{"entities":{"Q3518":{"pageid":3608,"ns":120,"title":"Item:Q3518","lastrevid":25705,"modified":"2025-01-31T13:58:11Z","type":"item","id":"Q3518","labels":{"de":{"language":"de","value":"[aq]Caroli[/aq] des Grossen Sohn [aq]Ludovicus[/aq], [S] hat sich zum ersten bem\u00fchet die gantze Heilige Schrifft in teutsche Verse zu bringen/ damit auch das gemeine Volck den Verstand haben/ und sie zugleich dem Ged\u00e4chtni\u00df einverleiben k\u00f6nte. Di\u00df erwehnet [aq]Andr. du Chesne tom. 2. p. 326[/aq], welcher aus der Vorrede eines alten in S\u00e4chsischer Sprache geschriebenen Buchs dieses zum Zeugni\u00df anf\u00fchret: [aq]Cum divinorum librorum solummodo literati atque eruditi prius notitiam haberent ejus studio atque imperii tempore, sed Dei omnipotentia atque inchoantia mirabiliter actum est nuper, ut cunctus populus suae ditioni subditus Theudisca loquens lingua, ejusdem divinae lectionis nihilominus notitiam acceperit. Praecepit namque cuidam uni de gente Saxonum, qui apud suos non ignobilis vates habebatur, ut vetus ac Novum Testamentum in germanicam linguam po\u00ebtic\u00e8 transferre studeret: quatenus non solum literatis verum etiam illiteratis sacra divinorum praeceptorum lectio panderetur[/aq]. [...][S][...] Diese ist ohne zweiffel die \u00e4lteste Ubersetzung die in den Historien zu finden; nur da\u00df vom [aq]Carolo M[/aq]. einige melden/ ob h\u00e4tte er das Neue Testament in Teutsch \u00fcbersetzen lassen/ und [aq]Gesnerus[/aq] in seinem [aq]Mithridate p. 46[/aq]. gedencket/ es weren die Psalmen Davids zu der Zeit verteutscht noch in dem Kloster [aq]S. Galli[/aq] verhanden. [aq]Rhenanus[/aq] schreibet dem [aq]Valdoni Episcopo Frisingensi[/aq] die Ubersetzungen der Evangelien zu/ so im Jahr [aq]800[/aq] geschehen. Man hat auch noch da\u00df Gebeht des HErrn/ das [aq]Symbolum Apostolicum[/aq] zu der Zeit oder noch vor derselben geschrieben/ so aus der [aq]Bibliotheca Vaticana[/aq] hervor gekommen/ welche [aq]Marquardus Freherus[/aq] mit Anmerckungen herau\u00dfgegeben/ und welche auch bey dem [aq]Winckelmann[/aq] in seiner [aq]Notitia Westphaliae l. 3. c. 7[/aq]. zu finden. Man hat auch noch einige [aq]Anglo-Saxoni[/aq]-[S]sche Psalmen/ welche [aq]Johannes Seldenus[/aq] mit seinen gelahrten Anmerckungen gezieret. Auch ist eine [aq]Saxoni[/aq]sche und Hochteutsche [aq]formul[/aq] des [aq]Symboli[/aq] vom [aq]Boxhornio[/aq] herau\u00dfgegeben. [aq]Lambecius[/aq] hat in [aq]lib. 2. comm. de Bibl. Vindobonensi c. 5. p. 38[/aq], noch eine Teutsche Beicht [aq]formul[/aq], die [aq]Carolus M[/aq]. gebraucht haben soll/ und [aq]p. 388[/aq]. die Erzehlung de\u00df was zwischen Christo und dem Samaritanischen Weibe vorgegangen in alter teutscher Sprache. Es wurdert mich da\u00df [aq]Hottingerus[/aq], da er [aq]Bibl. Theolog. l. I. c. 3[/aq]. so fleissig ist in den vielf\u00e4ltigsten Ubersetzungen der Biebel hervor zu suchen/ dieser/ die von dem [aq]Ludovico I[/aq]. angestellet/ nichts gedencket. Es ist aber vermuthlich da\u00df sie verlohren gegangen. Ich habe zwar einige S\u00e4chsche Ubersetzung des Neuen Testaments/ oder vielmehr eine [aq]paraphrasin rhythmicam[/aq] gesehen/ die aber viel neuer gewesen/ und mit vielen andern Erzehlungen vom Leben Christi/ die in der Bibel nicht enthalten/ vermischt. [aq]The[/aq]-[S][aq]odorus Bibliander[/aq] in seinem Buch [aq]de ratione communi omnium linguarum p. 49[/Aq]. hat auch einer Poetischen Ubersetzung des Alten Testaments gedacht. [aq]Legi vetus instrumentum versibus germanicis redditum \u00e2 Rodolfo quodam oriundo ex familia quae nomen habet ab eminente arce in Rhaetia, quam vulgus nominat[/aq] hohen Ems, [aq]idque rogatu & jussu Regis Chonradi, fil: Friderichi secundi Caesaris Augusti: qui versus orthographi\u00e2, verbis, inflexione, structura modoque carminis discrepant \u00e2 praesente consuetudine. Id quod uno exemplo perstringam: nam de fide Gabeonitis \u00e2 losua & caeteris Isra\u00eblitis data sic canit[/aq] \u00b6 Swel man den Ban GOtts breche \u00b6 [...] \u00b6 [aq]pro illo quod sermo nunc usitatus diceret[/aq] \u00b6 Welcher Mann den GOttes Ban br\u00e4ch \u00b6 [...] \u00b6 Diese ist aber/ wie er schreibt/ viel j\u00fcnger und in Hochteutsch geschrieben. [aq]Melchior Goldastus Tom. 1. Rer. Alemanicar[/aq], [S] [aq]p. 198[/aq]. thut auch hiervon einige Erwehnung/ und berichtet/ da\u00df sie in der Schobingerschen [aq]Bibliothec[/aq] verhanden. In seinen Anmerckungen \u00fcber die Teutsche [aq]Paraeneses[/aq] f\u00fchret er viel aus einer [aq]Paraphrasi veteris Testamenti[/aq] an: aber er nennet den [aq]Autorem Anonymum antiquissimum[/aq], denn er selbst doch in seinen [aq]Alemannicis Rodolphum ab Ems[/aq] genant/ da\u00df ich also im Zweiffel stehen mu\u00df/ ob es dieselbe oder ein ander [aq]paraphrasis[/aq] sey."}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{"P86":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P86","hash":"488e0bf19ef5dad94bce0853b2ed7d73d9345c84","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":112,"id":"Q112"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q3518$D7ABED08-423A-4F2A-9DF5-C736AA7DC3AF","rank":"normal"}]},"sitelinks":{}}}}