{"entities":{"Q603":{"pageid":689,"ns":120,"title":"Item:Q603","lastrevid":25603,"modified":"2025-01-31T13:57:57Z","type":"item","id":"Q603","labels":{"de":{"language":"de","value":"\u00a7. 2. Nun m\u00fcssen wir Christen zwar gestehen/ da\u00df [aq]Martialis[/aq] nicht darmit auskomme/ [aq]Lasciva est nobis pagina, vita proba[/aq], und wie [aq]Adrianus[/aq] von dem [aq]Voconio[/aq] gesagt/ [aq]Lascivus versu, mente pudicus erat[/aq]; Dann es ist nach unsers Heilandes Meinung kein einiges unh\u00f6fliches Wort zu reden verg\u00f6nnt/ in Erwegung da\u00df darvon soll Rechenschafft gegeben werden: Sondern diejenige loben wir/ welche ehrliche Scherze mit ehrlichen keuschen Worten einf\u00fchren. Denen kan nicht allein das obige Urtel CHRisti nicht nachteilig seyn/ sondern sie sind noch zu loben/ weil auch der S. [aq]D. Finkius[/aq] sagt/ die H. Schrift lie\u00df solche Scherzworte auch wol zu/ wenn sie sagt: Eure Rede sey gew\u00fcrzet/ da [aq]Sal[/aq] so viel k\u00f6nte heissen/ als eine ehrliche Scherz- und Lust-Rede. \u00b6 \u00a7. 3 Also wann ich solt und m\u00fcste Sachen einf\u00fchren/ derer man sich zu sch\u00e4men hat/ macht ichs wie Opiz \u00b6 Es kam dahin/ wohins zu kommen wehrt/ \u00b6 Da wo man auf die Wand den blossen R\u00fckken kehrt. \u00b6 Also hat auch der edle Poet [aq]Sannazar[/aq] etwas genennet: [S] \u00b6 -- [aq]Unde prodire solent[/aq] \u00b6 [aq]Qv\u00e6 de Sabaeis nil spirant messibus aur\u00e6[/aq]. \u00b6 [aq]Virgilius[/aq] nennt/ das ich nicht sagen mag/ arvum genitale, wie solche Keuschheit auch bey den Ebr\u00e4ern bekannt ist/ die nennen [aq]partes genitales, Pedes, hinc urina dicta est[/aq] Pedum aqva 2. reg. 18. 27. [aq]Sumere aqvam est ad secreta ventris ire Jud. 3. 25. 1. Sam. 24, 4[/aq], Drusius qq. Ebr. l. 1. q 35. p. 29. sqq. \u00b6 \u00a7. 4. Buhlen Lieder und garstige Hochzeit Sachen zuschreiben k\u00f6mt keinem rechtschaffenen Christen viel weniger Poeten zu/ welcher dem gemeinen Wesen in Lobung der Tugenden und Scheltung der Laster dienen soll. [aq]vid. sup. p. 9[/aq]. \u00b6 \u00a7. 5. Derowegen mag niemand meinen/ da\u00df die unh\u00f6ffliche Lieder/ so hin und her bey den Liederm\u00e4nnern anzutreffen/ von einem ehrlichen Gem\u00fcht/ sondern vielmehr von ungelehrten Liedes-Phantasten geschmiedet seyn."}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{"P86":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P86","hash":"f654d3f5b375b2f8653e9177a659cae509d6169c","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":108,"id":"Q108"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q603$D2CC6B00-780C-4868-AFF7-086CBDAE997B","rank":"normal"}]},"sitelinks":{}}}}