{"entities":{"Q5423":{"pageid":5514,"ns":120,"title":"Item:Q5423","lastrevid":25353,"modified":"2025-01-31T13:51:32Z","type":"item","id":"Q5423","labels":{"de":{"language":"de","value":"Doch ist ihm [E.N., J.T.] auch nicht unbewust/ das Er in einem Stande nunmehro lebet/ darinnen man der Leute Wahn viel zu Gefallen thun m\u00fcsse/ und ein Priester auch zur Gesundheit seines Leibes keine Pfeiffe Toback/ den doch GOtt zum rechten Gebrauch so wohl als andere Kr\u00e4uter erschaffen/ in Gegenwart solcher Leute rauche/ die aus blinden Irrthum sich daran \u00e4rgern. \u00b6 Aus diesen und keinen andern Ursachen enthalte mich seiner besondern Benennung der Weltlichen Gedichte wegen/ weil er/ wie mir bekandt/ seine [aq]Muse[/aq] nunmehro zu Gottes Ehren allein/ und trefflich h\u00f6ren l\u00e4st; und wende mich zu dem Herrn Ober-Hof-Prediger bey dem Reichs-Grafen von Promnitz/ Hrn. Erdmann Neumeister/ dessen geistlicher [aq]Cantaten[/aq] wir oben bereits erwehnet. Ich will sie nicht r\u00fchmen/ sondern solche zu lesen/ oder sie in denen vielen Kirchen/ wo man sie mit der [aq]Music[/aq] eingef\u00fchrt/ zu h\u00f6ren bitten/ so werden Seufftzer/ Thr\u00e4nen oder eine innerliche Tugendhaffte Bewegung ihre besten Lob-Reden seyn. Was die [aq]Poesie[/aq] [S] anbelangt/ so ist solche desto sch\u00f6ner/ weil sie der Schrifft-gem\u00e4\u00df/ und von keinen hochtrabenden Menschlichen Gedancken ist. Will man sagen/ weil sie so nat\u00fcrlich geistlich/ so habe er nur in wohlfliessende Reime gebracht/ was in der Schrifft in ungebundener Rede st\u00fcnde? O nein/ man siehet die Z\u00fcge und die G\u00e4nge seiner edlen [aq]Genie[/aq] und [aq]Poesie[/aq] gar wohl/ und ist desto vortrefflicher/ da\u00df er sie durch den Heil. Geist aus seinem Geiste genommen. \u00b6 Nach diesem Muster habe mich bem\u00fchet/ meine wenige geistliche Gedichte zu verfertigen/ und nach solchem werde auch meine \u00fcbrigen/ deren der Himmel viel wolle seyn lassen/ einrichten. Die [aq]Music[/aq] nun solcher geistlichen [aq]Cantaten[/aq], legt der W\u00fcrdigkeit der [aq]Poesie[/aq] keine Unehre/ sondern eine nicht gemeine Krafft zu and\u00e4chtiger Bewegung vollends bey/ und wird solches zu glauben genug seyn/ wenn man wei\u00df/ da\u00df es der ber\u00fchmte und in Kirchen-St\u00fccken besonders vortreffliche Herr Capell-Meister Kr\u00fcger am Hochf\u00fcrstlichen Weissenfel\u00dfischen Hofe gemacht;"}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{"P86":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P86","hash":"127140fb523f6ddddef1f268a08b45ccc8e576ee","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":130,"id":"Q130"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q5423$B15B0387-8E3C-4391-8225-34AC7AC11703","rank":"normal"}]},"sitelinks":{}}}}