aq] eines [aq]Anonymi Anno 1363[/aq], ein [aq]Chronicon Episcoporum Sca[/aq]-[S][aq]rensium Anno 1397[/aq]. von [aq]Brynolpho[/aq] in Schwedische Reimen verfasset. / Fundstelle
 
Seite: (408-409) [418-419]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Es sein viel andere [aq]Chronica[/aq] auch auff diese art [in schwedischen Reimen, J.T.] verfertiget/ und eine zimliche Menge theils geistlicher theils weltlicher Getichte/ die bey dem Herrn Scheffer können nachgelesen werden. / Fundstelle
 
Seite: (409) [419]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Simon Dach hat auch sehr gute Oden geschrieben/ dessen Nachfolger in der [aq]Professione Poëseos[/aq] zu Königsberg der Hr. Röling mein lieber Freund/ gewesen/ der gar zu frühe uns durch den Tod entrissen ist. Seine Geistliche Lieder/ deren ein Theil heraußgegangen/ sein voll tieffsinniger Einfälle/ und führen eine Flemmingische art bey sich/ als die er jederzeit beliebet hat. / Fundstelle
 
Seite: (432) [442]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Carresius[/aq] urtheilet an angeführtem Ohrte von solcher Sprache also: [...] [aq]Sed ne spera te unquam visurum illam in usu: id magnas in orbe mutationes supponit, essetque necesse totum Orbem in Paradisum terrestrem converti; quod sanè in fabulis tantum locum habeat[/aq]. / Fundstelle
 
Seite: (464) [474]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Dergleichen findet sich auch in der Teutschen Sprache: Aber [S] die Engelländer gebrauchen sich einer grösseren Freyheit in Zusammenziehung der Wörter/ und heraußstossung des [aq](e) Johannes Bellin[/aq] hat in seiner [aq]Syntaxi Praepositionum Teutonicarum[/aq] von [aq]p. 44[/aq]. biß [aq]58[/aq]. auß der Bibel und andern Poeten die Exempel der Wörter zusammen getragen/ denen das [aq](e)[/aq] am Ende angehangen oder entzogen wird. / Fundstelle
 
Seite: (477-478) [487-488]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Darum hat der unvergleichliche [aq]Tasso[/aq] die Lieblichkeit der Italiänischen Sprache mit harten [aq]Consonantibus[/aq] versetzet/ wie auß dem Anfang des vierten Buchs seiner [aq]Gjerusalemme[/aq] liberata zu sehen. / Fundstelle
 
Seite: (560) [570]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Welcher Meinung zum theil [S] auch der gelehrte [aq]Huet[/aq] beypflichtet; dann ob er zwar in seiner [aq]Dissertation de l'origine des Romaines p. 13[/aq]. davor hält/ daß diese Reimkunst erstlich von den Arabern in [aq]Europam[/aq] gebracht nach des [aq]Taric[/aq] und des [aq]Muza[/aq] ankunfft in Spanien/ welches war [aq]Anno Chr. 713[/aq]. so setzt er doch hinzu/ daß er gar leicht beweisen wolle/ wie auch den alten Römern die reimende Verse nicht unbekant gewesen. / Fundstelle
 
Seite: (589-590) [599-600]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: Im Alexandrinischen [aq]Genere[/aq] hat Herr Ziegler ein Buch solcher [aq]Elegien[/aq] geschrieben/ von der Gebuhrt/ Leiden und Aufferstehung Christi. / Fundstelle
 
Seite: (630) [640]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: [aq]Des Marests[/aq] in seinem [aq]Advis[/aq] bey seinem [aq]Clovis[/aq] oder [aq]France Chrestienne[/aq] urtheilt hievon also: / Fundstelle
 
Seite: (690) [700]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Rang
 
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Eigenschaft / Autoritäten: Daß bey den alten Nordländern/ dergleichen Getichte [Romane, J.T.] gewesen/ geben die Fabeln an den Tag/ die man in der [aq]Edda[/aq] noch vorfindet. Ja wann man des Herrn [aq]Rudbecks[/aq] Meinungen annehmen solte/ dürffte woll die gantze [aq]Mythologia[/aq] der Griechen davon entstanden sein/ daß also dieselben nicht von [aq]Caroli M[/aq]. Zeiten nur herzu holen/ wie [aq]Huetus[/aq] meinet. / Fundstelle
 
Seite: (692) [702]
Eigenschaft / Autoritäten
 
Eigenschaft / Autoritäten: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Autoritäten: So ist es dem gelehrte [aq]Jacobo Palmerio à Grentemesnil[/aq] ergangen/ von welchem in seiner Lebensbeschreibung diß erzehlet wird. [...] [aq]sed eo tandem elapso, ad suam mentem reversus ingemuit, acerboque dolore perculsus animadvertit, se pro veris historiis, quibus admiranda Dei providentia agnoscitur, figmentis libidinum incentivis memoriam suam onerasse, & pro heroibus egregiisque eorum facinoribus veritatem histo[/aq]-[S][aq]ricam illustrantib[/aq][?] [aq]ineptos thrasones & vanae imaginationis otio suo abutentis ludibria coluisse[/aq] / Fundstelle
 
Seite: (696-697) [706-707]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Rang
 
