{"entities":{"Q4948":{"pageid":5039,"ns":120,"title":"Item:Q4948","lastrevid":25920,"modified":"2025-01-31T13:58:43Z","type":"item","id":"Q4948","labels":{"de":{"language":"de","value":"und hier nicht \u00fcbergehen/ was [aq]Lambecius[/aq] [S] [aq]Lib. II Comment. de Bibl. Vindob. p. 772[/aq] meldet/ da\u00df in diesem Keiserl. B\u00fccher-Schatz vorhanden sey eine alte [aq]membrana[/aq], darauf die Sonntags- und Fest-Episteln/ samt andern [aq]fragmentis[/aq] A. und N. Testaments/ in alt-Teutschen Reimen meistentheils zu lesen/ um das Jahr Christi 1210 verfertiget/ derer Titul und Anfang also lautet: \u00b6 [aq]Hye hebt sich der Epistler an[/aq]. \u00b6 [...] \u00b6 [aq]Eod. lib. II p. 959[/aq] gedenket wolermeldter [aq]Lambecius[/aq] einer [aq]Historiae Sacrae Vet. Testamenti in Germanicam linguam rhythmice translatae[/aq], derer Anfang: \u00b6 [aq]Christ Herre \u00fcber alle Krafft[/aq]/ \u00b6 [...] \u00b6 Sonsten hat auch [aq]Hottingerus[/aq] in seinem [aq]Bibliothecario quadripartito p. 148. 149[/aq] einige [aq]fragmenta[/aq] einer Biblischen Ubersetzung des Alten Testamentes in T. Reimen/ herausgegeben/ und sehr beklaget/ da\u00df das ganze Werk verlohren gegangen. Allein da\u00df selbiges annoch in der f\u00fcrtrefflichen Wolfenb\u00fcttelischen [aq]Bibliothec[/aq] anzutreffen/ bezeuget [aq]b. Avunculus meus, D. Jo. Saubertus[/aq], in seiner [aq]Palaestra Theologico-Philologica[/aq] [S] [aq]p. 193, 194[/aq], da er schreibet: [...]. Ferner sind [aq]eadem in Palaestra[/aq] folgende T. Verse [aq]excerpi[/aq]ret/ welche den 26 Versicul [aq]Exod. IIX[/aq] sollen ausdrucken: \u00b6 [aq]Sie sprachen/ des mag nicht geschehen[/aq]/ \u00b6 [...] \u00b6 Es nennet [aq]Saubertus[/aq] diese Ubersetzung [aq]vetustissimam Versionem Bibl. Germanicam, ante plus quam quingentos annos conscriptam[/aq]. Der [aq]Auctor[/aq] soll gewesen seyn Rudolf von Hohen-Ems/ welcher diese Ubersetzung aus Befehl K\u00f6nig Conrads/ [aq]Friderici II[/aq] Sohnes/ um das Jahr Christi 1250 soll vorgenommen haben. Ja/ es gedenket auch des dritten Exemplars einer in alt-Teutsche Reimen Biblischen Ubersetzung Herr [aq]Conringius, in Epist. Gratulatoria Natalis duode[/aq]-[S][aq]nonagesimi ad Ducem Augustum L\u00fcneb. gloriosiss. mem. p. 59[/aq] schreibend: [aq]Inter ducentas sane sex & viginti sive universae Scripturae sive V. Testamenti, Novi item Testamenti separatas septuaginta sex editiones, quas tua manu, Principum decus, in augustam bibliothecam, thesaurum illum librarium incomparabilem, retulisti, comprehenditur etiam MSta Bibliorum translatio vernacula perantiqua, proso sermone bis, & ter verso; quas inter & illa est, cujus specimen in Theologicae Blibliothecae volumine pronuper exhibuit meritis in rem omnem sacram profanamq; celeberrimus Hottingerus[/aq]. \u00b6 Im Anfang des [aq]XIVten seculi[/aq], nemlich A. 1303 hat Hugo von Trimberg sein weitleuftiges Werk von Teutschen Reimen zu Ende gebracht/ so der Renner genennet wird/ darinnen er die Laster selbiger Zeiten des Geistlich- und weltlichen Standes entdecket/ und zur Gottseeligkeit/ Erbarkeit und andern Tugenden gute Vermahnung giebt. Von diesem Renner stehen auch zwei alte [aq]MSt[/aq]a in der Wolfenb\u00fcttelischen [aq]Bibliothec[/aq], aus denen man ersehen kan/ wie sehr das Werk im gedruckten ver\u00e4ndert worden; und soll auch eines auf Papier/ in der Pauliner-[aq]Bibliothec[/aq] zu Leipzig/ anzutreffen seyn. Zu der Zeit des Hugo von Trimberg lebte Freydank/ der ein Buch verfertiget/ so er die Lajen-Bibel nennet/ worinnen er die f\u00fcrnehmsten Geschichte des A. und N. Testaments in Teutsche Reimen gebracht. Es werden in der mehr belobten Hochf\u00fcrstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha unterschiedliche geschriebene seiner Gedichte [S] vorgezeiget/ mit der Uberschrifft/ Freigedank. Und schreibet obangezogener Spangenberg: Man hielte damals auf keinen Spruch nichts/ den nicht Herr Freidank gedichtet. A. 1317 starb Heinrich von Frauenlob/ welcher der H. Schrifft [aq]Doctor[/aq] zu Mainz gewesen/ und solchen Zunamen daher bekommen/ weil er zu Lob des weiblichen Geschlechts sehr viel Lieder gedichtet/ insonderheit etliche von der H. Jungfrauen Maria/ die man unserer Frauen Lied gehei\u00dfen; und ist er/ am Andreas Tag gedachten Jahres/ von etlichen f\u00fcrnehmen Matronen aus seinem Hause bi\u00df in den Domm zu seiner Grabstette getragen/ auch diese von ihnen mit Wein bego\u00dfen worden. \u00b6 Vielleicht in diesem oder folgendem Jahrhundert mag geschrieben seyn worden das alte T. Reimen-Buch [aq]de Infantia Christi[/aq]; welches auch in Griechisch- und Arabischer Sprache zu finden: massen [aq]Lambecius Lib. VII Comment. de Biblioth. Vindob. p. 270[/aq]. 