{"entities":{"Q3246":{"pageid":3336,"ns":120,"title":"Item:Q3246","lastrevid":25638,"modified":"2025-01-31T13:58:02Z","type":"item","id":"Q3246","labels":{"de":{"language":"de","value":"159 Es ist zu beklagen/ da\u00df bei Christlichen Hochzeiten/ meist nur von Uppigkeit geredet wird/ und der HochzeitGedichte absehen ist/ allein Braut und Br\u00e4utigam/ samt den G\u00e4sten/ mit (oft-schandbaren) ScherzReden zu ergetzen. Es ist ja der Ehestand ein heiliger Stand/ von Gott selbst/ noch im Stand der Unschuld/ eingesezt/ und der nicht allein vielen Lastern wehret/ sondern auch das Reich des Himmels mit seel. B\u00fcrgern anf\u00fcllet/ und die Welt fortpflanzet. So solte er demnach billig mit Gebet und Ardacht/ gleichwie von den Verlobten angefangen/ also auch von andern eingesegnet werden. Da solte man anf\u00fchren die sch\u00f6ne Exempel der Heiligen/ wie Adam [S] mit Eva bei dem Hochzeitgesang der Engel/ Isaac mit Rebecca  da er ausgegangen zu beten/ Jacob mit Rahel nach gro\u00dfer M\u00fche und Arbeit/ gleichwie auch Tobias und Sara/ verm\u00e4hlet worden/ und wie Christus dem HochzeitFest zu Cana beigewohnet/ und dasselbige gesegnet: welcher dann billig/ vor allem andern/ zu einer jeden Christlichen Hochzeit soll eingeladen/ und bei der Hochzeit also tractirt werden/ da\u00df er lust bekomme/ der neuen Eheleute ihr Hausgeno\u00df zu bleiben. Man k\u00f6nte auch jedesmal einen Spruch aus H. Schrift/ der vom Ehestand handelt/ unter die Feder nehmen/ und mit einem Geistlichen Gedicht erkl\u00e4ren: Insonderheit aber anf\u00fchren/ wie der Ehestand mit Christi Liebe gegen seiner Gemeine von S. Paulo*[Ephes. 5 V. 25 seqq.] verglichen werde. Kein zweifel ist/ da\u00df die Ehen viel gesegneter seyn und b\u00e4\u00dfer ersprie\u00dfen/ wann sie also mit Gott angefangen w\u00fcrden. \u00b6 160 Di\u00dforts ein Beispiel zu geben/ weil/ die Menschwerdung des Ewigen [S] und einigen Sohns GOttes JEsu Christi/ sich wol eine \u00b6 Verm\u00e4hlung der Himlischen Gottheit mit der Irdischen Menschheit \u00b6 nennen l\u00e4sset/ wird solche als eine Geistliche Hochzeit/ mit folgendem Gedichte besungen. \u00b6 Di\u00df ist der Tag/ das Wunder-Fest/ [\u2026] [S] [\u2026] \u00b6 161 Ich will hier noch beibringen einen Christlichen Hochzeitwunsch/ mit welchen ich vor 25 Jahren Herrn Joachim Pipenburg/ bei der woll\u00f6bl. Stadt L\u00fcneburg vornehmen Ratsherrn und Gerichts Pr\u00e4sidenten/ verehret. Weil selbiger in einem siebenst\u00e4ndigen Sinnbilde bestehet/ und von den Sinnbildern di\u00dforts noch nichts gesaget worden/ so ist zu wissen/ da\u00df selbige mit den GleichnisReden (S \u00a7 68 im I Buch 7 Cap.) eine gro\u00dfe Verwandschaft haben/ und in selbigen dreien St\u00fccken/ n\u00e4mlich in der Sache/ von der man redet/ in dem Gleichenden/ und in der Gleichis/ bestehen."}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{"P86":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P86","hash":"f8bf4387959d5f01672959df273086f61086af5a","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":111,"id":"Q111"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q3246$C52062DB-5819-426A-A763-FB6980819B49","rank":"normal"}]},"sitelinks":{}}}}