Normaler Rang
Eigenschaft / Exempelpolitik: Der so genante unverdrossene Carl Gustav von Hille hat in seinem Teutschen Palmbaum/ darin er von der Fruchtbringenden Gesellschafft Anfang und Auffnehmen geschrieben/ ein Teutsches Lied angeführet/ welches in dem Meckelburgischen Kloster Dobran von etlichen Kayserlichen Soldaten in einem gemauerten Schrancke gefunden worden/ von [aq]28[/aq]. dem Reimgebände nach woll gesetzten Steophen bestehend/ zu Lobe des Wendischen Königs [aq]Anthyrii[/aq] gemacht / Fundstelle
 
Seite: (349) [359]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: Dann es ist der Warheit gemäß/ was der berühmte Herr [aq]Micraelius[/aq], mein vormahliger Lehrmeister/ in seiner Pommerschen Chronica/ in der Vorrede des dritten Buchs schreibet: [...] Wir andern Sachsenleute haben nun auch an unsere Muttersprache einen solchen Eckel gehabt/ das unsre Kinder nicht ein Vater unser/ wo nicht in Hochteutscher Sprache/ beten/ und wir keine Pom-[S]mersche Predigt fast mehr in gantz Pommern hören mögen. / Fundstelle
 
Seite: (482-483) [492-493]
Eigenschaft / Exempelpolitik
 
[aq]Joh. Baptista Manso Marchio Villensis[/aq], welchem [aq]Torquatus Tassus[/aq] sein Gespräch von der Freundschafft zugeschrieben/ den [aq]Johannes Miltonus[/aq] in seinen [aq]Poëmatibus Juvenilibus p. 74[/aq]. mit einem feinen Lateinischen [aq]Carmine[/aq] beehret/ hat des [aq]Torquati Tassi[/aq] Leben weitläufftig beschrieben/ worinnen viel sonderliche dinge sein: Unter andern ist nicht vorbey zu gehen/ welches auch [aq]Thuanus[/aq] in dem 113 Buch seiner [aq]Historia[/aq] erzehlet/ daß in seiner Jugend ihn eine Raserey befallen/ welche hernach zu gewissen Zeiten wiederkommen; dadurch ihm nicht das Gemüth verrücket/ sondern vielmehr so gesaubert worden/ daß er nach solchen Uberfall die herrlichsten/ tieffsinnigsten unvergleichlichsten [aq]Carmina[/aq] geschrieben. Gleich als wann er durch eine Göttliche Regung were gerühret worden. Von dergleichen Exempeln werde ich einmahl mit [S] mehren in meiner [aq]Dissertatione de Enthusiasmo Poëtico[/aq] handeln.
Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Joh. Baptista Manso Marchio Villensis[/aq], welchem [aq]Torquatus Tassus[/aq] sein Gespräch von der Freundschafft zugeschrieben/ den [aq]Johannes Miltonus[/aq] in seinen [aq]Poëmatibus Juvenilibus p. 74[/aq]. mit einem feinen Lateinischen [aq]Carmine[/aq] beehret/ hat des [aq]Torquati Tassi[/aq] Leben weitläufftig beschrieben/ worinnen viel sonderliche dinge sein: Unter andern ist nicht vorbey zu gehen/ welches auch [aq]Thuanus[/aq] in dem 113 Buch seiner [aq]Historia[/aq] erzehlet/ daß in seiner Jugend ihn eine Raserey befallen/ welche hernach zu gewissen Zeiten wiederkommen; dadurch ihm nicht das Gemüth verrücket/ sondern vielmehr so gesaubert worden/ daß er nach solchen Uberfall die herrlichsten/ tieffsinnigsten unvergleichlichsten [aq]Carmina[/aq] geschrieben. Gleich als wann er durch eine Göttliche Regung were gerühret worden. Von dergleichen Exempeln werde ich einmahl mit [S] mehren in meiner [aq]Dissertatione de Enthusiasmo Poëtico[/aq] handeln. / Rang
 
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Eigenschaft / Exempelpolitik: [aq]Joh. Baptista Manso Marchio Villensis[/aq], welchem [aq]Torquatus Tassus[/aq] sein Gespräch von der Freundschafft zugeschrieben/ den [aq]Johannes Miltonus[/aq] in seinen [aq]Poëmatibus Juvenilibus p. 74[/aq]. mit einem feinen Lateinischen [aq]Carmine[/aq] beehret/ hat des [aq]Torquati Tassi[/aq] Leben weitläufftig beschrieben/ worinnen viel sonderliche dinge sein: Unter andern ist nicht vorbey zu gehen/ welches auch [aq]Thuanus[/aq] in dem 113 Buch seiner [aq]Historia[/aq] erzehlet/ daß in seiner Jugend ihn eine Raserey befallen/ welche hernach zu gewissen Zeiten wiederkommen; dadurch ihm nicht das Gemüth verrücket/ sondern vielmehr so gesaubert worden/ daß er nach solchen Uberfall die herrlichsten/ tieffsinnigsten unvergleichlichsten [aq]Carmina[/aq] geschrieben. Gleich als wann er durch eine Göttliche Regung were gerühret worden. Von dergleichen Exempeln werde ich einmahl mit [S] mehren in meiner [aq]Dissertatione de Enthusiasmo Poëtico[/aq] handeln. / Fundstelle
 
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