{"entities":{"Q2334":{"pageid":2424,"ns":120,"title":"Item:Q2334","lastrevid":21587,"modified":"2025-01-31T12:51:21Z","type":"item","id":"Q2334","labels":{"de":{"language":"de","value":"das die teutsche Sprach nicht allererst vor wenig Zeiten aufgekommen/ ist aus alten Merkmahlen zu erweisen. Ihrer viel wollen da\u00df sie von dem Thurmbau zu Babel auf uns hergeleitet/ und nehmen ihre Bewei\u00df-gr\u00fcnde aus den Zeit- und Geschlecht-rechnungen/ [S.i.O.] sonderlich verfasset. Denn nach dem zu Babel die allgemeine Ahrt zureden aus sonderbahrer Schikkung Gottes zertrennet/ und die Menschen in die gantze Welt zerstreuet worden/ hat sich Ascenas als ein Stamm-Vater seines Geschlechts/ durch klein Asien in Europam/ als welches anfangs dem dritten Sohne Noah/ dem Japhet zugeeignet worden/ erhoben/ die L\u00e4nder ausgetheilet/ und aller derer V\u00f6lker/ welche hernach in den L\u00e4ndern gewohnet/ die man ietzund Teutschland/ Frankreich/ Spanien/ Holland/ Norwegen und Thracien heisset/ Oberhaupt und Vater gewesen. Besagter Ascenas aber hat seinen Ursprung von Japhet also: \u00b6 zeuget \u00b6 Noah \u00b6 Japhet \u00b6 Gomer \u00b6 Ascenas \u00b6 Welcher die alte teutsche Sprach der Cimbrer in alle L\u00e4nder Europae [S.i.O.] [S] ausgebreitet: dannenhero vor l\u00e4ngsten die Teutschen von den Juden mit dem Nahmen Ascenacim beleget worden. Massen auch noch heute im gebrauch ist der Nahme Ascanius. Hievon stehen bey Aventino alte Reime/ die/ weil solches Buch nicht in iedermans H\u00e4nden ist/ ihm der Leser hie nicht wird mi\u00dffallen lassen. \u00b6 Ascenas den man nennet Tuiscon/ \u00b6 [...] [S.i.O.] \u00b6 Und obgleich diese meinung von iemand m\u00f6chte in zweiffel gezogen werden/ wird doch niemand unserer Sprache ihre w\u00fcrde und alter streitig machen/ als die von mehr als [aq]800.[/aq] Jahren solche Denkzeichen hervor bringen kan/ die leichtlich von einem [S.i.O.] [S] der deutschen Sprach Erfahrenen m\u00f6gen verstanden werden. Dergleichen in der [aq]3[/aq]. Lobrede des um unsere Muttersprach hochverdienten Edlen H. Schottelii [aq]Opere[/aq] unterschiedlich zu lesen. [aq]Conf. Georg. Henisch. in praefat. Thesauri[/aq] von der teutschen Sprach. [aq]Wolfg. Lazius. l. g. de Suev. Non audiendi sunt, qui ante annos 306. Linguam nostram prim\u00f9m omnium scribi solitam exstimant[/aq]. Das wort Teutsch soll seinen Nahmen und Ursprung haben von Theut oder Tuit/ dessen [aq]Tacitus de Germ. moribus.[/aq] gedenket wenn er spricht: [aq]Celebrabant carminibus antiquis Tuistonem (sive Teutonem) Deum terr\u00e2 editum, & filium ejus Mannum, originem gentis conditoresque.[/aq] Das ist; sie r\u00fchmeten mit ihren alten Ges\u00e4ngen den Gott Tuit oder Teut/ und dessen Sohn Mann. Wo durch die Barden/ welche alte teutsche Po\u00ebten gewesen/ den Sch\u00f6pfer aller Menschen/ und den ersten Sohn des Sch\u00f6pffers Adam [S.i.O.] verstanden. Sonst ist ausser allem zweiffel/ da\u00df mit diesen W\u00f6rtlein die Alten ihre G\u00f6tter bedeutet/ wie auch aus [aq]Lactant. lib. 1. c. 6[/aq]. k\u00fcndig/ da\u00df die Aegyptier ihren Gott Teut geheissen/ wo durch sie [aq]Mercurium Trismegistum[/aq] verstanden. [aq]Josephus Judaeus, qui auctore Clemente \u00e8 lingu\u00e2 Phoenicum in Graecam transtulit Mercurii libros illum vocat Toautum, sive[/aq] [griech.]. [aq]Cic. de Divin. lib. 3. \u00a7. 55. & D. Walther dissertat. de praetens\u00e2 salute aetern\u00e2 Ethnicor. p. 67. Livius etiam memorat Hispanos Deum Teutanem honorasse libr. 36. conf. Schottel. l d. \u00a7. 20. 21. 22 23. it. Aventin. prolix\u00e8 fol. 444. it. fol. 46[/aq]. \u00b6 [aq]Ibid[/aq]. Von Babels zeiten preisen. \u00b6 Babel hat den Nahmen von der Verw\u00fcstung. [aq]Ab h\u00e2c linguarum conturbatione nomen urbs accepit ut Babel diceretur, Sleidan. de 4 Summ. Imper. p. 8. Ubi ex Matth. Beroald. l. 3. Chronic. c. 2. dicit: Babel, unde est Babylonis pro-[/aq] [S.i.O.][S] [aq]fectum vocabulum, id est, ac si dicatur, Ba venit, & Bel, hoc est confusio; i. e. pro glori\u00e2 quam homines DEI securi somniabant & quaerebant, retulerunt justo DEI judicio confusionem & ignominiam. Augustin. de C. D. cit. Roesero in Epistolgraph. Emblemat. p. 547. Hat von dem Thurmbau solche Gedanken: Da\u00df Nimrod/ (filius Chusi. Nepos Chami, pronepos Nohae, cujus mentio fit Gen. 10. v. 9[/aq].) die Leute selben ihm bauen zu helffen beredet/ da\u00df es eine Festung und Schlo\u00df seiner Grausamkeit w\u00e4re/ die er im Sinne gehabt. Die Stadt Babel soll nach Mathematischer [aq]calculation 12[/aq]. teutsche Meilen in der Ringmauer/ und der grosse Thurm/ eine halbe Meil umher in sich gehabt haben. [aq]Bunting. Itinerar. p. 193. conf. B. D. Gerhard. Comm. in Gen. 11. c. & Matth. Hostus. l. 3. de mensur. & pondere[/aq]. die Zerst\u00f6rung beschreibet [aq]Xenophon[/aq]. und [aq]Herodotus[/aq]."}},"descriptions":{},"aliases":{},"claims":{"P86":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P86","hash":"0ea03c3d7d29bd794400a5463196797f239dc33a","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":103,"id":"Q103"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q2334$ABA9707D-27B4-40A2-BD85-A4864C43D98B","rank":"normal"}]},"sitelinks":{}}}}