271 meldet/ da\u00df ein Griechisches [aq]MStum[/aq] in der Keiserl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Wien anzutreffen/ de\u00dfen [aq]auctor Thomas Isra\u00eblita[/aq] genennet wird; und soll ein gleiches [aq]MStum[/aq] in der K\u00f6nigl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Paris verwahret werden. Des [aq]Golii[/aq] Arabisches [aq]MStum[/aq] hat vor 6 Jahren/ nemlich A. 1697, [aq]Henr. Sike, cum versione Latina & Notis f. 8[/aq]. zu Utrecht im Druck herausgegeben/ unter dem Titul: [aq]Evangelium Infantiae, vel Liber Apocryphus de Infantia Servatoris[/aq]. In der Hochf\u00fcrstl. [aq]Bibliothec[/aq] zu Gotha aber wird vorgezeigt eine Teutsche [aq]Version[/aq] auf Pergamen/ unter dem Titul: Hie hebt sich an unsers Herrn [S] Kindheit und sein Leben. Es kommen darinnen unterschiedliche M\u00e4hrlein vor. Unter andern/ \u00b6 [aq]Daz Jesus ainem Kind sein Kr\u00fcglein wieder ganz macht[/aq]. \u00b6 [aq]An einem Tag daz kint Jesus[/aq]. \u00b6 [...] \u00b6 Etliche nennen dieses Buch [aq]Evangelium quintum[/aq], oder [aq]Evangelium Pueritiae[/aq], und halten solches in sonderem Wehrt. Es urtheilet aber [aq]Lambecius[/aq] sehr wol davon/ wann er schreibet: [aq]Sive sub Thomae Isra\u00eblitae nomine, sive sub nomine S. Matthaei Apostoli, sive sub quocunque alio specioso titutlo Liber de Infantia Christi se venditet, certo tamen constat, eum, tanquam fabulosum & supposititium, omnique autoritate & fide carentem, a sancta Ecclesia Catholica jam olim merito improbatum & rejectum esse[/aq]. Hierauf f\u00fchret [aq]Lambecius[/aq] die gemeine Meynung der Kirchen-V\u00e4tter an/ da\u00df Christus vor dem ersten Zeichen zu Cana in Galilaea kein Zeichen oder Wun-[S]der gethan; und beweiset solches aus dem [aq]Epiphanio, Chrysostomo[/aq] und [aq]Baronio[/aq]. Ein gleiches [aq]judicium[/aq] hat schon zu seiner Zeit Lutherus hier\u00fcber gef\u00e4llet im [aq]VII[/aq] Haubt-Stuck der Tischreden/ vom HErrn Christo/ [aq]p.m. 93[/aq]: Viel Fabeln sind von vielen erdichtet/ was JEsus in seiner Kindheit und Jugend gethan habe/ wie zu sehen ist im Buch mit dem Titul/ de [aq]Infantia Salvatoris[/aq], oder [aq]de Vita Jesu[/aq]. Weil aber in demselben Buch viel l\u00e4cherlich n\u00e4rrisch Ding stehet/ hat es nie kein Ansehen gehabt bei den Christen. \u00b6 Zu Ende des vierzehenden/ und Anfang des f\u00fcnfzehenden [aq]Seculi[/aq], regierte eine Reimsucht von Teutschen und Lateinischen Reimen untermischet/ dieser Art/ als das noch bekannte Weihnacht-Lied ist/ [aq]In dulci jubilo[/aq], nun singet und seyd fro! Von de\u00dfen [aq]auctore, Petro Dresdensi[/aq] und seinen Liedern/ ein mehrers kan gefunden werden [aq]in Disputatione Acad. Jac. Thomasii de Petro Dresdensi[/aq], so zu Leipzig A. 1678 gehalten worden. Im funfzehenden Jahr-hundert lebte unter andern Sebastian Brand/ ein ber\u00fchmter Rechts-gelehrter und Keiserlicher Raht/ welcher ein Lateinisch-po\u00ebtisches B\u00fcchlein/ [aq]de Moribus & facetiis mensae, sive Thesmophagiam[/aq], in T. Reimen \u00fcbersetzet. Der Beschlu\u00df des Werklein lautet also: \u00b6 [aq]Ob nun wer ander sytt und wise[/aq]/ \u00b6 [...][S][...]"}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{"P86":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P86","hash":"a24f8f421866b79e94b1ac77054d7e21cdc51871","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":128,"id":"Q128"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q4948$B6A863C3-D354-4376-BF15-CEBC2EF28296","rank":"normal"}]},"sitelinks":{}}}}