{"entities":{"Q7283":{"pageid":7534,"ns":120,"title":"Item:Q7283","lastrevid":27034,"modified":"2025-02-03T16:11:58Z","type":"item","id":"Q7283","labels":{"de":{"language":"de","value":"[aq]\u00a7. 2[/aq].\u00a0Von dem Mose wird Exod.\u00a0[aq]2. v.\u00a021[/aq]. berichtet/ da\u00df ihm Reguel ([aq]v. 18. sic dicitur[/aq]) oder Jethro/ der Priester in Midian/ seine Tochter Ziporam/ eine Morin/ zum Weibe gegeben/ da Er sich bey ihm in der Flucht auffhielt. Mehr Umst\u00e4nde sind bey dieser Heyrath in H. Schrifft nicht beniemt. Diese Verheyrathung des Moses wil ich zur Materie meiner Com\u00f6die annehmen. Denn ihr kommen alle [aq]requisita[/aq] zu. [...][S][...] [aq]\u00a7. 4[/aq]. Sehe ich demnach die Personen an oder auch die Sachen der Umst\u00e4nde/ welche ausdr\u00fccklich in der Erzehlung oberwehnter Geschicht aus-[S]gedrucket werden/ und erwege/ unter was vor Beschreibung und Habit sie uns in der Bibel schon vorgestellet sind/ so findet sich [aq]1[/aq]. Moses/ der wird uns vorgestellet als ein Fremdling/ und unter dem Bilde eines tapffern Mannes/ weil er nemlich zu unterschiedlich mahlen ein Egyptischer Mann in dem Capitel genant wird. [aq]2[/aq]. Zipora die wird uns als eine arbeitsame Jungfer vorgestellet [aq]Exod. 20. v. 16[/aq]. als eine Morin [aq]Num. 12. v. 1. 3[/aq]. Reguel oder Jethro/ der Zipor\u00e4 Vater/ wird uns vorgestellet/ als ein Priester in Midian oder auch wohl/ wie das Grund-Wort anzeigt/ als ein vornehmer Bedienter [aq]Exod. 2. v. 16[/aq]. als ein Vater vieler T\u00f6chter. [aq]4[/aq]. Der [aq]Zipor\u00e4[/aq] Bruder Hobab [wie Er [aq]Num. 10. v. 29[/aq]. genennet wird; denn sonst heist er auch Kain/ [aq]Num. 24. v. 23[/aq]. daher die Keniter kommen/ oder Reguel) als ein kluger und gereister Mann/ weil wel Er die Kinder Israel in der W\u00fcsten hat f\u00fchren m\u00fcssen. [aq]5[/aq]. Das Land Midian/ weil es im steinigten Arabien liegt/ ist leicht seiner Beschaffenheit nach zuerkennen. Was nun ausdr\u00fccklich in der Historie beniemt ist/ das lasse ich unge\u00e4ndert stehen/ aber ich kan doch noch viel bey diesen in der Schrifft schon ausgekleideten Umst\u00e4nden erdichten. Als bey dem Mose kan ich [aq]probabiliter[/aq] erdichten/ da\u00df er in dem Habit eines Sch\u00e4fers erschienen und sich vor einen Sch\u00e4fer ausgegeben/ weil die Schrifft/ in was vor einem Habite er erschienen/ [S] nicht ausdr\u00fccklich sagt/ und doch dazumahl die Sch\u00e4fereyen die gemeinste Handthierung gewesen/ auch Moses nach der Zeit der Schafe des Jethro geh\u00fctet. Ich kan erdichten/ damit ich seine Hertzhafftigkeit anzeige/ wie ein junger L\u00f6we/ an stat eines Hundes/ bey hergelauffen und um ihn herumgesprungen etc. Bey der Zipora kan ich erdichten/ da\u00df Sie die j\u00fcngste Tochter gewesen/ da\u00df sie die sch\u00f6nste Schw\u00e4rtze gehabt/ da\u00df sie nicht allein eine kluge Sch\u00e4ferin/ sondern auch Hau\u00dfwirthin gewesen/ da\u00df sie von den andern Schwestern sey geneidet gewesen etc. Bey dem Reguel kan ich erdichten/ da\u00df Er nicht alleine Priester/ sondern auch F\u00fcrstlicher Rath gewesen/ da\u00df Er bey dem F\u00fcrsten und gantzem Lande in grossen Ansehen gestanden; da\u00df Er in seinen nunmehr grauen Alter gewesen etc. Bey dem Hobab/ da\u00df Er dem Moses stets wol gewolt/ da\u00df Er von dem Moses sey in guten K\u00fcnsten auch in der Erk\u00e4ntni\u00df Gottes unterrichtet worden etc. Bey dem Lande Midian erdichte ich/ da\u00df es ein dornichtes und bergichtes Land sey/ da\u00df es voller wilder und rauher Menschen gewesen; oder auch wohl/ da\u00df es dem Fremden geneigt gewesen etc. [aq]\u00a7. 5[/aq]. Von den Umst\u00e4nden/ die in der Historie nicht ausgedruckt sind/ erdichte ich nach meinem belieben so wohl die Umst\u00e4nde selbst als derer Ausr\u00fcstung. Als es wird in der Historie nicht [S] gemeldet. I. Der Umstand: [aq]QUIBUS AUXILIIS[/aq]; Da kan ich nun erdichten ([aq]1[/aq].) es habe der Braut Mutter darzu geholffen [Der ich nach Belieben einen Nahmen geben kan/ auch unter einer Beschaffenheit vorstellen wie ich wil/ als etwan da\u00df sie mitleidig/ fremde im Lande/ belobt wegen ihrer Kinder-Zucht etc. gewesen] [aq]2[/aq]. Es habe der Braut Bruder/ der Hobab/ auch das Seinige dabey gethan. [aq]3[/aq]. Der F\u00fcrst im Lande und dessen Gemahlin habens auch gerne gesehen/ da\u00df der hurtige Mann Moses m\u00f6chte in dem Hause des Jethro versorget werden/ und dazu unterschiedlich mahl Anla\u00df gegeben. Ja wil iemand weiter gehen und der G\u00f6ttlichen H\u00fclffe dabey nicht vergessen/ so kan Er nach Poetischer Freyheit auch wohl erdichten [aq]4[/aq]. Der Engel Raphael sey unterschiedlichmahl in der Sache besch\u00e4fftig gewesen/ welchen GOtt in der Gestalt des Nachbars Tochter (Ich wil dieselben Nigrillen und ihren Vater Sylvanus nennen/ auch von ihr erdichten/ da\u00df sie der Ziporae allt\u00e4gliche Gespielin gewesen und sehr f[]eundlich] geschickt/ da\u00df Er der Ziporae heilsame Gedancken geben m\u00fcssen etc."}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{},"sitelinks":{}}}}